Multikultur 2.0 _ Willkommen im Einwanderungsland Deutschland

Herausgegeben von Susanne Stemmler.

Eine Publikation des Hauses der Kulturen der Welt

lieferbar ab 05/2011
336 Seiten mit 10 Abbildungen
Einband: broschiert
Format: 14 x 22,2
ISBN: 978-3-8353-0840-4

zur Leseprobewallstein-verlag.de/leseprobe

Schlagwörter wie »Integration« und »Parallelgesellschaften« führen in eine diskursive Sackgasse. Der Band präsentiert neue Visionenjenseits des »Multikulturalismus«.Um der ethnischen Vielfalt der deutschen Gesellschaft Rechnung zu tragen, wurde Ende der 1980er Jahre das Modell des »Multikulturalismus« aus Nordamerika eingeführt. Dieser Ansatz gilt heute als überholt, definierte er doch Menschen nach ihrer Herkunft und machte sie damit erst zu Außenseitern in einer Mehrheitsgesellschaft.
In den vergangenen Jahren haben sich die Herangehensweisen der internationalen Forschung an das Thema Diversität und Pluralismus stark gewandelt. Dazu treten neue Konzepte, die sich aus dem multiethnischen Alltag der urbanen Räume in Asien, Mittel- und Südamerikas ergeben. Der Band stellt diese Positionen aus verschiedenen Fachdisziplinen dar und bezieht sie auf die deutsche Situation.Mit Beiträgen u.a. von: Arjun Appadurai, Kwame Anthony Appiah, Klaus J. Bade, Nevim Çil, Georg Diez, David Hollinger, Ipek Ipekçioglu, Navid Kermani, Mely Kiyak, Ruud Koopmans, Cilly Kugelmann, Sergey Lagodinsky, Claus Leggewie, Wilfried N¹Sondé, Günter Piening, Bernd M. Scherer, Yasemin Soysal, Hito Steyerl, Rita Süssmuth, Mark Terkessidis, Steven Vertovec, Michael Werz

quelle und mehr : www.wallstein-verlag.de/kurztext / mehr zum buch bei  perlentaucher


mehr zum thema: bücher zu Integration u.Multikulturalismus: perlentaucher bücherliste / islam in europa _ chronologie einer debatte : perlentaucher debatte / zusammenfassung der kritik am multikultiansatz:  wikipedia Criticism_of_multiculturalism / Merkel says German multiculturel society has failed BBC /  Vortrag bei Böll Stiftung (2005):  Amitai Etzioni, Diversity within unity und ebenfalls auf der webside der Böll-Stiftung Micha Brumlik über Amarty Sen, Die Identitätsfalle / auch dort: Rashmi Luther, Wird Inklusion durch Multikulturalismus gefördert? ..eine Einschätzung der Situation in Kanada


 

26.01.2012 Zwingenberg _ Zeitzeugin berichtet über Deportation nach Theresienstadt

Zwingenberg

„Anlässlich des Gedenktags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wird Edith Erbrich am Donnerstag, 26. Januar 2012, 19:30 Uhr von ihrer Deportation nach Theresienstadt, ihrer Haft und Befreiung berichten. Thomas Altmeyer (Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945, Frankfurt/Main) ergänzt mit Informationen zum KZ_Theresienstadt. Veranstaltungsort ist der Saal der evangelischen Kirchengemeinde, Darmstädter Straße 22. Veranstalter: Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge, evangelische Kirchengemeinde Zwingenberg und die katholische Pfarrgemeinde Zwingenberg.

mehr bei : http://www.arbeitskreis-zwingenberger-synagoge.de/unser-angebot/veranstaltungen/veranstaltungen-2012/vortrag-von-edith-erbrich.html

am 27.1.2012 Veranstaltung in Heppenheim

http://ffduseh.wordpress.com/2012/01/09/27-01-2012-gedenken-an-opfer-der-konzentrationslager-und-des-nationalsozialismus-19-00-h-oberlin-haus-heppenheim-bensheimer-weg-27-mit-film-die-rollbahn-diskussion/

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Ein Jahr nach dem Sturz von Ben Ali _ die tunesische Bloggerin Nina Ben Mhenni erinnert sich

Le 13 Janvier 2011 tel que je l’ai vécu …
Je ne pourrai jamais oublié ma nuit du 13 Janvier 2011. Ce soir là j’étais à l’hôtel El Hana International pour   ma deuxième nuit successive avec une équipe de journalistes de TF1. J ‘étais leur fixeuse. Quand j’ai appris    que Ben Ali allait donner un discours, je n’ai pas eu le courage de vivre cela toute seule. Sans réfléchir j’ai    appelé mon amie l’avocate Leila Ben Debba avec qui j’ai vécu les moments les plus critiques et décisifs des  événements de Décembre2010/janvier 2011. Tout de suite, j’ai compris qu’elle était dans le même état  d’âme que moi . Hésitante , je lui ai suggéré de me rejoindre là ou j’étais . J’étais hésitante car moins de 15  minutes nous séparaient du début du couvre-feu…
quelle und mehr   http://atunisiangirl.blogspot.com/2012/01/le-13-janvier-2011-tel-que-je-lai-vecu.html


lies auch: talking with award-winning blogger  http://ijnet.org/stories/talking-award-winning-blogger-tunisian-girl


        zur Deutschen Ausgabe des Buches Tunesian Girl, das unter dem Titel Vernetzt Euch erschienen ist :            http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteinhc/buch.php?id=18433  ..und..joachimfulda auf dem gfbv-blog “ http://gfbvberlin.wordpress.com/2011/07/22/a-tunisian-girl-ein-erfahrungsbericht-einer-tunesischen-bloggerin/


zur Jasminrevolution 

was schreibt die TAZ: http://www.taz.de/Tunesien-ein-Jahr-nach-Ben-Ali/!85541/  Was die AG Friedensforschung Kassel zur Entwicklung in Tunesien an Aufsätzen gesammelt hat:  http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Tunesien/Welcome.html  lies auch wikipedia arabischer frühling:  http://de.wikipedia.org/wiki/Arabischer_Frühling  und wie das goethe institut seine rolle sieht :  http://de.qantara.de/Goethe-und-die-arabische-Revolution/16297c16500i1p420/index.html.   Voice of America :  http://www.voanews.com/english/news/Tunisians-Mark-First-Anniversary-of-Ben-Ali-Ouster-137343513.html

 


Tunesiens „Jasminrevolution“ gab zum Jahresbeginn 2011 den Startschuss für den Arabischen Frühling. Genau ein Jahr nach dem Sturz von Ben Ali hält der Dokumentarfilm jenen historischen Moment fest, in dem die Kräfteverhältnisse in dem nordafrikanischen Land noch in der Schwebe sind und neben der Begeisterung über die neugewonnene Freiheit auch eine Vorahnung von der Gewalt künftiger Kämpfe mitschwingt. Bis heute verfolgt die internationale Öffentlichkeit den Wandel Tunesiens mit Argusaugen. Welchen Weg wird das Land einschlagen? Was bedeutet der Sieg der moderat islamistischen Ennahda-Partei? Stellen die Islamisten eine Gefahr dar? Kann der langwierige Demokratisierungsprozess ins Stocken geraten?
Der dokumentarische Stimmungsbericht führt von der Wüste über die Bergbauregion Mitteltunesiens, in die legendäre Stadt Sidi Bouzid, die durch die Selbstverbrennung des jungen Mohamed Bouazizi internationales Aufsehen erregte, auf die vor der Hafenstadt Sfax gelegenen Kerkenna-Inseln und über Kairouan in die Hauptstadt Tunis. Strategische Orte der Demokratie, die Universität, der Justizpalast und eine Medienredaktion werden besucht. Und Politiker, Gewerkschafter sowie Vertreter aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft nennen die brandaktuellen Themen, mit denen sich die tunesische Gesellschaft auseinandersetzen muss. Dazu gehören Justiz, Korruption, die radikalislamistische Gefahr und die konterrevolutionäre Bedrohung.
Der Dokumentarfilm zeigt tief bewegte Bauern bei ihrem ersten freien Urnengang, Studenten, die in abgelegenen Dörfern an das staatsbürgerliche Bewusstsein der Bewohner appellieren, Menschenrechtsaktivisten, die von hasserfüllten Salafisten angegriffen werden, aufgeklärte Imame sowie Schülerinnen, deren Leben sich dank der Hinwendung zur Demokratie geändert hat. Sie alle stehen für die großen Umwälzungen in der tunesischen Gesellschaft.
(Frankreich, 2011, 90mn)
ARTE FErstausstrahlungstermin: Di, 10. Jan 2012, 22:16


Die arabische Welt hat das Individuum entdeckt. Schriftsteller Ben Jelloun sieht Umbruch als „Revolte der Jugend“ Tahar Ben Jelloun im Gespräch mit Andreas Müller   9.9.2011 audio on demand
 
Man habe von den arabischen Intellektuellen lange nichts hören wollen, entschuldigt der französisch-marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun seine Generation. Aus der gegenwärtigen „Revolte der Jugend“ lernten die sogenannten „alten Intellektuellen“ sehr viel, und verfolgten sie mit Interesse und Sympathie.
 
mehr: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1550569/

 

Neue Wege setzt Mietobergrenzen neu fest

Maximalen Miethöhen für Arbeitslose im Kreis Bergstraße (Nettokaltmiete)

Personen pro
Haushalt

Bensheim, Zwingenberg,
Heppenheim

Viernheim, Lampertheim, Fürth,
Lorsch, Bürstadt

Restliche Orte im Kreis

1 Person (max. 45 qm)

262,00 Euro

237,00 Euro

217,00 Euro

2 Personen (> 60 qm)

327,00 Euro

281,00 Euro

261,00 Euro

3 Personen (> 72 qm)

380,00 Euro

334,20 Euro

309,20 Euro

4 Personen (> 84 qm)

427,40 Euro

387,40 Euro

357,40 Euro

5 Personen (> 96 qm)

490,60 Euro

445,60 Euro

410,60 Euro

je weitere Person (+ 12 qm)

058,00 Euro

053,20 Euro

048,20 Euro

Die Zahlen (Stand Juni 2009) beziehen sich auf die Nettokaltmiete. Nebenkosten und Heizkosten werden extra gezahlt werden. Wer in einer „teureren“ Wohnung lebt, muss die Differenz zu seiner tatsächlichen Miete von seinem Regelsatz (359 Euro/Monat) abzwacken. Das sind im Kreis Bergstraße nach eigenen Angaben von „Neue Wege“ 1200 Bedarfsgemeinschaften (2500 bis 3000 Personen). Alleine beim Wohnungsamt Bensheim sind 360 Personen registriert, die seit Monaten eine „angemessene“ Wohnung suchen, ohne eine zu finden. Nach einem Urteil des BSG muss die Miete entsprechend den tatsächlichen Preisen am Wohnungsmarkt gezahlt werden.

Zum Vergleich: Von „Andere Wege“ und dem „Förderverein für Demokratie und sozialpolitisches Engagement“ anhand der Wohnungsangebote in allen relevanten Online- und Printmedien im September und Oktober 2007 ermittelte Nettokaltmieten:

Personen pro
Haushalt

Bensheim, Zwingenberg,
Heppenheim

Viernheim, Lampertheim, Fürth,
Lorsch, Bürstadt

Restliche Orte im Kreis

1 Person

321

276

254

2 Personen

401

335

398

3 Personen

504

416

421

4 Personen

538

520

447

quelle: andere wege / als pdf: mitetobergrenzen als pdfrichtlinien anderer träger : oertliche-richtlinien bei tacheles noch fragen?

gerhard.roehrig.hp@web.de

Ein Euro Jobs , die unendliche Geschichte

Die unendliche Geschichte der Ein-Euro-Jobs

1) Starkenburger Echo vom 23.04.2005

„Der reine Hammer“

Hartz IV:

HEPPENHEIM. Das ist neu an der Bergstraße: Erstmals haben die Gewerkschaften Verdi (Vereinigte Dienstleister) und GEW (Erziehung und Wissenschaft) eine gemeinsame Veranstaltung organisiert und dabei ein gemeinsames Vorgehen vereinbart. Ihr Widerstand richtet sich gegen die zwangsweise Einführung von Ein-Euro-Jobs.  Zu der Veranstaltung in Heppenheim war Helmut Angelbeck vom Verdi-Erwerbslosenausschuss als Referent geladen. Er gab den zwei Dutzend Zuhörern einen Überblick über die Regelungen von Hartz IV und die in dem Zusammenhang eingeführten Ein-Euro-Jobs.

>>>>>>>  mehr:

1-euro-jobs-an-schulen_23-04-05_quelle_andere-wege.pdf

2) offener Brief vom Januar 2007

Offener Brief an die Kreistagsabgeordneten des Kreistages und den Landrat des Landkreises Bergstrasse

Ein-Euro-Jobs an Schulen des Kreises Bergstraße

Sie zupfen Unkraut und halten dem Hausmeister die Leiter. Sie scheuchen rauchende Schüler aus den Toiletten und passen auf Fahrräder auf. Sie sortieren alte Akten oder katalogisieren Bücher in der Schulbibliothek.

Wie die Heinzelmännchen arbeiten sie überall da, wo Not am Mann ist, und dies (fast) ohne Lohn: Ein-Euro-Jobber gibt es mittlerweile in vielen sozialen und Bildungseinrichtungen und zunehmend auch an den Schulen unseres Kreises.

Doch diese dienstbaren Geister kommen nicht aus freien Stücken und unsichtbar sind sie auch nicht, sondern oft als „schulfremde“ Hilfskräfte deutlich erkennbar.

Nicht wenige von ihnen fühlen sich daher diskriminiert, und dies zu Recht. Die chronisch knappen Kassen haben auch den Appetit der reisverwaltung angeregt:

mehr: >>> 

verdi-personalrat-gegen-1-euro-jobs_31-01-07_quelle_andere-wege.pdf

3) siehe zum thema auch unsere Presseerklärung

http://ffduseh.files.wordpress.com/2007/10/presseerklarung-ffduseh.pdf 

4) zur mitbestimmung des personalrats auch urteil des bundesverwaltungsgerichts

bundverwaltungsgericht zur mitbestimmung des personalrats

5) zur diskussion: eine negativliste

 negativliste 1 EURO Jobs

6) zu weitgehend dagegen die positivliste der kreisagentur von darmstadt dieburg

 positivliste_eineurojobs.pdf

7) Arbeitshilfe der Bundesagentur für Arbeit

eine Arbeitshilfe zu den Arbeitsgelegenheiten ( damit sind unter anderem auch die 1 € jobs gemeint ) hat kürzlich die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht. Die Agentur spricht von Zusatzjobs

Eine Kernaussage lautet:

In entsprechender Anwendung von § 261 Abs. 3 SGB III liegen die im Rahmen von Zusatzjobs ausgeführten Arbeiten im öffentlichen Interesse, wenn das Arbeitsergebnis der Allgemeinheit dient. Arbeiten, deren Ergebnis überwiegend erwerbswirtschaftlichen Interessen oder den Interessen eines begrenzten Personenkreises dient, liegen nicht im öffentlichen Interesse. Das Vorliegen des öffentlichen Interesses wird nicht allein dadurch ausgeschlossen, dass das Arbeitsergebnis auch den in der Maßnahme beschäftigten Arbeitnehmern zugute kommt, wenn sichergestellt ist, dass die Arbeiten nicht zu einer Bereicherung Einzelner führen. Die Gemeinnützigkeit eines Maßnahmeträgers allein ist nicht hinreichend für die Annahme, dass die durchgeführten Arbeiten im öffentlichen Interesse liegen. Arbeiten in gewerblichen Unternehmen dürfen nicht den Interessen Einzelner dienen.

und:

In entsprechender Anwendung von § 261 Abs. 2 SGB III sind die im Rahmen von Zusatzjobs ausgeführten Arbeiten zusätzlich, wenn sie ohne die Förderung nicht, nicht in diesem Umfang oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden. Arbeiten, die auf Grund einer rechtlichen Verpflichtung durchzuführen sind oder die üblicherweise von juristischen Personen des öffentlichen Rechts durchgeführt werden, sind nur förderungsfähig, wenn sie ohne die Förderung voraussichtlich erst nach zwei Jahren durchgeführt werden. ( siehe Seite 10 f )

wegen weiterer Einzelheiten siehe hier: 

bundesanstalt zu arbeitshilfen 1 € jobs

8)  interessant auch die Richtlinie zu Arbeitsgelegenheiten des Ennepe – Ruhr – Kreis

      kurz und bündig

RL Ennepe – Ruhr - Kreis

 9) der Deutsche Gewerkschaftsbund

 betreibt ein Internetportal unter der Bezeichnung: DGB-Ratgeber für Menschen in ungesicherter Beschäftigung. Dort findet Ihr auch einige Ratschläge für den Fall, dass Euch ein 1 EURO Job angeboten wird.

einfach anklicken:

 http://www.ratgeber-ungesicherte-jobs.dgb.de/fragen_antworten/ein_euro_jobs/index_html?-C=

10) eine neue handreichung von der bundesagentur für arbeit

AGH nach § 16d SGB II

 

 

 

 

verantwortlich für diese seite: gerhard röhrig

Menschenrechtsintiative Bergstrasse Programm aktuell

Programmübersicht für das 2. Halbjahr 2009
MIB e. V. 
Menschenrechtsinitative Bergstraße
VORSTAND: Rainer Scheffler,,Mehmet Korkusuz 
Postanschrift:: MIB e.V. Rainer Scheffler, Nahestr.43, 64625 Bensheim 
TELEFON und FAX: 06251/68654 E-Mail: rainer-scheffler@web.de
ausführlich: programm MIB barrierefrei als pdf

23.09. sexuelle Gewalt als Kriegswaffe
29.10. die kleinen sterne von tschetschenien/
18.11. moderne sklaverei : menschenhandel am beispiel moldavien/

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Fahrt zum Hambacher Schloss 27.09.2009 (ffduseh u.a.)

 ffduseh bietet für den Wahlsonntag zusammen

mit  50plus – aktiv an der bergstraße und der ausländerbeauftragten des Kreises. 

eine Fahrt zum Hambacher Schloss  an.

die einladung als pdf: einladung fahrt zum hambacher schlosss

 

 

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2009-11-25 Auerbacher Synagogenverein – Exilliteratur -

25.08.2009 vortrag Zeitzeuge Peter E. Kalb:
„Die Auschwitz-Prozesse 1963 – 1965 in Frankfurt
13.09.2009 exkursion „Auf den Spuren des Judentums in Rheinhessen“
07.10.2009 vortrag2  Dr. Johannes Krämer:
„Geschichte der griechischen Zwangsarbeiter in Bensheim-Auerbach“
10.11.2009 gedenkveranstaltung der Stadt Bensheim am Bendheim-Platz Bensheim
25.11.2009 literarisch – musikalischer abend mit Berthold Mäurer: „Exilliteratur“

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Veranstaltung bedingungsloses Grundeinkommen

Veranstaltungshinweis: 

 Auf dem Weg zum bedingungslosen Grundeinkommen…18. September 2009 19.00 Uhr

 

 Haus der Volksarbeit

Eschenheimer Anlage 21

Frankfurt

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Diskriminierung in Fitnessstudios ?

Fitness-Studios weisen Migranten ab: Tickende Zeitbombe

Es passiert jeden Tag. Immer wieder. In Hagen, Olpe, Lünen, Duisburg, Dortmund und Berlin. Zuletzt war es ein junges türkisches Paar, das in Lünen gemeinsam in ein Fitness-Studio gehen wollte. Es wurde abgewiesen.

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2009-11-24 Lichtblick …Kochen….gar nicht teuer

Lichtblick,

Der Arbeitslosentreff in Bensheim.. wenn nichts anderes angeben jeweils im Kolpinghaus,

Am Rinnentor 46, 64625 Bensheim.

Es gibt auch Kaffee und Kuchen;

immer Dienstags, 15.30h bis 17.00h  /

Kontakt Renate Flath, Dekanatsbüro,

das programm als pdf ( auch zum download):    lichtblickprogramm-2-2009

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wählen gehen

siehe auch: die demokratiebotschafter

wählen gehen

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faire woche

Die Faire Woche 2009

Fair & Bio

Die Faire Woche ist eine bundesweite Aktionswoche rund um das Thema Fairer Handel. Auch 2009 sind zahlreiche Veranstaltungen von Weltläden, Aktionsgruppen, Supermärkten, Kantinen und Einzelpersonen geplant, mit dem gemeinsamen Ziel, den Fairen Handel in Deutschland noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

„Perspektiven schaffen – Fair handeln!“

Die Faire Woche 2009 unter dem thematischen Schwerpunkt “Fairer Handel schafft Zukunft“ findet vom 14. bis 27. September 2009 statt.

mehr: http://www.faire-woche.de/die-faire-woche.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Fairer_Handel

http://www.gepa.de/p/


Sonntag, 27. September 2009

11:3014:30 Uhr

Fairer Brunch im Weltladen Heppenheim
Der Weltladen Heppenheim veranstaltet wieder seinen beliebten Brunch mit Zutaten aus dem fairen Handel und Infos über unsere Partner im Süden
Gemeindezentrum Marienhaus
Landenbacher Tor 2

64646 Heppenheim

Kontakt:

S. Brauch/Weltladen Hp
E-Mail: brauch.s@web.de
Telefon: 06252/305926

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kabarett gegen sozialabbau

DGB Überwald

DGB Heppenheim lädt ein zum
„Kabarett gegen Sozialabbau“

Akteure: Das Erste Babenhäuser Pfarrer Kabarett
wann? 26.9.2009
wo? Schlossberghalle Hambach
Beginn? 19.30h
Einlass? 18.30h
Eintritt: EUR 15,00
ermässigt: EUR 12,00
Verwendung:
die Hälfte  des Erlöses geht an den Sozialfonds der
Martin Buber Schule
Vorverkauf: Bücherstube May, das Gute Buch, Schreibwaren
Horschler

Kontakt: Franz Beiwinkel Tel. 06252 126794
e-mail: fbeiwinkel.heppenheim@dgb.eu

Bundesverfassungsgericht am 20.10.2009 zu Regelsätzen für Kinder


am 20.Oktober wird das Bundesverfassungsgericht zur Höhe der Regelleistungen im SGB II /SGB XII eine Entscheidung treffen. Es ist zu erwarten, dass das BVerfG die Kinderregeleistungen nicht akzeptieren und als zu niedrig erklären wird. Entscheidend ist, ob mit Wirkung für die Zukunft, oder auch mit Wirkung für die Vergangenheit.

Wenn die Kinderregelleistungen rückwirkend für verfassungswidrig erklärt werden, kriegen nur diejenigen Geld, die zeitlich vor dem 20. Oktober einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X gestellt haben. Diese Problematik und Musterüberprüfungsanträge stehen hier zur Verfügung:

ausführiche infos und antrag

siehe auch:   aktuelle sätze (stand 07/2009)

Integrationskonferenz

Hessen

 

Ungerechtes Hessen

Von Pitt von Bebenburg
Zum Auftakt träumte ein Teilnehmer schon vom Ende. „Integrationsgipfel sind 2020 überflüssig“, schrieb er auf seinen Fragebogen über die Wünsche für die Zukunft. Da hatte die Landesregierung gerade erst den Anfang gemacht – mit der ersten hessischen Integrationskonferenz, zu der der erste hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) gut 120 Fachleute eingeladen hatte.

Zum Abschluss der Veranstaltung im Wiesbadener Landtags-Saal zitierte Ministerpräsident Roland Koch (CDU) den Wunsch des Teilnehmers – machte aber nicht viel Hoffnung, dass er Realität werden könnte. „Wir müssen alle mit der notwendigen Gelassenheit sehen, dass es eine Aufgabe ist, in der es keine kurzfristigen Erfolge gibt“, sagte Koch über die Integrationspolitik.

weiterlesen :  gehe zu FR online
siehe auch die seite der ausländerbeauftragten des kreises bergstrasse : gehe zu ausländerbeauftragte
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Kanzlerin und Verteidigungsminister verleihen neuen Orden

Tapferkeit mit Beigeschmack

Süddeutsche Zeitung

06.07.2009

Angela Merkel hat die ersten Tapferkeitsmedaillen verliehen. Während sie von einem „Ansporn für uns alle“ sprach, gab es in Kundus einen schweren Anschlag auf amerikanische Soldaten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Franz Josef Jung (beide CDU) haben an diesem Montag zum ersten Mal die neue Tapferkeitsmedaille an vier Soldaten verliehen: das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit.

Die vier ausgezeichneten Soldaten sind zwischen 28 und 33 Jahre alt. Am 20. Oktober 2008 griff ein Selbstmordattentäter ein deutsches Einsatzfahrzeug in Kundus an – die vier Feldwebel waren 500 Meter entfernt. Bei dem Anschlag wurden zwei deutsche Soldaten getötet, zwei weitere verwundet.

einen schweren Anschlag verübt. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin sagte, vier US-Soldaten seien getötet worden. Im Raum Kundus herrsche eine angespannte Sicherheitslage. Medienberichten zufolge handelte es sich bei den Opfern um amerikanische Polizeiausbilder. Bundeswehr-Soldaten seien nach der Explosion an den Tatort gerufen worden, bei dem Anschlag selber aber nicht zu Schaden gekommen.Beigeschmack
weiterlesen bei:  süddeutsche mehr
verwandte themen :    todenhöfer in tora bora
ag friedensforschung uni kassel :  afghanistan

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tag des flüchtlings (2009)

Der Tag des Flüchtlings 2009 wird am 2. Oktober stattfinden

Tag des Flüchtlings 2009:

Der Tag des Flüchtlings 2009 unter dem Motto

„Mit Menschenrechten darf man nicht spielen“

widmet sich im Schwerpunkt der Situation

von Flüchtlingen an den Außengrenzen Europas.

Er nimmt darüber hinaus die Lagerunterbringung

von Flüchtlingen und die noch immer unzureichende

Bleiberechtsreglung in den Focus.

Er findet dieses Jahr am 2. Oktober statt und ist

in vielen Städten und Gemeinden ein Programmteil

der interkulturellen Woche.

Puzzel

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Verfassungsgericht stoppt Abschiebung nach Griechenland

 

Presseerklärung, 09.09.2009

Bundesverfassungsgericht stoppt erstmalig Abschiebung nach Griechenland

Mangelnder Rechtsschutz auf dem Prüfstein

PRO ASYL begrüßt Hinweis auf den Grundsatz der europäischen Solidarität

 

Das Bundesverfassungsgericht hat dem Eilantrag eines irakischen Flüchtlings stattgegeben und erstmalig eine Abschiebung nach Griechenland gestoppt. PRO ASYL begrüßt diesen Beschluss. Der betroffene Flüchtling ist damit vorerst vor der drohenden Rechtlosigkeit und Obdachlosigkeit in Griechenland geschützt.

Nachdem bereits über 70 deutsche Verwaltungsgerichte aufgrund der eklatanten Missstände im griechischen Asylsystem Überstellungen nach Griechenland gestoppt haben, eröffnet der aktuelle Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes die Möglichkeit, dass im Hauptverfahren endlich der Ausschluss des vorläufigen Rechtsschutzes bei drohenden Abschiebungen im Dublinverfahren auf den Prüfstand kommt. Bemerkenswert ist auch, dass das  Bundesverfassungsgericht dem  „europarechtliche(n) Grundsatz der Solidarität … bei einer erheblichen Überlastung des Asylsystems eines Mitgliedstaates“ große Bedeutung beimisst.

gez. Karl Kopp, Europareferent von PRO ASYL

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Resettlement

Parteien äußern sich zum Resettlement

Große bundesweite save me Aktion

Im Vorfeld der Bundestagswahl hat PRO ASYL alle im Bundestag vertretenen Parteien auf die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Aufnahmeprogramms für Flüchtlinge (Resettlement) hingewiesen und um eine Stellungnahme gebeten. Bei Union und FDP ist noch Überzeugungsarbeit zu leisten, die Stellungnahmen von SPD, B90/Grünen und der LINKEN lassen darauf hoffen, dass das Thema Resettlement auch nach der Bundestagswahl auf der Tagesordnung bleibt.

lies weiter:  bei proasyl

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Was sind eigentlich Überhangmandate und warum sind sie problematisch

alles zu diesem Thema unter :

überhangmandate

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Zivilcourage _ eine bürgerliche Tugend

Zivilcourage – in Deutschland ein Fremdwort!?
heute im Südwest Fernsehen

Vortrag im Rahmen der Teleakadmie

Prof. Dr. Ulrich Beer
Sendezeit: So. 04.10.2009, 8.30h
Erstausstrahlung: So. 11.11.2007

Zum Vortrag

„Mut auf dem Schlachtfelde ist bei uns Gemeingut, aber Sie werden nicht selten finden, dass es ganz achtbaren Leuten an Zivilcourage fehlt“, sagte Bismarck, der damit dieses Wort in die deutsche Sprache einführte. Heute ist es zwar in aller Munde, aber dennoch ein Fremdwort geblieben. Merkwürdig, dass Zivilcourage als Tugend sich allgemeiner Wertschätzung erfreut, ebenso wie die mit ihr untrennbar verbundene Wahrheitsliebe. Das gilt jedoch nur im Allgemeinen; im Einzelfall, wenn sie sich – und sonst wäre sie keine Courage – gegen anerkannte Mächte und Meinungen wendet, ist sie weniger populär. Denn in solchen Situationen kann es riskant sein, Wahrheiten beim Namen zu nennen. Gegen Missstände – ob im Alltag des einzelnen Bürgers oder bei Entscheidungen von öffentlicher Bedeutung und politischer Tragweite – nicht anzugehen heißt aber, den Missbrauch von Macht zu dulden und damit zu rechtfertigen.

siehe auch: programm der teleakadmie

siehe auch forum demokratie leben lernen

siehe auch in der zdf mediathek: das philosophische quartett rückkehr zur tugend

siehe auch das buch von pieper

schau auch nach bei wikipedia zum thema tugenden

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Urteil im Cap Anamurprozess ergangen

C_928f92d0c9 mehr dazu bei pro asyl

siehe auch: freispruch

siehe auch artikel in La Repubblica

siehe auch die suedeutsche zum cap anamur prozess

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bürgergeld

FDP will Hartz IV durch Bürgergeld ersetzen

weiterlesen bei der FAZ

oder bei der süddeutschen

siehe unter f.d.p.

ist was dran am bürgergeld der fdp?

iza 2007: solidarisches bürgergeld – ein irrweg

zur debatte über ein bedingungsloses grundeinkommen siehe auch hier

filme zum thema bedingunsloses grundeinkommen:

grundeinkommen_tv

archiv grundeinkommen _mit film und weiteren infos

veranstaltungen  von lichtblick zum thema grundeinkommen:

lichtblick programm

am Di 13.10. 15.30 h im Kolpinghaus in Bensheim ,

zweiter teil eines films zum grundeinkommen mit anschliessender

diskussion

siehe auch veranstaltungshinweis im morgenweb:

morgenweb: veranstaltung im kolpinghaus am 13.10.2009

siehe auch: wikipedia: bedingsloses grundeinkommen [mit weiteren links]

siehe weiter: initiative grundeinkommen [blog]

oder auch : maischberger: panik um den job …video ard _10-03-2009

Nobelpreis für Literatur 2009 an Herta Müller

Les grandes dames

Herta Müller und Ulla Hahn

Sendung am Samstag, 10.10.2009, 00.15 bis 0.45 Uhr

[auch als podcast]

im swr fernsehen

Herta Müller: Atemschaukel

Sommer 1944. Rumänien wechselt die Seiten. Der faschistische Diktator wird hingerichtet. Rumänien erklärt Deutschland den Krieg. Die neuen sowjetischen Verbündeten lassen alle Deutschen zwischen siebzehn und fünfundvierzig in Arbeitslager in der Sowjetunion deportieren. Zum Wiederaufbau des zerstörten Landes. Unter ihnen der junge Oskar Pastior, Büchnerpreisträger 2006 und einer der großen Lyriker deutscher Sprache. Herta Müller erzählt seine Geschichte. Eine Geschichte, die sie gemeinsam schreiben wollten. Oskar Pastiors überraschender Tod hat das verhindert. Darum ist „Atemschaukel“ mehr als nur eine Biographie. Es ist ein literarisches Denkmal.

Buchcover "Atemschaukel" von Herta Müller

 

Heppenheim_Windkraftanlagen_Diskussion geht weiter

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_small

 
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Offene Fragen und Optionen

Energie: Bau-und Umweltausschuss diskutiert

Windparks auf Heppenheimer Gemarkung

– Fraktionen legen sich zunächst nicht fest

HEPPENHEIM. An der Frage, ob auf Heppenheimer Gemarkung ein oder zwei Windparks entstehen sollen, scheiden sich die Geister quer durch die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung.
Bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstagabend wurde deutlich, dass noch ein weiter Weg zurückzulegen ist, wenn ein Konsens gefunden werden soll.
Zu Gast im Ausschuss war Jürgen Simon, Geschäftsführer der Heppenheimer Firma „3P“, die auf dem Kesselberg bei Ober-Hambach und / oder auf dem Salzkopf nahe Sonderbach je drei Windräder errichten will.
Allerdings will „3P“ nicht als Investor auftreten, sondern sogenannte „Bürgerwindparks“ bauen.
Daran kann sich in einer Betreibergesellschaft jeder beteiligen, der das möchte………….
..

 

weiter bei echo online : offene fragen und optionen

echo online: gegen das floriansprinzip

echo online: cdu spricht von verunstaltung

cdu stadtverband heppenheim ……bei aller liebe zu erneuerbaren energien

 

echo online: gölz \“ ..wald zu schmal\“

 

spd bergstrasse: potential… muss genutzt werden


morgenweb: fdp spricht von haarsträubenden ideen

stadtrat wiondrejz: keine neuen wahrzeichen

beiwinkel (GLH) : Doppelmoral

echo online: junge union: 35000 EUR subventionen für jeden arbeitsplatz in der windbrache pro jahr

 

schau auch mal nach bei wind-energie-de..

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bündnis 90 die grünen bergstrasse zum projekt am kesselberg

 


 

die 3P windenergie gmbh

spiegel online: wiederbelebung der atomenergie könnte windkraftausbau verzögern

aosis fordert weniger co2 ausstoss

 

 

 

 

 

 

 

 

 


…….

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wwf _ aktion _ rettung des regenwaldes

Seine Heimat ist unser Klima

Retten Sie beides. 5 Euro für den Regenwald.

Der Regenwald auf Borneo ist nicht nur für das globale Klima wichtig, sondern auch für eine unvorstellbare Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Hier leben die stark bedrohten Orang-Utans. Doch ihre Heimat, der Regenwald, ist in Gefahr! Durch Umwandlung in Plantagen, Waldbrände und Raubbau wird auf Borneo jede Stunde eine Fläche etwa so groß wie 190 Fußballfelder vernichtet!

Mit 5 Euro im Monat werden Sie WWF-Mitglied und helfen uns, die Heimat des Orang-Utans und unser Klima zu schützen und andere wichtige WWF-Projekte durchzuführen!

mehr bei wwf.de

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ProAsyl _ bilanz der bleiberechtsregelung

Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der LINKEN aktuelle Zahlen zur Bilanz der sogenannten Bleiberechtsregelung genannt. Demnach leben derzeit 62.668 Menschen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach der IMK- bzw. der sog. Altfallregelung in Deutschland, davon 30.929 nur auf Probe. Nach einer stichprobenartigen Erhebung droht 14.227 zum Jahresende der Rückfall in die Duldung bzw. die Abschiebung, weil sie überwiegend oder gänzlich auf Sozialleistungen angewiesen sind. Ein ähnliches Schicksal blüht jedoch allen Betroffenen im Fall eines Jobverlusts, was angesichts der Wirtschaftskrise kein unrealistisches Szenario ist. Es ist somit derzeit nicht abzuschätzen, wie viele der rund 62.000 Betroffenen auch im kommenden Jahr noch eine Aufenthaltserlaubnis besitzen.

Hinzu kommt, dass seit Bestehen der Altfallregelung aus dem Jahr 2007 neue so genannte Kettenduldungen entstanden sind. Heute leben rund 60.000 Menschen länger als sechs Jahre mit einer Duldung in Deutschland.

PRO ASYL hat deswegen in einer E-Mail-Aktion mit bislang über 3.000 Unterstützerinnen und Unterstützern die Verhandlungsführer der neuen Koalition zum Handeln aufgefordert. Langjährig Geduldete und Menschen, die zur Zeit nur befristet bleibeberechtigt sind, müssen ein gesichertes Aufenthaltsrecht und eine Lebensperspektive erhalten.

lies weiter bei proasyl

wieitere infos zum bleiberecht auch beim flüchtlingsrat berlin

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Viele Hessen auf Tafeln angewiesen

Fast 50.000 Menschen in Hessen holen sich regelmäßig Lebensmittel bei Tafeln ab. Vor allem die Zahl der von Armut betroffenen Kinder steigt.
weitere hilfsangebote für den schmalen geldbeutel:

Oliver Schneider stellt ein Menü für 3,80 Euro pro Person vor:

Vorspeise:
Karotten-Ingwersuppe

Hauptgang:
Hühnerbrust mit Kartoffel-Rote Beete Gratin und Apfel-Meerrettichsauce.

das rezept  bei die gesellschafter.de

 

taz: homosexuelle in der US – Armee

Soldaten wollten wollen sich outen

Demonstranten fordern von Obama, dass er endlich das Homosexualitätsverbot in der Armee abschafft. mehr…bei der taz
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Deutscher Buchpreis:

an Kathrin Schmidt

Die Autorin Kathrin Schmidt ist mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. Die Jury ehrte die Schriftstellerin für ihren Roman „Du stirbst nicht“. Schmidt setzte sich gegen fünf andere Nominierte durch, darunter Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller.

 

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Göttinger Friedenspreis

Göttinger Friedenspreis für PRO ASYL PRO ASYL wird für die Kampagne „Stoppt das Sterben“ mit dem Göttinger Friedenspreis 2010 der…

lies weiter bei göttinger friendenspreis

„Menschen, die in Europa Schutz vor Verfolgung, Krieg und unhaltbaren Lebensbedingungen suchen, werden von den Behörden der EU-Länder misshandelt, unter Bruch geltenden Rechts zurückgeschickt oder bewusst dem Tod über- lassen. Die Öffentlichkeit darf dazu nicht länger schweigen! Wir halten es deshalb für wichtig, den Aufruf von Pro Asyl zu unterstützen.“

(Breiti von den Toten Hosen)

proasyl kampagne stoppt das sterben ..(an den EU aussengrenzen)

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2009-11-28 Migranten als Existenzgründer

Ausländerbeirat lädt ein zu einem interessanten vortrag

Der Ausländerbeirat Bensheim beginnt mit dem 1.  Existenzgründungsseminar für Bürger mit Migrationshintergrund (siehe presseartikel: eine eigene existenz aufbauen).  

Das Pilotprojekt Wenn Migranten Firmen gründen  startet am 28.11.2009  von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Klostergasse 5, in Bensheim.

Das ehrenamtliche Angebot ist kostenlos. Es besteht jedoch eine Anmeldepflicht.

Für  Anmeldungen und weiteren Informationsbedarf stehen Frau Dr. Fatemeh Schmidt in Bensheim (Telefon 06251-582700 oder 0151-55941234) oder eMail: schmidtfatemeh@aol.com , Frau Jutta Fath in Mannheim (Telefon 0621-3198092 oder 0177-6298143) zur Verfügung.

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alternative nobelpreise vergeben

 

an Aktivisten in  Afrika und Neuseeland

Stockholm (RPO). Nach den Nobelpreisen wurden auch die Alternativen Nobelpreise vergeben. Für ihren Einsatz zum Schutz des Regenwalds sowie für die Gesundheit von Frauen und die Abschaffung von Atomwaffen werden Aktivisten aus Afrika und Neuseeland ausgezeichnet.

mehr bei rp online

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junge union_35.000 EUR Subventionen jährlich für 1 Arbeitsplatz in der Windbranche

 Debatte über Windparks in Heppenheim geht weiter  Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_small windkraft_heppenheim: was bisher geschah

zu grundsätzlichen fragen siehe auch wikipedia windenergie

  

Bedingungen vor Ort müssen stimmen
Alternative Energie: Junge Union diskutiert zum Thema „Windenergie in Heppenheim“

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HEPPENHEIM. Das Thema „Windenergie in Heppenheim“ stand im Mittelpunkt der jüngsten Vorstandssitzung der Jungen Union (JU) Heppenheim. Grundsätzlich habe Konsens darüber geherrscht, dass regenerative Energien nicht nur aus ökonomischen, sondern vor allem auch aus ökologischen Gesichtspunkten weiter ausgebaut werden müssten.Statt jedoch in derzeit noch ineffektive Energien weiter zu subventionieren (jeder Arbeitsplatz in der Windbranche werde mit rund 35 000 Euro jährlich bezuschusst), sollte die Politik viel stärker in Forschung und Entwicklung jener Technologien investieren, heißt es in einer Pressemitteilung der JU. Damit würde zugleich für Privathaushalte der Anreiz steigen, in diese Zukunftsprojekte, beispielsweise in Solar-Energie, zu investieren. Nach dem sukzessiven Abbau der Kohlesubventionen bestehe aber die „existenzielle Gefahr eines weiteren Subventionierungswahns, der die Steuerzahler Unsummen kosten würde“. Das Thema Windenergie in Heppenheim wurde leidenschaftlich und kontrovers diskutiert. Einigkeit bestand in der Position, dass Windkraft dort eingesetzt werden sollte, wo auch die Voraussetzungen für eine effektive Nutzung besteht..(auszug aus einem artikel von echo online, der leider nicht mehr ohnline verfügbar ist).  

 

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Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für ZDF Intendant Brender

27. März 2009

 Von Roland Koch scharf angegriffen, von verdienten Journalisten geehrt: Nikolaus Brender, der Chefredakteur des ZDF, erhält in diesem Jahr den renommierten Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus – wegen seiner „vorbildhaften Haltung“.

Die Begründung der Jury liest sich wie ein Kommentar zum aktuellen Streit über die Vertragsverlängerung Brenders, die Koch und seine Mitstreiter verhindern wollen. „Nikolaus Brender steht für Qualität und Unabhängigkeit und setzt sie auch gegen Widerstände durch. Er ist nur seiner journalistischen Aufgabe verpflichtet. Brender lässt sich von niemandem einvernehmen“, heißt es. Brender halte Distanz und mache sich nicht gemein mit einer Sache – ganz im Sinne des ehemaligen „Tagesthemen“-Moderators Hanns-Joachim Friedrichs. „Brenders Haltung und die daraus folgenden Handlungen machen insbesondere jüngeren Journalisten Mut, keinem Druck oder Einflussversuch nachzugeben.“

weiter bei FAZ.NET: Fernsehjournalismus

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100 gute gründe gegen atomkraft

#1 Abhängigkeit

Alles Uran muss importiert werden.
Zum lesen klicken

In ganz Europa fördern nur noch Bergwerke in Tschechien und Rumänien kleinere Mengen Uran. In Deutschland wird seit 1991 praktisch kein Uran mehr gefördert, in Frankreich seit 2001.

Atomstrom ist keine »heimische« Energiequelle. Sie macht vielmehr abhängig von Rohstoffimporten und von multinationalen Konzernen: Zwei Drittel der Welt-Uranproduktion liegen in der Hand von vier großen Bergbauunternehmen.

weitere 99 gründe siehe hier

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Die Polarstern ist wieder aufgebrochen

Heute wird das Forschungsschiff Polarstern von Bremerhaven aus zu seiner 26. Antarktisexpedition aufbrechen.

Die Expedition ist in vier Abschnitte unterteilt und führt die Polarstern, die vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft betrieben wird, zunächst nach Punta Arenas. Forscher vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel IFM-GEOMAR, vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (IfT), vom GKSS Forschungszentrum und vom Alfred-Wegener-Institut werden auf dem ersten und letzten Abschnitt das OCEANET-System weiterentwickeln, das den Stoff- und Energieaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre experimentell erfasst. Es soll langfristig wichtige Umweltparameter autonom auf Fracht- und Forschungsschiffen messen.

mehr bei klima media [polarstern]

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Erste Kranichzüge über Südhessen beobachtet

Melden Sie dem NABU Ihre Kranich-Beobachtungen

Jedes Jahr ab Oktober kann man am Himmel das großartige Schauspiel des Kranichzuges beobachten. In immer wieder neuen Wellen überqueren die Tiere von Skandinavien kommend die Republik, auf ihrem Weg in die südeuropäischen Winterquartiere.

Auch Sie können Kranichbeobachtungen an den NABU melden. „Je mehr Daten wir über das Zugverhalten bekommen, desto bessere Aussagen können wir treffen. Nur wenn wir wissen, wo die Kraniche sich aufhalten, können wir vor Ort aktiv Schutzmaßnahmen ergreifen,“ erklärt NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow. Die Kraniche starten von ihren nordostdeutschen Rastgebieten und überfliegen Deutschland in südwestlicher Richtung. Dabei überqueren sie die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

bilder und viel viel mehr beim nabu hessen

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Carbon Disclosure Project

Gut die Hälfte der 200 größten börsennotierten Unternehmen haben ihre Klimadaten an das Carbon Disclosure Project (CDP), die weltweit größte Klimareporting-Initiative, berichtet.

Darunter sind fast alle DAX 30-Unternehmen. Dies ist dem neuen Deutschland-Report 2009 zu entnehmen, den das CDP gemeinsam mit dem BVI Bundesverband Investment und Asset Management und dem WWF Deutschland veröffentlicht hat. Der Rücklauf deckt 91 Prozent der Marktkapitalisierung der befragten Aktiengesellschaften ab. Die Qualität der Berichterstattung lässt auf ein gestiegenes Problembewusstsein für den Klimawandel schließen. Nach eigenen Angaben haben die Unternehmen im vergangenen Jahr um drei Prozent mehr CO2 emittiert.

Die Unternehmen haben insgesamt ein besseres Verständnis für ihre Chancen und Risiken, die sich aus dem Klimawandel ergeben, entwickelt. Für 67 Prozent (Vorjahr: 77 Prozent) stellt der Klimawandel ein Risiko dar. Dabei werden besonders häufig gesetzliche und regulatorische Veränderungen genannt, die sich tendenziell negativ auf die Geschäftentwicklung auswirken. Umgekehrt erkennen aber inzwischen 79 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: 73 Prozent) konkrete Chancen aus dem Klimawandel und seinen volkswirtschaftlichen Auswirkungen.

mehr bei klima media: Klimadaten der Unternehmen _ CO2 Emissionen steigen weiter

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Die kleinen Sterne von Tschetschenien

Die kleinen Sterne

 

von

 

Tschetschenien

 
 

 

 

 

Donnerstag, 29. Oktober 2009

 
 19.00 Uhr 

Frauenbüro der Stadt Bensheim, Rodensteinstr. 8 (am Ritterplatz)

- Lesung der Autorin Barbara Gladysch zu Kinderschicksalen.

Eine Veranstaltung des Frauenbüros Bensheim, Amnesty Intern. Bergstraße,

des Nord-Süd-Forums Bensheim und der MIB.

 

 

 

siehe dazu auch diese seite

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Simon (GF von 3P) spricht von Propagandafeldzug

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siehe zunächst : stellungnahme der jungen union  siehe auch unsere umfangreiche darstellung zum heppenheimer windenergiestreit 

„Eingriff vergleichsweise gering“
Windkraftanlagen: Firma 3P verteidigt Pläne für Kesselberg und Salzkopf – „Propagandafeldzug“ der Gegner?

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HEPPENHEIM. Seitdem Pläne für Windkraftanlagen auf Heppenheimer Gemarkung bekannt geworden sind, diskutieren Befürworter wie Gegner über Sinn oder Unsinn des Projektes. Zuletzt hatte sich der CDU-Kreistagsabgeordnete und Heppenheimer Stadtrat Horst Wondrejz negativ geäußert und vor den Folgen des Projektes gewarnt (ECHO vom Mittwoch). Diese und andere Stellungnahmen haben jetzt die Firma 3P Windenergie GmbH zu einer Erwiderung veranlasst.Geschäftsführer Jürgen Simon zitiert im Rahmen einer Presseerklärung das unionsgeführte Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit den Sätzen: „Die Bundesregierung hat am 5.12.2007, zum Auftakt der Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention in Bali, ein integriertes Energie- und Klimaprogramm vorgelegt, das weltweit Maßstäbe setzt und einer modernen Volkswirtschaft angemessen ist. echo online: eingriff vergleichsweise gering  siehe auch simon-ing.de dabnn  

 

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Kabinett der Malediven tagt auf dem Meeresboden

17. Oktober 2009, 11:51 Uhr

Das hat es noch nie gegeben. Sechs Meter unter der Meeresoberfläche versammeln sich die Regierungsmitglieder der Malediven zu einer Protest-Sitzung. So wollen sie auf den Klimawandel aufmerksam machen. Das Kabinett verabschiedete einen Aufruf zur Reduzierung des Kohlendioxid- Ausstoßes.

weiter bei: welt.de

siehe auch taz: malediven kämpfen gegen untergang

die malediven gehören zur AOSIS = alliance of small island states

siehe auch die offizielle web site von aosis

siehe auch:   http://ffduseh.wordpress.com/feed/?s=kopenhagen

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Die virtuelle Biliothek

Bibliotheksausweis reicht aus

Deutsche Büchereien haben damit begonnen, Teile ihrer Bestände im Web anzubieten. Mit Diensten wie „Onleihe“ kann man die Werke inzwischen auch auf E-Book-Reader übertragen. VON BEN SCHWAN

weiter bei der taz : virtuelle bibliothek

per onleihe elektronische medien ausleihen

verwandte themen:

die zeit: google buchprojekt in der kritik

Projekt Gutenberg

wann kommt die kulturflatrate?

http://www.3sat.de/kulturzeit/kuz_titel.html

Windräder für Heppenheim, ja bitte!

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Eine detaillierte Beschreibung dessen, was geplant ist und Fotos der Akteure finden Sie auf der Internetseite des Ingenieurbüros Simon. Dort finden Sie unter Aktuelles  eine 36 Seiten starke Projekt-beschreibung als pdf (auch zum herunterladen) unter der Bezeichnung Windräder für Heppenheim

Den Link zum Ingenieurbüro Simon haben wir der Printausgabe des Starkenburger Echo vom 17.10.2009 entnommen.

mehr zum thema windräder für heppenheim (was bisher geschah)

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andere wege ändert adresse

 

die bensheimer erwerbslosenintiative andere wege ist jetzt zu erreichen

unter http://anderewege.wordpress.com/

oder als abonnement 

http://anderewege.wordpress.com/feed/

ach übrigens:

man kann uns auch abonnieren unter:

http://ffduseh.wordpress.com/feed/

was wir über andere wege in unserem archiv haben:

http://ffduseh.wordpress.com/category/andere-wege/

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windparks_ heppenheim_cdu fordert gutachten

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  echo online vom 19.10.2009

  CDU fordert ein Gutachten
  Windkraftanlagen: Die Fraktion will sich Zeit nehmen, um Argumente   abzuwägen

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Die Heppenheimer CDU-Fraktion will das Thema Windkraftanlagen im Stadtwald sachlich diskutieren und fordert ein unabhängiges Gutachten. Man wolle sich mit Juristen, Umweltverbänden, Sachverständigen und unmittelbar betroffenen Bürgern und weniger „mit den Lobbyisten des geplanten Projekts“ beraten. Das schreibt Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Falter in einer Pressemitteilung.Komme es zum Bau der Windkraftanlage am Kesselberg in unmittelbarer Nachbarschaft zu Lautertal, Lindenfels und Fürth, würden diese Kommunen dauerhaft erheblich Belastungen durch die Montage, den Betrieb und die Instandhaltung ausgesetzt. Der gesamte Schwerlastverkehr müsse über die Gemeinde Lautertal und deren Ortsteile Schannenbach und Knoden abgewickelt werden. weiter bei echo online: http://www.echo-online.de/3/static/801414.htm

was bisher geschah: http://ffduseh.wordpress.com/category/windparks_-heppenheim/

 

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Grundeinkommen _ der film

Grundeinkommen_590_b

 

 

 

den film zum online anschauen oder herunterladen oder herunterladen findet ihr unter :  http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen

eure kommentare würden uns interessieren.  

siehe auch:  http://ffduseh.wordpress.com/category/grundeinkommen/

 

 

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wann kommt die kulturflatrate?

 

aus anlass der frankfurter buchmesse stelte  kulturzeit extra (3sat)  diese frage in mehreren beiträgen.  mehr bei 3sat: 3 videos abrufbar

http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&source=/kulturzeit/specials/138479/index.html

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Mittelmeerküche für wenig Geld

KREIS BERGSTRASSE. Mediterraner Kichererbsen- und Gemüsetopf, Couscoussalat mit Oliven, Rotbarschfilet in Balsamicosoße, zyprisches Olivenbrot, Ratatouille sowie Limonendessert mit Melonenkugeln – das klingt nach einem kulinarischen Hochgenuss im Sommerurlaub am Mittelmeer oder einer Speisekarte in einem gehobenen Restaurant. Etwas Weiteres haben diese Leckereien ebenfalls gemein: Sie gelten allesamt als überaus gesund.

Um diese mediterranen Speisen auf den Tisch gezaubert zu bekommen, muss man sich indes nicht unbedingt in den Flieger gen Süden setzen oder eine horrende Rechnung bezahlen. „All das können Sie auch mit herkömmlichen, preiswerten Zutaten aus dem Supermarkt um die Ecke selbst kochen, backen oder zubereiten“, sagte Diät- und Diabetesassistentin Petra Lingenberg bei der Premiere des Kurses „Gesundes Kochen für sozial Schwächere“ in der Lehrküche des Heppenheimer Hauses der Gesundheit. In den kommenden Wochen organisiert der für Langzeitarbeitslose zuständige Kreis-Eigenbetrieb „Neue Wege“ (Jobcenter Bergstraße) noch weitere Kochkurse für sozial Schwächerer.

  

lies weiter bei echo online „mittelmeerküche für wenig geld“

http://www.echo-online.de/3/static/801436.htm

über die tafeln für bedürftige und verschiedene andere hilfsangebote sowie über neuartige kochsendungen im fernsehen

siehe auch den Beitrag: 

http://ffduseh.wordpress.com/2009/10/12/armut-viele-hessen-auf-tafeln-angewiesen/

 

 

 

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friedenspreis an magris

siehe dazu artikel bei fr online

lies weiter bei :  wikipedia friedenspreis ab 2000

und: wikipedia claudio magris

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Bundesverfassungsgericht verhandelt über Hartz IV Regelsätze (auch für Erwachsene?)

 

Erste Stellungnahme von Harald Thome in seinem Newsletter vom 25.10.2009 . Da eineEntscheidung frühestens Ende des Jahres 2009  zu erwarten können noch weiter Überprüfungsanträge gegen Altbescheide gestellt und noch nicht bestandskräftige Bescheide per Widerspruch angegangen werden

Von: <newsletter@harald-thome.de>
Gesendet: 25.10.09 22:09:43
An:
Betreff: Thomé Newsletter 25.10.2009
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

mein heutiger Newsletter zu folgenden Themen:

1. Regelleistungen vor dem Bundesverfassungsgericht
===================================================
Es ist klar geworden, dass das Bundesverfassungsgericht nicht nur die Kinderregelleistungen, sondern genauso die Erwachsenen Regelleistungen prüfen wird. Die Regierungsvertreter sind wohl in der Anhörung ziemlich ins Schleudern gekommen und die willkürliche Festlegung der Regelleistung ist offenbar geworden.
Dazu gibt es auf der Seite eines Tachelesprozessbeobachters einen sehr umfassenden Bericht: http://www.400-euro.de/bverfg.html Ferner haben wir auf der Tachelesseite eine umfangreiche Stellungnahme einer von dem Kläger eingebrachten Stellungnahme veröffentlicht, aus der das Ausmaß und die Details der Manipulationen der Bundesregierung öffentlich werden, diese ist hier zu finden: Ermittlung Regelleistungen Außerdem ein Grußwort und auch Kurzeinschätzung des Klägers Thomas Kalley an die soziale Bewegung und Betroffenen unter dem Motto: „Also: wehrt Euch, Leute, nur Mut, denn es lohnt sich!”, dieses ist hier zu finden: grusswort Schließlich noch eine erste Kurzeinschätzung von mir dazu auf der Tachelesseite, in der es um erste politische Einschätzungen geht und aber auch um die Frage, inwieweit Überprüfungsanträge jetzt Sinn machen.

Zur Frage der Überprüfungsanträge eine vorläufige Einschätzung der rechtlichen Lage:
• Es gab am 20. Oktober eine mündlicher Erörterung und keine Urteilsverkündung. Der Ausschluss eines Überprüfungsantrages nach § 44 SGB X über § 40 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 SGB II i.V. m. § 330 Abs. 1 SGB III gilt damit nicht ab dem 20. Oktober, wie wir es zunächst auf der Tachelesseite eingeschätzt hatten, sondern erst ab Urteilsverkündung, voraussichtlich im Januar 2010. Es ist demnach weiterhin bis zur Urteilsverkündung möglich Überprüfungsanträge zu stellen!

• Weiterhin sind die Chancen gestiegen, dass das BVerfG feststellt, die Regelleistungen seien verfassungswidrig und auch für die Vergangenheit neu zu bemessen. Aus diesem Grund ist zu empfehlen, rechtzeitig einen Überprüfungsantrag zu stellen oder neu erlassene Bescheide mit Widerspruch anzugreifen, um etwaige Ansprüche rückwirkend zu sichern.

Wir werden nun die bereits veröffentlichten Überprüfungsanträge überarbeiten und an die neue Situation anpassen. Außerdem werden wie sie um Musterwidersprüche gegen neu erlassene laufende Bescheide und gegen abgelehnte Überprüfungsanträge ergänzen sowie die zugehörigen Verfahrenstipps bereitstellen.
Mehr dazu hier: muster

siehe auch:

http://ffduseh.wordpress.com/2009/09/19/bundesverfassungsgericht-am-20-10-2009-zu-regelsatzen-fur-kinder/

weiterlesen bei andere wege:

http://anderewege.wordpress.com/2009/10/20/armut-grenzt-kinder-aus/

HR Fernsehen:  

 hessenschau: ein kind kostet soviel wie ein ein-familien-haus…….  

 Logo der ver.di 

siehe auch streik tv von ver.di: http://erwerbslose.verdi.de/aktuelles_aktionen/grundsicherung-fur-kinder/streik-tv-berichtet

Koalitionsvertrag im Wortlaut

der volle wortlaut   091024-koalitionsvertrag-cducsu-fdp

 

verdi bewertet koaltionsvertrag : verdi

 

am 25.10.2009 lief im ARD Fersehen und auf wdr 5 dr presseclub unter  dem Titel Schwarz – gelbe Träume – tiefrote Zahlen. Wermuss letztlich löhnen?

dazu gibt es einen interessanten text unter:

http://www.wdr.de/tv/presseclub/2009/1025/beitrag.phtml

die sendung gibt es auch als podcast:  

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/487828?broadcastId=311798

„Schmutziger Herbst“

Gebäudereiniger 

Spitzengespräch im Tarifkonflikt

„Putzstreik“ mit WC-Schüssel: Seit mehr als einer Woche wird gestreikt.
In den Arbeitskampf der Gebäudereiniger in Deutschland könnte heute bei einem Spitzentreffen Bewegung kommen. In Kassel blieb unterdessen das VW-Werk ungefegt.
weiter bei hr online: spitzengespräch
weitere infos bei ig bauen agrar umwelt
siehe auch tageschau,de / aktuelle vereinbarungen für gebäudereiniger laufen aus
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29.10.2009 18.00h Stadtverordnetenversammlung in HP

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_small  Entscheidung wird heute knapp ausfallen
Energie: Stadtparlament berät Änderung des Regionalplans mit der Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraft
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HEPPENHEIM. Es wird knapp werden heute Abend in der Stadtverordnetenversammlung, wenn es um die Ausweisung von Vorrangflächen für Windenergieanlagen am Kesselberg und am Salzkopf geht. Beraten wird die Stellungnahme der Stadt Heppenheim zum Regionalplan Südhessen, in der die Ausweisung der Vorrangflächen als Ergänzung angeführt ist – jedenfalls in der Verwaltungsvorlage.  

              weiter bei echo online:

              http://www.echo-online.de/3/static/805119.htm 

              siehe auch die beschlussvorlage : top9.5_Vorlage 

was sind eigentlich Vorrangflächen ?

(gefunden bei wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Windkraftanlage#Rahmenbedingungen )

„In Deutschland sind Windkraftanlagen nach Nr. 5 Baugesetzbuch – BauGB– als Vorhaben im Außenbereich „privilegiert“.  (1) Durch planungsrechtliche Instrumente (Regionalplanung, Flächennutzungsplanung bzw. Bebauungspläne) können Vorrangflächen festgelegt und damit auch andere Flächen von der Windenergienutzung ausgeschlossen werden. Die Genehmigung erfolgt in der Regel als immissionsschutzrechtliche Genehmigung, die gleichzeitig alle anderen erforderlichen Genehmigungen einbezieht.

In der Praxis wird oft versucht, politisch auf die Genehmigungsbehörden sowohl pro als auch contra Windenergienutzung Einfluss zu nehmen. Dies ist genauso wenig zulässig wie eine übermäßige Standardisierung der Verfahren durch Windenergieerlasse (vgl. z.B. Abstandsregelungen im Windenergieerlass NRW). (2)

zitat aus wikipedia / windkraftanlagen

siehe auch beschluss der fdp hessen:

Beschluss
Keine weiteren Vorrangflächen für
Windkraftanlagen in Süd-Hessen gegen
den Willen der Bevölkerung

Solange auf Bundesebene § 35 BauGB auf Initiative der FDP nicht geändert werden kann, muss alles dafür getan werden, dass eine gerichtsfeste planerische Vorgabe für Vorrangflächen für Windkraftanlagen anzustreben ist, um Wildwuchs zu vermeiden. Die Bundestagsfraktion wird gebeten, § 35 BauGB so zu ändern, dass die Kommunen diesbezüglich die Planungshoheit zu-rückerhalten.

weiter bei : 

  http://www.fdp-hessen.de/webcom/show_article.php/_c-244/_nr-84/_p-1/i.html

siehe auch artikel aus dem BA auf der Seite der Grünen in der Regionalversammlung Südhessen:

http://www.gruene-rvs.de/home/not_cached/inhalt/windenergie_in_suedhessen/einzelansicht/?cHash=c45c485e14 

siehe auch echo online:  Erbach. Vorrangflächen für Windkraft sollen doch ausgewiesen werden

http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=805362

Veröffentlicht in heppenheim, vorrangflächen, windparks_ heppenheim. Kommentare deaktiviert

Was ist Rassismus?

09.11.09 | Darmstadt | Was ist Rassismus?

 Anlässlich der Auslassungen von Bundesbanker Sarrazin laden Die Gruppe 2d und der GegenStandpunkt Verlag ein

 zur Diskussion des Themas:

  • Was ist Rassismus?
  • Und passt er wirklich nicht zu „unserem Land“?
  • Zeit: Montag dem 09.11.’09
  • um 19:00 Uhr
  •  im „Linkstreff Georg Fröba“, Darmstadt
  • Ort: Landgraf-Philipps-Anlage 32 (links gegenüber DGB-Haus),

Darmstadt:

 Thilo Sarrazin, seit Jahrzehnten aktiv in Führungsämtern der Nation, wollte, wie er sagt, aus seiner „Liebe zu Berlin“ und sicher auch zu Deutschland keinen Hehl machen und hat einer Zeitschrift sein Herz ausgeschüttet: “Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung.” “Eine große Zahl an Arabern und Türken (..) hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich auch vermutlich keine Perspektive entwickeln.” “Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.” “Die Medien sind orientiert auf die soziale Problematik, aber türkische Wärmestuben können die Stadt nicht vorantreiben.” Rassismus sei das, wetterten selbst konservative Regierungspolitiker wie Ruprecht Polenz, und so etwas gehöre nicht in unser weltoffenes, integrationsbereites Land.

  • Das wollen wir mal prüfen:
  • Was ist und wie geht Rassismus?
  •  Passt er nicht zu Deutschland? Was verlangt Deutschland unter dem Stichwort „Integration“?
  •  Ist das das behauptete glatte Gegenteil von Rassismus?

 Jede(r) Interessierte ist zur Diskussion herzlich eingeladen!

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Heppenheim: Stadtparlament will Vorrangflächen für Windkraftanlagen

Mit knappter Mehrheit hat das Heppenheimer Stadtparlament am 29.10. 2009 eine Stellungnahme zum Regionalplan für Südhessen beschlossen in der die Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen auf Gemeindegebiet verlangt wird.

(gr) …..weitere infos dazu folgen

siehe auch:    http://ffduseh.wordpress.com/?s=wind

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19 : 17 für Erneuerbare

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_smallKnappe Mehrheit für die Windkraft

Stadtparlament: Klaus Bitsch (CDU)

stimmt gegen seine Fraktion

HEPPENHEIM. Am Donnerstag gab es eine Mehrheit von 19 zu 17 Stimmen in der Heppenheimer Stadtverordnetenversammlung für die Ausweisung von Vorrangflächen für Windräder auf dem Salzkopf bei Sonderbach und dem Kesselberg zwischen Ober-Hambach und Schannenbach. Der CDU-Stadtverordnete Klaus Bitsch stimmte dabei überraschend nicht mit seiner Fraktion.Bitsch begründete sein Ausscheren pragmatisch: „Wer mit dem Handy telefonieren will, muss mit Handymasten leben. Wer schnell Zug fahren will, muss mit ICE-Trassen leben. Und wer Strom verbrauchen will, muss mit stromerzeugenden Anlagen leben.“ Auch im mittelbar betroffenen Stadtteil Mittershausen, wo Bitsch lebt, sähen das viele Bewohner so.Somit beantragt die Stadt Heppenheim die Darstellung von Salzkopf und Kesselberg als Vorrangflächen für die Windenergienutzung.

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fs 31.10. 2009 / Quelle : echo online


Gegen neue Butterberge und Milchseen

Ein neues gesellschaftliches Bündnis aus Landwirtschafts-, Umwelt-, Tierschutz-, Menschenrechts- und entwicklungspolitischen Organisationen hat die aktuelle Milchpolitik in Deutschland und der EU scharf kritisiert und rasche politische Änderungen gefordert.

Die akute Krise am Milchmarkt sei nicht nur ein Problem für die Milcherzeuger sondern habe dramatische Folgen für Umwelt und Naturschutz, Tiergesundheit und Tierschutz, Arbeitsplätze im ländlichen Raum, entwicklungspolitische Ziele und die qualitative Vielfalt an Milcherzeugnissen in der EU.

Die Milcherzeuger in der EU leiden unter einem bisher nicht gekannten Preisverfall. Dieser wurde auch dadurch ausgelöst, dass die Milchquote trotz sinkender Nachfrage innerhalb der EU und auf dem Weltmarkt angehoben und damit Anreize zur Überproduktion gesetzt wurden. EU-Kommission und Agrarminister halten bislang am Beschluss zur Ausweitung der Milchquote fest. Um den Markt zu entlasten, erhöhen sie die Subventionen für Lagerhaltung und Export. Dies kostet die Steuerzahler nach Angaben der Kommission allein im Jahr 2009 rund 600 Millionen Euro. Der Preisverfall hat sich damit nicht aufhalten lassen. Zehntausende europäische Milchbauern sind in ihrer wirtschaftlichen Existenz akut gefährdet.

Weiter bei: europaticker http://www.umweltruf.de/news/111/news3.php3?nummer=1416

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Kleinwindanlagen

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_small

gefunden im internet :

http://www.kleinwindanlagen.de/index.html

wir dokumentieren hier die startseite

Ich möchte Ihnen alle möglichen und nützliche Informationen über Kleinwindanlagen anbieten.

Natürlich bin ich dabei besonders auch auf Ihre Informationen und gegebenenfalls auch Ihre Erfahrungsberichte und Fotos angewiesen. Wer also schöne Bilder von Windanlagen oder interessante Berichte hier mit einstellen möchte, sollte Sie mir per Mail zusenden oder direkt im Forum andere Leser teilhaben lassen.

Auch alle anderen Tipps sind immer sehr willkommen.

mehr zum thema windenergie und zur debatte über die errichtung von windparks in heppenheim unter :

 http://ffduseh.wordpress.com/?s=wind

erst klicken dann scrollen !

 

  Web_AC750_Lilienthal02  

ökologische fussabdrücke

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_small 

Energie als wesentliches Element

des Footprints

zitat aus:  http://www.footprint.at/index.php?id=3858

Etwas mehr als die Hälfte des Ökologischen Fußabdruckes gehen auf die eine oder andere Art auf den Energieverbrauch zurück.

Dabei kann Fläche direkt oder indirekt beansprucht werden

Direkt: Wasserkraftwerke bedecken Fläche, Holz braucht Wald-Fläche, Biomasse braucht Felder, sogar Windparks beanspruchen ein wenig Fläche.

Indirekt: Fossile Energieträger setzen bei der Verbrennung CO2 frei. Das darf sich nicht beliebig in der Atmosphäre anreichern ( Treibhauseffekt und Klimawandel) muß also wieder gebunden werden.
Dies geschieht in den Meeren, Wäldern und Felder, – braucht also wiederum Fläche. – Mehr übrigens, als auf der Welt heute vorhanden ist. (Deswegen auch der Anstieg des CO2 in der Atmosphäre, was nicht sein darf,  deshalb auch die Notwendigkeit, die Verbrennung fossiler Energie-Träger dramatisch zu reduzieren.) 

Auch Atom-Energie hat einen Footprint, der sich aus den verwüsteten Landstrichen des Uranabbaus, den Folgen der Verstrahlungen entlang der Prozesskette bis hin zu den enormen Mengen an Stahl und Beton bei der Errichtung und Endlagerung zusammensetzen.

Der spezifische Footprint der verschiedenen Formen der Energie-Bereitstellung ist äußerst unterschiedlich und noch kaum systematisch untersucht.  Als grobe Näherung kann folgende Tabelle dienen:

Spezifischer Energiefußabdruck  GJ/gha*a  gm²/kWh     
Wasserkraft  1.000  0,358     
Kohle  55  6,540     
Flüssige Erdölprodukte  71  5,070     
Erdgas  93  3,870     
Photovoltaik Elektrizität  4.400  0,082     
Sonnenkollektoren (Warmwasser)  12.000  0,030     
Windenergie  9.000  0,040     
Geothermie  30  12,000c)     
Miscanthus  254  1,420     
Ethanol  100  3,590     
Nuklearenergie (thermisch)  71  5,070     
sonstige  100  3,590     
Mittelwert Wind, PV, Geothermie  4500  0,080     
         
c)dürfte sich um bodennahe (Solar)-Geothermie handeln         
         
Quellen: fossil, nuklear: ICLEI, Wackernagel         
et. al., 1999         
erneuerbare: EAI, 2002         
Geothermie:   “ target=“_blank“ >www.infinitepower.org/resoverview.htm       
         
         
         
         

Gerade bei der Energie-Erzeugung ist auch die CO2-Emmission ein wichtiger Wert, der sich stark auf den Footprint niederschlägt.

Von überragender Bedeutung aber ist die Netto Energie-Bilanz. So etwa wäre ein Bio-Treibstoff, der während der gesamten Kette seiner Erzeugung mehr (fossile) Energie verbraucht, als er in der Folge liefern kann, ein völlig sinnloses, Energie- und Footprint-verschwendendes Produkt. Mehr dazu unter Solarität  (link)

einen rechner für die berechnung eures ganz persönlichen  footprints findet ihr unter : http://www.mein-fussabdruck.at/footprint/question/wohnen  

siehe auch http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/kunden-sollen-klima-retten/    angebot der deutschen bahn an grosskunden

 

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Veranstaltung: Intiative für soziale Gerechtigkeit

Erfolgreich kämpfen gegen:

Verarmung und Entrechtung

in 1-€ Jobs

Donnerstag 12. November 2009 18:30 Uhr

im Linken.Laden, Höchster Schloßplatz 3

Die Wiesbadener

Initiative für soziale Gerechtigkeit

berichtet darüber, wie sie es erfolgreich geschafft hat:

1-€ Jobbern dabei zu helfen, aus ihren rechtswidrigen 1-€ Jobs herauszukommen,

den Ersatz von regulären Arbeitsverhältnissen durch 1-€ Jobs einzudämmen und

Sanktionen gegen Betroffene abzuwehren.

Dafür ist es wichtig:

sich nicht schikanieren zu lassen,

als Sieger aus der Behörde rauszugehen,

den Betroffenen Selbstvertrauen zu vermitteln,

Rückhalt in einer starken Gruppe zu haben,

Bündnispartner zu finden und

sich selber etwas zuzutrauen.

„Es geht auch anders“!

Jens Wyrwa, Schloßplatz 3, 65929 FrankfurtM,

Tel 069/4693158

jpg@online.ms

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Interessengemeinschaft stimmt für Windräder

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_smallBioenergiedorf – Standort wird zwar kritisch gesehen, aber als kleineres Übel empfunden

Sonderbach. 

Nach einer engagierten und ergebnisoffenen Diskussion der Interessengemeinschaft Bioenergiedorf Sonderbach über Windräder war es am späten Abend so weit: Eine deutliche Mehrheit stimmte für die Ausweisung einer Vorrangfläche für Windenergieanlagen am Salzkopf. Auch wenn man kritisch den Windrädern am Salzkopf gegenüberstehe, sei das die strategisch richtige Entscheidung, da man möchte, dass die Stadt selbst möglichst großen Einfluss auf die weitere Entwicklung haben soll. Das schreibt Arne Pfeilsticker, Vorsitzender der Interessengemeinschaft und des Heppenheimer SPD-Ortsvereins, in einer Pressemitteilung.

weiter bei echo online : http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/Interessengemeinschaft-stimmt-f-uuml-r-Windr-auml-der;art1173,70293

mehr zu diesem thema auf dieser Seite unter: http://ffduseh.wordpress.com/?s=wind

hinweis: einige links auf echo online funktionieren nicht, weil bei echo online grössere umstellungen im gange sind….

siehe aber : http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/-bdquo-Nachdenken-nicht-verbieten-ldquo-;art1173,61205

 

Gut gebrüllt, Tiger!

Tigerschutz-Konferenz in Nepal

 geht mit eindringlichem Appell zu Ende. /

WWF: Letzte Chance für die Großkatzen

quelle wwf:  http://www.wwf.de/presse/details/news/gut_gebruellt_tiger/

Mehr als 250 Experten, Wissenschaftler, Vertreter der Weltbank und Regierungsdelegationen aus den dreizehn asiatischen Staaten, in der Tiger bis heute überlebt haben, haben im nepalesischen Kathmandu beraten, wie ein Aussterben der Art verhindert werden kann. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung  fordern die Teilnehmer unverzügliche und international koordinierte Maßnahme zum Schutz des Tigers und einen entschiedenen Kampf gegen die Wilderei. Der WWF zeigte sich zufriedenen mit den Beschlüssen von Kathmandu, mahnte jedoch an, dass dieser ersten Absichtserklärung nun schnellstmöglich weitere konkrete Schritte folgen müssten. Die Umweltschutzorganisation warnte eindringlich vor einem Aussterben der gestreiften Großkatzen – noch innerhalb der nächsten Jahrzehnte. Weltweit gäbe es nur noch rund 3200 frei lebende Tiger. Doch auch diese letzten Restpopulationen seien durch Lebensraumverlust und Wilderei gefährdet, so der WWF.

 

„Es ist höchst erfreulich, dass sich alle dreizehn Tiger-Verbreitungsstaaten darauf verständigt haben, gemeinsam ein Aussterben der Art zu verhindern“, sagt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. Um dieses Ziel zu erreichen brauche es jedoch auch die Unterstützung der weltweiten Staatengemeinschaft. Mit dem Überleben des Tigers sei das Schicksal zahlreicher, einzigartiger Lebensräume in ganz Asien eng verbunden – von den Wäldern des Russischen Fernen Ostens am Amur über subtropische Sümpfe in Indien bis hin zum Regenwald auf Sumatra. Hoch erfreut zeigte sich der WWF über die Erklärung Nepals, den Bardia Nationalpark, und damit ein entscheidendes Tiger-Habitat, um 900 Quadratkilometer auszuweiten. „Diese konkrete Maßnahme zeigt, dass es der nepalesischen Regierung ernst ist mit den Schutzbemühungen. Wir hoffen, dass die anderen Tiger-Staaten mit ähnlich konkreten Zusagen in naher Zukunft diesem Beispiel folgen werden“, so WWF-Experte Homes. Das Schicksal des Tigers sei an einem Wendepunkt angelangt: „Wenn wir jetzt nicht handeln, wird diese Arte innerhalb von kürzester Zeit unwiederbringliche aus der Natur verschwunden sein.“

 

Die Umweltschutzorganisation hofft in ihren Bemühungen auf das anstehende „Jahr des Tigers“, das nach dem chinesischen Kalender am 14. Februar 2010 beginnt. Im Laufe der kommenden zwölf Monate stehen zahlreiche internationale Konferenzen und politische Entscheidungen an, die über das Schicksal des Tigers bestimmen werden. „Wenn Regierungen, Weltbank und Umweltgruppen jetzt gemeinsam und entschlossen handeln, könnte es uns nicht nur gelingen den Tiger vor dem Aussterben zu bewahren, sondern seine Bestandszahlen bis zum nächsten Jahr des Tigers im Jahr 2022 sogar zu verdoppeln“, glaubt Volker Homes. Nach dem Treffen in Kathmandu sei er hinsichtlich dieses ambitionierten Ziels optimistischer.

 

 

 

 

 

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Keine Versorgungslücke bei Atomausstieg

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_smallpressemitteilung der HSE (regionaler Energieversorger) :

http://www.hse.ag/index.php?uid=78&row=6787

siehe dort auch  : studie zum energieverbrauch als pdf 

04.11.09 – HSE Studie: Keine Versorgungslücke bei Atomausstieg – Kraftwerkspark für Klimaschutz nicht gerüstet „Entwicklungsperspektiven des deutschen Elektrizitätsmarktes“ DARMSTADT (blu/leu) – Der Kraftwerkspark in Deutschland hat auch ohne Ausstieg vom Ausstieg keine Versorgungslücke und ist weiterhin nicht dafür gerüstet, die geplanten Klimaschutzziele zu erreichen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die der Energieexperte Professor Dieter Schmitt im Auftrag der HSE erstellt hat. „Die Kraftwerkstruktur hat eine erhebliche Schieflage“, sagte Professor Schmitt bei der Vorstellung der Studie am Mittwoch (4.) in Darmstadt. Deutschland brauche mehr flexible Mittel- und Spitzenlastkraftwerke, statt unflexibler Grundlastkraftwerke wie Kohle- und Kernkraftwerke. Die von der neuen Koalition geplante Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke würde diese Schieflage noch verstärken. Dies muss bei der Erstellung des im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Energiekonzeptes berücksichtigt werden. Die Einspeisung von Strom aus Windkraft- oder Photovoltaikanlagen schwankt je nach Wetterbedingungen stark. Wenn zum Beispiel der Wind kräftig weht, wird innerhalb kürzester Zeit viel Strom produziert, bei einer Flaute sinkt die Einspeisung ins Stromnetz rasch. Große Kohle- und Kernkraftwerke, die ständig verfügbare Grundlast an Elektrizität sicherstellen, können nicht flexibel auf diese stark schwankende Einspeisung reagieren. Die Stromerzeugung auf Basis regenerativer Energieträger wird sich aber bis 2030 mehr als verdoppeln. Benötigt werden daher zum Ausgleich mehr flexible Mittel- und Spitzenlastkraftwerke. Entsprechend kritisch sieht Albert Filbert, Vorstandsvorsitzender der HSE, die von der neuen Bundesregierung geplante Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke: „Die Laufzeitverlängerung ist eine Investitionsbremse, zementiert das Oligopol in der Stromerzeugung und ist kontraproduktiv für den notwendigen Ausbau der regenerativen Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung. Durch die Laufzeitverlängerung für bereits abgeschriebene Altanlagen wird der Gewinn für Betreiber von Kernkraftwerken gesteigert und werden gleichzeitig Neuinvestitionen in effizientere Techniken verhindert. Der Ausstieg vom Ausstieg hat negative Folgen für den Wettbewerb auf dem Energiemarkt, wie eine Studie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung belegt.“ Außerdem betonte Albert Filbert, dass die Kunden nicht von der vielzitierten günstigen Kernkraft profitieren: „Die Kostenvorteile erreichen nicht die Kunden, sondern steigern die Gewinne der Kernkraftwerksbetreiber.“ Immer noch kontrollieren in Deutschland vier Unternehmen über 80 Prozent der Stromerzeugung. Zudem ist nach Ansicht Filberts die Frage der Endlagerung keinesfalls geklärt und im Risiko des Staates. So drohen den Steuerzahlern immense Lasten bereits aus den ersten Endlagern Morsleben und Konrad. Daher fordert Filbert, dass die durch die Laufzeitverlängerung entstehenden Gewinne abgeschöpft und den Kunden über niedrigere Netznutungsentgelte zugeleitet werden. Nach geltenden Klimazielen soll der Anteil der regenerativen Energieträger zur Stromerzeugung in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf 35 Prozent steigen. Um angemessen auf die Herausforderungen reagieren zu können, die durch den Zuwachs an Ökostrom und durch den rückläufigen Verbrauch entstehen, muss die Kraftwerksstruktur im Gegensatz zu den derzeitigen Planungen geändert werden. Professor Schmitt nennt in der Studie „Entwicklungsperspektiven des deutschen Strommarktes“ vier wesentliche Punkte: • Der Anteil von typischen Mittel- und Spitzenlastkraftwerken muss zulasten von Grundlastkraftwerken deutlich erhöht werden. • Es muss viel mehr Reserve- und Regelenergieleistung vorgehalten werden. • Die Möglichkeiten zur Stromspeicherung sowie zum Lastmanagement müssen zügig ausgebaut werden. • Die Flexibilität des Kraftwerksparks muss erheblich gesteigert werden. Die Studie belegt, dass der Stromverbrauch in Deutschland wegen verbesserter Energieeffizienz in den nächsten beiden Jahrzehnten stagniert oder sogar um bis zu 15 Prozent zurückgeht, falls sich stromintensive Industriezweige aus Deutschland zurückziehen. „In Deutschland ist auf absehbare Zeit keine Stromlücke zu befürch-ten“, betonte Professor Schmitt. Das gilt erst recht bei einem Ausstieg aus dem Ausstiegsbeschluss: Wenn Kernkraftwerke am Netz bleiben, reichen weitgehend die vor-handenen Kraftwerke und die derzeit im Bau befindlichen Anlagen, um den erwarteten Stromverbrauch zu decken. Viele der derzeit geplanten Grundlastkraftwerke würden allerdings überflüssig wer-den. Neue Stromproduzenten, die für mehr Wettbewerb bei der Stromerzeugung sorgen könnten, verlieren damit ihre Planungsgrundlage. Albert Filbert betonte, dass damit die Wettbewerbsposition der großen Energieversorger zu Lasten neuer Anbieter gestärkt wird. Die HSE sieht daher ihre Strategie für eine ganzheitlich nachhaltige Energieversorgung durch die Studie bestätigt. „Wir sind für den Energiemarkt der Zukunft richtig aufgestellt“, sagte der HSE-Vorstandsvorsitzende Albert Filbert. Der Konzern setzt auf den Ausbau regenerativer Energien. Neben regionalen Anlagen inves-tiert die HSE auch überregional – so zum Beispiel in den 400 Megawatt-Windpark Global Tech I in der Nordsee. Außerdem ist das Unternehmen an dem effizienten GUD-Kraftwerk Irsching 5 beteiligt und baut selbst ein modernes Gasturbinen-Kraftwerk, um Spitzenlasten für den Ausbau der regenerativen Energien selbst abdecken zu können. Die Vertriebsgesellschaft ENTEGA ist mit über 400.000 Ökostromkunden einer der größten Ökostromanbieter Deutsch-lands. Die HSE Technik engagiert sich für mehr Energie-Effizienz, deren Bedeutung in den nächsten Jahren weiter zunimmt. Die HSE treibt zudem in Pilotprojekten die intelligenten Stromnetze (smart-grids) voran und trägt damit dazu bei, dass das Stromversorgungssystem in Deutschland intelligenter, dezentraler und ökologischer wird.

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AG Friedensforschung an der Uni Kassel kritisiert Desertec Projekt

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_smallStrom aus der Wüste

Desertec-Initiative unterzeichnet /

 Kritik an „Energiekolonialismus“

 

Von Susanne Götze *

Am Montag haben große Konzerne die Initiative für ein bisher einmaliges Mammutprojekt unterzeichnet – Desertec. Es soll Strom in der afrikanischen Wüste gewinnen und so Europas Energieprobleme lösen helfen. Doch es gibt nicht nur Befürworter.

Es klingt wie Science Fiction: Europas Lampen leuchten mit Wüstenstrom. Dem bisher umfassendsten Erneuerbare-Energien-Projekt haben sich am Montag Unternehmen verpflichtet, die nicht im Verdacht stehen, dem Idealismus verfallen zu sein. Doch Desertec verspricht genügend Profit und zudem den Erhalt alter Kartellstrukturen.

weiter bei : http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afrika/desertec.html

tendeziell positiv dagegen wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Trans-Mediterranean_Renewable_Energy_Cooperation

siehe auch: kopehagen_weltklimakonferenz:  http://ffduseh.wordpress.com/feed/?s=kopenhagen

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Regelsätze ab 1.7.2009

regelsätze

              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 regelsätze als pdf : regelsätze download   / siehe auch :  präsentation regelsätze bis 30..6.2009

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Koalitionsvertrag; Stichwort: Grundsicherung

7.2 Grundsicherung
Hinzuverdienst

 

Arbeit und Leistung müssen sich lohnen. Für uns gilt: Wenn man arbeitet, muss  man mehr haben als wenn man nicht arbeitet. Deshalb werden wir die Hinzuver dienstregelungen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende deutlich verbessern.Damit erhöhen wir auch den Anreiz, eine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu suchen und anzunehmen. Das kann auch dazu beitragen, die Sozialkassen zu entlasten.

 

Schonvermögen
 
 Wir wollen mehr Sicherheit für Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz verlieren und  längere Zeit keinen neuen Arbeitsplatz finden können. Die Förderung der privaten
Altersvorsorge ist eine wichtige Maßnahme zur Verhinderung einer zukünftigen Altersarmut von breiten Bevölkerungsschichten. Deswegen werden wir die private Altersvorsorge besser schützen. Wir werden den Freibetrag beim Schonvermögen  im SGB II, der verbindlich der Altersvorsorge dient, auf 750 Euro pro Lebensjahr  wesentlich erhöhen. Bedingung dafür ist, dass das Altersvorsorgevermögen erst  mit Eintritt in den Ruhestand verfügbar ist. So stärken wir die eigenständige Altersvorsorge. Sie darf nicht bestraft werden – auch nicht, wenn man auf das Arbeitslosengeld II angewiesen sein sollte.
Zusätzlich wollen wir die selbstgenutzte Immobilie umfassend schützen.

SGB II-Strukturreform

 

Die Koalition will die Aufgabenwahrnehmung und Finanzierung für Langzeitarbeitslose im Sinne der Menschen neu ordnen. Wir streben eine verfassungsfeste Lösung ohne Änderung des Grundgesetzes und ohne Änderung der Finanzbeziehungen an, die dazu beiträgt, dass Langzeitarbeitslosigkeit vermieden bzw. so  schnell wie möglich überwunden wird.Dabei gilt es, die Kompetenz und Erfahrung der Länder und der Kommunen vor  Ort sowie der Bundesagentur für Arbeit in getrennter Aufgabenwahrnehmung für  die Betreuung und Vermittlung der Langzeitarbeitslosen zu nutzen. Die bestehenden Optionskommunen sollen diese Aufgabe unbefristet wahrnehmen können.
Dabei muss kommunalen Neugliederungen Rechnung getragen werden können.
Die Bundesagentur für Arbeit erhält die Aufgabe, den Kommunen attraktive Angebote zur freiwilligen Zusammenarbeit zu unterbreiten. Dazu wird das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung einen „Mustervertrag“ ausarbeiten, der die Zusammenarbeit regelt und die kommunale Selbstverwaltung achtet. Unser Ziel ist eine bürgerfreundliche Verwaltung, die unnötige Doppelarbeit vermeidet.

 

Pauschalierungen
 
 In diesem Zusammenhang werden auch die Kosten der Unterkunft transparent  und rechtssicher au gestaltet. Wir werden auf der Basis der vorhandenen gesetzlichen Regelungen prüfen, die Energie- und Nebenkosten sowie ggf. die Kosten der Unterkunft zu pauschalieren. dabei sind regionale Besonderheiten zu berücksichtigen. Wir wollen damit auch dazu beitragen, dass die Zahl der Prozesse in diesem Bereich zurückgeht und gleichzeitig Anreize für einen sparsamen Energieverbrauch setzen.Wir werden das Wohngeldrecht hinsichtlich der Schnittstellen zu anderen sozialen  Sicherungssystemen überprüfen und streben weitere Vereinfachungen bei der Ermittlung des Wohngeldanspruchs an.
Wir werden prüfen, ob die von den Familienkassen durchgeführte Auszahlung des Kindergeldes einer anderen Stelle übertragen werden kann. Darüber hinaus wird  geprüft, ob weitere steuerfinanzierte familienpolitische Leistungen zusammengefasst werden können.

 

Bürgergeld
 
 Die Koalition nimmt sich vor, die vielfältigen und kaum noch überschaubaren steuerfinanzierten Sozialleistungen darauf hin zu überprüfen, ob und in welchem Umfang eine Zusammenfassung möglich ist. In diese Prüfung wird auch das Konzept  eines bedarfsorientierten Bürgergeldes einbezogen.
 
 

 

 

 

Veröffentlicht in hartz_IV_etc, koalitionsvertrag zu hartz IV, pauschalierung kdu. Kommentare deaktiviert

Wölfe im Schafspelz I

November 2009

„Wölfe im Schafspelz“

Rechtsextremismus unter uns …
Informationsveranstaltung
  • Rechte in unserer Region
  • Rechte Kleidercodes
  • Rechte Musik
Wann:    Montag, 16. November um 19:30 Uhr
Wo:        Saal der ev. Kirchengemeinde,                                       Schießmauerstr. 18, 69514 Laudenbach

Veranstalter:

Ev. Kirchengemeinde Laudenbach, katholische Kirchengemeinde Laudenbach,

„Initiative gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit im Kreis Bergstraße“

und das Beratungs Netzwerk Hessen

quelle:

http://www.fremdenfreundlich.de/Veranstaltungen.html

zum thema siehe auch : http://www.vaja-bremen.de/_pdf/versteckspiel.pdf

2009-11-10 Koffer der Demokratie

20091118 Flyer_Forum_Heppenheim_VorderseiteDas 
Workshop-Forum

„Deine Meinung zählt!   
 Jugend - 

 stark für Demokratie“

Dieses Mal wird der „Koffer der Demokratie“ mit neuen Ideen von Heppenheimer Jugendlichen gefüllt.

Neben verschiedenen phantasievollen Angeboten gibt es einen Hip-Hop-Workshop mit Benjamin Serdani.
Eine Schülerband trägt mit Live-Musik zur Entspannung bei.


Wo:        WICOM Forum, Liebigstraße 16,
              64646 Heppenheim

 

Charlotte Hussong (Starkenburggymnasium) und Ulrike Schwahn (ev. Jugendarbeit)

Wann:    Mittwoch, 18. November 2009 um 19 Uhr

Willkommen sind Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren.
Die Einladung richtet sich ausdrücklich auch an Menschen mit
Mitgrtionshintergrund
Der Eintritt ist frei.
Moderation:
 

 

quelle:
siehe auch:

http://ffduseh.wordpress.com/2009/11/23/nachlese-zu-einigen-veranstaltungen-der-vergangenen-woche/

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Zusatzgewinne durch Weiterbetrieb von Atommeilern?

.ausgestrahlt ? Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 05. November 2009

?Die schwarz-gelben Atom-Verheißungen zerplatzen wie Seifenblasen.?

Zusatzgewinne aus AKW-Laufzeitverlängerungen fallen weitgehend aus

Zur heute bekannt gewordenen Studie der Landesbank Baden-Württemberg,
wonach die vom Staat abschöpfbare Summe aus Zusatzgewinnen bei einer
Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in dieser Legislaturperiode
lediglich 1,2 Milliarden Euro beträgt, erklärt Jochen Stay, Sprecher der
bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

?Die schwarz-gelben Atom-Verheißungen zerplatzen wie Seifenblasen. Der
von der neuen Bundesregierung vollmundig angekündigte Geldsegen entpuppt
sich als Scheinriese: Je näher man hinsieht, umso kleiner wird er.

Der eigentliche Skandal ist aber ein anderer: Zusatzgewinne fallen in
dieser Legislaturperiode überhaupt nur dann an, wenn die ältesten und
störanfälligsten AKW länger laufen dürfen. In den
Koalitionsverhandlungen hatten FDP und Union erstmals eingeräumt, dass
die Atomkraftwerke nicht mehr auf dem neuesten sicherheitstechnischen
Stand sind.

Wer sich von den Stromkonzernen für jährlich 300 Millionen Euro das
tägliche Risiko einer nuklearen Katastrophe aufschwatzen lassen will,
vertritt nicht die Interessen der Bevölkerung. Längere Laufzeiten führen
darüber hinaus zu einem ständig weiter wachsenden Atommüll-Berg und
gehen einher mit der Blockade des weiteren Ausbaues der Erneuerbaren
Energien.

Mit 1,2 Milliarden Euro lässt sich noch nicht einmal die Sanierung des
maroden Atommüll-Lagers Asse 2 bezahlen.?

Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
http://www.ausgestrahlt.de/

 

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Schwerpunktthema Demokratie

 

schlage eine Seite auf :

http://ffduseh.wordpress.com/demokratie/

 

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Regeneratives Kombikraftwerk

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_smallEine sichere Energieversorgung durch Erneuerbare Energien immer und überall – das Regenerative Kombikraftwerk macht es möglich.

Das Regenerative Kombikraftwerk verknüpft und steuert 36 über ganz Deutschland verstreute Wind-, Solar-, Biomasse- und Wasserkraftanlagen. Es ist ebenso zuverlässig und leistungsstark wie ein herkömmliches Großkraftwerk. Das regenerative Kombikraftwerk zeigt, wie durch die gemeinsame Regelung kleiner und dezentraler Anlagen bedarfsgerecht und zuverlässig Strom bereitgestellt werden kann.

„Kombikraftwerk“ bedeutet, die Vorteile der verschiedenen Erneuerbaren Energien optimal zu kombinieren. Windenergieanlagen und Solarmodule leisten je nach Verfügbarkeit von Wind und Sonne ihren Beitrag zur Stromerzeugung. Ausgleichend werden Biogas und Wasserkraft eingesetzt: Je nach Bedarf werden sie in Strom umgewandelt, um kurzfristige Schwankungen auszugleichen oder vorübergehend gespeichert. Einer Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien steht technisch nichts im Wege.

mehr bei: http://www.kombikraftwerk.de/

mit video

Für die Entwicklung und Realisierung des Konzepts “regeneratives
Kombikraftwerk” wird der Leiter des Forschungs- und
Entwicklungsbereichs Energiewirtschaft und Netzbetrieb am
Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES),
Dr. Kurt Rohrig, mit dem Deutschen Klimaschutzpreis 2009 geehrt. Die

http://www.blogspan.net/presse/kasseler-forscher-dr-kurt-rohrig-erhlt-deutschen-klimaschutzpreis-2009/mitteilung/122285/

siehe auch tagesschau de:

http://www.tagesschau.de/inland/klimaschutzpreis100.html

siehe auch: Frauenhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

http://www.cwmt.fraunhofer.de/

siehe auch die beiträge zum stichwort k o p e n h a g e n  auf diesem blog:  http://ffduseh.wordpress.com/feed/?s=kopenhagen

2009-11-28 Kann Grundeinkommen das Armutsproblem lösen?

DGB ÜberwaldDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB)

lädt ein:

Thema: Grundeinkommen

Kann die Idee eines Grundeinkommens die Armutsproblematik lösen ? Ist sie ein Beitrag zu mehr Verteilungsgerechtigkeit bei weniger Bürokratie und mehr Würde?

Die beiden Referenten werden die unterschiedlichen Positionen darstellen. Anschließend besteht Gelegenheit zur gemeinsamen Diskussion.

Wann: Samstag: 28.11. 2009 10.00 – 13.00 

Ort: Heilig Geist Kirchengemeinde Heppenheim, Bensheimer Weg 27, Guyot-Gemeindehaus  

Referenten:

Wolfgang Strengmann- Kuhn, MdB

( Bündnis-90 Die Grünen )

Bernd Knapp

DGB KV Bergstrasse Mitglied Die Linke  

Franz Beiwinkel DGB OV HP / Kreis Bergstrasse fbeiwinkel.heppenheim@dgb.eu

mehr zum grundeinkommen auf dieser seite: http://ffduseh.wordpress.com/?s=grundeinkommen

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DGB vermisst 10.000 Lehrstellen

Vor einem Monat sah die Bilanz so schön aus: „Betriebe haben noch genug freie Stellen“ betitelte die hessische Arbeitsagentur ihre Pressemeldung zum Ausbildungsmarkt. 637 unversorgten Bewerbern stünden 1310 Stellen gegenüber, so dass also theoretisch jeder aus zwei Stellen auswählen könnte. In diese Suppe wirft der DGB Hessen jetzt Salz.

Tatsächlich sei die Zahl derer, die einen Ausbildungsplatz suchen, mit rund 2000 erheblich höher. Folglich kommen auch auf einen Bewerber rechnerisch nur 0,65 freie Stellen, so der DGB. Dabei beruft er sich auf Zahlen, die von der Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlicht wurden.

lies weiter bei FR – online :  http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/2074954_DGB-vermisst-10.000-Lehrstellen.html

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Abenteuer Wissen ZDF 11.11.2009

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_smallThemen:

  • Kommt unser Strom morgen aus der Sahara?
  • Solarthermiekraftwerke werden konkurrenzfähig
  • Längste Gleichstromverbindung der Welt verlegt
  • Edison gegen Westinghouse

mehr bei : http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1020545,00.html?dr=1

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Gedenken an Opfer des Naziterrors

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2009-11-26 Glücksdruckangst

erziehungmehr dazu: familie am limit  oder: http://www.beratungsstelle-bhm.de/13901.html?*session*id*key*=*session*id*val*

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Jobsuche

über diese links gelangen Sie

lehrstellen / ausbildungsplätze / trainee

Bewerbungshilfe

Das Diakonische Werk Bergstraße betreibt einen Jugendmigrationsdienst. In diesem Rahmen wurde auch ein Bewerbercafé mit PC´s und Internetanschluss eingerichtet, bei dem Personen gleich welchen Alters oder Herkunft kostenlos bei der Formulierung von schriftlichen Bewerbungen unterstützt werden. Telefonische Anmeldung erforderlich.

Diakonisches Werk Bergstraße,
Rheinstraße 12, 64625 Bensheim
Tel.: 06251/85402-11 oder 06251/85402-22 oder 06251/85402-0

Hilfe beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen bietet auch Neue Wege an : http://www.neue-wege.org/s110_bewerbercenter

siehe auch neue wege /einstiegsoffensive http://www.neue-wege.org/s120_einstiegsoffensive

tipps zur gestaltung von bewerbungen finden Sie auch bei wikipedia/bewerbung / weiter tipps bei : bewerbung-tipps.com

der eichhorn verlag hat einige ratgeber bücher zum thema bewerbung herausgebracht; dazu mehr auf der seite   http://www.berufsstrategie-exakt.de/ dort finden sie auch verschiedene tipps / buchauszüger zum download 

  • Ihre Erfahrungen mit Bewerbungen würden uns interessieren. Gibt es Tipps, die man weitergeben kann. Wie sind die oben genannten Angebote zu bewerten??
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Werden Jobcenter zerschlagen?

Warnung vor schwarz-gelben Plänen

Grüne befürchten Chaos in Jobcentern

Von Pitt von Bebenburg (FR)
Mit scharfen Angriffen auf die schwarz-gelbe Koalition in Berlin startet die Opposition in die Landtagswoche. Als „arbeitsmarktpolitischen Amoklauf“ und „absoluten Irrsinn“ bezeichnete der Grünen-Sozialpolitiker Marcus Bocklet am Montag in Wiesbaden deren Pläne zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen.
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Trillerpfeifen ertönen in Meseberg

Pressemitteilung
.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Meseberg, 17. November 2009

* Anti-Atom-Proteste in Meseberg
* Atomkraftgegner: „Wer Sicherheit ernst nimmt, muss alle AKW stilllegen“

Mit Anti-Atom-Fahnen, Transparenten und Trillerpfeifen haben etwa 30
Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner die Mitglieder der
Bundesregierung im brandenburgischen Meseberg empfangen. Anlass sind
Vorentscheidungen zum Energiekonzept, die dort während der
Kabinettsklausur getroffen werden sollen.

Die Atomkraftgegner wiesen darauf hin, dass derzeit kein einziges der 17
AKW in Deutschland dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik
entspricht. „Atom-Risiko ausschalten!“ und „AKWs abschalten!“ forderten
sie daher auf ihren Transparenten.

Luise Neumann-Kosel, Sprecherin der bundesweiten Anti-Atom-Organisation
.ausgestrahlt, sagte: „Bundesumweltminister Röttgen hat angekündigt, dass
es Laufzeitverlängerungen nur bei sicheren Reaktoren geben soll. Alle
anderen müssten laut dem Minister umgehend stillgelegt werden.

Wenn er das ernst meint, dann muss er aller Atomkraftwerke sofort stilllegen.

Denn nach den aktuell gültigen Sicherheitskriterien wäre kein einziges
genehmigungsfähig.“

In Meseberg will das Kabinett entscheiden, wer die Federführung bei der
Erarbeitung des angekündigten Energiekonzepts übernimmt.
Bundeswirtschaftsminister Brüderle hatte zuvor bereits sein Desinteresse
an dieser Aufgabe damit begründet, dass er tägliche Proteste von
Atomkraftgegnern vor seinem Ministerium fürchte.

Unsere ständigen Proteste zeigen Wirkung“, erklärte Neumann-Cosel. „Die
Bundesregierung weiß genau, dass die gesellschaftliche Mehrheit die
Nutzung der Atomenergie ablehnt. Da sind Laufzeitverlängerungen nicht
durchsetzbar.“

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
Atomkraftgegner darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest
zu machen. Während der Koalitionsverhandlungen hat .ausgestrahlt einen
17-tägigen Dauerprotest organisiert.

http://www.ausgestrahlt.de

siehe auf dieser seite: http://ffduseh.wordpress.com/?s=erneuerbare+energien

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ausbildung 2009 (IHK Darmstadt)

der ganze text : IHK Ausbildungsumfrage März 2009

IHK Darmstadt/März 2009

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage vorab:

> Die Krise wird das Ausbildungsplatzangebot reduzieren: Angesichts der deutlich schlechteren Geschäftslage geben 29,6 Prozent der Betriebe an, im Jahr 2009 weniger Ausbildungsplätze anbieten zu können als im Vorjahr. Dieser Trend trifft insbesondere auf Industrie und Handel zu. Dennoch halten rund 70 Prozent der Unternehmen ihr Ausbildungsengagement aufrecht bzw. steigern sogar noch die Anzahl angebotener Ausbildungsplätze.

> Bei den Ausbildungsmotiven ist die Sicherung des Fachkräftenachwuchses wichtiger als die kurzfristigen Geschäftsaussichten. Die vielfach stark eingetrübten Geschäftsaussichten schlagen damit nur teilweise auf den Ausbildungsmarkt durch.

> Die Großunternehmen planen per Saldo auch im Jahr 2009 eine Ausweitung ihres Angebots an Ausbildungsplätzen.

> Gastgewerbe, unternehmensnahe Dienstleistungen sowie Banken und Versicherungen planen, ihr Ausbildungsplatzangebot im Jahr 2009 zumindest aufrechtzuerhalten.

> Für die Betriebe ist Ausbildungsreife auch in der Krise ein Top-Thema: 75Prozent der Unternehmen nennen Defizite bei Schulabgängern als Ausbildungshemmnis. Das zweitwichtigste Hemmnis „Unsichere wirtschaftliche Perspektive“ wird von 58 Prozent der Betriebe angeführt. Immer noch stellen 58 Prozent der Betriebe Mängel der Bewerber beim mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen fest; 50 Prozent der Betriebe kritisieren mangelnde Leistungsbereitschaft und Motivation

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bildungsstreik

infos zum bildungsstreik  finden Sie unter anderem bei:

http://www.bildungsstreik.net/

bei twitter: http://twitter.com/bildungsstreik

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Glück als Unterrichtsfach

Schulfach Glück

 
Ein bisschen Glück kann nie schaden – in der Schule schon gar nicht.
Glück hat man nicht nur, man kann es auch lernen. In der Martin-Buber-Hauptschule in Heppenheim steht Glück sogar auf dem Stundenplan. Was lernt man eigentlich im Schulfach „Glück“?
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BA-Chef wettert gegen Optionskommunen

 
Arbeitsagentur-Chef Frank-Jürgen Weise hält die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen durch Kommunen für gescheitert. Es sei „ein Gerede“, dass im Rhein-Main-Gebiet eine Kommune Arbeitsmarktpolitik machen könne, sagte er in hr-iNFO.
 
Wörtlich sagte Weise: „Ich bezweifle das Gerede hier in der Rhein-Main-Region, dass eine Kommune Arbeitsmarktpolitik machen kann. Sie kann es nicht“, so der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) in einem Gespräch mit hr-iNFO. Das Rhein-Main-Gebiet sei eine Wirtschaftsregion, in der Menschen zwischen den verschiedenen Kommunen pendelten. Umso wichtiger sei eine Zusammenarbeit „in Respekt und Vertrauen“ zwischen den Kommunen und der Bundesagentur für Arbeit.   quelle: HR – info
 
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Hartz IV Sätze wurden passend gerechnet

 
Originalschlagzeile:

Die Sätze wurden passend 

gerechnet

ECHO - INTERVIEW.

mit Jürgen Borchert, Richter am Hessischen Landessozialgericht
und Vorsitzender der Kammer, über deren Vorlagebeschluss
das Bundesverfassungsgericht am 20.Oktober verhandelt hat.

Auzüge:

Borchert: Wir haben in Darmstadt Gutachten erstellen lassen.
um diese Frage ( Höhe der Regelsätze) zu beantworten.
Das Ergebnis war, dass die Regelleistung
für die dreiköpfige Familie,
um die es in unserem Fall geht,
um monatlich etwa 150 Euro höher
liegen müsste.

Borchert: Das Leben ist nun einmal so
vielgestaltig,dass es in vielen Fällen
ungerecht und einfach unerträglich
ist, nur mit Pauschalsätzen zur arbeiten.
diese Fälle landen dann vor den Sozialgerichten

Borchert: Meines Erachtens sind die Harz- IV-Leistungen
im Zusammenhang mit der Etablierung eines Niedriglohnsektors
in Deutschland zu sehen.

Borchert: Der Abgabenkeil zwischen
Brutto und Netto trifft Familien,
gemessen an ihrer Leistungsfähigkeit,
weitaus härter. Die Folge davon
ist eine krasse Benachteiligung
von Familien. Heute bleibt
ein durchschnittlich verdienender
Facharbeiter bereits mit zwei Kindern
unter dem steuerlichen Existenzminimum
Familien und Kinderarmut wird so regelrecht produziert
- ausgerechnet vom Sozialstaat -

das ganze Interview finden Sie bei 

echo online : http://www.echo-online.de/nachrichten/hintergruende/art2638,425823

siehe auch auf dieser seite : hartz IV vor dem bundesverfassungsgericht

Veröffentlicht in borchert, BVerfG zu hartz IV, hartz_IV_etc. Kommentare deaktiviert

Windkraftanlagen und Vogelschutz

Es kommt vor allem auf den Standort an

20. März 2007: Der Ausbau der Windkraft kann sich negativ auf Vögel und Fledermäuse auswirken, da Windkraftanlagen eine Stör- oder Unfallquelle sind. Doch es kommt vor allem darauf an, wo Windräder gebaut werden. Dies belegte vor zwei Jahren eine Studie des Bergenhusener Michael-Otto-Instituts im NABU. Jetzt liegt eine neue Studie Instituts vor, die im Auftrag des Landesamtes für Natur und Umwelt Schleswig-Holstein (LANU) entstanden ist. Darin wurden 45 neue Untersuchungen ausgewertet, um die Auswirkungen neuer, moderner und größerer Windmühlen besser beurteilen zu können.

Störung und Kollisionsgefahr von Vögeln und Fledermäusen werden weniger durch die Anlagengröße als durch die Wahl des Standortes beeinflusst. „Die neuere Generation von Windkraftanlagen stören die meisten der untersuchten Brutvogelarten nicht unbedingt stärker als die alten Anlagen“, sagte Dr. Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut. Allerdings nimmt bei Rastvögeln die Störungsempfindlichkeit mit der Anlagengröße zu und auch das Kollisionsrisiko erhöht sich. Die Gefahr für Vögel und Fledermäuse, an einem Rotor zu verunglücken, werde dabei vor allem durch den Standort beeinflusst. „Windkraftanlagen gehören nicht an Gewässer oder in Wälder, weil es hier zu den meisten Unfällen mit Vögeln oder Fledermäusen kommt“, so Hötker.

mehr bei NABU : http://www.nabu.de/themen/energie/erneuerbareenergien/windkraft/06358.html 

> „es kommt vor allem auf den standort an.“

und: http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/energie/wind/2.pdf

Nachlese zu einigen Veranstaltungen der vergangenen Woche (www.fremdenfreundlich.de)

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde, mit den beigefügten Presseberichten möchten wir Ihnen einen Einblick über unsere Aktivitäten während der letzten Woche geben.

Bei den Informationsveranstaltungen unter dem Motto „Wölfe im Schafspelz – Rechtsextremismus unter uns“ konnten in Laudenbach rund 120 ZuhörerInnen und in Seeheim-Jugenheim sogar über 150 BesucherInnen gezählt werden. Die hohe Besucherzahl zeigt, dass Menschen an der Aufklärung über Rechtsextremismus interessiert sind und das Thema ernst nehmen.

Unser Workshop-Forum „Jugend – stark für Demokratie“ wurde am vergangenen Mittwoch in Heppenheim durchgeführt und hat rund 70 Jugendliche aus Schulen, sozialen und kulturellen Bereichen zur aktiven Teilnahme an verschiedenen Angeboten (u. a. ein HipHop-Workshop) ermutigt.

Diese erfreulichen Fakten motivieren auch für unser zukünftiges Engagement.

Mit freundlichen Grüßen

Margarete J. Bauer

www.fremdenfreundlich.de

 

anhang presseartikel / berichrte als pdf

junge heppenheimer diskutieren über demokratie

alltagsrassismus kennt keine grenzen

unterschriften gegen rechts

2009-11-25 internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

mehr unter: http://www.frauenrechte.de/tdf/index.php

siehe auch frauenbüro kreis bergstrasse, notrufnummern: http://www.kreis-bergstrasse.de/Rooms/FileRooms/UserSide/dnw.asp?RID=2&FID=2&AID=680

veranstaltungen im kreis bergstrasse rund um den 25.11. http://ffduseh.files.wordpress.com/2009/11/veranstaltungen-internationaler.pdf

veranstaltungskalender

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BVerfG entscheidet demnächst über Regelsätze (Hartz IV)

Welche Anträge kann man ggf. noch bei seiner ARGE, seinem Jobcenter stellen um unter Umständen von der zu erwartenden Entscheidung zu profitieten …….Dazu Harald Thome auf tacheles.de

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2009/Rueckwirkend_Ansprueche_Sichern.aspx

 

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Jede dritte deutsche Frau erlebt Gewalt

 

Jede dritte deutsche Frau erlebt Gewalt

Jede dritte Frau in Deutschland erlebt einmal in ihrem Leben körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt. Das teilte der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe mit.

Vorsitzende Grieger sagte MDR INFO, die bestehenden Frauenhäuser könnten den Ansturm an Betroffenen nicht mehr bewältigen. Grieger forderte eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung der Frauenhäuser in Deutschland. Außerdem seien mehr Einrichtungen dieser Art nötig, vor allem in ländlichen Gebieten.

 - Mit vielen Aktionen wird heute weltweit der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen.

 Quelle: MDR – INFO Nachrichten von 15.oo h 

mehr zum thema bei:

http://www.frauen-gegen-gewalt.de/aktuelles/

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Robin Wood Aktion gegen Unilever

Pressemitteilung

26.11.2009, Kategorie: Tropenwald

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Mit Rama in die Klimakatastrophe

  • ROBIN WOOD-Aktionstag gegen Umweltzerstörung in Indonesien für Palmöl von Unilever

ROBIN WOOD-AktivistInnen protestieren heute Vormittag zeitgleich an fünf Produktionsstandorten des Lebensmittelkonzerns Unilever: In Pratau, Kleve und Heilbronn entrollten sie Transparente, in Heppenheim und Auerbach stellten sie sich mit sechs Meter hohen Dreibeinen aus Gerüststangen und Transparenten in die Zufahrten. Die UmweltschützerInnen kritisieren, dass Unilever trotz drohender Klimakatastrophe weiterhin Geschäfte mit Palmöl macht, für das in den Tropen die letzten Regenwälder vernichtet werden. Parallel zu den Aktionen ging bei Unilever-Konzernchef Paul Polman heute ein Brief von ROBIN WOOD ein. ROBIN WOOD fordert darin, der Konzern solle nur noch mit Lieferanten zusammenarbeiten, die auf eine Erweiterung ihrer Plantagenflächen in Indonesien verzichten und die nicht in Landkonflikte mit der lokalen Bevölkerung verwickelt sind. Wilmar International, bislang Unilevers wichtigster Palmöl-Lieferant, wäre damit aus dem Rennen.

Unilever, Hersteller bekannter Marken wie Rama, Knorr und Langnese, ist weltweit einer der größten Palmölverbraucher der Welt. Einen Großteil seines Palmöls bezieht Unilever von Wilmar, dem nach eigenen Angaben größten Palmölhändler weltweit. Das Palmöl stammt aus riesigen Monokulturen, vor allem aus Asien. In Indonesien ist der Kahlschlag für Plantagen inzwischen die Hauptursache für die Waldzerstörung – mit fatalen Folgen für die biologische Vielfalt und das Weltklima. Indonesien ist aufgrund der Waldzerstörung inzwischen weltweit der drittgrößte Kohlendioxid-Emittent.

Trotz drohender Klimakatastrophe ist ein Umdenken nicht in Sicht. Im Gegenteil. Unilevers Zulieferer Wilmar übt zurzeit großen Druck auf die Provinzregierung im indonesischen Zentral-Kalimantan aus. Das Ziel: Weitere 130.000 Hektar Wald sollen in Plantagenflächen umgewidmet werden. Das will ROBIN WOOD gemeinsam mit indonesischen Umwelt- und Menschenrechtsgruppen verhindern.

„Wissenschaftler formulieren dramatische Warnungen vor dem Klimakollaps. Unilever aber heizt durch seine Nachfrage nach Palmöl dem Klima weiter ein“, kritisiert ROBIN WOOD-Tropenwaldreferentin Jule Naundorf.

Wilmar ist zudem in unzählige Landrechtskonflikte verwickelt. Gegen den Landraub für Plantagen gibt es erbitterten Widerstand der lokalen Bevölkerung. Der Protest in West-Kalimantan gegen Wilmar-Plantagen führte dazu, dass die Weltbank im August 2009 beschloss, vorerst generell keine Palmöl-Plantagen mehr zu finanzieren.

Unilever präsentiert den KundInnen hierzulande eine heile Markenwelt, die nichts von Waldzerstörung und Menschenrechtsverletzung ahnen lässt. Kritiker beschwichtigt das Unternehmen zudem mit dem Versprechen, ab 2015 werde der Konzern nur noch zertifiziertes Palmöl verwenden. Doch selbst dann würde die Waldzerstörung nicht stoppen. Denn die Kriterien für das angestrebte Siegel des Roundtable for Sustainable Palmoil (RSPO) wurden maßgeblich von der Industrie entwickelt. Unilever führt den Vorsitz beim RSPO. Entsprechend lasch sind die Kriterien. Sogar Palmöl-Plantagen, für die Wald zerstört wurde, würden dieses Siegel bekommen.

ROBIN WOOD hatte Unilever mit einer Protestaktion an der Deutschland-Zentrale in Hamburg im August dieses Jahres einen ersten Denkanstoß gegeben. Unilever behandelte die Kritik als Kommunikationsproblem und schickte seine PR-Manager vor. In der Sache aber tat sich bislang nichts.
Für Rückfragen:
Pratau, 01577-398 40 68
Kleve, 0178-60 90 562
Auerbach, 0179-671 90 16
Heilbronn, 0160-913 62 695
Heppenheim, 0160-91 32 4225
Fachreferat Tropenwald, Jule Naundorf/Peter Gerhardt, 040-380 892 18
Pressestelle, Ute Bertrand, 040-380 892 22, presse(at)robinwood.de

quelle: http://www.robinwood.de/Newsdetails.13+M5a58eb3473f.0.html

siehe auch:  http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/heppenheim/art1245,434310

und:  unilever: ab 2015 nur noch zertifiziertes palmöl

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BUND kontra Kreistag: Vorrangflächen für Windkraft notwendig

 

Kreistag fördert Wildwuchs von Windkraftanlagen
BUND fordert genügend viele Vorrangflächen von der Regionalversammlung

Pressemitteilung BUND Kreisverband Bergstraße
25. November 2009
Der Kreisverband Bergstraße des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert den restriktiven Beschluss des Bergsträßer Kreistags zu Windkraftanlagen, weil damit – entgegen der Absicht – dem Wildwuchs Tür und Tor geöffnet wird. In seiner Stellungnahme zum Regionalplan will der Kreistag Windräder nur dann erlauben, wenn bauwillige Gemeinden auch die Zustimmung ihrer Nachbarn einholen. „An dieser bewusst hohen Hürde dürften die meisten Standorte scheitern“, meint Guido Carl, Vorsitzender des BUND Bergstraße, „und paradoxerweise wird die Politik damit Windkraftanlagen an jedem beliebigen Ort ermöglichen – sogar auf dem Melibokus und auf der Tromm“.Dabei gab es im Vorentwurf des Regionalplans bereits mehrere Flächen zur Windenergienutzung, außerhalb derer keine neuen Anlagen hätten entstehen dürfen. Doch weil die Politiker vor allem von CDU und FDP auf Kreis- und Regionalebene inzwischen alle Vorrangflächen aus dem Entwurf entfernten, greift nun die Privilegierung der Windkraft. „Die Politik gibt hier grundlos ihr einziges Steuerungselement aus der Hand“, kritisiert Herwig Winter, Vorstandssprecher des BUND Hessen, „Will man wirklich lieber alte Atommeiler als neue Windräder sehen?“

Eine schwierige Vorlage also für die Regionalversammlung, die demnächst über die Vorschläge für den neuen Regionalplan entscheiden muss. Denn wer mehr Strom aus erneuerbaren Energien für besseren Klimaschutz will – dazu hat sich das Land Hessen explizit bekannt – kommt dabei um einen großen Anteil der leistungsstarken Windkraft nicht herum. Das gilt gerade auch für den Flächenkreis Bergstraße. Nach Meinung des BUND darf deshalb kein genereller Ausschluss – und schon gar nicht wegen des Geoparks Bergstraße-Odenwald – erfolgen und verweist Windkraftgegner auf die Gesetze. Denn danach muss im Einzelfall geprüft werden, ob Störungen durch Lärm und Schattenwurf oder eine schwerwiegende Beeinträchtigung des Landschaftsbildes oder von Vogel- und Fledermausarten zu erwarten sind.

Auch die neue Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag viel vorgenommen. In den Zeilen 912-916 heißt es „Wir werden die erneuerbaren Energien konsequent ausbauen … Ziel ist es, dass die erneuerbaren Energien den Hauptanteil an der Energieversorgung übernehmen. … die konventionellen Energieträger (werden) kontinuierlich durch alternative Energien ersetzt.“ In Hessen war das Bestreben bisher anders ausgerichtet: Die Landesregierung schimpfte öffentlich über „Windmonster“, verhinderte mit neuen Gesetzen das Repowering (Ersatz alter durch leistungsstärkere Anlagen) weitgehend und strich Vorrangflächen systematisch aus den hessischen Regionalplänen. „Auf diese Weise lässt sich das selbstgesteckte Ziel zur Nutzung erneuerbare Energien in Hessen nicht erreichen“, kommentiert Guido Carl die Vorgänge als wenig zukunftsweisend.

Dabei hat Hessen allen Grund, sich auf den Weg zu machen, denn es liegt im Bundesländervergleich zu erneuerbaren Energien im hinteren Bereich und wird mit einer fortgesetzten Verhinderungstaktik noch weiter zurückfallen. Bundesweit werden mittlerweile 15 Prozent elektrische Energie regenerativ erzeugt, in einzelnen Bundesländern ist die Quote mittlerweile auf über 30 Prozent angestiegen. Diese hohe Quote wurde beispielsweise in Sachsen-Anhalt erreicht. Das von der hessischen Landesregierung gesteckte Ziel für Hessen ist 20 Prozent in bis 2020. Selbst dieses wenig ehrgeizige Ziel lässt sich aber nur durch massiven Ausbau der Windkraft erreichen.

Speziell im Kreis Bergstraße ist der Beschluss des Kreistags gegen Windenergie so trostlos wie die finanzielle Lage. Unverständlich ist dem BUND, wieso die Aussicht auf zukünftige Gewerbesteuern, Zusatzeinnahmen durch Pachtzahlungen für Landwirte, regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Stromimportland Hessen in den Wind geschlagen wird. Es ist zu hoffen, dass die Regionalversammlung sich besser besinnt und damit auch den Wunsch der Bevölkerung nach deutlich verstärkter Nutzung erneuerbarer Energien, der in vielfältigen Umfragen belegt ist, in die Tat umsetzt.

Hoffnungsvoller stimmt den Umweltverband das pragmatische Verhalten einzelner Gemeinden und Beteiligter, die die Windkraft als notwendigen Schritt in die Zukunft erkannt haben und sich ganz pragmatisch für einen schrittweisen Ausbau der Windkraft einsetzen. „Windkraft ist auch für die Bergstraße ein notwendiger Hauptpfeiler der regenerativen Energieerzeugung, deshalb brauchen wir die Vorrangflächen.“, bekräftigt Kreisvorsitzender Guido Carl. „Die Zeit drängt. Der Klimawandel macht keine Pause.“

Ansprechparnter des BUND Kreisverbandes Bergstrasse:

Guido Carl

Untere Gartenstraße 3, 64646 Heppenheim
Fon: + 49 6251 56177
bund.bergstrasse@bund.net
www.bund-bergstrasse.de

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UN Kinderrechtskonvention wird 20 / Kinderreport / unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Deutschland wird Schutz verweigert

Mittwoch, 29. Oktober 2008  

Kinderreport Deutschland 2010

Mit dem Kinderreport Deutschland 2010 zieht das Deutsche Kinderhilfswerk eine Bilanz zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. Den inhaltlichen Schwerpunkt stellt das Thema Bildung dar, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Schule und die Familie gesetzt wird. Es gibt dringenden Handlungsbedarf bei der Umsetzung der Konvention in Deutschland: Die Kinderarmut hat sich bei rund drei Millionen betroffenen Kindern eingependelt, der seit April 2009 fällige Staatenbericht der Bundesregierung zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention liegt bis heute nicht vor, die Kinderrechte sind immer noch nicht im Grundgesetz verankert, bei der frühzeitigen Vermittlung von Medienkompetenzen tun sich große Lücken auf.

Auszug aus dem Kinderreport zum Download
[auszug als pdf ]

…..

 

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland“ -

Vor 20 Jahren trat die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Deutschland zählt selbstverständlich zu den Unterzeichnern. Doch es gibt einen ausländerrechtlichen Vorbehalt: Die Kinderrechtskonvention gilt nicht für jugendliche Flüchtlinge in Deutschland. Besonders leiden unter diesem Vorbehalt Jugendliche, die als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Sie werden schon mit 16 behandelt wie Erwachsene. Hilfsorganisationen fordern seit langem, den Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland zu verändern und sie zu behandeln als das, was sie sind: Kinder, die Schutz brauchen. Zu Gast bei Ina Krauss sind Jasmina, 21, und Ahmed, 18, jugendliche Flüchtlinge in Deutschland, sowie Albert Riedelsheimer vom Katholischen Jugendsozialwerk.

quelle: Notizbuch – Freitagsforum – Bayern 2

siehe auch ARD Mediathek (audio podcast)

mehr zum thema unbegleitete m. flüchtlinge beim fachverband  :   http://www.b-umf.de/

und flüchtlingsrat niedersachsen: http://www.nds-fluerat.org/projekte/fluechtlingskinder/unbegleitete-minderjaehrige-fluechtlinge/

zu kinderrechten:

siehe auch  http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderrechtskonvention

siehe auch:  national coalition

siehe auch: http://www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de/

siehe weiter: wenn das jugendamt bei pippi klingelt

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Einpackhilfen

Die Geburt der Null-Euro-Jobber

Nach Deutschland schwappt eine neue Welle der Niedriglohn-Alternativen aus den USA: Schüler und Studenten packen an Supermarkt-Kassen die Einkaufstüten – und bekommen dafür nichts außer Trinkgeld von den Kunden.

quelle und mehr: gelesen in der Financial Times Deutschland

noch mehr dazu bei andere wege ( dahinter steckt immer ein kluger kopf) :

 http://anderewege.wordpress.com/2009/11/29/null-euro-jobs/

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Tausenden droht Rückfall in die Duldung

Tausenden droht Rückfall in die Duldung

  •  vom 02. – 05.12.2009 Innenministerkonferenz in Bremen 

  • Verlängerung der Frist für Bleiberechtsregelung auf der Tagesordnung

PRO ASYL fordert eine umfassende Überarbeitung der Bleiberechtsregelung für die langjährig Geduldeten. Als das Bleiberecht 2007 beschlossen wurde, war noch nicht absehbar, dass wir uns heute in einer der größten Wirtschaftskrisen seit Bestehen der Bundesrepublik befinden würden. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt bekommen nicht zuletzt die ehemals Geduldeten massiv zu spüren. Dennoch hält die Politik an überzogenen Anforderungen an die eigenständige Lebensunterhaltssicherung fest. Dies könnte Ende 2009 für Tausende den Rückfall in die Kettenduldung – und damit die Gefahr der Abschiebung ins Herkunftsland – bedeuten.
Von ca. 35.000 Personen, die eine Aufenthaltserlaubnis nach der Altfallregelung erhalten haben, wurde diese in 80% der Fälle nur auf Probe erteilt. Das heißt, dass sie für den Fall, dass ihnen die eigenständige Lebensunterhaltssicherung bis Ende des Jahres 2009 nicht gelingt, mit der Zurückstufung in die Duldung rechnen müssen.

mehr bei: http://www.proasyl.de/de/themen/bleiberecht/

siehe auch: http://imk2009.blogspot.com/

siehe auch: http://www.amarodrom.de/

weiter: http://www.geblieben.net/start.html

siehe auch Junge Freiheit vom 30.11.2009 

„Union erwägt Verlängerung des Bleiberechts“

 http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M592278a243e.0.html

Herrmann für Bleiberecht – unter Vorbehalt

http://www.sueddeutsche.de/bayern/771/496090/text/

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Petition: Einführung einer Finanztransaktionsteuer bis 3.12.2009 unterzeichnen!

Ende der Mitzeichnungsfrist 25.12.2009

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8236

der Text:

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen: Bundesregierung und Bundestag werden aufgefordert, eine Finanztransaktionssteuer einzuführen und dafür einzutreten, dass sie auch von anderen Ländern umgesetzt wird. Diese Steuer bezieht alle spekulationsrelevanten Finanztransaktionen ein. Bis diese Steuer EU- oder weltweit umgesetzt ist, sollen auf nationaler Ebene vorbereitende Schritte unternommen werden, z.B. unterstützende parlamentarische Entschließungen oder die Einführung einer Börsenumsatzsteuer.

Begründung

Mehrfach seit Anfang der 1970er Jahre war Spekulation bereits Mit-Ursache von Finanz- und Bankenkrisen. Spekulation war auch mitverantwortlich für die globale Nahrungsmittel- und Rohstoffkrise 2008 sowie die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise. Weitere Ursachen für die genannten Krisen sind u.a. die zunehmende Komplexität der Finanzprodukte und die Geschwindigkeit, mit der Finanztransaktionen heutzutage abgewickelt werden.

Die Folgen der Krisen sind weltweit sehr ungleich verteilt. Zwar leiden auch reiche Staaten darunter, doch wenden sie Milliarden US$ auf, um die Krisenfolgen aufzufangen. Die meisten Entwicklungsländer können das nicht. Dies gefährdet den Zeitplan zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele.

Eine Finanztransaktionssteuer hätte aus unserer Sicht etwa folgende Vorteile: Finanztransaktionen werden entschleunigt, die Steuer ist einfach umzusetzen, da sie keine Ausnahmen zulässt, und sie macht vor allem kurzfristige Spekulationen unrentabel, während mittel- und langfristige Investitionen aufgrund des niedrigen Steuersatzes nicht behindert werden.

Die Einführung einer solchen Steuer wäre an sich schon ein Erfolg, weil alle Länder von einer stabileren Weltfinanz- und Wirtschaftsordnung profitieren. Darüber hinaus würde die Steuer gleichzeitig national ein- bis zweistellige, global aber dreistellige Milliardenbeträge generieren, die zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele sowie anderer Maßnahmen zur Entwicklung und Armutsbekämpfung verwendet werden können.

Wir erachten es als wichtig, dass die Finanztransaktionssteuer, neben anderen Maßnahmen, auf die Reformagenda des globalen Finanzsystems gehört. Zugleich wollen wir sicherstellen, dass der Finanzsektor zur Bewältigung der Folgen der Weltwirtschaftskrise beiträgt und so generierte Gelder nicht nur den Haushalten reicher Staaten zufließen, sondern auch in die Entwicklung und Armutsbekämpfung, etwa die Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele.

National und international findet die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer zunehmendes Gehör. Auf dem Gipfel der G20-Staaten in Pittsburgh Ende September wurden sowohl die Ursachen als auch die Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise als zentrale Herausforderungen des gemeinsamen politischen Handelns betont. Im Vorfeld der Bundestagswahl haben sich die Bundeskanzlerin und fast alle Parteien befürwortend zur Einführung einer solchen Steuer geäußert. Es gilt nun, den Worten Taten folgen zu lassen.

Diese Petition greift das Anliegen auf, welches das Kampagnenbündnis „Steuer gegen Armut: Transaktionssteuer“ am 17.10.2009 an die Koalitionspartner der neuen Bundesregierung herangetragen hat. Unter den inzwischen 48 Unterzeichnern sind Vertreter der Kirchen, Gewerkschaften, NRO, Banken und Wissenschaft. Nähere Informationen können über die Kampagnenwebsite bezogen werden. Die Petition soll eine Grundlage bieten, damit sich auch der Deutsche Bundestag mit diesem Thema befasst.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8236

es werden noch mehrere tausend unterschriften benötigt

http://www.steuer-gegen-armut.org/

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Grüne schlagen Grundeinkommen von 500 Euro vor

 

Zwischen 600 und 1000 Euro soll sich der Betrag bewegen, der als Basiseinkommen jedem Bürger ausbezahlt wird. ,,Lediglich bei Kindern gehen wir aktuell davon aus, das 300 Euro reichen“, betonte Wolfgang Strengmann-Kuhn von den Grünen. Als regulären Betrag für das Grundeinkommen schlägt seine Partei 500 Euro vor. ,,Das ist mit einem Steuersatz von 35 Prozent als Einstieg in das Konzept schneller und leichter umsetzbar, als wenn man 800 Euro und damit 50 Prozent Steuersatz nehmen würde“, sagte Strengmann-Kuhn. Finanziert würde das Einkommen dadurch, dass es mit der Steuer verrechnet wird.

So bleibt Geringverdienenden mehr Netto als Brutto, weil das Grundeinkommen nach Abzug der Steuer hinzu gerechnet würde. Finanzierbar sei das Grundeinkommen auch, weil es nahezu alle Steuerfreibeträge und das Kindergeld ersetze. Das werde von Kritikern des Konzept häufig verschwiegen. Vorteile sieht Strengmann – Kuhn in der sozialen Gerechtigkeit, dem Solidaritätsgedanken und der individuellen Förderung. Statt ausgegrenzt zu werden würden alle Gesellschaftsmitglieder vom Konzept profitieren. Der Hartz-IV-Empfänger, der ,,mit dem Bier an der Bude“ stehe, gehöre ohnehin zu den sehr seltenen Einzelfällen, sei aber ein weit verbreitetes Stereotyp.

quellle: echo online http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/heppenheim/art1245,444561

Vertrag von Lissabon in Kraft

mehr unter: http://europa.eu/lisbon_treaty/index_de.htm

der vertrag im wortlaut: http://bookshop.europa.eu/eubookshop/download.action?fileName=FXAC07306DEC_002.pdf&eubphfUid=534820&catalogNbr=FX-AC-07-306-DE-C

siehe auch: http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/eine-gefahr-fuer-die-buergerrechte/

siehe auch : Interview mit Carl Otto Lenz auf echo online: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/kreis/art1145,443704

siehe auch FAZ – NET : FAZ NET

weiter bei spiegel online : http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,664413,00.html

schau auch mal rein bei wikipedia =  ausführliche abhandlung mit vielen querverweisen : http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Lissabon

zum abstimmungsverhalten im EU Parlament : http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=136&show=abstimmungsverhalten&id=150&filter=64646

mehr zum thema EU in den Schlagzeilen aus dem EU Parlament auf dieser Seite >>> 

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HSE forciert Ausbau der Windenergie / 3P wehrt sich

 
Die Heag Südhessische Energie AG (HSE) baut ihr Öko-Engagement aus. Der Darmstädter Versorger beteiligt sich dazu am Windpark Havelland, der den Angaben zufolge 40 Kilometer nordwestlich von Berlin liegt und aus 83 Windkraft-Anlagen besteht. ,,Das ist ein weiterer Mosaikstein in unserer Strategie, die erneuerbaren Energien auszubauen, und stärkt unsere Unabhängigkeit vom derzeitigen Erzeuger-Oligopol“, teilte HSE-Vorstandsvorsitzender Albert Filbert gestern in Darmstadt mit.
……..mehr bei echo online
siehe auch : 

,,Diffamierende Behauptungen“

Windkraftanlagen: Firma 3P wehrt sich gegen Kritik an Plänen für Heppenheim – ,,Bürgern wird sachliche Darstellung vorenthalten“ – Lediglich Streit um ,,Landschaftsästhetik“?

…..mehr bei: echo online…./ heppenheim

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Wenn Arbeitslose baden gehen (TAZ 02.12.2009 )

Wenn Arbeitslose baden gehen

Die Bundesregierung will Bürokratie abbauen. Doch das ist nicht so einfach: die Geschichte einer arbeitslosen Frau und ihrer „Warmwasserpauschale“. VON BARBARA DRIBBUSCH

Wenn in Deutschland Bürokratie abgebaut werden soll, ist immer Vorsicht geboten. Was stand nicht alles im Bericht der Hartz-Kommission vom Jahre 2002: Eine „Standardisierung der Prozesse“ sollte dazu führen, dass die Anträge schneller bearbeitet und mehr „Eigenaktivität“ bei den Langzeitarbeitslosen ausgelöst wird. Das mit der Eigenaktivität zumindest stimmt. „Ich musste mich selbst weiterbilden zur Expertin für Sozialrecht“, sagt Susanne Keuner* sarkastisch.

Auf dem Esstisch der 55-jährigen Hartz-IV-Empfängerin in Berlin-Charlottenburg liegt ein dicker Leitzordner mit Empfangsbestätigungen, Abrechnungen, Briefen, dem ganzen Drumherum für sieben Widersprüche, die sie beim örtlichen Jobcenter gegen ihre Bescheide zum Arbeitslosengeld II eingereicht hat.

Die zierliche Frau mit den etwas müden grauen Augen kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Vollzeit arbeiten. Eine schwere Erkrankung in jungen Jahren mündete trotz eines Sozialpädagogikstudiums in eine gebrochene Erwerbsbiografie, in ABM-Stellen und schließlich in die Langzeitarbeitslosigkeit. Wie viele Leistungsempfänger kämpft auch Keuner, alleinstehend, um das Bürgerrecht, einfach nur korrekt behandelt zu werden von den Behörden. Keuner ist eigentlich ein Fall für die neue Bundesregierung.

Die will sich für die Bürgerrechte einsetzen und hat zudem angekündigt, Bürokratie zu verringern. Auch für Hartz-IV-Empfänger. Man werde auf „Basis der vorhandenen gesetzlichen Regelungen prüfen, die Energie- und Nebenkosten sowie gegebenenfalls die Kosten der Unterkunft zu pauschalieren“ heißt es im Koalitionsvertrag von Union und FDP. Die Energiekosten interessieren auch Keuner brennend. Denn in vier ihrer Widersprüche geht es um die „Warmwasserpauschale“, die das Jobcenter nach Keuners Meinung falsch angesetzt hat.

Beim Wort „Warmwasserpauschale“ kriegen inzwischen auch manche Sozialrechtler hysterische Anfälle. Denn kaum ein Terminus zeigt so deutlich, welch ausufernde Bürokratie einsetzt, wenn Gesetzgebung sich nicht an der Anwendbarkeit orientiert.

Hartz-IV-Empfänger bekommen den Regelsatz von 359 Euro zum Leben plus der Kosten für eine „angemessene“ Unterkunft und Heizung. Die Stromkosten für „Warmwassergewinnung“ und „Kochenergie“ müssen aber aus dem Regelsatz bestritten werden – und mit dieser Aufteilung fängt das Elend an. Denn welcher Anteil der Heizkosten entfällt nun auf das Warmwasser für den Abwasch und das Duschbad und muss daher aus dem Regelsatz bezahlt werden?

Bei Keuner kam das Jobcenter aufgrund von Gesamtabrechnungen und Schätzungen zu dem Schluss, das Warmwasser schlage mit 36 Euro monatlich zu Buche. Um diese Summe kürzte die Behörde ihren Wohnkostenzuschuss.

„Da müsste ich den ganzen Tag in der Wanne liegen und das heiße Wasser stundenlang laufen lassen“, sagt Keuner, die diverse Einzelabrechnungen zur Berichtigung beim Jobcenter vorlegte. „So viel badet nicht mal eine vierköpfige Familie.“

Anstatt die Jobcenter zu zwingen, sich mit den Badegewohnheiten von Langzeitarbeitslosen zu beschäftigen, hätte der Gesetzgeber von vornherein sagen können: „Machen wir es uns einfach: Wir gelten Heizung und Warmwasser zusammen ab und basta.“ Aber das hätte eine Ungerechtigkeit bedeutet gegenüber denjenigen, bei denen das Wasser nicht über die Zentralheizung, sondern über einen Elektroboiler erhitzt wird und dadurch Stromkosten verursacht. Und für Stromkosten ist nun mal der Regelsatz vorgesehen.

„Wegen diesem Gleichbehandlungsgebot kam es überhaupt zum Herausrechnen der Warmwasserkosten“, erklärt Keuner, die sich inzwischen auch mit dem Grundgesetz gut auskennt.

Das Jobcenter verweigerte ihr auch die Übernahme einer Betriebskostennachzahlung, gefordert vom Vermieter. Begründung: Die Betriebskosten beträfen vor allem die Warmwasserbereitung. „Ich habe denen inzwischen sogar Kopien der Verwaltungsabrechnungen für den Wohnblock vorbeigebracht“, erzählt die Langzeitarbeitslose. Niemand kann ihr unterstellen, sie übernehme keine „Eigenverantwortung“ für ihr Schicksal.

In der Verwaltungsabrechnung sind die Betriebskosten für den hauseigenen Aufzug, die Entsorgung von Papier, der Winterdienst, die Stromkosten für die Mieterwaschküche bis auf Euro und Cent aufgeführt. Was eine weitere Frage aufwirft, wenn man es genau nimmt, denn Waschküchen gehören rein rechtlich aus dem Regelsatz mitfinanziert – wegen der Gleichbehandlung mit Arbeitslosen, die ihre Waschmaschine in der Wohnung stehen haben.

Werner Jann könnte bei solchen Geschichten laut aufstöhnen. Der 59-jährige Professor für Verwaltungswissenschaften an der Universität Potsdam war Mitglied der Hartz-Kommission, die ihren folgenreichen Bericht 2002 verfasste. Jetzt ist er Mitautor einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zum „Bürokratieabbau für Bürger“. Jann räumt ein, dass man damals in der Hartz-Kommission die bürokratischen und juristischen Folgen der Reform nicht überschaute. „Man hätte klarere Regeln einführen sollen“, sagt er. Hartz IV sei zu einem Paradebeispiel dafür geworden, dass sich die Ansprüche an schnelle und unbürokratische Behandlung einerseits und „Einzelfallgerechtigkeit“ andererseits schwer unter einen Hut bringen ließen.

Die Scheinlösung im Gesetz, nur vage von einer „angemessenen“ Unterkunft und „angemessenen“ Heizkosten zu sprechen, hat die Entscheidungen auf die Jobcenter und dutzende von Sozialgerichten abgeschoben – und natürlich auf die Leistungsempfänger selbst, die zu tausenden mit ihren Miet- und Energiekostenabrechnungen und Arbeitslosengeld-II-Bescheiden immer wieder bei den überforderten SachbearbeiterInnen auftauchen.

Jann würde eine Pauschalierung der Wohn- und Energiekosten befürworten. Dann bekäme jeder einen festen Betrag für Miete und Energiekosten. Auch die Justizministerkonferenz der Länder unter Führung der Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) wünscht sich regional differenzierte „Wohnkostenpauschalen“. Dem wäre auch die neue Bundesregierung laut Koalitionsvertrag nicht abgeneigt. Selbst die langzeitarbeitslose Susanne Keuner findet Pauschalen „im Prinzip gut“. Also könnte doch eigentlich jetzt was geschehen. Könnte.

„Die Frage ist doch, wie hoch sind die Pauschalen“, sagt Markus Kurth, sozialpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag. Für die Unterkunftskosten der Langzeitarbeitslosen sind die Städte und Gemeinden zuständig. Und die stöhnen über leere Kassen. Bei Pauschalierungen könne es leicht zu „Unterdeckungen“ kommen, warnt Kurth. Energiepreise verändern sich laufend, Betriebskostennachzahlungen kommen überraschend und manche Wohnungen sind besser wärmegedämmt, andere schlechter.

Um die Pauschalen festzulegen, schlagen nun Sozialrichter aus Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in einem Papier die Erstellung von regionalen „grundsicherungsrechtlich relevanten Mietspiegeln“ vor. „Dabei müsste bestimmt werden, welche Anforderungen an die Datenbeschaffung und die Aktualisierung der Daten gestellt werden (z. B. Führen einer Datenbank, Auswertung von Wohnungsanzeigen).“

Neue Datenbanken also! Bürokratieabbau sieht irgendwie anders aus.

Wegen der Folgeprobleme und Finanzfragen geschieht wohl erst mal nichts. Man prüfe in Sachen Pauschalierung den „Gesetzgebungsbedarf“ erklärt eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums.

Susanne Keuner kann sich Passivität jedoch nicht leisten. Während Steuerzahler wohl oft gar nicht merken, wenn das Finanzamt irgendwas falsch berechnet hat, sieht das bei Hartz-IV-Empfängern anders aus. „Bei mir machen 36 Euro mehr oder weniger im Monat schon einen Unterschied“, sagt Keuner. Fast so viel kostet etwa das monatliche Sozialticket für U-Bahn und Bus. Bleiben ihre Widersprüche ohne Erfolg, zieht Keuner wie zehntausende andere Hartz-IV-Empfänger vor das Sozialgericht. Dort bekommen fast die Hälfte der KlägerInnen ganz oder teilweise recht.

*Name geändert

quelle: TAZ online  http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/wenn-arbeitslose-baden-gehen/

 

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2009-12-08 / Bensheim /15.30 h / Lichtblick / Mein Weg zur Entschuldung

 

Mein Weg zur Entschuldung

Schulden und Verbindlichkeiten können zu einem fast unüberwindlichen Berg anwachsen. „Die Wege zur Entschuldung sind so unterschiedlich, wie es die Menschen sind“, betont Norbert Walter, Sozialpädagoge beim Caritasverband in Heppenheim. Der Schuldnerberater wird beim nächsten Treffen des Arbeitslosentreffs Lichtblick am Dienstag (8.) verschiedene Fälle aus seiner Praxis darstellen und auf unterschiedliche Fragestellungen eingehen. Beginn ist um 15.30 Uhr im Kolpinghaus 64625 Bensheim, Am Rinnentor 46.

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2009-12-08 / Bensheim / 19.00 h / Treffen Andere Wege

 

Am DI (8. Dezember) treffen wir uns um 19 Uhr in Bensheim in der Gaststätte Clara (Obere Grieselstr. 12) zum lockeren Erfahrungsaustausch.

mehr bei;  http://anderewege.wordpress.com/2009/12/02/andere-wege-treffen/

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Abschiebung auf die Müllkippe (TAZ)

Die SPD will einer Bleiberechts-Übergangsregelung nicht zustimmen. Nun sucht man einem Kompromiss. Mittwochabend (3.12.2009) waren tausende Menschen für ein umfassendes Bleiberecht auf die Straße.

mehr dazu hat die  TAZ :  http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/abschiebung-auf-die-muellkippe/

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Verteidigung der Volksrechte durch Einschränkung ? (swiss.info)

Nach dem Votum der Schweizer gegen den Bau weiterer Minarette wird in der Schweiz heftig über den Volksentscheid und das Thema Direkte Demokratie diskutiert ,

wir dokumentieren auszugsweise einen Artikel in swiss.info

Das System der direkten Demokratie wurde in der Vergangenheit hochgelobt. Die Abstimmung über ein Minarettverbot stellt jedoch dieses Ideal in Frage.

Viele der Reaktionen, die swissinfo.ch nach der Abstimmung erhalten hat, haben auf den Aspekt hingewiesen, dass im Schweizer System die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das Recht haben, Verfassungsänderungen mitzubestimmen.

Aber die Geschichte der direkten Demokratie hat sich langsam entwickelt und wurde ständig angepasst. Das Resultat der Abstimmung über Minarette ruft nach einer erneuten Veränderung.

Aus der Sicht vieler Juristen verletzt die Entscheidung, Minarette zu verbieten, die Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), die die Schweiz unterschrieben hat.

Initiativen werden dann für ungültig erklärt, wenn sie gegen zwingendes Völkerrecht verstossen, wie beispielsweise die Verbote von Folter, Genozid, Sklaverei.

mehr bei swiss info :

linkswissinfo

siehe auch: politisches system der schweiz :

 http://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_System_der_Schweiz

siehe auch : Text: EMRK : http://conventions.coe.int/Treaty/ger/Treaties/Html/005.htm

wikipedia zur EMRK: http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Menschenrechtskonvention

siehe und höre auch bei HR – Info: Das Risiko Bürgerbeteiligung / Wehe wenn das Volk entscheidet: http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?rubrik=47572&key=standard_document_38402467

bürgerentscheide in den deutschen bundesländern : http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerentscheid

siehe auch: kommunalpolitische infothek, bürgerbegehren und bürgerentscheide:  http://www.kommunale-info.de/index.html?/Infothek/467.asp

siehe auch wikipedia / direkte demokrtie : http://de.wikipedia.org/wiki/Direkte_Demokratie

siehe auch : fatih akin sagt reise in die schweiz ab: http://www.tagesschau.de/ausland/minarettverbot104.html

siehe auch: hambuger schulreform / wir haben schwere see / spiegel online :  http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,664961,00.html#ref=rss

siehe auch: online petitionen / deutscher bundestag / https://epetitionen.bundestag.de/index.php?PHPSESSID=520aa34b83e013fee822dee4261f3cd1&action=petition

das grünbuch zur europäischen bürgerinitiative  grünbuch bürgerinitiative

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2009-12-04 gefunden auf bildungsstreik – ffm

Erstellt am 4 Dezember, 2009 – von admin

Antwort auf Kontaktanfrage des Präsidenten

Heute morgen besuchte Werner Müller-Esterl die protestierenden Studierenden am I.G.-Farben-Campus. Die Studierenden lehnten seine Teilnahem an ihrem baisdemokratischen Plenum ab und gaben ihm folgende Begründung:

„Wir lehnen derzeit eine offizielle Diskussion mit dem Präsidenten ab. Er hat seine Funktion als Ansprechpartner der Studierenden verwirkt und mit der gewaltsamen Räumung und der öffentlichen Lüge über den Polizeieinsatz und das Ausmaß der Sachschäden jede Gesprächgrundlage zerstört. Angesichts der derzeitigen Äußerung  des Präsidenten erscheint vielmehr sein Rücktritt angemessen. Unser Versuch, eine Diskussionsgrundlage für alle zu schaffen, ist am Mittwoch durch ihn torpediert worden. Er hat den Diskurs mit Polizeigewalt abgebrochen und mit seiner Praxis universitäre und gesellschaftliche Standards autoritär unterschritten. Sein kompromissbereites Auftreten soll über seinen kompromisslosen Konfrontationskurs hinwegtäuschen. Sollte er es ernst meinen, ist einzig die Rücknahme aller Strafanzeigen ein erster Schritt für einen Dialog. Wir bedauern diese Situation, können aber die Ereignisse der letzten Tage weder politisch noch persönlich ignorieren.“

siehe auch: http://bildungsstreik-ffm.de/cms/

siehe aber auch: „unsere gesprächsangebote sind mehrfach zurückgewiesen worden“  - interview mit dem uni präsidenten

http://www.muk.uni-frankfurt.de/pm/pm2009/1209/265/index.html

siehe weiter: dozent spricht von bedrohlichem auftritt ( der polizei bei casino räumung FR) http://www.fr-online.de/top_news/2119886_Nach-Casinoraeumung-Dozent-spricht-von-brutalem-Polizeieinsatz.html

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2009-12-04 Bleiberechtsregelung verlängert ( SZ )

Tausende geduldete Ausländer erhalten ein neues Bleiberecht bis Ende 2011, wenn sie sich um eine Arbeitsstelle bemüht haben oder wenigstens eine Halbtagsbeschäftigung nachweisen können. Dies beschlossen am Freitag die Innenminister von Bund und Ländern auf ihrer Konferenz in Bremen. Demnach sollen auch diejenigen Zuwanderer eine neue Chance erhalten, die seit Sommer 2007 erfolgreich die Schule abgeschlossen haben oder eine Berufsausbildung absolvieren.

Es handle sich um einen „zukunftsweisenden und klugen“ Kompromiss, sagte Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU), der Sprecher der CDU-Ressortchefs. Auch der Sprecher der SPD-Innenminister, der Berliner Senator Ehrhart Körting, zeigte sich zufrieden. Oppositionsparteien und Flüchtlingsverbände kritisierten den Beschluss dagegen als unzureichend.

Die Entscheidung betrifft etwa 30.000 langjährig geduldete Ausländer – meist abgelehnte Asylbewerber, die nicht abgeschoben werden können. Diese Gruppe hatte seit Sommer 2007 ein Bleiberecht bis Ende dieses Jahres erhalten mit der Maßgabe, bis dahin durch eine eigene Arbeitsstelle unabhängig von Sozialleistungen zu werden. Etwa 15.000 haben dies jedoch Erhebungen der Länder zufolge nicht geschafft, ihnen drohte Anfang kommenden Jahres die Abschiebung. Durch den Beschluss dürfte nun ein großer Teil von ihnen eine Fristverlängerung um zwei Jahre erhalten.

mehr bei süddeutsche de http://www.sueddeutsche.de/politik/336/496650/text/

Laut Pro-Asyl-Referent Bernd Mesovic gilt die Bleiberechtsregelung nur für Ausländer, die am Stichtag 1. Juli 2007 mindestens acht Jahre in Deutschland oder sechs Jahre bei Familien mit minderjährigen Kindern gelebt haben. Heute sind die Betroffenen also schon mehr als zehn oder acht Jahre im Lande. Seine Organisation fordert nun eine Regelung unabhängig von diesem eher willkürlich gewählten Stichtag. …..zitiert nach tagesschau de: http://www.tagesschau.de/inland/bleiberecht104.html

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2009-12-05 ff und an den weiteren Adventssamstagen „ausgestrahlt“ – störfall – mob aktion u.a. in bensheim

Weitersagen, Mitmachen, Initiieren

Stör-Fall-Mob in 36 Städten

Flashmob jeden Adventssamstag von 2 vor 12 bis um 12

Die wichtigsten Info für Stör-Fall-Mobber zuerst: Wo in meiner Stadt? Ein Klick auf die Karte bringt Dich zu Google Maps. In den Infoboxen zu den Städten, die sich durch einen Klick auf das gelbe Symbol öffnen, stehen die jeweiligen Treffpunkte und Aufruftext für Mails, SMS und Social Web. Hier außerdem das Radioaktivitätszeichen zum Ausdrucken und der Ablauf. Runduminfo zum Stör-Fall-Mob weiter unten.

Das Herz des Flashmobs ist die gemeinsame, gleichzeitige Handlung von Menschen. Deshalb ist es wichtig, den genauen Ablauf mitzumachen.

  • Sei um 11:55 Uhr am angekündigten Ort  (siehe Stör-Fall-Mob Landkarte u.a. in Bensheim Mittelbrücke,            vor Kaufhaus Ganz)
  • Bring einen Zettel mit dem Radioaktivitätszeichen mit. Halte ihn bereit, aber noch versteckt.
  • Verhalte Dich, als wärest Du ein Passant, sprich mit niemandem.
  • Sinke um genau 11:58 Uhr zu Boden als würdest Du elendig krepieren. Leg das Radioaktivitätszeichen auf Dich.
  • Bleibe zwei Minuten reglos und still liegen.
  • Stehe um genau 12:00 Uhr langsam wieder auf, lasse das Radioaktivitätszeichen liegen, verlasse ruhig den Ort ohne mit den anderen Flashmobbern zu sprechen.

weitere Einzelheiten:  http://www.ausgestrahlt.de/aktionen/stoer-fall-mob.html

siehe auch presseartikel im morgenweb : http://ffduseh.wordpress.com/wp-admin/post.php?action=edit&post=1631

siehe auch artikel zum stichwort kopenhagen: http://ffduseh.wordpress.com/feed/?s=kopenhagen

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Hilfen und Hilfeportale

  • Der Kreis Bergstrasse hat jetzt einen sogenannten Sozialatlas veröffentlicht; ausserdem gibt es vom
  • Kreis Bergstrasse einen Seniorenwegweiser
  • Nutzen Sie auch unser Angebot  ffduseh – soziale netzwerke.  Unser  Produkt ist noch im Aufbau begriffen. Wenn Sie Anregungen dazu haben oder Einrichtungen / Adressen mitteilen möchten, die aufgenommen werden sollen, schreiben Sie einfach einen Kommentar,
  • Eine Broschüre mit Beratungsangeboten und Behörden bietet auch die Stadt Heppenheim  an: soziales_netzwerk_stadt_heppenheim
  • Wir möchten auch hinweisen auf die verschiedenen Hinweise auf der  Hilfe Seite von Andere Wege
  • neu: sozialkaufhaus in flörsheim : tisch und teller
  • dgb ratgeber ungesicherte jobs   und ALG II Ratgeber aktualisiert  
  • die Stadt Bensheim bietet einen Sozialpass an; näheres dazu :   sozialpass bensheim
  • merkblätter der bundesagenur für arbeit finden Sie unter : bundesagentur
  •  

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    2009-12-05 Bensheim : Spontaner Störfall auf der Mittelbrücke (morgenweb)

    morgenweb 2009-12-.html

    Bensheim. Kurz vor zwölf am Samstag in der Bensheimer Innenstadt. 20 Passanten gehen plötzlich zu Boden und liegen auf dem nassen Pflaster. Nach zwei Minuten stehen sie wieder auf und mischen sich kommentarlos unter die Menge. Auf dem Boden liegen Zettel mit dem schwarz-gelben Zeichen für Radioaktivität.

    Was da im vorweihnachtlichen Einkaufstrubel vonstattenging, war ein sogenannter „Flash Mob“: Eine undefinierte Gruppe von Leuten („mob“) inszeniert einen scheinbar spontanen und blitzschnellen („flash“) Menschenauflauf auf öffentlichen Straßen und Plätzen. Keiner der Akteure weiß, wer noch mitmacht. In der Regel werden die Aktionen per SMS-Rundruf oder im Internet organisiert.

    Zum Bensheimer „Stör-Fall“ hatte das vor wenigen Wochen gegründete Bergsträßer Anti-Atom-Bündnis „AK.W. Ende“ aufgerufen, das die sofortige Stilllegung des Kraftwerks Biblis fordert. Auf der Mittelbrücke und vor dem Kaufhaus Ganz fand ein „Die-In“ statt: Die Aktivisten simulierten einen qualvollen Tod und blieben zwei Minuten lang regungslos liegen.

    mehr: morgenweb 2009-12-.html 

    siehe auch artikel zum stichwort kopenhagen  http://ffduseh.wordpress.com/feed/?s=kopenhagen

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    Das ist der Gipfel – Wie ist das Klima zu retten

    WISSENSCHAFTSFORUM PETERSBERG

    So, 06.12.09, 13.00 – 14.00 Uhr & 17.00 – 18.00 Uhr

    <!–

    –>

    videostream  : 

    http://www.phoenix.de/sixcms/detail.php?id=277673&template=d_ph_videostream_popup&format=4&transfer=2

    vergrössern fernsehbild mit rechter maustaste und zoom ! zurück mit escape!

    Die Gesprächsrunde der Sendung

    Ranga Yogeshwar im Gespräch mit seinen Gästen (Quelle: PHOENIX/Ingo Firley)

    „Das ist der Gipfel – Wie ist das Klima zu retten?“

    Dass sich das Klima ändert, wird von niemandem mehr bestritten. Selbst große Unternehmen und Wirtschaftsverbände haben inzwischen die Gefahren des Klimawandels erkannt und fordern die Politik auf zu handeln.

    <!–

    –>

    zu gast:
    Prof. Ottmar Edenhofer, Chefökonom Potdam Institut für Klimaforschung
    Prof. gerhard Berz, ehem. Leiter GeoRisikoForschung Münchener Rückversicherung
    Prof. Miranda Schreurs, Politologin und Leiterin Forschungstelle Umweltpolitik FU Berlin
    Dr. Kurt Rohrig, Preisträger Deutscher Klimapreis 2009, Energiewirtschaftler Fraunhofer – Institutfür Windenergie und Energiesystemtechnik

    Die Weltklimakonferenz, die am 7. Dezember in Kopenhagen beginnt und an der nahezu 200 Länder teilnehmen, soll dazu Maßnahmen festschreiben, wie die schlimmsten Szenarien verhindert werden können. Eine Erhöhung der Temperatur um zwei Grad scheint noch beherrschbar, um sechs Grad, was manche Wissenschaftler befürchten, wäre eine Katastrophe mit irreparablen Schäden für unseren Planeten. Ob es allerdings tatsächlich ein verbindliches Klimaschutzabkommen geben wird, ist offen. Und doch müssen schnelle Lösungen gefunden werden, Lösungen, die in ihrer Summe einen relevanten Beitrag zum Abbau von Treibhausgasen leisten müssen.

    Moderation: Ranga Yogeshwar

      

    zur Konferenz in Kopenhagen siehe auch : http://en.cop15.dk/ 

     zum zwei Grad Ziel:   klima info ch

    mehr zu kopenhagen auf diesem blog:

    http://ffduseh.wordpress.com/feed/?s=kopenhagen

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    Schulden

     

    „Was mache ich mit meinen Schulden?“
    Diese Frage müssen sich immer mehr überschuldete Personen und Familien stellen. Vielleicht ja auch Sie. Wir möchten Sie ermutigen, den mühsamen, aber lohnenden Weg zur Entschuldung auf sich zu nehmen. Mit diesem Online-Angebot erhalten Sie umfangreiche Unterstützung bei den ersten wichtigen Schritten.

    lies weiter bei:  http://www.meine-schulden.de/

    zum thema siehe auch: http://anderewege.wordpress.com/2009/11/26/arbeitslose-oft-verschuldet/

    literatur zum thema : 

    Ulli Winter, Klaus Müller , Überschuldung, was tun? siehe: http://www.bund-verlag.de/de/volltextsuche/results.php?query=schulden&titel=&autoren=&isbn=

    Bundesministerium der Justiz / download – broschüre : http://www.bmj.bund.de/files/-/336/Brosch%C3%BCre%20Restschuldbefreiung_010908.pdf

     

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    1 Euro Jobs – Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (Links)

    •   >  Buch behandelt alle Aspekte des Themas, sehr wissenschaftlich,   mehr   zum Buch und zum Thema auf der Seite :      
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    •  …….

     zum thema siehe wikipedia: Arbeitsgelegenheiten Mehraufwandsentschädigung  / ver.di 1 euro jobberatung /  Broschüre der Bundesagentur SGB II Arbeitshilfe Arbeitsgelegenheiten (AGH) nach § 16 d SGB II, Stand Juli 2009 BAgentur

     

    siehe auch: wdr fernsehen / lokalzeit  münsterland,/die vergessenen arbeitslosen (1 euro jobber und andere fallen aus der statistik:  lokalzeit    //
    zum thema siehe auch : andere wege / null euro jobs : http://anderewege.wordpress.com/category/sklavenarbeit/ /
    / siehe weiter : FR: 1 Euro Job Vernichter FR
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    IMK : Bleiberecht verlängert / Details

    aus einer Pressemitteilung der Innenministerkonferenz

    Bremen, 4.Dez. 2009

    Altfallregelung
     
     Die Innenminister und -senatoren sind der Auffassung, dass in Bezug auf die zum Jahresende auslaufenden Aufenthaltserlaubnisse „auf Probe“ gemäß § 104a Abs. 1 S. 1 AufenthG Anschlussregelungen getroffen werden sollten.
    Sie treffen daher im Einvernehmen mit dem Bundesminister des Innern auf der Grundlage von § 23 Absatz 1 Satz 1 AufenthG Anordnungen folgenden Inhalts:
     
    Inhabern einer Aufenthaltserlaubnis auf Probe (§ 104a Abs. 1 S. 1 AufenthG), die am 31.12.2009 mindestens für die letzten sechs Monate zumindest eine Halbtagsbeschäftigung nachweisen oder bis zum 31.01.2010 für die kommenden sechs Monate eine Halbtagsbeschäftigung glaubhaft nachweisen können, wird eine Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Absatz 1 Satz 1 AufenthG bis zum 31.12.2011 erteilt.

    Bei Inhabern einer Aufenthaltserlaubnis auf Probe (§ 104a Abs. 1 S. 1 AufenthG), die zwischen dem 1.07.2007 und dem 31.12.2009 entweder ihre Schul- oder Berufsausbil-dung mit einem Abschluss erfolgreich beendet haben oder sich derzeit in einer Berufsausbildung befinden und bei denen deshalb erwartet werden kann, dass sie sich in unsere Gesellschaft erfolgreich integrieren und sie zukünftig ihren Lebensunterhalt selbstständig sichern werden, wird eine Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Absatz 1 Satz 1 AufenthG für zwei Jahre erteilt.

    Im Übrigen können Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis auf Probe (§ 104a Abs. 1 S. 1 AufenthG), die am 31.12.2009 mangels Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben zur Le-bensunterhaltssicherung nicht gemäß § 104 Absatz 5 AufenthG verlängert werden kann, für die Dauer von zwei Jahren eine Aufenthaltserlaubnis „auf Probe“ nach § 23 Absatz 1 Satz 1 AufenthG erlangen, sofern sie nachweisen, dass sie sich um die Sicherung des Lebensunterhalts für sich und etwaige Familienangehörige durch eigene Erwerbstätigkeit bemüht haben, und wenn die Annahme gerechtfertigt ist, dass der Lebensunterhalt nach diesen zwei Jahren eigen-ständig durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gesichert sein wird.

    Die erneute Aufenthaltserlaubnis „auf Probe“ nach § 23 Absatz 1 Satz 1 AufenthG wird mit der Maßgabe erteilt, dass wie bisher zum Inhaber kein zusätzlicher Familiennachzug zulässig ist (§ 29 Abs. 3 S. 3 AufenthG) und der Inhaber wie bisher von der Aufenthaltsverfestigung  (Erteilung einer Niederlassungserlaubnis) ausgeschlossen ist.

    Im Übrigen müssen jeweils die Voraussetzungen des § 104a AufenthG weiter vorliegen.

    Im Bundesgebiet lebende Ehegatten und minderjährige Kinder können einbezogen werden.

    quelle : Innensenator Bremen : http://www.imk2009.bremen.de/sixcms/media.php/13/Abschluss_PM_Innenministerkonferenz.pdf

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    Hopenhagen _ Klimapetition unterschreiben und mehr

    People of the world are voicing their support for a successful climate conference in many different ways.

    Sign the UN Climate Petition and add your voice today

    http://hopenhagen.org/home/map

    p.s.: Die Sprache der Seite hopenhagen.org lässt sich ändern mit dem button “ select language “ am fuss der seite!

    siehe auch: http://www.youtube.com/hopenhagen

    schau vielleicht auch mal rein bei: http://apps.facebook.com/hopenhagen/

    mehr artikel zum thema :  http://ffduseh.wordpress.com/category/kopenhagen-_weltklimakonferenz/

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    Fortbestand der ARGEn / SPD will GG ändern

    Bisher können Kommunen und die Bundesanstalt für Arbeit Langzeitarbeitslose in so genannten Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) gemeinsam betreuen. Allerdings hat das Bundesverfassungsgericht am 20.12.2007 (NVwZ 2008, 183) die derzeitige Form dieser Zusammenarbeit als unvereinbar mit dem Grundgesetz angesehen und dem Gesetzgeber aufgegeben, bis zum 31.12.2010 eine verfassungskonforme Regelung zu finden. Die SPD-Fraktion hat jetzt nach Auskunft des Pressedienstes des Bundestages vom 07.12.2009 einen entsprechenden Vorschlag zur Grundgesetzänderung (BT-Drs. 17/114) vorgelegt. In diesem Zusammenhang habe die SPD auch einen Vorschlag zur Errichtung von «Zentren für Arbeit und Grundsicherung» (BT-Drs. 17/113) unterbreitet.
    quelle: beck aktuell
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    Versandhändler muss ordnungsgemäss über Rechte aufklären

    Pressemitteilungen

    Bundesgerichtshof stärkt Verbraucherrechte im Versandhandel

    Händler müssen Kunden eindeutig über Widerrufsrecht aufklären

    09.12.2009 – Im Internet handelnde Unternehmen müssen ihre Kunden unmissverständlich und vollständig über ihr Widerrufsrecht aufklären. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen einen Versandhändler entschieden, der sich auf der Internetplattform eBay präsentiert hat. Es reiche nicht aus, wenn Händler lediglich Teile des amtlichen Musters verwenden, stellten die Richter klar. Solange der Kunde nicht korrekt über sein Widerrufsrecht aufgeklärt wurde, kann er die gekaufte Ware jederzeit zurückgeben.

    Verbraucher, die Waren von einem professionellen eBay-Händler kaufen oder ersteigern, können den Vertrag innerhalb eines Monats widerrufen und die Ware zurückgeben. Doch das Widerrufsrecht wird nach Beobachtungen des Verbraucherzentrale Bundesverbands von eBay-Händlern immer wieder durch unklare Formulierungen aufgeweicht. So verwendete der beklagte Versandhändler eine Klausel, nach der die Monatsfrist „frühestens mit Erhalt der Ware und dieser Belehrung“ beginnt. Der Kunde wird damit im Unklaren darüber gelassen, von welchen weiteren Voraussetzungen der Fristbeginn abhängt. Tatsächlich muss der Händler auch eine Reihe von Informationspflichten erfüllen, bevor die Widerrufsfrist beginnt. Er muss zum Beispiel über die Vertragsbedingungen und die technischen Schritte bis zum Vertragsabschluss informiert und die Möglichkeit zur Korrektur von Fehleingaben vorgesehen haben. Der Bundesgerichtshof sah in der unvollständigen Klausel einen Verstoß gegen das gesetzliche Transparenzgebot.

    Eindeutig und korrekt muss auch eine Klausel sein, die dem Händler Anspruch auf Wertersatz einräumt, falls er die Ware in verschlechtertem Zustand zurück bekommt. So muss der Anbieter klar benennen, in welchen Fällen ein Anspruch auf Wertersatz besteht. Der bloße Gebrauchstest etwa eines Kaffeeautomaten oder das Anprobieren eines Kleides ist stets erlaubt und kann keinen Anspruch auf Wertersatz auslösen. Der Bundesgerichtshof stellte auch klar: Wollen eBay-Händler sicher gehen, dass ihre Widerrufsbelehrungen rechtlich einwandfrei sind, müssen sie die amtliche Musterbelehrung wörtlich und vollständig übernehmen. Sie dürfen sich daraus nicht nur die Rosinen herauspicken.

    Urteil des BGH vom 09.12.2009, Az. VIII ZR 219/08

    quelle mit weiteren infos: verbraucherzentrale bundesverband : http://www.vzbv.de/go/presse/1247/1/2/index.html

    siehe auch : BGB Informationspflichtenverordnung : http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bgb-infov/gesamt.pdf

    siehe auch Presseerklärung des BGH : http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2009&Sort=3&nr=50186&pos=0&anz=250

     

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    2009-12-03 bis 2009-12-17 „Die Braune Falle“ Ausstellung im Landratsamt

    PRESSEMITTEILUNG
    Präsentation der Rechtsextremismusausstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) in Heppenheim

    DIE BRAUNE FALLE – Eine rechtsextremistische Karriere“ heißt eine Ausstellung des BfV, die am Donnerstag, 03. Dezember 2009, 18.00 Uhr im Landratsamt des Kreises Bergstraße eröffnet wurde.
    Sie schildert, am fiktiven Beispiel des Lebenslaufs eines Jugendlichen, die Vielfalt rechtsextremistischer Erscheinungsformenen, klärt über die verfassungsfeindlichen Ziele und Strukturen
    des Rechtsextremismus auf und macht Handlungsfelder und Gefahren deutlich.Die Ausstellung richtet sich an politisch interessierte Menschen im Allgemeinen insbesondere jedoch an Schüler/innen und Jugendliche.

    wo? : Am Graben 15, 64646 Heppenheim

    mehr : http://ffduseh.files.wordpress.com/2009/12/braune-falle.pdf

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    2009-12-07 Erzählcafe zum Thema Schenken

    eine Veranstaltung von 50 plus – aktiv :

    http://www.50plus-aktiv-bergstrasse.de//Dezember_09/dezember_09.HTM

    Mo 07.12.09 14.00 offen Erzählcafé „Die Kunst des Schenkens“ Günter wo?Seniorenresidenz, Sankt Katharina, Lorscher Str. 1 – 3 , 64646 Heppenheim  
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    2009-12-13 Sonntag / Begegnung der Kulturen (Jubiläum)

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    Klimawandel : Tuvalu – Inseln bedroht

    Ein Hilfe suchender Premier warnt vor dem Untergang

    Wenn der Meeresspiegel aufgrund der Erderwärmung ansteigt, werden Millionen von Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren. Ganze Länder werden von der Landkarte verschwinden. Zu ihnen zählt auch der Inselstaat Tuvalu im Pazifik. Auf dem Weg nach Kopenhagen, wo die Delegation aus Tuvalu bereits von sich reden gemacht hat, hat Premierminister Apisai Ielemia in Brüssel beim Europaparlament Halt gemacht, um vor den Folgen des Klimawandels zu warnen.

    Welche Folgen hat der Klimawandel bisher für ihr Land?

    Unsere Inseln sind sehr winzig und der steigende Meeresspiegel aufgrund des Klimawandels erodiert sie. In den letzten Jahren gab es viele Zyklone und starke Winde. Starke, hohe Wellen überspülen das Land und versalzen die Erde. Die Wellen erreichen heute Orte, die sie nie zuvor erreicht haben und sie zerstören die Vegetation, Bäume, Getreide und Gärten.

    lies weiter bei : http://www.europarl.europa.eu/news/public/story_page/064-66081-341-12-50-911-20091207STO66066-2009-07-12-2009/default_de.htm

    siehe auch: schlagzeilen aus dem EU Parlament auf dieser Seite ( sidebar rechts unten)  

    siehe auch: http://ffduseh.wordpress.com/category/kopenhagen-_weltklimakonferenz/

    siehe weiter:  http://www.tuvaluislands.com/

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    Mit der Temperatur des Trinkwassers heizen

    Ein Ingenieur pocht auf Gleichbehandlung

    Energiesparen: Was im Main-Kinzig-Kreis gefeiert wird, scheint im Kreis Bergstraße verboten zu sein 

    BENSHEIM. 

    Rainer Dorstewitz will sein Haus in Bensheim mit innovativer Technik heizen. Foto: Ernst Lotz

     Als der Bensheimer Ingenieur Rainer Dorstewitz vor wenigen Tagen die Hessenschau sah, rieb er sich verwundert die Augen – und verstand die Welt nicht mehr. Was ihm in Bensheim verwehrt worden war, wurde andernorts im Hessenland gefeiert. Der Wasserverband Kinzig hat ein neues Betriebsgebäude samt Büros errichtet und nutzt das geförderte Wasser zum Heizen des Hauses. Es sei ein Pilotprojekt, meldete die Hessenschau und lichtete unter anderem einen stolzen Landrat ab.   

    Pilotprojekt? Nach haargenau demselben Verfahren wollte Dorstewitz seinen Neubau an der Bensheimer Nibelungenstraße schon im Jahr 2008 heizen. Mit den Technikern von Buderus-Bosch hatte sich der promovierte Ingenieur zusammengesetzt.Wer die Temperatur des Trinkwassers nutzt, kann mittels einer Wärmepumpe Energie erzeugen, die zu Heizzwecken genutzt werden kann. Dafür reicht ein Viertel der Energie, die man für ein konventionelles Verfahren aufbringen muss. Es schont den Geldbeutel, nutzt der Umwelt und unter Umständen auch der Gesundheit.

     Natürlich ist streng darauf zu achten, dass sich das Trinkwasser nicht mit dem Wasser aus dem Heiz-Kreislauf mischen kann. Dafür verwendeten Dorstewitz und der Wasserverband identische Technologien.Dorstewitz ging mit seiner Idee zur GGEW AG, um sich eine Genehmigung für die besondere Art der Trinkwassernutzung zu holen. Beim Vorstand Peter Müller fand er einen Bruder im Geiste. Sein Unternehmen wollte sich aber absichern und konsultierte das Gesundheitsamt.

    mehr dazu bei echo online: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/bensheim/art1233,479017

    siehe auch stichwort kopenhagen:   http://ffduseh.wordpress.com/feed/?s=kopenhagen

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    Funkkolleg Wozu Gott? – Religion zwischen Fundamentalismus und Fortschritt

    Wie irrational ist der Glaube wirklich? Ist Gott mehr als ein Hirngespinst, das die Neurowissenschaft enträtseln wird? Kann man die Existenz Gottes wissenschaftlich beweisen? Welche Bedeutung haben religiös fundierte Werte für das gesellschaftliche Zusammenleben?
    Veröffentlicht in bildung im internet, Funkkolleg Wozu Gott ?, religion, religion und gesellschaft. Kommentare deaktiviert

    CO2 sparen durch vegetarisch essen

     Ein vegetarischer Tag in Gent

    Überall in der Stadt hängen Werbeplakate für den fleischlosen Donnerstag, den „Veggie-Dag“. Vizebürgermeister Tom Balthazar hat diese Kampagne mit Unterstützung der Vegetarierorganisation EVA eingeführt. Der Klimaschutz spielte dabei eine große Rolle. „Wenn alle Bürger von Gent am Veggie-Dag teilnehmen würden, könnten sie die CO2-Emissionen von 18.000 Autos einsparen“, erklärt Tom Balthazar. Soweit ist es zwar noch nicht, aber die Kampagne soll jedem einen Anreiz bieten, auch mal einen Tag auf Fleisch zu verzichten. Städtische Kantinen, Schulküchen und auch die Uni-Mensen kochen donnerstags nur vegetarisch. Viele Restaurants setzen besondere fleischlose Gerichte auf ihrer Speisekarte. Und die Kampagne hat Erfolg: inzwischen essen die Genter doppelt so viele vegetarische Gerichte als noch vor Einführung des Veggie-Dags.

    mehr bei: mehr bei quarks und co / wdr fernsehen / mit video 

    mehr artikel : weitere beiträge zur weltklimakonferenz

    siehe auch:  http://hopenhagen.org/blog/18/feed

    Grundrechte Report 2009 und andere Buchtipps

    Zu seinem 60. Geburtsrtag steht das Grundgesetz mehr denn je unter Druck. Staatliche Datensammelwut, Bespitzelungsaktionen von Firmen gegen Journalisten oder die eigenen Mitarbeiter und die Übertragung von immer mehr Kompetenzen auf eine demokratisch unzureichend legitimierte EU zeigen: Die freiheitliche Ordnung, die die Verfassungsmütter und -väter vor Augen hatten, muss von den Bürgerinnen und Bürgern täglich in der Praxis verteidigt werden.

    Themen der aktuellen Ausgabe sind u.a.:

    • das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur online – Durchsuchung,  die Aushöhlung des Datenschutzes durch die Privatwirtschaft ,   die Beschränkungen des Versammlungsrechts durch die Bundesländer , die Prekarisierung von Leiharbeitnehmerinnen und – arbeitnehmern , die zunehmende Kinderarmut in Deutschland   (aus dem Klappentext )  

    verlag s.fischer zum buch /

     mehr auf der seite grundrechtereport / und auf wikipedia

    mehr aktuelle sachbücher bringt die sendung : auf den punkt bei phoenix.tv  

    die vergangenen sendungen können als videostream angeschaut werden 

    eine wöchentliche literatursendung im internet: Elke Heidenreich, das Buch der Woche (überwiegend belletrisitk)  >  http://litcolony.de/littv/43

     

                           

     

     

     

     

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    Neuorganisation von ,Hartz IV’: Betroffene fordern Leistungen aus einer Hand

    Bundesarbeitsgemeinschaft Prekäre Lebenslagen e.V.
    c/o Jürgen Habich, Segeberger Straße 40, 21539 Neumünster
    www.bag-shi.de

    Pressemitteilung vom 16.12.2009

    Neuorganisation von ,Hartz IV’: Betroffene fordern Leistungen  aus einer Hand

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft Prekäre Lebenslagen e.V. als bundesweite Interessenvertretung von Armut und Ausgrenzung betroffener Menschen und Dachverband unabhängiger Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen warnt vor den Plänen der Bundesregierung, die Aufgabenträgerschaft der ,Hartz IV’-Verwaltung in getrennte Hände zu legen.

    Dies führe dazu, dass die Rechtsunsicherheit von Betroffenen weiter
    zunehme, da sie sich zukünftig bei rechtlichen Problemen an zwei
    unterschiedliche Behörden wenden müssen und widerspreche dem mit ,Hartz IV’ eingeführten Prinzip der Leistung aus einer Hand. Gleichzeitig würde die Einführung der getrennten Aufgabenträgerschaft unnötige Mehrausgaben verursachen und nach Informationen des Deutschen Sozialgerichtstages, zu einer Verdoppelung der Verfahren vor den Sozialgerichten führen. Zudem sei es fraglich, ob die vorgesehenen Änderungen vor dem Hintergrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes, das eine Grundgesetzänderung ausdrücklich erwogen hatte, Bestand haben würden.

    Eine Öffnung des Gesetzes dahingehend, dass zukünftig die Kommunen
    entscheiden dürfen, ob sie im Rahmen der so genannten ,Optionskommunen’  die Verwaltung von ,Hartz IV’ selbst übernehmen wollen, lehnen die in der BAG zusammengeschlossenen Initiativen ebenfalls ab:

    “ Das hieße, den Bock zum Gärtner zu machen: wer gleichzeitig für die
    Vergabe von Ein-Euro-Jobs zuständig ist und gleichzeitig entscheidet, in welchen Bereichen diese anzusiedeln sind, wird aufgrund leerer Kassen sehr schnell dazu verleitet, notwendige kommunale Dienste billiger und auf Zwangsbasis anzubieten. Zudem hat der Bundesrechnungshof in seinen zwei Berichten zur Aufgabenwahrnehmung im Sozialgesetzbuch II bereits
    festgestellt, dass die amtliche Missbrauchsquote bei der Vergabe von
    ,Ein-Euro-Jobs’ bei den Optionskommunen deutlich höher liege, als in den gemeinsam verwalteten Arbeitsgemeinschaften (ARGEn).“, so Jürgen Habich, Vorstand der Betroffenenvertretung zu einem Gesetzesvorschlag aus Reihen der Opposition.

    „Die auf ,Hartz IV’-Leistungen angewiesenen Menschen benötigen
    rechtliche Klarheit und eine bundesweit einheitlich geregelte Anwendung des Sozialrechts. Das kann, trotz aller Kritik, derzeit  nur die Bundesagentur für Arbeit gewährleisten.

    Eine Aufgabenzersplitterung und der Rückfall in intransparente
    Doppelzuständigkeiten lehnen wir daher ab. Wir fordern Leistungen aus
    einer Hand, nicht unter einem Dach und wir fordern die Aussetzung
    jeglicher Formen von Diskriminierung und Sanktionierung Betroffener.“,  so Habich weiter.

    Andreas Geiger, Pressesprecher BAG Prekäre Lebenslagen e.V.

    Kontakt: Jürgen Habich: 04321/973666 / 0151 599 98 581
    Andreas Geiger: 06131/684579 / 0160 983 02 468

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    Warnung vor unseriösen Kreditanbietern und Schuldenregulierern

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    Kreistag Bergstrasse will „Neue Wege“ fortführen / Kritik von Andere Wege

    18. Dezember 2009  | 
    Vom Modell zur Norm
    Neue Wege: Kreis Bergstraße will über 2010 hinaus mit
    dem Eigenbetrieb Neue Wege
    Langzeitarbeitslose betreuen
      
    mehr dazu:
    http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/kreis/art1145,494618
    
    
    19. Dezember 2009  | 
    Kein Kunde, sondern ein Abhängiger
    Hartz IV: Bergsträßer Initiative Andere Wege
    stellt das Konzept in Frage
    - Vorwürfe an die ,,Armutsindustrie"
    
    http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/kreis/art1145,499361
    
    
    fachtagung armutsintiativen:
    Im Januar gibt es eine Fachtagung
    und Ideenbörse der Liga der freien Wohlfahrtspflege
    Thema: Ergänzende Armutsinitiativen und was diese bewirken.
    27. Januar 2010, 16:00 bis 20:00 Uhr,
    Paul-Schnitzer-Saal, Museumszentrum,
    Nibelungenstr. 35, Lorsch
    Die Fachtagung soll einen Beitrag dazu leisten, 
    wie diese Dienste sozial- und fachpolitisch 
    im Kreis Bergstraße  einzuordnen sind. 
    Es geht um die Frage, wie das ehrenamtliche Engagement 
    vor dem Hintergrund der unzureichenden Grundsicherung 
    durch den Staat beziehungsweise den zunehmend prekären 
    Lebensverhältnissen zu bewerten ist. In einer Infobörse 
    besteht die Möglichkeit, über den Tellerrand zu blicken 
    und andere Initiativen kennenzulernen.
    Einzelheiten als pdf: mehr zur veranstaltung
    
    aktuelle Arbeitsmarktdaten
    der Bundesagentur für Arbeit :
    http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/index.shtml
    
    die sogenannten SGB II - Kennzahlen finden Sie unter :
    http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/analytik/kennzahlensgbii/archiv/200907/daten.shtml

    Öffentlicher Nahverkehr im Kreis Bergstrasse

    16. Dezember 2009  | <?ZS> ai

    Kreistag stellt Weichen für die Eisenbahn

    aus echo online

    Öffentlicher Personennahverkehr: Den Schienenverbindungen soll größere Bedeutung beigemessen werden

    KREIS BERGSTRASSE. 

    Der Bergsträßer Kreistag hat mit großer Mehrheit beschlossen, den insgesamt vier Eisenbahnlinien im Kreisgebiet größere Bedeutung beizumessen. Welche Auswirkungen das in der Praxis haben wird, soll in einer gemeinsamen Sitzung von Kreisausschuss und dem Kreistagsausschuss für Regionalpolitik und Infrastruktur beraten werden. Der Beschluss geht auf einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen zurück. Für diese Vorgehensweise stimmten Abgeordnete aller Fraktionen mit Ausnahme der Grünen, die sich der Stimmen enthielten. Deren Fraktionsvorsitzender Jochen Ruoff begründete die Enthaltung damit, dass zu der vorgesehenen Sitzung die Öffentlichkeit ausgeschlossen bleibt.

    ,,Investieren statt subventionieren – Für einen leistungsfähigen Schienennahverkehr“, so war der gemeinsame Antrag betitelt, den die beiden Fraktionen am 2. November dem Plenum vorgelegt hatten. Damals war der Entwurf zunächst zur weiteren Beratung an den Ausschuss für Regionalpolitik und Infrastruktur weitergeleitet worden.

    Dieser Ausschuss hatte folgende Beschlussempfehlung formuliert: ,,Der Kreisausschuss wird unter Beteiligung des Ausschusses für Regionalpolitik und Infrastruktur beauftragt, den vorliegenden gemeinsamen Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zu prüfen und in das laufende Verfahren zur Ausschreibung der Verkehrsdienstleistungen durch den Verkehrsverbund Rhein Neckar (VRN) aufzunehmen“. Der von den Antragstellern benannte Verkehrsexperte Dieter Ludwig soll zu den Beratungen hinzugeladen werden. Ludwig hatte bei einer öffentlichen Veranstaltung von SPD und Grünen in Mörlenbach die Bedeutung des Schienenverkehrs für den ländlichen Raum herausgestellt. Das ECHO hat darüber berichtet.

    Kernstück eines zukünftigen Eisenbahnkonzepts für die Region Bergstraße ist nach Ansicht von SPD und Grünen eine S-Bahn, die den Raum Frankfurt und Darmstadt mit Bensheim, Heppenheim, Weinheim, Mannheim, Lampertheim, Groß-Rohrheim und Gernsheim verbindet, das sogenannte ,,hessische U“. Es müsse sichergestellt werden, dass beim Aufbau eines S-Bahn-Systems keine Lücken entstehen.

    Der Kreistag müsse gleichermaßen den leistungsfähigen Ausbau der weiteren im Kreisgebiet vorhandenen Bahnlinien, insbesondere der Weschnitztalbahn und der Nibelungenbahn als wichtige Ost-West-Verbindungen vorantreiben.

    Der VRN müsse dafür sorgen, dass ein zukunftsfähiges Konzept bei den bevorstehenden Ausschreibungen eingearbeitet werden kann. Mit modernem Zugmaterial müssten ein Halbstundentakt ermöglicht und zusätzliche Haltepunkte eingerichtet werden. Die zusätzlichen Haltepunkte – insbesondere im Weschnitztal – müssten so zentral liegen, dass örtliche Verkehre aufgenommen werden können, ohne dass eine zusätzliche Anfahrt zu den außerhalb gelegenen Bahnhöfen erforderlich ist.

    In Zukunft müssten vom Weschnitztal aus durchgehende Verbindungen nach Mannheim und Heidelberg hergestellt werden. Nach Ansicht von SPD und Grünen ist der Öffentliche Personennahverkehr ein entscheidender Standortfaktor.

     aus echo online : http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/kreis/art1145,489721

     lies auch. Per OEG im 20 Minuten Takt unterwegs:    http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/moerlenbach/art1248,437687

    lies weiter: wikipedia überwaldbahn und wikipedia weschnitztalbahn sowie  wikipedia nibelungenbahn sowie  wikipedia OEG wikipedia OEG ; auch VRN Netzplan (Landkarte), / VRN Schienennetz als pdf  /  der VRN bei wikipedia // siehe auch Aktionsbündnis Überwaldbahn

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    Paritätischer Wohlfahrtsverband warnt vor Verarmung

    15.12.09 Alter: 6 Tag(e)

    Paritätischer Wohlfahrtsverband warnt vor massenhafter Verarmung – Deutschland zerrissener als je zuvor

    Kategorie: Pressemeldung

    Von: Gwendolyn Stilling

    Pressemeldung vom 15.12.2009

     

    Anlässlich der heute vom Statistischen Bundesamt vorgestellten Armutsquoten warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband vor massenhafter Verarmung und der Verödung ganzer Regionen in Deutschland und übt dabei scharfe Kritik an dem geplanten Wachstumsbeschleunigungsgesetz. In Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise werde sich die Situation dramatisch verschärfen, sollte die Regierung nicht unverzüglich aktiv, nachhaltig und konsequent Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut ergreifen.

    „Deutschland steht vor einer Zerreißprobe. Wenn wir nicht sofort und massiv gegensteuern, wird der Teufelskreis der Armut in vielen Landstrichen nicht mehr aufzuhalten sein“, warnt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen. Ohne gezielte Maßnahmen der Armutsbekämpfung werde mittelfristig jede Grundlage für eine gute ökonomische Entwicklung in den betroffenen Regionen zerstört. „Was wir brauchen ist die nachhaltige Verknüpfung von Wirtschafts- und Sozialpolitik mit der gezielten Förderung von Regionen“, fordert Schneider. „Das Geld muss dahin gehen, wo es auch wirklich gebraucht wird und das ist in armen Haushalten und armen Regionen.“

    Scharfe Kritik übt der Verband in diesem Zusammenhang am Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das am Freitag im Bundesrat beraten wird. „Der vorliegende Gesetzentwurf ist armutspolitisch ignorant, sozial ungerecht und wirtschaftspolitisch wirkungslos. Steuergeschenke an Hoteliers und Erben sowie zusätzliche Belastungen für Länder und Kommunen sind das Letzte, was wir in dieser Situation brauchen“, kritisiert Schneider. „Wer nachhaltiges Wachstum will, darf Erziehungsberatungsstellen, Schulen und Altenclubs nicht kaputt sparen.“

    Als Maßnahmen im Rahmen einer Anti-Armuts-Agenda fordert der Verband die Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze auf 440 Euro und die Einführung eines eigenen bedarfsgerechten Kinderregelsatzes sowie den Ausbau der erzieherischen Infrastruktur vor Ort. Zudem fordert der Verband den Ausbau öffentlich geförderter, dauerhafter und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. „Wir dürfen die Dinge nicht länger laufen lassen und allein auf die Kräfte des Marktes hoffen. Steuergeschenke allein schaffen keine Arbeitsplätze“, so Schneider.

    Weitere Informationen unter

    www.armutsatlas.de

    siehe auch : .Thüringer Allgemeine  / Hartz IV gescheitert!

     
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    Odenwald gegen Rechts

    Odenwald gegen Rechts zeigt  Film “ die Rollbahn

    und plant Studienfahrt nach Krakau und  Auschwitz

    http://www.odenwald-gegen-rechts.de/termine.xml

    zu auschwitz siehe auch bildungsserver Hessen

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    Willkommen im Club der Verlierer

      

    Nach dem Fiasko von Kopenhagen setzen Umweltschützer auf einen Neuanfang zur Rettung des Klimas – doch für mehrere Länder und Akteure kommen diese Bemühungen zu spät: Sie sind unmittelbar vom Scheitern des Gipfels betroffen. SPIEGEL ONLINE analysiert, wer jetzt zu den Verlierern zählt.

    Haben die führenden Klimawissenschaftler auch nur ansatzweise Recht, dann drohen unserem Planeten ohne ein ambitioniertes Klimaabkommen dramatische Zustände. Doch der Klimagipfel in Kopenhagen hat weder ein solches geliefert, noch hat er einen absehbaren Weg zu einem Klimaabkommen gebracht.

    Unzählige wissenschaftliche Studien lassen jedoch kaum Zweifel daran, dass die gesamte Menschheit zum Verlierer wird, vor allem die kommenden Generationen betrifft der Klimawandel. Die genauen Folgen und das Ausmaß der negativen Veränderungen unserer Umwelt sind bestenfalls zu erahnen.

    Doch neben der langfristigen Dramatik lässt sich nach dem Mammut-Gipfel von Kopenhagen auch eine große Zahl Verlierer benennen, die unmittelbar und kurzfristig von den Ergebnissen und Folgen des Gipfels betroffen sein werden – SPIEGEL ONLINE erklärt, warum.

    weiter bei SPIEGEL ONLINE

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    Reflecting on Hopenhagen

        It has been a long, difficult two weeks in Copenhagen. The lines at the Bella Center, the protests, the stalling discussions, the walkouts, the deadlock, the deal or no deal…and while a preliminary accord has been reached, it is only a start, and more work is needed for a comprehensive deal.But in the face of it all, there was Hopenhagen.

    Hopenhagen brought a different message to the proceedings. From the minute negotiators arrived in the city, Hopenhagen was impossible to ignore. Hopenhagen and our voice of hope set the tone and the ambition for the conference. It was a constant reminder that you, millions and millions of you, had a vision for your leaders: choose hope and deliver us a better future.

    It will take time to understand the full implications of COP15. An accord was hashed out in the final hours. But it’s very clearly the beginning, not the end.

    There is also the untold story of COP15: leaders at the sub-national, regional and city levels who pledged to lead regardless of the global situation. Corporations urging strong action. The inspiring people we have been working with on the ground. And of course the millions and millions of passionate people from all over the world who have shown they are ready to work together to create a better world. As many of you said on our Facebook page today, change is up to all of us.

    So let’s do it. Together, let’s continue to spread the message of hope. Let’s each begin to create the future we want, in our own lives. That’s how we’ll inspire our friends, neighbors, colleagues and families to join us, until Hopenhagen really is 6.8 billion people strong. Our Hopenhagen Ambassador writes brilliantly about this in his final blog post here.

    We now need time to regroup, reflect on the last two weeks and plan a path forward. We want to know your ideas too so please share them on our Facebook page. What would you like to see as Hopenhagen continues?

    Thank you all for everything you have done so far. You are Hopenhagen and you give us hope.

     
     
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    United States of America

    mehr zu kopenhagen auf diesem blog:

    http://ffduseh.wordpress.com/feed/?s=kopenhagen
     

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    Sacharow-Preis ehrt russische Menschenrechtler

    Menschenrechte – 16-12-2009 – 16:49

    Der Sacharow – Preis des Europäischen Parlaments wurde am Mittwoch an Oleg Orlow, Sergej Kowaljow und Ludmilla Alexejewa verliehen, stellvertretend für die Bürgerrechtsorganisation „Memorial“ und alle, die sich in Russland für die Menschenrechte einsetzen. Parlamentspräsident Jerzy Buzek sagte, dass der Preis Ausdruck der Hoffnung sei, „dass Russland in Sachen Menschenrechte ein Partner wird, auf den man sich verlassen kann.“

    Parlamentspräsident Jerzy Buzek sagte bei der Preisverleihung, er sei stolz auf die Entscheidung des Parlaments den Preis dieses Jahr an die russischen Menschenrechtler zu verleihen.
    Buzek fügte hinzu, dass man indirekt auch jene ehre, „die ihr Leben in diesem Kampf gelassen haben. Natalja Estemirowa hätte heute bei uns sein sollen wie auch Anna Politowskaja. Ihre Mörder müssen immer noch zur Rechenschaft gezogen werden.“
    Sergej Kowaljow von Memorial erinnerte in seiner Rede an die Memorial-Mitarbeiterin Natalja Estemirowa, die diesen Sommer in Tschetschenien ermordet wurde sowie an den Anwalt Stanislaw Markelow, die Journalistinnen Anna Politkowskaja und Anastasia Baburowa, die in Moskau ermordet wurden, an den Ethnologen Nikolai Girenko, der in St. Petersburg erschossen wurde, und an Farid Babajew, der in Dagestan ermordet wurde. Er bat die Abgeordneten ihrer schweigend zu gedenken.

    weiter: EU Parlament

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    Der Fall Hasanov , erst ausgezeichnet, dann abgeschoben

    Jamal Hasanov:

    Zuerst von Kultusministerin Henzler für erfolgreiche Integration mit einem Hertie-Stipendiat ausgezeichnet und dann abgeschoben!

    Jamal Hasanov war Klassenbester, Hertie-Stipendiat und beliebt in der Eschweger Anne-Frank-Schule. Doch er wurde von nach Armenien abgeschoben. Unter dem Motto: „Wir geben der Integration ein Gesicht “ …

    „Wir lassen keinen Kopf in diesem Land zurück……wir können es uns nicht leisten, auf ein einziges Kind zu verzichten…..“
    (Rede der Hessischen Kultusministerin Frau Dorothea Henzler im September 2009 bei der Auszeichnung

    mehr beim hessischen flüchtlingsrat  hfr

    und bei jugennetz wetzlar

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    termine 2010

    • 2010-01-20 / Fachtagung Armutsinitiativen / mehr:  fachtagung
    • 2010-01-14/ andere wege monatstreff / 19 h / Weinstube Clara, Bsh /

    klicken Sie auch hier :   http://ffduseh.wordpress.com/category/veranstaltungskalender/

    termine, die Sie bei uns nicht finden, finden Sie vielleicht auf

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    Istanbul – Kulturhauptstadt Europas 2010

    Aufgrund eines EU-Beschlusses aus dem Jahr 2000 wurde der Titel „Kulturhauptstadt Europas“ für die Jahre 2005-2010 auf die Nicht-Mitgliedstaaten der EU erweitert. Somit hat Istanbul die Chance gehabt, sich um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2010 zu bewerben. Zu diesem Zweck wurde von der Gruppe „Initiative“, der 13 Zivilgesellschaftsorganisationen angehören, in Zusammenarbeit mit den türkischen Außen-, Kultur-und Fremdenverkehrsministerien und unter aktiver Mitarbeit und Unterstützung der Großstadtgemeinde von Istanbul ein Projektdossier erarbeitet. Die Koordinierung von Arbeiten wurde von der Stiftung der Kultur und Kunst Istanbul durchgeführt.

    Istanbul, ehemals Hauptstadt dreier Imperien, eine Stadt, in der die drei monotheistischen Religionen zusammentrafen, verschiedene Zivilisationen sich begegneten und ein Jahrhunderte langes Miteinanderleben lernten. Bei dem vorgestellten Projekt hat man sich von den das Leben prägenden vier Grundelementen “ Erde, Wasser, Luft und Feuer“ inspirieren lassen und diese vier Elemente mit der Eigenart dieser Stadt verknüpft.

    Dabei stellt „Erde“ Tradition und Transformation dar. Die Gottesgnade symbolisierende „Luft“ steht für das Treffen der inländischen und ausländischen Musiker. „Wasser“, hinweisend auf die Stadt und das Meer, zeigt die verschiedenen Veranstaltungen am Bosporus an. „Feuer“ als Sinnbild für die Gestaltung der Zukunft, konzentriert sich auf Moderne Kunst und auf sämtliche für die Bevölkerung zugänglichen Aktivitätsprogramme.

    Die EU-Auswahljury hat bei ihrer Sitzung zwischen 14. und 15. März 2006 in Brüssel für die Benennung der Stadt Istanbul als Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2010 neben Pechs(Ungarn) und Essen (Deutschland) ihre entsprechende Empfehlung abgegeben.

    Bei der öffentlich zugänglichen Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Kultur des Europäischen Parlaments am 14. November 2006 wurde die Ernennung von Istanbul als Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2010, neben anderen Städten bestätigt.

    quelle und mehr: quelle

    siehe aber auch : zur menschenrechtslage in der türkei



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    Kruzifix gehört in Bayern zum Schulalltag (TAZ 07.01.2010)

    FREIBURG taz | In bayerischen Grund- und Hauptschulen hängt nach wie vor in fast jedem Klassenraum ein
    Kruzifix. Eltern können zwar verlangen, dass es abgehängt wird. Doch wie langwierig dies ist, zeigt
    ein aktueller Fall aus Nürnberg.
     Den Rest des Beitrags lesen »
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    Radio Darmstadt:…Die finanzielle Situation der Familien… mit Richter Borchert

    
    Am 27.01. 
    
    Livediskussion im Sendehaus
    
    Steubenplatz 12 
    
    Mittwoch, 27.01. 19.00 bis 21.00 Uhr
    
    Die finanzielle Situation der Familien
    
     
    
    Am Mittwoch, den 27.01.2010, wird in der
    Zeit von 19.00 bis 21.00 Uhr eine Sondersendung
    der Redaktion Blickpunkt Gesellschaft
    aus dem Foyer von Radio Darmstadt übertragen.
    Thema der Sendung ist: „Die finanzielle Situation
    der Familien unter besonderer Berücksichtigung
    der Leistungen aus Hartz IV und
    der öffentlichen Leistungen an die Familien.“
    
    Gast im Sendehaus ist der Richter am Hessischen
    
    Landessozialgericht, Dr. Jürgen
    Borchert und evtl. weitere Gäste. Veranstalter
    ist die Vereinigung demokratischer Juristinnen
    und Juristen in Zusammenarbeit mit der
    Redaktion Blickpunkt Gesellschaft.
    
    Dank Dr. Borchert überprüft das Bundessozialgericht
    derzeit die Regelsätze und die
    Berechnungsweise der Regelsätze für die
    Familien. Mit einer Entscheidung ist zu Jahresbeginn
    zu rechnen.
    
    Gäste sind herzlich willkommen!
    

    siehe auch: radio darmstadt

    siehe auchinterview im Darmstädter Echo vom 22.11.2009

    und zur verhandlung vor dem bundesverfassungsgericht

    siehe auch andere wege: überprüfungsanträge stellen

      
    
    Veröffentlicht in BVerfG zu hartz IV, hartz_IV_etc. Kommentare deaktiviert

    Nordseeverbundnetz für Öko – Strom

    Presseerklärung des Bundesminsters für Wirtschaft

    Internationale Zusammenarbeit entscheidend für Erfolg von Offshore-Windenergie: Nordseeanrainer rufen Nordsee-Offshore-Initiative ins Leben

    Am 7.12.2009 haben Vertreter aller EU-Nordseeanrainerstaaten und Irlands mit einer politischen Erklärung eine Nordsee Offshore Initiative ins Leben gerufen. Für Deutschland hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als treibende Kraft an der Vereinbarung mitgewirkt. Erstmals arbeiten damit alle EU-Nordseeanrainer-Staaten gezielt in Fragen der Netzanbindung von Offshore-Anlagen zusammen.

    Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle: „Für Deutschland als Land mit ambitionierten Offshore-Ausbauplänen hat die Initiative große Bedeutung. Sie richtet ihr Augenmerk auf Fragen der Netzanbindung und Netzintegration, auf die es entscheidend ankommt, damit die Windenergie zu den Verbrauchern gelangt und die Offshore-Stromerzeugung zu einem Erfolg wird. Mit der Initiative werden die Ressourcen der verschiedenen Teilnehmerstaaten gebündelt. Das ist unerlässlich, um ein so komplexes Thema zum Erfolg zu führen. Wir stehen vor wichtigen Aufgaben: Es geht um eine grundlegende Umgestaltung und Modernisierung der Stromnetze, ja der Energiesysteme insgesamt. Ziel ist ein rascher Ausbau der erneuerbaren Energien und deren Integration in ein leistungsfähiges Stromnetz. Wir wollen dazu beitragen, dass uns möglichst schnell der Sprung in das regenerative Zeitalter gelingt. Dies muss mit neuesten Technologien und auf wirtschaftliche Weise erfolgen.“

    Geboren wurde die Idee zu der Initiative im sog. Pentalateralen Energieforum, einer institutionalisierten Zusammenarbeit in Energiefragen zwischen den BeNeLux-Staaten, Frankreich und Deutschland. Ziele der Nordsee-Offshore-Allianz sind unter anderem ein intensiverer Informationsaustausch über die Offshore-Ausbauziele und -politiken der Teilnehmerstaaten, eine stärker koordinierte Weiterentwicklung der Strominfrastruktur sowie die Schaffung eines friktionslosen politischen und regulatorischen Rahmens für die internationalen Offshore-Ausbaupläne in der Nordsee.

    Nach Vorarbeiten im vergangenen Jahr werden Vertreter der Ministerien in der ersten Hälfte dieses Jahres Schwerpunkte der Zusammenarbeit bestimmen und dabei auch in einen intensiven Dialog mit den zahlreichen europäischen Akteuren im Bereich Offshore treten. Für Ende des Jahres 2010 ist dann die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding geplant, in dem das weitere Vorgehen festgelegt wird.

    quelle : BMWI

    siehe dazu auch: SPIEGEL. : europas norden treibt die energiewende voran

    siehe ferner: SÜDDEUTSCHE

    zum mittelmmerprojekt: DESERTEC

    beim stromnetz jetzt weichen für zukunft stellen: GREENPEACE


    Veröffentlicht in desertec, energie*klima, erneuerbare energien. Kommentare deaktiviert

    Freispruch im Fall „Ouri Jallow“ aufgehoben

    Bundesgerichtshof

    Mitteilung der Pressestelle


    Nr. 3/2010

    Freispruch im Fall „Ouri Jallow“ aufgehoben

    Am 7. Januar 2005 verstarb der in Sierra-Leone geborene Ouri Jallow in einer Gewahrsamszelle des Polizeireviers Dessau an den Folgen eines durch den Brand der Matratze, auf der er fixiert worden war, ausgelösten Inhalationshitzeschocks.

    Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten, der als Dienstgruppenleiter die Verantwortung für den Gewahrsamsbereich getragen habe, zur Last gelegt, er habe es unterlassen, sofort nach dem Ertönen des Alarmsignals des Rauchmelders Rettungsmaßnahmen einzuleiten, obwohl ihm bewusst gewesen sei, dass beim Ansprechen eines Rauchmelders stets vom Ausbruch eines Feuers auszugehen sei. Dabei habe er mögliche Verletzungen Ouri Jallows durch Rauch- und Feuereinwirkung billigend in Kauf genommen.

    Das Landgericht Dessau-Roßlau hat den Angeklagten aus tatsächlichen Gründen von dem Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge im Amt freigesprochen. Es sei weder erwiesen, dass der Angeklagte Körperverletzungsvorsatz gehabt habe, noch sei nachweisbar, dass der Angeklagte durch ein sofortiges Eingreifen den Tod Ouri Jallows hätte vermeiden können.

    Auf die Revisionen der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger hat der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs das Urteil des Landgerichts mit folgender Begründung aufgehoben: Nach den Urteilsausführungen ist nicht nachvollziehbar, wie sich der Brand der Matratze im Einzelnen entwickelt hat. Insbesondere bleibt unklar, ob ein vom Landgericht angenommenes „Anschmoren“ des Matratzenbezuges ohne Verbrennungen der Hand und entsprechende Schmerzenslaute möglich wäre, die den Angeklagten zu einem frühzeitigen Eingreifen hätten veranlassen müssen. Zudem hat das Landgericht bei der Bemessung der für die Rettung Ouri Jallows zur Verfügung stehenden Zeit nicht bedacht, dass der Rauchmelder bereits Minuten vor dem Entzünden der Schaumstofffüllung der Matratze, das innerhalb von zwei Minuten zu einem tödlichen Inhalationsschock führte, möglicherweise bereits dadurch ausgelöst worden war, dass der schwer entflammbare Matratzenbezug zunächst unter Verwendung eines Gasfeuerzeuges angeschmolzen wurde, um die Schaumstofffüllung freizulegen. Dann hätte der Angeklagte aber möglicherweise den Todeserfolg verhindern können, wenn er sofort nach dem Alarm die erforderlichen Rettungsmaßnahmen eingeleitet hätte. Der 4. Strafsenat hat im Übrigen die Annahme des Landgerichts beanstandet, der Angeklagte habe sich pflichtgemäß verhalten, obwohl er den Alarm zunächst wegdrückte, anschließend ein Telefongespräch mit seinem Vorgesetzen führte und danach auf dem Weg zu dem Gewahrsamsbereich umkehren musste, weil er vergessen hatte, die Fußfesselschlüssel mitzunehmen.

    Der Bundesgerichtshof hat die Sache an das Landgericht Magdeburg zurückverwiesen. Dort muss sie nunmehr neu verhandelt werden.

    Urteil vom 7. Januar 2010 – 4 StR 413/09

    LG Dessau-Roßlau – Urteil vom 8. Dezember 2008 – 6 Ks 4/05

    Karlsruhe, den 7. Januar 2010

    Pressestelle des Bundesgerichtshofs
    76125 Karlsruhe
    Telefon (0721) 159-5013
    Telefax (0721) 159-5501

    quelle: BGH

    N24 Gedenken in Dessau

    zdf

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    save me

    16.12.09 Positiver Stadtratsbeschluss in Mainz!

    16.12.2009 20:12

    In vorweihnachtlicher Zeit kann „save me Mainz“ einen Erfolg vermelden: Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt hat sich am 16.12.2009 zur Flüchtlingsaufnahme bekannt. Die Zahl der Kommunen, die einen derartigen Beschluss gefällt haben, steigt damit bundesweit auf 18  . Nachstehend der Text der Resolution, die von allen Fraktionen des Stadtrates mit Ausnahme der Republikaner unterzeichnet wurde.

    Gemeinsame Resolution der Fraktionen
    CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP, Die Linke und ÖDP

    »Save Me – Eine Stadt sagt Ja«

    Für eine Aufnahme von Flüchtlingen in der Landeshauptstadt Mainz im Rahmen eines Resettlementprogramms

    Der Mainzer Stadtrat unterstützt die bundesweite Kampagne „Save Me“ und fordert die Bundesregierung auf, entsprechend dem Anliegen des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR), ein kontinuierliches Programm zur dauerhaften Aufnahme von Flüchtlingen (Resettlement) einzurichten.
    Im Rahmen eines solchen Resettlement-Programmes erklärt die Landeshauptstadt Mainz ihre Bereitschaft vom UNHCR als besonders schutzbedürftig eingestufte Menschen, dauerhaft aufzunehmen und alle Anstrengungen zu unternehmen diese erfolgreich zu integrieren.
    Begründung:
    Millionen schutzbedürftige Flüchtlinge weltweit befinden sich heute in einer ausweglosen Lage. Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen UNHCR ist von den Vereinten Nationen beauftragt, dauerhafte Lösungen für Flüchtlinge zu finden. Eine solche Lösung ist unter anderem die dauerhafte Aufnahme von Flüchtlingen in einem aufnahmebereiten Staat („Resettlement“ oder „Neuansiedlung“). Vor dem Hintergrund der Situation der Flüchtlinge auf der Welt hält Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen UNHCR eine Ausweitung der verfügbaren Neuansiedlungskapazitäten („Resettlement“) für dringend erforderlich. Eine Ausweitung der Neuansiedlungspolitik wird auch von den europäischen Institutionen, namentlich dem Europäischen Rat und dem Europaparlament, ausdrücklich unterstützt. Eine ganze Reihe von Staaten betreiben seit Jahrzehnten Neuansiedlungsprogramme auf freiwilliger Basis, vor allem die USA (mit 41.300 Flüchtlingen im Jahr 2006). Auch europäische Staaten wie Schweden, Norwegen, Dänemark, Großbritannien und die Niederlande stellen jährliche Aufnahmekontingente für Flüchtlinge bereit. Deutschland ist bislang noch kein Resettlementstaat.
    Vor diesem Hintergrund haben im Rahmen der bundesweiten „save me“-Kampagne das Land Schleswig-Holstein, die Städte München, Aachen, Düsseldorf, Erfurt, Tübingen, Greifswald, Hanau, Bonn, Heidelberg, Hanau, Reutlingen, Schwerin, Neubrandenburg und Kiel Beschlüsse gefällt, die die Bundesregierung auffordern, ein Resettlement-Programm zur Flüchtlingsaufnahme durchzuführen und ihre Bereitschaft ausgedrückt, einen Flüchtling pro 1.000 EinwohnerInnen aufzunehmen. Die Mainzer „save me“-Kampagne wird bereits von deutlich mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt unterstützt.
    Auch der Mainzer Stadtrat soll sich dazu bekennen, Flüchtlinge bei uns aufzunehmen und unseren Teil dazu beitragen, dass Schutzbedürftige, die sich in ausweglosen Situationen befinden, eine neue Heimat finden und eine Lebensperspektive erhalten. Platz genug ist da: Die Flüchtlingszahlen sind in Deutschland so niedrig wie seit 30 Jahren nicht mehr.
    In Zeiten durchgreifender Abschottung an den Grenzen Europas und bei weltweit konstant hohen Flüchtlingszahlen muss die Bundesrepublik ihren Teil der Verantwortung übernehmen. Durch diesen Beschluss will der Mainzer Stadtrat seinen Beitrag zu einer verantwortungsvolleren und menschlicheren Flüchtlingspolitik leisten.
    quelle :  save me kampagne
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    ruhrgebiet ist kulturhauptstadt europas 2010

    mehr bei  spiegel online

    RUHR.2010-TV

    Das Web-TV-Magazin von RUHR.2010 berichtet hier regelmäßig über die Kulturhauptstadt. Interviews, Portraits, Einblicke hinter die Kulissen und Kostproben von Veranstaltungen präsentieren Markus Heidmeier vor und Steffen Ramlow hinter der Kamera.

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    Der falsche Standard – BIP contra NWI

    Wachstum verursacht auch Probleme: Der Ökonom Hans Diefenbacher über die Schwächen etablierter Wirtschaftsindikatoren und über einen neuen Nationalen Wohlfahrtsindex

    Der Freitag: Wie tief wir in der Krise stecken, wird vor allem mit einer Zahl verbunden: dem Brutto-inlandsprodukt. Auf genaue Prognosen über den künftigen Verlauf wollen sich viele Ökonomen angesichts der galoppierenden Rezession nicht mehr festlegen. Als sicher gilt allenfalls, dass die Wirtschaftsleistung zunächst auf Talfahrt bleiben wird. Was sagt der Index wirklich über die Lage in Deutschland aus?

    Hans Diefenbacher: Das Bruttoinlandsprodukt ist eine Möglichkeit, die Wirtschaftsleistung darzustellen. Allerdings handelt es sich um eine Methode mit einigen Schwächen. Der Index beruht nämlich auf Konventionen, die seine Aussagefähigkeit stark beeinflussen. Ein beachtlicher Teil der Wertschöpfung wird nicht einbezogen. Das betrifft etwa ehrenamtliche Tätigkeiten und Hausarbeit. Andere Teile der Wertschöpfung, die nicht über den Markt vermittelt werden, gehen dagegen in die Berechnung des BIP ein, etwa ein Schätzwert für selbst genutztes Wohneigentum. Fragen des sozialen Zusammenhalts wiederum bleiben außen vor, weil zum Beispiel die Einkommensverteilung keine Rolle spielt. Dasselbe gilt für Umweltgebrauch und Naturzerstörung. Über den tatsächlichen Wohlstand in einer Gesellschaft kann man aus dem BIP also nur bedingt etwas lernen.

    Reden Politiker, Medien und Wirtschaftsexperten die ganze Zeit über die falsche Zahl?

    Nicht der Indikator ist das Problem, sondern die überragende Rolle, die er in der öffentlichen Diskussion spielt. Die Summe der Werte aller im Inland hergestellten Güter gibt uns ein Bild davon, wie es ökonomisch um die Volkswirtschaft steht. Wenn sich die Regierung davon ausgehend aber allein auf Maßnahmen konzentriert, die das BIP wachsen lassen, wird eine rein quantitative statistische Betrachtung in praktische Politik umgesetzt. Darin sehe ich eine Gefahr. Ein Konjunkturprogramm ist nicht schon allein dadurch „gut“, dass es auf eine Verbesserung des BIP zielt.

    Aber das ist die Botschaft, die wir derzeit immer wieder hören: Wachstum löst Probleme

    Wachstum verursacht jedoch auch Probleme. Das muss man berücksichtigen. Zerstörung der Umwelt zum Beispiel. Und die
    ungleiche Verteilung von Reichtum hat ein erhebliches Maß erreicht, wenige haben sehr viel Geld zur Verfügung, aber sehr
    viele sehr wenig. Eine weltweit steigende Wirtschaftsleistung hat in der Vergangenheit soziale Probleme und Naturzerstörung oft eher verschärft. Auch die ausgeprägte Orientierung an materiellen Gütern und am Konsum als Wohlfahrtsmotor wird durch das BIP gestützt. Das sind Prioritäten, die angesichts schwindender natürlicher Ressourcen keine tragfähige Grundlage für ein zukunftsfähiges Wirtschaftsmodell mehr sein können.

    Sie haben gemeinsam mit Roland Zieschank für das Umweltbundesamt einen neuen „Nationalen Wohlfahrtsindex“, kurz: NWI, entwickelt. Was ist anders an diesem Indikator?

    Wir haben uns an bereits vorliegenden alternativen Indikatoren orientiert, etwa dem ISEW und dem GPI [siehe Kasten]. Statt nur die reine Produktion von Gütern zu erfassen, haben wir unter anderem die Verteilung der Einkommen berücksichtigt und in den „Nationalen Wohlfahrtsindex“ auch Hausarbeit und ehrenamtliche Tätigkeit als wichtigen Teil der Wertschöpfung eingerechnet. Außerdem werden die Kosten von ökologischen Schäden und unumkehrbarem Naturverbrauch
    abgezogen.

    Wie sehen ihre Ergebnisse aus?

    Unser Wohlfahrtsindex hat in den vergangenen Jahren im Vergleich mit dem Bruttosozialprodukt
    einen anderen Verlauf genommen. Während dieses stetig gestiegen ist, hat der NWI etwa im Jahr 2000 seinen Höhepunkt erreicht und ist seither gesunken. Die Folgeprobleme des Wachstums sind um die Jahrtausendwende offenbar derart groß geworden, dass die negativen Effekte danach die positiven überwiegen.

    Ihr Vorschlag ist nicht der einzige, die Diskussion über die Aussagefähigkeit der etablierten Indikatoren läuft seit Jahren. Durchsetzen konnten sich Alternativen bisher nicht. Ist die Krise für Sie ein günstiger Zeitpunkt?

    Wir haben den NWI nicht für die Krise entwickelt und ich möchte auch gar nicht als deren Profiteur dastehen. Das System der statistischen Berichterstattung lässt sich nicht so schnell verändern, neue Daten müssten erfasst, Methoden verbessert werden. Das dauert. Wir haben unseren Vorschlag erst im vergangenen Winter vorgelegt. Niemand erwartet, dass der NWI über Nacht das BIP ersetzt. Das ist auch gar nicht unser Ziel. Ich wünsche mir vielmehr, dass unser Index in Zukunft immer parallel zu den Gutachten der Wirtschaftsinstitute veröffentlicht wird und eine ähnliche Aufmerksamkeit erhält. Der Vergleich beider Indikatoren – BIP und NWI – könnte der Diskussion über eine angemessene Wohlfahrtsbetrachtung neuen Schwung verleihen. Die Basis für politische Entscheidungen könnte breiter werden. Fortschritt in Industriegesellschaften kann auch in der Effiziensteigerung bei der Nutzung von Ressourcen und einem alternativen Wohlstand jenseits reiner Produktanhäufungen bestehen.

    Wagen Sie eine Prognose über den weiteren Verlauf des NWI?

    Das ist genauso schwierig wie eine detaillierte Vorhersage über die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes. Wenn sich die Verteilung der Einkommen deutlich verändern und die Wirtschaftspolitik weit stärker als bisher Umweltziele zu ihrer Angelegenheit machen würde, dann würde der NWI aber sicher wieder steigen.

    QUELLE: Der Freitag siehe auch : swr 2 wissen als pdf:  studie zu NWI als pdf

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    2010-01-14 Eröffnung Ausstellung Bootsflüchtlinge

    Amnesty International

    Ortsgruppe Ladenburg/Schriesheim                             Ladenburg, 4. Januar 2010

    EINLADUNG

    Nachrichten und Bilder von gestrandeten Bootsflüchtlingen in überfüllten, verrosteten Frachtschiffen und  hochseeuntauglichen Booten erschüttern seit Jahren die Öffentlichkeit. Es sind Menschen, die vor Krieg, Verfolgung, Vertreibung, elenden Existenzbedingungen aus ihrer Heimat  fliehen,  auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben – oft nur das nackte Leben rettend. Auf der Suche nach einem besseren Leben  gehen sie jedes Risiko ein. Sie liefern sich Schleppern aus, drängen sich in winzigen Booten zusammen, verstecken sich in Lastwagen, kampieren in provisorischen Lagern oder vor hochgerüsteten Grenzanlagen. Häufig ertrinken, verdursten oder ersticken sie. Viele sterben an Erschöpfung.

    Die EU-Staaten betrachten diese Menschen als unerwünschte Eindringlinge. Sie reagieren auf diesen Flüchtlingsstrom mit massiver Verstärkung ihrer Außengrenzen und mit Abschreckung, Sie missachten  die Genfer Menschenrechtskonvention, die den Menschen Schutz gewährt, denen in der Heimat Verfolgung oder andere Menschenrechtsverletzungen drohen. FRONTEX, von der EU zur Überwachung der Außengrenze eingesetzt,  hindert unter Androhung von Gewalt Flüchtlingsboote an der Weiterfahrt. Schiffskapitäne, die den vom Ertrinken bedrohten Flüchtlingen helfen, werden vor Gericht gestellt.

    Dies sind die Themen der Ausstellung

    „Bootsflüchtlinge“

    Eröffnung: Donnerstag, 14. Januar 2010, 19.30 Uhr
    Stadtbibliothek Ladenburg
    Einführung: Karl Kopp, Europareferent von PRO ASYL


    Wir laden Sie zur Eröffnung dieser Ausstellung ein. Sie beschreibt  mit Fotos und Texten die Fluchtwege, die Gefahren und Hindernisse, und erklärt, warum Menschen unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat fliehen. Es  wird gezeigt, wie sich die Festung Europa gegenüber diesen Menschen verhält und welche Maßnahmen zur Abwehr sie anwendet. Die Ausstellung ist vom 11. Januar bis zum 4. Februar 2010 in den Räumen der Stadtbibliothek Ladenburg während der Öffnungszeiten zu sehen.

    Für Schulklassen ist der Besuch auch außerhalb dieser Zeiten nach Absprache mit der Leiterin der Stadtbibliothek, Frau Kietzmann, möglich.

    Die Ausstellung wird vom Katholischen Pfarrgemeinderat und  der Evangelischen Kirchengemeinde in Ladenburg  unterstützt.

    plakat als pdf

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    2010-01-27 Film Die Rollbahn

    Einladung zum Filmabend

    Die Rollbahn

    Ein Dokumentarfilm vonMalte Rauch, Bernhard Türcke und Eva Voosen über

    die Geschichte der Frauen des KZ-Aussenlagers Walldorf und den Flughafen Frankfurt

    Mittwoch, 27.Januar 2010 um 20.00 h Löwen-Lichtspiele, Krautweg 1 in 64385 Reichelsheim

    Grusswort des Bürgermeisters
    nach dem Film besteht Gelegenheit zu Diskussion mit
    der Filmemacherin Eva Voosen

    Schülervorstellung: Dienstag, 26.1.2010 um 11h

    Es laden ein
    „Odenwald gegen Rechts“ un der „Runde Tisch“ Reichelsheim

    Eintritt frei

    Infos unter www.odenwald-gegen-rechts.de
    oder Tel. 06061 969911

    FLYER ZUR VERANSTALTUNG.PDF

    siehe auch kz aussenlager walldorf und wikipedia undbasisfilm über auschwitz birkenau

    ähnliche artikel :  kz osthofen
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    Programm 2010 der MIB

    MIB e.V.

    Mensschenrechtsinitiative Bergstrasse

    Vorstand: Rainer Scheffler und Mehmet Korkusuz

    MIB e.v. Rainer Scheffler, Nahestrasse 43, 64625 Bensheim

    Tel und FAX 06252 68654

    E Mail:

    rainer-scheffler@web.de

    download als pdf

    Rundschreiben Januar 2010

     

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

    Betrifft: Programm 2010

    Auch im 28. Jahr unseres Bestehens halten wir am Kontinuum fest: den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen im Bensheimer Haus am Markt.

    Für 2010 sind folgende Veranstaltungen geplant (Beginn jeweils 20.00 Uhr, Veranstaltungsort ist der Mehrzwecksaal des Bensheimer Haus am Markt, Marktplatz):

    Mittwoch, 27. Januar 2010 (Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus):

    „Was in Sobibor geschah…“, Film- und Vortrag vor dem Hintergrund des Prozesses gegen Iwan John Demjanjuk.

    Mittwoch, 17. März 2010:

    „Mit dem Mut der Verzweifelten. Jüdischer Widerstand gegen Hitler.“ Film und Vortrag.

    Als Beitrag zur diesjährigen „Internationalen Woche“ (Veranstalter: Stadt Bensheim, Christoffel-Blindenmission / CBM und Nord-Süd-Forum Bensheim) bereitet die MIB zur Zeit eine Veranstaltung vor, die sich mit den Produktionsbedingungen von Kleidung für Discounter und Billigketten befasst. Die „Internationale Woche“ findet im Juni 2010 statt.

    Mittwoch, 15. September 2010:

    „9/11 – Botschaften aus dem Reich der Verschwörung“. Filmveranstaltung mit Einführung. Schon unmittelbar nach den mörderischen Terroranschlägen vom 11. September 2001 kursierten die abenteuerlichsten Gerüchte. Die antisemitische Variante machte u. a. den israelischen Geheimdienst Mossad verantwortlich…

    Mittwoch, 17. November 2010:

    „Schild und Schwert der Partei – der Stasi-Überwachungsapparat der DDR“. Filmveranstaltung mit Einführung.

    Mit freundlichen Grüssen

    Rainer Scheffler

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    Käßmann kritisiert Afghanistan Einsatz

    Afghanistan

    EKD-Ratsvorsitzende Käßmann fordert Ende des Militär-Einsatzes

    Dr. Margot Käßmann: „Wir brauchen mehr Fantasie für den Frieden.“

    mehr dazu bei tacheles tv

    „Nichts ist gut in Afghanistan. All diese Strategien, sie haben uns lange darüber hinweggetäuscht, dass Soldaten nun einmal Waffen benutzen und eben auch Zivilisten getötet werden“ sagte die EKD-Ratsvorsitzende Dr. Margot Käßmann in ihrer Neujahrspredigt. Es brauche ein eindeutiges Friedenszeugnis. „Waffen schaffen offensichtlich auch keinen Frieden in Afghanistan. Wir brauchen mehr Fantasie für den Frieden, für ganz andere Formen, Konflikte zu bewältigen“, sagte die Landesbischöfin in der Neujahrspredigt weiter.

    Käßmanns Forderungen riefen innerhalb der Bundesregierung und beim Bundeswehrverband zum Teil harsche Kritik hervor. Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirch, sagte der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung: „Es wäre besser gewesen, wenn Käßmann vor ihrer Predigt das Gespräch mit den Soldaten über ihre schwierige Ausgabe gesucht hätte.“ Die EKD-Ratsvorsitzende entgegnete der Kritik: Sie habe nie einen sofortigen Abzug der Truppen gefordert, sondern „einen erkennbaren Plan für den Abzug“, sagte sie der Bild-Zeitung.

    Während der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmanns eine Meinungsverschiedenheit zwischen der Bundesregierung und der Evangelischen Kirche diagnostizierte, begrüßte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) die Klarstellung Käßmanns, dass sie nicht den sofortigen Abzug der Bundeswehr fordere, sondern „so wie wir“ eine zivile Perspektive für das Land unterstütze, sagte Westerwelle am Montag in Berlin.

    Auch der Evangelische Militärbischof Dr. Martin Dutzmann fordert einen eindeutig Abzugsplan für Afghanistan. In seiner Kolumne für Tacheles online schreibt er: „Wir müssen nach einer verlässlichen Perspektive suchen, um das Militär aus Afghanistan wieder abziehen zu können.“ Am 14. Januar wird Dutzmann mit dem Journalisten und Autor Peter Scholl-Latour, dem Professor Dr. Michael Wolffsohn von der Universität der Bundeswehr und der Vorsitzenden des Afghanischen Frauenvereins Nadia Nashir-Karim über die Frage diskutieren:

    bundeswehr in afghanistan : krieg für gerechten frieden? .   siehe auch : tacheles tv mediathek

    Phoenix strahlt die Debatte am 24. Januar um 13 und um 22.30 Uhr aus.

    siehe auch afghanistan chronik

    und: ostermärsche 2010

    und: vorbereitungstreffen

    Stimmen zum Thema Leiharbeit

    Thema Arbeitsmarktpolitik – Frage 3/3

    Startseite der Befragung Alle Fragen Vorige Frage Nächste Frage

    Reguläre Beschäftigung ist im zurückliegenden Aufschwung zum Teil von schlecht bezahlter Leiharbeit verdrängt worden. Was halten Sie davon, die Liberalisierung der Leiharbeit wieder zurückzunehmen und das Prinzip Gleicher Lohn für gleiche Arbeit verbindlich vorzuschreiben?

    Jonas Ahlgrimm (Die Linke)

    „Die Praxis von einigen Leiharbeitsfirmen grenzt an Sklaverei. Ich denke, dass Leiharbeit zu gleichem Lohn zulässig sein sollte, um Produktionsspitzen abzufedern. Zudem sollte der Betriebsrat Mitspracherecht haben. Außerdem müssen Leiharbeiter auch Lohn erhalten, wenn sie nicht verliehen werden (also unbefristete Verträge bei den Leiharbeitsfirmen erhalten). Leiharbeiter dürfen nicht in bestreikten Betrieben eingesetzt werden! Unter diesen strikten Begrenzungen heiße ich Leiharbeit gut. Letztendlich sollte jedoch überlegt werden, wie man Leiharbeit überflüssig macht.“

    Klaus Albrecht (Die Linke)

    „Leiharbeit muss abgeschafft werden. Mit der Einführung bzw Ausdehnung der Leiharbeit wurde hire und fire zum Prinzip erklärt. Es diente nur zur Senkung des Lohnstandarts, und zu immer schnelleren Bewegung des Kapitals in die jeweils profitableren Bereiche. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, dies gehört eigentlich ins Grundgesetz und die Betriebsräte in den Betrieben sollten auf die Umsetzung achten. ( Tun sie leider nicht überall.)“

    Sören Bartol (SPD)

    „Ja! Die SPD will eine Lohnuntergrenze auch für die Leiharbeitsbranche. Wir wollen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz so ändern, dass nach einer Einarbeitungszeit gilt: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.“

    Detlev Blitz (SPD)

    „Ich unterstütze voll und ganz die Forderung gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Hier ist insbesondere auch an die Beseitigung der oftmals feststellbaren ungleichen Entlohnung von Frauen und Männern zu denken.“

    Claudia Blum (SPD)

    „Ich stehe voll hinter der Forderung des DGB nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit und will eine Lohnuntergrenze für die Branche der Leiharbeit. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz soll so geändert werden, dass nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme gelten muss: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Besonders die Lücke zwischen den Löhnen von Männern und Frauen muss geschlossen werden. Dabei hilft der Mindestlohn. Konkret soll eine Stelle eingerichtet werden, die Lohnmessungen bei Unternehmen veranlassen kann. Gleichzeitig sollen Betriebsräte das Recht erhalten, vom Arbeitgeber eine statistische Diagnose darüber zu verlangen, ob die Löhne im Unternehmen gerecht sind. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen nur Betriebe zum Zuge kommen, die Frauen und Männer gleich entlohnen. Wir wollen mehr Frauen in Führungsfunktionen. „

    Christine Buchholz (Die Linke)

    „DIE LINKE fordert, Leiharbeit strikt zu begrenzen und durch gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn zuzüglich einer Flexibilitätsvergütung zurückzudrängen. Die maximale Ausleihdauer wollen wir auf sechs Monate bei Mitbestimmung der Betriebsräte begrenzen und die befristete Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz als Streikbrecherin und Streikbrecher verbieten.“

    Conrad Buchholz (FDP)

    „Zeitarbeit bietet die Flexibilität, die Unternehmen brauchen, um Auftragsspitzen zu bewältigen und flexibel auf personelle Engpässe zu reagieren. Die Zeitarbeitsunternehmen tragen damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei, wenn Unternehmen keine Neueinstellungen vornehmen wollen oder können. Die Forderung nach einer uneingeschränkten Anwendung des Prinzips Gleicher Lohn für gleiche Arbeit in der Zeitarbeit lehne ich ab. Bei der Fülle unterschiedlicher Tarifverträge wäre die Umsetzung dieses Grundsatzes gerade für kleine Unternehmen nicht handhabbar. Sie würden mit einem unvertretbaren bürokratischen Aufwand und den damit einhergehenden Kosten belastet, die ggf. das Aus bedeuten können.“

    Walter Busch-Hübenbecker (Die Linke)

    „Leirabeit muss so bezahlt werden, dass sie Dem Tariflohn der Stammbelegschft entspricht, also nach dem Tarif des Unternehmens oder wenn nicht tarifgebunden zumidest dem durchschnittlichen Eunkommen der Belegschaft.“

    Norbert Domes (Die Linke)

    „Unbedingt! Genau das fordern wir in unserem Wahlprogramm: „Leiharbeit strikt begrenzen und durch gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn zuzüglich einer Flexibilitätsvergütung zurückdrängen; maximale Ausleihdauer auf sechs Monate bei Mitbestimmung der Betriebsräte begrenzen; befristete Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz als Streikbrecherin und Streikbrecher verbieten;“"

    Werner Dreibus (Die Linke)

    „Sehr viel. Wie auch die neuesten Studien der IG Metall und des DGB bestätigen, verdrängt Leiharbeit reguläre Beschäftigung und ist ein wirksames Instrument zur Ausbeutung der Beschäftigten. Dem muss dringend ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben werden. Deswegen hat sich DIE LINKE bereits in dieser Legislaturperiode für die Durchsetzung des Prinzips Geicher Lohn für gleiche Arbeit eingesetzt. Wir fordern darüber hinaus, die enorme Flexibilität der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter mit einer Flexibilitätszulage zu vergüten.“

    Mechthild Dyckmans (FDP)

    „Zeitarbeit hat sich als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bewährt. Mit Zeitar-beit können Unternehmen flexibel auf personelle Engpässe und unerwartete Auf-tragsspitzen reagieren. Zeitarbeitsunternehmen tragen damit zur Sicherung von Ar-beitsplätzen bei, wenn Unternehmen keine Neueinstellungen vornehmen wollen oder können. Für Arbeitnehmer bietet Zeitarbeit individuellen Spielraum für abwechslungs-reiche, maßgeschneiderte Einsätze ohne Reibungsverluste, aber auch die Möglich-keit, sich in unterschiedlichen Betrieben weiter zu qualifizieren. Gerade für Arbeitslo-se und Berufseinsteiger ist die Zeitarbeit eine sehr gute Möglichkeit, den (Wieder-) Einstieg in eine Beschäftigung zu finden. Zeitarbeit ist eine Brücke zurück in den ers-ten Arbeitsmarkt, die sich für viele, zuvor Arbeitslose, als tragfähig erwiesen hat. Ebenso wie eine wachsende Zahl von Überstunden gilt Zeitarbeit als Frühindikator für einen steigenden Arbeitskräftebedarf in der Wirtschaft. Für Arbeitnehmer bietet Zeitarbeit die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Betrieben weiter zu qualifizieren. Insbesondere Arbeitsuchende erhalten durch Zeitarbeit einen direkten Einstieg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Von dem hohen Bedarf nach Zeit-arbeitnehmern profitieren auch Langzeitarbeitslose, die anders kaum eine Chance erhalten hätten, sich auf dem Arbeitsmarkt zu beweisen. Die Forderung nach einer uneingeschränkten Anwendung des Grundsatzes von E-qual-Pay und Equal-Treatment in der Zeitarbeit lehnt die FDP ab. Bei der Fülle un-terschiedlicher Tarifverträge wäre die Umsetzung dieses Grundsatzes gerade für kleine Unternehmen nicht handhabbar. Sie würden mit einem unvertretbaren büro-kratischen Aufwand und den damit einhergehenden Kosten belastet, die ggf. das Aus bedeuten können. „

    Steffen Etzel (Die Linke)

    „Ja, dies ist als eine der ersten Maßnahmen die bei entsprechender Regierungsbildung umzusetzen sind.“

    Gabriele Faulhaber (Die Linke)

    „Leiharbeit muss weitestgehend durch feste Arbeitsverhältnisse ersetzt werden. Und dann gilt natürlich das Prinzip: gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Wenn Betriebe kurzfristig flexible Arbeiter brauchen, sollte dieser Einsatz auf sechs Monate begrenzt werden und den Leiharbeitern ist ein Flexibilitätszuschlag zu zahlen. Auf jeden Fall dürfen Leiharbeiter nicht ohne die Mitsprache der Betriebsräte eingestellt werden. „

    Martina Feldmayer (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Leiharbeit darf nicht, wie in der Vergangenheit oft geschehen mit Lohndumping einhergehen. Deshalb muss der Gleichbehandlungsgrundsatz – gleicher Lohn für gleiche Arbeit – uneingeschränkt ab dem ersten Tag gelten. Durch die Aufnahme der Zeitarbeitsbranche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz muss zudem ein Mindestlohn für entleihfreie Zeiten festgeschrieben werden. „

    Dr. Edgar Franke (SPD)

    „Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz soll so geändert werden, dass nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme gleicher Lohn für gleiche Arbeit gelten muss. Besonders die Lücke zwischen den Löhnen von Männern und Frauen muss geschlossen werden. Reguläre Beschäftigung darf nicht durch Leiharbeit ersetzt werden.“

    Wolfgang Gehrcke (Die Linke)

    „Es ist eine Schande, dass das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ noch immer nicht durchgesetzt ist, das gilt besonders für die Ungleichbehandlung von Frauen. DIE LINKE fordert, Leiharbeit strikt zu begrenzen und durch gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn zuzüglich einer Flexibilitätsvergütung zurückdrängen. Die maximale Ausleihdauer wollen wir auf sechs Monate bei Mitbestimmung der Betriebsräte begrenzen und die befristete Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz als Streikbrecherin und Streikbrecher verbieten.“

    Christian Gerber (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Das an einer Arbeitsstelle zwei Menschen nebeneinander die gleiche Tätigkeit verrichten, dass gleiche Produkt herstellen oder die gleiche Diesntleistung erbringen und dennoch die Bezahlung ungeleich ausfällt demaskiert den sozialen Staat Deutschland. Die Liberalisierung der Leiharbeit muss daher wieder zurückgenommen und gleicher Lohn für gleiche Arbeit wieder verbindlich werden.“

    Dr. Klaus-Uwe Gerhardt (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Die Antworten der Marktliberalen ist falsch. Es muss das Prinzip „equal pay“ gelten.“

    Ulrike Gottschalck (SPD)

    „Das halte ich für richtig. Reguläre Beschäftigung darf nicht durch Leiharbeit ersetzt werden. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz soll so geändert werden, dass nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme gelten muss: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.“

    Holger-Heinrich Haibach (CDU)

    „Gerade die Leiharbeit hat sich für viele vorher Arbeitslose zum Sprungbrett in die Festanstellung erwiesen. Deshalb sollten die gegenwärtigen Regelungen beibehalten werden.“

    Nina Hauer (SPD)

    „Ich bin für eine bessere rechtliche Absicherung von Leiharbeitsverhältnissen durch die Stärkung des Prinzips „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.“

    Christoph Hentzen (FDP)

    „Die Liberalisierung der Leiharbeit war ein wesentliches Element der erfolgreichen Politik der Agenda 2010 des ALtkanzlers Gerhard Schröder. Eine Zurücknahme würde den Arbeitsmarkt nur unnötig mit zusätzlichen Arbeitslosen belasten. Insoweit kann ich Ihren Vorschlägen nicht zustimmen.“

    Priska Hinz (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Wir fordern, dass die Attraktivität der Leiharbeit für entleihende Unternehmen in Zukunft nicht mehr aus dem tieferen Lohnniveau der Zeitarbeit resultieren darf. Deshalb muss der Gleichbehandlungsgrundsatz uneingeschränkt ab dem ersten Tag gelten. Gesetzliche Öffnungsklauseln für tarifliche Ausnahmen davon müssen gestrichen werden. Durch die Aufnahme der Zeitarbeitsbranche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz muss zudem ein Mindestlohn für entleihfreie Zeiten festgeschrieben werden. „

    Fritz-Walter Hornung (Die Linke)

    „Leiharbeit dient vor allem der Umgehung der Arbeitnehmerschutzrechte. Die Liberalisierung muss deshalb zurückgenommen werden. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sollte selbstverständlich werden. „

    Jörg Jungmann (Die Linke)

    „DIE LINKE fordert, Leiharbeit strikt zu begrenzen und durch gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn zuzüglich einer Flexibilitätsvergütung zurückdrängen. Die maximale Ausleihdauer wollen wir auf sechs Monate bei Mitbestimmung der Betriebsräte begrenzen und die befristete Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz als Streikbrecherin und Streikbrecher verbieten.“

    Norman Kalteyer (Die Linke)

    „Bin ich dafür! Ich gehe sogar noch weiter: maximale Ausleihdauer begrenzen, Mitbestimmung der Betriebsräte ausweiten, befristete Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz von Leiharbeitnehmern als Streikbrecher verbieten!“

    Adolf Knapp (Die Linke)

    „DIE LINKE fordert, Leiharbeit strikt zu begrenzen und durch gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn zuzüglich einer Flexibilitätsvergütung zurückdrängen. Die maximale Ausleihdauer wollen wir auf sechs Monate bei Mitbestimmung der Betriebsräte begrenzen und die befristete Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz als Streikbrecherin und Streikbrecher verbieten.“

    Matthias Knoche (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Wir fordern, dass die Attraktivität der Leiharbeit für entleihende Unternehmen in Zukunft nicht mehr aus dem tieferen Lohnniveau der Zeitarbeit resultieren darf. Deshalb muss der Gleichbehandlungsgrundsatz uneingeschränkt ab dem ersten Tag gelten. Gesetzliche Öffnungsklauseln für tarifliche Ausnahmen davon müssen gestrichen werden. Durch die Aufnahme der Zeitarbeitsbranche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz muss zudem ein Mindestlohn für entleihfreie Zeiten festgeschrieben werden.“

    Tom Koenigs (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist eine Frage der Gerechtigkeit und der Würde am Arbeitsplatz.“

    Christian Kolb (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Unabdingbar, die gezielte Ausbeutung der Leiharbeiter muß gestoppt werden.“

    Dr. Heinrich Leonhard Kolb (FDP)

    „Zeitarbeit hat sich als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bewährt. Mit Zeitar-beit können Unternehmen flexibel auf personelle Engpässe und unerwartete Auf-tragsspitzen reagieren. Zeitarbeitsunternehmen tragen damit zur Sicherung von Ar-beitsplätzen bei, wenn Unternehmen keine Neueinstellungen vornehmen wollen oder können. Für Arbeitnehmer bietet Zeitarbeit individuellen Spielraum für abwechslungs-reiche, maßgeschneiderte Einsätze ohne Reibungsverluste, aber auch die Möglich-keit, sich in unterschiedlichen Betrieben weiter zu qualifizieren. Gerade für Arbeitslo-se und Berufseinsteiger ist die Zeitarbeit eine sehr gute Möglichkeit, den (Wieder-) Einstieg in eine Beschäftigung zu finden. Zeitarbeit ist eine Brücke zurück in den ers-ten Arbeitsmarkt, die sich für viele, zuvor Arbeitslose, als tragfähig erwiesen hat. Ebenso wie eine wachsende Zahl von Überstunden gilt Zeitarbeit als Frühindikator für einen steigenden Arbeitskräftebedarf in der Wirtschaft. Für Arbeitnehmer bietet Zeitarbeit die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Betrieben weiter zu qualifizieren. Insbesondere Arbeitsuchende erhalten durch Zeitarbeit einen direkten Einstieg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Von dem hohen Bedarf nach Zeit-arbeitnehmern profitieren auch Langzeitarbeitslose, die anders kaum eine Chance erhalten hätten, sich auf dem Arbeitsmarkt zu beweisen. Die Forderung nach einer uneingeschränkten Anwendung des Grundsatzes von E-qual-Pay und Equal-Treatment in der Zeitarbeit lehnt die FDP ab. Bei der Fülle un-terschiedlicher Tarifverträge wäre die Umsetzung dieses Grundsatzes gerade für kleine Unternehmen nicht handhabbar. Sie würden mit einem unvertretbaren büro-kratischen Aufwand und den damit einhergehenden Kosten belastet, die ggf. das Aus bedeuten können. „

    Dr. Kristina Köhler (CDU)

    „Zeitarbeit sehe ich nicht als Problem, sondern als wesentliche Chance zum Einstieg oder Wiedereinstieg auf den Arbeitsmarkt. „

    Hans Henning Köster-Sollwedel (Die Linke)

    „Die Leiharbeit hat infolge der Agenda 2010 von SPD/Grünen drastisch zugenommen und droht sich jetzt noch zu vervielfachen. Als Zwischenschritt fordert die Linke eine strikte Begrenzung (max. 6 Monate, befristete Beschäftung bei Leiharbeits -firmen verbieten) und sie durch gleiche Arbeits-bedingungen und gleichen Lohn zuzüglich einer Flexibilitätsvergütung zurückzudrängen. Die Mitbestimmung d. Betriebsräte muss garantiert und der Einsatz als Streikbrecher verboten werden. „

    Sabine Leidig (Die Linke)

    „Der Gleichbehandlungsgrundsatz muss auch im Arbeitsleben gelten. DIE LINKE fordert, Leiharbeit strikt zu begrenzen und durch gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn zuzüglich einer Flexibilitätsvergütung zurückdrängen. Die maximale Ausleihdauer wollen wir auf sechs Monate bei Mitbestimmung der Betriebsräte begrenzen und die befristete Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz als Streikbrecherin und Streikbrecher verbieten.“

    Patricia Lips (CDU)

    „Die Zeitarbeit stellt vielfach eine wesentlich größere Chance zum Einstieg oder Wiedereinstieg auf dem Arbeitsmarkt dar als manch andere Instrumente.“

    Simon Lissner (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – es ist klar was gemeint ist – wirft die Frage nach dem Lohnniveau auf, das gelten soll. Dies aber nur am Rande. Die Liberalisierung der Leiharbeit sollte zurück genommen werden. Die Betroffenen werden unwürdigen, prekären Arbeitsverhältnissen unterworfen. Das muss beendet werden. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit befürworte ich.“

    Wolfgang Lörcher (Die Linke)

    „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist nicht nur moralisch ein Muss. Ein Leiharbeiter verdient nicht nur den Gewinn für einen Arbeitgeber, sondern für Zwei. Gleicher Lohn würde die Leiharbeit teurer machen und sie somit auf ein Mindestmaß regulieren.“

    Nicole Maisch (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Zeitarbeitskräfte sollen in Zukunft von ersten Tag an wie die Stammbelegschaft behandelt werden: Gleicher Lohn und gleiche Urlaubstagefür gleiche Arbeit. Die gesetzliche Ausnahmeregelung per Tarifvertrag von den Arbeits- und Lohnbedingungen des Entleihbetriebs abzuweichen, würde ich streichen.“

    Dr. Michael Meister (CDU)

    „Ich verweise auf die Antwort des Vorsitzenden der CDU-Landesgruppe Hessen im Deutschen Bundestag, Bernd Siebert MdB.“

    Ullrich Meßmer (SPD)

    „Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz soll so geändert werden, dass nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme gelten muss: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Besonders die Lücke zwischen den Löhnen von Männern und Frauen muss geschlossen werden. Dabei hilft der Mindestlohn. Betriebsräte sollen das Recht erhalten, vom Arbeitgeber eine statistische Diagnose darüber zu verlangen, ob die Löhne im Unternehmen gerecht sind. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen nur Betriebe zum Zuge kommen, die Frauen und Männer gleich entlohnen. Reguläre Beschäftigung darf nicht durch Leiharbeit ersetzt werden.“

    Ulrike Nissen (SPD)

    „Wir von der SPD stehen voll hinter der Forderung des DGB nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit und für eine Lohnuntergrenze für die Branche der Leiharbeit. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz soll so geändert werden, dass nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme gelten muss: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Besonders die Lücke zwischen den Löhnen von Männern und Frauen muss endlich geschlossen werden. Dabei hilft der Mindestlohn. Konkret wollen wir eine Stelle einrichten, die Lohnmessungen bei Unternehmen veranlassen kann. Gleichzeitig sollen Betriebsräte das Recht erhalten, vom Arbeitgeber eine statistische Diagnose darüber zu verlangen, ob die Löhne im Unternehmen gerecht sind. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen nur Betriebe zum Zuge kommen, die Frauen und Männer gleich entlohnen. Wir wollen mehr Frauen in Führungsfunktionen. Eine Quote von 40% für Frauen in Aufsichtsräten, wie in Norwegen; ist ein gutes Ziel.“

    Omid Nouripour (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Die Attraktivität der Leiharbeit für entleihende Unternehmen darf nicht weiter aus dem tieferen Lohnniveau der Zeitarbeit resultieren. Der Gleichbehandlungsgrundsatz muss uneingeschränkt ab dem ersten Tag gelten. Gesetzliche Öffnungsklauseln für tarifliche Ausnahmen müssen gestrichen werden. Durch die Aufnahme der Zeitarbeitsbranche in das Arbeitsnehmer-Entsendegesetz muss außerdem ein Mindestlohn für entleihfreie Zeiten festgeschrieben werden.“

    Anke Pavlicek (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit müssen vom ersten Tag der Beschäftigung an gelten.“

    Sibylle Pfeiffer (CDU)

    „Schwerpunkt der Grundsicherung für Arbeitsuchende muss das Bemühen um Qualifizierung und Vermittlung sein. Wir wollen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende die Anreize zur Arbeit durch die Neuordnung der Hinzuverdienstregelungen sowie eine konsequente Missbrauchsbekämpfung verstärken. Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll den Prinzipien des Förderns und Forderns entsprechen. Wir wollen gleichzeitig mehr Sicherheit für Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz verlieren und wegen der weltweiten Krise keinen neuen Arbeitsplatz finden können. Die Förderung der privaten Altersvorsorge ist eine wichtige Maßnahme zur Verhinderung einer zukünftigen Altersarmut von breiten Bevölkerungsschichten. Deswegen ist der Freibetrag beim Schonvermögen im SGB II pro Lebensjahr wesentlich zu erhöhen. Bedingung dabei ist, dass das Altersvorsorgevermögen erst mit Eintritt in den Ruhestand verfügbar ist. Zusätzlich wollen wir die selbstgenutzte Immobilie umfassender schützen. Die Zeitarbeit sehen wir keineswegs als ein Problem an, welchem zu begegnen ist. Vielmehr stellt sie vielfach eine wesentliche Chance zum Einstieg oder Wiedereinstieg auf dem Arbeitsmarkt dar. Wir halten an dem Instrument der Zeitarbeit fest. Die Union gewährleistet Mindesteinkommen für Alle in Deutschland. Das für ein menschenwürdiges Leben notwendige Einkommen sichert nicht ein einheitlicher, gesetzlicher Mindestlohn, sondern, wo dies erforderlich ist, eine Kombination aus fairen Löhnen und ergänzenden staatlichen Leistungen. Für uns gilt: Wer arbeitet, muss mehr haben, als wenn er nicht arbeitet. in Mindesteinkommen macht Arbeit gerade auch für die Arbeitsuchenden ohne Berufsabschluss oder mit geringer Qualifikation, aber auch für Ältere in Unternehmen attraktiver. Mit dem Mindesteinkommen gelingt es, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen – mit dem Mindestlohn werden Arbeitsplätze zerstört. „

    Sascha Raabe (SPD)

    „Leiharbeit kann für den Einstieg in einen Job sinnvoll sein, sie darf aber keinesfalls ein Dauerzustand werden. Nach einer angemessenen Einarbeitungszeit soll für die Arbeit in demselben Unternehmen uneingeschränkt der Grundsatz des equal pay gelten. Für die Zeitarbeitsbranche könnte es schon heute einen Mindestlohn geben, hätte sich die Union dem in der großen Koalition nicht verweigert.“

    Gerold Reichenbach (SPD)

    „Die SPD steht voll hinter der Forderung des DGB nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit und will eine Lohnuntergrenze für die Branche der Leiharbeit. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz soll so geändert werden, dass nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme gelten muss: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Besonders die Lücke zwischen den Löhnen von Männern und Frauen muss geschlossen werden. Dabei hilft der Mindestlohn. Konkret wollen wir eine Stelle einrichten, die Lohnmessungen bei Unternehmen veranlassen kann. Gleichzeitig sollen Betriebsräte das Recht erhalten, vom Arbeitgeber eine statistische Diagnose darüber zu verlangen, ob die Löhne im Unternehmen gerecht sind. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen nur Betriebe zum Zuge kommen, die Frauen und Männer gleich entlohnen. Wir wollen mehr Frauen in Führungsfunktionen.“

    Michael Roth (SPD)

    „Wir wollen gute Arbeit. Die SPD steht deswegen hinter der Forderung des DGB nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit und will eine Lohnuntergrenze für die Branche der Leiharbeit. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz soll so geändert werden, dass nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme gelten muss: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Besonders die Lücke zwischen den Löhnen von Männern und Frauen muss geschlossen werden. Dabei hilft der Mindestlohn. Konkret wollen wir eine Stelle einrichten, die Lohnmessungen bei Unternehmen veranlassen kann. Gleichzeitig sollen Betriebsräte das Recht erhalten, vom Arbeitgeber eine statistische Diagnose darüber zu verlangen, ob die Löhne im Unternehmen gerecht sind. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen nur Betriebe zum Zuge kommen, die Frauen und Männer gleich entlohnen. Wir wollen mehr Frauen in Führungs-funktionen.“

    Dr. Stefan Ruppert (FDP)

    „Zeitarbeit hat sich als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bewährt. Mit Zeitarbeit können Unternehmen flexibel auf personelle Engpässe und unerwartete Auftragsspitzen reagieren. Zeitarbeitsunternehmen tragen damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei, wenn Unternehmen keine Neueinstellungen vornehmen wollen oder können. Gerade für Arbeitslose und Berufseinsteiger ist die Zeitarbeit eine sehr gute Möglichkeit, den (Wieder-) Einstieg in eine Beschäftigung zu finden. Zeitarbeit ist eine Brücke zurück in den ersten Arbeitsmarkt, die sich für viele, zuvor Arbeitslose, als tragfähig erwiesen hat. Von dem hohen Bedarf nach Zeit-arbeitnehmern profitieren auch Langzeitarbeitslose, die anders kaum eine Chance erhalten hätten, sich auf dem Arbeitsmarkt zu beweisen. Die Forderung nach einer uneingeschränkten Anwendung des Grundsatzes von E-qual-Pay und Equal-Treatment in der Zeitarbeit lehnt die FDP ab. Bei der Fülle unterschiedlicher Tarifverträge wäre die Umsetzung dieses Grundsatzes gerade für kleine Unternehmen nicht handhabbar.“

    Dr. Hans-Joachim Schabedoth (SPD)

    „Die Liberalisierung der Leiharbeit hat sich als Irrweg erwiesen, den viele Arbeitgeber als bequemen Weg zum Lohndumping benutzt haben. Das muss korrigiert werden. Das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ muss zur Regel ohne Ausnahme werden.“

    Heidemarie Scheuch-Paschkewitz (Die Linke)

    „DIE LINKE fordert, Leiharbeit strikt zu begrenzen und durch gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn zuzüglich einer Flexibilitätsvergütung zurückdrängen. Die maximale Ausleihdauer wollen wir auf sechs Monate bei Mitbestimmung der Betriebsräte begrenzen und die befristete Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz als Streikbrecherin und Streikbrecher verbieten.“

    Philipp Schmagold (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Ich unterstütze das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Durch Leiharbeit können Unternehmen schnell und flexibel auf zusätzliche Aufträge reagieren. Dies darf allerdings nicht auf Kosten der Leiharbeiter geschehen.“

    Dagmar Schmidt (SPD)

    „Die Ziele, die mit der Liberalisierung der Leiharbeit erreicht werden sollten, wurden nicht realisiert. Stattdessen verschärfte sich der Druck auf die Stammbelegschaften und nur wenige Leiharbeiter erhielten Festanstellungen. Wie im SPD-Regierungsprogramm gefordert muss gleicher Lohn für gleiche Arbeit gelten. „

    Bernd Siebert (CDU)

    „Schwerpunkt der Grundsicherung für Arbeitsuchende muss das Bemühen um Qualifizierung und Vermittlung sein. Wir wollen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende die Anreize zur Arbeit durch die Neuordnung der Hinzuverdienstregelungen sowie eine konsequente Missbrauchsbekämpfung verstärken. Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll den Prinzipien des Förderns und Forderns entsprechen. Wir wollen gleichzeitig mehr Sicherheit für Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz verlieren und wegen der weltweiten Krise keinen neuen Arbeitsplatz finden können. Die Förderung der privaten Altersvorsorge ist eine wichtige Maßnahme zur Verhinderung einer zukünftigen Altersarmut von breiten Bevölkerungsschichten. Deswegen ist der Freibetrag beim Schonvermögen im SGB II pro Lebensjahr wesentlich zu erhöhen. Bedingung dabei ist, dass das Altersvorsorgevermögen erst mit Eintritt in den Ruhestand verfügbar ist. Zusätzlich wollen wir die selbstgenutzte Immobilie umfassender schützen. Die Zeitarbeit sehen wir keineswegs als ein Problem an, welchem zu begegnen ist. Vielmehr stellt sie vielfach eine wesentliche Chance zum Einstieg oder Wiedereinstieg auf dem Arbeitsmarkt dar. Wir halten an dem Instrument der Zeitarbeit fest. Die Union gewährleistet Mindesteinkommen für Alle in Deutschland. Das für ein menschenwürdiges Leben notwendige Einkommen sichert nicht ein einheitlicher, gesetzlicher Mindestlohn, sondern, wo dies erforderlich ist, eine Kombination aus fairen Löhnen und ergänzenden staatlichen Leistungen. Für uns gilt: Wer arbeitet, muss mehr haben, als wenn er nicht arbeitet. in Mindesteinkommen macht Arbeit gerade auch für die Arbeitsuchenden ohne Berufsabschluss oder mit geringer Qualifikation, aber auch für Ältere in Unternehmen attraktiver. Mit dem Mindesteinkommen gelingt es, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen – mit dem Mindestlohn werden Arbeitsplätze zerstört.“

    Harry Siegert (Die Linke)

    „Es war vor allen die SPD, welche Leiharbeit und „Billigarbeit“ mit der Begründung „das schafft Arbeitsplätze“ forciert hat. Die Gewerkschaften im DGB haben recht wenig dagegen unternommen. Deshalb fordert DIE LINKE, Leiharbeit strikt zu begrenzen (und nur in Ausnahmefällen zu zulassen) und durch gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn zuzüglich einer Flexibilitätsvergütung zurückdrängen. Die maximale Ausleihdauer wollen wir auf sechs Monate bei Mitbestimmung der Betriebsräte begrenzen und die befristete Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz als Streikbrecherin und Streikbrecher verbieten.“

    Bettina Stark-Watzinger (FDP)

    „Deutschland braucht einen funktionsfähigen Niedriglohnsektor. Es müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, die Aufnahme einer auch nur gering entlohnten Beschäftigung gegenüber der alleinigen Inanspruchnahme staatlicher Transferleistungen attraktiver zu machen. Die bestehenden Regelungen zur sozialen Absicherung müssen vereinfacht und unbürokratischer ausgestaltet werden. Hierzu soll auch das von der FDP entwickelte Bürgergeldkonzept beitragen. Das Bürgergeld ist ein transparentes Steuer- und Transfersystem aus einem Guss. Es wirkt aktivierend durch einen gleitenden und lohnenden Übergang in die Erwerbstätigkeit. Reichen geringe Löhne nicht aus, um den Lebensunterhalt zu gewährleisten, greift das von der FDP entwickelte Bürgergeld unterstützend. So sorgt das Bürgergeld für ein Mindesteinkommen, das Beschäftigung fördert. Allen wird die Chance gegeben, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren und zugleich immer das notwendige Mindesteinkommen zu erreichen. Dadurch wird Armut besser verhindert, als durch staatlich verordnete Mindestlöhne.“

    Andreas Storm (CDU)

    „Die von Ihnen gestellten Fragen wurden von dem Vorsitzenden der CDU-Landesgruppe Hessen, Bernd Siebert MdB, beantwortet. Diese Antworten stellen auch meine Standpunkte dar.“

    Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Ich bin dafür. Im Wahlprogramm haben wir beschlossen: „Zeitarbeit darf kein Instrument sein, mit dem Lohndumping vorangetrieben und andere Standards abgesenkt werden. Die Bedingungen für ZeitarbeitnehmerInnen müssen sich deshalb verbessern. Sie müssen vom ersten Tag an wie die Stammbelegschaft bezahlt und behandelt werden. Die gesetzliche Ausnahmeregelung per Tarifvertrag von den Arbeits-. und Lohnbedingungen des Entleihbetriebs abzuweichen, muss gestrichen werden.“"

    Björn Sänger (FDP)

    „Wenn man den Arbeitsmarkt reformiert, findet auch das Phänomen „Leiharbeit“ mit den beschriebenen negativen Effekten nicht mehr in dem Umfang statt. Leiharbeit stellt aber eben auch eine Chance für viele Arbeitnehmer dar, einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vorzunehmen oder eben, an der Entwicklung dranzubleiben. Häufig finden Menschen aus der Leiharbeit heraus wieder eine interessante und auskömmliche Beschäftigung.“

    Rüdiger Veit (SPD)

    „Ich stehe voll hinter der Forderung des DGB nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit, bin aber für eine Beschränkung der Leiharbeit und Abschaffung der Befristung ohne Sachgrund. Dabei gilt für mich der Grundsatz, dass gleiche Rechte für LeiharbeiterInnen und Stammbelegschaft gelten müssen. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz soll so geändert werden, dass nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme gelten muss: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Besonders die Lücke zwischen den Löhnen von Männern und Frauen muss geschlossen werden. Dabei hilft der Mindestlohn. Konkret wollen wir eine Stelle einrichten, die Lohnmessungen bei Unternehmen veranlassen kann. Gleichzeitig sollen Betriebsräte das Recht erhalten, vom Arbeitgeber eine statistische Diagnose darüber zu verlangen, ob die Löhne im Unternehmen gerecht sind. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen nur Betriebe zum Zuge kommen, die Frauen und Männer gleich entlohnen. Wir wollen mehr Frauen in Führungsfunktionen. „

    Daniela Wagner (Bündnis 90 – Die Grünen)

    „Zeitarbeit darf kein Instrument sein, mit dem Lohndumping vorangetrieben und andere Standards abgesenkt werden. Daher ist es ist für die Grünen ein Minimum, dass ZeitarbeiterInnen in den Betrieben in denen sie eingesetzt werden wie die Stammbelegschaft tariflich und arbeitsrechtlich gleich behandelt werden. Am besten wäre es, wenn die gesetzliche Ausnahmeregelung per Tarifvertrag von den Arbeits- und Lohnbedingungen vollends abzuschaffen. „

    Nils Weigand (FDP)

    „Nichts.“

    Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD)

    „Wir wollen gute Arbeit! Leiharbeit ist für uns eher ein Instrument zur Abdeckung von Auftragsspitzen in den Unternehmen. Wir wollen verhindern, dass Leiharbeit missbraucht wird, um Tarifverträge zu umgehen. Es müssen auch für die Leiharbeit Lohnuntergrenzen gelten. Sie soll ein Weg sein, der in eine reguläre Beschäftigung führt, darf aber nicht zu einer Dauerlösung für die Beschäftigten werden. Wir werden Leiharbeitsverhältnisse rechtlich besser absichern. Dazu gehört auch die Stärkung des Prinzips „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Nach einer angemessenen Einarbeitungszeit soll dieser Grundsatz für die Arbeit in demselben Unternehmen uneingeschränkt gelten. Die Mitbestimmung beim Einsatz von Zeitarbeit muss gestärkt werden. Leiharbeitnehmer müssen außerdem bei den betriebsverfassungsrechtlichen Schwellenwerten berücksichtigt werden.“

    Margret Wiemer (Die Linke)

    „Sehr vernünftig und richtig, und wäre ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise. Ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn müsste selbstverständlich auch für die Arbeitskräfte-Vermieter gelten. „

    Klaus-Peter Willsch (CDU)

    „Die von Ihnen gestellten Fragen wurden von dem Vorsitzenden der CDU-Landesgruppe Hessen, Bernd Siebert MdB, beantwortet. Diese Antworten spiegeln auch meinen Standpunkt wider.“

    Dr. Matthias Zimmer (CDU)

    „Das Europäische Parlament hat Ende 2008 eine entsprechende Richtlinie zur Leiharbeit erlassen, die die nationalen Regierungen innerhalb von drei Jahren umsetzen müssen. Diese Richtlinie sieht auch das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ vor.“

    Mareike Zingsem (Die Linke)

    „Leih- bzw. Zeitarbeit muss komplett abgeschafft werden. Zumindest ist sie strikt zu begrenzen und durch gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn plus einer Flexibiltätsvergütung zurückzudrängen. Die Beschäftigung bei Leiharbeitsfirmen und den Einsatz als Streikbrecherin und Streikbrecher muss verboten werden. Ich habe die Erfahrung machen müssen, gekündigt zu werden, weil ich mich geweigert habe für eine Zeitarbeitsfirma als Streikbrecherin tätig zu werden. „

    Brigitte Zypries (SPD)

    „Die SPD steht voll hinter der Forderung des DGB nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Leiharbeit ist vor allem ein Instrument zur Abdeckung des Personalbedarfs in Spitzenzeiten und kann der Weg in eine reguläre Beschäftigung sein – sie darf aber kein Dauerzustand sein. Auch deshalb muss das Prinzip gelten: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Wir wollen Leiharbeitsverhältnisse rechtlich besser absichern, dazu gehört auch eine Lohnuntergrenze. „

    quelle: dgb hessen

    sehe auch taz: schlecker ist kein einzelfallund  andere wege: lohndumping bei schlecker

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    Speicherung elektrischer Energie

    Erneuerbare Energiequellen sollen im Jahr 2020 nach dem Willen der europäischen Staats- und Regierungschefs 20 Prozent des Primärenergiebedarfs decken und damit 20 Prozent des klimaschädlichen Kohlendioxides einsparen. Windenergieanlagen werden daran voraussichtlich den größten Anteil haben, denn sie sind zurzeit die effizientesten und wettbewerbsfähigsten der regenerativen Energiequellen. Diese Umstellung der Energieversorgung erfordert eine erhebliche Anpassung der Stromnetze, der Kraftwerke und des Energiemanagements. Solar- und Windenergie kann jedoch nicht bedarfsorientiert produziert werden, sondern nur witterungsabhängig. Außerdem stehen die Windräder vorwiegend in schwachen Netzbereichen und fern der großen Verbraucherzentren. Der Bedarf an Regelenergie wird aber stark zunehmen. Darunter versteht man die Energie, die zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage benötigt wird. Die Lösung besteht in großen Energiespeichern, in die nicht benötigter Strom der Windenergieanlagen aber auch der Photovoltaik-Kraftwerke eingespeist werden kann. Damit würde Windenergie ähnlich plan- und regelbar wie bisher die fossilen oder Kernkraftwerke. Weltweit wächst daher die Nachfrage nach Speichertechnologien für Strom, und es wird intensiv an Energiespeichern geforscht.

    mehr dazu bei :  mehr dazu bei eti brandenburg

    siehe auch: nordseeverbundnetz für ökostrom

    siehe auch: ag-friedensforschung-an-der-uni-kassel-kritisiert-desertec-projekt

    siehe auch: regeneratives kombikraftwerk

    siehe auch: 19:17 FÜR ERNEUERBARE


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    2010-01-27 Visionen aus dem Inferno / Kunst des Vergessens

    Am 27. Januar 2010 lädt der Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge  zusammen mit der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Zwingenberg zu dem Filmvortrag „Visionen aus dem Inferno – Kunst gegen das Vergessen“ ein. Dieser Film beleuchtet das Leben und Werk des jüdischen Malers Adolf Frankl, der die Schrecken des KZ Auschwitz überlebt hat und seine Erlebnisse in Bildern ausdrückte.

    Beginn ist 19:30 Uhr, Veranstaltungsort ist der Saal des Alten Amtsgerichts (Obertor 1).

    www.arbeitskreis-zwingenberger-synagoge.de

    Vor 65 Jahren in Auschwitz befreit – der Maler Adolf Frankl
    Anlässlich des Gedenktages an die Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 lädt der Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge unter Mitwirkung der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden zu einem Filmvortrag „Visionen aus dem Inferno – Kunst gegen das Vergessen“ über den jüdischen Maler Adolf Frankl im Alten Amtsgericht (Beginn 19:30 Uhr) ein.
    Adolf Frankl, geb. am 12. Febr. 1903 in Bratislava, gestorben am 18. August 1983 in Wien, wurde 1944 mit seiner ganzen Familie in Bratislava verhaftet und im November desselben Jahres nach Auschwitz-Birkenau deportiert.
    Nach der Befreiung durch die Rote Armee kehrte Frankl nach Bratislava zurück und begann mit dem Zyklus „Visionen aus dem Inferno – Kunst gegen das Vergessen“. Mit seinen erschütternden Werken über den Holocaust wollte Adolf Frankl allen Völkern dieser Welt ein Mahnmal setzen. „Es soll niemandem, egal welcher Religion oder politischer Anschauung, dieses oder Ähnliches widerfahren!“ so Frankl.
    Ab 1949 lebte er mit seiner Familie in Wien, New York und ab den 1960er Jahren in Deutschland.
    Damit die von seinem Vater geschaffene Erinnerung an die Opfer des Holocaust nicht in Vergessenheit gerät, organisieren Sohn Thomas und Schwiegertochter Inge regelmäßig Ausstellungen. In Koproduktion mit dem slowakischen Fernsehen STV2 produzierte Thomas Frankl die Dokumentation „Visionen aus dem Inferno – Kunst gegen das Vergessen“ (Regie Peter Dimitrov) über das Leben und Werk seines Vaters.
    i Filmvortrag „Visionen aus dem Inferno – Kunst gegen das Vergessen“

    weitere veranstaltungen : film die rollbahn film: was in sobibor geschah

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    Erdbeben auf Haiti:

    CBM-Expertenteam unterwegs – 50.000 Euro Soforthilfe bewilligt

    Ein Expertenteam der Christoffel-Blindenmission (CBM) ist unterwegs in die Krisenregion.  Seine Aufgabe ist es, die Nothilfe mit den CBM-Projektpartnern vor Ort zu koordinieren und sich über die Verteilung der Aufgaben mit anderen Hilfsorganisationen abzustimmen. Für diese erste Phase hat die CBM 50.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt. Davon sollen die jetzt vorrangigen Bedürfnisse finanziert werden: Medizinische Versorgung, Wasser, Nahrung und Decken.
    Eine gute Nachricht: Das Grace Childresn  s Hospital, ein CBM-gefördertes Projekt in Port-au-Prince, wurde nur gering beschädigt, es steht!
    lies auch : benefizkonzert
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    KZ Osthofen – gleich um die Ecke

    Die rheinhessische Kleinstadt Osthofen bei Worms gehörte zur Zeit des Dritten Reichs zum Volksstaat Hessen. Vom Jahr 1933 bis 1934 bestand dort in den Gebäuden einer ehemaligen Papierfabrik das Konzentra­tionslager Osthofen. Offiziell eingerichtet wurde das Lager auf Anordnung des Staatskommissars für das Polizeiwesen im Volksstaat Hessen zum 1. Mai 1933, um all jene Einwohner Hessens dort einzusperren, welche aus politischen Gründen verhaftet und länger als eine Woche festgehalten wurden. Tatsächlich wurden bereits im März die ersten Gegner des NS-Regimes nach Osthofen gebracht. Die regionale Presse berichtete ab Mai von der Einrichtung des Konzentrationslagers und von den Verhafteten.

    Die Existenz des Lagers war der Bevölkerung der Umgebung somit gut bekannt. Zwar wurden die im Lager herrschenden Zustände in der Presse stark verharmlost, dennoch werden die Berichte über das Lager ihren Zweck erreicht haben, die Bevölkerung einzuschüchtern und politische Opposition zu unterdrücken.

    Unter den insgesamt mindestens 3000 Häftlingen – die Anzahl der Schutzhäftlinge war in Hessen vergleichsweise gering – befanden sich Mitglieder der KPD, der SPD und Gewerkschafter, aber auch Angehö­rige des Zentrums, Juden, Zeugen Jehovas, Sinti und andere.

    Die meisten Häftlinge waren vier bis sechs Wochen interniert, einzelne bis zu einem Jahr. Das KZ Osthofen war kein Vernichtungslager, jedoch war die Lagerhaft durch Hunger, Misshandlungen, Demütigungen, Krankheiten, harte Arbeit und schlechte hygienische Verhältnisse geprägt.

    Auf dem Gelände einer benachbarten leer stehenden Holzmühle („Alte Holzmühle“, Lager II) und im Amtsgerichtsgefängnis der Ortes wurden Häftlinge unter „verschärftem Arrest“ festgehalten: abgeschnitten von der Außenwelt und den Mithäftlingen, systematisch terrorisiert und gefoltert.

    Da ab Mai 1934 auf Anweisung Himmlers das System der Konzentrationslager im ganzen Reich umorganisiert wurde, existierte das KZ Osthofen kaum mehr als ein Jahr. Im Juli 1934 wurde es als eines der letzten frühen Lager aufgelöst. Viele der Inhaftierten wurden nach der Schließung des Lagers erneut verfolgt, in andere Haftstätten und Lager verschleppt und dann später getötet.

    Quellen:

    Veröffentlicht in erinnerung wachhalten, kz osthofen. Kommentare deaktiviert

    2010-01-20 Benifizkonzert für Haiti

    Bereits am Mittwoch (20.) gibt das Duo The Songsters ab 20.00 h im Bensheimer Haus am Markt (Mehrzweck-
    saal) ein Benefizkonzert zu Gunsten der Erdbebenofer auf  Haiti.

    Rainer Scheffler und Johann Nagy, beide in der Bergsträsser Menscherechtsinitiative (MIB), spielen Blues, Bluegrass und Country Blues zugunsten der Christoffel Blindenmission  mit Sitz in Bensheim – Schönberg, deren Projekte in Port – au – Prince durch die Katastrophe gefährdet sind.

    CBM hilft zudem den Opfern des Bebens direkt über Partner vor Ort.

    (aus dem BA vom 16.1.2010)

    zu den songsters

    lies auch : erdbeben auf haiti

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    Prinz Amir I. darf nicht im Bonner Münster reden

    Erzbistum verbietet dem Moslem das Wort


    Bonn. Prinz Amir I. hat an diesem Samstagnachmittag im Karnevalsgottesdienst im Bonner Münster Redeverbot – und bedauert das. „Er findet das sehr traurig“, sagt Prinzenführer Christoph Arnold. Hintergrund ist eine Regelung der Deutschen Bischofskonferenz, „und das sieht auch der Kölner Erzbischof so“, wie Reinhard Sentis, Pressereferent am Bonner Münster Freirtagabend erklärte.

    So werde am Samstag ein ökumenischer Gottesdienst mit katholischer Beteiligung gefeiert. Und da der Prinz ein Moslem ist, dürfe er dort nicht aktiv werden und reden. Es handele sich nicht um einen interreligiösen Gottesdienst, so Sentis.

    Schon im November sei über die Regelung mit dem Festausschuss gesprochen worden. „Der Prinz war da einverstanden, dass die Bonna spricht“, sagt Sentis. Er geht davon aus, dass dies heute nun auch so passiere.

    Stadtdechant Wilfried Schumacher habe mittlerweile entschieden, eine Klausurtagung in Ahrweiler abzubrechen, um den Gottesdienst selbst zu halten. Laut Sentis woller er darstellen, worum es im Karneval geht. Sentis betont: „Wir wollen keinen brüskieren.“

    quelle: bonner generalanzeiger siehe auch wdr lokalzeit (video) zu prinz amir über prinz amir

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    Koch unter Beschuss

    Debatte um Hartz-IV-Empfänger

    quelle  (tagesschau.de)

    Die Forderung des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch nach einer strengeren Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger hat derzeit keine Aussicht auf Erfolg. Die Spitzen der schwarz-gelben Koalition lehnten den umstrittenen Vorstoß des stellvertretenden CDU-Vorsitzenden ab. „Ich sehe nicht die Notwendigkeit, irgendwelche Abschreckungsmechanismen in die Hartz-IV-Gesetzgebung einzubauen“, sagte FDP-Chef Guido Westerwelle.

    Nachdem Koch bereits am Wochenende für seine Forderung Kritik von allen Seiten geerntet hatte, legte er zuletzt in einem Interview der Tageszeitung „Die Welt“ nach und forderte ein härteres Durchgreifen der Behörden gegen arbeitsunwillige Hartz-IV-Empfänger. Die Arbeitsverwaltung müsse verpflichtet werden, die bestehenden Sanktionen einzusetzen.

    CDU-Politiker lehnen Vorschlag ab

    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ging auf Distanz zu seinem hessischen Amtskollegen und Parteifreund: „Ich glaube nicht, dass wir uns jetzt Gedanken über die Frage machen müssen, den Druck auf die Hartz IV-Bezieher zu erhöhen“, sagte der CDU-Politiker. Notwendig sei angesichts der Konjunkturkrise vielmehr eine Grundrevision der Reform, die die Förderung der Hartz-IV-Empfänger verbessere. Vor allem für Alleinerziehende müsse es mehr Unterstützung geben.

    Zuvor hatte Kanzleramtsminister Ronald Pofalla in der Diskussion zu Zurückhaltung gemahnt: „Wir wollen soziale Ungerechtigkeiten beseitigen, ohne das System selber in Frage zu stellen. Das ist der Reform-Maßstab“, sagte der CDU-Politiker der „Leipziger Volkszeitung“.

    Lindner: Koch-Vorschlag führt in falsche Richtung

    Auch von der FDP erntete Koch Kritik. „Die Äußerungen von Roland Koch führen in eine falsche Richtung. Sie verunsichern all diejenigen, die in der Wirtschaftskrise Abstiegsängste haben“, sagte Generalsekretär Christian Lindner. Notwendig sei nicht mehr Druck, sondern eine dynamische Wirtschaft, damit neue Beschäftigungschancen entstehen.

    Widerspruch auch aus der Wirtschaft

    Sowohl der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) als auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag verwiesen dagegen auf die Möglichkeiten, die das geltende Recht bereits bietet. BDA-Präsident Dieter Hundt forderte laut „Handelsblatt Online“ die konsequente Anwendung der bestehenden Sanktionsmöglichkeiten „bei denjenigen, die fähig, aber nicht bereit sind, eine angebotene Gegenleistung für die staatliche Unterstützung zu erbringen“.

    ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke warnte zudem vor negativen Folgen, sollte der Niedriglohnsektor weiter aufgebläht werden: „Der deutsche Arbeitsmarkt braucht nicht mehr, sondern weniger öffentlich subventionierte Beschäftigung.“

    Fuchs und Lauk für schärfere Sanktionen

    Koch stieß mit seinen Äußerungen in der Union aber auch auf Zustimmung. Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, pflichtete Koch in den „Ruhr Nachrichten“ bei: „Jedem Hartz-IV-Empfänger müssen wir grundsätzlich abverlangen können, dass er als Gegenleistung für die staatliche Unterstützung gegebenenfalls einer Beschäftigung nachgeht.“ Deutschland solle sich an Dänemark orientieren, wo eine Arbeitspflicht für alle gelte, die Geld vom Staat erhielten.

    Der Präsident des CDU-Wirtschaftsrates, Kurt Lauk, gab Koch zudem mit seiner Forderung nach mehr Arbeitsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose recht und forderte, die Kriterien für die Verhängung von Sanktionen zu verschärfen: „Der Steuerzahler hat ein gutes Recht darauf, dass der Staat wirkungsvoll Sozialmissbrauch bekämpft“, erklärte Lauk.

    zum thema auch: aushungern und fordern ( heise .de) und bündnis für ein sanktionsmoratorium

    weiter: wer nicht spurt kriegt kein geld

    lies auch echo online: gegen arbeitsdienst

    Veröffentlicht in druck auf hartz IV bezieher, hartz_IV_etc. Kommentare deaktiviert

    Internationaler Frauentreff Lorsch


    International Women’s Circle

    Jahresprogramm/Program of the year 2010

    L

    eben!

    Einzeln und frei wie ein Baum

    und brüderlich wie ein Wald,

    ist unsere Sehnsucht.

    Nazim Hikmet (1902-1963)

    Donnerstag, 21. Januar 2010, 19.30 Uhr

    „Frauenliebe und Leben“

    Maxie Wander: Guten Morgen, du Schöne

    Buchvorstellung mit Elfi Steinhäuser (Lorsch)

    Martin-Luther-Haus

    hinter der evangelischen Kirche

    Donnerstag 18. Februar, 19.30 Uhr

    Europäische Salons – Höhepunkte einer versunkenen weiblichen Kultur

    Dagmar Krebaum (Mannheim)

    Martin-Luther-Haus

    Donnerstag, 18. März, 20.00 Uhr

    „Der Schimmelreiter“ (Theodor Storm)

    Parktheater Bensheim

    Gemeinsamer Theaterbesuch

    Donnerstag, 15. April, 19.30 Uhr

    Bei den Straßenkindern in Bolivien

    Heike Mohr (Lorsch)

    Martin-Luther-Haus

    Donnerstag, 20. Mai, 19.30 Uhr

    Bretagne „Die Nase im Wind“

    Kult und Kultur, Tanz und Musik

    Sibylle Römer (Lorsch)

    Martin-Luther-Haus

    Samstag, 12. Juni, 19.30 Uhr

    Frauen aus Prag zu Besuch

    Martin-Luther-Haus

    Donnerstag, 19. August, 18.00 Uhr

    Besuch im Mehrgenerationenhaus

    der Caritas in Bensheim

    Conny Tigges-Schwering (Bensheim)

    Donnerstag, 16. September, 19.30 Uhr

    Film: „Das Herz von Jenin“ (angefragt)

    Martin-Luther-Haus

    Donnerstag, 21. Oktober, 19.30 Uhr

    Was sollen wir bloß essen?

    Politik mit dem Einkaufskorb

    Hildegard Schöpsdau (Lorsch)

    Martin-Luther-Haus

    Donnerstag, 18. November, 19.30 Uhr

    Gewalt gegen Frauen in der Bibel

    Gespräch über einen Vortrag von Fulbert Steffensky

    Martin-Luther-Haus

    Donnerstag, 24. November, 20.00 Uhr

    Christliche Wirtschaftsethik (Arbeitstitel)

    Ökumenischer Novembervortrag)

    Prof. Dr. Franz Segbers (Marburg)

    Paul-Schnitzer-Saal

    des Museumszentrums Lorsch

    Donnerstag, 16. Dezember, 19.00 Uhr

    LichterKlang

    Evangelische Kirche,

    anschließend:

    Serviettentechnik

    Nelly Kanz (Lorsch)

    Martin-Luther-Haus

    Hinweise
    „Auszeit am Achten“

    am 8. jeden Monats

    mit unterschiedlichen Themen

    Martin-Luther-Haus

    „Begegnung der Kulturen“

    Monatliches Treffen am Sonntagnachmittag

    Haus am Maiberg (Heppenheim)

    Freitag, 5. März, 18 Uhr

    Ökumenischer Weltgebetstag der Frauen

    Liturgie aus Kamerun

    Pfarrkirche St. Nazarius

    Sonntag, 7. März, 18 Uhr

    Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit

    Jüdisches Gemeindezentrum Mannheim

    Montag, 8. März

    Internationaler Frauentag

    Im April

    Besuch im Weltladen Bensheim

    Termin wird bekanntgegeben

    Manches Herrliche der Welt
    Ist in Krieg und Streit zerronnen;
    Wer beschützet und erhält
    Hat das schönste Los gewonnen.

    J. W. v. Goethe

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    Symbolische Flüchtlingsaufnahme aus Malta

    18.01.2010

    Symbolische Flüchtlingsaufnahme aus Malta

    quelle: pro asyl

    Foto: Myriam Thyes

    Deutschland plant, 100 auf Malta gelandete Bootsflüchtlinge aufzunehmen. Damit kommt die Bundesregierung einer Bitte des Europäischen Rats aus dem letzten Jahr nach. In Malta kommen ähnlich wie in anderen EU-Grenzstaaten vergleichsweise viele Flüchtlinge und Migranten an, gemessen an seiner Bevölkerungszahl sogar die meisten pro Kopf in Europa. Von den 100 Menschen, die im kommenden Sommer aufgenommen werden sollen, werden jene vorgezogen, die aufgrund ihrer Ausbildung oder einem Bezug zu Deutschland als leichter integrierbar gelten. Sie sollen zunächst eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre erhalten.

    Mit der Übernahme der Flüchtlinge aus Malta wird nur wenig am Grundübel bei der Verteilung der Asylsuchenden in der EU getan. Die Bestimmungen der EU-Verordnung, die die Verteilung der Asylsuchenden regelt, haben zur Folge, dass die Staaten mit EU-Außengrenzen einseitig für die Aufnahme von Asylsuchenden zuständig sind. Nicht nur Malta, auch Griechenland, Italien sowie Polen oder Ungarn sind sehr häufig allein aufgrund ihrer geografischen Lage für die Flüchtlingsaufnahme zuständig. Damit entziehen sich Staaten wie Deutschland immer mehr ihrer Verantwortung für den Flüchtlingsschutz in der EU. PRO ASYL fordert eine solidarische Verantwortungsteilung bei der Verteilung von Flüchtlingen in der EU. Das Dublin-System muss ersetzt werden durch ein System, dass den Bedürfnissen der Schutzsuchenden gerecht wird.

    Vorschläge der EU-Kommission zur DublinII-Verordnung >>

    vorangegangen in der kategorie asyl :  << artikel über ausstellung bootsflüchtlinge in ladenburg

    alle artikel der kategorie asyl:

    lies weiter: UNHCR bekräftigt: Keine Abschiebungen nach Griechenland

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    Erdbeben Haiti: „Überlebenswille stärker denn je“

    Presseinformation der CBM vom 19. Januar 2010

    CBM-Augenarzt erlebte Beben – Erfahrungsbericht aus Port-au-Prince – Augenklinik 24 Stunden im Einsatz

    PORT-AU-PRINCE/BENSHEIM. Er hat das Beben überlebt. Augenarzt Dr. Yuri Zelenski, ehemaliger Mitarbeiter der Christoffel-Blindenmission (CBM) in Port-au-Prince, war am 12. Januar nach Haiti gereist, um wieder einmal an seiner alten Wirkungsstätte, der CBM-geförderten Augenklinik des Universitätskrankenhauses mitzuarbeiten. Die Schreckensstunden, als die Erde schwankte, und das Grauen danach wird er sein Leben lang nicht vergessen. Erst 48 Stunden nach dem Beben konnte der russische Augenarzt seine Frau via SMS von seinem Überleben benachrichtigen. Dr. Zelenski berichtet von seinen Eindrücken:
    „Wir werden Haiti mit eurer Hilfe wieder aufbauen“
    „Mein Kollege, Dr. Jean Claude Cadet, das Gesundheitspersonal der Uni-Augenklinik und ich haben eine der entsetzlichsten Katastrophen überlebt, die die Menschheit je gesehen hat. Trotz der durch das Beben heftigen Schäden blieb die Augenabteilung stehen und war einer der wenigen funktionierenden medizinischen Dienste, die gleich nach dem Desaster rund um die Uhr Augen-Notfälle versorgen konnten.
    Hunderte von Gesundheitsmitarbeitern haben ihr Leben verloren. Der psychologische, soziale und finanzielle Schaden ist unermesslich und der menschliche Verlust wird nie ersetzt werden können. Doch obwohl das Leben so vieler zerstört ist und unsere Freunde tot sind, ist unser Überlebenswille stärker den je. Wir halten zusammen, geben nicht auf und werden mit eurer Hilfe Haiti wieder aufbauen.“
    Port-au-Prince: pro Jahr 140.000 Patienten in CBM-geförderten Projekten
    In Haiti fördert die CBM sieben Projekte, fünf davon allein in Port-au-Prince. Neben der Augenklinik des Universitäts-Krankenhauses gehört dazu unter anderem ein Kinderkrankenhaus mit augenmedizinischer Abteilung und ein Zentrum zur Frühförderung und Betreuung geistig behinderter Kinder. Dieses Zentrum steht nach ersten Augenzeugenberichten noch, hat aber so viele Risse in den Mauern, dass es voraussichtlich abgerissen werden muss. Vor dem Erdbeben wurden durch die CBM-Projektpartner fast 2000 Menschen mit Behinderungen begleitet und pro Jahr rund 140.000 Patienten in Krankenhäusern versorgt.
    Die CBM leistet über ihre Partner vor Ort Nothilfe und bittet um Spenden unter dem Kennwort „Haiti“ auf das Konto 2020 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00).
    Sie unterstützt weltweit fast 1000 Projekte in 105 Ländern. Das Hauptziel der internationalen, christlichen Entwicklungsorganisation ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern.

    lesen sie weiter bei CBM

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    Petition gegen Todesurteil für Mumia Abu – Jamal

    Todesurteil für Mumia näher gerückt – bitte unterschreibt die Online-Petitionen!

    Der Kampf um das Leben Mumia Abu-Jamals geht weiter: Supreme Court wies
    den Fall zur Entscheidung an das 3. Bundesberufungsgericht in
    Philadelphia zurück.

    Der Oberste Gerichtshof der USA, der Supreme Court, hat heute
    beschlossen, den Einspruch der Staatsanwaltschaft Philadelphia gegen die
    Aufhebung des 1982 verhängten Todesurteils gegen Mumia Abu-Jamal durch
    zwei Bundesgerichte im Jahr 2001 und 2008 anzunehmen, und den Fall zur
    Entscheidung über das Strafmaß – lebenslange Haft ohne die Möglichkeit
    einer weiteren Anhörung oder Vollzug der Todesstrafe -an das 3.
    US-Bundesberufungsgericht in Philadelphia zurück zu verweisen.

    Die Kammer hat darüber zu entscheiden, ob die im Fall Abu-Jamal
    angewendeten Anweisungen an die Geschworenen zur Verhängung des
    Todesurteils unmissverständlich, fair und korrekt waren. Die
    Entscheidung darüber soll  im Lichte eines vergleichbaren Falles
    getroffen werden, in dem der Supreme Court das Todesurteil gegen einen
    Gefangenen letzte Woche endgültig bestätigte. Kommt das Gericht in
    Philadelphia zu dem Schluss, die Geschworenen seien ausreichend über die
    Berücksichtigung mildernder Umstände belehrt worden, droht ihm die
    Hinrichtung.

    „Mein Mandant Mumia Abu-Jamal schwebt in größerer Gefahr, hingerichtet
    zu werden, als jemals zuvor seit seiner Verhaftung im Dezember 1981“,
    sagte dessen Verteidiger Robert R. Bryan vor der Verkündung der
    Entscheidung. Diese Gefahr wurde mit dem heutigen Tage in keiner Weise
    gemindert.

    „Im Klartext heißt das, Mumia darf weiterhin hoffen und bangen, aber der
    Strick um seinen Hals wird immer enger zugezogen, denn der Fall, der zum
    Vergleich herangezogen werden soll, ist endgültig entschieden – und zwar
    für die Todesstrafe“, kommentiert Anton Mestin vom Berliner Free Mumia
    Bündnis die Entscheidung des Supreme Court.

    Mumia Abu-Jamal wurde am 9. Dezember 1981 in Philadelphia verhaftet,
    weil er den Polizisten Daniel Faulkner erschossen haben soll.
    Glaubwürdige Beweise lagen nicht vor. Trotzdem wurde er im Juni/Juli
    1982 in einem nur fünfzehntägigen Verfahren aufgrund manipulierter
    Akten, erpresster Zeugenaussagen und einer von Richter und Staatsanwalt
    beeinflussten Jury zum Tode verurteilt.

    Er kämpft seit vielen Jahren, unterstützt von Amnesty International und
    einer weltweiten Solidaritäts-bewegung, für die Wiederaufnahme seines
    Verfahrens, um seine Unschuld beweisen zu können. Im April 2009 wurde
    das auf höchster Ebene, vor dem US Supreme Court, abschließend verweigert.

    Eine im Namen Abu-Jamals verbreitete Online-Petition an US-Präsident
    Barack Obama im Internet ist seit letzter Woche zu unterzeichnen: „Wir,
    die Unterzeichner, ersuchen Sie hiermit, sich gegen die Todesstrafe für
    Mumia Abu-Jamal auszusprechen sowie gegen die Todesstrafe für viele
    Männer, Frauen und Kinder überall auf der Welt, die ihrer Hinrichtung
    entgegensehen. Diese höchste Form der Bestrafung ist für eine
    zivilisierte Gesellschaft inakzeptabel und untergräbt die Menschenwürde.“

    www.petitiononline.com/Mumialaw/petition.html

    Aufgrund der Tatsache, das Mumia Abu-Jamal nie nur für sich selbst,
    sondern immer auch für alle anderen Todeshäftlinge gekämpft hat, gilt er
    heute als Symbol im Kampf gegen die Todesstrafe weltweit, und wird von
    einer breiten internationalen Solidaritätsbewegung sowie zahlreichen
    Prominenten unterstützt.

    Der Kampf gegen seine Hinrichtung, für einen neuen, fairen Prozess und
    die Freilassung dieses un-schuldigen Mannes geht weiter; die
    Solidaritätsbewegung ruft bundesweit zu Protesten auf, u.a. ist für den
    30. Januar 2010 eine Demonstration in Heidelberg geplant.

    Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung

    Sabine Schubert, Sprecherin Berliner Free Mumia Bündnis 0151- 56783396

    lies auch: wikipedia und ganz aktuell : spiegel online , washington post pdf

    siehe auch:amnesty gegen todesstrafe siehe auch: indymedia

    Veröffentlicht in Mumia Abu - Jamal. Kommentare deaktiviert

    Kommunaler Klimaschutz

    Ergebnis vieler Lösungen

    Energie: Heppenheimer SPD lädt zu einem Vortrag über kommunalen Klimaschutz

    HEPPENHEIM.

    Termin
    ...Veranstaltung der Heppenheimer SPD zum kommunalen Klimaschutz am Mittwoch (27.) ab 19.30 Uhr im „Balkangrill“ (Wormser Tor/Marktstraße.

    Bei der Umsetzung der Klimaschutzziele sind die Städte und Gemeinden in besonderem Maße gefragt: Aufgrund ihrer Strukturen wird hier ein großer Teil klimarelevanter Emissionen produziert, dem ein enormes Einsparpotenzial gegenüber steht. Gerade für den Klimaschutz und erneuerbare Energien gelte daher: Effizienz ist keine Frage einer einzigen Technologie, sondern das Ergebnis vieler intelligenter Lösungen, schreibt der Heppenheimer Ortsverein der SPD in einer Pressemittelung.Die anhaltenden Auseinandersetzungen um die Standorte für Windkraftanlagen in Heppenheim hätten gezeigt, dass ein auf die verschiedenen Belange und konkurrierenden Nutzungen abgestimmtes Gesamtkonzept gebraucht werde. Daher lädt die Heppenheimer SPD zu einer Veranstaltung am Mittwoch (27.) ab 19.30 Uhr in der Gaststätte ,,Balkangrill“ (Wormser Tor/Marktstraße) ein.Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat 2008 eine umfassende Klimaschutzinitiative für die Kommunen gestartet. Ziel ist es, die Potenziale für den Klimaschutz durch die Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung regenerativer Energien kostengünstig zu realisieren. Außerdem sollen zukunftsweisende Klimaschutztechnologien und innovative Ideen durch Modellprojekte unterstützt und verbreitet werden. Dazu wurden umfangreiche Förderprogramme aufgelegt, die durch einen jährlichen Wettbewerb abgerundet wird. Die durch das Programm initiierten Projekte sind konkret und laden zum Mit- und Nachmachen ein. Beispielsweise sparte die Stadt Haren durch Erneuerungen bei der Straßenbeleuchtung fast 50 Prozent des Strombedarfs ein, schreibt die SPD weiter. Dass mehr Komfort und weniger Umweltbelastung unter einen Hut zu bringen seien, zeige die Gemeinde Edelsfeld: Sie schaffte für ihre Grundschüler optimale Lichtverhältnisse und sparte gleichzeitig 60 Prozent des Stromverbrauchs ein. Ziel der Veranstaltung im ,,Balkangrill“ ist zu prüfen, ob nicht auch Heppenheim und der Kreis Bergstraße an dieser Klimaschutzinitiative teilnehmen sollten. Die Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag von Daniel Bannasch von Metropol Solar Rhein Neckar. Er hat im vorigen Jahr ein Energiekonzept für Rimbach erstellt und wird über die Erfahrungen berichten, die er dabei gesammelt hat.Weitere Informationen zur kommunalen Klimaschutzinitiative finden sich im Internet unter:

    www.kommunaler-klimaschutz.de

    quelle: echo online

    lies auch: regionalplan wird ergänzt (echo online) und Windkraftanlagen weiterhin umstritten (echo online) und: Kommentar Windspiele

    sowie: Richtigstellung

    Gesetzliche Kündigungsfristen verstossen teilweise gegen Europarecht

    DER GERICHTSHOF DER EU BEKRÄFTIGT DAS VERBOT DER DISKRIMINIERUNG WEGEN DES ALTERS UND DIE ROLLE DER NATIONALEN GERICHTE BEI SEINER ANWENDUNG
    Die deutsche Regelung, nach der vor Vollendung des 25. Lebensjahrs liegende Beschäftigungszeiten des Arbeitnehmers bei der Berechnung der Kündigungsfrist nicht berücksichtigt werden, verstößt gegen das Verbot der Diskriminierung wegen des Alters in seiner Konkretisierung durch die Richtlinie 2000/78 und ist vom nationalen Gericht auch in einem Rechtsstreit zwischen Privaten erforderlichenfalls unangewendet zu lassen
    In seinem Urteil Mangold aus dem Jahr 2005  hat der Gerichtshof anerkannt, dass ein Verbot der Diskriminierung wegen des Alters besteht, das als ein allgemeiner Grundsatz des Unionsrechts anzusehen ist. Die Richtlinie 2000/78 über die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf2 konkretisiert diesen Grundsatz. Diese Richtlinie verbietet die Diskriminierung wegen des Alters, gestattet aber dem nationalen Gesetzgeber, vorzusehen, dass eine Ungleichbehandlung, obwohl sie auf dem Alter beruht, in bestimmten Fällen keine Diskriminierung und somit nicht verboten ist. Eine Ungleichbehandlung wegen des Alters ist u. a. dann zulässig, wenn sie durch ein legitimes Ziel aus den Bereichen Beschäftigungspolitik, Arbeitsmarkt und berufliche Bildung gerechtfertigt ist und die Mittel zur Erreichung dieses Ziels angemessen und erforderlich sind. Auch die Charta der Grundrechte der Europäischen Union, die seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon den gleichen rechtlichen Rang wie die Verträge hat, verbietet Diskriminierungen wegen des Alters3.
    Nach deutschem Arbeitsrecht verlängern sich die vom Arbeitgeber einzuhaltenden Kündigungsfristen stufenweise mit zunehmender Dauer des Arbeitsverhältnisses. Vor der Vollendung des 25. Lebensjahrs des Arbeitnehmers liegende Beschäftigungszeiten werden bei der Berechnung jedoch nicht berücksichtigt.
    Frau Kücükdeveci war seit ihrem vollendeten 18. Lebensjahr bei dem Unternehmen Swedex beschäftigt. Im Alter von 28 Jahren wurde sie unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat entlassen. Der Arbeitgeber berechnete die Kündigungsfrist unter Zugrundelegung einer Beschäftigungsdauer von drei Jahren, obwohl die Arbeitnehmerin seit zehn Jahren bei ihm beschäftigt war. Wie in den deutschen Rechtsvorschriften vorgesehen, hatte er die vor der Vollendung des 25. Lebensjahrs liegenden Beschäftigungszeiten von Frau Kücükdeveci bei der Berechnung der Kündigungsfrist nicht berücksichtigt. Frau Kücükdeveci klagte gegen ihre Entlassung und machte geltend, dass diese Regelung eine unionsrechtlich verbotene Diskriminierung wegen des Alters darstelle. Die Kündigungsfrist hätte 4 Monate betragen müssen, was einer Betriebszugehörigkeit von 10 Jahren entspreche.
    Das als Berufungsgericht angerufene Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat den Gerichtshof zur Vereinbarkeit einer solchen Kündigungsregelung mit dem Unionsrecht und zu den Folgen einer etwaigen Unvereinbarkeit befragt.
    1 Urteil vom 22. November 2005, Mangold, C-144/04.
    2 Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom 27. November 2000 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf (ABl. L 303, S. 16).
    3 Art. 21 Abs. 1 der Charta.

    pressemitteilung als pdf

    siehe auch § 622 BGB

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    Rückforderung von Leistungen nach dem SGB II / SGB XII wegen Kindergelderhöhung

    „Die Konsequenzen der Kindergelderhöhung kommen jetzt in die öffentliche Diskussion. Nach der derzeitigen
    Rechtslage muss die Kindergelderhöhung zum Jahreswechsel als Änderung beim Einkommen berücksichtigt
    werden. Folglich müssen ergangene Bescheide aufgehoben, korrigiert und überzahlte Beträge zurückgefordert
    werden (§ 48 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 SGB X),

    schreibt Harald Thome, Fachreferent für Arbeits- und Sozialrecht in

    seinem Newsletter  vom 23.01.2010.

    Thome Newsletter pdf /

    ähnlich: süddeutsche

    und weiter bei thome:

    „So ist die Rechtslage, die bei schätzungsweise 2,5 Mio. Hartz IV Beziehern,
    die Kindergeld bekommen, angewandt werden muss. Rechtlich ist das nicht anzugreifen, einzig
    klarzustellen, dass der Überzahlungsbetrag aufgrund der Regelung des § 51 Abs. 2 SGB I nicht während des
    Leistungsbezugs, sondern erst nach Beendigung desselben geltend gemacht werden darf. Hier wäre zu
    wünschen, dass der Gesetzgeber kurzfristig eine Übergangsregelung in der ALG II-Vo schafft, die rückwirkend
    gilt.“


    weitere Themen des Newsletters u.a.:

    2. Urteilsverkündung des Bundesverfassungsgerichts  zu den Regelleistungen am 9. Feb. 2010

    3. BMAS knickt bei Warmwasser ein

    4. Neue Fachanweisungen zum SGB II

    siehe dazu : Thome Newsletter pdf

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    ZIP FM vom 22.01.2010 – Beiträge freier Radios

    zip-fm vom 22.01.2010

    Download

    Anhören

    Kurzbeschreibung

    1.) 31714. BGH rollt Verfahren zum Tod von Oury Jalloh neu auf – was sagen seine UnterstützerInnen? 2.) 31720. Die Eroberung der Schulen“ 3.) 31726. Von der Neujahrspredigt zum Feldgottesdienst 4.) 31713. Politischer Rap aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Nahar-Al Bäred

    Art

    Magazin

    Sprache

    deutsch

    Redaktionsbereich(e)

    Politik/Info, in anderen Sprachen, Musik, Internationales, Wirtschaft/Soziales, Andere

    Serie

    zip-fm – Gesamtsendung

    Produktionsdatum

    22.01.2010

    AutorInnen

    Isabel Dean

    Radio

    Wüste Welle, Tübingen 96,6 MHz

    c/o Sudhaus, Hechinger Str. 203

    72072 Tübingen

    fon: 07071/7603-37, fax:

    info(at)wueste-welle.de

    Länge

    30:00 Minuten

    Name/Größe

    20100122-zipfmvom2-31733.mp3 / 21102 kB

    Dateiformat

    MPEG-1 Layer 3, 96 kbit/s, Mono, (44100 kHz)

    Datum

    22.01.2010/16:29

    Lizenz

    Creative-Commons

    Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.

    Creative-Commons Lizenzvertrag

    Script

    Hallo und herzlich willkommen zu zip-fm am Freitag, den 22. Januar 2010. Die heutige Ausgabe wurde zusammengestellt und produziert vom Freien Radio Wüste Welle aus dem Raum Tübingen und Reutlingen. Am Mikrofon ist Isabel Dean.

    Unsere Themen heute:

    Tod im Polizeigewahrsam: Oury Jalloh aus Sierra Leone starb vor 5 Jahren in einer Polizeizelle in Dessau – unter bis heute ungeklärten Umständen. Die diensthabenden Polizisten wurden freigesprochen. Doch vor kurzem hat der Bundesgerichtshof den Freispruch aufgehoben.

    Eroberung der Schulen: Eine neu erschienene Studie befasst sich mit der zunehmenden Werbung an Schulen seitens der deutschen Bundeswehr.

    Kritik am Afghanistaneinsatz: Nach ihrer Neujahrspredigt wird die Ratspräsidentin der EKD vom Verteidigungsminister vorgeladen.

    Rap aus dem Flüchtlingslager: Der palästinensische Rapper Mc Tamarrud ist 21 Jahre alt. Er lebt im Flüchtlingslager Nahar-Al-Bäred im Norden vom Libanon.

    1.

    Es war ein Freispruch miesester Klasse: Im Dezember 2008 waren die Polizisten freigesprochen worden, die Dienst hatten, als Oury Jalloh in seiner Zelle verbrannte. Oury Jalloh aus Sierra Leone lebte in Dessau, wurde festgenommen und verbrannte qualvoll in der Polizeizelle. Erst auf öffentlichen Druck hin wurde dieser Prozess überhaupt eröffnet. Doch der Freispruch hält nicht stand: der Bundesgerichtshof hat am 7. Januar entschieden, dass das Verfahren neu aufgerollt wird. Und dazu haben sich nun die Familie, enge Freunde Oury Jallohs und die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ zu Wort gemeldet. Mit einem seiner engsten Freunde, mit Moctar Bah, sprach Heike Demmel von Radio Z Nürnberg:

    2.

    Dass die deutsche Armee an Schulen um Nachwuchs buhlt, ist nicht neu, in den vergangenen Jahren hat die Werbung in Schulen aber enorm zugenommen: Feste Kooperationsabkommen mit Schulministerien der Länder werden unterschrieben, ganze Unterrichtsstunden von der Bundeswehr gestaltet und Klassenausflüge in die lokale Kaserne organisiert.

    Michael Schulze von Glaßer hat sich die Präsenz der Bundeswehr an Schulen genauer angeschaut und für die Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) eine Studie verfasst. Der Titel: „Die Eroberung der Schulen – Wie die Bundeswehr in Bildungsstätten wirbt“. Miro vom Radio Dreyeckland Freiburg sprach mit ihm und fragte zunächst danach, was Schulze von Glaser mit psychologischer Kriegsführung an den Schulen meint:

    3.

    Die Ratspräsidentin der EKD übt in ihrer Neujahrspredigt verhaltene Kritik am Afghanistaneinsatz der Bundeswehr, wird zur Strafe vom Verteidigungsminister vorgeladen und muss nun auch noch mit ihm nach Afghanistan. Dort soll sie eine Feldpredigt halten. Was das alles soll, weiß eigentlich niemand so genau, und deshalb hat das Radio Unerhört Marburg Gunnar Schedel, Mitarbeiter des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten und der Deutschen Friedensgesellschaft gefragt, was er von diesen heftigen Maßnahmen hält und ob Schedel die Verwunderung der Ratspräsidentin der EKD nachvollziehen kann:

    4.

    In seinen Texten verarbeitet Mc Tamarrud die bittere Realität, mit der er Tag für Tag konfrontiert ist. 31`000 palästinensische Flüchtlinge leben im Lager Nahar Al Bäred. Vor zwei Jahren wurde es in einem Krieg, von der libanesischen Armee fast komplett zerstört. Erst vor kurzem hat nun endlich der lang ersehnte Wiederaufbau begonnen. Der palästinensische Rapper Mc Tamarrud bringt all das zur Sprache: seinen Alltag, die Missstände im Camp, und die Aggressionen von Seiten der libanesischen Armee. Hans-Caspar Schuler von Radio RaBe in Bern, hat ihn dort getroffen.

    Das war das zip-fm vom 22. Januar 2010. Diesmal mit Beiträgen aus Nürnberg, Freiburg, München und Bern.

    Mehr Informationen zur Friedenskonferenz gibt’s unter www.friedenskonferenz.info, zum Rapper Mc Tamarrud auf der Homepage des anarchistischen Film-Kollektivs A-Films. Dort ist auch der Videoclip von Mc Tamarrud zu sehen. Die Adresse lautet:

    a-films.blogspot.com

    Ihr könnt die Einzelbeiträge oder die Gesamtsendung nachhören unter freie-radio.net. oder unter zip-fm.net. Das nächste zip-fm gibt es am Dienstag, den 26. Januar. Tschüss und machts gut bis dahin.

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    „Niebel versündigt sich an Afghanen“,

    sagt Grünhelm-Chef Rupert Neudeck

    Mit harscher Kritik reagiert der Mitbegründer des Cap Anamur-Komittes und der Grünhelme auf die Order des Entwicklungsministers: Der hatte gefordert, dass sich Hilfsorganisationen in das Gebiet der Bundeswehr zurückziehen.
    Die Kluft zwischen der Erwartung unserer Mitbürger in Deutschland an den internationalen Militär-Einsatz in Afghanistan und der Realität im Land ist gewaltig. So gewaltig, dass man sich fragt, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Die Behauptung, die Soldaten der Isaf-Truppe seien in Afghanistan, um die Bevölkerung und die humanitären Helfer zu schützen, ist eine doppelte Chimäre. Die Grünhelme etwa arbeiten seit 2003 in der westafghanischen Provinz Herat. Dort hat die Organisation inzwischen 31 Dorfschulen für je 600 Schüler sowie eine Entbindungs- und OP-Klinik aufgebaut.

    In diese Gegend, in der das italienische Isaf-Kontingent zuständig ist, hat sich noch kein westlicher Soldat verirrt. In jedem Dorf frage ich den Schulleiter, den Bürgermeister oder den Mullah beim gemeinsamen Tee, ob sie in ihrem Dorf schon jemals einen Italiener gesehen hätten. Dann schauen mich diese Menschen ungläubig an: Nein, sie wissen nicht mal, wer diese Leute sind. Die Präsenz von 2200 Carabinieri in der riesengroßen Kaserne am Stadtrand von Herat – der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz – lässt sich allenfalls erahnen.

    lies weiter bei FR

    lies auch : Käßmann kritisiert Afghanistan Einsatz

    bilder aus der provinz herat bei : wüstenfuchs

    infos zur provinz herat auch bei: wikipedia

    lies auch: soldaten sind keine entwicklungshelfer in uniform

    südeutsche: taliban aufkaufenaufkaufen der taliban

    lies auch auf diesem blog: unter beschuss

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    Ihre Veranstaltung

    Wenn Sie möchten, dass wir einen Hinweis auf Ihre Veranstaltung

    veröffentlichen, dann senden Sie eine mail an folgende Adresse:

    Mail

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    Befreiung von Auschwitz

    Befreiung von Auschwitz

    Der 27. Januar. Ein Gedenktag? Wer ist sich da schon sicher? Der 27. Januar. Ein Gedenktag. Seit 1996. Nach einem Jahr umfangreicher Erinnerung auch als solcher proklamiert. Vom damaligen Bundespräsidenten. Roman Herzog hielt es für eine gute Idee, den 27. Januar zu einem Tag des Erinnerns zu machen.

    Schließlich hatte doch die große Resonanz zum 50. Jahrestag des Kriegsendes gezeigt: Erledigt ist da noch gar nichts. Schließlich hoben noch einmal die grundsätzlichen Debatten an, stritt man in Frankfurt und anderswo geradezu leidenschaftlich darüber, ob man das Ende des Krieges am 8. Mai denn eher als einen Tag der Niederlage oder der Befreiung verstehen müsste. Regt sich inzwischen kein Mensch mehr drüber auf. Vor anderthalb Jahrzehnten kam der Präsident zu dem Schluss: Der Erinnerungskultur könnte es nur guttun, den 27. Januar, diesen Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, als Gedenktag zu würdigen.

    weiter bei FR

    auf diesem blog: odenwald gegen rechts >> die rollbahn >> kz osthofen

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    Presseente oder nicht – eine Frage der Bewertung

    Meldungen des Tages:

    1. Angebliche Regierungsentscheidung pro Atom ist Presse-Ente

    (Jochen Stay)

    ———————————————————————-

    Message: 1

    Date: Tue, 26 Jan 2010 06:47:45 +0100

    From: Jochen Stay <j.stay@jpberlin.de>

    Subject: [.ausgestrahlt-Pressedienst] Angebliche

    Regierungsentscheidung pro Atom ist Presse-Ente

    To: „Pressedienst .ausgestrahlt“ <pressedienst@ausgestrahlt.de>

    Message-ID: <4B5E8201.8040500@jpberlin.de>

    Content-Type: text/plain; charset=UTF-8

    .ausgestrahlt ? Gemeinsam gegen Atomenergie

    Pressemitteilung

    Hamburg, 26. Januar 2010

    Nachricht über angeblichen Regierungsbeschluss zu Laufzeitverlängerungen

    ist eine Presse-Ente

    Schwarz-Gelb hat sich noch nicht festgelegt / Strommengenübertragung von

    Stade auf Neckarwestheim und Biblis können die AKW-Betreiber ohne

    Zustimmung der Regierung untereinander aushandeln

    Zur Berichterstattung über einen angeblichen Beschluss der

    Bundesregierung, alle 17 Atomkraftwerke weiter zu betreiben und

    Strommengen auf die AKW Neckarwestheim und Biblis zu übertragen erklärt

    Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

    ?Glückwunsch an die Redaktion von ?Spiegel Online?! Ihr ist es gelungen,

    aus einer Mücke einen Nachrichten-Elefanten zu machen, den dann viele

    angebliche Fachleute aus Medien und Politik falsch verstanden haben. So

    wurde aus dem Elefanten schließlich in vielen Berichten eine Ente.

    Am Samstag war in der Online-Ausgabe des ?Spiegel? davon zu lesen, die

    Atomlobby habe sich durchgesetzt und ?das vorläufige Ende des

    Atomausstiegs? sei gekommen. Weiter war zu lesen, die Bundesregierung

    habe sich darauf festgelegt, alle 17 Atomkraftwerke am Netz zu halten.

    Erreicht werden solle dies durch Übertragung von Strommengen auf die

    Pannenreaktoren Neckarwestheim und Biblis, die nach dem derzeitigen

    Atomgesetz kurz vor der Stilllegung stehen. Dies sei Ergebnis des

    Gesprächs von Kanzleramtsminister Ronald Pofalla mit

    Vorstandsmitgliedern der Stromkonzerne vom letzten Donnerstag.

    Was sich liest wie eine Grundsatzentscheidung ist das genaue Gegenteil.

    Denn die Bundesregierung hat die Stromkonzerne beim Gespräch im

    Kanzleramt darauf hingewiesen, dass von ihrer Seite keine kurzfristigen

    Maßnahmen zur Laufzeitverlängerung vorgesehen sind. Es gibt derzeit noch

    nicht einmal die Bereitschaft, einer Übertragung von Reststrommengen von

    neueren auf ältere Reaktoren zuzustimmen, was viele Kommentatoren aus

    der Spiegel-Meldung herausgelesen haben. Auch die Frage, wie viele AKW

    von den geplanten Laufzeitverlängerungen profitieren sollen und wie

    viele aus Sicherheitsgründen vom Netz gehen werden, ist noch nicht

    entschieden und in den Koalitionsparteien umstritten.

    Die einzige Neuigkeit, auf der die Meldung vom Samstag beruht, ist die

    Tatsache, dass die Stromkonzerne ganz ohne Unterstützung der Regierung

    die schnelle Stilllegung von Neckarwestheim und Biblis um einige Monate

    verzögern können, wenn sie zusammenarbeiten. Der Eon-Konzern verfügt

    über Reststrommengen aus dem 2003 stillgelegten AKW Stade, die laut dem

    rot-grünen Atomgesetz ohne Zustimmung der Bundesregierung auf jedes

    andere Atomkraftwerk übertragen werden können. Ob dies wirklich

    geschieht, ist allerdings nicht sicher, da die Reaktoren in

    Neckarwestheim und Biblis den Eon-Konkurrenten EnBW und RWE gehören.

    Bisher wurde keine Einigung erzielt.

    Zwar ist es richtig, dass es unterm Strich, falls die Strommengen von

    Stade auf die süddeutschen Pannen-Reaktoren übertragen werden, einfacher

    gelingen kann, diese bis zu einer Entscheidung der Bundesregierung über

    die Zukunft der Atomenergie am Netz zu halten. Doch die Möglichkeit dazu

    haben SPD und Grüne im Atomkonsens aus dem Jahr 2000 geschaffen, nicht

    Union und FDP beim Gespräch letzte Woche im Kanzleramt.

    So lange sich die schwarz-gelbe Bundesregierung atompolitisch nicht

    festgelegt hat, ist es möglich, durch massive Proteste Einfluss zu

    nehmen. Die Ablehnung der Atomenergie geht inzwischen durch alle

    gesellschaftlichen Lager. Gerade weil die Kanzlerin und ihr

    Umweltminister dies wissen, halten sie sich bis zur Landtagswahl in

    Nordrhein-Westfalen bedeckt. Danach kann die Entscheidung so oder so

    ausfallen. Abhängig ist das davon, wer am Ende mehr Druck ausüben kann:

    die Atomlobby oder die atomkritische gesellschaftliche Mehrheit.?

    Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759

    http://www.ausgestrahlt.de

    Die Meldung auf Spiegel Online im Wortlaut:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,673585,00.html

    .ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die

    AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen

    Protest zu machen.

    ——————————

    Veröffentlicht in ausgestrahlt, ausstieg vom atomausstieg, energie*klima. Kommentare deaktiviert

    2010-02-03 Gründernetzwerk Bensheim lädt ein

    BENSHEIM. Laut einer Studie der Industrie und Handelskammer (IHK) vom November 2009 scheint die Zeit für Existenzgründungen günstig zu sein. 93 Prozent der IHK-Gründungsexperten rechnen mit einer Zunahme von Existenzgründungen in den nächsten zwölf Monaten, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

    Einladung für den 3. Februar

    Das Gründernetzwerk Bensheim startet mit seiner zweiten Veranstaltung am Mittwoch, dem 3. Februar, um 18 Uhr, im Mehrgenerationenhaus, Klostergasse 5, in Bensheim.Als Referent hat der Leiter der Gründerberatung und Qualifizierungsbeauftragte der Wirtschaftsförderung Bergstraße, Rainer Sens, zugesagt.

    Service-Angebote der WFB

    Er wird über Service-Angebote der Wirtschaftsförderung (WFB), wie Workshops zur unternehmerischen Weiterbildung, Finanzierung, Mittelförderung, Fördermittelberatung, Marketing und Gewerbeimmobilienbörse referieren. Und er wird die Gründungsoffensive Bergstrasse Odenwald

    mit Gründerwettbewerb vorstellen.

    Das Gründernetzwerk Bensheim ist eine Plattform für Menschen, die sich mit einer guten Idee selbstständig machen wollen und für eine Selbstständigkeit auf der Suche nach einem Franchising-Konzept sind. Es ist aber auch ein Angebot für Jungunternehmer,

    die sich mehr Erfolg wünschen, aber nicht genau wissen, was sie dafür tun müssen und wer ihnen hilft.

    Frauen mit Migrationshintergrund

    In regelmäßigen Seminaren lädt das Gründernetzwerk Bensheim Experten aus Wirtschaftsförderorganisationen, Handelskammern, Banken und Netzwerkansprechpartner zur Förderung und Unterstützung einer erfolgreichen Unternehmensgründung ein. Ein Ziel ist es, den Anteil der Frauen mit oder ohne Migrationshintergrund bei Unternehmensgründungen zu erhöhen. zg

    —————————————————-

    i Weitere Infos: Dr. Fatemeh Schmidt, Bensheim (Tel. 06251/  582700; E-Mail: schmidtfatemeh@aol.com

     
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    Dekanin: Die Existenz der Tafeln ist im Grunde ein Skandal

    Bedenkliche Entwicklung

    aus einem Bericht über aktuelle Entwicklungen im evangelischen Dekanat Bergstrasse (morgenweb )

    Als bedenkliche gesellschaftliche Entwicklung kommentiert die Dekanin die zunehmende Gründung der „Tafeln“ zur Lebensmittelversorgung bedürftiger Menschen. Die Einrichtungen sind eine der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit: Sie sammeln Lebensmittel und verteilen sie an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Personen, darunter viele Arbeitslose, Geringverdiener, Alleinerziehende und Kleinrentner. „Die Existenz der Tafeln ist im Grunde ein Skandal„, so Ulrike Scherf, die ebenso wie Präses Axel Rothermel einen klaren Handlungsbedarf auf politischer Ebene sieht. „Hier wird deutlich, in welche Richtung sich unser Wohlfahrtsstaat entwickelt hat“, so der Vorsitzende der Dekanatssynode.

    Rothermel bezeichnete die ehrenamtliche Arbeit in den „Tafeln“ als praktizierte Nächstenliebe, erklärte aber, dass eine Gesellschaft erst dann funktioniere, wenn eine solche Hilfseinrichtung überflüssig geworden sei.

    Die Kirche sei der Anwalt der Armen. Eine Regierung indes, die sich als christlich bezeichne, müsse den Menschen entsprechend gute Lebensbedingungen ermöglichen. Insofern sei es ein Armutszeugnis, wenn die Kürzung staatlicher Sozialleistungen derartige Hilfsprojekte erforderlich machten.

    Im Dekanatsgebiet gibt es derzeit „Tafeln“ in Lampertheim, Viernheim und Bensheim, wobei letztere unter der Obhut der katholischen Kirche arbeiten. Bis April will das Diakonische Werk Bergstraße auch in Bürstadt eine solche Einrichtung eröffnen. Bereits im Mai hat die „Tafel“ in Rimbach ihre Arbeit aufgenommen.

    Hilfe für rund 500 Menschen

    Diakonieleiter Hendrik Raekow freut sich über die Unterstützung des Dekanats, das für die Versorgung der Menschen im Weschnitztal im September 10 000 Euro gespendet hat. Laut Raekow nutzen in Rimbach aktuell 169 Haushalte mit insgesamt 500 Personen das Angebot, darunter 250 Kinder unter 14 Jahren. Der Bedarf sei damit aber noch nicht gedeckt, erklärte der Vorsitzende des Diakonischen Werks Bergstraße.

    In Rimbach werden bevorzugt Alleinerziehende und Kleinrentner versorgt. Die ehrenamtliche Arbeit wird von den Kirchengemeinden in Weschnitztal und Überwald trotz deren bisweilen sehr knappen finanziellen Spielraum tatkräftig unterstützt. Gegenwärtig sind 66 Helfer im Boot, weitere Mitarbeiter werden dringend gesucht. Raekow betonte die regionale Dimension der „Tafel“, die gesunde Lebensmittel zu einem symbolischen Preis von einem Euro je Einkauf und Nutzer ausgibt. Auch er plädiert an die Politik, hier mittel- bis langfristig andere Weichen zu stellen, um den Boom der Einrichtungen zu stoppen.

    Neben der Unterstützung der „Tafel“ hat das evangelische Dekanat im vergangenen Jahr ein eigenes soziales Projekt unter dem Titel „Ohne Moos nix los“ gestartet. Dies ermöglicht Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen die kostenfreie Teilnahme an den Freizeitangeboten des Dekanats.

    Weil die Premiere mit 15 Teilnehmern sehr erfolgreich war, soll das Projekt in diesem Jahr in eine weitere Runde gehen. Zur finanziellen Unterstützung werden noch Partner gesucht. Das Konzept geht laut Dekanin Scherf betont unbürokratisch über die Bühne, als Mittler sind die Kirchengemeinden und die Orbishöhe in Zwingenberg dabei. tr

    Bergsträßer Anzeiger
    27. Januar 2010

    lies auch auf diesem blog: vom umgang mit der armut

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    2010-03-10 Seminar Konfliktfeld Integration

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    Stell Dir vor: Du bist ein Flüchtling ( UNHCR Spiel)

    Last Exit Flucht: ein Online-Spiel über Flüchtlinge

    • Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Staatspreis Multimedia 2006.
    • Nominiert für den Grimme Online Award 2007.

    Wie ist es, ein Flüchtling zu sein? Dieser Frage können Jugendliche ab 13 Jahren in einem interaktiven Spiel des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) nachgehen. Unter www.LastExitFlucht.org dreht sich alles darum, was es bedeutet, seine Heimat verlassen und in einem fremden Land ganz von vorn anfangen zu müssen.

    Zusätzlich bietet Last Exit Flucht Hintergrundinformationen zum Thema Flüchtlinge und Menschenrechte sowie einen Lehrerleitfaden mit zahlreichen Vorschlägen für den Einsatz im Unterricht.

    Die Kombination von spielerischer Erfahrung und detaillierter Information soll ein Bewusstsein für die Schutzbedürftigkeit von Flüchtlingen und die Notwendigkeit von Lösungen für deren Probleme schaffen.

    Das Spiel besteht aus drei Teilen: In „Krieg oder Konflikt“ muss sich der Spieler einem Polizeiverhör stellen. Regimekritische Antworten werden von den Ordnungskräften mit Gewalt geahndet. Der Spieler hat nur eine einzige Möglichkeit, der Haft zu entgehen: die Flucht. In rund einer Minute muss er entscheiden, was er für die ungewisse Zukunft in einem ganz neuen Land braucht. Auch auf dem Weg zur Staatsgrenze stehen schwierige Entscheidungen an: Welches Transportmittel ist das sicherste? Soll ich mich einem Schlepper anvertrauen?

    Ist die Grenze endlich überschritten, sind damit noch längst nicht alle Hürden überwunden: Man muss zuerst den Dolmetscher finden, um sich überhaupt verständlich machen zu können. Auch der erste Schultag in einer neuen Klasse ist nicht leicht, wenn Kultur und Sprache völlig fremd sind.

    Der wichtigste Teil dieser Spiel-Ebene: Das Quiz „Flüchtling oder Einwanderer?“. Für sieben verschiedene Personen muss der Spieler jetzt diese Frage beantworten. Die wesentliche Unterscheidung zwischen Flüchtlingen, die keine Wahl haben und nur unter großer Gefahr in ihre Heimat zurückkehren könnten, und Einwanderern, die ohne Risiko ihre Verwandten daheim besuchen können, fällt in der öffentlichen Debatte häufig unter den Tisch.

    Am Beginn des dritten Teils hat der Spieler einen wichtigen Schritt geschafft: Sein Asylantrag wurde genehmigt, er ist damit ein anerkannter Flüchtling. Doch jetzt muss er sein Leben neu organisieren. Die konkreten Aufgaben: einen Sommerjob finden, ein Handy kaufen, die neuen Nachbarn kennen lernen. Bei alldem ist man ständig mit Vorurteilen konfrontiert: „Der nimmt uns die Arbeit weg!“, „Der stiehlt sicher, sobald man ihm den Rücken zudreht“. Sätze, die leider nicht nur in der virtuellen Welt fallen.

    Als Ergänzung informiert das Fakten-Web über Flüchtlingsfragen und Menschenrechte. Jedem Kapitel des Spiels steht ein eigener Infoteil gegenüber. In Texten und Videosequenzen kommen Flüchtlinge selbst zu Wort und es wird ein Einblick in die Situation in verschiedenen Ländern gegeben. Unter anderem können sich die Spieler über eine Reise von UNHCR-Sonderbotschafterin Angelina Jolie zu sudanesischen Flüchtlingen im Tschad informieren.

    Der Lehrerleitfaden zu Last Exit Flucht enthält Vorschläge für Rollenspiele und Gruppendiskussionen zu den jeweiligen Spielabschnitten. Zusätzlich liefert er weitere Hintergrundinformationen und viele Anregungen für die Jugendlichen zum selbstständigen Weiterforschen.

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    Neuerliche Hetzkampagne ( Leserbrief aus dem StB Echo vom 29.1.2010)

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    AKW Bib­lis still­le­gen – wann, wenn nicht jetzt!

    ein Aufruf von AKWende

    Die­sen Auf­ruf gibt’s auch als PDF

    Ge­set­ze sind ein­zu­hal­ten – so heißt es! Da­nach müss­ten Block A und B schon 2008 still­ge­legt sein! Nur mit Tricks durch die Atom­wirt­schaft – mit tat­kräf­ti­ger Un­ter­stüt­zung der hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung – wurde das AKW am Leben er­hal­ten und über die Bun­des­tags­wahl „ge­ret­tet“.

    Jetzt wol­len CDU und FDP die Lauf­zeit um 35 Jahre ver­län­gern – das ist ein Ex­tra­pro­fit von 1 Mil­li­on Euro pro Tag über Jahr­zehn­te hin­aus! Uns Men­schen in der Re­gi­on wird diese töd­li­che Ge­fahr zu­ge­mu­tet, wir wer­den nicht ge­fragt; wir haben nichts zu sagen…

    Pro­fi­te gel­ten mehr als die Si­cher­heit der Be­völ­ke­rung. Im AKW Bib­lis „herrscht das Chaos“ (ARD), strah­len­de Brenn­stä­be la­gern auf dem Werks­ge­län­de, un­ab­hän­gi­ge Ex­per­ten lis­ten eine Viel­zahl von Män­geln auf. Mit die­ser Po­li­tik für die En­er­gie­rie­sen wird die Ge­fahr un­ver­ant­wort­lich wei­ter er­höht und der Aus­bau re­ge­ne­ra­ti­ver Strom­ge­win­nung be­hin­dert und ver­schleppt!

    Wir sagen NEIN zur ge­plan­ten Lauf­zeit­ver­län­ge­rung!
    Wir for­dern die so­for­ti­ge Still­le­gung vom AKW Bib­lis A und B!
    Wir for­dern statt­des­sen den zü­gi­gen Aus­bau einer de­zen­tra­len, re­ge­ne­ra­ti­ven En­er­gie­ge­win­nung!

    Jetzt sind öf­fent­li­che Pro­tes­te ge­fragt…
    Wir rufen alle in­ter­es­sier­ten Men­schen und Or­ga­ni­sa­tio­nen in der Re­gi­on auf, sich aktiv am Wi­der­stand gegen diese men­schen­feind­li­che Po­li­tik zu be­tei­li­gen!

    >>> auf diesem blog artikel zu den flash mob aktionen vor weihnachten in bensheim

    >>> zum thema auch: ausgestrahlt.de

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    DUH Gutachten: Längere Laufzeiten für Alt – AKW verletzten Verfassung

    Pressemitteilung

    28.01.2010, 11:32 Uhr

    Keine längeren Laufzeiten ohne Endlager

    Geplante Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke verstoßen gegen Grundgesetz – Wegen ungelöster Entsorgung darf nicht mehr Atommüll erzeugt werden, als im Rahmen des Atomausstiegs festgelegt wurde – Längere Reaktorlaufzeiten verletzen verfassungsrechtliche Schutzpflichten des Staates

    Berlin, 28. Januar 2010: Längere Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke, wie sie die schwarz-gelbe Bundesregierung derzeit vorbereitet, wären wegen der nicht im Ansatz geklärten Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle rechts- und verfassungswidrig. Das ist das Ergebnis eines Rechtsgutachtens, das die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) heute in Berlin vorgestellt hat. Die Expertise kommt zu dem Ergebnis, dass die Nutzung der Atomenergie dann in einen eklatanten Widerspruch zu den verfassungsrechtlichen Schutzpflichten des Staates gerät, wenn die 2002 mit dem Atomausstiegsgesetz festgelegte Mengenbegrenzung der Atommüllproduktion aufgehoben wird. Dies wäre bei einer Laufzeitverlängerung der Fall.

    „Wir erleben in diesen Wochen eine merkwürdig eindimensionale Debatte über die angebliche Notwendigkeit längerer Reaktorlaufzeiten, während gleichzeitig das grandiose Scheitern des Versuchs, schwach- und mittelaktive Atomabfälle im Salzbergwerk Asse II dauerhaft zu entsorgen, eingestanden werden muss“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake. Für die Entsorgung des um Größenordnungen brisanteren hochradioaktiven Abfalls gebe es mehr als dreißig Jahre nach dem Start der Erkundung des Salzstocks Gorleben keine belastbare Perspektive. Nicht einmal die wissenschaftlichen Kriterien für die Auswahl eines Endlagers seien abschließend geklärt. Die Frage, ob in den 1970er Jahren nicht gänzlich sachfremde Erwägungen für die Auswahl des Standorts Gorleben entscheidend waren, werde voraussichtlich ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss des Bundestages klären müssen. Im Ergebnis sei die Endlagerfrage in Deutschland heute noch offener als zu der Zeit, als das Atomausstiegsgesetz 2002 im Bundestag verabschiedet wurde.

    Baake erläuterte, dass die 2001 zwischen der damaligen rot-grünen Bundesregierung und den Atomkraftwerksbetreibern ausgehandelte Vereinbarung über den Atomausstieg auch die Konsequenz aus der Tatsache zog, dass für die Entsorgung der abgebrannten Brennelemente trotz jahrzehntelanger Bemühungen kein Endlager zur Verfügung stand. Mit dem Atomausstiegsgesetz habe der Gesetzgeber damals die Konsequenzen gezogen. In einer Abwägung zwischen den Schutzpflichten des Staates für das Leben und die Gesundheit seiner Bürgerinnen und Bürger einerseits und den verfassungsrechtlich geschützten Eigentumsrechten der AKW-Betreiber andererseits habe das Parlament gesetzliche Regelungen getroffen, mit denen der Betrieb von Atomkraftwerken nur noch für einen begrenzten Zeitraum hingenommen wurde. Die Reaktorbetreiber hätten die Laufzeitbeschränkung akzeptiert und in der mit der Bundesregierung abgeschlossenen Vereinbarung vom 14. Juni 2000 den Atomkonsens „als einen wichtigen Beitrag zu einem umfassenden Energiekonsens“ bezeichnet. Baake: „Wenn der Staat jetzt unter dem Druck der Konzerne aber ohne Not eine Laufzeitverlängerung beschließt, verletzt er seine Schutzpflichten, indem er die Produktion von zusätzlichem Atommüll ohne geeignete Entsorgungsmöglichkeit zulässt“. Weil die erneuerbaren Energien Strom aus Atomkraftwerken Schritt für Schritt ersetzten und Deutschland in den vergangenen Jahren Rekordstrommengen ins Ausland exportierte, seien auch keine „überragenden Gemeinwohlgründe“ erkennbar, die gegen die Vorsorge- und Schutzpflichten des Staates in Stellung gebracht werden könnten.

    Die Leiterin Klimaschutz und Energiewende der DUH und Autorin des Rechtsgutachtens, Cornelia Ziehm, sagte, eine Laufzeitverlängerung wäre auf Grund der auch in absehbarer Zeit ungelösten Entsorgungsfrage für hochradioaktive Abfälle rechts- und verfassungswidrig. Sie stünde im Widerspruch zur Nichterfüllung der staatlichen Schutzpflichten aus Artikel 2, Absatz 2 (Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit) und Artikel 14, Absatz 1 (Recht auf Eigentum) Grundgesetz  sowie dem gemäß Art. 20a Grundgesetz gebotenen Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen auch für künftige Generationen.

    „Der Staat ist bis heute weit davon entfernt, seiner Schutzpflicht genüge zu tun. Über 50 Jahre nach Schaffung der gesetzlichen Grundlagen für die kommerzielle Nutzung der Atomenergie in Deutschland ist ein Endlager für hochradioaktive Abfälle nicht nur nicht verfügbar. Es fehlt nach wie vor bereits an einer realen Endlagerperspektive für hochradioaktive Abfälle“, sagte Ziehm. Damit die Entsorgungsvorsorgepflicht des Bundes als erfüllt angesehen werden könne, bedürfe es mindestens belastbarer Indizien, die auf die Realisierung und Verfügbarkeit eines Endlagers in absehbarer Zeit schließen lassen. Der Bund müsste zur Erfüllung der ihm obliegenden Entsorgungsvorsorgepflicht eine realistische Planung über ein bedarfsgerecht zur Verfügung stehendes Endlager für hochradioaktive Abfälle sowie deren Realisierbarkeit darlegen. Das wiederum setze einen positiven Eignungsnachweis sowie eine Aussage zur Auswahl des bestmöglichen Standortes voraus. An beidem fehle es für den Standort Gorleben. Mit einer – positiven oder negativen – Eignungsaussage für den Standort Gorleben sei frühestens in 15 Jahren zu rechnen. Um eine Aussage über die Auswahl des bestmöglichen Standortes treffen zu können, sind zudem noch nicht einmal die ersten dafür notwendigen Schritte durch ein Standortauswahlverfahren eingeleitet worden.

    Sollte es jetzt ohne Vorliegen so genannter überragender Gemeinwohlgründe zu einer Laufzeitverlängerung kommen, verletze der Staat seine verfassungsrechtlichen Vorsorge- und Schutzpflichten, indem er die Produktion von zusätzlichem Atommüll ohne geeignete Entsorgungsmöglichkeit zulasse. „Die Bundesregierung kann nicht länger so tun, als hätten Laufzeitverlängerungen und die über Jahrzehnte verdrängten und unterschätzten Probleme bei der Atommüll-Entsorgung nichts miteinander zu tun.Tut sie es doch, müssen die Gerichte entscheiden“, schloss Ziehm.

    Hinweis: Das Rechtsgutachten „Ohne Endlager keine Laufzeitverlängerung – zur Rechts- und Verfassungswidrigkeit einer Laufzeitverlängerung“ von Dr. Cornelia Ziehm können Sie am Ende dieser Seite herunterladen.

    Für Rückfragen:

    Rainer Baake
    Bundesgeschäftsführer, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin; Mobil: 0151 55 01 69 43, Tel.: 030 2400867-0, E-Mail: baake@duh.de

    Dr. Cornelia Ziehm
    Leiterin Klimaschutz und Energiewende, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin; Mobil: 0160 94182496; Tel.: 030 2400867-0, E-Mail: ziehm@duh.de

    quelle: DUH auch : Gutachten

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    Vereint gegen Windkraft

    unter dieser Überschrift veröffentlichte Echo – Online am 03.02.2010 einen Bericht über eine Veranstaltung des Geo-Naturparks-Bergstrasse-

    Odenwald, die offenbar sehr einseitig besetzt war und in der gegen Windkraftanlagen Stimmung gemacht wurde:

    Auszug:

    LORSCH.

    Im Nibelungensaal des historischen Rathauses in Lorsch wurde am Montagabend über das Thema Windkraft diskutiert. Dabei waren die Gegner von Windkraftanlagen im Geopark Bergstraße-Odenwald unter sich ,,Informationsveranstaltung zum Thema Windenergieanlagen im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald“ lautete der Titel eines Vortragsabends, den der Geopark am Montag in Lorsch organisiert hatte. Tatsächlich ging es offenbar mehr darum, Argumente gegen die Rotoren im Geoparkgebiet zu sammeln. Alle vier Referenten legten im Nibelungensaal des Alten Rathauses dar, warum aus unterschiedlichen Gründen Windkraft dort außen vor bleiben sollte. Eingeladen waren die Mitgliedskommunen des Geoparks in den Kreisen Bergstraße und Groß-Gerau, die unter anderem von den Bürgermeistern Rainer Bersch (Groß-Rohrheim), Klaus Jäger (Lorsch), Joachim Kunkel (Wald-Michelbach), Helmut Morr (Birkenau) und Rolf Reinhard (Abtsteinach) repräsentiert wurden. Unter den 30 Zuhörern waren auch einige Bürger. Zur  Einstimmung erinnerte der Bergsträßer Landrat Matthias Wilkes (CDU) in seiner Funktion als Vorsitzender des Geoparks an den im Dezember 2006 mit großer Mehrheit gefassten Beschluss, sich wegen der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes gegen Windenergieanlagen in dem Naturpark auszusprechen. Mitten im Ballungsraum Rhein-Main-Neckar sei es
    elementar, das Landschaftsbild im Geopark zu bewahren, um Naherholung und Tourismus zu ermöglichen, so Wilkes. Er persönlich finde die Anlagen extrem hässlich. Durch fortwährende Subventionen des Energieeinspeisegesetzes gebe es jedoch immer mehr Interesse von Investoren, solche Anlagen zu errichten, beispielsweise in den ,,Höhen-Ortsteilen der Stadt Heppenheim“, sagte Wilkes. Er spielte damit auf die Heppenheimer Firma 3 P Windenergie an, die je drei Windräder auf dem Kesselberg bei Ober-Hambach und auf dem Salzkopf zwischen Sonderbach, Wald-Erlenbach und Kreiswald errichten will. Für Wilkes sind die Grenzen kommunaler Selbstverwaltung jedoch erreicht, wenn solche Anlagen ebenso in Nachbarkommunen sichtbar sind.

    >>>>zum vollständigen artikel

    > > > lies auch auf diesem blog: kommunaler klimaschutz

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    Röttgen positioniert sich im Streit um Laufzeiten für Atommeiler

    BERLIN taz | Im Streit über längere Laufzeiten der Atomkraftwerke hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sich klar positioniert: Entscheidend sei allein die Geschwindigkeit, mit der die Stromerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse zunehme. „In dem Augenblick, in dem wir 40 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Deutschland haben, gibt es keine Notwendigkeit mehr für Kernenergie“, erklärte Röttgen. Derzeit liefern Ökoenergien 16 Prozent des Stroms, AKWs 23 Prozent.

    Bis wann die Erneuerbaren einen Anteil von 40 Prozent erreichen können, darüber gibt es unterschiedliche Prognosen. Das Umweltministerium ging im letzten Jahr – noch unter SPD-Minister Sigmar Gabriel – von 35 Prozent im Jahr 2020 aus. 40 Prozent würden dann etwa im Jahr 2022 erreicht – und damit genau zum Zeitpunkt, da auch gemäß dem derzeit geltenden Ausstiegsbeschluss das letzte AKW vom Netz gehen sollte.

    mehr bei der taz

    Veröffentlicht in atomkraft: 100 gute. gr. gg.., energie*klima, laufzeiten für atommeiler. Kommentare deaktiviert

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    Unter Beschuss

    Marc Lindemann: Unter Beschuss
    Warum Deutschland in Afghanistan scheitert

    Seit Ende 2001 kämpfen deutsche Soldaten in Afghanistan gegen einen unsichtbaren Feind, die Taliban. Inzwischen dauert ihr Einsatz länger als der Zweite Weltkrieg. Offiziell soll die deutsche Bundeswehr am Hindukusch verfassungsgemäß lediglich die Aufbauarbeit sichern. Die Realität sieht aber anders aus.

    Vor wenigen Wochen kam der deutsche Nachrichtenoffizier Marc Lindemann von seinem zweiten Afghanistan-Einsatz zurück. Der Politologe war dort für sicherheitsrelevante Information zuständig. Er verfasste Lageberichte, die an alle verantwortlichen politischen Schaltstellen gingen, hatte Kontakt zur afghanischen Bevölkerung, den NATO-Streitkräften und Geheimdiensten. Gerade ist sein Buch Unter Beschuss erschienen – der Inhalt: brisant und politisch hochexplosiv. Lindemanns ungeschminkter Bericht bestätigt das, was man schon ahnte und geht weit darüber hinaus. Zunächst wirft er den politisch Verantwortlichen Etikettenschwindel und Verharmlosung vor. Die Bundeswehr führe Krieg! Dieser stehe in direktem Bezug zur Religion des Islam. Der Islam dürfe in seiner scharfen Radikalität keine Grundlage für Verhandlungen sein. „Wenn deutsche Soldaten ihre Feldlager verlassen, so Lindemann, „fahren sie in eine völlig andere Welt hinaus , stehen einem Feind gegenüber, der völlig unverständlich ist, nichts achtet, was uns als Wert erscheint, der bereit ist, alles einzusetzen, um uns als Repräsentanten der westlichen Idee zu vernichten.“ Noch nie habe es eine effektive Strategie für diesen Einsatz gegeben. Von den vier gleichermaßen verantwortlichen Ministerien – Außen, Innen, Entwicklung- und Wirtschaftliche Zusammenarbeit- sei kaum etwas zu hören. Die deutsche Politik feiere jahrelang symbolische Erfolge, wie Mädchenschulen, Internetcafés und Gleichberechtigungsprojekte. Lindemann fordert lückenlose Aufklärung und ein sofortiges Umdenken. Unter Beschuss ist eine alarmierende Analyse der aktuellen Situation Afghanistan, die sich nicht in Vorwürfen verliert, sondern wichtige Impulse liefert. Soldatinnen und Soldaten sollen nicht länger unter diesen Umständen ihr Leben einsetzten.

    Marc Lindemann:
    „Alle demokratischen Parteien Deutschlands mit Ausnahme der Linken haben sich für den Afghanistaneinsatz ausgesprochen und unterstützen diesen bis heute offen. Sie sind somit auch für dessen Entwicklung und insbesondere für einen erfolgreichen Abschluss des Engagements in die Pflicht zu nehmen.“


    Unter Beschuss
    von Marc Lindemann
    Econ, 2010

    quelle: 3sat bookmark

    lies auch auf diesem blog: Niebel versündigt sich an Afghanen

    Veröffentlicht in *afghanistan, 3sat bookmark, bücher, unter beschuss. Kommentare deaktiviert

    Gatti: Bilal, als Illegaler auf dem Weg nach Europa

    Der italienische Wallraff

    Fabrizio Gatti

    „Bilal: Als Illegaler auf dem Weg nach Europa“

    Buchcover (Bild: Verlag) Bilal ist ein Illegaler, unterwegs auf einer der berüchtigtsten Transitrouten von Afrika nach Europa. Bilal ist Fabrizio Gatti, der renommierte italienische Journalist, der sich unter diesem Namen als Migrant unter die anderen gemischt hat, um zu erleben, was sie erleben, und davon zu erzählen. Von Dakar zieht er mit dem Flüchtlingsstrom bis in die Sahara; auf klapprigen Lastwagen durchqueren sie unter unvorstellbaren Entbehrungen die Wüste. Immer wieder werden sie überfallen. Schlepper und korrupte Polizisten wechseln sich darin ab, den Flüchtlingen ihre letzte Habe zu nehmen: Der moderne Menschenhandel entlang der neuen großen Trecks ist auch ein brutales, hochprofitables Geschäft. Viele stranden, manche Spur verliert sich für immer. Die es schaffen, die mit letzten Mitteln die Grenzen passieren, die gefährliche Überfahrt in viel zu vollen Booten übers Meer überleben, erwarten Auffanglager und brutale Abschiebung. Doch sie werden wiederkommen, solange sich das Elend in ihren Heimat­ländern nicht ändert. Die moderne Odyssee der neuen Arbeitssklaven hat gerade erst begonnen. Fabrizio Gatti ist, als Augenzeuge und Schriftsteller, ihr Chronist geworden.gefunden bei libribesprochen auch bei hr onlinehr online und br online zündfunk sowie buecher de

    auf diesem blog : 7.10.2009: Urteil im Aap Anamur Prozess ergangen

    und 18.01.2010: Symbolische Flüchtlingsaufnahme aus Malta

    sowie: 09.01.2010 Save me weiter: 21.09.2009 Verfassungsgericht stoppt erstmalig Abschiebung nach Griechenland

     


    Union einigt sich im Jobcenter-Streit

    Durchbruch beim Krisengipfel der Union: Arbeitsministerin von der Leyen und die Unionsministerpräsidenten haben sich auf eine gemeinsame Linie zur Zukunft der Jobcenter verständigt. Schwarz-Gelb will nun mit der SPD über eine Grundgesetzänderung verhandeln.

    Berlin – Arbeitsministerin Ursula von der Leyen kann aufatmen: Bund und Länder haben sich über die vom Verfassungsgericht geforderte Reform der Jobcenter geeinigt. Die Koalition werde mit der SPD über eine Grundgesetzänderung verhandeln, kündigte die CDU-Ministerin nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der unionsregierten Länder am Sonntagabend in Berlin an. Dazu werde mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier schnellstmöglich ein Termin vereinbart.

    In der vergangenen Woche hatten immer mehr Landesregierungen vom Bund gefordert, mit einer Grundgesetzänderung die Betreuung von Langzeitarbeitslosen aus einer Hand sicherzustellen. Am Wochenende signalisierte die SPD dazu Bereitschaft.

    mehr bei spiegel online

    siehe auch gesetzentwurf der spd zur änderung des GG
    was noch am SGB II geändert werden soll analysiert Martin Bongards in einem Papier für den DGB Hessen;  siehe zum Ganzen auch den Regierungsentwurf zur Einführung der eigenverantwortlichen und kooperativen Aufgabenwahrnehmung in der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Siehe auch den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Verstetigung der kommunalen Option siehe auch auf diesem blog : kreistag bergstrasse will neue wege fortführen und Betroffene fordern Leistungen aus einer Hand

    Fast alle suchen reguläre Arbeit

    08..02.2010

    Fast alle Hartz-IV-Empfänger bemühen sich ernsthaft um eine reguläre Arbeit. Von den Langzeitarbeitslosen unter 56 Jahren stünden 90 Prozent für eine reguläre Beschäftigung zu Verfügung. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer noch unveröffentlichten Studie, die der „Frankfurter Rundschau“(FR) vorliegt.

    Arbeitsmoral ist vorhanden

    „Das Problem ist nicht die Arbeitsmoral“, fassen die Ökonomen ihre Hartz-IV-Bilanz zusammen. Nur bei den Älteren sinke die Bereitschaft dramatisch, offenbar weil sie keine berufliche Perspektive mehr für sich sehen. Von den 56-Jährigen und Älteren erklärten 42 Prozent, keine Stelle mehr antreten zu wollen.

    Arbeitsmotivation schon vor Hartz IV hoch

    Das DIW stellte fest, dass die Hartz-Reformen die Arbeitsmotivation von Arbeitslosen wie von der Politik erwartet nicht gesteigert haben. Offenkundig sei die Motivation schon vor der Reform „kaum steigerungsfähig“ gewesen. Dies gelte insbesondere für die neuen Bundesländer, wo noch weniger Erwerbslose auf einen Job verzichten würden als in Westdeutschland.

    Die Daten beruhen auf Auswertungen einer repräsentativen Wiederholungsbefragung von über 12.000 Privathaushalten.

    quelle: banktipp zum gleichen thema : FR: Arbeiten? Ja bitte / Franz schlägt Kürzungen vor ebenfalls in der FR ein Bericht über das Sozialforum …für ein besseres Hessen… das interview mit dem wirtschaftsweisen franz in der wiwo / siehe auch roland koch im wiwo interview >>>>>lies auch auf diesem blog:  neuerliche hetzkampagne und koch unter beschuss

    2010-02-09 BVerfG entscheidet über Regelsätze Hartz IV

    1. Kurzbewertung zu den Überprüfungsanträgen nach der BVerfG – Entscheidung

    (quelle thome newsletter vom 09.02.2010)

    ===================================================================================================
    Das Bundesverfassungsgericht hat klargestellt, dass es die Höhe der Regelleistungen gegenwärtig für verfassungswidrig hält, es keinen rückwirkenden Handlungsbedarf sieht und angeordnet, dass diese (lediglich) für die Zukunft neu festzusetzen seien. Das ergibt sich aus: http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls20100209_1bvl000109.html Randziffer 219.

    Somit muss festgestellt werden, dass die Kampagne mit den Überprüfungsanträgen leider nicht erfolgreich war. Die Kampagne war ein Versuch, der von vornherein nicht viel Aussicht, aber zumindest für die Betroffenen eine Chance geboten hatte. Aus Sicht der Erwerbslosen diese Chance nicht wahrzunehmen wäre eine Dummheit gewesen, daher war die Kampagne zu den Überprüfungsanträgen richtig. Nur leider – aufgrund der zum Teil enttäuschenden – Entscheidung des BVerfG nicht erfolgreich.

    Verfahrensrechtlich ist jetzt zu sagen das weitere Überprüfungsanträge keinen Sinn machen. Diese müssen nicht mehr gestellt werden. Alle dahingehenden offenen Verfahren sollten als erledigt erklärt werden oder wenn jetzt das Amt offene oder ruhend erklärte Überprüfungsanträge wieder aufnimmt und ablehnt keinen Widerspruch einlegen.
    Sind Klagen gegen Widerspruchsbescheide eingelegt worden, ist zu empfehlen das jeweilige Gericht unter Nennung des Aktenzeichens anzuschreiben und mitzuteilen das sich die Sache nun erledigt hat und die Klage zurückgenommen wird oder einem entsprechende Schreiben des Gerichtes dahingehend zu beantworten.

    Kurze Überlegungen neben de Umgang mit den Überprüfungsanträgen: Das BVerfG  hat dem Gesetzgeber Hausaufgaben erteilt, die Regelleistungen bis Ende 2010 neu zu bemessen. Nachdem das Gericht jetzt nur sehr unklare Maßgaben gesetzt hat, wie diese Neubemessung der Regelleistungen auszusehen hat, ist es jetzt geboten entsprechende „Nachhilfe“ durch die Betroffenen und die Sozial- und Wohlfahrtsverbände zu geben.
    Das Jahr 2010 sollte zu einem Jahr der Proteste gegen Niedriglohn, Sozialkürzung und für das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Leben werden. Mit einer dahingehenden Welle von Protesten sollte die nun schwarz-gelbe Regierung quer durch das ganze Land konfrontiert werden. Das ist die beste „Nachhilfe“ dafür, dass die BVerfG – Entscheidung im Ergebnis für die Betroffenen zu höheren Leistungen führt und endlich mal ein Signal gegen den derzeitigen Sozialraub gesetzt wird.

    Abschließend, möchte ich vor verfrühter Enttäuschung über das BVerfG Urteil warnen, das Gericht hätte natürlich rückwirkend zu Gunsten der Betroffenen entscheiden können, diese Geste der Wiedergutmachung für erfahrenes (verfassungswidriges) hätte allen Millionen in ihrer Würde und Existenz verletzten Hart IV-Beziehern verdammt gut getan.
    Die Entscheidung wird in der Perspektive eine Reihe von Veränderungen nach sich ziehen,so jetzt vorübergehend und dauerhaft die Schaffung einer Anspruchsgrundlage für laufende atypische Bedarfe, höhere Regelleistungen für Kinder, möglicherweise auch für Erwachsene bis hin zu einer ganz klaren Abfuhr an die Forderungen Wirtschaftsweisen bis hin Stammtischpolitikern die eine Kürzung der Regelleistung fordern. Da hat das BVerfG eine Marke gesetzt, das sie solche Projekte nicht mittragen und das die Menschenwürde oberstes Gut ist und das auch der Gesetzgeber oder auch schwarz/gelbe Regierungen daran nichts ändern dürfen.

    Ich denke wir werden darüber noch viel zu diskutieren haben. In dem Sinne war die BVerfG erfreulich.

    =================================================================================================
    Harald Thomé
    Fachreferent für Arbeitslosen- und Sozialrecht
    Rudolfstr. 125
    42285 Wuppertal

    www.harald-thome.de
    info@harald-thome.de

    ==================================================================================================

    pressestimmen: faz: der soziale zusammenhalt zeit – online : das Ende der Willkür süddeutsche: grundrecht auf existenzminimum und :innenminister rüffelt gericht spiegel online: cdu politiker will hartz IV sätze drücken taz: kosten soll es nichts

    siehe auch auf diesem blog >>>>> Bundesverfassungsgericht verhandlet über Hartz IV Regelsätze >>>>Bundesverfassungsgericht entscheidet demnächst…. >>>Hartz IV Sätze wurden passend gerechnet

    Karneval und Krieg _ die Wiederbelebung des Kölner Geisterzugs

    1991: Die Null-Nummer

    Die Geisterzüge der letzten Jahre hätte es wohl nicht gegeben, wenn nicht im Winter 1990/91 nach dem Einmarsch der Iraker in den Erdölstaat Kuwait die US-Regierung die Weltwirtschaft in Gefahr gesehen hätte und daraufhin den Irak mit einem Krieg überzog, der durch die US-Zensur auf den Fernsehern der Welt als Videospiel erschien. Reale Leichen und Verstümmelte gab es im TV so gut wie nicht.
    In Deutschland hatte die Polizei nicht genug Mitarbeiter, um den wg. des Krieges verstärkten Objektschutz und gleichzeitig die rheinischen Karnevalsumzüge abzusichern. Daher wurde der Straßenkarneval verboten.
    Die offizielle Begründung „in Kriegszeiten dürfe man nicht so ausgelassen feiern“ entlarvte sich schnell als vorgeschoben: denn während des Krieges in Jugoslawien gab es diese Pietät kaum. In New Orleans feierten die Amerikaner während des Krieges wie in anderen Jahren auch.
    Es zeigte sich, dass Antimilitarismus und Skepsis gegen Obrigkeiten in Köln durchaus mit dem Karneval kompatibel sind.
    Friedensengel und Weltenbummler Arm in Arm, Bild: KR Das Kölner Friedensplenum rief auf Vorschlag von Erich Hermans zu einer Anti-Golfkriegs-Demo am Rosenmontag auf dem üblichen Rosenmontagszugweg auf. Die Anhänger des offiziellen Karnevals wollten „den Chaoten“ die Strecke nicht überlassen und gingen mit. Diese Mischung wurde einer der schönsten Umzüge der Kölner Geschichte. Es war wohl das einzige Mal in der gesamten Geschichte, dass die gesamte Schildergasse gemeinsam „Schneeflöckchen, weiß Röckchen … .“ sang.
    Über diesen Zug wurden mehrere Bücher geschrieben, weshalb hier nicht weiter in die Details gegangen wird.

    das zitat stammt von : www.geisterzug.de lies auch: wdr: karneval für die oberschicht

    auf diesem blog: prinz amir ..


    Veröffentlicht in geisterzug. Kommentar schreiben »

    Jung, muslimisch,arbeitslos

    Eine Sendung von tachelses TV

    Phoenix strahlt die Debatte am 28. Februar um 13 und um 22.30 Uhr aus.

    siehe auch flyer zur sendung

    siehe auch tacheles tv

    zur vorangegangenen Sendung

    artikel auf diesem blog

    Saver Internet Day

    Den Rest des Beitrags lesen »

    Weitere Einschätzungen zum Hartz IV Urteil des Bundesverfassungsgerichts

    Rainer Roth schreibt:

    „Ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu begrüßen? Nein!

    Hartz IV-Eckregelsatz verfassungsgemäß

    Entgegen der zahlreichen Falschmeldungen aus Medien („Regelsätze für Hartz IV-Empfänger verfassungswidrig” FAZ 11.02.2010) und Wohlfahrtsverbänden hat das Bundesverfassungsgericht die Höhe der Regelsätze nicht für verfassungswidrig erklärt.

    Es hat im Gegenteil eindeutig festgestellt: „Da nicht festgestellt werden kann, dass die gesetzlich festgesetzten Regelleistungsbeträge evident unzureichend sind, ist der Gesetzgeber nicht unmittelbar von Verfassungs wegen verpflichtet, höhere Leistungen festzusetzen”. (BVerfG Pressemitteilung).

    Diese Feststellung bezieht sich auch auf die Kinderregelsätze…………………………..

    mehr dazu bei tacheles aktuell_Bewertung_Roth

    oder auch  als pdf1

    Die Bonner Rechtsanwältin Dr. Alexandra Unkelbach

    zeigt sich von dem Urteil ebenfalls enttäuscht .

    Sie meint allerdings das Urteil schaffe eine neue Anspruchsgrundlage für sogenannte

    atypische Bedarfe :

    „Bundesverfassungsgericht schafft Anspruchsgrundlage für laufende atypische Bedarfe

    Die mit Spannung erwartete Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu den Regelsätzen (1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09 und 1 BvL 4/09) hat bei den Leistungsbeziehern allgemein Enttäuschung hervorgerufen. Die Hoffnung vieler, das Bundesverfassungsgericht werde die Regelsätze zumindest für Kinder als zu niedrig ansehen und eine sofortige oder rückwirkende Erhöhung anordnen, wurden enttäuscht. Dennoch ist das Urteil nicht ganz ohne unmittelbaren positiven Nutzen. Denn eine Anordnung hat das Bundesverfassungsgericht nun doch getroffen.

    Zumindest einige wenige Leistungsbezieher können unmittelbar von dem Urteil profitieren. Das Bundesverfassungsgericht hat nämlich nicht nur zu den Regelsätzen Stellung genommen, sondern auch zum laufenden Sonderbedarf….“

    mehr dazu bei tacheles aktuell_ Bewertung_Unkelbach

    oder auch  als pdf 2

    siehe auch auf diesem blog >>>> erste einschätzung im thome newsletter und jetzt auch>>> stern.de >>>>>>freut euch nicht zu früh >>>>> eher positiv die Einschätzung des Darmstädter Sozialrichters Jürgen Borchert im Interview mit der Süddeutschen Zeitung:  Keine Willkür mehr , keine Heimlichtuerei >>>>lies auch den Kommentar von Prantl in der SZ

    Veröffentlicht in BVerfG zu hartz IV, hartz_IV_etc. Kommentare deaktiviert

    Jeremy Rifkin, die emphatische Zivilisation

    eine Buchbesprechung bei FR online

    Wer ein großes Rad schlägt, kann auch auf dem Bauch landen. Der amerikanische
    Trendforscher und Regierungsberater Jeremy Rifkin schlägt in seinem neuen Buch gleich
    zwei große Räder. Er möchte gegen das uralte Paradigma des Egoismus und der wölfischen
    Konkurrenz unter Menschen die Empathie rehabilitieren und obendrein darlegen, dass wir
    einem „Zeitalter der Empathie“ entgegen gehen.
    Methodisch kommt das zwei Salti mortali gleich. Gestützt auf notorisch „neueste“
    Forschungsergebnisse von Biologen, Kognitionswissenschaften und Hirnforschern, deren
    Hypothesen er als Gewissheiten präsentiert, strickt Rifkin an einer neuen Anthropologie; er
    gibt vor, ganz genau zu wissen, worin das „menschliche Wesen“ und „die menschliche Natur“ bestehen.
    Aussagen darüber sind methodisch und sachlich so voraussetzungsreich, dass sie heute kaum mehr ernsthaft versucht
    werden. Seit Aristoteles gilt „der“ Mensch als „zoon politikón“, als soziale Kreatur. Schon diese Behauptung ist nicht
    ganz leicht zu begründen. Jürgen Habermas hat ein Lebenswerk darauf verwandt.
    Rifkin nun überbietet Aristoteles und Habermas im Handstreich, wenn er meint,
    Menschen seien nicht nur gesellige, sondern „von Natur aus liebevolle Wesen“.
    „Unser Hirn ist auf Empathie geschaltet – es ist unsere Natur, es ist das, was uns zu
    sozialen Wesen macht.“ Versuche mit Affen und die hirnphysiologische Hypothese
    von der Existenz der Spiegelneuronen führt Rifkin als Beleg für seine ausgreifende
    These an.

    mehr bei FR Online

    Veröffentlicht in bücher, rifkin. Kommentar schreiben »

    Bundesagentur veröffentlicht Härtefallliste

    wir dokumenieren die betreffende Geschäftsanweisung als pdf

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    DIW Studie: Armutsrisiko steigt.

    In einer Studie stellt das industrienahe DIW – Institut ein steigendes Armutsrisiko fest
    Wir teilen die Analyse aber nicht unbedingt die daraus gezogenen Schlussfolgerungen.

    Zur Diskussion :

    Pressemitteilung vom 18.02.2010
    Armutsrisiko in Deutschland steigt: Kinder und junge Erwachsene besonders betroffen

    quelle: DIW   zur Studie:  DIW Studie

    DIW Berlin: Höhere Hartz-IV-Sätze lindern Symptome, aber Ursachen von Armut bleiben

    Nach aktuellen Daten lebten im Jahr 2008 in Deutschland rund 14 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsschwelle. Das sind rund ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren. Dabei sind Kinder und junge Erwachsene besonders betroffen, so das Ergebnis einer neuen DIW-Studie. „Höhere Hartz-IV-Sätze reduzieren zwar Einkommensdefizite“, sagt Markus Grabka, einer der Autoren der DIW-Studie, „sinnvoller erscheinen uns aber Investitionen in Kinderbetreuung und in verbesserte Erwerbschancen für Alleinerziehende und Familien mit jungen Kindern.“

    Ein Viertel der jungen Erwachsenen lebt unter der Armutsschwelle

    Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens seines Landes zur Verfügung hat. So hat es die Europäische Kommission festgelegt, die 2010 auch zum Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung ausgerufen hat. „Erst wenn wir von Ursachen und Auswirkungen von Armut ein klares Bild haben, können wir sie wirkungsvoll bekämpfen“, sagt DIW-Experte Markus Grabka. In Deutschland sind nach den aktuellsten Daten für 2008 etwa 14 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet – 11,5 Millionen Menschen. „Vor allem junge Erwachsene und Haushalte mit Kindern sind betroffen.“ Unter den 19- bis 25-Jährigen lebte 2008 knapp ein Viertel unterhalb der Armutsschwelle, so die DIW-Studie.

    Die DIW-Forscher machen dafür vor allem drei Gründe aus: So hätten die Dauer der Ausbildung sowie der Anteil der Hochschulabsolventen zugenommen – was den Einstieg ins Berufsleben verzögert. Zudem würden viele Berufsanfänger über schlecht bezahlte Praktika und prekäre Arbeitsverhältnisse ins Arbeitsleben einsteigen, und es gebe den Trend, das Elternhaus früher zu verlassen.

    Risiko steigt mit Kinderzahl – Allein zu erziehen erhöht Armutsgefahr

    „Insbesondere Familienhaushalte mit mehr als zwei Kindern sind stärker von Armut betroffen“, sagt Joachim Frick, Co-Autor der Studie. Für Familien mit drei Kindern liegt das Risiko bereits bei knapp 22 Prozent, bei vier und mehr Kindern erreicht es 36 Prozent. „Gegenüber 1998 ist das Armutsrisiko kinderreicher Haushalte beträchtlich gestiegen“, so Frick, „und das, obwohl der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze und das Elterngeld diese Entwicklung bereits entlastet haben.“ Mit über 40 Prozent weisen Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern ebenfalls weit überdurchschnittliche Armutsraten auf.

    Altersarmut aktuell kein großes Problem

    Relativ gut stellen sich nach der Studie dagegen die aktuell 46- bis 55-Jährigen. „Diese Gruppe hat die Bildungskarriere in der Regel abgeschlossen und ist überwiegend berufstätig“, so Joachim Frick. Personen am Ende ihres Berufslebens oder zu Beginn des Ruhestands weisen ebenfalls ein unterdurchschnittliches Armutsrisiko auf. Erst nach dem 75. Lebensjahr steigt das Armutsrisiko wieder auf das Durchschnittsniveau, was die Forscher unter anderem auf den höheren Anteil von Witwen mit geringeren Alterseinkünften zurückführen. „Knapp ein Fünftel der allein lebenden alten Frauen lebt unterhalb der Armutsschwelle“, sagt Joachim Frick. „Für Ältere, die in einer Partnerschaft leben, stellt Armut derzeit aber kein großes Problem dar.“

    Höhere Hartz-IV-Sätze lindern zwar akute Einkommensdefizite…

    Obwohl der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze seit 1993 und auch das 2007 eingeführte Elterngeld Wirkung zeigen, bleiben Kinder und Jugendliche einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Eine Anhebung der Hartz-IV-Sätze kann zwar den akuten Einkommensbedarf der Betroffenen decken, trifft aber nach Auffassung der Wissenschaftler nicht den Kern des Problems. Das gelte auch für die jüngste Anhebung des Kindergelds nach dem Gießkannenprinzip. „Hier mangelt es an Zielgenauigkeit“, so Grabka.

    …zielgruppengenaue Maßnahmen können aber Ursachen von Armut erreichen

    „Finanzielle Unterstützung allein bekämpft zwar Symptome, kuriert aber nicht die Ursachen von Armut“, so die Autoren der DIW-Studie. Sie fordern einen auf die Zielgruppe zugeschnittenen Mix aus finanzieller und nicht-finanzieller Unterstützung. „Investitionen in Betreuungseinrichtungen und in die Verbesserung der Erwerbschancen für Alleinerziehende und Eltern junger Kinder könnten hier effektiver wirken.“

    Hintergrund SOEP

    Empirische Grundlage der Studie sind die vom DIW Berlin in Zusammenarbeit mit TNS Infratest Sozialforschung erhobenen Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Das SOEP ist eine seit 25 Jahren laufende Langzeitbefragung von mehr als 10.000 privaten Haushalten in Deutschland. Das am DIW Berlin angesiedelte SOEP gibt Auskunft über Faktoren wie Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung oder Gesundheit. Weil jedes Jahr die gleichen Personen befragt werden, können langfristige soziale und gesellschaftliche Trends besonders gut verfolgt werden – unter anderem die Entwicklung der Einkommensverteilung in Deutschland.

    Links
    Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland: Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen
    Joachim R. Frick, Markus M. Grabka, in: Wochenbericht Nr. 7/2010 | PDF, 0.53 MB

    „Höhere Hartz-IV-Sätze lindern Symptome, ändern aber nicht die Armutsursachen“
    Interview mit Joachim R. Frick | PDF, 234.4 KB

    Pressestelle und -anfragen:
    Renate Bogdanovic
    Telefon +49-30-897 89-249
    Mobil +49-174-319-3131
    presse@diw.de

    —————————————————————————————————————————————————–

    eine weitere studie die in der presse öfters zitiert wird, und die man ggf gegen den strich lesen muss:  ifw kiel : ……………………..die hartz IV falle – wenn arbeitet nicht mehr lohnt

    2010-03-03 Bundeswehr am Hindukusch

    Veröffentlicht in *afghanistan. Kommentare deaktiviert

    SPD Kreistagsfraktion: Windenergie als Wirtschaftsfaktor

    SPD Bergstraße
    Fraktion im Kreistag

    Pressemitteilung
    (15. Januar 2010)

    SPD-Kreistagsfraktion fordert

    ein klares Ja zur Windenergie

    Angesichts der leeren Kassen in den Städten und Gemeinden werden neue
    Einnahmequellen dringend gebraucht. Dagegen hat die CDU hier im Kreis das Jahr
    unter dem Motto: „Bürger sollen sich selbst mehr helfen“ begonnen. Dies bedeutet doch
    im Klartext die Verabschiedung von vielen staatlichen Leistungen. „Die Steuersenkungen
    kommen vielen Bürgerinnen und Bürgern teuer zu stehen“, befürchtet die SPD Fraktionsvorsitzende
    Katrin Hechler. „Angeblich sollten Familien entlastet werden -
    stattdessen führt die Finanznot der Gemeinden zu einer Mehrbelastung. So haben
    beispielsweise mehrere Städte und Gemeinden die Kindergartengebühren deutlich
    erhöht“, so Katrin Hechler weiter. Nun verlangt der CDU-Bundestagsabgeordnete Meister
    auch noch, dass die Eltern die Pflege der Spielplätze übernehmen. „Was der Staat an
    Steuereinnahmen einbüßt, sollen die Bürger nach dem Willen der CDU privat in das
    Gemeinwohl stecken – das bedeutet aber auch, dass viele Menschen, die nur ein
    geringes oder gar kein Einkommen haben, von der Teilhabe ausgeschlossen werden.
    Nur Reiche können sich einen armen Staat leisten“, kritisiert Katrin Hechler die Pläne der
    Konservativen.
    Dem Konzept der Steuersenkungen und gleichzeitigen Streichung von staatlichen
    Leistungen setzt die SPD das Leitbild eines aktiven, am Gemeinwohl orientierten Staates
    entgegen. Dies bedeutet, dass wir hier eine engagierte Wirtschaftspolitik betreiben und
    die Einnahmen sowohl bei den Betrieben als auch bei den Menschen steigern müssen.
    „Der Teufelskreislauf mit den Lohn- und Steuersenkungen, die zu geringeren Einnahmen
    bei den Bürgerinnen und Bürgern und dem Staat geführt haben, muss endlich
    durchbrochen werden, „ fordert Katrin Hechler. „Diese Spirale nach unten hat uns
    Armutslöhne und verschuldete Haushalte gebracht. Es geht nicht darum „mehr netto vom
    brutto“ zu haben, sondern die Menschen wollen wieder sicher in die Zukunft ohne
    Armutsängste blicken und einfach mehr Geld im Geldbeutel haben. Dies geht nur mit
    einer aktiven Politik.“

    „Eine Möglichkeit zur Verbesserung der Situation in der Region ist die Zulassung von
    Windrädern hier vor Ort“, meint die SPD-Fraktionsvorsitzende Katrin Hechler. „Gerade
    im Moment wird ein neuer wirtschaftlicher Schwerpunkt in der Region gebraucht. Wir
    benötigen die sicheren Arbeitsplätze und die resultierenden Einnahmen!“ Daher hofft nun
    die SPD-Kreistagsfraktion auf eine sachliche Debatte über mögliche Standorte hier im
    Kreis. Auch fordert die SPD, dass die Kreisspitze und die Landtagsabgeordneten die
    Städte und Gemeinden unterstützen, die Vorrangflächen gefunden und beschlossen
    haben.
    Gerade die regenerative Energiebranche ist eine Wachstumsbranche und unsere
    Chance. Katrin Hechler ist überzeugt, dass wir wieder höhere Löhne brauchen, dann
    steigen auch die Steuereinnahmen. Die Wertschöpfung beispielsweise durch den Bau von
    Windenergieanlagen hier im Kreis wird gebraucht. Bisher wurden von der Kreisspitze und
    der CDU Investitionen in Millionenhöhe verhindert. Ende des Jahres wurde mit den
    Stimmen der CDU und FDP beschlossen, dass das Kapitel Energie aus dem Regionalplan
    ausgeschlossen wird. Damit wurde die Schaffung von Vorrangflächen vermutlich um
    Jahre vertagt. Vor diesem Hintergrund wird es wenig glaubwürdig, wenn jetzt davon
    gesprochen wird, Windkraft sei kein Werk des Teufels. Diese Umkehr zu Jahresbeginn in
    der CDU ist erfreulich – nun muss sie sich aber auch im Handeln niederschlagen. Daher
    fordert die SPD alle auf, sich aktiv für die Schaffung von Vorrangflächen für die Nutzung
    von Windenergie einzusetzen und eine sachliche Debatte über die Möglichkeiten der
    Nutzung der Windenergie zu unterstützen.
    „Wer in die Pfalz fährt, kann sehen wie sich die Windräder in das Landschaftsbild
    einpassen und keine Störung oder gar Gefährdung für Mensch und Natur darstellen“,
    berichtet Katrin Hechler. Nun geht es nach Ansicht der SPD darum, die Weichen zu
    stellen, damit die Chancen der regenerativen Energien komplett im Kreis genutzt werden.

    Ω

    2010-03-04 Bürgerversammlung

    03.02.10 – Pressemitteilungder Kreisstadt Heppenheim

    Bürgerversammlung mit Schwerpunkt Windenergie

    Um das Thema Windenergie geht es in der Heppenheimer Bürgerversammlung, die am 4. März 2010 ab 19.30 Uhr im Kurfürstensaal des Amtshofs stattfinden wird. Neben dem Bericht des Magistrats werden die Referate zu diesem Thema den Schwerpunkt der Veranstaltung bilden, zu der alle Heppenheimer Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Vertreter sowohl des Landesverbands WindEnergie e.V. als auch des Solar- und Energieberatungszentrums Bergstraße werden zur Verfügung stehen, um über das in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierte Thema Windkraft zu informieren und Fragen zu beantworten. Darüber hinaus bietet die Bürgerversammlung natürlich die Möglichkeit, dem Magistrat auch zu anderen städtischen Angelegenheiten Fragen zu stellen und Vorschläge zukommen zu lassen.

    lies auch : echo online:  unerwarteter gegenwind von (minister) posch unerwarteter gegenwind von (minister) posch

    zum hören: systemkonflikt in der energiepolitik lies auch :

    Fraunhofer Institut, Dynamische Simulation der Stromversorgung , Studie im Auftrag des BEE

    amnesty: Guantanamo schliessen, Gefangene aufnehmen

    Eine Kampagne von amnesty

    Veröffentlicht in *afghanistan, guantanamo schliessen. Kommentare deaktiviert

    Tom Königs : In Afghanistan bleiben

    aus einem interview mit der Welt

    Tom Koenigs: Der wichtigste Vertreter der Abzugsdebatte, Barack Obama, hat Afghanistan in besonderer Weise zu seinem Krieg gemacht und er hat den Schutz der Zivilbevölkerung in den Vordergrund gestellt. Das bedeutet aber eben nicht Abzug. Obama will, wie es im Irak geschehen ist, erst die Truppen verstärken und den Gegner zurückdrängen, dann verhandeln und dann die Verantwortung an die Bevölkerung und ihre Regierung übergeben. Dieser Prozess braucht Zeit. Wenn der amerikanische Präsident das Jahr 2011 für den Beginn des Abzugs nennt, dann tut er das für die heimische Klientel. In Deutschland ist es doch nicht anders. Die Abzugsperspektiven, die hier formuliert werden – die Linke will sofort raus, die Grünen bald und die SPD will den Abzug wenigstens vor den USA abgeschlossen haben –, sind ebenfalls der innenpolitischen Debatte geschuldet. Und die ist nicht ausreichend geführt worden.

    mehr bei die welt  article6380089

    Gern / Segbers Hrsg, Als Kunde bezeichnet, als Bettler behandelt

    Planspiele im BMWi zu den Zuverdienstgrenzen bei Hartz IV

    BMWi-Workshop
    Um Expertenmeinungen einzuholen, veranstaltete das
    Bundeswirtschaftsministerium am 8. Dezember 2009 einen Workshop zum
    Thema Hinzuverdienst. An dem Workshop nahmen neben Vertretern aus
    dem Bundesarbeitsministerium und Bundesfinanzministerium die
    führenden Experten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung
    (ZEW), des Instituts der Zukunft der Arbeit (IZA), des Instituts für
    Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Rheinisch-Westfälischen
    Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Deutschen Instituts für
    Wirtschaftsforschung (DIW) teil. Als „Praktiker“ war der Leiter eines
    Grundsicherungsträgers vertreten. Wichtige Ergebnisse des Workshops
    waren:
    Die Auswertung der empirischen Daten zeigte, dass sich die
    Hinzuverdienste im SGB II bei Einkommen von 100 und 200
    Euro konzentrieren. Dies kann dadurch erklärt werden, dass bei
    Erwerbseinkommen ein Freibetrag von 100 Euro gewährt wird
    und das Einkommen bei Arbeitsgelegenheiten anrechnungsfrei
    ist (rund 200 Euro).
    Die Entlastungen des öffentlichen Haushalts von Ausgaben für
    Arbeitslosengeld sind gering. Die überwiegend sehr geringen
    Hinzuverdienste stellen ferner auch die Brückenfunktion in den
    ersten Arbeitsmarkt infrage.
    Die reine Anhebung der Freibeträge im SGB II wäre
    kontraproduktiv: Ein höherer maximaler Hinzuverdienst würde
    dazu führen, dass viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
    mit relativ niedrigem Verdienst ihr Nettoeinkommen erhöhen
    könnten, wenn sie ALG II beantragen. Das Lohnabstandsgebot
    würde untergraben und in der Folge würden zahlreiche
    Menschen ins staatliche Fürsorgesystem gespült. Die Anzahl der
    Bedarfsgemeinschaften und die öffentlichen Ausgaben für ALG
    II würden weiter steigen.

    Überlegenswert erscheint hingegen eine bessere Verzahnung
    des ALG II mit Kinderzuschlag und Wohngeld. Anzustreben
    wäre es, dass bei gleicher Höhe von ALG II und Hinzuverdienst
    auf der einen Seite und Einkommen aus
    sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und
    Wohngeld/Kinderzuschlag andererseits, die Menschen eher die
    zweite Alternative wählen, damit sie nicht im staatlichen
    Fürsorgesystem verweilen.
    Bei einer Einführung eines Sockelbetrages, bis zu dem der
    Hinzuverdienst voll angerechnet wird, würde zwar die
    Erwerbsbeteiligung einiger Empfänger von Arbeitslosengeld II
    zurückgehen. Das Beschäftigungsvolumen würde insgesamt
    jedoch steigen, weil viele Betroffene ihren Arbeitseinsatz
    erhöhen und dadurch ihre Hilfebedürftigkeit reduzieren. In der
    Folge würden die staatlichen Aufwendungen für
    Arbeitslosengeld II sinken.
    Im Zentrum einer Reform der Hinzuverdienste sollte stehen, insgesamt
    mehr Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
    Hinzuverdienstmöglichkeiten zur Grundsicherung sollten dabei verstärkt
    die Aufgabe erfüllen, eine Brücke hin zu regulärer
    sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu bauen. Dies ist auch das
    Ziel der Arbeitsgruppe Hinzuverdienst, die laut Meseberg-Beschluss bis
    Juni 2010 einen Reformvorschlag vorlegen soll. Letztlich sollte es das Ziel
    sein, dass möglichst viele Menschen durch ihre eigene Arbeit ihren
    Lebensunterhalt unabhängig von staatlicher Unterstützung bestreiten
    können. Dazu werden weitere Reformen in der Arbeits- und Sozialpolitik
    nach dem Grundsatz des „Forderns und Förderns“ notwendig sein.

    quelle: BMWi, Schlaglichter 01 / 2010 /2. Arbeit stärken durch eine Reform der Hinzuverdienste / mehrunter:  BMWi

    auch in kurzfassung als pdf:

    auf diesem blog , wie es weiter geht: bundesregierung fasst weitgehende beschlüsse

    Verschärfte Verteilungskämpfe

    20.02.2010

    „Verschärfte Verteilungskämpfe“

    Sozialethiker Bernhard Emunds über den rauen Ton in der Hartz-IV-Debatte

    Bernhard Emunds im Gespräch mit Tobias Armbrüster

    Die verschärfte Tonlage in der Hartz-IV-Debatte spiegelt für den Sozialethiker Bernhard Emunds die Verteilungskämpfe in der Krise wider. Er fordert einen flächendeckenden Mindestlohn und eine zusätzliche Förderung von Familien mit geringem Einkommen.

    quelle: Deutschlandfunk

    Tobias Armbrüster: Knapp zwei Wochen ist es her, das Hartz-IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Die Berechnung der Hartz-IV-Sätze müsse transparenter sein, haben die Richter gefordert – nicht besonders überraschend. Aber wer gedacht hat, die Aufregung über das Urteil wäre nach ein, zwei Tagen verflogen, der hat sich getäuscht. Kein Tag vergeht ohne eine neue Wende im Hartz-IV-Streit. In den letzten Tagen hat vor allem eine OECD Studie (1) für Aufsehen gesorgt. Derzufolge haben viele Arbeitslose in Deutschland keinen Anreiz zur Arbeitssuche. Von Leistungsverweigerern spricht deshalb FDP-Vize Pinkwart. Am Telefon bin ich jetzt verbunden mit dem Sozialethiker Bernhard Emunds. Er ist Leiter des Nell – Breuning – Instituts, schönen guten Morgen, Herr Emunds!

    Bernhard Emunds: Guten Morgen nach Köln!

    Armbrüster: Überrascht Sie dieser Ton in der Hartz-IV-Debatte?

    Emunds: Nicht wirklich. Die verschärfte Tonlage spiegelt ja verschärfte Verteilungskonflikte wider. Diese Verschärfung der Verteilungskonflikte geht zurück auf die Finanzkrise, die eben dem Staat Milliarden kostet, und entsprechend haben wir steigende Belastungen, und das führt jetzt zur aktuellen Debatte.

    Armbrüster: Das heißt, so ein Streit ist eigentlich unvermeidbar, wir müssen ihn führen?

    Emunds: Wir müssen einen solchen Streit führen, wobei natürlich hochnotpeinlich ist, dass ausgerechnet die Partei, die FDP, die im Grunde die Koalition im Moment in ein Desaster führt, weil sie die Verteilungskonflikte noch weiter verschärft durch die Ankündigung großer Steuerentlastungen, dass genau diese Partei jetzt zu diesem Ventil greift und auf die Schwächsten einschlägt.

    Armbrüster: Sie reden jetzt von Verteilungskämpfen, was wird denn da zwischen wem verteilt?

    Emunds: Na ja, Sie müssen sich vorstellen, dass wir steigende Lasten haben aufgrund des Einspringens des Staates bei den Finanzinstituten aufgrund der Konjunkturmaßnahmen, die der Staat ergreifen musste, und jetzt geht es darum, wie das verteilt wird. Wir haben ja eine Debatte in den deutschen Gazetten, angestoßen von Sloterdijk, wo es auch darum geht, dass im Grunde die Reicheren sich entziehen wollen der Verpflichtung, Steuern zu bezahlen, und lieber sozusagen auf Almosen setzen wollen. Wir haben Probleme sozusagen, wirklich die Reichen dazu zu bekommen, dass sie ihre Steuern zahlen – denken Sie an die Steuerhinterziehung, die ja große Kreise schlägt. Das ist sozusagen auf der einen Seite das, was zu zahlen ist, und auf der anderen Seite haben wir Problemlagen, die teils viel älter sind als die Finanzkrise, Problemlagen einer modernen Gesellschaft, die eben zusätzliche staatliche Ausgaben erfordern.

    Armbrüster: Verstehe ich Sie da jetzt richtig, dass wir eigentlich oder dass die Debatte eigentlich die Falschen ins Visier nimmt, statt über Hartz-IV-Empfänger sollten wir lieber über die Reichen und die Steuerflüchtlinge reden?

    Emunds: Ja, das sollten wir auch tun. Wir sollten auf der anderen Seite natürlich das kleine, kleine Körnchen Wahrheit, das klitzekleine Körnchen Wahrheit in den Angriffen von Westerwelle und Co. aufgreifen, denn es gibt tatsächlich ein großes Problem im unteren Einkommensbereich, und zwar nicht in dem Sinne, dass die Hartz-IV-Sätze zu großzügig wären – da hat die OECD-Studie, die Sie ja auch eben erwähnt haben, genau das Gegenteil gesagt, dass Deutschland im europäischen Vergleich sehr niedrig liegt sozusagen in der Versorgung von Arbeitslosen -, sondern es geht um den Bereich niedriger Arbeitseinkommen im Verhältnis eben zum Sozialeinkommen. Und da hat sich in Deutschland eine Menge fehlentwickelt – eine Menge fehlentwickelt nicht, weil wir großzügige Hartz-IV-Sätze hätten, sondern weil die prekäre Beschäftigung zugenommen hat.

    Armbrüster: Heißt das, wir brauchen höhere Mindestlöhne?

    Emunds: Erstens brauchen wir überhaupt erst mal ein vernünftiges Mindestlohn-Instrument und nicht nur so kleine Einzellösungen, die es für einzelne Branchen gibt – da ist natürlich die FDP der große Bremser schlechthin -, wir brauchen aber neben dem Mindestlohn natürlich eine wirklich sichere Grundsicherung im Bereich von Hartz IV, da hat das Bundesverfassungsgerichtsurteil, denke ich, den Weg gewiesen. Und wir brauchen drittens aber – und damit kommen wir zu dem Punkt, auf den ich eigentlich hinaus will -, wir brauchen entweder eine Entlastung von Familien mit niedrigem Arbeitseinkommen, oder wir müssen eben eine zusätzliche Förderung für diese Familien einführen, so etwas wie ein extra Kindergeld im unteren Einkommensbereich. Denn wenn wir das nicht haben, dann haben wir nicht ein Problem der Anreize, wie der Herr Westerwelle das formuliert oder auch viele Ökonomen das formulieren. Es ist ja so, dass die meisten Arbeitslosen nichts dringender wollen als einen Job in dieser Zeit, das muss man ja einfach mal festhalten. Wir haben nicht ein Problem der Anreize, sondern wir haben ein Problem, dass allein aufgrund des Arbeitseinkommens viele Familien unterhalb des Arbeitslosengelds II und Sozialgelds landen, unterhalb von Hartz IV landen. Sie können das aufstocken lassen, aber es gibt eine verschämte Armut in Deutschland, gerade im Bereich der Familien, weil viele das nicht tun. Und das ist sozusagen ein ganz zentrales Problem. Das heißt, wir müssten ein neues Förderinstrument finden gerade für Familien, die erwerbstätig sind und im niederen Einkommensbereich sind.

    Armbrüster: Nun, was sollen wir denn machen mit den Leuten, die es sich mit den bestehenden Hartz-IV-Sätzen bequem eingerichtet haben?

    Emunds: Ja, ich glaube, man muss auch jetzt fünf Jahre nach Einführung von Hartz IV sozusagen ein sehr differenziertes Urteil finden. Ich halte überhaupt nichts von Sanktionen und der angedrohten Verschärfung sozusagen jetzt von Sanktionen, wie wir das im Moment diskutieren. Sie müssen sich vorstellen, das ist ja auch sozusagen Gegenstand des Bundesverfassungsgerichtsurteils, dass es ein Grundrecht darauf gibt, eben den soziokulturellen Mindestbedarf in der Gesellschaft zu decken. Da können wir nicht raus, das ist auch sinnvoll, weil wir in einer Arbeitsgesellschaft leben, das heißt, die Erwerbsarbeit ist ganz zentral für die persönliche Entfaltung des Einzelnen, für die Integration in die Gesellschaft. Und wir haben einfach nicht so viele Arbeitsplätze, wie wir bräuchten. Das heißt, wenn wir schon diese Arbeitsplätze nicht bereitstellen, die die normale Form der Integration in unsere Gesellschaft wären, dann müssen wir wenigstens denjenigen, die solche Arbeitsplätze nicht bekommen, die müssen wir eben vernünftig absichern. Also das heißt, der Bereich des Forderns im Sinne der Sanktionen war aus meiner Sicht eine Fehlentwicklung in Hartz IV. Der Bereich des Förderns, der mag sozusagen in der Verwirklichung noch sehr schwach sein, aber die Grundidee, dass man sozusagen stärker auf persönliche Förderungsprozesse setzt und den Sozialarbeiter sozusagen nicht den Fall verwalten lässt, sondern in einen Beratungsprozess mit den Menschen eintreten lässt, das scheint mir richtig zu sein. Das funktioniert allerdings eben gerade nur, wenn man die Sanktionen da rausnimmt, weil sonst ist sozusagen dieses Beratungsverhältnis gar nicht so vertraulich zu erreichen, wie es notwendig ist.

    Armbrüster: FDP-Chef Guido Westerwelle hat jetzt immer wieder gesagt, dass er hier Wahrheiten ausspricht, die sich sonst niemand mehr auszusprechen wagt. Zeigt uns diese aktuelle Debatte auch, dass wir in Deutschland freier geworden sind und Denkverbote abbauen?

    Emunds: Was heißt hier Denkverbote abbauen? Also der Herr Westerwelle schlägt in diese Richtung seit eh und je aus und seine Parteikollegen auch. Es ist eigentlich eher erstaunlich, dass sozusagen selbst der Außenminister, der ja im Grunde in Deutschland eine Position hat, die fast vergleichbar ist mit dem Bundespräsidenten, wagt, sich derartig polarisierend in der Öffentlichkeit zu äußern.

    Armbrüster: Bernhard Emunds war das, Sozialethiker und Leiter des Nell-Breuning-Instituts, live hier bei uns in den „Informationen am Morgen“. Vielen Dank für das Gespräch, Herr Emunds!

    Emunds: Gerne!

    ———————————–

    (1) dazu auch FR

    Hohe Zahl von Widerrufen gegen Iraker

    19.02.2010

    Hohe Zahl von Widerrufen gegen Iraker

    gefunden bei proasyl

    Irakische Frauen (Foto: UNHCR, P.Sands)

    Im Jahr 2009 wurde bei anerkannten irakischen Flüchtlingen in 2.342 Fällen der Schutzstatus widerrufen, das entspricht mehr als 60% der Fälle, die einer Überprüfung unterzogen wurden. Zum Vergleich: 2008 wurde der Status nur in ca. 6,6% der Prüffälle widerrufen, in über 93% der Fälle hingegen nicht.

    Das Bundesamt überprüft im dritten Jahr nach der Anerkennung als Flüchtling, ob sich die Situation im Herkunftsland derart verbessert hat, dass der Schutzstatus wieder entzogen werden kann. Für den Irak kann von einer Verbesserung der Sicherheitslage jedoch offensichtlich nicht die Rede sein. Noch immer fliehen viele Menschen aus dem Irak und suchen im Ausland Schutz.

    Während hier lebenden Irakern immer häufiger der Schutz entzogen wird, beteiligt sich Deutschland zugleich an einem Aufnahmeprogramm für Iraker, die sich in die Nachbarstaaten des Iraks gerettet haben. In diesen Tagen kommen die letzten von insgesamt 2.500 von Deutschland aufgenommenen Irakflüchtlingen an. (Für eine angemessene Beteiligung an weiteren Flüchtlingsaufnahmeprogrammen hat PRO ASYL eine E-Mail-Aktion gestartet >>)

    PRO ASYL kritisiert den massiven Anstieg von Widerrufen gegen Iraker als realitätsfremd und flüchtlingsfeindlich. Insgesamt wurden im Jahr 2009 in Deutschland 4.787 Asyl- beziehungsweise Flüchtlingsanerkennungen zurückgenommen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17/693) auf eine Kleine Antwort der Fraktion Die Linke (17/576) hervor.

    Vom Beruf in Pflege und Betreuung

    Soziales: Der Heppenheimer Otto Kompa entwirft Grundlagenkonzept, um Langzeitarbeitslose in Lohn und Brot zu bringen

    Neue Denkansätze wagen ist das Lebensmotto von Otto Kompa. Der ehemalige Arbeitswissenschaftler hat ein Grundlagenkonzept entworfen, mit dem er die Zahl der Langzeitarbeitslosen drastisch reduzieren und Defizite in Pflege und Kinderbetreuung beseitigen will. Laut Kompas Konzept sollen Berufstätige zwischen 50 und 65 Jahren auf eigenen Wunsch für Pflege und Betreuung im Familienkreis für einige Jahre freigestellt werden. Ihre Stelle würde dann mit Langzeitarbeitslosen besetzt werden.

    Otto Kompa hat eine Mission. Nichts weniger als der Umbau des Arbeits- und Sozialsystems ist sein Ziel. ,,Solidarität für Familie und Beschäftigung“ heißt sein Grundlagenkonzept, an dem er nach eigenen Angaben ,,2000 Denkstunden“ seit Mitte 2008 gearbeitet hat. Ziel ist eine gerechtere Umverteilung von Arbeit.

    Sein Konzept:Berufstätige aus der Altersgruppe der Fünfzig- bis Fünfundsechzigjährigen sollen auf eigenen Wunsch für drei bis fünf Jahre freigestellt werden, um die Eltern zu pflegen oder Enkel zu betreuen. Aus staatlichen Mitteln sollen sie in dieser Zeit weiter den vollen Lohn bekommen und auch Rentenansprüche erwerben. Damit das Konzept aufgehe, müsse ihr Arbeitsplatz in einem Kombi-Vertrag mit einem Langzeitarbeitslosen besetzt werden, der nach Tarif bezahlt werde. Die Freigestellten dürfen nur im familiären Umfeld tätig werden, um keine regulären Arbeitsplätze in Heimen zu bedrohen, betont Kompa.

    „Das Grundlagenkonzept hat der Heppenheimer mittlerweile an die Ministerien sowie an Bundes- und Kreispolitiker geschickt – mit unterschiedlicher Resonanz. Das Familienministerium – damals noch unter Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) – habe ihm nach einer Woche geantwortet und den ,,interessanten Ansatz“ gelobt. Die Antwort vom Bundesarbeitsministerium brauchte länger, fiel umfangreicher aus – und befriedigte Kompa nicht. Zunächst liste das Ministerium auf, was es alles schon mache. Dann werde sein Ansatz mit dem nicht funktionierende Modell der Jobrotation verglichen und abgelehnt. ,,Das geht doch nicht, das ist nicht vergleichbar“, empört sich Kompa.“

    quelle und mehr: echo online

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    anmerkung: beim googlen im internet bin ich auf einen aufsatz gestossen,  der sich mit dem thema jobrotation befasst und aus dem jahr 1999 stammt; lesenswert: Günter Schmid, Weiterbilden und Einstellen, Ein Beispiel für ein realistisches Bündnis für Arbeit, aus: Magazin Mitbestimmung 04 / 1999 (g.r.);

    link: Hans Böckler Stiftung ;  auch als pdf

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    lies auch Süddeutsche (03.09.2004) zum:  Sabbatjahr in Schweden

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    lies auch auf diesem blog : Verschärfte Verteilungskämpfe « Ffduseh’s Weblog

    Pflegeteilzeit

    Familienministerin Schröder schlägt Pflegeteilzeit vor

    Wer Angehörige zu Hause pflegt, soll künftig einen Rechtsanspruch auf eine Pflegezeit haben. Einen entsprechenden Vorschlag hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder gemacht.

    Die Pläne der CDU-Politikerin sehen vor, dass Arbeitnehmer die Pflegezeit zwei Jahre lang beanspruchen können. Um ihre Angehörigen betreuen zu können, sollen sie in dieser Zeit nur halbtags arbeiten. Gleichzeitig erhalten sie weiter drei Viertel ihres Lohns vom Arbeitgeber.

    Nach Ende der Pflegezeit muss der Arbeitnehmer dann wieder voll arbeiten. Sein Arbeitgeber muss aber weiterhin nur drei Viertel des Lohnes zahlen und zwar so lange, wie sein Mitarbeiter vorher Teilzeit gearbeitet hat. Am Ende würden Gehalts- und Zeitkonto wieder ausgeglichen sein.

    Schröder betont Vorteile

    Schröder hofft, Arbeitnehmern die Angst vor den beruflichen Folgen zu nehmen, wenn sie sich Zeit nehmen, ihre Angehörigen zu Hause zu pflegen. Derzeit können sie dafür für ein halbes Jahr aus dem Beruf aussteigen. Viele Arbeitnehmer befürchten aber dadurch Nachteile im Job.

    Auch den Bundesfinanzminister will Schröder mit ihrem Vorstoß beruhigen. Sie betonte, dass er den Steuerzahler kaum Geld koste. Dem Staat entgingen nur geringfügig Steuereinnahmen, wenn Arbeitnehmer weniger verdienen. Auch die Pflegekassen würden entlastet, da die häusliche Pflege billiger sei als die stationäre.

    Lediglich für die Arbeitgeber gebe es ein gewisses Risiko und zwar dann, wenn ihre Angestellten während der Pflegeteilzeit den Betrieb verlassen. Schröder versprach aber, auch dafür eine Lösung zu finden.

    Ministerkollegen prüfen Vorschlag

    Die Reaktionen auf den Vorschlag der Bundesfamilienministerin sind verhalten. Ihre Kollegen im Sozial- und Gesundheitsministerium ließen über ihre Pressesprecher erklären, sie würden den Vorschlag prüfen. Aus dem Bundesfinanzministerium hieß es, man werde den Vorstoß unter dem Vorbehalt der Finanzierung prüfen.

    Ablehung bei FDP, Wirtschaft und Opposition

    Der Regierungspartner FDP ist ebenfalls nicht begeistert. Die Liberalen verweisen auf den Koalitionsvertrag, der freiwillige Vereinbarungen zur Pflege zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern vorsieht. Auch die Wirtschaftsverbände setzen auf betriebliche Vereinbarungen statt gesetzlicher Regulierung. Arbeitsgeberpräsident Dieter Hundt hob zudem die Risiken für Unternehmen hervor, die selbst Schröder eingeräumt hatte.

    Linke und Grüne lehnten Schröders Ideen ebenfalls ab. Die Linke verlangte, dass Berufstätige ihre Arbeit zeitlich befristet gänzlich ruhen lassen können. Die Grünen warfen Schröder vor, sie wolle die Pflege auf den billigsten Pflegedienst, die Familie, abwälzen.

    Wohlfahrtsverbände machen Vorschläge

    Einzig aus den Wohlfahrtsverbänden kann die Familienministerin mit Unterstützung rechnen. Caritas-Präsident Peter Neher bezeichnete ihren Vorschlag als interessant und diskutierenswert. Er wies daraufhin, dass nur Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten tragen und ein Beitrag der Solidargemeinschaft fehlt. Der Paritätische Wohlfahrtsverband sprach von einer wichtigen Initiative. Er regte an, pflegende Angehörige nicht schlechter als Erziehende in der Elternzeit zu stellen. Die Deutsche Hospiz Stiftung warnte, Schröder wolle eine bessere Pflege zum Nulltarif bekommen.

    Verband pflegender Angehöriger übt Kritik

    Beim bundesweiten Verband pflegender Angehöriger „Wir pflegen“ stößt Schröders Modell auf wenig Gegenliebe. Vorstandsmitglied Susanne Hallermann sagte bei MDR INFO, das Thema sei zeitgemäß, aber völlig unrealistisch. Der Vorschlag betreffe nur die pflegenden Angehörigen, die voll berufstätig seien. 85 Prozent aller pflegenden Angehörigen seien aber Frauen und häufig in Teilzeit aktiv. Und die hätten offenbar überhaupt nichts davon.

    quelle und mehr: mdr.info

    mehr zum thema : vereinbarkeit von häuslicher pflege und berufstätigkeit auch auf diesem blog

    Vermittlung älterer Arbeitnehmer

    Pressemeldung vom 10. Juli, 2009, 2:28 pm

    Heppenheim: 50Plus-Konzept von Neue Wege überzeugt Bundesministerium für Arbeit und Soziales – Pressemeldungen und Nachrichten aus Hessen

    Heppenheim. Der Erste Kreisbeigeordnete und Vorsitzende der Betriebskommission Thomas Metz freut sich über das am 1. Juli 2009 vom Eigenbetrieb Neue Wege gestartete und bis zunächst 2013 geplante Projekt „50Plus“ zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitslose. Mit der Fokussierung auf die Aktivierung und Integration der über 50-jährigen berücksichtigt Neue Wege den demografischen Wandel und die damit einhergehende Erkenntnis, dass die Generation 50 plus schon in wenigen Jahren aufgrund ihrer Qualifikation für den Arbeitsmarkt in Deutschland unverzichtbar sein wird. Die Integration älterer Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt ist von ebenso hoher gesellschaftlicher wie wirtschaftlicher Bedeutung.

    Unterstützt wird das Projekt von dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Förderprogramms „Perspektive 50Plus“. Der Eigenbetrieb Neue Wege erhält bis 2010 etwa 1,4 Millionen Euro, um sein eingereichtes Konzept erfolgreich umsetzen zu können.

    Neue Wege setzt das Projekt 50Plus mit speziell qualifizierten 50Plus-Fallmanagern um. Eine zielgruppenspezifische Auswahl und Anpassung von Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Sensibilisierung der Unternehmen im Kreis Bergstraße für die Kompetenzen und Qualitäten älterer Arbeitnehmer bilden darüber hinaus die Basis für einen erfolgreichen Projektverlauf.

    Der Eigenbetrieb Neue Wege wird erfolgreiche Förderinstrumente wie die Einstiegsoffensive der Zielgruppe anpassen und weiterhin mit eigenen Mitarbeitern durchführen. Weitere passgenaue Instrumente wie beispielsweise die Kompetenzbilanzierung zur Darstellung alternativer Berufswege, Gesundheitscoaching oder auch individuelle Auffrischungskurse werden zudem in Kooperation mit Weiterbildungsträgern durchgeführt.

    Firmen können vom reichen Erfahrungsschatz über 50-jähriger profitieren. Eine hohe soziale Kompetenz, überdurchschnittliche Zuverlässigkeit, Flexibilität und Loyalität zeichnet diese Altersgruppe aus. Ziel des Projektes ist es deshalb, für die Betroffenen neue Perspektiven zu schaffen. Bis Ende 2010 sollen mit Hilfe der neuen Angebote etwa 250 Langzeitarbeitslose über 50 Jahren wieder in den Arbeitsmarkt vermittelt werden.

    mehr zum thema:

    ältere AN immer wichtiger >>>  bundesprogramm perspektive 50 plus > > neue wege: das alter schätzen >>> landkreis fulda >>> positive beispiele (anklicken und dann –> perspektive 50 plus –> erfolgsberichte )  >> Hofheimer Zeitung (MTK):  >> erfahrung ist trumpf

    USA: Ausschuss des Repräsentantenhauses bezeichnet Verbrechen an Armeniern in der Türkei als Völkermord

    Türkei ruft Botschafter aus Washington zurück

    (gefunden bei spiegel online)

    Das Votum erzürnt einen engen Verbündeten: Ein US-Kongressausschuss hat trotz Warnungen aus dem Weißen Haus die Verfolgung von Armeniern im Osmanischen Reich als Genozid bezeichnet. Die Türkei droht mit massiven Konsequenzen – und bestellte sogleich ihren Botschafter zu Konsultationen nach Ankara.

    Washington – Diese Nachricht klingt für Ankara alles andere als diplomatisch: Trotz scharfer Vorabwarnungen der Türkei bezeichnet ein Ausschuss im US-Kongress die Verfolgung von Armeniern im Osmanischen Reich jetzt als Völkermord.

    Der Auswärtige Ausschuss des Repräsentantenhauses stimmte am Donnerstag mit einer knappen Mehrheit von 23 zu 22 Stimmen einer entsprechenden Resolution zu. Die Türkei – Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs und wichtiges Nato-Mitglied – hatte zuvor mit massiven Konsequenzen gedroht.

    Das Votum könnte eine Krise zwischen Washington und Ankara auslösen. Unmittelbar nach der Abstimmung berief die türkische Regierung ihren Botschafter in den USA, Namik Tan, zu Konsultationen nach Ankara. „Wir verurteilen diese Resolution, die die türkische Nation eines Verbrechens beschuldigt, das sie nicht begangen hat“, erklärte die Regierung in Ankara.

    In der nicht bindenden Erklärung fordert der US-Ausschuss Präsident Barack Obama, die „systematische und vorsätzliche Auslöschung von 1,5 Millionen Armeniern klar als Völkermord zu qualifizieren“. Außerdem solle er sicherstellen, dass die Erinnerung an diese Ereignisse im Ersten Weltkrieg Teil der US-Außenpolitik sei.

    Zunächst war allerdings unklar, ob die Resolution auch dem Parlamentsplenum zur Abstimmung vorgelegt wird.

    Einstufung als Völkermord gegen den Willen der US-Regierung

    Je nach Schätzungen kamen 1915/16 zwischen 200.000 und 1,5 Millionen Armenier im Osmanischen Reich ums Leben. Die Einstufung als „Völkermord“ durch den Außenausschuss des Repräsentantenhauses fand gegen den erklärten Willen der US-Regierung statt.

    Außenministerin Hillary Clinto habe sich im Vorfeld gegen die Abstimmung ausgesprochen, sagte ein Sprecher im State Department. Das Washingtoner Außenministerium fürchtet sowohl Spannungen im bilateralen Verhältnis der USA zum Nato-Partner Türkei als auch eine Behinderung der jüngsten diplomatischen Annäherung zwischen der Türkei und Armenien.

    Ähnlich äußerte sich auch der Sprecher im Weißen Haus, Robert Gibbs. Präsident Barack Obama habe im Vorfeld der Abstimmung mit seinem türkischen Kollegen Abdullah Gill telefoniert. Die Türkei hatte die US-Regierung wiederholt davor gewarnt, das Massaker als „Völkermord“ zu klassifizieren. Im Wahlkampf hatte Obama noch angekündigt, als Präsident eben dies tun zu wollen. Dieser Zusage kam er allerdings nicht nach.

    Auch die Türkei hatte zuvor versucht, die amerikanischen Parlamentarier umzustimmen. Türkische Politiker waren nach Washington gereist, um Ausschussmitglieder dazu zu bewegen, gegen die Resolution zu votieren. Vertreter türkischer Staatsfirmen riefen zudem Chefs großer Unternehmen in den USA auf, sich gegen die Resolution auszusprechen.

    mehr bei  spiegel online

    lies auch : wikipedia..völkermord und

    10.02.2010 BT Drucksache 17/687 / Kleine Anfrage der Abgeordneten Buchholz, Gehrcke, Groth, Liebich und der Fraktion DIE LINKE zum Thema Umsetzung des Bundestagsantrages 15 / 5689 „Erinnerung und Gedenken an die Vertreibungen und Massaker an den Armenier 1915…….

    lies aber auch : erklärung des Hakki Keskin (MdB)

    einladung zu einem vortrag am 15.3.2010 der türkischen gemeinde rhein main / zum referenten porf justin mc carthy siehe aber auch die äusserst kritische einschätzung bei wikipedia ……lies auch: tagesspiegel : regierung versteckt sich hinter historikern siehe auch tagesschau.de : türkei und armenien schliessen abkommen

    mehr zum thema bei NDR – online:  Film: Aghet- Ein Völkermord  , Besprechung des Films auf dradio und  die phoenix – runde zum film (auch als video stream) und SWR 2 Journal

    Heppenheim: Synagogengrundstück nicht bebauen

    Bitte unterstützen Sie die nachfolgende Initiative:

    Aufruf zur Erhaltung des Denkmals ehemalige Heppenheimer Synagoge
    Im Jahr 1900 wurde die nach den Plänen des Architekten Prof. Heinrich Metzendorf
    erbaute Synagoge der Heppenheimer jüdischen Gemeinde unter großer Anteilnahme
    der Bevölkerung eingeweiht. Grundstück und Gebäude stiftete die aus Heppenheim
    stammende jüdische Familie Hirsch. Die Synagoge lag am Fuß des Schloßbergs mit der
    Starkenburg, dem Wahrzeichen der Region, an einer historisch bedeutsamen
    Wegekreuzung und fügte sich harmonisch in das Naturensemble des Schloßbergs ein.
    Im Verlauf der Reichspogromnacht wurde die Synagoge am 10. November 1938 von SA Trupps
    zerstört. Die Heppenheimer Jüdinnen und Juden mussten auswandern oder
    wurden in Vernichtungslagern getötet. Nach Kriegsende gab es daher keine jüdische
    Gemeinde mehr in Heppenheim, und die Synagoge wurde nicht wieder aufgebaut. Doch
    die Grundmauern und Fundamente sind bis zum heutigen Tag erhalten. Vor dem in
    großen Teilen noch im Original vorhanden Treppenaufgang zum Synagogengelände
    entstand 1965 eine Gedenkstätte.
    Der Ort der ehemaligen Synagoge ist eine Wunde in der Geschichte Heppenheims. Er
    mahnt uns, die schreckliche Verfolgung und Vernichtung der Juden durch den
    Nationalsozialismus nicht zu vergessen, und ist das zentrale Denkmal in Heppenheim,
    um an die ermordeten Jüdinnen und Juden zu erinnern.
    Mit tiefer Betroffenheit haben Heppenheimer Bürgerinnen und Bürger von der Absicht
    erfahren, das Synagogengrundstück zu bebauen. Dies würde die unwiederbringliche
    Zerstörung dieser für Heppenheim einmaligen Gedenkstätte bedeuten.
    Wir, die Unterzeichnenden, sprechen uns daher dafür aus, dass das gesamte
    denkmalwürdige Ensemble einschließlich der Gedenkstätte, des Synagogengrundstücks
    und der darauf vorhandenen Überreste der Synagoge als Kulturdenkmal unter
    Denkmalschutz gestellt und dort eine dauerhafte Lösung für die Gedenkstätte gefunden
    wird.
    gez.
    Initiativgruppe zur Erhaltung des Geländes der ehemaligen Synagoge (U. a.
    evangelische und katholische Heppenheimer Kirchengemeinden, Heppenheimer
    Geschichtsverein e.V., Agenda 21).

    zum download

    kontakt: reiner volz 06252 71814

    infostand: sa 13.03.2010 / 09-12 h / fussgängerzone / heppenheim

    siehe auch unsere presseschau  /  lies  auch die folgende internetseiten: http://www.alemannia-judaica.de/heppenheim_synagoge.htm und http://www.bergstrasse-evangelisch.de/aktuell/aktuell119Synagoge.htm

    instruktiv auch: Materialdienst / Evangelischer Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen und Nassau/“ Zum Beispiel Heppenheim, Schicksal einer jüdischen Familie,“ erschienen im August 2000, eventuell noch zu beziehen über die Christuskirche in Heppenheim

    empfehlenswert auch: Wilhelm Metzendorf, Geschichte und Geschicke der Heppenheimer Juden, Geschichtsblätter Kreis Bergstrasse, Sonderband ( Band 5)  >> stadtbücherei  

    Harald E. Jost, Die Jüdische Gemeinde Heppenheims und ihr prominentetes Mitglied Martin Buber, in : 1250 Jahre Heppenheim, Heppenheim 2005  

    >>>>>lies auch auf diesem blog: mehr zum thema : http://ffduseh.wordpress.com/category/synagogengrundstück/feed/

     

     

     

     

    Veröffentlicht in erinnerung wachhalten, heppenheim, synagogengrundstück. Kommentare deaktiviert

    Sozialstaat USA?!

    Streichen und streicheln

    USA – Sozialstaat in der Rezession

     

    Der US-Sozialstaat ist ein Resultat der Großen Depression in den zwanziger und dreißiger Jahren. Ab 1933 initiierte Präsident Franklin Roosevelt unter dem Namen „New Deal“ ein Gesetzespaket, aus dem die modernen US-Sozialprogramme erwuchsen: Arbeitslosen- und Sozialversicherung, Essensmarken, andere Beihilfen. Ideologischer Hintergrund war jedoch nicht eine Umverteilung der Mittel wie in den europäischen Sozialstaaten, sondern der Ausgleich der Widrigkeiten einer Marktwirtschaft.

    Immer wieder führten diese Programme zu Politdebatten. Ronald Reagan machte 1976 Wahlkampf, indem er gegen fiktive „welfare queens“ wetterte – ein rassistisches Klischee für schwarze Frauen, die sich Stütze erschwindelten. Bill Clinton versprach, „die Sozialhilfe, wie wir sie kennen, zu beenden“, und erließ 1996 im Verbund mit der republikanischen Mehrheit im Kongress eine massive Sozialhilfereform, die viele Programme abschaffte oder kürzte und sie an die Bundesstaaten abschob. Die Republikaner hatten argumentiert, dass die Sozialkasse von Betrügern leer geblutet werde und zu einer neuen Einwanderungswelle führe.

    mehr dazu bei spiegel online usa

    Der Paritätische : Lohnabstandsgebot ist gewahrt

    Heftige Kritik an Sozialstaatsdebatte – Paritätische Expertise belegt: Der Lohnabstand ist gewahrt

    Pressekonferenz vom 1. März 2010 

    Wer in Deutschland Vollzeit arbeitet, hat mehr als der, der nicht arbeitet. Dies geht aus einer heute vom Paritätischen Wohlfahrtsverband vorgestellten Expertise hervor. Der Verband fordert zu einem seriösen Umgang mit Zahlen und zur Versachlichung der Diskussion um die Lohnabstandsproblematik auf.  

    Wer in Deutschland Vollzeit arbeitet, hat mehr als der, der nicht arbeitet. Dies geht aus einer heute vom Paritätischen Wohlfahrtsverband vorgestellten Expertise hervor. Der Verband fordert zu einem seriösen Umgang mit Zahlen und zur Versachlichung der Diskussion um die Lohnabstandsproblematik auf.

    Als völlig haltlos und an der Grenze zur bewussten Täuschung kritisiert der Paritätische die Behauptung, dass der Lohnabstand zwischen Hartz IV und Erwerbstätigen in untersten Lohngruppen nicht gewahrt sei. Der Verband wirft den Kritikern eines vermeintlich zu geringen Lohnabstandes vor, auf äußerst dubiose Rechenbeispiele zurück zu greifen. Häufig würden bei der Berechnung der Haushalte mit niedrigem Erwerbseinkommen ganze Einkommensbestandteile wie das Wohngeld oder der Kinderzuschlag vorsätzlich ignoriert. „Die Ergebnisse aus solchen Berechnungen haben mit der Realität nichts zu tun“, kritisiert Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider.

    Anhand von 196 Beispielrechnungen für verschiedene Branchen und Haushaltskonstellationen in Ost- und Westdeutschland weist der Verband nach, dass für Hartz IV-Bezieher selbst bei niedrigsten Löhnen ein Anreiz zur Arbeitsaufnahme besteht. Die Berechnungen zeigten weiterhin, dass eine Senkung der Einkommensteuer die Situation von Geringverdienern in keiner Weise verbessern würde. Stattdessen seien gezielte Verbesserungen beim Kinderzuschlag sowie eine offensive Auseinandersetzung mit dem wachsenden Niedriglohnsektor erforderlich.

    Der Paritätische fordert die Bundesregierung auf, mit Priorität die Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils zu den Regelsätzen zu betreiben. „Das Bundesverfassungsgericht hat klar gesagt, wo es langgeht“, erklärt Hauptgeschäftsführer Schneider. „Wir müssen das Existenzminimum aller Menschen an der Armutsschwelle sichern und ihren Kindern gerechte Bildungschancen eröffnen. Vor diesem Hintergrund ist es infam, Niedrigeinkommensbezieher gegen Arbeitslose in Stellung zu bringen, wie es manche tun“, kritisiert Schneider.

    Nach den Berechnungen des Paritätischen ist selbst bei niedrigsten Stundenlöhnen von unter sechs Euro ein Abstand zu Hartz IV gegeben. Je nach Haushaltstyp betrage der Abstand zwischen 260 und 900 Euro. Eine besondere Rolle spielten in diesem Zusammenhang das Wohngeld und der Kinderzuschlag, die in vielen Fällen ein Aufstocken durch Hartz IV überflüssig machten.

    quelle: der paritätische zum lohnabstandsgebot

    Roland Koch besucht Neue Wege und ist voll des Lobes / und: Burelbachs Dienstreise nach Brooklyn

       

    Hessenmarke Land Hessen
    URL: http://www.hessen.de
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    18.03.2010 – Pressemitteilung

    Ministerpräsident Koch lobt erfolgreiches Modell der Einstiegsoffensive zur Arbeitsvermittlung von Arbeitslosengeld-II-Beziehern (1)

    Besuch im Jobcenter der Optionskommune Bergstraße

    Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch hat sich beim Besuch eines Jobcenters des Eigenbetriebs „Neue Wege Kreis Bergstraße“ über die Arbeitsmarktpolitik für Arbeitslosengeld II-Bezieher in der Optionskommune Bergstraße informiert. Im Gespräch mit Fallmanagern und Langzeitarbeitslosen zeigte er sich beeindruckt von der konsequenten Umsetzung des „Work-first“-Ansatzes, also der Priorität für Vermittlung auf einen Arbeitsplatz, und den Erfolgen der Einstiegsoffensive: „Die Zahlen des Kreises Bergstraße sprechen für sich. Die Vermittlungsquote von fast 50 Prozent der Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt ist ein Beleg dafür, dass dieser innovative, dezentral entwickelte Weg der Aktivierung von Langzeitarbeitslosen erfolgreich ist.“ Das seit zwei Jahren im Kreis Bergstraße praktizierte Pilotmodell der „Einstiegsoffensive“, in dem Langzeitarbeitslosen nach dem Vorbild der in den Niederlanden mit großem Erfolg praktizierten Werkakademien ein Sofortangebot zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterbreitet wird, stand im Fokus des Besuchs des Ministerpräsidenten.

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    Befristete Beschäftigung: Jeder elfte Vertrag hat ein Verfallsdatum

    Destatis, 16.März 2010

    Die Zahl befristeter Arbeitsverträge hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen. Rund 2,7 Millionen (8,9%) der insgesamt 30,7 Millionen abhängig Beschäftigten hatten nach Ergebnisse des Mikrozensuses  2008 einen Vertrag auf Zeit. Der Anteil befristet Beschäftigter erreichte damit seit 1991 (5,7%) seinen bisherigen Höchststand. Die Angaben beziehen sich auf „Kernerwerbstätige“ im Alter von 15 bis unter 65 Jahren, ohne Auszubildende sowie Schülerinnen, Schüler und Studierende mit Nebenjob.

    Arbeitsverhältnisse mit befristetem Arbeitsvertrag zählen zu den so genannten atypischen Beschäftigungsverhältnissen, ebenso wie Jobs mit einer Arbeitszeit von weniger als 21 Stunden pro Woche, geringfügige Beschäftigungen oder Beschäftigungen bei Zeitarbeitsfirmen. Atypische Beschäftigungsverhältnisse bieten dem Arbeitgeber flexiblere Möglichkeiten des Personaleinsatzes, gehen im Allgemeinen aber einher mit geringerer sozialer Absicherung für den Arbeitnehmer. Die Häufigkeit befristeter Arbeitsverhältnisse wird u. a. auch durch geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen – insbesondere durch das am 1.1.2001 in Kraft getretene Teizeit- und Befristungsgesetz  beeinflusst.

    mehr dazu beim statistischen bundesamt

    Ein – Euro – Jobs ( Studie des IAB)

    Ein-Euro-Jobs

    Nur Frauen profitieren

    Wer einen Ein-Euro-Job annimmt, hat in den ersten Monaten schlechtere Chancen als andere Arbeitslose, eine reguläre Stelle zu finden. Nach 28 Monaten sind dann leicht positive Effekte festzustellen – jedenfalls für die meisten Jobsuchenden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

    Ein-Euro-Jobs dauern meist vier bis zwölf Monate. Die Forscher schauten sich an, wie viele Menschen 28 Monate nach Beginn ihres Ein-Euro-Jobs eine sozialversicherungspflichtige Arbeit haben. Insbesondere bei westdeutschen Frauen entdeckten sie positive Effekte: 23 Prozent der West-Frauen mit Ein-Euro-Job hatten nach gut zwei Jahren eine reguläre Stelle. Bei vergleichbaren Arbeitslosen waren es nur 20 Prozent. Bei Ost-Frauen und West-Männern waren die positiven Effekte geringer.

    Bei Männern in Ostdeutschland wirken Ein-Euro-Jobs dagegen eher kontraproduktiv: Ihre Beschäftigungschancen waren nach 28 Monaten genauso hoch wie die von anderen Arbeitslosen. In den Monaten davor waren sie sogar geringer. Die Unterschiede dürften mit der hohen Arbeitslosenquote im Osten zu tun haben. Zudem arbeiteten Ein-Euro-Jobberinnen wohl eher im Pflegebereich, wo es einfacher ist, anschließend eine reguläre Stellen zu finden, heißt es beim IAB.

    Für den DGB zeigt die Studie, wie ineffizient Ein-Euro-Jobs sind. „Sie sind quantitativ das bedeutendste Förderinstrument im Hartz-IV-System“, sagte DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy der FR. Jährlich beginnen rund 750000 Menschen einen solchen Zusatzjob. Gleichzeitig „hat kein anderes Förderinstrument so geringe Eingliederungseffekte“, urteilt Adamy. Lohnkostenzuschüsse und Weiterbildung seien wirkungsvoller. Deshalb müsse das Instrument begrenzt werden. Ein-Euro-Jobber erhalten zusätzlich zum Arbeitslosengeld II ein oder zwei Euro pro Arbeitsstunde.

    quelle: fr online / ergebnisse der IAB studie als pdf

    Gesundheitssystem diskriminiert Migranten

    Integration/ Gesundheit

    Migranten werden nach Ansicht von Ärzten im deutschen Gesundheitssystem diskriminiert. Zudem sind sie bei Präventionsangeboten unterrepräsentiert, kommen dafür häufiger zur Notfallambulanz. Viele Fehldiagnosen basieren auf kulturbedingten Missverständnissen.

    Migranten werden nach Ansicht von Ärzten im deutschen Gesundheitssystem diskriminiert. Fehldiagnosen und
    mangelnde Prävention bei Patienten mit ausländischem Hintergrund seien Anzeichen dafür, dass das System mit den Bedürfnissen dieser Patienten überfordert sei, sagte die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Elif Duygu Cindik, in einem ddp-Gespräch. Die deutsche Psychiaterin mit türkischen Wurzeln hatte selbst nie Integrationsprobleme. Seitdem die in Istanbul geborene und in Frankfurt am Main aufgewachsene Ärztin jedoch in einer schwäbischen Klinik vor allem Patienten mit Migrationshintergrund betreut, kommt sie um Integrationsfragen nicht mehr herum. So leitet sie heute ein interkulturelles Expertenteam.

    mehr dazu bei swr international deutsch und swr international englisch

    Synagogengrundstück Teil 2

    Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Heppenheim hat am 18.3.2010 folgende Resolution beschlossen :

    Aufruf zur Erhaltung des Denkmals

    ehemalige Heppenheimer Synagoge

     

    Im Jahr 1900 wurde die nach den Plänen des Architekten Prof. Heinrich Metzendorf erbaute Synagoge der Heppenheimer jüdischen Gemeinde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingeweiht. Grundstück und Gebäude stiftete die aus Heppenheim stammende jüdische Familie Hirsch. Die Synagoge lag am Fuß des Schloßbergs mit der Starkenburg, dem Wahrzeichen der Region, an einer historisch bedeutsamen Wegekreuzung und fügte sich harmonisch in das Naturensemble des Schlossbergs ein.

    Im Verlauf der Reichspogromnacht wurde die Synagoge am 10. November 1938 von SA-Trupps zerstört. Die Heppenheimer Jüdinnen und Juden mussten auswandern oder wurden in Vernichtungslagern getötet. Nach Kriegsende gab es daher keine jüdische Gemeinde mehr in Heppenheim, und die Synagoge wurde nicht wieder aufgebaut. Doch die Grundmauern und Fundamente sind bis zum heutigen Tag erhalten. Vor dem in großen Teilen noch im Original vorhandenen Treppenaufgang zum Synagogengelände entstand 1965 eine Gedenkstätte.

    Der Ort der ehemaligen Synagoge ist eine Wunde in der Geschichte Heppenheims. Er mahnt uns, die schreckliche Verfolgung und Vernichtung der Juden durch den Nationalsozialismus nicht zu vergessen, und ist das zentrale Denkmal in Heppenheim, um an die ermordeten Jüdinnen und Juden zu erinnern.

    Mit tiefer Betroffenheit haben Heppenheimer Bürgerinnen und Bürger von der Absicht erfahren, das Synagogengrundstück zu bebauen. Dies würde die unwiederbringliche Zerstörung dieser für Heppenheim einmaligen Gedenkstätte bedeuten.

    Die Stadtverordnetenversammlung spricht sich daher dafür aus, dass das gesamte denkmalwürdige Ensemble einschließlich der Gedenkstätte, des Synagogengrundstücks und der darauf vorhandenen Überreste der Synagoge als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz gestellt und dort eine dauerhafte Lösung für die Gedenkstätte gefunden wird.

    mehr zum thema : http://ffduseh.wordpress.com/category/synagogengrundstück/feed/

    Kommt jetzt die „Bürgerarbeit“ ?

    Aus einem Rundbrief des DPWV wird berichtet:
    „Bei einer Tagung zum Thema Bürgerarbeit des Diakonischen Werkes der EKD wurde informiert, dass die Bundesregierung bereits in der 10. KW ein Konzept zur Bürgerarbeit vorlegen wird. Details wurden nicht bekannt, allerdings entstand der Eindruck, dass die Modellvorhaben aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern wesentliche Grundlage sein werden. Es wird sich vermutlich um zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegenden Arbeiten mit sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen handeln. Die Bürgerarbeit soll grundsätzlich in allen Bundesländern gezielt eingesetzt werden können, sofern hierfür Interesse besteht. Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Herr Schiewerling erklärte, dass mit der Einführung der Bürgerarbeit keine gesetzliche Abschaffung bestehender Instrumente wie des Kommunal-Kombi oder des Beschäftigungszuschusses verbunden sei, allerdings in der Praxis sicherlich Anpassungen vorgenommen werden müssten.

    Nachdem die Politiker Guido Westerwelle und Hannelore Kraft mit dem Thema Hartz IV und Beschäftigung im NRW-Wahlkampf punkten, beginnt die CDU jetzt mit dem Thema Bürgerarbeit nachzulegen. In mehreren Beiträgen diverser Zeitungen wird der im Koalitionsvertrag verabredete neue Förderansatz im SGB II gefordert.

    Auch der Städte- und Gemeindebund setzt sich dafür ein, die bezahlte Bürgerarbeit bundesweit einzuführen. Das Modell Bürgerarbeit, das in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern an mehreren Standorten erprobt wurde/wird, sieht vor, allen arbeitslosen Personen, die nicht in reguläre Arbeit vermittelt oder in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zugewiesen werden (können) ein Angebot von Arbeitsplätzen im gemeinnützigen Bereich zuzuweisen. An den Modellstandorten wird Bürgerarbeit mit pauschalen Bruttoentgelten zwischen 675 und 975 Euro bei einer 30-Stunden-Woche vergütet. Die Beschäftigungsverhältnisse schließen die Kranken-, Renten-, Pflege- nicht aber die Arbeitslosenversicherung ein“.
    Hintergrundmaterial zur Bürgerarbeit findet ihr hier: bag-arbeit news

    quelle:  Thome Newsletter vom 23.03.2010

    www.harald-thome.de

    Bundesagentur für Arbeit fordert Wohnkostenpauschale

    Heinrich Alt, stellvertretender Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat vorgeschlagen, eine Wohnkostenpauschale einzuführen. Ziel des Ganzen soll nach seiner Meingung sein, Hartz-IV-Empfängern Anreize zu geben, sich günstigeren Wohnraum zu beschaffen.

    Vertreter des Deutschen Mieterbundes (DMB) halten dies für keine gute Idee: „Wir lehnen den Vorschlag, die Wohn- und Heizkosten für Hartz-IV-Empfänger zu pauschalieren, als unsozial ab. Die Pauschale wird zu Leistungskürzungen führen, der Staat spart dann auf dem Rücken der sozial Schwächsten“, kritisierte dessen Direktor Lukas Siebenkotten.

    Nach geltender Rechtslage erhalten Hartz-IV-Empfänger die tatsächlichen Kosten der Unterkunft inklusive Betriebs- und Heizkosten erstattet, soweit diese Kosten angemessen sind. Wenn die Wohnung zu groß oder zu teuer ist, müssen Hartz-IV-Empfänger innerhalb von sechs Monaten die Kosten senken, ggf. umziehen.

    „Die derzeitige Regelung sichert Hartz-IV-Empfängern menschenwürdiges Wohnen. Hier gibt es keine Einsparmöglichkeiten. Die Idee, durch Pauschalen Anreize zu schaffen, in preiswertere Wohnungen umzuziehen, ist lebensfremd. Auf vielen Wohnungsmärkten fehlen preiswerte Angebote, oder Wohnungen mit niedriger Grundmiete sind in einem schlechten energetischen Zustand, so dass hohe Heizkosten anfallen“, erklärte Lukas Siebenkotten.

    Wohnkostenpauschalen sind nach Auffassung des Direktors des Deutschen Mieterbundes außerdem ungerecht und streitträchtig. „Die Grundmieten schwanken in Deutschland um mehr als 100 Prozent. Mietspiegel gibt es nur in 32 Prozent der Gemeinden, so dass schon die Pauschalierung der Miete äußerst problematisch ist. Nahezu unmöglich ist aber eine Pauschalierung der Heizkosten. Je nach Energieträger, Größe des Gebäudes und energetischem Zustand schwanken die Preise beispielsweise für eine 60 qm große Wohnung zwischen 420 Euro und 1.200 Euro. Wohnkostenpauschalen sind ein Arbeitsplatzbeschaffungsprogramm für Juristen und werden die Anzahl der Rechtsstreitigkeiten noch einmal drastisch in die Höhe treiben“, erklärte Siebenkotten.

    quelle: immobilien-news

    lies dazu auch auf diesem blog:  http://ffduseh.wordpress.com/2009/11/07/neue-wege-setzt-mietobergrenzen-neu-fest/

    Odenwaldschule _ brief an altschüler (dokument)

    Brief an die Altschüler 

    Liebe Altschülerin, lieber Altschüler,

    sehr geehrte Damen und Herren,

    seit geraumer Zeit beschäftigt uns ein Problem, dessen Ausmaß und Tragweite jedoch erst in den letzten Wochen voll zutage getreten ist. Es geht um sexuelle Übergriffe, denen Schülerinnen und Schüler in den 1970er und 1980er Jahren leider auch in der Odenwaldschule ausgesetzt waren.

    Im Herbst 2008  haben sich ehemalige Schüler der Odenwaldschule, die direkt oder indirekt von sexuellen Übergriffen betroffen waren, an die Schulleitung gewandt und als Schwerpunkt bei den Feierlichkeiten eine intensive Aufarbeitung der Vorkommnisse in der 1980er Jahren gefordert. Im Rahmen dieser Gespräche, die unter der Moderation eines Diplom-Psychologen im Laufe des letzten Jahres in Frankfurt stattfanden, wurde etwas deutlich, was in der Odenwaldschule bis dahin viele nicht gewusst hatten: dass die sexuellen Übergriffe nicht allein in den 1980er Jahren, sondern auch bereits in den 1970er Jahren stattgefunden hatten.

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    2010-05-06 Hartz IV – Armut und Entrechtung als politisches Ziel?

    06. Mai 2010 /

     19.30 Uhr /

    Gemeindesaal der kath. Kirchengemeinde St. Elisabeth, Schloßgartenplatz 5, 64293 Darmstadt:

    Helga Spindler

    Hartz IV – Armut und Entrechtung als politisches Ziel?
    Mit Workfare und 1-Euro-Jobs an den Rand der Gesellschaft

    „Aktivierende Arbeitsmarktpolitik“ mit den sog. 1-Euro-Jobs beruht auf dem Konzept Workfare. Workfare ist ein Mischwort aus dem Englischen – Work = Arbeit und Welfare = Wohlfahrt.

    Workfare beruht auf dem scheinlogischen Satz „Keine Leistung ohne Gegenleistung“. Workfare zielt darauf ab, Hartz-IV-Bezieher unter Androhung von Sanktionen zu unterbezahlter bzw. unbezahlter Arbeit im öffentlichen, wie privaten Sektor, mit exzessivem Lohndumping, Vertragslosigkeit und Kontrolle zu zwingen.

    Das Prinzip Workfare unterstellt fälschlicherweise, Arbeitslosigkeit läge nicht primär an einem Fehlen an Arbeitsplätzen, sondern am mangelnden Willen der Betroffenen, an deren geringer Motivation.

    Prof. Dr. Helga Spindler lehrt öffentliches Recht an der Universität Duisburg-Essen. SIe ist seit Jahrzehnten ausgewiesene Expertin der deutschen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.

    quelle: http://www.darmstaedter-sozialhilfegruppe.de/vortrag/index.html

    lies auch:   Helga Spindler, Fordern und Fördern – zur Eingliederung arbeitssuchender Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt  

    Wesentliche Eckpunkte zur Umorganisation des Hartz IV-Systems

    Die Regierungsparteien und die SPD und Länder haben sich auf eine Neuorganisation des Hartz IV-Systems geeinigt. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

    1. Gemeinsame Einrichtungen (bisher ARGEn) als Regelmodell

    • Die Träger (BA und Kommunen) bilden eine gemeinsame Einrichtung zur Durchfüh­rung der Aufgaben nach dem SGB II. Diese Einrichtung ist befugt, Verwaltungsakte und Bescheide zu erlassen. Getrennte Aufgabenwahrnehmung soll es nicht mehr ge­ben, obwohl nur diese bisher verfassungskonform ist.
    • Die gemeinsame Einrichtung hat eine Trägerversammlung, in der Vertreter der BA und der Kommune je zur Hälfte vertreten sind. Diese entscheidet über:
    • die Bestellung des Geschäftsführers
    • Verwaltungsablauf und Standort
    • Entscheidung, ob einzelne Aufgaben von einem Träger allein oder einem Drit­ten übertragen werden
    • Ordnung in der Dienststelle und Arbeitsplatzgestaltung
    • das örtliche Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm und einheitliche Grund­sätze der Qualifizierungsplanung und Personalentwicklung.

          Bei der Stellenbesetzung werden Personalschlüssel zugrundegelegt.

    • Der Geschäftsführer führt hauptamtlich die Geschäfte für fünf Jahre. Er ist Beschäftig­ter eines Trägers (BA oder Kommune) und unterliegt dessen Dienstauf­sicht. Er ist im personalrechtlichen Sinne Arbeitgeber und kann Beförderungen oder Höhergruppierungen vornehmen.
    • Das Personal wird von ihren ursprünglichen Trägern für fünf Jahre zugewiesen. Da­nach erfolgen Zuweisungen im Einzelfall mit Zustimmung des Geschäftsführers.
    • Die gemeinsamen Einrichtungen haben aber kein eigenes Personal.
    • In den gemeinsamen Einrichtungen werden Personalvertretungen, Gleichstellungsbe­auftragte, Jugend- und Schwerbehindertenvertretungen einge­richtet 

    2. Ausweitung der kommunalen Option

    • Die 69 optierenden Kommunen werden unbefristet verlängert, soweit sich bis 30. Sep­tember bestimmte Zulassungskriterien erfüllen.
    • Darüber hinaus wird die Option auf ein Viertel der bisherigen Träger erweitert auf insge­samt 110 Optionskommunen, d. h. 41 neue.
    • Die Länder sollen die Optionskommunen einvernehmlich auf die Bundesländer vertei­len.
    • Für die neuen 41 Optionen muss der Antrag bis Ende 2010 gestellt sein und kann zum 01.01.2012 wirksam werden. Soweit das Kontingent nicht ausgeschöpft wird, gibt es eine zweite Wahlmöglichkeit in der zweiten Jahreshälfte 2015, die dann zum 01.01.2017 umgesetzt wird.
    • Voraussetzung für die Zulassung sind
      • die Schaffung einer besonderen Einrichtung
      • Verpflichtung zum Abschluss einer Zielvereinbarung mit Landesbehörde
      • Verpflichtung zur Datenerhebung, -weitergabe, Wirkungsforschung, etc.
      • Mehrheitsbeschluss von zwei Drittel des Kommunalparlaments
        • Übernahme von 90 % des im Rahmen von Hartz IV eingesetzten BA-Personals.

     

    3. Die getrennte Aufgabenwahrnehmung soll es nicht mehr geben, obwohl bisher nur diese Organisationsform verfassungskonform ist.

    4. Über neue Gremien wird der Ländereinfluss dauerhaft gestärkt

    • Die jeweils zuständige Landesbehörde und das Bundesarbeitsministerium (BMAS) rich­ten Kooperationsausschüsse ein, die die Umsetzung von Hartz IV auf Landes­ebene koordinieren.
      • Hier werden jährlich die Ziele sowie die Schwerpunkte der Arbeitsmarkt- und In­tegrationspolitik auf Landesebene abgestimmt.
      • Bei Meinungsverschiedenheiten entscheiden sie über wichtige Weisungszustän­digkeiten
      • Beim BMAS wird ein Bund-Länder-Ausschuss eingerichtet, zu dem je nach Thema die kommunalen Spitzenverbände und die BA hinzugezogen werden. Er soll Monito­ring und einen Austausch sicherstellen

     

    5. BA und Kommunen bleiben für rechtmäßige Leistungserbringung verantwortlich

    • Sie haben ein Weisungsrecht hinsichtlich ihrer Aufgaben. Dies gilt aber nicht für Aufga­ben der Trägerversammlung
    • Bei Meinungsverschiedenheiten über Weisungszuständigkeit können BA bzw. Kommu­nen oder Trägerversammlung den Kooperationsausschuss auf Landesebene anrufen. Hierzu entscheidet der Kooperationsausschuss mit Stimmenmehrheit
    • Bevor BA oder Kommunen in ihren Angelegenheiten Weisungen von grundsätzlicher Bedeutung erlassen, müssen sie den Kooperationsausschuss anrufen
    • Grundsätzliche Angelegenheiten von bundespolitischer Bedeutung sollen zugleich im Bund-Länder-Ausschuss behandelt werden.

     

    6. Unterschiedliche Steuerung

    • Zwischen allen ausführenden und aufsichtsführenden Stellen gibt es Zielvereinbarun­gen.
      • Bund Länder sollen sich auf einheitliche Grundlagen für Zielvereinbarungen und Kennzahlvergleich verständigen
      • Über den Abschluss der Zielvereinbarung von Bund und Ländern berät der Ko­operationsausschuss der Länder
      • Zugleich soll das BMAS Zielvereinbarungen mit der BA und die BA und die Kommunen mit den Geschäftsführern der gemeinsamen Einrichtungen ab­schließen sowie
      • Bezüglich der Option des BMAS mit den Ländern und diese mit den optieren­den Kommunen Zielvereinbarungen abschließen.
        • Im laufenden Geschäft sollen Weisungen der Träger die Ausnahme sein

     

    7. Unterschiedliche Aufsicht

    • Die Rechts- und Fachaufsicht über alle Aufgaben der BA in gemeinsamen Eichrichtun­gen hat das BMAS. Die Aufsicht über die kommunalen Teilaufgaben üben die Länder aus
    • Über die Aufgaben der Trägerversammlung übt das BMAS die Rechtsaufsicht über die gemeinsamen Einrichtungen im Einvernehmen mit den Landesbehörden aus. Bei fehlendem Einvernehmen muss der Kooperationsausschuss angerufen werden, von dessen Votum das BMAS nur aus wichtigem Grund abweichen kann.
    • Der Bund kann seine Rechtsbefugnisse auf eine andere Bundesoberbehörde übertra­gen, was aber nicht die BA sein darf
    • Über die optierenden Kommunen haben die Länder die unmittelbare Aufsicht. Zugleich führt das BMAS die Rechtsaufsicht über die Länder bezüglich der Bundes­leistungen
    • Das BMAS ist berechtigt und verpflichtet zu einer finanziellen Kontrolle der Optionen. Ein vereinfachtes Prüfverfahren soll greifen, wenn die optierende Kommune ein eige­nes Verwaltungs- und Kontrollsystem errichtet hat und dem Bund eine Beurteilung ermöglicht wird, ob Aufwendungen nach Grund und Höhe vom Bund zu tragen sind

     

    8. Personal wird zugewiesen

    • Die Beschäftigten der BA in den Argen werden den gemeinsamen Einrichtungen für fünf Jahre zugewiesen. Die Zuweisung führt zu keinem Wechsel des Arbeitgebers oder Dienstherrn. Wie schon bisher gilt für die zugewiesenen Beamten das Beamten- und Besoldungsrecht des Bundes, bzw. der Länder, so dass eine besoldungsrechtli­che Angleichung ausgeschlossen ist. Für die Arbeitnehmer wird in diesen Einrichtun­gen ein bundeseinheitlicher Tarifvertrag empfohlen
    • Für die zusätzlich optierenden Kommunen sollen die bisher im Hartz IV-System täti­gen BA-Kräfte durch Gesetze auf die Kommunen „übergehen“. Die Kommunen ha­ben aber die Möglichkeit, bis zu 10 % des „übergegangenen Personals der BA zurück zu geben“. Die Auswahl über das rückversetzte Personal soll die Kommune treffen
    • Für den Fall, dass die Option später zurückgegeben wird, erfolgt die Rückversetzung des Personals wiederum durch Gesetz

     

    9. Generelle Verpflichtung zur Einrichtung von Beiräten

    • Sie dürfen auch künftig nur beraten
    • „Beteiligt“ werden sollen insbesondere Wohlfahrtsverbände, Arbeitgeber, Gewerkschaf­ten, Kommunen und berufsständische Organisationen
    • Die Regelungen gelten auch für optierende Kommunen

    quelle: aus dem DGB Bundesvorstand / Bereich Arbeitsmarktpolitik / Autor : Wilhelm Adamy /

    lies auch : FR online : Grundsatzeinigung über Jobcenter

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    Vorstand der Odenwaldschule teilweise zurückgetreten

    Wie unter anderem der hessische Rundfunk und die Frankfurter Rundschau berichten, ist der Vorstand der Odenwaldschule am Samstag, dem 27.März teilweise zurückgetreten. Der bisherige Geschäftsführer und die Schulleiterin bleiben allerdings im Amt. Dies mache den Weg frei für einen Neuanfang, wird Marc Tügel von der Gruppe der Altschüler zitiert. Rechtsanwalt Thorsten Kahl, Anwalt einiger Altschüler kritisierte dagegen, dass der Geschäftsführer Meto Salijevic im Amt bleibe. Dieser war bereits beim Aufkommen der ersten Verdachtsfälle 1999 im Amt.

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    Ihr kriegt mich nicht klein

    Ihr kriegt mich nicht klein

    Eine Discounter-Angestellte kämpft um ihre Rechte

    Ulrike Schramm-de Robertis arbeitet schon immer im Einzelhandel. Bei KiK, Plus und Lidl erlebte sie schlechte Arbeitsbedingungen, Leistungsdruck und autoritäre Vorgesetzte. Doch alles wollte sich die Mutter von fünf Kindern nicht gefallen lassen. Sie hat sich gewehrt – mit Erfolg. Heute ist sie eine von weniger als zehn Betriebsräten in den über 3000 Lidl-Filialen in Deutschland. In diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte.

    quelle und mehr: http://www.bookreporter.de/kritiken/3615-ihr-kriegt-mich-nicht-klein

    aus einem interview mit stern – online vom februar 2010:

    ……..Bei den Discountern will jeder auf Teufel komm raus der Billigste sein. Man sieht es jetzt bei Netto. Die haben Plus aufgekauft, haben den größten Marktanteil und wollen alle anderen Discounter ausstechen. Viele Mitarbeiter werden scheinbar noch schlimmer behandelt als wir damals. Was wir schon erlebt haben, fängt dort möglicherweise erst an.

    ……………….Die Politik ist gefragt. Der Mindestlohn ist ein entscheidender Punkt. Ich meine sogar, es müsste ein Mindesteinkommen her, damit jeder von seiner Arbeit leben kann. Es sollte zudem ein Gesetz geben, dass es bei größeren Unternehmen Betriebsräte geben muss.

    mehr dazu: stern.de

    Neue Wege lässt von Caritas Strom-Spar-Coaches ausbilden

    Im Crashkurs zum Strom – Spar – Coach

    Beschäftigung ohne Berufsperspektive?!

    kostenlose Energieberatung für Neue Wege Kunden.

    mehr dazu bei : http://anderewege.wordpress.com/2010/03/23/energiespartipps-kostenlos/

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    FDP: Anzeige gegen GALIDA , Spendenaufruf

    Wie unter anderem von Andere Wege berichtet wird, hat die  FDP Darmstadt jetzt Anzeige gegen Mitglieder der Gewerkschaftlichen Arbeitsloseninitiative Darmstadt (GALIDA) erstatten. GALIDA-Aktive hatten Anfang März 2010 als Römer verkleidet in der FDP-Parteigeschäftsstelle in Darmstadt ein symbolisches römisches Gelage veranstaltet.

    mehr dazu und zum Spendenaufruf : http://anderewege.wordpress.com/2010/03/29/fdp-zeigt-galida-an/

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    2010-04-03 odenwälder friedensmarsch

    50 Jahre Ostermarsch

    22. März 2010 – 12:36 – rittip

    Pressemitteilung vom 21.3.2010

    50 Jahre Ostermarsch – gegen Krieg,

    für Frieden, Abrüstung und eine lebenswerte Zukunft

    „Wir demonstrieren für eine friedliche Welt und sagen NEIN zum Krieg!“

    Die Odenwälder Bevölkerung ist zu Friedensmarsch und Kundgebung am 3. April in Erbach / Michelstadt herzlich eingeladen.

    Erbach / Michelstadt. Unter dem Motto „Wir demonstrieren für eine friedliche Welt und sagen NEIN zum Krieg!“ wenden sich die Veranstalter des Odenwälder Friedensmarsches gegen weltweite Kriegseinsätze. Kriege, Waffenhandel und Rüstungsexporte sollen sofort gestoppt werden. Gegen den Willen der Bevölkerung werden immer neue Waffen eingesetzt und Millionen dafür ausgegeben. Stattdessen – so fordern die Veranstalter – sollen diese Gelder besser zur Sicherung und zum Ausbau unseres Sozialstaates und für Bildung verwendet werden.

    Der Ostermarsch ist eine politische Protestaktion der Friedensbewegung. Sein Ursprung geht auf britische Atomwaffengegner in den 1950er Jahren zurück. Seit 1960 setzt sich die Ostermarschbewegung auch in der Bundesrepublik Deutschland gegen Wiederaufrüstung und Atomwaffen ein. Bis in die Gegenwart haben sich die Ostermärsche als regelmäßig jährlich um die Osterfeiertage stattfindende Demonstrationen der Friedensbewegung in Deutschland und vielen anderen Mitgliedstaaten der NATO etabliert. Die Ostermärsche in Deutschland feiern in diesem Jahr ihr 50jähriges Bestehen. Schlimm genug, dass trotz 50jährigem Einsatz gegen Krieg und für Frieden auf der Welt noch immer Kriegseinsätze wie z. B. in Afghanistan erfolgen.

    Im Odenwald laden die Veranstalter attac, Pax Christi, Naturfreunde,

    DGB und DGB-Jugend-Odenwaldkreis, SPD, Jusos,

    SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer/innenfragen (AfA),

    BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, Die Linke, Odenwald gegen Rechts sowie die Straßengazette am

    Samstag, dem 3.4.2010, alle Bürger/innen im Odenwald zum Friedensmarsch ein. Die Eröffnungskundgebung beginnt um 11.00 Uhr auf dem

    Erbacher Marktplatz vor dem Schloss  von hier startet der Friedensmarsch und bewegt sich nach Michelstadt zum Lindenplatz. Dort findet die Abschlusskundgebung um ca. 12:30 Uhr statt.

    Hauptredner sind die evangelischen Pfarrer i. R. Hans Dieter Zepf in Michelstadt und Klaus Schimmel in Erbach. Die Jugend-Band Cox sorgt für Musik und gute Stimmung. Zahlreiche Info-Stände der Veranstalter dienen der Bevölkerung zu Information, Meinungsaustausch und kritischer Auseinandersetzung über Krieg und Frieden und der vorherrschenden Politik. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Die Veranstalter freuen sich auf eine rege Beteiligung.

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    Kostenlose Selbstauskunft bei Schufa u.a. / Scoring

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    Ute Scheub: Heldendämmerung

    Die dramatischen Folgen von Emanzipation und Globalisierung für Politik und Gesellschaft

    In den letzten hundert Jahren hat sich durch Frauenemanzipation und Globalisierung ein radikaler gesellschaftlicher Wandel voll zogen, den die Menschheit so noch nie erlebt hat. Der grundlegendste Unterschied zwischen Menschen – der zwischen Mann und Frau – wird neu interpretiert. Jahrhunderte alte Vorstellungen von dem, was einen Mann bzw. eine Frau ausmacht, verlieren zu nehmend ihre Bedeutung. Ute Scheub zeigt eindrücklich, welche Folgen das hat und warum das auch für Frauen nicht nur eine gute Nachricht ist. In der Politik spielt Männlichkeit respektive die Krise derselben eine ebenso wichtige Rolle wie die Abhängigkeit von Erdöl und das Schwanken der Aktienkurse. In ihrer Identität verunsicherte Männer neigen zu Aggressivität und Wut; als politische Führer schüren solche Männer Krisen oder zetteln gar Kriege an. Das gilt besonders für das 20. und 21. Jahrhundert, in denen Frauenemanzipation und Globalisierung das traditionelle Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern ins Wanken gebracht haben. Von Manila bis Moskau, von Prishtina bis Pretoria, von Casablanca bis Chemnitz wird die Rolle von Männern im öffentlichen und privaten Bereich infrage gestellt. Diese Krise der Männlichkeit, so die Autorin, ist das prägende Merkmal unserer Zeit.  >>>>  quelle und mehr: pantheon >>>>>>>siehe auch Süddeutsche: 5 fragen an ein buch 
    auf diesem blog: männer und frauen (feed)

    Es geht auch ohne google: mit Ixquick und anderen ins internet

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    2010-04-16 Junge Union zu: Regenerative Energien – Windkraft in HP

    Heppenheim. Die Junge Union
    (JU) Heppenheim lädt zu einer
    Veranstaltung über Regenerative
    Energen – speziell Windkraft und
    deren Perspektiven im Kreis Berg-
    straße – am 16. (Freitag) um 17.30
    in den Winzerkeller (Amtsgasse 5)
    ein. Als Gastreferent wird Eber-
    hard Wagner angekündigt, ein
    Ingenieur und Mitautor der Inter-
    netplattform „Energie – Fakten

    quelle: starkenburger echo (printausgabe)

    mehr zur position der jungen union: jeder arbeitsplatz mit 35.000 EUR subventioniert lies auch auf diesem blog: 19:17 für erneuerbare sowie : bürgerversammlung zum ablauf der bürgerversammlung auch echo: es ging um den standort aktueller stand von forschung und entwicklung: zum frauenhofer institut / regionaler versorger HSE: forciert ausbau der windenergie // zum thema auch: wikipedia : windenergie lesenswert auf diesem blog; speicherung elektrischer energie  und regeneratives kombikraftwerk und black.blog: jede brücke führt zu einem neuen ufer und spiegel online: merkel schaltet röttgen ab stadtwerke: gegen ausstieg vom ausstieg cdu stadtverband: geplante windkraftanlagen stören dreiklang auseinandersetzung mit einem flugblatt : spd heppenheim : pro und contra windkraft lies auch : spiegel – thema : windenergie und spiegel titel 14 / 2004: die grosse luftnummer schau auch rein bei : bundesverband windenergie lies auch auf diesem blog: nordseeverbundnetz für ököstrom zur seite : ingenieurbüro simon bürgerkraftwerke am beispiel: Solar – Bürgergenossenschaft eG rund um das thema erneuerbare energien: www.eurosolar.de echo – online : simon beklagt sich über diffamierende äusserungen

     

    2010-04-16 Die Odenwaldschule stellt sich / Podiumsdiskussion

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    2010-04-15 Umzingelung von Biblis vorbereiten

    >>>>>>  Bitte lesen und weiterleiten <<<<<<<<

    Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,

    in den letzten Tagen hat sich viel getan! Viele Busse wurden bei uns angemeldet, wir haben noch einmal viel Untersützung von vielen Menschen vor Ort erhalten und unsere Plakate sind an vielen Orten gut sichtbar. Mittlerweile erwarten wir deutlich mehr als 5.000 Leute in Biblis, was wirklich toll ist. Vielen Dank noch einmal an alle, die sich für die Aktion engagieren und sich gelegentlich ein Bein ausreißen. Anbei wieder ein paar aktuelle Infos von unserer Seite.

    Herzliche Grüße,
    Beate Fischer

    Für den Trägerkreis „Atomkraft abschalten!“

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    2010-04-17 Odenwaldschule IV

    Das Starkenburger Echo berichtet über die Podiumsdikussion vom 16.04.2010 :  Ex schüler verteidigen Odenwaldschule  ……..siehe auch hr – online : diskussion an der odenwaldschule …../ spiegel online : traum und trauma/ siehe auch morgenweb../…zeit online : schweigen im walde /

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    2010-04-28 Jahreshauptversammlung AK Zwingenberger Synagoge

    OSTHOFEN – DAS ERSTE KONZENTRATIONSLAGER DER NAZIS IM VOLKSSTAAT HESSEN

    Jahreshauptversammlung des Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V. mit Vortrag über das KZ Osthofen am Mittwoch, 28. April um 19:30 Uhr im Zwingenberger Alten Amtsgericht

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    2010-04-21 Bundesregierung fasst weitgehende Beschlüsse zu Hartz IV

    eine Verlautbarung des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung / Kommentierung folgt:

    Das Bundeskabinett hat Eckpunkte für „Bessere Arbeitsmarktchancen für junge Menschen, Alleinerziehende und ältere Arbeitsuchende“ beschlossen. In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels und demografischen Wandels gilt es, stabile Brücken für den Einzelnen, die Gesellschaft und die Wirtschaft zu bauen. Für junge Menschen, Alleinerziehende und ältere Arbeitsuchende werden jeweils passgenauere Unterstützungen angeboten.  

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    Odenwaldschule finanziell abhängig von der öffentlichen Hand?

    FR online berichtet am 22.04.2010, dass der „Machtkampf“  an der Odenwaldschule erhebliche finanzielle Folgen für das
    Internat haben könne. So habe der Bergsträsser Landrat Wilkes, der gleichzeitig der Jugenddezernent des
    Landkreises ist, erklärt, dass er bis auf weiteres keine Mädchen und Jungen mehr im Rahmen der Jugendhilfe an die Unesco-Modellschule überweisen werde . Wilkes habe sich befremdet darüber gezeigt, dass sich die Schule mit einer konsequenten Aufarbeitung der Vergangenheit noch immer schwer tue. 
  • Mehr dazu und zum Rechtsstreit Bommes gegen Roese bei FR Online
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    AKW – Umzingelung am Sa. 24.4. in Biblis / Kosten des Rettungsdienstes

    Wie echo – online berichtet , müssen die Veranstalter der  Anti-Atom- Demonstration am Kernkraftwerk Biblis  nun doch nicht für die Kosten eines Rettungsdienstes aufkommen. Das habe der  Hessische Verwaltungsgerichtshof  (VGH) in Kassel am Freitag (23.4.)  entschieden und damit ein Urteil des VG Darmstadt vom 22.4.  aufgehoben. Das VG hatte erklärt,  die Veranstalter seien verpflichtet,  wie von der Gemeinde Biblis gewünscht etwa 2600 Euro an Kosten für einen Rettungs-dienst zu übernehmen. Der VGH sah dies anders.

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    2010-05-04 Vortrag über Antisemitismus

    siehe auch: http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2009/11/04/antisemiten-verhindern-lanzmann-film-auf-st-pauli_1776siehe auch: Klaus Holz, Die Gegenwart des Antisemitismus (Rezension aus ha Galil. de)   und: Fabian Kettner über: Klaus Holz, Nationaler Antisemitismus…verwandte themen: Befreiung von Ausschwitz  >>>>rechtsextremismus  
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    Heppenheimer Geschichtsverein

    Synagogen-Gelände jetzt unter Denkmalschutz

    Heppenheim. „Unser Verein hat gute Arbeit geleistet.“ Mit dieser Feststellung beendete der Vorsitzende des Heppenheimer Geschichtsvereins, Professor Karl Härter, bei der Mitgliederversammlung seinen Vorstandsbericht für das Jahr 2009. Er konnte in der Tat zahlreiche Aktivitäten und Erfolge des Vereins präsentieren.

    Höhepunkt war die Feier zum 50-jährigen Vereinsjubiläum. Daneben gab es aber auch noch zahlreiche andere Gelegenheiten, bei denen sich der Verein engagierte. Härter nannte in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, als es darum ging, auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge eine Neubebauung zu verhindern. Mittlerweile steht das Gelände unter Denkmalschutz.

    quelle und mehr: morgenweb  >>>> zur zur internetseite des Heppenheimer Geschichtsvereins >>>auf diesem blog: http://ffduseh.wordpress.com/category/synagogengrundstück/feed/

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    Heppenheim liest ein Buch 2010

    Jetzt haben Heppenheimer die Qual der Wahl

    Literatur: Bei ,,Heppenheim liest ein Buch“ wird unter letzten drei Kandidaten entschieden

    Die Heppenheimer haben die Wahl. Seit dem 23.4.2010, zugleich UNESCO Welttag des Buches,  dürfen sie ihre Stimme abgeben. Gewählt werden ausnahmeweise keine Politiker, sondern Autoren und Bücher im Rahmen der Gemeinschaftsaktion ,,Heppenheim liest ein Buch“ 2010. Im Gegensatz zu anderen Stimmzetteln ist die Version des Initiativkreises von Heppenheim liest überschaubar.

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    Eigenbetrieb „Neue Wege“ geht in die Fläche

    Der Eigenbetrieb „Neue Wege“ , im Kreis Bergstrasse u.a. zuständig für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen, will nach übereinstimmenden Berichten von echo online und morgenweb vom 07.5.2010 mit seiner sogenannten Einstiegsoffensive künftig an mehr Standorten im Kreis präsent sein. Bisher betreibt Neue Wege in eigener Regie sogenannte Jobcenter in Heppenheim, Viernheim, Mörlenbach und Bürstadt. An jedem der 4 Standorte standen schon bisher je 40 Plätze für das 8 wöchige Training zur Verfügung, in dessen Verluaf  Neu-“Kunden“ für die Suche nach einem Arbeitsplatz fit gemacht werden sollen. An vier Tagen in der Woche kommen nach Angaben des morgenweb bei der Einstiegsoffensive Langzeitarbeitslose jeweils drei Stunden lang in Kleingruppen zusammen und bemühten sich intensiv um eine neue Stelle. Sie sichteten Jobangebote, erstellten Bewerbungsunterlagen und fänden heraus, welche Qualifikation ihnen vielleicht noch fehle. Unterstützt würden sie dabei von zwei Fallmanagern.

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    2010-05-11 Reformpädagogik unter den Nazis

    Aus der Geschichte der Odenwaldschule Ober-Hambach (OSO) in der Zeit des Nationalsozialismus berichtet Martin d’Idler am Dienstag (11.) ab 19.30 Uhr im Heppenheimer Kurfürstensaal. Der Vortrag ist Bestandteil des Begleitprogramms zur Jubiläumsausstellung ,,100 Jahre Odenwaldschule“ und nimmt die ,,Gemeinschaft der Odenwaldschule“ (GdO) in den Blick, die zwischen 1934 und 1945 in Ober-Hambach bestand.  D’Idler,  Politiklehrer an der OSO hat mit einem Oberstufenkurs die Frage untersucht, inwieweit sich die Schule der Anpassung an das System des Nationalsozialismus entziehen konnte.

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    Statements auf dem ökumenischen Kirchentag in München

    Bischof Algermissen plädiert für Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan
    Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat zu mehr öffentlichem Widerstand gegen die deutsche Afghanistan-Politik aufgerufen. weiterlesen

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    „Sie haben 5.000 EUR gewonnen“

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    2010-05-19 Faustlos

    zusatzinfos unter : http://www.faustlos.de/  und http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Cierpka
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    2010-06-20 Begegnung der Kulturen _ mit Film: Zeit zu bleiben?

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    David Grossman, Eine Frau flieht vor einer Nachricht

    Klappentext

    Ora erzählt: von ihrer Liebe zu zwei Männern, von Wut und Zärtlichkeit, Verzweiflung und Leidenschaft und von ihrem Sohn Ofer, der sich freiwillig für einen Militäreinsatz im Westjordanland meldet. Seine Mutter hofft, das drohende Unglück zu bannen, indem sie ihrem Jugendfreund Avram, der im Sechstagekrieg selbst Soldat war, von Ofers Vorhaben berichtet. Und unerreichbar zu sein, falls das Schreckliche geschieht … Autor und Friedensaktivist David Grossman spiegelt die großen Fragen in den kleinen Erlebnissen des Alltags. Er zeigt, wie in Israel das Schicksal der Menschen unauflöslich mit Politik verbunden ist. Ein mitreißendes, unvergessliches Buch und ein Protest gegen den Krieg.   

    mehr: http://www.perlentaucher.de/buch/32639.html  und hr online zum friedenspreisträger grossmann: http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5982&key=standard_document_39257631 david grossmann bei wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/David_Grossman     //>>>>>>>>>>>>>>>>/////////// zu unserem bücherregal: http://ffduseh.wordpress.com/category/bucherregal/
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    Bundessozialgericht: nachweislich rückzahlbare Privatdarlehen unter Umständen nicht als Einkommen anzurechnen

    In zwei Entscheidungen vom 17.6.2010 hat das Bundessozialgericht sich dazu geäussert, ob Privatdarlehen als Einkommen anzurechnen sind. Es dürfte aber auf den Einzelfall ankommen. Fachliche Beratung erscheint notwendig. Hier Auszüge aus den Terminsberichten des BSG (Hervorhebungen durch den Verfasser dieses posts; Quellenangaben am Ende):


    3) Die Revision des beklagten Grundsicherungsträgers gegen das zweitinstanzliche Urteil wurde zurückgewiesen.

    Der beklagte Grundsicherungsträger war nicht berechtigt, den Bescheid über die Bewilligung von Alg II für den Zeitraum vom 1.12.2006 bis 28.2.2007 teilweise wegen einer vermeintlich zwischenzeitlich eingetretenen Veränderung der Verhältnisse aufzuheben, weil nach Erlass des Bescheides Einkommen erzielt worden sei, das zum Wegfall oder zur Minderung des Alg II-Anspruchs geführt habe. Bei der Zuwendung durch den Onkel der Klägerin handelte es sich nach den Feststellungen des LSG um ein rückzahlungspflichtiges Darlehen. Das Revisionsgericht ist an diese Feststellung des LSG, die nicht mit Revisionsrügen angegriffen worden ist, gebunden. Die der Klägerin zugeflossene Darlehenssumme durfte daher bei der Feststellung der Bedürftigkeit nicht als Einkommen berücksichtigt werden. Ein Darlehen bleibt nicht nur dann unberücksichtigt, wenn ein Dritter nur deshalb – anstelle des Grundsicherungsträgers und unter Vorbehalt des Erstattungsverlangens – vorläufig „eingesprungen“ ist, weil der Grundsicherungsträger nicht rechtzeitig geholfen oder Hilfe abgelehnt hat.

    SG Dortmund – S 10 (27) AS 255/07 -
    LSG Nordrhein-Westfalen – L 7 AS 62/08 -
    Bundessozialgericht – B 14 AS 46/09 R -


    4) Die Revision des Klägers führte zur Aufhebung des zweitinstanzlichen Urteils und zur Zurückverweisung der Sache an das LSG.

    Entgegen der Auffassung des LSG scheidet ein Anspruch auf Übernahme von Mietschulden nach § 22 Abs 5 SGB II nicht schon deshalb aus, weil der Kläger nach der maßgeblichen Antragstellung mit Hilfe eines anderweitig beschafften Darlehens die Unterkunft durch Zahlung der geschuldeten Summe gegenüber dem Vermieter gesichert hat. Auch Schulden gegenüber einem Dritten, die der Hilfebedürftige eingegangen ist, um drohende Wohnungslosigkeit abzuwenden, können Schulden iS des § 22 Abs 5 SGB II sein. Zweck der Vorschrift ist es, die Übernahme von Schulden ausnahmsweise zu ermöglichen, soweit dies zur Sicherung der Unterkunft gerechtfertigt ist.

    Danach kommt auch die (darlehensweise) Übernahme von Schulden durch den Grundsicherungsträger in Betracht, die durch Aufnahme eines Privatdarlehens entstanden sind, wenn eine Entscheidung des Grundsicherungsträgers über eine Darlehensgewährung nicht mehr rechtzeitig erfolgt oder dieser die Übernahme der Schulden rechtswidrig abgelehnt hatte und die Aufnahme eines Darlehens aus diesem Grund für die Abwendung der Wohnungslosigkeit erforderlich war. Es entspricht allgemeinen Grundsätzen im Sozialrecht, dass die zwischenzeitliche Selbstbeschaffung der begehrten Leistung dem Hilfesuchenden unter dem Gesichtspunkt einer „Zweckverfehlung“ der ursprünglich beantragten Leistung nicht entgegengehalten werden kann.

    Die Feststellungen des LSG reichten nicht aus, um abschließend entscheiden zu können, ob der Kläger die Voraussetzungen des § 22 Abs 5 SGB II insgesamt erfüllte; insbesondere, ob die Schuldenübernahme „zur Sicherung der Unterkunft“ erforderlich war.

    SG Berlin – S 61 AS 7548/06 -
    LSG Berlin-Brandenburg – L 25 AS 1752/07 -
    Bundessozialgericht – B 14 AS 58/09 R -



    http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=tm&Datum=2010&nr=11543

    http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=tm&Datum=2010&nr=11529

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    Andre Brink, Cupidos Chronik

    Andre Brink, Kupidos Chronik
    Südafrika im 18. Jahrhundert: Auf einer holländischen Farm kommt ein Junge vom Stamm der Khoi zur Welt und hört kurz nach der Geburt auf zu atmen. Als man das Baby beerdigen will, sitzt eine leuchtend grüne Gottesanbeterin auf ihm. Sie ist für die Khoi, von den Holländern Hottentotten genannt, eine Glücksbringerin. Tatsächlich beginnt der Säugling wieder zu atmen.
    So dramatisch beginnt das Leben Kupido Kakerlaks, eines ungewöhnlichen Jungen, der über magische Kräfte verfügt, da ihn der Gott der Jäger beschützt. Sein Blick kann Tiere töten. Doch als Kupido bei einer Jagd leichtfertig den Namen seines göttlichen Helfers ausspricht, versagt der Zauber, und sein Herr stirbt. So wendet sich der Junge einem anderen Gott zu, dem der Weißen, denn der besitzt ebenfalls Zauberkräfte und zwar in Form des geschriebenen Wortes. So wie die Kolonisatoren möchte auch Kupido lesen und schreiben lernen. Das führt ihn auf eine abenteuerliche Reise durch Südafrika, auf der er seine Frau kennenlernt, eine schwarze Seifensiederin, die ebenfalls über magische Kräfte verfügt.  (quelle: dradio-kultur)
      mehr bei deutschlandradio : http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1102502/  

    über Andre Brink: http://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Brink 

    über die khoi: http://en.wikipedia.org/wiki/Khoikhoi


    zu unserem virtuellen bücherregalhttp://wp.me/p7DDA-11J
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    2010-06-17 Odenwaldschule _Stand der Dinge

     

     

     17-06-2010 

    Unter der Überschrift “ Die Odenwaldschule stellt sich“ erläutert die Schulleiterin, Frau Kaufmann, in einem auf der Internetseite der Schule erschienen Artikel u.a. die Massnahmen die von der Schule in Absprache mit dem Kultusministerium ergriffen wurden um künftig Missbrauch zu verhindern . Ausserdem gibt  sie einen Überblick über die bisherigen Ereignisse und die Veränderungen insbesondere im Trägerverein. 

    Den Rest des Beitrags lesen »

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    2010-06-22 Vortrag: Die Idee der Landerziehungsheime als reformpädagogischer Motor

    Die Landerziehungsheimidee
    als reformpädagogischer Motor
    für die heutige Schulreform

    Vortrag von
    Dr. Erika Risse

    22.Juni
    19.30h
    Kurfürstensaal des Kurmainzer Amtshof,
    Amtsgasse 5, 64646 Heppenheim

    Eine Veranstaltung der Odenwaldschule

    Landerziehungsheime, kurz LEH, stehen für ein reformpädagogisches Konzept und ihre Umsetzung. Die drei Buchstaben stehen aber – und dies aktueller denn je – auch für die Begriffe “ Lernen – Erleben – Handeln“ :  In diesen drei Begriffen lässt sich die Vision guter Schule heute fassen.  Wie die LEHs zur allgemeinen Schulentwicklung in der Vergangenheit beigetragen haben, aber wie sie dies vor allem heute noch können, wird Dr. Erika Risse, Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime und bundesweit bekannte Schulentwicklungsberaterin, in Vortrag und Diskussion darstellen.


    mehr zum thema:  Landschulbewegung // New Education Fellowship


    audio on demand:
    3 Vorträge in der Reihe SWR2 _ Aula


    1 → Ulrich Herrmann: Das Ende der Reformpädagogik

    Auch an der Odenwaldschule gab es Fälle sexuellen Missbrauchs, die sofort Anlass gaben zu den Fragen: Liegt das nun am System der Reformpädagogik, ist das besondere, intime Vertrauensverhältnis zwischen Lehrer und Schüler Ursache dafür? Müssen wir die Odenwaldschule und ihren pädagogischen Ansatz ein für allemal zu Grabe tragen und damit auch das Credo ihres Gründers, der einst sagte: „Werde, der du bist“? Ulrich Herrmann, emeritierter Professor für Pädagogik und Kenner der deutschen Reformpädagogik, gibt Antworten.


    2 → Jürgen Oelkers, Ade Utopie, Ist die Reformpädagogik am Ende?

    „…..Führende Vertreter der deutschen Reformpädagogik haben die ländliche Abgeschiedenheit geradezu verklärt und als Erziehungsidylle beschrieben, mit dem Effekt, dass ihre Schulen immer wieder als „Musteranstalten“ einer neuen Pädagogik hingestellt wurden………“


    3 → Steffen Schlüter, Warum die Reformpädagogik nicht zu Ende ist.

     DerReformpädagogik geht es auch um so etwas wie ein Rousseausches Ideal, das zum Ziel hat, die Kinder gerade vor dem autoritären Erwachsenen zu schützen, um ihre Selbstentfaltung zu ermöglichen. Steffen Schlüter vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Koblenz-Landau zeigt diese wichtige Tradition der Reformpädagogik


    4 → Ideale und Wirklichkeit SWR2 Forum Diskussion  

    Es diskutieren:
    Bernhard Bueb, ehemaliger Leiter der Schule Schloss Salem
    Reinhard Kahl, Journalist und Bildungsexperte
    Prof. Dr. Jürgen Oelkers, Erziehungswissenschaftler, Universität Zürich
    Moderation: Gábor Paál


    →mehr zur odenwaldschule auf diesem blog

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    2010-06-27 Interreligiöser Kick 14.30h Weiherhausstadion Bensheim

    Liebe Fußballfreunde und Freunde des interreligiösen Dialogs,
    
    mit der Fußball-Weltmeisterschaft können wir vielleicht (?) nicht mithalten.
    Aber wir haben sicher genauso viel Freude an dem sportlichen Kräftemessen.
    Wir, das ist der Christlich-Islamische Dialog im Kreis Bergstraße, laden
    Sie herzlich zu einem einmal etwas anderen Fußballturnier ein.
    
    Am kommenden Sonntag, 27.06. um 14.30 Uhr fällt im Weiherhausstadion
    (südlicher Kunstrasenplatz),Saarstr.56 in  Bensheim) der Startschuss zum
    zweiten interreligiösen Kicken im Kreis Bergstraße. In dem
    Freundschaftsturnier stehen sich Imame (muslimische Geistliche) und
    Gemeindevorstände der Moscheen aus dem Kreisgebiet auf der einen Seite und
    evangelische und katholische Geistliche aus hiesigen christlichen Gemeinden
    auf der anderen Seite gegenüber. 
    
    Bitte unterstützen Sie uns durch Ihren Besuch! 
    
    Gerne können Sie  Sie die Einladung auch an Interessierte weitergeben oder
    das Plakat aushängen. Vielen Dank!
    
    Herzlichen Gruß
    
    Brigitte Paddenberg
    
    Kreis Bergstraße
    
    - Ausländerbeauftragte - 
    
    Gräffstr.5
    
    64646 Heppenheim
    
    Telefon 06252 - 155782
    
    Fax      06252 - 155549

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    2010-06-26 Gartentreffen

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    2010-06-29 Friedensaktivist Moskovitz u.a. im Martin Buber Haus zum Nahostkonflikt

    Friedensaktivist aus Israel

    Buber-Haus: Am Dienstag (29.) Vortrag von Reuven Moskovitz zum Nahostkonflikt

    HEPPENHEIM. 

     

    Am Dienstag (29.) um 19.30 Uhr stellt sich im Martin Buber Haus der israelische Friedensaktivist Reuven Moskovitz in einem öffentlichen Vortrag der Frage: ,,Ist Frieden möglich?“. Im Gespräch mit Peter Kühn (Leiter der Martin-Buber-Schule) und Dick Pruiksma (Generalsekretär des ICCJ) werden verschiedene Aspekte des israelisch-palästinensischen Konfliktes beleuchtet. 

    Reuven Moskovitz, 1928 in Rumänien geborener Holocaust- Überlebender, ist einer der Mitbegründer des Friedensdorfes Newe Shalom / Wahat al Islam und wurde 2001 mit dem Mount Zion Award sowie 2003 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Seit 1947 lebt Moskovitz in Israel. In Büchern und auf Vortragsreisen vertritt er seine Forderung nach einer gewaltfreien Lösung für den Nahostkonflikt. Er sieht deutsche Verantwortung nicht nur in der Aufarbeitung der Geschichte sondern auch in der Kritik an den Mitteln der israelischen Politik. Deutsche und europäische Politiker sollten sich seiner Meinung nach besonders aktiv um Frieden im Nahen Osten bemühen. Mit dieser Veranstaltung bedanken sich das Haus am Maiberg und das Martin-Buber-Haus bei Schulleiter Kühn für die vielen Jahre der fruchtbaren Zusammenarbeit. Peter Kühn wird am 2. Juli aus seinem Amt verabschiedet. Der Eintritt ist frei.

    quelle: echo online /

    lies auch: ein jüdisches schiff für gaza :  http://jewish-ship-to-gaza.jimdo.com/presse-berichte/ audio on demand: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1200433/  buchtipp → David Grossmann, eine Frau flieht vor einer Nachricht

     

     

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    Ausstellung: Flock Kunst – Arbeiten von Branko Stahl

    Bewusstsein bedarf der Sprache. Malerei ist eine archaische, die auch heute, in der Moderne, ihre Ausdruckskraft weiter entwickelt. Sie berührt den Menschen, seine Wahrnehmung und seinen Geist auf ihre ganz eigentümliche Weise. Die gesprochene Sprache kann dies auch in tausend Worten nicht nachvollziehen. FlockKunst ist eine Art der malerischen Sprache, die aus Millionen feinster Fasern entsteht. Man kann sie fühlen und betrachten.

    Ab Freitag dem 25.6.2010 sind FlockKunst-Arbeiten von Branko Stahl im Studio für Körperbewusstsein (Gyrotonic(R), Katrin Schober-Elia) in Bensheim zu fühlen und zu sehen.

    Dauer der Ausstellung: 25.6. – 20.8. 2010
    Ort: Hauptstr. 76-82, Bensheim, nahe St. Georg s Apotheke
    Wann: Mo 8-15:30 Uhr und nach Vereinbarung

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    Versandhandel: Hinsendekosten bei Widerruf unzulässig

    Verbraucher, die im Versandhandel bestellte Ware zurücksenden und so ihr gesetzliches Widerrufsrecht wahrnehmen, müssen keine Versandkostenpauschale bezahlen. So hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einer Musterklage der Verbraucherzentrale NRW gegen die Heinrich Heine GmbH entschieden (Az.: VIII ZR 268/07). Damit hat der BGH die Vorgaben aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (Az.: C-511/08) aus diesem Frühjahr umgesetzt.

    Die Heinrich Heine GmbH hatte – wie andere Versender auch – von ihren Kunden eine Versandkostenpauschale (4,95 Euro, inzwischen 5,95 Euro) verlangt. Bei einem Widerruf jedoch hatte sie diese nicht erstattet bzw. auf deren Zahlung bestanden. Für die Verbraucherzentrale NRW ein unzulässiges Geschäftsgebaren; denn nach der europäischen Fernabsatzrichtlinie dürfen Verbrauchern dabei allein die Kosten für die Rücksendung auferlegt werden – und das auch nur unter bestimmten Bedingungen. Die Pauschale für den Versand jedoch gehört weder zu den unmittelbaren Kosten der Rücksendung noch lässt sie sich vom eigentlichen Kauf trennen. Von daher kann der Versandhändler auch nicht argumentieren, dass er Wertersatz für die von ihm geleisteten Versandkosten bekomme.
    Allein die unmittelbaren Kosten für die Rücksendung der Ware hat der Verbraucher zu tragen.

    Dieser kundenfreundlichen Sicht hatte sich im April auch der Europäische Gerichtshof angeschlossen. Seine für Verbraucher positive Auslegung der Europäischen Fernabsatzrichtlinie war nun die Richtschnur für das Urteil des Bundesgerichtshofes.


    quelle: Verbraucherzentrale NRW

    pressemitteilung des BGH


     

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    Gassensensationen 2010: Strassentheater in Heppenheim 14.7. – 17.7.

    zum programm

    zu den künstlern

    zu den spielorten


    rückblick 2009

    linienplan Heppenheim des VRN als pdf


    über strassentheater allgemein   

    strassemtheater bei wikipedia

    29.7. – 31.7.2010 Internationales Strassentheaterfestival Ludwigshafen


    nachtrag: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/heppenheim/Musik-Comedy-und-Akrobatik-satt-bei-den-Gassensensationen;art1245,1017950

    zurück ins jahr 2011 :

    http://ffduseh.wordpress.com/2011/06/25/gassensensationen-_-heppenheim_06-bis-09-juli-2011_das-ganzen-programm/


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    Abschiebehaft macht krank

    Berlin, 1. Juli 2010. „Quälendes Warten – wie Abschiebungshaft Menschen krank macht“, so ist eine Studie des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes überschrieben, deren Ergebnisse für Deutschland heute vorgestellt wurden. Abschiebungshaft fügt Menschen unnötiges Leid zu und beeinträchtigt ihre körperliche und seelische Gesundheit, so das zentrale Ergebnis. Die Studie zeichnet ein umfassendes Bild der Lage von Abschiebungshäftlingen in 22 europäischen Staaten und lässt erstmals die Betroffenen selbst ausführlich zu Wort kommen. Es zeigt sich, dass die Häftlinge in erheblichem Maß unter der Unsicherheit über die eigene Zukunft, einem Mangel an Informationen und der Isolation von Familie und Freunden leiden. Sie fühlen sich als Kriminelle behandelt, obwohl ihnen in der Regel nicht mehr als der Verstoß gegen Einreisebestimmungen vorgeworfen wird. Angesichts der Ergebnisse der Untersuchung tritt der Jesuiten-Flüchtlingsdienst dafür ein, stärker als bisher Alternativen zur Verhängung von Abschiebungshaft zu berücksichtigen, die Betroffenen konsequent getrennt von Strafgefangenen unterzubringen, die Dauer der Haft auf maximal drei Monate zu begrenzen und kostenlose Rechtsberatung zu ermöglichen.


    quelle und weitere infos/ links  :  quälendes warten

    zur startseite : http://www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de/

    lies auch:  pro asyl 07.07.2010 erneut selbstmord in der abschiebehaft


    verwandte themen:  http://ffduseh.wordpress.com/2010/07/07/hoffnungsschimmer-fur-kurdenfamilie/


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    EU plant Vereinheitlichung des Asylrechts / Bundesregierung blockiert

    In den 27 EU-Mitgliedsländern gelten derzeit völlig unterschiedliche Asylrechte. Das will die belgische EU-Ratspräsidentschaft ändern. Dabei stößt sie auf erbitterten Widerstand. Die Bundesregierung fürchtet beispielsweise, dass „bewährte Verfahren“ untergraben werden.  Das berichtet unter anderem tagesschau.de

    Bis auf wenige Ausnahmen macht jedes Land, was es will. Die belgische Ratspräsidentschaft möchte das ändern und ziehe dabei mit der Kommission an einem Strang. Bis 2012 soll ein gemeinsames Asylsystem entstehen. Das hätten  die Mitgliedsländer bereits beschlossen. Gestritten werde um die Details.

    Die Vorschläge der Kommission sehen unter anderem vor, dass die Asylverfahren beschleunigt werden. Flüchtlinge sollen innerhalb von sechs Monaten einen positiven oder negativen Bescheid bekommen. Außerdem soll das Verfahren bestimmten Mindeststandards entsprechen. Asylbewerber, so die Idee, erhalten für die Gespräche mit den Behörden einen Dolmetscher und ihnen soll der Einspruch möglich sein.

    Die Vorschläge der EU Kommission könnten das u.a. das in Deutschland bisher angewandte schnelle Flughafen – Asylverfahren kippen. Bei diesem Verfahren werden Flüchtlinge noch im Transitbereich befragt. Wenn die Behörden begründen können, dass die Flüchtlinge nicht politisch verfolgt werden, dürfen sie umgehend zurückgeschickt werden. Die Kommissionsvorschläge würden dieses schnelle Verfahren aber in Frage stellen.

    Deutschland weigere sich auch, die sogenannte Dublin -Richtlinie  zu überdenken. Die besagt, dass Flüchtlinge an dem Ort ihren Antrag stellen müssen, an dem sie als erstes in Europa angekommen sind. Insbesondere Griechenland, Malta und Italien haben deshalb in den vergangenen Monaten immer wieder um mehr Solidarität in der EU gebeten und den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass andere Länder Flüchtlinge aufnehmen.

    quelle: tagesschau.de


    lies auch: sueddeutsche.de : interview mit karl kopp (pro asyl) zum vorhaben der EU


    lies weiter: sueddeutsche.de: zoff ums asylrecht

    lies auch:  UNHCR s recommondations to Belgium for its EU Precidency:  http://www.unhcr.org/4c245ea79.html


    Veröffentlicht in asyl, einheitliches europäisches asylrecht. Kommentare deaktiviert

    Ärzte ohne Grenzen ziehen Bilanz

    Berlin, 16. Juli 2010.
    Die deutsche Sektion von Ärzte ohne Grenzen hat im vergangenen Jahr 44,6 Millionen Euro eingenommen. „Befürchtete negative Auswirkungen der Finanzkrise sind ausgeblieben“, sagte der Vorstandsvorsitzende Tankred Stöbe am Freitag bei der Jahrespressekonferenz in Berlin. „Unsere Einnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr sogar leicht an.“ Ausgegeben hat die Organisation 2009 insgesamt 42,9 Millionen Euro. Davon flossen 35,1 Millionen Euro direkt in die Nothilfe in 41 Ländern. Auch in Afghanistan ist das internationale Netzwerk seit Ende 2009 wieder aktiv. In unsicheren Kontexten wie diesen könne Ärzte ohne Grenzen nur völlig unabhängig und neutral arbeiten, betonte Stöbe. Forderungen nach engerer Kooperation zwischen zivilen Organisationen und Militär wies er entschieden zurück. Geschäftsführer Frank Dörner ging auf den Hilfseinsatz nach dem Erdbeben in Haiti Anfang dieses Jahres ein.

    Mehr als die Hälfte der Afghanen hat keinen oder kaum Zugang zu einfachster medizinischer Versorgung. Die Mutter-und-Kind-Sterblichkeit ist erschreckend hoch. Das Kinderhilfswerk Unicef schätzt, dass auf 1.000 Lebendgeburten etwa 257 tote Säuglinge kommen. Ärzte ohne Grenzen hat im Oktober bzw. November vergangenen Jahres Projekte in Kabul und der Provinz Helmand eröffnet, nachdem die Organisation das Land nach einem gezielten Anschlag im Jahr 2004 verlassen hatte.Die Rückkehr sei nur nach langen und intensiven Verhandlungen mit allen Konfliktparteien möglich gewesen, betonte Stöbe. „Um helfen zu können, müssen Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen neutral, unparteiisch und unabhängig sein und auch so wahrgenommen werden. Kooperationen mit dem Militär und die Diskussion darüber gefährden unsere Sicherheit, unsere Arbeit und damit letztlich das Leben unserer Patienten.“ NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel hatten jüngst gefordert, zivile Organisationen sollten in Afghanistan mit militärischen Akteuren zusammenarbeiten.

    Ein halbes Jahr nach dem schweren Erdbeben in Haiti sei erschütternd, wie wenig sich für die Betroffenen verbessert habe, so Dörner, der das Land in der vergangenen Woche besucht hat. Zwar könnten mittlerweile mehr Menschen medizinisch versorgt werden, noch immer aber litten viele Haitianer große Not. Von mehr als 200 ehemals bei den Vereinten Nationen registrierten medizinischen Nichtregierungsorganisationen seien heute nur noch wenige vor Ort.

    „Die Kluft zwischen dem Enthusiasmus und den Hilfsversprechen der ersten Wochen und der Realität, die ich vor Ort sechs Monate später erlebt habe, ist riesig. Diese Herausforderung kann nur mit einem anhaltenden internationalen Engagement bewältigt werden“, sagte der Arzt. Daher wird Ärzte ohne Grenzen auch in den kommenden Jahren vor Ort aktiv bleiben, während viele Organisationen ihren Einsatz in Haiti bereits beendet haben. Bis Ende 2010 plant die medizinische Organisation 89 Millionen Euro für die Direkthilfe in Haiti auszugeben


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    Heppenheim im Vettel Fieber

         

    zum Foto: Werbetafel einer Bäckerei in der Mozartstrasse (g.r.) 
    mehr Vettel : hr – online    red bull  echo online: vettelheim

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     


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    Alles, was Sie schon immer über Heizkosten wissen wollten,

     Finden Sie jetzt auf der Seite www.Heizspiegel.de
       

    mehr verbrauchertipps auf diesem blog unter: http://ffduseh.wordpress.com/category/verbrauchertipps/feed/
    Aufruf der entsprechenden Artikel auch möglich über die Kategorie Verbrauchertipps in der rechten sidebar  (ausklappbare Kategorienliste)  
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    Dr. Murkes gesammeltes Schweigen und andere Satiren

    ist der Titel eines kleinen Bändchens mit Satiren  von Heinrich Böll,

     
    Die Titelgeschichte Doktor Murkes gesammeltes Schweigen wurde erstmals veröffentlicht  1955 in den Frankfurter Heften,  eine erweiterte und überarbeitete Fassung erschien dann 1958 in dem links abgebildenten Sammelband. Thema ist die intellektuelle Kontinuität zwischen NS-Ideologie und der Kultur der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik.Heinrich Böll siedelt die Geschichte beim Rundfunk und insbesondere dessen Kulturabteilung an, die als Spielball politischer Interessen dargestellt werden. Der Intendant des Senders verhilft einem bereits zur NS-Zeit hochgelobten Intellektuellen zu einem Podium. Diesen Typus verkörpert der Literat Bur-Malottke, der plötzlich wegen „religiöser Bedenken“ darauf besteht, dass in seinen in der frühen Nachkriegszeit produzierten Vorträgen nachträglich das Wort „Gott“ durch „jenes höhere Wesen, das wir verehren“, ersetzt wird. Damit nimmt Bur-Malottke seine zur NS-Zeit opportune antikirchiche  Richtung wieder auf.Der willfährige Intendant ordnet die Maßnahme an. Die Aufgabe übernimmt der als „jung, intelligent und liebenswürdig“ beschriebene Dr. Murke, der, innerlich gegen das Ansinnen rebellierend, den Auftrag ausführt und sich lediglich mit formalen Nadelstichen gegen Bur-Malottke wehren kann.Das titelgebende Hobby des Dr. Murke besteht darin, dass er aus Bändern herausgeschnittenes Schweigen sammelt, um es sich abends zur Erholung von der Hohlheit und Geschwätzigkeit des Mediums, also zur Seelenhygiene, vorzuspielen. Die Geschichte wurde verfilmt mit Dieter Hildebrand.
    Abbildung gefunden bei amazon.de >>; quelle und mehr: wikipedia
     

    Heinrich Böll verstarb am 16.Juli 1985 ;  mehr dazu bei   zeit.de / 

    siehe auch: Heinrich Böll im katalog der stadtbücherei heppenheim 
    audio : Das SWR2 Forum  Was bleibt? befasste sich am 14.7.2010 mit dem Autor und politisch engagierten Bürger; spannend anzuhören! 
    under construction: http://www.heinrich-boell.de 
    eine biografie: Christian Lindner, Das Schwirren des heranfliegenden Pfeils, Heinrich Böll
    nochmal wikipedia: mehr böll
    allgemeine buchtipps:  bücher/feed/
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    Das Grüne Männer-Manifest

    Zur Diskussion :

    Manifest

    „Nicht länger Machos sein müssen!“ – Grünes Männer-Manifest für Gleichberechtigung und männlichen Feminismus

    Männer und Kunst - Foto: Juergen Kurlvink/ Creative Commons

    Foto: Juergen Kurlvink. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons-Lizenz.

    April 2010

    Eine Frau ist Bundeskanzlerin. Frauen machen die besseren Bildungsabschlüsse, können Bischöfin werden, mischen in Rap und Hip-Hop mit und sind im Fußball international erfolgreicher als ihre männlichen Kollegen. Gleiche Rechte in Deutschland anno 2010? Ist Alice im Wunderland angekommen?

    Mitnichten. Wir Männer sehen, dass unsere Gesellschaft noch immer von einem tief sitzenden Geist der geschlechtlichen Polarität durchflutet ist, der Frauen auf Weiblichkeit und Männer auf Männlichkeit reduziert. Damit muss endlich Schluss sein. Wir wollen nicht länger Machos sein müssen, wir wollen Menschen sein!

    Man wird nicht als Mann geboren, man wird dazu gemacht.

    Bedeutende Frauen wie Olympe de Gouges, Louise Otto-Peters, Simone de Beauvoir und die Frauenbewegungen im 20. Jahrhundert waren Pionierinnen für Gleichberechtigung und Feminismus. Einen Makel haben einige feministische Diskurse aber leider gerade in Deutschland bis heute: Männer spielen in ihm nur selten eine Rolle. Dabei ist wirkliche Gleichberechtigung, sind gleiche Rechte und gleiche Pflichten nur mit den Männern zu erreichen – nicht gegen sie. Frauen haben durch den Feminismus ihre Möglichkeiten erweitert, Männern steht dieser Schritt noch bevor.

    Das Diktum des sozialen Geschlechtes, des Rollenzwangs und der festgelegten Verhaltensmuster gilt nämlich ebenso für Männer. Weil diese davon aber materiell und sozial immer profitiert haben, wurde erst in jüngerer Zeit zum Thema, dass Geschlechterrollen auch für Männer ein Korsett sind, das ihnen mehr schadet als nützt.

    Nach dem Selbstmord von Nationaltorhüter Robert Enke ging eine Debatte über die Gesundheit von Männern, über Schwäche und Depressionen, über Versagensängste durch die Republik – endlich! Wir fragen uns jedoch: Sind die Männer, die öffentlich trauerten und weinten, aber nicht auch diejenigen, die eine Woche später in den Stadien und Fankneipen einen Fußballer als Schwuchtel beschimpfen würden, wenn er sich als homosexuell outet? Oder als Weichei, wenn er ein Jahr Babypause nimmt und seine Frau für den Lebensunterhalt sorgen lässt?

    Wir brauchen ein neues Bewusstsein für eine neue Männlichkeit. Wir als männliche Feministen sagen: Männer, gebt Macht ab! – es lohnt sich.

    Wir wollen Neue Werte – Neue Arbeit – Neue Perspektiven!

    Die Krise ist männlich. Klimakrise, Finanz- und Wirtschaftskrise, Hunger- und Gerechtigkeitskrise, all dies sind direkte Folgen einer vor allem „männlichen“ Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsweise, die unseren Planeten an den Rand des Ruins getrieben hat. Entfesselter Wachstum und ungehemmter Profit müssen ein Ende haben. Wir wollen anders leben!

    Wir wollen entlang von Werten leben und arbeiten, die auf Wertschöpfung, Gemeinwohlorientierung, individueller Freiheit, Nachhaltigkeit und Entschleunigung basieren. Dazu müssen politische Weichen gestellt werden. Neue Zeitmodelle in den Unternehmen müssen es Männern ermöglichen, ihre Wochen- und Lebensarbeitszeit zu reduzieren, Teilzeitphasen oder Sabbatjahrmodelle zu verwirklichen. Entschleunigung ist auch hier Schlüssel: Viel zu selten werden Männern im Erwerbsarbeitsleben „nicht-klassische“ Erwerbsbiografien ermöglicht. Das Bild vom männlichen Hauptverdiener schwebt auch hier noch in den Köpfen vieler Personalverantwortlicher.

    Es ist weder schlau noch gut, Menschen lediglich eindimensional in wirtschaftliche Wachstumsprozesse einzubinden. Familienleben und soziales wie gesellschaftliches Engagement sind gerade für Männer eine Möglichkeit, an einem qualitativen Wachstum mitzuwirken. Vernetztes Denken, ganzheitliche Bildung und Kreativität können sich nur vollends entfalten, wenn Menschen alle Lebensbereiche gemeinsam gestalten. Das Ende der Rollenaufteilung ist auch wirtschaftlich notwendig, denn ein Ende der Ungleichbehandlung führt für alle Beteiligten zu einer größeren Zufriedenheit.

    Wir brauchen Neue Wege für Jungs!

    Die Wiege der Gleichberechtigung ist wie so oft die Bildung und Erziehung. Hier fallen die Würfel. Viel ist in den letzten Jahren von der Bildungsmisere der Jungen geschrieben und gesprochen worden und vieles ist richtig. Jungen fallen viel häufiger als „Verlierer“ aus dem Bildungssystem: Sie brechen die Schule öfter ab, erreichen schlechtere Leistungen und Abschlüsse, sind häufiger schulmüde als Mädchen. Deshalb braucht es eine emanzipatorische Erziehung und eine individuelle Förderung, die die Stärken von Jungen und Mädchen gleichermaßen wertschätzt und fördert.

    Zwischen emanzipierten Müttern und frauenverachtenden Hip-Hoppern bekommen Jungen heute ein breites Repertoire zur Orientierung geboten. Was oft fehlt, sind die positiven Rollenbilder einer anderen, neuen Männlichkeit. Längst wissen wir, dass mit zunehmender Gleichberechtigung das Patriarchat umso härter zurückschlägt: mit Gewalt, medialem Sexismus oder Schein-Bastionen der Männlichkeit in Sport und Musik. Wir wollen role models aus Sport, Medien, Politik und Kultur, die nicht den Macker spielen müssen, weil sie eben selber stark genug sind, auch schwach sein zu dürfen.

    Wir wollen mehr geschlechtersensible Männer in „klassischen“ Frauenberufen: mehr Erzieher, mehr Grundschullehrer, mehr Sozialpädagogen. Und wir wollen, dass Jungen selbstbewusst ihren Interessen nachgehen können und nicht in tradierte Schemata gedrängt werden. Deswegen fordern wir neue Wege für Jungs durch die Etablierung von „Boy’s Days“ und ein geschlechtersensibles Bildungs- und Berufsberatungsangebot. Denn das Interesse am Maschinenbau ist nicht angeboren.

    Wir fordern: Neue Väter statt „Vater morgana“!

    Seit der Einführung der Partnermonate im Elterngeld durch Ursula von der Leyen bejubeln viele Medien die „neuen Väter“ und den Run auf die beiden Monate zwischen Wickeltisch und Sandkasten. Und, in der Tat: Die beiden Partnermonate waren ein Erfolg, ein Einstieg in die Übernahme von Verantwortung von Vätern in Haushalt und Erziehung. Aber werden Männer damit wirklich zu „neuen Vätern“? Oder handelt es sich nicht in Wirklichkeit um eine „Vater morgana“, die Vätern lediglich eine verlängerte Auszeit vom Job ermöglicht, und zwar in der Regel dann, wenn die ersten zwölf Monate nach der Geburt glücklich überstanden sind?

    Wir wollen auch hier Gleichberechtigung: Die Aufteilung der Elternzeit muss paritätisch sein. Dies würde nicht nur Männern mehr Verantwortung abverlangen, sondern auch die Unternehmen und Arbeitgeber zum Umdenken zwingen. Zwei Monate ist ein Arbeitnehmer für den Arbeitgeber zu entbehren, sechs Monate oder länger jedoch verlangen neue Zeit- und Jobmodelle, die wir dringend brauchen – hin auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung.

    Männer leiden unter ähnlichen Vereinbarkeitsproblemen wie Frauen: Gerade junge Männer haben mittlerweile den Anspruch, Kind(er), Karriere, Engagement und Freizeit miteinander vereinbaren zu können, anstatt sich für das eine oder gegen das andere entscheiden zu müssen. Sie wollen nicht länger daran scheitern, Berufs- und Privatleben in eine gute Balance zu bringen, sondern moderne Partnerschaftskonzepte durchgängig leben und die Rolle des „neuen Vaters“ tatsächlich einnehmen. Als moderne Väter wollen sie ihren Kindern beim Aufwachsen helfen, selbstbestimmt die Erziehungsarbeit teilen – statt Zuschauer zu bleiben. Auch deshalb muss Teilzeit für Chefs sowie Männer in Kitas und Grundschulen zur Selbstverständlichkeit werden.

    Wir stehen für ein Neues Gesundheitsbewusstsein!

    Männer sterben noch heute im Schnitt sechs Jahre früher als Frauen – Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Zeichen chronischer Überlastungen sind die häufigsten Todesursachen. Jahrhundertelang gehörte es nicht um Selbstbild eines Mannes, sich um seine Gesundheit zu kümmern. Dumme Sprüche wie „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ führen dazu, dass viele Männer körperliche Warnsignale überhören oder bagatellisieren. Doch der Körper lügt nicht.

    Männer sollen krank werden dürfen – ohne als Versager dazustehen. Umso wichtiger ist ein großer Aufbruch für die Männergesundheit. Wir brauchen mehr Konzentration auf die Prävention von Männerkrankheiten, in den Krankenkassen und in der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

    Die bestehende Rollenaufteilung der Geschlechter führt immer wieder zu schweren psychischen Belastungen. Sowohl Frauen als auch Männer leiden unter den enormen gesellschaftlichen Anforderungen, die ihnen auf Grund ihres Geschlechts abverlangt werden. Dies ist vor allem dort ein Problem, wo die eigene Entwicklung den Normvorstellungen wenig entspricht. Für Körper und Psyche des Menschen ist es daher dringend nötig, die Rollen endlich aufzubrechen.

    Wir sind Grüne Feministen und haben gute Erfahrungen gemacht, Macht und Einfluss zu teilen. Wir sind mit Quoten und Doppelspitzen groß geworden. Wir kennen und schätzen gleiche Rechte und gleiche Pflichten sowie die Verantwortung, als Beispiel voranzugehen. Uns trägt die Vision einer Gesellschaft verschiedenster Individuen, die unter gleichen Bedingungen zusammenleben.

    Wir sind keine Dinosaurier mehr. Wir wollen auch keine Alleinernährer sein. Wir wollen weniger Leistungsdruck, bessere gesundheitliche Prävention und mehr wertvolle Zeit. Wir wollen keine Helden der Arbeit sein, wir wollen leben. Wir wollen Macht, Verantwortung und Pflichten teilen und das Korsett alter Geschlechterrollen von uns reißen. Wir wollen neue Perspektiven für Männer im 21. Jahrhundert!

    quelle und mehr: gwi-böll: grünes männermanifest
    kontrovers: welt.de: interview mit gerhard amendt: männer haben kampf gegen feminismus verpasst
    Friedrich Ebert Stiftung:  Geschlechterkampf von rechts  
    böllstiftung: männerpolitiken.pdf     3sat / bauerfeind am 4.8. : über MannDat – Gründer Maus
    männerarbeit der EKD: http://www.maennerarbeit-ekd.de/index.html
    bücher: Ute Scheub: Heldendämmerung  ver.di: vereinbarkeit von beruf und familie, ein thema auch für männer
     gender mainstreaming: familienminsterium    // GM bei wikipedia  //  neue wege für jungs // Gender Datenreport
     die zeit: cowboy mit pinkfarbenem turnschuh sonstiges : http://www.robert-enke-stiftung.de/ 
       
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    BVerfG stärkt Rechte nichtehelicher Väter

    Ausschluss des Vaters eines nichtehelichen Kindes von der elterlichen
    Sorge bei Zustimmungsverweigerung der Mutter verfassungswidrig

    Bundesverfassungsgericht – Pressestelle -

    Pressemitteilung Nr. 57/2010 vom 3. August 2010

    Beschluss vom 21. Juli 2010 – 1 BvR 420/09

     

    Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Reform des Kindschaftsrechts am
    1. Juli 1998 wurde nicht miteinander verheirateten Eltern erstmals
    unabhängig davon, ob sie zusammenleben, durch § 1626a BGB die
    Möglichkeit eröffnet, die elterliche Sorge für ihr Kind gemeinsam zu
    tragen. Voraussetzung hierfür ist, dass dies ihrem Willen entspricht und
    beide Elternteile entsprechende Sorgeerklärungen abgeben (§ 1626a Abs. 1
    Nr. 1 BGB); anderenfalls bleibt die Mutter alleinige
    Sorgerechtsinhaberin für das nichteheliche Kind. Auch eine Übertragung
    der alleinigen elterlichen Sorge von der Mutter auf den Vater kann nach
    § 1672 Abs. 1 BGB bei dauerhaftem Getrenntleben der Eltern nur mit
    Zustimmung der Mutter erfolgen. Gegen ihren Willen kann der Vater eines
    nichtehelichen Kindes nur dann das Sorgerecht erhalten, wenn der Mutter
    wegen Gefährdung des Kindeswohls die elterliche Sorge entzogen wird,
    ihre elterliche Sorge dauerhaft ruht oder wenn sie stirbt.

    Bereits im Jahr 2003 wies das Bundesverfassungsgericht darauf hin, dass
    § 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB sich dann als unvereinbar mit dem Elternrecht
    des Vaters aus Art. 6 Abs. 2 GG erweisen würde, wenn sich herausstellen
    sollte, dass es – entgegen der Annahme des Gesetzgebers – in größerer
    Anzahl aus Gründen, die nicht vom Kindeswohl getragen sind, nicht zur
    gemeinsamen Sorgetragung von Eltern nichtehelicher Kinder kommt (BVerfGE
    107, 150 ff.). Dem Gesetzgeber wurde ein entsprechender Prüfungsauftrag
    erteilt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erklärte
    in seinem Urteil vom 3. Dezember 2009, dass der grundsätzliche
    Ausschluss einer gerichtlichen Überprüfung der ursprünglichen Zuweisung
    der Alleinsorge an die Mutter im Hinblick auf den verfolgten Zweck,
    nämlich den Schutz des Wohls eines nichtehelichen Kindes, nicht
    verhältnismäßig sei (vgl. EGMR, Nr. 22028/04).

    Der Beschwerdeführer ist Vater eines 1998 nichtehelich geborenen Sohnes.
    Die Eltern trennten sich noch während der Schwangerschaft der Mutter.
    Der gemeinsame Sohn lebt seit seiner Geburt im Haushalt der Mutter, hat
    aber regelmäßig Umgang mit seinem Vater. Der Beschwerdeführer erkannte
    die Vaterschaft an. Eine Erklärung zur Ausübung der gemeinsamen
    elterlichen Sorge wurde von der Mutter verweigert. Als diese einen Umzug
    mit dem Kind beabsichtigte, beantragte der Beschwer-deführer beim
    Familiengericht die teilweise Entziehung des Sorgerechts der Mutter und
    die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf ihn selbst;
    hilfsweise stellte er den Antrag, ihm das alleinige Sorgerecht zu
    übertragen oder die Zustimmung der Mutter zu einer gemeinsamen Sorge zu
    ersetzen. Das Familiengericht wies die Anträge in Anwendung der
    geltenden Rechtslage mit der Begründung zurück, dass es zur Übertragung
    des Sorgerechts oder Teilen davon an der erforderlichen Zustimmung der
    Mutter fehle. Gründe für eine Entziehung des Sorgerechts der Mutter
    lägen nicht vor. Die hiergegen beim Oberlandesgericht eingelegte
    Beschwerde blieb ohne Erfolg.

    Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat auf die
    Verfassungsbeschwerde nun entschieden, dass die §§ 1626a Abs. 1 Nr. 1
    und 1672 Abs. 1 BGB mit Art. 6 Abs. 2 GG unvereinbar sind. Der Beschluss
    des Familiengerichts ist aufgehoben und zur erneuten Entscheidung
    zurückverwiesen worden. Bis zum Inkrafttreten einer gesetzlichen
    Neuregelung hat das Bundesverfassungsgericht in Ergänzung der §§ 1626a
    Abs. 1 Nr. 1, 1672 Abs. 1 BGB vorläufig angeordnet, dass das
    Familiengericht den Eltern auf Antrag eines Elternteils die elterliche
    Sorge oder einen Teil davon gemeinsam überträgt, soweit zu erwarten ist,
    dass dies dem Kindeswohl entspricht; dem Vater ist auf Antrag eines
    Elternteils die elterliche Sorge oder ein Teil davon allein zu
    übertragen, soweit eine gemeinsame elterliche Sorge nicht in Betracht
    kommt und zu erwarten ist, dass dies dem Kindeswohl am besten
    entspricht.

    Der Entscheidung liegen im Wesentlichen folgende Erwägungen zugrunde:

    Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass der Gesetzgeber
    das elterliche Sorgerecht für ein nichteheliches Kind zunächst allein
    seiner Mutter übertragen hat. Ebenfalls steht mit der Verfassung in
    Einklang, dass dem Vater eines nichtehelichen Kindes nicht zugleich mit
    der wirksamen Anerkennung seiner Vaterschaft gemeinsam mit der Mutter
    das Sorgerecht eingeräumt ist. Eine solche Regelung wäre allerdings mit
    der Verfassung vereinbar, sofern sie mit der Möglichkeit verbunden wird,
    gerichtlich überprüfen zu lassen, ob die gesetzlich begründete
    gemeinsame Sorge der Eltern dem Kindeswohl im Einzelfall tatsächlich
    entspricht.

    Der Gesetzgeber greift jedoch dadurch unverhältnismäßig in das
    Elternrecht des Vaters eines nichtehelichen Kindes ein, dass er ihn
    generell von der Sorgetragung für sein Kind ausschließt, wenn die Mutter
    des Kindes ihre Zustimmung zur gemeinsamen Sorge mit dem Vater oder zu
    dessen Alleinsorge für das Kind verweigert, ohne dass ihm die
    Möglichkeit einer gerichtlichen Überprüfung am Maßstab des Kindeswohls
    eingeräumt ist.

    Die Regelung des § 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB, der die Teilhabe an der
    gemeinsamen Sorge von der Zustimmung der Mutter abhängig macht, stellt
    ohne die Möglichkeit einer gerichtlichen Überprüfung einen
    tiefgreifenden Eingriff in das Elternrecht des Vaters aus Art. 6 Abs. 2
    GG dar. Der Gesetzgeber setzt das Elternrecht des Vaters in
    unverhältnismäßiger Weise generell hinter das der Mutter zurück, ohne
    dass dies durch die Wahrung des Kindeswohls geboten ist.

    Denn die dem geltenden Recht zugrunde liegende Annahme des Gesetzgebers
    hat sich nicht als zutreffend erwiesen. Neuere empirische Erkenntnisse
    bestätigen nicht, dass Eltern die Möglichkeit gemeinsamer Sorgetragung
    in der Regel nutzen und die Zustimmungsverweigerung von Müttern in aller
    Regel auf einem sich nachteilig auf das Kind auswirkenden elterlichen
    Konflikt basiert sowie von Gründen getragen ist, die nicht
    Eigeninteressen der Mutter verfolgen, sondern der Wahrung des
    Kindeswohls dienen. Vielmehr verständigen sich lediglich knapp über die
    Hälfte der Eltern nichtehelicher Kinder darauf, Erklärungen zur Ausübung
    der gemeinsamen elterlichen Sorge abzugeben. Zum anderen ist nach
    durchgeführten Befragungen von Institutionen und Experten davon
    auszugehen, dass in nicht unbeträchtlicher Zahl Mütter allein deshalb
    die Zustimmung zur gemeinsamen Sorge verweigern, weil sie ihr
    angestammtes Sorgerecht nicht mit dem Vater ihres Kindes teilen wollen.

    Auch die Regelung in § 1672 Abs. 1 BGB, der die Übertragung der
    Alleinsorge für ein nichteheliches Kind von der Zustimmung der Mutter
    abhängig macht, stellt einen schwerwiegenden und nicht gerechtfertigten
    Eingriff in das Elternrecht des Vaters aus Art. 6 Abs. 2 GG dar.
    Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Eröffnung einer
    gerichtlichen Übertragung der Alleinsorge auf den Vater andererseits
    schwerwiegend in das Elternrecht der Mutter eingreift, wenn dem
    väterlichen Antrag im Einzelfall stattgegeben wird. Denn der Mutter wird
    die bisher von ihr ausgeübte Sorge gänzlich entzogen, und zwar nicht,
    weil sie bei ihrer Erziehungsaufgabe versagt hat und dadurch das
    Kindeswohl gefährdet ist, sondern weil in Konkurrenz zu ihr der Vater
    sein Recht reklamiert, an ihrer Stelle für das Kind zu sorgen. Zudem ist
    mit einem Sorgerechtswechsel regelmäßig auch ein Wechsel des Kindes vom
    Haushalt der Mutter in den des Vaters verbunden, wodurch insbesondere
    das Bedürfnis des Kindes nach Stabilität und Kontinuität berührt wird.
    Unter Berücksichtigung dessen und in Abwägung der grundrechtlich
    geschützten Interessen beider Eltern ist es zwar mit Art. 6 Abs. 2 GG
    nicht vereinbar, dem Vater mangels Möglichkeit einer gerichtlichen
    Einzelfallprüfung den Zugang auch zur alleinigen Sorge zu verwehren.
    Eine Übertragung der Alleinsorge von der Mutter auf den Vater des
    nichtehelichen Kindes ist jedoch nur gerechtfertigt, wenn es zur Wahrung
    des väterlichen Elternrechts keine andere Möglichkeit gibt, die weniger
    in das mütterliche Elternrecht eingreift, und wenn gewichtige
    Kindeswohlgründe vorliegen, die den Sorgerechtsentzug nahelegen. Deshalb
    ist zunächst zu prüfen, ob eine gemeinsame Sorgetragung beider Eltern
    als weniger einschneidende Regelung in Betracht kommt. Sofern dies der
    Fall ist, hat eine Übertragung der Alleinsorge zu unterbleiben.
    Ansonsten ist dem Vater die Alleinsorge zu übertragen, wenn zu erwarten
    ist, dass dies dem Kindeswohl am besten entspricht.


    medien-echo:  süddeutsche: eine juristische kinderhymne //  focus: ende des mütter-monopols

    mehr zum thema u,a. beim väteraufbruch

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    Dazu 2 Pressemitteilungen  des  VAMV
    1 Gemeinsame Sorge zum Wohle des Kindes

    Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bedeutet zusätzliche Belastung für alleinerziehende Mütter

    Berlin, 4. August 2010. Mit der neuesten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts werden die Rechte unverheirateter Väter gestärkt. Die Karlsruher Richter erklärten die bisherige elterliche Sorge, nach der ledige Väter nur mit Zustimmung der Mutter das gemeinsame Sorgerecht erhalten, für verfassungswidrig. Sie verstoße gegen das grundgesetzlich geschützte Elternrecht des Vaters, heißt es in dem am Dienstag (3. August 2010) veröffentlichten Beschluss (Aktenzeichen: 1 BvR 420/09). Er habe bis jetzt nicht die Möglichkeit, durch das Familiengericht überprüfen zu lassen, welche Regelung dem Wohl des Kindes am ehesten entspricht.

    „Die in Deutschland noch sehr verbreitete traditionelle Rollenverteilung von Frauen und Männern führt unter anderem dazu, dass 90 Prozent aller Alleinerziehenden Mütter sind. Sie übernehmen nach Trennung und Scheidung die Sorge und die Verantwortung für die Kinder. Sie tun dies aus Gründen ihrer bisherigen Lebensführung. Ihre Männer und Lebensgefährten haben sich in der Regel auch in der bestehenden Beziehung eher in der Freizeit mit den Kindern beschäftigt“, so Edith Schwab, Vorsitzende des VAMV und Fachanwältin für Familienrecht.

    Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter warnt vor allem vor den Folgen dieses Urteils. „Wenn Väter jetzt klagen, wird es zu strittigen familienrechtlichen Verfahren kommen. Mütter, die dem gemeinsamen Sorgerecht nicht zustimmen, haben in der Regel sehr gute Gründe dafür. Wenn der Vater dagegen klagen will, wird dies sehr belastend für die Familie und Kinder“, gibt Edith Schwab zu bedenken.

    Im Zusammenhang mit der elterlichen Sorge wird immer wieder darauf hingewiesen, dass zum Wohle des Kindes gehandelt werden solle. Doch Sorgerechtsstreitigkeiten, die sich über Jahre hinziehen und sehr kostspielig werden können, sind dafür keine gute Ausgangslage. Für die Alleinerziehende und ihr Kind bedeutet das eine hohe Belastung.

    Damit Väter die gemeinsame Sorge im Sinne des Kindeswohls aktiv wahrnehmen können, müssen nach Auffassung des VAMV einige Voraussetzungen erfüllt sein: Das Kind muss eine Bindung zum Vater haben, d.h. er muss zumindest eine ausreichend lange Zeit mit dem Kind zusammengelebt haben. Der Vater sollte nachweisen können, dass er z.B. die Hälfte der Schulferien mit dem Kind verbringt und auch sonst sein Umgangsrecht kontinuierlich wahrnimmt. Der Barunterhalt für das Kind sollte regelmäßig und in ausreichender Höhe bezahlt werden, damit die existentiell notwendigen Kosten gedeckt sind.

    Der VAMV fordert den Gesetzgeber auf, sinnvolle Kriterien für die Gewährung eines Rechts auf elterliche Sorge zu entwickeln. Sie müssen sich eng am Wohlbefinden des Kindes orientieren und dürfen nicht dazu führen, Elternrechte zu manifestieren, die nicht umgesetzt werden.


                          

    2 Grund zur Sorge: Leutheusser-Schnarrenberger plant Reform des Sorgerechts für Nichtverheiratete 
     
    Prozessauftakt im Kindbett: Zum Wohle des Kindes?
    Berlin, 28. Juli 2010. Mitten im Sommerloch macht Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) den Vorschlag, das Sorgerecht bei unverheirateten Eltern in einem zentralen Punkt massiv zu verändern: Künftig soll bei der Geburt eines Kindes das Sorgerecht automatisch an beide Eltern fallen. Wenn eine ledige Mutter das Sorgerecht nicht mit dem Vater des Kindes teilen möchte, muss sie vor Gericht ziehen und entsprechende Gründe darlegen. Bisher haben ledige Mütter grundsätzlich das alleinige Sorgerecht. Mit einer Erklärung beim Jugendamt können die Eltern das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Unabhängig davon hat jedes Kind ein eigenständiges Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen.

    Das Bundesverfassungsgericht hatte 2003 das Veto der Mütter und den Status der Väter akzeptiert. Damit könne ein langwieriger Streit der unverheirateten Eltern vermieden werden,  der dem Kindeswohl eher schade, so das Urteil. Um wissenschaftlich fundierte Aussagen zur Frage der gemeinsamen Sorge nicht verheirateter Eltern machen zu können, beauftragte das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung mit einer Forschung zu diesem Thema. Der abschließende Bericht wird im September 2010 vorliegen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte in seinem Urteil im Dezember 2009 die deutsche Rechtssprechung nur in einem Detail korrigiert: Auch für nicht verheiratete Väter müsse die Möglichkeit offen gelassen werden, die gemeinsame Sorge einzuklagen.

    Vor diesem Hintergrund ist der Vorstoß der Bundesjustizministerin nicht nur vollkommen unverständlich, er trägt sogar den haut goût einseitiger Ideologisierung. „Alleinerziehenden Müttern und damit auch ihren Säuglingen würde durch diese Gesetzesänderung zusätzlicher und unnötiger Stress zugemutet. Artikel 6 Absatz 4 des Grundgesetzes, welches jeder Mutter einen Anspruch zugesteht auf Schutz und Fürsorge der Gemeinschaft, wird konterkariert „, so die Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter und Fachanwältin für Familienrecht Edith Schwab. Zu Streitigkeiten um das Sorgerecht kommt es nur in Fällen, in denen die Eltern keine einvernehmliche Lösung finden. „In dieser bereits oft belastenden Situation kann das alleinige Sorgerecht die bessere Alternative sein und für die nötige Ruhe, vor allem für die Kinder, sorgen“, so Edith Schwab.

    Das Umgangsrecht bleibt davon vollkommen unangetastet. Alle Eltern, unabhängig von der Familienform, haben ein Recht auf Umgang mit ihrem Kind. Das Problem liegt tatsächlich aber ganz woanders: Ein großer Teil der Väter nimmt das Umgangsrecht nicht oder nicht regelmäßig wahr. „Entgegen der geäußerten Ansicht der Ministerin verbessert das Sorgerecht von Vätern für sich allein gesehen nicht die Situation der Kinder, wenn es völlig abgekoppelt von jeglicher Übernahme von Verantwortung und Empathie für das Kind daher kommt. Die Annahme des Bundesverfassungsgerichts, dass diese Väter seit der Reform 1998 ohne weiteres die gemeinsame Sorge mit Zustimmung der Mutter erwerben können, ist bisher nicht widerlegt „, so Edith Schwab.   

    Mit diesem Vorstoß schießt die Ministerin weit über das durch die Gerichte vorgegebene Ziel hinaus, düpiert das Bundesverfassungsgericht und setzt sich über die wissenschaftlichen Erkenntnisse des von ihrer Vorgängerin Frau Ministerin Brigitte Zypries erteilten Forschungsauftrags zum Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Eltern hinweg. Der Stress für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder ist damit in vielen Fällen vorprogrammiert. Ohne den Abschlussbericht des Forschungsauftrags abzuwarten, will sie das Sorgerecht im Alleingang „modernisieren“. Aber der Wille der Ministerin, modern sein zu wollen und das Sommerloch zu füllen, wird dem gesetzlichen Auftrag nicht gerecht.

    2010-08-06 Mahnwache für Opfer von Hiroshima und Nagasaki

    Friedensplenum Mannheim:

     Am 6. und 9. August jährt sich zum 65. Mal der Abwurf der ersten Atombomben. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges machten die Atombomben der US-Armee die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki dem Erdboden gleich. 190.000 bis 230.000 Menschen kostete diese militärische Machtdemonstration unmittelbar oder wenige Tage später das Leben. Etwa 400.000 Menschen litten oder leiden noch heute an den Spätfolgen der radioaktiven Verseuchung z. B. an Grauem Star, Narbenwucherungen, ständigen Ermattungszuständen, Leukämie oder Krebs. Das Mannheimer Friedensplenum ruft am kommenden Freitag, den 6. August 2010 von 18 bis 19 Uhr zu einer Mahnwache am Paradeplatz Mannheim auf, um der Atombomben-Opfer zu gedenken. Das Friedensplenum bittet darum, Blumen zur Mahnwache mitzubringen. Die Aktion richtet sich auch gegen die weltweite, immer noch anhaltende atomare Aufrüstung und gegen die zunehmende Bereitschaft, Konflikte mit kriegerischen Mitteln zu „lösen“. Das Friedensplenum fordert die sofortige Einstellung von Bau und Entwicklung von Atomsprengköpfen, den endgültigen Stopp aller Atomwaffentests und die Vernichtung aller Atomwaffen. Das Friedensplenum unterstützt ebenso wie OB Dr. Peter Kurz die Initiative der Mayors for Peace zur Abschaffung aller Atomwaffen bis zum Jahre 2020. In Büchel /Rheinland-Pfalz sind immer noch US-Atombomben gelagert, deren Zieleinsatz von Bundeswehrpiloten trainiert wird. Die Bundesregierung muss auf den raschen Abzug dieser Atomwaffen aus Deutschland drängen und die „atomaren Teilhabe“ der Bundeswehr beenden. Wir fordern ein klares Nein zum Ersteinsatz von Atomwaffen und zu den Atomkriegsplanungen der NATO und der USA sowie aller anderen Staaten.

    [mailto:Friedensplenum.Mannheim@gmx.de]

    Jede siebte Familie in Hessen mit alleinerziehender Mutter

    2009 versorgten in Hessen rund 93 000 alleinerziehende Mütter ein oder mehrere minderjährige Kinder in ihrem Haushalt. Wie das Hessische Statistische Landesamt aus den Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, war in etwa jeder siebten hessischen Familie mit Kindern unter 18 Jahren die Mutter alleinerziehend. Im Vergleich zu 1996 erhöhte sich die Zahl der alleinerziehenden Mütter um knapp 20 000 bzw. mehr als ein Viertel. Insgesamt wuchsen gut 140 000 Kinder bei alleinerziehenden Müttern auf. Damit wurde annähernd jedes achte minderjährige Kind in Hessen von einer alleinerziehenden Mutter versorgt. 

    Zusätzlich zur Erziehung der Kinder waren gut 61 Prozent der alleinerziehenden Mütter berufstätig, und zwar 22 Prozent in Vollzeit und 39 Prozent in Teilzeit. Ihren überwiegenden Lebensunterhalt konnten knapp zwei Drittel (63 Prozent) der alleinerziehenden Mütter aufgrund ihrer Erwerbstätigkeit sicherstellen. Mit 27 Prozent war gut jede vierte alleinerziehende Mutter auf staatliche Transferleistungen angewiesen. Weitere zehn Prozent wurden von Angehörigen unterstützt oder bezogen z. B. eine Rente. Mit einem Anteil von 54 Prozent verfügte über die Hälfte der alleinerziehenden Mütter über ein monatliches Familiennettoeinkommen von weniger als 1500 Euro, ein Viertel sogar über weniger als 1100 Euro. Im Vergleich dazu gingen von den verheirateten oder mit einem Partner zusammenlebenden Müttern minderjähriger Kinder knapp 57 Prozent aktiv einer Erwerbstätigkeit nach, davon etwa 14 Prozent einer Vollzeittätigkeit und 43 Prozent einer Teilzeittätigkeit. Gut die Hälfte der Mütter in Paarbeziehungen gab an, ihren Lebensunterhalt mit Hilfe der eigenen Berufstätigkeit zu bestreiten, weitere 36 Prozent konnten sich auf den finanziellen Rückhalt ihrer Partner verlassen. Staatliche Transfers spielten für diese Mütter eine untergeordnete Rolle. Ihr Familieneinkommen lag lediglich bei jeder zwanzigsten Mutter unter 1500 Euro.

    Rund 44 Prozent der Alleinerziehenden lebten seit der Scheidung vom Ehemann allein mit ihren Kindern im Haushalt, weitere 31 Prozent waren ledig und jede vierte wohnte von ihrem Ehepartner getrennt bzw. war verwitwet.

    quelle:  hessisches statistisches landesamt
    mehr zum thema alleinerziehende in der statistik: familienatlas / pressekonferenz des statistischen bundesamt/ maeriealien zur pressekonferenz als pdf ca. 1,3 MB
     

    VAMV krititisiert Pläne der Justizministerin zur Reform des Sorgerechts für Nichtverheiratete

    Grund zur Sorge: Leutheusser-Schnarrenberger plant Reform des Sorgerechts für Nichtverheiratete

    Prozessauftakt im Kindbett: Zum Wohle des Kindes?

    Berlin, 28. Juli 2010. Mitten im Sommerloch macht Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) den Vorschlag, das Sorgerecht bei unverheirateten Eltern in einem zentralen Punkt massiv zu verändern: Künftig soll bei der Geburt eines Kindes das Sorgerecht automatisch an beide Eltern fallen. Wenn eine ledige Mutter das Sorgerecht nicht mit dem Vater des Kindes teilen möchte, muss sie vor Gericht ziehen und entsprechende Gründe darlegen. Bisher haben ledige Mütter grundsätzlich das alleinige Sorgerecht. Mit einer Erklärung beim Jugendamt können die Eltern das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Unabhängig davon hat jedes Kind ein eigenständiges Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen.

    Das Bundesverfassungsgericht hatte 2003 das Veto der Mütter und den Status der Väter akzeptiert. Damit könne ein langwieriger Streit der unverheirateten Eltern vermieden werden,  der dem Kindeswohl eher schade, so das Urteil. Um wissenschaftlich fundierte Aussagen zur Frage der gemeinsamen Sorge nicht verheirateter Eltern machen zu können, beauftragte das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung mit einer Forschung zu diesem Thema. Der abschließende Bericht wird im September 2010 vorliegen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte in seinem Urteil im Dezember 2009 die deutsche Rechtssprechung nur in einem Detail korrigiert: Auch für nicht verheiratete Väter müsse die Möglichkeit offen gelassen werden, die gemeinsame Sorge einzuklagen.

    Vor diesem Hintergrund ist der Vorstoß der Bundesjustizministerin nicht nur vollkommen unverständlich, er trägt sogar den haut goût einseitiger Ideologisierung. „Alleinerziehenden Müttern und damit auch ihren Säuglingen würde durch diese Gesetzesänderung zusätzlicher und unnötiger Stress zugemutet. Artikel 6 Absatz 4 des Grundgesetzes, welches jeder Mutter einen Anspruch zugesteht auf Schutz und Fürsorge der Gemeinschaft, wird konterkariert „, so die Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter und Fachanwältin für Familienrecht Edith Schwab. Zu Streitigkeiten um das Sorgerecht kommt es nur in Fällen, in denen die Eltern keine einvernehmliche Lösung finden. „In dieser bereits oft belastenden Situation kann das alleinige Sorgerecht die bessere Alternative sein und für die nötige Ruhe, vor allem für die Kinder, sorgen“, so Edith Schwab.

    Das Umgangsrecht bleibt davon vollkommen unangetastet. Alle Eltern, unabhängig von der Familienform, haben ein Recht auf Umgang mit ihrem Kind. Das Problem liegt tatsächlich aber ganz woanders: Ein großer Teil der Väter nimmt das Umgangsrecht nicht oder nicht regelmäßig wahr. „Entgegen der geäußerten Ansicht der Ministerin verbessert das Sorgerecht von Vätern für sich allein gesehen nicht die Situation der Kinder, wenn es völlig abgekoppelt von jeglicher Übernahme von Verantwortung und Empathie für das Kind daher kommt. Die Annahme des Bundesverfassungsgerichts, dass diese Väter seit der Reform 1998 ohne weiteres die gemeinsame Sorge mit Zustimmung der Mutter erwerben können, ist bisher nicht widerlegt „, so Edith Schwab.   

    Mit diesem Vorstoß schießt die Ministerin weit über das durch die Gerichte vorgegebene Ziel hinaus, düpiert das Bundesverfassungsgericht und setzt sich über die wissenschaftlichen Erkenntnisse des von ihrer Vorgängerin Frau Ministerin Brigitte Zypries erteilten Forschungsauftrags zum Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Eltern hinweg. Der Stress für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder ist damit in vielen Fällen vorprogrammiert. Ohne den Abschlussbericht des Forschungsauftrags abzuwarten, will sie das Sorgerecht im Alleingang „modernisieren“. Aber der Wille der Ministerin, modern sein zu wollen und das Sommerloch zu füllen, wird dem gesetzlichen Auftrag nicht gerecht.

    Pressemitteilung

    weitere infos: bundesjustizministerium /  die justizministerin im interview mit bayern 2 /  schwab im interview mit dem epf  
     unser themenschwerpunkt: männer und frauen (feed)  

    Neue Gruppe für Alleinerziehende

    Wie die BAZ berichtet wurde in Heppenheim eine neue Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende (Mütter und Väter) gegründet. Die Mitglieder der alten Gruppe seien in die Jahre gekommen. Sie werde am 30.August feierlich übergeben. Die Übergabe und Neugründung finden am 30.August um 17.30h im Marienhaus, Kirchgasse 5, statt.

    Weitere Treffen: alle 14 Tage, jeweils montags 17.30h bis 19h / mit Kinderbetreuung

    Kontakt und Anmeldung: Mareike Boos / 06252 3051669  / Britta Zorn 06252 687899 /

    Email: alleinerziehende.heppenheim@yahoo.de 


    mehr zum thema auch in unserem feed: männer und frauen (feed)

    selbsthilfegruppen zu diversen themen:  http://www.selbsthilfe-bergstrasse.de/

    mehr hilfsangebote: überblick


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    Wieviele Aufstocker gibt es in Hessen?

    Diese und ähnliche Fragen stellte der Abgeordnete der  Grünen  Markus Bocklet im hessischen Landtag. Aus der Antwort des hessischen Sozialministers veröffentlichen wir hier auszugsweise die nachfolgende Tabelle. 

    quelle: Landtagsdrucksache 18/2438 vom 17.3.2010 (pdf)

     mehr zum thema hartz IV als feed


     

    Von der Leyen erwägt Bildungs – Chipkarten für alle Kinder

    zur diskussion

    Wie unter anderem spiegel online berichtet,  will Bundesarbeitsministerin von der Leyen Bildungs – Chipkarten für Hartz – IV Famiilien auf den Weg bringen. Offenbar gebe es auch die Idee, dass alle anderen Kinder eine solche Karte erhalten können. Deren Eltern müssten aber dafür zahlen. 

    Am 20. August will sich von der Leyen mit Vertretern der Kommunen sowie mit den zuständigen Ressortministern der Länder treffen, um Einzelheiten zu besprechen. 

    Die Bildungs-Chipkarten sollten Kindern von Hartz-IV-Empfängern den Zugang zu Musikunterricht und Sportvereinen sowie zu Schwimmbad- und Museumsbesuchen ermöglichen. Vorbild dafür wäre Stuttgart, wo alle Kinder heute bereits eine Bonuskarte im Wert von 60 Euro erhalten.

    Eine Festlegung auf ein endgültiges Modell gibt es laut spiegel online noch nicht. Eine Stigmatisierung der Benutzer solle aber vermieden werden.

    Hintergrund der ganzen Überlegungen ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts wonach der Bund die Regelleistungen für Hartz – IV Familien mit Kindern neu regeln muss. Die Richter hatten der Regierung unter anderem aufgegeben, bei den Hartz – IV Ausgaben die Kosten für die Teilhabe der Kinder am Vereinsleben und an Bildungsangeboten stärker zu berücksichtigen.   Spiegel – online zufolge will das Arbeitsministerium dafür aber nicht mehr Bargeld zur Verfügung stellen sondern die bereits erwähnten Chipkarten. Die Neuregelung muss bis zum 1. Januar 2011 erfolgen. Für die betroffenen Kinder ist ein Guthabensumme von 200 EUR im Jahr im Gespräch.

    quelle und mehr: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,711491,00.html

    >>alle hartz IV artikel auf diesem blog als feed
    >>mehr zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts  
    >>Verschiedene Kommunen geben bereits sogenannte Sozialpässe für Bedürftige aus;  so auch die stadt bensheim / siehe auch:  münchen pass /  die kulturloge marburg vermittelt restkarten für kulturelle veranstattungen an bedürftige /özdemir fordert ganztagsschulen / zum ganzen auch  regierung online  
    >>Manfred Forell im Starkenburger Echo vom 14.8.2010: Gerechter mit Gutschein?  

    P Konto_ Gesetz zeigt Lücken.

    den folgenden Beitrag haben wir entnommen aus  dem ELO forum
    Das Problem: Geldeingang am Monatsletzten bei bereits ausgeschöpftem Freibetrag.
    Eure Erfahrungen / Eure Meinung interessiert uns
     
    Jane K., ALG2-Bezieherin, monatlich 700€ Geldeingang, ledig, keine Kinder. Das Konto ist ein P-Konto, Freibetrag 985,15€. Die Augustleistung geht zum 30.7.2010 auf dem Konto ein. Kontostand nach der Zahlung: 700€. Zum 2.8. geht ein Pfändungsbeschluß über 500€ ein. Am 3.8. hebt Frau K. die kompletten 700€ ab, die ihr auch ausbezahlt werden, da unterhalb des Sockelbetrags liegend.
    Zum 31.8 geht jetzt die Sozialleistung für den September über weitere 700€ ein. Frau K. geht zur Bank, will das Geld haben. Das Kreditinstitut weigert sich die vollen 700€ auszuzahlen und will lediglich 285,15€ geben. Die restlichen 414,85 will die Bank an den Gläubiger ausbezahlen, mit der Begründung, der Freibetrag für den Monat August sei ausgeschöpft.

    Das kann doch nicht Rechtens sein, denkt sich Frau K. — Das P-Konto soll mir mein Existenzminimum sichern helfen und jetzt droht mir der Ruin und von dem sowieso schon viel zu wenigen soll mir noch ein ordentlicher Batzen weggenommen werden? Nie im Leben kann der Gesetgeber dies gewollt haben, oder doch?

    In der Tat hat der Gesetgeber diesen Spezialfall nicht geregelt.

    Im Paragraphen zum P-Konto (§850k ZPO) findet sich keine Lösung. Dies muss als äusserst unbefriedigend angesehen werden und hier sollte auf Seiten der Gesetzgebung schleunigst nachgebessert werden.

    Was im Moment möglich ist – und soweit ich es bis jetzt überblicken kann – auch funktioniert, ist beim zuständigen Vollstreckungsgericht einen Antrag wegen sittenwidriger Härte nach §765a ZPO zu stellen.

    User Sylliska schreibt hierzu im Rechtspflegerforum:

    Antrag nach § 765a ZPO beim Vollstreckungsgericht (bzw. bei der Vollstreckungsstelle des öffentlichen Gläubigers) auf (einmalige) Aufhebung der Zwangsvollstreckungsmaßnahme wegen sittenwidriger Härte, da Ihnen die wirtschaftliche Existenzgrundlage für den folgenden Monat entzogen würde. Kann die Aufhebungsentscheidung nicht sofort ergehen, sollte beantragt werden, die Vollstreckung einstweilen einzustellen.
    P-Konto

    Sollte bereits an den Gläubiger ausbezahlt worden sein, bleibt wohl nur noch der Gang zur Sozialbehörde. Inwieweit in diesem Fall die Kreditinstitute regresspflichtig sind, ist schwer zu beurteilen. Es wäre durchaus interessant zu wissen, ob bereits die Geldinstitute nicht evtl verpflichtet sind ihre Entscheidungen auf sittenwidrige Härte zu überprüfen.

    Jetzt bleibt natürlich die spannende Frage, ob man diese Problematik irgendwie bereits im Vorfeld vermeiden könnte.

    Möglichkeiten das Geldeingangsproblem zum Monatsende zu lösen:

    Die einfachste Möglichkeit wäre das Konto immer gleich zum Monatsende komplett leerzuräumen. Dies dürfte jedoch unbefriedigend und auch nicht immer praktikabel sein.

    Eine weitere Möglichkeit ist die Zahlungseingänge zu reduzieren. Wer Leistungen nach ALG2 bezieht, könnte sich zum Beispiel die Miete direkt auf das Konto vom Vermieter überweisen lassen.

    Die dritte Möglichkeit wäre sich die Leistung bar auszahlen zu lassen. Dies würde ich auch unbedingt dann empfehlen, wenn bei einer Überweisung das Einbehalten drohen würde.

    Das funktioniert bei Sozialleistungen sicherlich alles relativ unproblematisch. Handelt es sich jedoch um Gehaltszahlungen , wird sich wohl kaum ein Arbeitgeber finden, der zu einer Barauszahlung bereit ist. Zumal auch nicht immer erwünscht ist, dass der Arbeitgeber über die Schuldenproblematik Bescheid weiss.

    Hier muß unbedingt eine Lösung her. Weder können diese Notlösungen das NonPlusUltra sein, noch der Antrag nach §765a. Es müssen hier klare, verbindliche Regelungen geschaffen werden.

    Martin

    mehr zum p konto: http://ffduseh.wordpress.com/2010/07/02/neu-ab-1-juli-2010-das-p-konto/
     über lösungen zu dem oben beschriebenen problem wird heftig diskutiert auf rechtspflegerforum:   http://www.rechtspflegerforum.de/showthread.php?47486-Neue-Problematik-bzgl.-P-Konto…-Lösungsvorschläge

    2010-08-22 LU Griechisches Kulturfest

    für den, der sich nicht die nase am bildschirm plattdrücken möchte:  hinweis griechisches fest als pdf
     zu unserem themenschwerpunkt flucht migration multikulti
    Veröffentlicht in flucht*migration*multikulti, griechisches kulturfest LU, termine 2010. Kommentare deaktiviert

    Doppelte Staatsangehörigkeit: Optionszwang abschaffen

    Presseerklärung, 20.08.2010

    PRO ASYL, Interkultureller Rat und Deutscher Anwaltvererein monieren Ungerechtigkeiten und einen zu hohen Verwaltungsaufwand   (dazu:  daten und fakten von proasyl.pdf  )

    Berlin (DAV/PA/IR). Mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahre 2000 wurde die so genannte Optionsregelung für Kinder nicht deutscher Eltern eingeführt. Danach erhalten diese Kinder mit der Geburt in Deutschland neben der Staatsangehörigkeit der Eltern auch die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn die Eltern schon acht Jahre in der Bundesrepublik Deutschland leben. Auf Antrag erhielten im Rahmen der Reform auch die seit 1990 in Deutschland geborenen Kinder nicht deutscher Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit zugesprochen.

    Der Optionszwang im Staatsangehörigkeitsrecht führt nach Auffassung von PRO ASYL, Deutschem Anwaltverein (DAV) und Interkulturellem Rat in Deutschland (IR) zu einer durch nichts zu rechtfertigenden Ungleichbehandlung von „Optionskindern“ und zu einem vollkommen überflüssigen Verwaltungsaufwand. Negativ betroffen sind insbesondere Kinder aus Haupt- und Ureinwandererfamilien, beispielsweise aus der Türkei oder Serbien. Die drei Organisationen fordern deshalb erstmals gemeinsam die ersatzlose Abschaffung dieses Optionszwangs.

    „Mit dem Optionszwang beharrt der Gesetzgeber auf dem Grundsatz der Vermeidung der Mehrstaatigkeit, obwohl dieser gerade dabei ist, auf den Müllhaufen der Geschichte transportiert zu werden“, erläutert Rechtsanwalt Victor Pfaff vom DAV-Ausschuss Ausländer- und Asylrecht. In Deutschland würden rund 4,5 Millionen Mehrfachstaater leben, ohne dass der deutsche Staat damit je das geringste Problem gehabt hätte. Knapp 53 Prozent aller Einbürgerungen in Deutschland würden unter Hinnahme der Mehrstaatigkeit vorgenommen.

    Die generelle Hinnahme der Mehrstaatigkeit bei in Deutschland geborenen Kindern sei deshalb und aus einem weiteren Grund der richtige Weg. „Sie davon abhängig zu machen, ob der andere Staat aus der Staatsangehörigkeit entlässt, bedeutet, dass der deutsche Gesetzgeber die Entscheidung, wer Mehrstaater bleibt und wer nicht, weitgehend der Willkür ausländischer Gesetzgeber überlässt“, betont Pfaff. Deshalb müsse sich z. B. ein Deutsch-Türke für eine seiner Staatsangehörigkeiten entscheiden, während ein Deutsch-Marokkaner diese Entscheidung nicht treffen müsse.

    „Die Optionspflicht drängt junge Menschen aus der deutschen Staatsangehörigkeit heraus“, erklärt Marei Pelzer von PRO ASYL. So vergrößere sich die Kluft zwischen Wahlvolk und Bevölkerung immer mehr. Dies sei mit dem Demokratieprinzip und mit dem Selbstverständnis einer modernen Einwanderungsgesellschaft nicht vereinbar. Das deutsche Optionsmodell sei einmalig in Europa. In Frankreich beispielsweise erhielten Kinder von Ausländern nach dem ius soli die französische Staatsangehörigkeit, ohne auf die Nationalität ihrer Eltern verzichten zu müssen. Pelzer: „Deutschland sollte den Optionszwang zugunsten eines modernen Geburtsortrechts endlich aufgeben.

    Der Interkulturelle Rat in Deutschland bezeichnet den Optionszwang als ein Instrument der Desintegration. Hierzu Torsten Jäger, Geschäftsführer der Organisation: „Wir beklagen zu Recht konstant zu niedrige Einbürgerungszahlen. Es ist deshalb ganz unsinnig, Kinder, die seit ihrer Geburt Deutsche sind, über die Optionspflicht mit dem Verlust der Staatsangehörigkeit zu bedrohen.“ Die Optionspflicht sei außerdem ungerecht! Sie schaffe Deutsche „erster“, „zweiter“ und „dritter“ Klasse. „Das gefährdet sowohl den gesellschaftlichen Zusammenhalt als auch individuelle Integrationsprozesse“, so Jäger weiter. Daher habe der Interkulturelle Rat im Juni 2009 den Aufruf „Sie gehören zu uns! – Wider den Optionszwang für Kinder unseres Landes“ initiiert, der von zahlreichen prominenten Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft getragen werde und dem sich bereits mehrere tausend Menschen angeschlossen hätten.

    Mit Vollendung des 18. Lebensjahres werden die „Optionskinder“ dazu aufgefordert, sich zu entscheiden. Von der Optionspflicht sind allerdings die Kinder nicht betroffen, deren Eltern Staatsbürger eines Mitgliedstaats der Europäischen Union oder aber eines Landes sind, das seine Bürger nicht aus der Staatsangehörigkeit entlässt.

    Die ersten Betroffenen wurden im Jahre 2008 von den zuständigen Ausländerbehörden und Regierungspräsidien angeschrieben und aufgefordert, für eine der beiden Staatsbürgerschaften zu optieren. „Optionskinder“ der Geburtenjahrgänge 1990 bis 2008 gibt es in der Bundesrepublik rund 385.000.

    Anfang 2010 haben die Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen Gesetzentwürfe in den Deutschen Bundestag eingebracht, die die Streichung des Optionszwangs aus dem Staatsangehörigkeitsrecht vorsehen. Das Parlament wird sich im Herbst dieses Jahres daher mit dem Thema befassen müssen. Deshalb, so die Vertreter der drei Organisationen, sei es an der Zeit, dass die Bundesregierung die Optionspflicht endlich in verfahrens- und materiellrechtlicher Hinsicht überprüfe. Darauf habe sie sich im Oktober 2009 in ihrem Koalitionsvertrag verständigt.

    Pfaff, Pelzer und Jäger erklärten abschließend, ihre Organisationen würden sich gemeinsam und aktiv an diesem Überprüfungsprozess beteiligen. Bei objektiver Abwägung aller Argumente könne am Ende dieses Prozesses kein anderes Ergebnis stehen als die ersatzlose Streichung der Optionspflicht und die Hinwendung zu einem modernen Staatsangehörigkeitsrecht – inklusive Geburtsortprinzip und dem gelassenen Umgang mit mehrfachen Staatsangehörigkeiten.

     siehe auch focus
     spiegel online: deutsche auf zeit (2009)
     
    mehr zum thema : flucht-migration-multikulti   mehr zum thema staatsbürgerschaft

    Noch 1 Monat bis zur Interkulturellen Woche

     

    Vorschau Interkulturelle Woche als pdf

    mehr zum themenbereich flucht migration multikulti
     
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    Neue Studie: Türkische Eltern legen grossen Wert auf Bildung

     artikel als pdf mit literaturhinweis siehe auch: http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,713229,00.html  vorschau interkulturelle woche
     mehr zu unserem themenschwerpunkt flucht migration multikulti  SWR international zu sarrazin u.a.

    Bundesregierung will KdU neu regeln / Gebietskörperschaften sollen das Recht erhalten Satzungen zu erlassen

    Bundesregierung will keine kleineren Wohnungen für Hartz-IV-Empfänger

    Arbeit und Soziales/Antwort – 31.08.2010

    Berlin: (hib/ELA/AW) Eine Absenkung der Wohnstandards für Hartz-IV-Bezieher ist von der Bundesregierung nicht beabsichtigt. Dies schreibt sie in der Antwort (17/2784) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17/2701). Die Regierung betont, dass nach einem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vorgelegten Regelungsvorschlag sich die Angemessenheit der Unterkunftskosten weiterhin unmittelbar an den Gegebenheiten des örtlichen Wohnungsmarktes orientieren soll – in Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes. Maßstab sei nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung die Verhältnisse des unteren Standards des örtlichen Wohnungsmarktes.

    Das BMAS habe am 21. Juli 2010 einer Arbeitsgruppe der Länder und den kommunalen Spitzenverbänden bereits diesen Regelungsvorschlag vorgelegt, schreibt die Regierung. Er soll Ende August 2010 mit den Ländern erörtert werden. Ein entsprechender Referentenentwurf ist für den Herbst 2010 geplant, die Regelungen könnten dann am 1. Januar 2011 in Kraft treten.

    Der Vorschlag sehe die Einführung einer Satzungsermächtigung für die Leistungen für Unterkunft und Heizung im Sozialgesetzbuch II vor, heißt es weiter. Die Kommunen sollten durch Landesgesetz ermächtigt werden, durch ihre Kommunalvertretungen für ihr Gebiet eine Satzung zu erlassen, mit der sie Grenzwerte oder gegebenenfalls auch Pauschalen für die regional angemessenen Unterkunfts- und Heizkosten bekannt machen. Im Sozialgesetzbuch II beziehungsweise den ausführenden Landesgesetzen solle nur der gesetzliche Rahmen geschaffen werden. Die konkrete Ausgestaltung der Frage, was als angemessene Wohnkosten anzusehen ist, solle hingegen den Kommunen obliegen.

    Die Arbeitsgruppe sei darauf ausgerichtet gewesen, die Vorgaben des Koalitionsvertrages der Regierungsparteien umzusetzen. Danach sollen laut Regierung die Regelungen zu den Kosten der Unterkunft und Heizung unter Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten transparent und rechtssicher ausgestaltet werden. Es gebe keine Festlegungen des Bundes zur Wohnungsgröße als Voraussetzung für die Bewilligung von Fördermitteln, schreibt die Regierung. Die Praxis in den Ländern sei unterschiedlich. Eine Übersicht über die förderfähigen Wohnungsgrößen der einzelnen Länder existiere nicht, heißt es in der Antwort.

    quelle: http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_08/2010_282/01.html

    Anmerkungen: eine Liste bereits existierender kommunaler Richtlinien für die Übernahme von Unterkunftskosten und Erstausstattung finden sie unter  http://www.harald-thome.de/oertliche-richtlinien.html, zu den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag siehe auch: http://ffduseh.wordpress.com/2009/11/07/koalitionsvertrag-stichwort-grundsicherung/ zu den im kreis bergstrasse geltenden mietobergrenzen gehe direkt zu: http://ffduseh.wordpress.com/2009/11/07/neue-wege-setzt-mietobergrenzen-neu-fest/ eine fülle von infos  zum thema kdu findet ihr hier: http://www.erwerbslos.de/kdu tagung 05 2010
     
     


    2010-09-22 Ein Tag erschüttert die Welt …… / Veranstaltung der MenschenrechtsIntiative Bergstrasse

     
     programm als pdf: http://ffduseh.files.wordpress.com/2010/09/mib-programm-2010-2011.pdf


    »Akt der Intoleranz
    Religion: An der Bergstraße verurteilen Christen beider Konfessionen geplante Koranverbrennung – 68 Unterschriften unter Erklärung

    KREIS BERGSTRASSE.  

    Die für Samstag geplante Koranverbrennung hat viele Menschen empört, auch Christen an der Bergstraße. Fast alle Mitglieder aus dem katholischen Dekanatsrat Bergstraße-Mitte haben einer Erklärung zugestimmt, in der diese Ankündigung als »Akt der Intoleranz« verurteilt wird. Zu den Unterzeichnern gehören der stellvertretende Dekan, Pfarrer Norbert Eisert (Bensheim), und der stellvertretende Dekan aus dem evangelischen Dekanat, Pfarrer Hermann Birschel. Die Dekane Thomas Groß und Ulrike Scherf sind zurzeit in Urlaub. Am Rand des Vortrags von Bischof Joachim Wanke in der Heppenheimer Pfarrei »Erscheinung des Herrn« haben 68 Personen die Erklärung unterschrieben, darunter Pfarrer Herbert Schega (Erscheinung des Herrn), Diakon Peter Jakob (Sankt Peter, beide Heppenheim), Pfarrer Norbert Eisert, Mitarbeiter der Kirche und der ehemalige Pfarrer von Sankt Peter, Hermann-Josef Herd, sowie der Bundestagsabgeordnete Michael Meister (CDU).

    http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/kreis/-Akt-der-Intoleranz-;art1145,1185132


    Osama, bitte beende die Gewalt!

    Der Libyer Noman Benotman zählte einst zur erweiterten Qaida-Führung, 2002 sagte er sich vom Terror los. Heute ist er einer der weltweit einflussreichsten Entzauberer des Dschihadismus. Anlässlich des Jahrestags des 11. September 2001 schrieb er einen Brief an Osama Bin Laden. SPIEGEL ONLINE dokumentiert ihn.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,716910,00.html


    Die TAZ berichtet über den beabsichtigten Bau eines islamischen Gemeindezentrums in Lower Manhattan nahe Ground Zero. Das Projekt ist  heftig umstritttenhttp://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/eine-kleine-moschee-in-manhattan/

    New Yorker demonstrieren Solidarität mit Muslimen

    Am Vorabend des 11. Septembers demonstrierten tausende New Yorker mit einer Kerzenwache ihre Solidarität mit Muslimen. Die Kundgebung fand am Freitagabend in der Nähe von Ground Zero statt, wo riesige Scheinwerfer die Silhouetten der zerstörten Zwillingstürme des World Trade Centers in den Himmel malten.

    „Ich bin für Toleranz und Religionsfreiheit“, erklärte eine New Yorker Geschichtsprofessorin ihre Teilnahme an der Kerzenwache. „Intoleranz spielt nur El-Kaida in die Hand“, sagte Rosalyn Baxandale. Derweil unterhielten sich Polizisten in Zivil gut gelaunt mit den Demonstranten, verteilten Kinder Lichter, hielt eine Nonne ein Holzkreuz in der Hand.

    Lisa Smith ärgerte sich über die konservative Tea Party und die Republikanerin Sarah Palin, die mit ihren Äußerungen gegen die Moschee „nur Hass geschürt“ hätten. „Verrückte Politiker in Alaska wollen uns unsere Stadtplanung vorschreiben“, sagte Smith. Dabei hätten die Behörden die Baupläne schon vor Monaten genehmigt.

     „Wir wohnen nur einen guten Kilometer von hier entfernt“, sagte Arthur Wasserman, US-Veteran des Zweiten Weltkrieges. „Wir haben die Tragödie von 9/11 erlebt, die Trauer, die Tränen.“ Gerade deshalb müsse die Moschee im Schatten von Ground Zero entstehen. „Wir sind Amerika. Wir stehen für Religionsfreiheit.“

    Präsident Obama laut New York Times :

    “This country stands for the proposition that all men and women are created equal, that they have certain inalienable rights,” Mr. Obama said. “And what that means is that if you could build a church on a site, you could build a synagogue on a site, if you could build a Hindu temple on a site, then you should be able to build a mosque on the site.”

    http://www.nytimes.com/2010/09/11/us/politics/11obama.html?fta=y

     

    Anspruch auf Kostenerstattung für Fahrten zur Fachoberschule (SG Marburg 05.08.2010 5AS 309/10 ER zu § 21 VI SGBII)

    Die Hersfelder Zeitung berichtet in ihrer online Ausgabe vom 26.8.2010 über eine Entscheidung des Sozialgerichts Marburg, derzufolge der Landkreis Marburg-Biedenkopf die Fahrtkosten von ärmeren Schülern in Zukunft auch nach Abschluss der Mittelstufe bezahlen muss. Eine 17 jährige Schülerin hatte geklagt, weil sie jeden Tag 13 Kilometer weit zur Fachoberschule nach Kirchhain fahren muss, wo sie ihr Fachabitur machen wird. Die Fahrtkosten in Höhe von immerhin EUR 736 pro Jahr konnte sie aber nicht aus der eigenen Tasche aufbringen.

     mehr dazu: hersfelder zeitung: gericht: staat muss zahlen  die entscheidung im wortlaut: lareda
     zu §21 SGB II  gesetze im internet  mehr zu hartz IV etc: feed

     

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    Sie sind unser Präsident

    ein offener Brief prominenter deutscher Muslime; quelle: taz

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

    als Sie vor zwei Monaten Ihr Amt antraten, konnten Sie dies gewiss nicht ahnen: Dass ein (ehemaliger) Bundesbankvorsitzender eine Debatte in Gang setzen würde, in der sich allgemeine Bedenken gegen eine verfehlte Integrationspolitik mit biologistischen Annahmen über mindere Intelligenz vermengen. Dass in sämtlichen Nachrichtenmagazinen, Zeitungen und Sendern pauschalisierend über etwaige intellektuelle, charakterliche, soziale und professionelle Defizite des muslimischen Bevölkerungsanteils diskutiert werden würde. Dass von Musliminnen und Muslimen – egal ob sie deutsche Staatsbürger sind oder auch hier geboren wurden – generalisierend als „Migranten“ gesprochen würde und wir sogar im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die offizielle Rückkehr des Wortes „Ausländer“ erleben.

    Erinnern wir uns zwei Monate zurück: In Ihrer Antrittsrede sagten Sie: „Unsere Vielfalt ist zwar manchmal auch anstrengend, aber sie ist immer Quelle der Kraft und der Ideen und eine Möglichkeit, die Welt aus unterschiedlichen Augen und Blickwinkeln kennen zu lernen. Wir sollten neugierig sein und ins Gespräch kommen.“ Sie erzählten die berührende Geschichte der niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan und ihres Vaters, die ein Beispiel für „so viele Erfolgsgeschichten“ sei. Sie sprachen die wunderbaren Sätze: „Wann wird es bei uns endlich selbstverständlich sein, dass unabhängig von Herkunft und Wohlstand alle gleich gute Bildungschancen bekommen? (…) Wann wird es selbstverständlich sein, dass jemand mit den gleichen Noten die gleichen Aussichten bei einer Bewerbung hat, egal ob er Yilmaz heißt oder Krause? Meine Antwort auf solche Fragen lautet: Wenn wir weniger danach fragen, wo einer herkommt, als wo er hin will. Wenn wir nicht mehr danach fragen, was uns trennt, sondern was uns verbindet. Wenn wir nicht mehr danach suchen, was wir einander voraushaben, sondern was wir voneinander lernen können. Dann wird Neues, Gutes entstehen.“

    Diese Worte wurden von zahllosen Musliminnen und Muslimen und von Menschen mit Migrationshintergrund mit großer Freude aufgenommen, über religiöse und Parteigrenzen hinweg. Doch was wir momentan beobachten, ist leider das Gegenteil eines solchen Prozesses, in dem Menschen aufeinander zugehen, damit Gutes entsteht. Wir erleben, wie sich Teile der Bevölkerung von anderen absetzen. Wie Minderheiten ausgedeutet und öffentlich als „Andere“ markiert werden. Die Tonlage ist oft genug nicht neugierig und gesprächsbereit, sondern aggressiv und diffamierend. Für Musliminnen und Muslime ist derzeit nicht einmal der Gang zum Zeitungshändler leicht, weil sie nie wissen, welche Schlagzeile, welches stereotype Bild sie dort erwartet. Auch in der Schule, bei der Arbeit und am Ausbildungsplatz kann es sein, dass einem Feindseligkeit entgegenschlägt.

    Selbstverständlich sind das nicht die einzigen Erfahrungen dieser Tage. Es gibt auch viele freundliche Worte, viel Solidarität. Zahllose Deutsche ohne muslimischen oder Migrationshintergrund sind genauso fassungslos über die Entwicklung der letzten Wochen, fühlen sich gleichsam fremd im eigenen Land. So wie wir. Denn wie gesagt, auch wir deutschen Muslime gehören zu Deutschland, mit demselben Recht wie alle anderen religiösen, ethnischen oder sonstigen Bevölkerungsgruppen. Wir werden dieses Land nicht aufgeben. Dieses Land ist unsere Heimat, und Sie sind unser Präsident. Weil wir als Mitglieder des Staatsvolks in großer Sorge um die Zukunft dieses Landes sind, das Sie repräsentieren, wenden wir uns an Sie, der Sie so überzeugend sagten: „Es gibt unterschiedliche Interessen, es gibt Vorurteile gegeneinander, Bequemlichkeiten und Anspruchsdenken. Ich will helfen, über all das hinweg Brücken zu bauen. Wir müssen unvoreingenommen aufeinander zugehen können, einander aufmerksam zuhören, miteinander sprechen.“ Wir bitten Sie, gerade in der derzeitigen angespannten Stimmung für diese Leitsätze einer offenen, von gegenseitigem Respekt geprägten demokratischen Kultur einzustehen und öffentlich für sie zu werben.

    Fatih Akin, Filmregisseur

    Hatice Akyün Autorin

    Prof. Dr. Katajun Amirpur Islamwissenschaftlerin

    Gabriele Boos-Niazy für das Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland e. V.

    Christian Abdul Hadi Hoffmann, stellv. Vors. der Muslimischen Akademie Deutschland

    Lamya Kaddor für den Liberal-Islamischen Bund e. V.

    Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu Erziehungswissenschaftlerin und Turkologin Ali Kizilkaya für den Islamrat e. V.

    Halima Krausen für die Initiative für Islamische Studien e. V.

    Aiman Mazyek für den Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V.

    Hamideh Mohagheghi, Theologin

    Shermin Langhoff, Intendantin

    Aylin Selcuk für die Deukische Generation e. V.

    Hilal Sezgin, Schriftstellerin und Journalistin

    Feridun Zaimoglu, Schriftsteller

    mehr zum thema : http://ffduseh.wordpress.com/category/fluchtmigrationmultikulti/feed/  
       

    Kosten der Unterkunft

    Kosten der Unterkunft

    Das Bundessozialgericht hat am 27.10. 2006 folgendes entschieden:
    Siehe auch: Presse-Vorbericht Nr. 58/06 vom 27.10.2006, Presse-Mitteilung Nr. 58/06
    vom 7.11.2006
    BUNDESSOZIALGERICHT Urteil vom 7.11.2006, B 7b AS 18/06 R
    Arbeitslosengeld II – Angemessenheit der Unterkunftskosten –
    ……
    Leitsätze
    ………..
    2. Auf die Miethöchstgrenzen aus der Tabelle zu § 8 Wohngeldgesetz kann als Maßstab der Angemessenheit der Unterkunftskosten erst abgestellt werden, wenn ein konkret-individueller Maßstab nicht gebildet werden kann.
    lesen Sie dazu die Urteilsgründe insbesondere ab Randziffer 19:
    Die Angemessenheit der Wohnungskosten ist, wie es auch der Praxis mehrerer Landessozialgerichte entspricht (vgl etwa Hessisches LSG, Beschluss vom 28. März 2006 – L 7 AS 122/05 ER und L 7 AS 121/05 ER -, NZM 2006, 595; Hessisches LSG, Beschluss vom 24. April 2006 – L 9 AS 39/06 ER; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 25. Januar 2006 – L 8 AS 4296/05 ER-B; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 23. Mai 2006 – L 13 AS 510/06 ER-B; LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 24. August 2005 – L 19 B 28/05 AS ER), in mehreren Schritten zu prüfen: Zunächst bedarf es der Feststellung, welche Größe die von der Bedarfsgemeinschaft gemietete Wohnung aufweist; dh zu ermitteln ist die Quadratmeterzahl der im Streitfall konkret betroffenen Wohnung. Vorliegend ist die Größe der von den Klägern bewohnten Wohnung weder festgestellt, noch ist sie den Akten zu entnehmen. Bei der Wohnungsgröße ist die für Wohnberechtigte im sozialen Mietwohnungsbau anerkannte Wohnraumgröße zu Grunde zu legen (früher § 5 Abs 2 Wohnungsbindungsgesetz iVm den jeweiligen landesrechtlichen Durchführungsbestimmungen); dies entspricht
    20 
     
     

     

     

    21Als räumlicher Vergleichsmaßstab ist, wie der Senat in seinem Urteil vom 7. November 2006 (B 7b AS 10/06 R) im Einzelnen dargelegt hat, in erster Linie der Wohnort des Hilfebedürftigen maßgebend. Ein Umzug in einen anderen Wohnort, der mit einer Aufgabe des sozialen Umfeldes verbunden wäre, kann von ihm im Regelfall nicht verlangt werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich der räumliche Vergleichsmaßstab strikt am kommunalverfassungsrechtlichen Begriff der „Gemeinde“ nach dem jeweiligen landesrechtlichen Kommunalrecht orientieren muss. Bei der Bildung des räumlichen Vergleichsmaßstabs kann es – insbesondere im ländlichen Raum – geboten sein, größere Gebiete als Vergleichsgebiete zusammenzufassen, während in größeren Städten andererseits eine Unterteilung in mehrere kleinere Vergleichsgebiete, die kommunalverfassungsrechtlich keine selbständigen Einheiten darstellen, geboten sein kann. Für eine Stadt der Größenordnung D (ca 75.000 Einwohner) könnte dies durchaus bedeuten, dass das Gebiet der Stadt D insgesamt den räumlichen Vergleichsmaßstab für den Mietwohnungsstandard bildet. Das LSG wird insoweit dieörtlichen Verhältnisse zu ermitteln und zu bewerten haben.

      

     
     

     

     

    22Schließlich wird zu überprüfen sein, ob nach der Struktur des Wohnungsmarktes am Wohnort D die Kläger tatsächlich auch die konkrete Möglichkeit haben, eine abstrakt als angemessen eingestufte Wohnung konkret auf dem Wohnungsmarkt anmieten zu können (vgl hierzu Berlit, aaO, RdNr 31; zur sog Unterkunftsalternative vgl auch BVerwGE 97, 110, 115 ff; BVerwGE 101, 194, 198 ff). Besteht eine solche konkrete Unterkunftsalternative nicht, sind die Aufwendungen für die tatsächlich gemietete Unterkunft als konkret angemessen anzusehen (BVerwG, aaO).

      

     
     

     

     

    23Die Grundsicherungsträger und die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit werden bei der Prüfung der Angemessenheit der Kosten der Unterkunft nach § 22 SGB II mithin nicht umhin kommen, jeweils die konkreten örtlichen Gegebenheiten auf dem Wohnungsmarkt zu ermitteln und zu berücksichtigen. Liegen keine entsprechenden Mietspiegel bzw Mietdatenbanken (§§ 558c ff Bürgerliches Gesetzbuch) vor, so wird der Grundsicherungsträger zu erwägen haben, für den jeweiligen Zuständigkeitsbereich eigene – grundsicherungsrelevante – Mietspiegel oder Tabellen zu erstellen. Nur soweit Erkenntnismöglichkeiten im lokalen Bereich nicht weiter führen, kann ein Rückgriff auf die Tabelle zu § 8 WoGG oder auf die zulässigen Mietgrenzen der in Ergänzung zum Wohnraumförderungsgesetz erlassenen landesrechtlichen Wohnraumförderungs-bestimmungen in Betracht kommen. Bei einem Rückgriff auf Tabellen bzw Förder-vorschriften wird zu erwägen sein, ob zu Gunsten des Leistungsempfängers ein mögliche Unbilligkeiten der Pauschalierung ausgleichender Zuschlag (etwa von 10 % zu den Tabellenwerten, vgl Berlit, aaO, RdNr 36) in Betracht kommt…….

    der bisherigen Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte (vgl Hofmann in LPK-BSHG, aaO, § 12 RdNr 29; Lang in Eicher/Spellbrink, SGB II, § 22 RdNr 43; Rothkegel aaO § 22 RdNr 26; Wieland in Estelmann, SGB II, § 22 RdNr 17 ff). Nach Aufhebung des Wohnungsbindungsgesetzes ist dabei auf die Wohnungsgrößen, die sich aus § 10 des Gesetzes über die soziale Wohnraumförderung vom 13. September 2001 (WoFG, BGBl I 2376) ergeben, abzustellen (vgl hierzu auch Rips, WuM 2004, 439, 441). Nach § 10 WoFG können die Länder im geförderten Mietwohnungsbau die Anerkennung von bestimmten Grenzen für Wohnungsgrößen nach Grundsätzen der Angemessenheit regeln (Rips, aaO). Hierbei erlassen die einzelnen Bundesländer Richtlinien, die für das hier konkret in Frage kommende Land Niedersachsen in Runderlassen des Sozialministeriums niedergelegt sind. Nach den einschlägigen Wohnraumförderungsbestimmungen – WFB 2003 (vgl zuletzt Niedersächsisches Ministerialblatt 2002, 554) – beträgt nach deren Ziffer 11 die angemessene Wohnfläche für einen Haushalt mit fünf Haushaltsmitgliedern 95 m². Dies entspricht den Werten, die in der Literatur aus dem Wohnungsbindungsgesetz abgeleitet werden (vgl nur: Hofmann in LPK-BSHG, § 12 RdNr 29; Lang, aaO, § 22, RdNr 42 f; Löns/Herold-Tews, SGB II, § 22 RdNr 5; Wieland, aaO, RdNr 18) . Das LSG wird daher zunächst festzustellen haben, ob sich die Wohnungsgröße der von den Klägern angemieteten Wohnung im Rahmen der landesrechtlich anerkannten Größen nach dem WoFG bewegt.

     

    ………
    den vollständigen Text des URTEILS finden Sie hier:
     urteil-bundessozialgericht.pdf
    ………
    wird fortgesetzt !
    siehe dazu auch Urteil des LSG Hessen vom 12.3.2007
    zur Ermittlung der angemessenen Kosten einer Unterkunft  
    LSG Hessen zu KdU 2007
    sowie Beschluss vom 19.5.2008
    2008-05-19-l-9-as-0091-08-b-er1
    einen guten überblick über die probleme in zusammenhang mit
    den kosten der unterkunft bietet der entsprechende beratungs-
    und aktionsleitfaden des diakonischen werkes vom dezember 2006,
    lesenswert
    diakoni zu kdu
    äusserst lesenswert ist auch die die an der Evangelischen Hochschule
    für soziale Arbeit entstande Diplomarbeit von Detlef Plugk mit dem
    Titel :
    Angemessenheit der Kosten der Unterkunft und Heizung gemäss
    22 SGB II am Beispiel eines Dresdner Stadtteils…….. 
    dapflugk-kosten-fuer-unterkunftheizung31.pdf

    Nach Feststellung der Wohnraumgröße ist als weiterer Faktor der Wohnungsstandard zu berücksichtigen. Angemessen sind die Aufwendungen für eine Wohnung nur dann, wenn diese nach Ausstattung, Lage und Bausubstanz einfachen und grundlegenden Bedürfnissen genügt und keinen gehobenen Wohnstandard aufweist. Die Wohnung muss von daher hinsichtlich der aufgeführten Kriterien, die als Mietpreis bildende Faktoren regelmäßig im Quadratmeterpreis ihren Niederschlag finden, im unteren Segment der nach der Größe in Betracht kommenden Wohnungen in dem räumlichen Bezirk liegen, der den Vergleichsmaßstab bildet. Da es im Ergebnis allein auf die Kostenbelastung des Grundsicherungsträgers ankommt, kann dahinstehen, ob einzelne Faktoren wie Ausstattung, Lage etc isoliert als angemessen anzusehen sind, solange der Grundsicherungsträger nicht mit unangemessen hohen Kosten belastet wird. Der Senat folgt insoweit der sog Produkttheorie (vgl Berlit in LPK-SGB II, § 22 RdNr 32 mwN), die letztlich abstellt auf das Produkt aus angemessener Wohnfläche und Standard, das sich in der Wohnungsmiete niederschlägt. Ihr ist gegenüber der sog Kombinationstheorie (hierzu Rothkegel in Gagel, SGB III mit SGB II § 22 RdNr 28) der Vorzug zu geben, weil nicht alle berücksichtigungsfähigen Faktoren jeweils im Bereich der Angemessenheit liegen müssen und der Hilfebedürftige daher nicht ohne sachlichen Grund in der Wohnungswahl beschränkt wird.

      

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    Einmischen erwünscht / wie bringt man Jugendliche zur Demokratie?

    Wir stellen vor: Eine Sendung aus der Reihe SWR 2 Forum

    quelle: swr2 forum, audio : player  zusatzinfos: demokratiepädagogik  ,  praxishandbuch demokratiepädagogik,   wikipedia, demokratische erziehung , koffer der demokratie , thema: lehre schule uni,  aufklärung über rechsextremismus

    Es diskutieren:
    Vanessa Cann, Mitglied im Jugendgemeinderat Heidelberg
    Christa Nann, Koordinierungsbüro Jugendbeteiligung, Stadt Stuttgart
    Prof. Dr. Anne Sliwka, Erziehungswissenschaftlerin, Pädagogische Hochschule Heidelberg
    Moderation: Christine Werner

    Demokratie lebt von mündigen Bürgern. Davon, dass Menschen ihre Meinung äußern, sich einmischen und an politischen Prozessen beteiligen. Dies alles kann und muss man lernen, sagen Bildungs- und Erziehungswissenschaftler. Aber wo und wie lernen Kinder und Jugendliche zivilgesellschaftliches Handeln, demokratische Streitkultur und Prinzipien wie Minderheitenschutz? Staatsbürgerkunde reicht nicht – da besteht Konsens: Jugendliche müssen Demokratie praktisch erfahren, etwa in Jugendgemeinderäten, die es in etlichen Städten und Gemeinden gibt. Dort gestalten sie die Kommunalpolitik mit. Reicht das? Wie gut funktioniert die Erziehung zur Demokratie in Deutschland?

    Interkulturelle Woche Heppenheim 25.09.-03.10.2010 “ Ein Fremder ist ein Freund, den man noch nicht kennt “

       
     
                                                                        28 Seiten Programmheft IKW zum Downloaden  
                                            oder – ebenfalls zum dowloaden – die kurzübersicht auf 2 Seiten  
                            lust auf mehr? : wie wärs mit unserem themenschwerpunkt: flucht migration multikulti?  
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       

    Ali Karagöz will Bürgermeister in Heppenheim werden (Satire)

    DSE_news 19-09-2010 fachredaktion satire

    Wie der stadtbekannte Ali Karagöz gegenüber DSE erklärte, wird er sich als nunmehr 6. Kandidat neben Gerhard Herbert, Rainer Burelbach, Gerhard Kasper, Christopher Hörst und Peter Janßen  um den Posten des Bürgermeisters von Heppenheim bewerben. Karagöz ist deutscher Staatsbürger mit türkischem Migrationshintergrund. Er will im Falle eines Wahlsieges verbindliche Sprachtests für Stadtverordnete einführen. Zu diesem Zweck will er eine städtische Volkshochschule gründen. Die Stadtverordneten sollen künftig in einer halbstündigen mündlichen Prüfung nachweisen, dass sie des Hochdeutschen mächtig sind.

    Karagöz will ausserdem das kommunale Wahlrecht für alle per Gemeindesatzung einführen. Wahlberechtigt soll jeder sein, der seit mindestens 5 Jahren in Heppenheim gemeldet ist, gleich welcher Nationalität er angehöre. Die Wartezeit soll sich auf 2 Jahre verkürzen, wenn der Bewerber nachweisen könne, dass er in mindestens 3 ortsansässigen Vereinen seit mindestens 6 Monaten mitarbeitet. Um Ängste in der Bevölkerung gegenüber dem Fremden und Unbekannten abzubauen, will Karagöz im Falle seiner Wahl ein allgemeines Vermummungsverbot einführen, Fastnachtsveranstaltungen, in denen gegen dieses Verbot verstossen wird, sollen von der Polizei aufgelöst werden. (HP_DSE)

    02.10.-03.10.2010 Zukunftswerkstatt _Stay together _ Win together…Incontro Futuristico…..

     
       
       
       
       

    Es gibt keinen Ausländerbeirat mehr in Heppenheim

    >>Es gibt hier keine Integrationspolitik <<

     Wie Echo Online berichtet, wollen die Mitglieder des Heppenheimer Ausländerbeirates sich nicht für eine weitere Periode zur Verfügung stellen. Im Gespräch mit dem ECHO erläuterten die Vorsitzende Ezel Iser  und deren Stellvertreterin Meral Pinarci die Gründe für sinkende Motivation. Der Heppenheimer Ausländerbeirat hat am Donnerstag, 16.9.2010 zum letzten Mal getagt, in den nächsten fünf Jahren wird es dieses Gremium in der Kreisstadt nicht geben. ……

    Ezel Iser, Vorsitzende des Ausländerbeirates, und ihre Stellvertreterin Meral Pinarci sprachen gegenüber dem ECHO von Frust und Enttäuschung, die sich in den zurückliegenden fünf Jahren unter den Mitgliedern breit gemacht hätten. Deshalb sei niemand bereit, für eine weitere Periode anzutreten, »obwohl wir noch einiges am Laufen haben und einige Projekte gerne zu Ende gebracht hätten«. Doch das Interesse müsse von beiden Seiten kommen, so Iser. Offenbar hatten die Mitglieder bei ihrer Wahl vor fünf Jahren die Arbeit des Gremiums und seine Einflussmöglichkeiten anders eingeschätzt. Alles in allem sei die Arbeit im Beirat eine schwere Aufgabe, die viel Einsatz und Durchhaltevermögen erfordere, bis etwas erreicht werden kann. An Arbeit mangele es nicht, dafür aber an Anerkennung und Akzeptanz des Geleisteten. Viel Energie sei für Auseinandersetzung wie Sitzordnung und Rederecht in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung verpufft. ……

    Ob und wie sich Vertreter der Beiräte in die laufende politische Diskussion einklinken dürfen, war immer wieder Anlass für Diskussionen. Dabei sei in der Hessischen Gemeindeordnung das Rederecht ausdrücklich festgehalten…

    Gleichwohl hat der Ausländerbeirat einiges geleistet:

     …. Nach der Ausarbeitung einer Satzung wurden Vorträge und Gesprächsrunden organisiert wie etwa mit dem Schulamt, es wurden mehrmals erfolgreich Fahrradkurse für ausländische Frauen angeboten, die sich einer so großen Nachfrage erfreuten, dass sie von der Stadt in Eigenregie weitergeführt werden. In der Weststadt wurde ein »Fest der Begegnung« organisiert, zu dem zahlreiche Gäste mit Wurzeln in vielen Ländern ins Haus Dornbusch gekommen waren. Es wurde der Besuch in einer Moschee organisiert und über das kommunale Ausländerwahlrecht informiert. ………

    mehr bei echo online

    Radiotipp HR info Kulturen

    Zum Beispiel
    Kulturen am Mittag
    Wirtschaftliche Selbstständigkeit als Integrationsstrategie und mehr…..
    Sonntag, 19. September 2010, 13:35 Uhr
    quelle: hr online
     
    In Deutschenland machen sich immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund selbständig. Gleichzeitig steigt jedoch die Zahl derjenigen, die mit ihrem Geschäft scheitern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Robert-Bosch-Stiftung.
    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Mitglied des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration und Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts in „Kulturen am Mittag“.
     
    Außerdem in der Sendung:

    Qualifiziert aber nicht anerkannt
    Ausländerbeirat Landkreis Gießen  setzt sich ein für die Akzeptanz von ausländischen Schulabschlüssen

    mehr zum Thema: Dr. Engelmann in Stellungnahme an den Dt. Bundestag

    Bursa wird Partnerregion von Hessen
    hr online weiterer bericht

    Was meinen die Türken aus Hessen dazu?

    Kulturen geht aus: die Kulturtipps

    Wladimir Kaminer, Meine kaukasische Schwiegermutter, Lesung, 22.09., 20 Uhr, Cineplex, Marburg, http://www.russendisko.de

    Kinshasa Symphonie, ab 23.9., 20 Uhr, Mal Sehn Kino, Frankfurt, http://www.malsehnkino.de

    Alina Bronsky, Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche, Lesung, 21.09., 20 Uhr, Centralstation, Darmstadt, http://www.centralticket.de

    Apfelstrudel trifft Baklava, Deutsch-türkische Comedy- und Kulturnacht, 25.09., 20 Uhr, Capitol, Offenbach, http://www.apfelstrudeltrifftbaklava.de

    Ausländerbeirat kann beraten, aber nicht entscheiden

    Heppenheim:  Rathaus reagiert auf Fazit der Vorsitzenden Ezel Iser

    »Wenn die Vorsitzende des Ausländerbeirats zum Ende der Amtszeit ein von Frustration und Enttäuschung geprägtes Fazit ihrer Arbeit zieht, ist das bedauerlich, als subjektive Einschätzung aber natürlich zu akzeptieren«, so die Reaktion aus dem Rathaus auf einen Rückblick der Vorsitzenden Ezel Iser auf die zu Ende gehende fünfjährige Amtszeit . Wenn sie aber eine angebliche Verletzung der Rechte des Ausländerbeirats beklage, müsse dem eindeutig widersprochen werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Das von Iser für den Ausländerbeirat reklamierte und angeblich in der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) festgehaltene Rederecht sei in Wirklichkeit »das Recht, angehört zu werden«. Was auf den ersten Blick nach Haarspalterei klinge, sei rechtlich eine eindeutige Unterscheidung. Rederecht haben in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung deren Mitglieder sowie die Vertreter des Magistrats, nicht jedoch Mitglieder von Ortsbeiräten, dem Seniorenbeirat oder eben auch dem Ausländerbeirat, heißt es weiter. Der Ausländerbeirat als Gremium – nicht jedoch jedes einzelne Mitglied – sei aber in Angelegenheiten, die ausländische Einwohner betreffen, zu hören. Das bedeute: Er wird vorab informiert und erhält Gelegenheit, seine Stellungnahme abzugeben. Zur Aufgabe des Ausländerbeirats heißt es in der HGO: »Er berät die Organe der Gemeinde in allen Angelegenheiten, die ausländische Einwohner betreffen.« Man könne das verdeutlichend ergänzen um den Satz: Er hat aber nichts zu entscheiden. Für das Entscheiden seien Magistrat und Stadtverordnetenversammlung zuständig.  »Das bloße Beraten mag den Beiratsmitgliedern zu wenig sein, ist aber nun einmal Gesetz«, heißt es weiter aus dem Rathaus. Welches Gewicht einem beratenden Gremium im politischen Willensbildungsprozess zugemessen werde, hänge von der Arbeit des Gremiums und dessen Legitimationsgrundlage ab.  Dass der Ausländerbeirat, der sich auf ein Votum von weniger als zehn Prozent der ausländischen Einwohner Heppenheim stützte, hier schlechte Startbedingungen gehabt habe, sei nicht seinen engagierten Mitgliedern anzulasten – der Heppenheimer Kommunalpolitik oder der Stadtverwaltung aber auch nicht.

    quelle: echo online  was war geschehen?  ffduseh: es gibt keinen ausländerbeirat mehr   doppelpass :  wahlzwang abschaffen   steuern zahlen ja, wählen nein:  ffduseh zu kommunalen ausländerwahlrecht uni marburg: beiräte  in der kommunalpolitik,  ausländerbeiräte //// agah aktionsprogramm.pdf

    Zwischenfall im Mittelmeer: Lybische Küstenwache beschiesst italienisches Fischerboot / Verwechslung mit Flüchtlingsschiff?

    17.09.2010 : Libysche Patrouille beschießt Fischerboot

    Ein italienisches Fischerboot wurde vergangenes Wochenende von der libyschen Küstenwache mit Maschinengewehren schwer beschossen. Das Boot befand sich in internationalen Gewässern und war auf dem Weg nach Sizilien. Pikant: das Boot der libyschen Küstenwache war eins derer, die den Libyern im Rahmen des italienisch-libyschen Abkommens überlassen worden waren, um Bootsflüchtlinge bereits auf dem Meer abzufangen. Seit Mai patrouillieren diese Schiffe unter libyschem Kommando.

    Von offizieller Seite hieß es nach Bekanntwerden des Zwischenfalls, es habe sich um eine Verwechslung gehandelt, die Patrouille habe das Fischerboot für ein Flüchtlingsboot gehalten. Die italienische Regierung hält offenbar nicht nur das völkerrechtswidrige Zurückweisen, sondern auch Beschuss von Flüchtlingen für ein legitimes Mittel. Der Kapitän des Fischerboots, Gaspare Marrone, ist sich zudem sicher, identifiziert worden zu sein. Nach Protesten wurde nun eine offizielle Untersuchung der Vorkommnisse eingeleitet.

    >>>>>/ quelle und mehr:: pro asyl    langfassung als pdf

    Romaflüchtlinge haben es auch in Deutschland schwer

    In Deutschland leben Roma seit etwa sechshundert Jahren. Die Anzahl ihrer Nachfahren mit deutscher Staatsbürgerschaft wird auf etwa 70.000 geschätzt. Über die Anzahl der Flüchtlinge und Vertriebenen, sowie der Arbeitsmigranten, die vor allem in der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts dazugekommen sind, gibt es nur vage Annahmen. Unicef rechnet mit 50.000 Roma-Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien, darunter 20.000 Kinder.

    Die deutsche Statistik tut sich bei der Schätzung der Romazahlen im Land aus drei Gründen schwer:

    1. Ein Teil der Roma ist nicht im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft und wird daher nicht in der amtlichen Statistik geführt. Eine klare Erfassung der Grundgesamtheit der Roma in Deutschland ist aufgrund eines unbekannten Anteils illegaler beziehungsweise nicht ordnungsgemäß registrierter Roma schwierig.
    2. In der amtlichen Datenerhebung wird generell nicht nach der ethnischen Herkunft gefragt werden. Deutsche Zahlen zur ethnischen Herkunft beruhen daher immer auf Schätzungen.Viel Roma verweigern aus sozialen und historischen Gründen ein klares Bekenntnis zur Ethnie.
    3. Roma haben besonders in den Zeiten des deutschen Nationalsozialismus schlechte Erfahrungen mit statistischen Erhebungen zu ihrer Bevölkerungsgruppe gemacht; heutzutage kann ein Bekenntnis zur Ethnie zu sozialer Ausgrenzung führen.

    Diese Gründe führen zu ungenauen Ergebnissen bei den Erhebungen der amtlichen Statistik. Sie wirken sich zudem verzerrend auf die Erhebung via Stichprobe aus. Auch in empirischen Erhebungen (Mikrozensus, Allbus, demoskopische Umfragen) können die Bevölkerungsparameter und Meinungsbilder der Roma nur verzerrt erhoben werden. Das gültige empirische Datenmaterial über Roma in Deutschland ist demnach sehr gering.

    Die Roma-Population wird für viele europäische Länder geschätzt, indem Wanderungsbewegungen rekonstruiert werden. Die Fehleranfälligkeit solcher Berechnungen ist jedoch hoch. Gerade ältere Schätzungen beschreiben angesichts der jüngeren Flüchtlingsbewegungen die realen Bevölkerungsgrößen nur noch sehr ungenau. Das Fehlen von belastbaren empirischen Studien führt zwangsläufig dazu, dass dasselbe Datenmaterial wiederholt und fortgeschrieben wird.

    Veröffentlichungen zu den Roma in Deutschland müssen darüber hinaus vor folgendem Hintergrund interpretiert werden: Tendenziell neigen staatliche Verwaltungen zu niedrigeren Angaben, während Roma-Organisationen die Bevölkerungsparameter höher beziffern, um mehr politisches Gewicht zu erlangen. Die Schätzungen können daher als nur als Annäherung an die wahren Bevölkerungsparameter gewertet werden – da es keine Alternative gibt, dienen sie als Datengrundlage für die Roma-Forschung.

    Schätzung der Zahl der Roma in Deutschland

    Unicef-Schätzung 70.000 Roma mit deutscher Staatsbürgerschaft
    plus etwa 50.000 Flüchtlinge

    davon 20.000 Kinder

     

    Roma-Flüchtlinge haben es auch in Deutschland schwer

    Besonders die Roma, die als Flüchtlinge kategorisiert werden, haben es schwer im deutschen Exil. Zwei Drittel von ihnen sind nicht rechtmäßig in Deutschland und werden nur geduldet. Das bringt mehrere Probleme mit sich: Sie müssen jederzeit mit ihrer Abschiebung rechnen. Darüber hinaus bleibt ihnen der Zugang zu Integrationsmaßnahmen und zu Sprachkursen verwehrt. Erschwerend wirkt auch die Unterbringung geduldeter Roma in provisorische Siedlungen an den Stadträndern, denn hier leben sie abgekoppelt vom normalen gesellschaftlichen Leben in Deutschland.

    Roma haben im Durchschnitt mehr Kinder als die europäische Allgemeinbevölkerung – genaue Daten liegen für Deutschland nicht vor. Geduldete Roma in Deutschland bekommen für ihre Kinder jedoch kein Kindergeld. In einigen Bundesländern (Saarland, Baden-Württemberg, Hessen) gibt es für diese Kinder noch nicht einmal eine Schulpflicht. Andernorts werden Kinder von Roma-Flüchtlingen ohne Prüfung des Einzelfalls auf Sonderschulen verwiesen. Durch das Ausbildungs- und Arbeitsplatzverbot wird auch den heranwachsenden Jugendlichen jegliche Perspektive auf dem deutschen Arbeitsmarkt verbaut. Diese Integrationshemmnisse wirken sich erschwerend auch Bemühungen einer Integration von Roma-Flüchtlingen in Deutschland aus.

    Eine Besserung der prekären Lage vieler Roma-Flüchtlinge in Deutschland ist an eine Veränderung ihres Aufenthaltstatus gekoppelt – doch gerade hier versperrt sich Deutschland. Stattdessen hat der Bundesinnenminister am 15. April 2010 ein Rückübernahmeabkommen mit seinem kosovarischen Amtskollegen geschlossen. Ziel ist die Rückführung ausreisepflichtiger Flüchtlinge in den Kosovo. Gerade die damit verbundene Abschiebung zahlreicher Roma in ehemalige jugoslawische Krisengebiete wird von Flüchtlingsorganisationen wie Amnesty International stark kritisiert. Ihren Angaben zufolge erwartet diese Menschen in ihren Heimatregionen Diskriminierung und Verfolgung.

    Auszug aus:  Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung /online handbuch demografie

    dROMa_blog _ bietet infos über die volksgruppe der roma…u.a.: Keine Abschiebungen ins Elend

    quelle:         http://www.roma-service.at/dromablog/?s=kosovo

    Im „Tages-Anzeiger“ greift Bernhard Odehnal vor dem Hintergrund der drastischen Anti-Roma-Politik Sarkozys aktuelle Medienberichte über den „Roma-Nachnamen“ des französischen Präsidenten auf. Selbst seine Schwiegermutter nennt ihn angeblich zärtlich ihren „ungarischen Zigeuner“, der am liebsten „mit seiner ganzen Familie im Wohnwagen umherziehen“ würde. – Ein Bonmot aus dem Privatleben, das die Härte, mit der Sarkozy derzeit [...]

    August 20th, 2010  |  Published in Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte


    „Ich bin ja in Deutschland aufgewachsen“

    Interview mit zwei abgeschobenen Roma im Kosovo
    Flüchtlingsrat Niedersachsen, 14.07.2010: Eva Weber von der Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V. war im Juni 2010 im Kosovo und hat dort abgeschobene Roma-Flüchtlinge getroffen. Wir dokumentieren hier vorab ein Interview mit zwei jungen Männern, die nach ihrer Abschiebung aus Deutschland nun bei Djakovica (Gjakova) leben. Leonard (22) und [...]

    Juli 16th, 2010  |  Published in Rassismus & Menschenrechte


    UNICEF-Studie fordert Bleiberecht

    Kinder ohne Chance: UNICEF präsentiert Studie zur Lage der Roma-Kinder aus dem Kosovo

    5.000 Kinder und Jugendliche vor der Abschiebung aus Deutschland — 75 Prozent brechen im Kosovo die Schule ab — Jedes dritte Roma-Kind lebt dort in extremer Armut
    UNICEF, 8.7.2010: Rund 5.000 Kinder aus Familien der Roma und weiterer ethnischer Minderheiten sollen in den kommenden [...]

    Juli 8th, 2010  |  Published in Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte


    Deutschland: Kirchenasyl für Roma-Flüchtlinge

    Nach der Unterzeichnung eines Rücknahmeabkommens stehen Tausende Kosovo-Roma in Deutschland vor der Zwangsabschiebung. Nach offiziellen Angaben leben derzeit etwa 14.000 Personen aus dem Kosovo in der Bundesrepublik, die von den Rückführungsplänen betroffen sind. Kosovo-Experten, Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen hatten sich wiederholt für ein Bleiberecht für Minderheitenangehörige ausgesprochen. Im Zuge der jüngsten Gruppenabschiebungen aus Niedersachsen fanden einige [...]

    Juli 5th, 2010  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Religion


    Europarat: Resolution zur Lage der Roma

    Provisional edition (22.6.2010)

    The situation of Roma in Europe and relevant activities of the Council of Europe — Resolution 1740 (2010)1

    1.       The Roma constitute the largest minority in Europe and are present in virtually all Council of Europe member states. All member states – without exception – have the moral and legal [...]

    Juni 27th, 2010  |  Published in Politik


    Schussattentat auf Fahrende in der Schweiz

    Die dem Innenministerium unterstehende Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) hat in einer Aussendung ein Schussattentat auf eine Lager von Fahrenden in Galbisio bei Bellinzona im Tessin verurteilt. Der Schuss, der am Freitag letzter Woche – offenbar von einem Auto auf der nahen Autobahn aus – abgefeuert wurde, traf ein Fahrzeug; verletzt wurde niemand. Laut der [...]

    Juni 26th, 2010  |  Published in Rassismus & Menschenrechte  |  1 Comment


    Göttingen: Roma-Abschiebung verhindert

    Niedersachsen: Kirchenasyl und Verwaltungsgericht stoppen Roma-Abschiebung in den Kosovo
    Die geplante Abschiebung von 22 Roma aus Göttingen in den Kosovo liegt vorerst auf Eis. Das Verwaltungsgericht Göttingen stoppte eigenen Angaben zufolge die Abschiebung zweier Familien mit zusammen elf Mitgliedern. Der Vater der einen Familie habe Arbeit, sagte ein Sprecher. Der Vater der [...]

    Juni 22nd, 2010  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Religion


    Aktion: Keine Abschiebungen ins Elend!

    Im April 2010 wurde ein sogenanntes Rückübernahmeabkommen zwischen Deutschland und dem Kosovo unterzeichnet. Minderheiten wie Roma und Ashkali droht die Abschiebung in Elend und Unsicherheit. Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl hat daher eine Internet-Aktion gegen die Abschiebung von Kosovo-Roma gestartet: Die Innenminister und -senatoren aller deutschen Bundesländer sollen für eine humanitäre Regelung [...]

    Mai 26th, 2010  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte  |  1 Comment


    Hessischer Friedenspreis geht an den Palästinenser Ismail Khatib

    Erstmals geht der Hessische Friedenspreis nach Palästina. Preisträger Ismail Khatib erinnerte in Wiesbaden an seinen toten Sohn: Dessen Spenderorgane schenkten fünf Kindern im Feindesland Israel das Leben.
    In einer bewegenden Feier ist der Palästinenser Ismail Khatib mit dem Hessischen Friedenspreis 2010 geehrt worden. Der gelernte Automechaniker Khatib sprach in Wiesbaden über seinen Sohn Ahmed, der 2005 im Alter von elf Jahren von israelischen Soldaten erschossen worden war. „Seine einzige Schuld war das Spielen auf offener Straße gewesen.“ Der 44 Jahre alte Khatib und seine Frau hatte sich damals entschlossen, Ahmeds Organe für israelische Kinder zu spenden und so ein Zeichen des Friedens zu setzen.

    Das Friedenspreis-Kuratorium würdigte dies am Mittwoch als eine „einzigartige, persönlich schwer errungene Tat“ im seit Jahrzehnten andauernden Nahost-Konflikt. Der Friedenspreis ist mit 25.000 Euro dotiert, er wird seit 1994 von der Albert-Osswald-Stiftung vergeben.

    quelle und mehr:  FAZ    trailer zum film: das herz von jenin : http://www.youtube.com/watch?v=cKMIBNepebA&feature=related

     

    01.10.2010 ARTE TV Spielfilm Zimt und Koriander im Rahmen der Istanbul Woche

    quelle und mehr: arte.tv/Istanbul trailer bei youtube:  http://www.youtube.com/watch?v=OFeUAPVai0M

    Freitag, 1. Oktober 2010 

    20:15
     Zimt und Koriander

    Als der Grieche Fanis erfährt, dass sein Großvater krank ist, besucht er ihn in Istanbul, wo seine Familie früher lebte…

    DETAILS

    ARTE/ERT

    Freitag, 1. Oktober 2010 um 20.15 Uhr

    Wiederholungen:
    06.10.2010 um 00:55
    Zimt und Koriander
    (Griechenland, 2003, 103mn)
    ARTE / ERT
    Regie: Tassos Boulmetis
    Kamera: Takis Zervoulakos
    Musik: Evanthia Reboutsika
    Schnitt: George Mavropsaridis
    Darsteller: Basak Köklükaya (Saime), Georges Corraface (Fanis Iakovides), Ieroklis Michaelidis (Savas Iakovidis), Markos Osse (Fanis), Renia Louizidou (Soultana Iakovidou), Stelios Maninas (Onkel Aimilios), Tamer Karadagli (Mustafa), Tassos Bandis (Großvater Vassilis)
    Autor: Tassos Boulmetis
    Produzent: Lily Papadopoulos, Artemis Skouloudi

    16:9 (Breitbildformat)
    Als der Grieche Fanis erfährt, dass sein Großvater krank ist, besucht er ihn in Istanbul, wo seine Familie früher lebte. Erinnerungen werden wach, an seine Kindheit, das Lebensmittelgeschäft des Großvaters und seine erste Liebe, die Türkin Saime. Doch dieses Idyll fand ein jähes Ende, als die Griechen 1964 Istanbul verlassen mussten. Nun besucht Fanis die Orte seiner Kindheit, schwelgt in Erinnerungen und hinterfragt auch seinen eigenen Lebensweg.

    In dem Wort „Gastronomie“ stecke auch das Wort „Astronomie“, lernt Fanis als Kind von seinem Großvater, und dass Pfeffer heiß sei und wie die Sonne brenne, während Zimt sanft und würzig sei wie Venus und die Frauen. „Damit das Leben interessant ist“, so der Großvater, „braucht es ein wenig Würze“.
    Fanis’ Großvater betreibt ein Lebensmittelgeschäft in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Die Griechen treffen sich bei großen, geselligen Familienessen in vertrauter Runde und leben friedlich mit den türkischen Nachbarn zusammen. Doch diese Eintracht findet ein jähes Ende, als die Griechen 1964 das schöne Istanbul für immer verlassen müssen.
    Fanis’ Familie geht nach Griechenland und für den kleinen Jungen bricht eine Welt zusammen. 30 Jahre später kehrt Fanis, inzwischen Astrophysiker und begeisterter Koch, nach Istanbul zurück, als er erfährt, dass sein Großvater krank ist. Er besucht die Orte seiner Kindheit und will herausfinden, ob es ihm trotz der Brüche in der Vergangenheit gelungen ist, seinem Erwachsenenleben genug Würze zu geben.

    Mit viel Einfühlungsvermögen und Humor lässt der aus Istanbul stammende griechische Regisseur Tassos Boulmetis die Zeit auferstehen, in der das kosmopolitische Istanbul vielen Griechen eine Heimat war.
    Der Film gewann beim Thessaloniki Film Festival 2003 zehn Auszeichnungen sowie den „Variety Critics Choice Award“ beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary 2004 als einer der zehn besten europäischen Filme.

    2010-10-24 morgen beginnt die interkulturelle Woche

     

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    Dürfen Kirchen Ihren Mitarbeitern kündigen, wenn diese Ehebruch begehen / ECHR in Sachen Obst gegen Deutschland und Schüth gegen Deutschland

    Pressemitteilung des Kanzlers 

    Zwei Kammerurteile 

    Nicht endgültig1  

     
    Obst gegen Deutschland (Beschwerde-Nr. 425/03) 

    Schüth gegen Deutschland (Beschwerde-Nr. 1620/03)

    KÜNDIGUNG VON KIRCHENANGESTELLTEN WEGEN EHEBRUCHS:

    GERICHTE MÜSSEN ZWISCHEN RECHTEN BEIDER PARTEIEN ABWÄGEN 

    UND ART DER TÄTIGKEIT BERÜCKSICHTIGEN  

    Einstimmig: 

    Keine Verletzung von Artikel 8 (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens) der Europäischen Menschenrechtskonvention im Fall Obst, Verletzung von Artikel 8 im Fall Schüth 

    Zusammenfassung des Sachverhalts 

    Beide Fälle betrafen die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses durch einen kirchlichen Arbeitgeber wegen eines außerehelichen Verhältnisses des Arbeitnehmers. Der Gerichtshof befasste sich zum ersten Mal mit der Kündigung von Kirchenangestellten aufgrund von Handlungen, die dem Privatleben zuzuordnen sind.  

    Michael Obst ist deutscher Staatsbürger, 1959 geboren, und lebt in Neu-Anspach. Er wuchs als Mormone auf und heiratete 1980 diesem Glauben entsprechend. Nach einer Reihe von Tätigkeiten in der Mormonenkirche wurde er 1986 deren Gebietsdirektor Öffentlichkeitsarbeit für Europa. Anfang Dezember 1993 wandte er sich mit der Bitte um Rat an seinen zuständigen Seelsorger und vertraute ihm an, dass es mit seiner Ehe seit Jahren bergab gehe und er ein außereheliches Verhältnis mit einer anderen Frau gehabt habe; dem Rat des Seelsorgers folgend sprach er schließlich mit seinem Dienstvorgesetzten über die Angelegenheit. Dieser informierte ihn wenige Tage später über seine fristlose Kündigung. Herr Obst wurde später in einem internen Disziplinarverfahren exkommuniziert.  

    Herr Obst klagte vor dem Arbeitsgericht Frankfurt gegen seine Kündigung, die das Gericht mit Urteil vom Januar 1995 für ungültig erklärte. Das Landesarbeitsgericht Hessen bestätigte das Urteil zunächst, das Bundesarbeitsgericht hob es aber auf und verwies den Fall zurück. Nach Auffassung des  Bundesarbeitsgerichts hatte Herr Obst die aus seinem Arbeitsvertrag resultierenden Pflichten verletzt.  Das Gericht bezog sich außerdem auf ein Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 4. Juni 1985 zur Wirksamkeit von Kündigungen kirchlicher Mitarbeiter wegen der Verletzung von Loyalitätspflichten. Kirchliche Arbeitgeber hätten demnach das Recht, Arbeitsverhältnisse eigenständig zu regeln, Arbeitsgerichte seien allerdings an die religiösen und moralischen Maßstäbe der Kirchen nur insoweit gebunden, als diese nicht mit den Grundsätzen der Rechtsordnung in Konflikt stünden. Die von der Mormonenkirche geforderte Pflicht zur ehelichen Treue widerspreche der Rechtsordnung aber nicht, da der Ehe im deutschen Grundgesetz auch eine herausragende Bedeutung zukomme. Die Kündigung sei für die Kirche notwendig gewesen, um ihre Glaubwürdigkeit zu bewahren, die angesichts von Herrn Obsts Verantwortlichkeiten als Gebietsdirektor Öffentlichkeitsarbeit für Europa in Frage gestanden habe. Im Übrigen sei die Kirche nicht verpflichtet gewesen, eine vorherige Abmahnung auszusprechen, da Herrn Obst im Anbetracht seiner langjährigen Tätigkeit für die Kirche die Schwere seines Fehlverhaltens habe bewusst sein müssen. Nach der Zurückverweisung wies das Landesarbeitsgericht die Klage Herrn Obsts im Januar 1998 ab.  

    Die Revision zum Bundesarbeitsgericht blieb erfolglos. Im Juni 2002 entschied das Bundesverfassungsgericht unter Berufung auf sein Grundsatzurteil vom 4. Juni 1985, die Verfassungsbeschwerde Herrn Obsts nicht zur Entscheidung anzunehmen.  

    Bernhard Schüth ist deutscher Staatsbürger, 1957 geboren, und lebt in Essen. Er war seit Mitte der 1980er Jahre bei der katholischen Pfarrgemeinde St. Lambertus in Essen als Organist und Chorleiter angestellt, als er sich 1994 von seiner Frau trennte. Von 1995 an lebte er mit seiner neuen Partnerin zusammen. Nachdem seine Kinder im Kindergarten davon gesprochen hatten, dass Herr Schüth wieder Vater werden würde, führte der Dekan der Gemeinde im Juli 1997 zunächst ein Gespräch mit ihm. Wenige Tage später sprach die Gemeinde seine Kündigung mit Wirkung ab April 1998 aus, da er gegen die Grundordnung der Katholischen Kirche für den kirchlichen Dienst im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse verstoßen habe. Indem er außerhalb der von ihm geschlossenen Ehe mit einer anderen Frau zusammenlebte, die von ihm ein Kind erwartete, habe er nicht nur Ehebruch begangen, sondern sich auch der Bigamie schuldig gemacht.  

    Herr Schüth klagte vor dem Arbeitsgericht Essen gegen seine Kündigung, die das Gericht mit Urteil vom Dezember 1997 für ungültig erklärte. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf bestätigte das Urteil zunächst, aber das Bundesarbeitsgericht hob das Urteil auf und verwies den Fall zurück. Nach Auffassung des  Bundesarbeitsgerichts hätte das Landesarbeitsgericht den Dekan der Gemeinde anhören müssen, um festzustellen, ob dieser in einem persönlichen Gespräch versucht hatte, Herrn Schüth zur Beendigung seines außerehelichen Verhältnisses zu bewegen. Wie im Fall Obst bezog sich das Gericht auf das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts und unterstrich, dass die von der Katholischen Kirche geforderte Pflicht zur ehelichen Treue der Rechtsordnung nicht widerspreche.   

    Nach der Zurückverweisung wies das Landesarbeitsgericht die Klage Herrn Schüths im Februar 2000 ab. Es befand, dass der Dekan angesichts der Entschlossenheit Herrn Schüths, seine neue Beziehung aufrechtzuerhalten, berechtigterweise habe annehmen können, dass eine Abmahnung überflüssig sei. Nach Auffassung des Gerichts habe die Gemeinde Herrn Schüth nicht ohne den Verlust jeglicher Glaubwürdigkeit weiter beschäftigen können, da seine Tätigkeit in enger Verbindung mit der kirchlichen Mission gestanden habe.  

    Die Revision zum Bundesarbeitsgericht blieb erfolglos. Im Juli 2002 entschied das Bundesverfassungsgericht unter Berufung auf sein Grundsatzurteil vom 4. Juni 1985, die Verfassungsbeschwerde Herrn Schüths nicht zur Entscheidung anzunehmen.  

    Beschwerde, Verfahren und Zusammensetzung des Gerichtshofs

    Unter Berufung auf Artikel 8 beklagten sich beide Beschwerdeführer über die Weigerung der deutschen Arbeitsgerichte, ihre Kündigung aufzuheben.

    Die Beschwerde Herrn Obsts wurde am 2. Januar 2003, die Beschwerde Herrn Schüths am 11 Januar 2003 beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingelegt. Im Fall Obst gab die Mormonenkirche, im Fall Schüth die Katholische Diözese Essen als Drittpartei eine schriftliche Stellungnahme ab.

     Das Urteil wurde von einer Kammer mit sieben Richtern gefällt, die sich wie folgt zusammensetzte:

     Peer Lorenzen (Dänemark), Präsident,

     Renate Jaeger (Deutschland),

     Rait Maruste (Estland),

     Isabelle Berro-Lefèvre (Monaco),

     Mirjana Lazarova Trajkovska (“ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien”),

     Zdravka Kalaydjieva (Bulgarien),

     Ganna Yudkivska (Ukraine), Richter,

     und Claudia Westerdiek, Sektionskanzlerin.

     Entscheidung des Gerichtshofs

     In beiden Fällen hatte der Gerichtshof darüber zu befinden, ob die von den deutschen Arbeitsgerichten vorgenommene Abwägung zwischen dem Recht der Beschwerdeführer auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens nach Artikel 8 einerseits und den Konventionsrechten der Katholischen Kirche und der Mormonenkirche andererseits den Beschwerdeführern einen ausreichenden Kündigungsschutz gewährt hatte. Der Gerichtshof unterstrich, dass die Eigenständigkeit von Religionsgemeinschaften gegen unzulässige staatliche Einmischung nach Artikel 9 (Religionsfreiheit) in Verbindung mit Artikel 11 (Vereinigungsfreiheit) geschützt war.

     Mit seinen Arbeitsgerichten und einem für die Überprüfung von deren Entscheidungen zuständigen Verfassungsgericht erfüllte Deutschland im Grundsatz die positive Verpflichtung des Staates gegenüber Klägern in arbeitsrechtlichen Streitfällen. In den beiden vorliegenden Fällen hatten die Beschwerdeführer vor einem Arbeitsgericht geklagt, das dazu befugt war, über die Wirksamkeit ihrer Kündigung nach staatlichem Arbeitsrecht unter Berücksichtigung des kirchlichen Arbeitsrechtes zu entscheiden. In beiden Fällen war das Bundesarbeitsgericht zu der Auffassung gelangt, dass die von der Mormonenkirche und der Katholischen Kirche geforderte Pflicht zur ehelichen Treue der Rechtsordnung nicht widerspreche.

     Der Gerichtshof stellte fest, dass die deutschen Arbeitsgerichte im Fall Obst alle wesentlichen Gesichtspunkte des Falls berücksichtigt und eine sorgfältige Abwägung der Interessen vorgenommen hatten. Sie hatten herausgestellt, dass die Mormonenkirche erst dadurch in die Lage versetzt war, Herrn Obst aufgrund von Ehebruch zu kündigen, dass er die Kirche aus eigener Initiative darüber informiert hatte. Nach Auffassung der deutschen Gerichte kam seine Kündigung einer notwendigen Maßnahme gleich, um die Glaubwürdigkeit der Kirche zu wahren, insbesondere angesichts seiner hervorgehobenen Position. Weiterhin waren die Gerichte darauf eingegangen, warum die Kirche nicht verpflichtet war, eine vorherige Abmahnung auszusprechen, und sie hatten darauf hingewiesen, dass der Schaden für Herrn Obst durch die Kündigung, unter anderem in Anbetracht seines noch relativ jungen Alters, begrenzt war.

     Die Tatsache, dass die deutschen Gerichte den Interessen der Mormonenkirche nach sorgfältiger Abwägung ein größeres Gewicht eingeräumt hatten als denen Herrn Obsts, stand nicht an sich in Konflikt mit der Konvention. Der Gerichtshof fand die Schlussfolgerung der deutschen Gerichte nachvollziehbar, dass die Mormonenkirche Herrn Obst keine unannehmbaren Verpflichtungen auferlegt hatte. Da er als Mormone aufgewachsen war, war er sich darüber im Klaren gewesen, oder hätte es sein sollen, welche Bedeutung die eheliche Treue für seinen Arbeitgeber hatte und dass sein außereheliches Verhältnis mit den erhöhten Loyalitätspflichten als Direktor Öffentlichkeitsarbeit für Europa unvereinbar war.

     Im Gegensatz dazu merkte der Gerichtshof im Fall Schüth an, dass sich das Landesarbeitsgericht darauf beschränkt hatte festzustellen, dass er als Organist und Chorleiter zwar nicht in die Gruppe derjenigen Mitarbeiter fiel, deren Kündigung im Falle schweren Fehlverhaltens zwangsläufig war, etwa derjenigen in seelsorgerischen und klerikalen Berufen sowie in leitenden Positionen, aber dass seine Tätigkeit dennoch so eng mit der Mission der Katholischen Kirche verbunden war, dass sie ihn nicht weiter beschäftigen konnte, ohne jegliche Glaubwürdigkeit zu verlieren. Das Landesarbeitsgericht hatte dieses Argument nicht weiter ausgeführt, sondern schien lediglich die Meinung des kirchlichen Arbeitgebers in dieser Frage wiedergegeben zu haben.

     Zudem hatten die Arbeitsgerichte das de facto-Familienleben Herrn Schüths oder dessen Schutz nicht einmal erwähnt. Die Interessen des kirchlichen Arbeitgebers waren folglich nicht gegen Herrn Schüths Recht auf Achtung seines Privat- und Familienlebens abgewogen worden, sondern lediglich gegen sein Interesse, seinen Arbeitsplatz zu behalten. Eine gründlichere Prüfung wäre bei der Abwägung der konkurrierenden Rechte und Interessen angemessen gewesen.

     Zwar erkannte der Gerichtshof an, dass Herr Schüth, indem er seinen Arbeitsvertrag unterzeichnet hatte, gegenüber der Katholischen Kirche eine Loyalitätsverpflichtung eingegangen war, die sein Recht auf Achtung des Privatlebens in gewissem Maße einschränkte. Seine Unterzeichnung des Vertrages konnte aber nicht als eindeutiges Versprechen verstanden werden, im Fall einer Trennung oder Scheidung ein enthaltsames Leben zu führen. Die deutschen Arbeitsgerichte hatten kaum berücksichtigt, dass es keine Medienberichterstattung über seinen Fall gegeben hatte und dass er, nach 14 Jahren im Dienst der Gemeinde, die Position der Katholischen Kirche offenbar nicht angefochten hatte.

     Die Tatsache, dass ein von einem kirchlichen Arbeitgeber gekündigter Mitarbeiter nur begrenzte Möglichkeiten hatte, eine neue Stelle zu finden, war nach Auffassung des Gerichtshofs von besonderer Bedeutung. Dies galt besonders, wenn der gekündigte Arbeitnehmer eine spezifische Qualifikation hatte, die es ihm schwierig oder gar unmöglich machte, eine neue Arbeit außerhalb der Kirche zu finden, wie im Fall von Herrn Schüth, der nunmehr einer Teilzeitbeschäftigung in einer evangelischen Gemeinde nachging. In diesem Zusammenhang merkte der Gerichtshof an, dass die Vorschriften der Evangelischen Kirche für die Beschäftigung von Nichtmitgliedern der Kirche vorsahen, dass diese nur in Ausnahmefällen und nur im Rahmen einer Zusatzbeschäftigung angestellt werden konnten.

     Der Gerichtshof befand, dass die Abwägung der deutschen Arbeitsgerichte zwischen den Rechten Herrn Schüths und denen des kirchlichen Arbeitgebers nicht in Übereinstimmung mit der Konvention vorgenommen worden war.

     Der Gerichtshof kam jeweils einstimmig zu dem Schluss, dass im Fall Obst keine Verletzung von Artikel 8 vorlag und dass im Fall Schüth eine Verletzung von Artikel 8 vorlag.

     Gerechte Entschädigung

     Der Gerichtshof befand, dass die Frage der Anwendung von Artikel 41 (gerechte Entschädigung) im Fall Schüth noch nicht reif für eine Entscheidung war und zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden würde. Die Parteien haben Gelegenheit, binnen drei Monaten nach Verkündung des Urteils zu einer diesbezüglichen Einigung zu gelangen.

     Beide Urteile liegen nur auf Französisch vor. Diese Pressemitteilung ist von der Kanzlei erstellt und für den Gerichtshof nicht bindend. Entscheidungen, Urteile und weitere Informationen über den Gerichtshof stehen auf seiner Website zur Verfügung. Um die Pressemitteilungen regelmäßig zu erhalten, können Sie die RSS feeds des Gerichtshofs abonnieren.

     1 gemäß Artikel 43 und 44 der Konvention sind diese Kammerurteile nicht endgültig. Innerhalb von drei Monaten nach der Urteilsverkündung kann jede Partei die Verweisung der Rechtssache an die Große Kammer beantragen. Liegt ein solcher Antrag vor, berät ein Ausschuss von fünf Richtern, ob die Rechtssache eine weitere Untersuchung verdient. Ist das der Fall, verhandelt die Große Kammer die Rechtssache und entscheidet durch ein endgültiges Urteil. Lehnt der Ausschuss den Antrag ab, wird das Kammerurteil rechtskräftig.  

    Sobald ein Urteil rechtskräftig ist, wird es dem Ministerkomitee des Europarats übermittelt, das die Umsetzung der Urteile überwacht. Weitere Informationen zum Verfahren der Umsetzung finden sich hier: www.coe.int/t/dghl/monitoring/execution.

    quelle:  European Court of Human Rights

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    2010-09-27 Saalbau Kino Heppenheim : Pandora`s Box

    Film „Pandora’s Box“  
    (türkisch mit deutschen Untertiteln)
     
     eine Veranstaltung im Rahmen der interkulturellen Woche Heppenheim
     Veranstalter: Christlich – Islamischer Dialog im Kreis Bergstrasse

    Eintritt : 5 EUR 

    Zum Film

    PANDORA’S BOX erzählt von drei Generationen: Die Großmutter Nusret lebt seit Jahrzehnten in einem kleinen Bergdorf am Schwarzen Meer und beginnt, allmählich ihr Gedächtnis zu verlieren. Eines Tages wird sie vermisst. Ihre drei erwachsenen Kinder, zwei Töchter und ein Sohn, müssen aus der Metropole Istanbul anreisen. Auf der langen gemeinsamen Autofahrt von der Hauptstadt in das Heimatdorf werden schnell Spannungen zwischen den Geschwistern spürbar. Es ist, als hätte sich unmerklich eine Büchse der Pandora geöffnet: Ungelöste Konflikte kommen wieder zum Vorschein.

    Nach einer großen Suchaktion wird die Großmutter verirrt in den Bergen gefunden. Es ist klar, dass sie nicht mehr alleine wohnen kann. Also nehmen ihre Kinder sie mit nach Istanbul. Doch was nun? Alle drei führen ihr eigenes kompliziertes Leben: Nesrin, die älteste, ist in ihrem Mittelklasse-Dasein gefangen und kann ihren halbwüchsigen Sohn Murat nicht loslassen, der von zu Hause abhaut; Güzin ist erfolgreiche Geschäftsfrau, aber in eine unglückliche Liebesbeziehung zu einem verheirateten Mann verstrickt; Mehmet führt als „Aussteiger“ ein zielloses Leben mit zuviel Alkohol und Marihuana und wird von seinen Schwestern verachtet, denen er auf der Tasche liegt. Sie alle haben kaum Zeit für ihre Mutter, die sich ihrerseits in der fremden Umgebung nicht eingewöhnen kann. Nusret sitzt verloren am Fenster oder reißt aus und läuft orientierungslos durch die Stadt. Schließlich scheint das Pflegeheim der einzige Ausweg. Nur ihrem rebellischen Enkel Murat gelingt es, Zugang zu seiner Großmutter zu finden, die zunehmend in ihrer eigenen Welt lebt. Murat entführt Nusret aus dem Heim und macht mit ihr einen Tagesausflug per Schiff, bei dem die alte Frau sichtlich aufblüht. Dann bestürmt sie ihn mit ihrem letzten Wunsch: sie möchte wieder zurück in ihr Dorf…

    Regisseurin Yeşim Ustaoğlu erzählt auf intensive und feinfühlige Weise eine universale Geschichte über Eltern und Kinder und menschliche Konflikte, die in Istanbul und am Schwarzen Meer spielt, die aber so ähnlich in jeder modernen Großstadt stattfinden könnte. Herausragend die fast 90jährige französische Schauspielerin Tsilla Chelton als Nusret, die beim Festival von San Sebastian verdientermaßen den Preis als beste Darstellerin bekam. Zugleich wurde PANDORA’S BOX mit dem Hauptpreis, der „Goldenen Muschel“, als bester Film ausgezeichnet.

    mehr bei :
    http://www.kairosfilm.de/filme/pandoras_box/index.htm  ↓

    http://www.youtube.com/watch?v=XHxOtepF3b8

     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

     

     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

     

    2010-10-01 Freitag Interkulturelle Woche [Tagesprogramm]

    Aktionstag Martin Buber Schule Stadtführung türkisch deutsch Rückkehr in ein unbekanntes Land
    mehr: aufs Bild klicken mehr: aufs Bild klicken mehr: aufs Bild klicken

    Ruth L. David , Ein Kind unserer Zeit (Lesung 25-10-2010)

       
    >>>>>>>>>>Anmerkungen: >>>>mehr zum buch bei amazon,de und  http://us.macmillan.com/author/ruthldavid über eine lesung in reichelsheim: http://www.gaz-reichelsheim.de/html/lesung_von_ruth_david_an_der_g.HTM  und:

     

     

    Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2010 für: David Grossman

    Der Stiftungsrat des Friedens- preises des Deutschen Buch- handels hat den israelischen Schriftsteller David Grossman zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 10. Oktober 2010, in der Paulskirche statt und wird live in der ARD übertragen. Die Laudatio hält Joachim Gauck. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

    Anhören: Der Friedenspreisträger David Grossman im Gespräch bei Radio Bremen

    In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: „Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2010 David Grossman und ehrt damit den israelischen Schriftsteller, der sich aktiv für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern einsetzt. In seinen Romanen, Essays und Erzählungen versucht er, nicht nur die eigene, sondern immer auch die Haltung der jeweils Andersdenkenden zu verstehen und zu beschreiben. David Grossman gibt dem schwierigen Zusammenleben eine literarische Stimme, die in der Welt gehört wird. Seine Bücher zeigen, dass die Spirale von Gewalt, Hass und Vertreibung im Nahen Osten nur durch Zuhören, Zurückhaltung und die Kraft des Wortes beendet werden kann. In seinem Hauptwerk ‚Eine Frau flieht vor einer Nachricht’ zeigt David Grossman die Bedeutung der Sprache für die Suche nach Identität und warnt vor ihrer zunehmenden Militarisierung. So bietet er inmitten einer Realität von Willkür, Zwang und Entfremdung Auswege aus dem jetzigen Zustand der Gesellschaft, die sich zwischen Krieg und Frieden befindet.“

    David Grossman, geboren 1954 in Jerusalem, zählt zu den einflussreichsten Schriftstellern und Journalisten Israels. In seinen Romanen und Erzählungen, Essays und Kinderbüchern, die in mehr als dreißig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden, setzt er sich vor allem mit der Identität seines Landes und dem israelisch-palästinensischen Konflikt auseinander. Er beteiligt sich zudem aktiv an der politischen Debatte um eine friedliche Lösung im Nahen Osten.

    Bereits während seines Studiums der Philosophie und Theaterwissenschaften arbeitet David Grossman als Nachrichtenredakteur, Hörspielautor und -sprecher beim israelischen Rundfunk. 1983 veröffentlicht er mit „Das Lächeln des Lammes“ (dt. 1988) seinen ersten Roman. Mit dem 1986 erscheinenden Roman „Stichwort: Liebe“ (dt. 1991) über die zweite nachfolgende Generation der Opfer der Shoah und der Reportagensammlung „Der gelbe Wind“ (1987, dt. 1988) über das Verhältnis zwischen Israelis und Arabern wird er weltweit bekannt. Als er sich 1988 weigert, seine Berichterstattung über die Unabhängigkeitserklärung der Palästinenser zensieren zu lassen, bei der Jassir Arafat erstmals indirekt von einem Existenzrecht Israels spricht, wird Grossman fristlos entlassen. Fortan konzentriert er sich auf die Schriftstellerei und veröffentlicht in den folgenden Jahren zahlreiche Kinder- und Jugendbücher sowie Romane, in denen er die Komplexität des Lebens in der heutigen Welt beschreibt. Zunehmend setzt er sich als Unterstützer der Genfer Initiative auch in seinen politischen Kommentaren für eine Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ein und dokumentiert in der Essaysammlung „Diesen Krieg kann keiner gewinnen“ (2003) seine wachsende Enttäuschung darüber, dass der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern nicht gelöst wird.

    Bei Ausbruch des Zweiten Libanonkriegs 2006 fordert David Grossman mit anderen Schriftstellern eine Waffenruhe zwischen Israel und Libanon. Einige Tage später wird sein Sohn Uri von einer Rakete der Hisbollah getötet. Diese leidvolle Erfahrung versucht er in seinem Roman „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ (2008, dt. 2009) zu verarbeiten. In dem als sein epochales Hauptwerk bezeichneten Roman erzählt er von einer Frau und ihrem verzweifelten Versuch, sich und ihr Familienleben vor der harten und gewalttätigen Realität zu schützen, und verwebt ihre Erlebnisse auf der Reise durch Israel mit ihren Erinnerungen und den politischen Ereignissen. Auf eindrückliche Weise zeigt er dabei, wie das Schicksal der Menschen in Israel unauflöslich mit Politik und Krieg verbunden ist.

    David Grossman hat für seine schriftstellerisches Werk und sein politisches Engagement zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Nelly-Sachs-Preis (1991), Premio Mondello (Italien, 1996), Manès Sperber-Preis (2002), Bialik Prize (Israel, 2004), Emet-Prize (Israel, 2007), Geschwister-Scholl-Preis (2008) und den Albatros-Preis (2010).

    David Grossman ist verheiratet und hat drei Kinder, er lebt in Mevaseret Zion, einem Vorort von Jerusalem.

    quelle und mehr: http://www.boersenverein.de/de/64645
    mehr auf diesem blog: http://ffduseh.wordpress.com/2010/06/15/david-grossmann/ 
    tagesschau.de: http://www.tagesschau.de/inland/portraitgrossman100.html
    hr video preisverleihung und mehr: http://www.hr-online.de/website/specials/buchmesse2010/index.jsp?rubrik=60609&key=standard_document_39929591
    Veröffentlicht in bücher, friedenspreis buchh..., grossman. Kommentare deaktiviert

    Claudia Pineiro, LiBeraturpreis 2010

    Von den Lesern ausgezeichnet – LiBeraturpreis 2010 geht an Claudia Piñeiro.

     Trotz wunderbarem sonnigem Herbstwetter war der Saal in der Christuskirche am Beethovenplatz überfüllt: Verleger, Übersetzer, Autoren und zahlreiche Leserinnen und Lesern fanden sich am ersten Oktobersonntag zur Verleihung des LiBeraturpreises 2010 ein. Viele wollten der Autorin persönlich gratulieren. Diese Nähe zwischen Schriftstellerin und Publikum ist für den LiBeraturpreis kennzeichnend. Schließlich ist es eine Auszeichnung, die von den Leserinnen und Lesern – und ausschließlich an Schriftstellerinnen – vergeben wird. Piñeiro schätzt den LiBeraturpreis daher als eine besondere Anerkennung.

    Ausgezeichnet wurde Piñeiro für das Buch „Elena weiß Bescheid“.

    „Das Buch ist eine intime Geschichte über eine schwierige Mutter/ Tochter-Beziehung“ sagt sie. Rita, die Tochter der Protagonistin Elena, wird tot in einem Glockenturm gefunden. Die Mutter macht sich nach dem Tod ihrer Tochter auf den beschwerlichen Weg zu Isabel. Sie hofft, von der Freundin ihrer Tochter mehr über Rita zu erfahren. Grundsätzlich geht es der Autorin in diesem Buch darum, etwas über die Beziehung von Frauen zu ihrem Körper und was mit dem Körper der Frauen veranstaltet wird, zu erzählen. „Elena weiß Bescheid“ ist für Piñeiro auch persönlich ein sehr wichtiger Roman. „Ich wollte die Leser durch dieses Buch zwingen, sich mit meiner Hauptfigur zu beschäftigen und durch sie Parkinson-Erkrankte anzusehen, im wahrsten Sinne“, so die Autorin. Denn bei Parkinson-Erkrankten mit ihren langsameren, zum Teil starren Bewegungen und dem möglichen Muskelzittern schauen die meisten lieber weg statt hin zu sehen, so Piñeiros Beobachtung. „Und ich bin dankbar, dass so viele dazu bereit waren“ so die Argentinierin. Denn in Argentinien verkaufte sich das Buch über 50.000 Mal; für ein Land mit 40 Millionen Einwohnern, von denen aber nur ein geringer Prozentsatz liest, ein großer Erfolg.

    quelle und mehr: buchmesse blog

    lies auch : berliner literaturkritik  >>>>>>>>>>>> hr podcast zur preisverleihung und mehr
    zum projekt reisetagebuch:  buchmesse blog/ehrengast argentinien
     evangelisches frankfurt zur preisverleihung //// wikipedia zu pineiro  //// literatur aus dem gastland der buchmesse
     
    Veröffentlicht in bücher, LiBeraturpreis 2010, pineiro_claudia. Kommentare deaktiviert

    PRO ASYL: UN – Kinderrechtskonvention umsetzen

    15.10.2010

    PRO ASYL hat beim Petitionsausschuss des Bundestags eine Stellungnahme zum dringenden Handlungsbedarf nach Rücknahme der Vorbehalte zur UN-Kinderrechtskonvention eingereicht, um noch in dieser Legislaturperiode eine gesetzliche Umsetzung zu erreichen. Die Bundesregierung weigert sich bislang, die UN-Kinderrechte für Flüchtlingskinder umzusetzen und missachtet damit ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen.

    Das Papier „Kinderrechte ernstnehmen! Gesetzlicher Änderungsbedarf aufgrund der Rücknahme der Vorbehalte zur UN-Kinderrechtskonvention“ fordert in vielen Bereichen des Asyl-und Ausländerrechts Anpassungen. Dazu gehört etwa, dass die vorgezogene Verfahrensmündigkeit ab einem Alter von 16 Jahren, wie sie nach dem Asylverfahrensgesetz und dem Aufenthaltsgesetz besteht, aufgehoben wird. Junge Flüchtlinge brauchen kindgerechte Asylverfahren. Abschiebungshaft für minderjährige Flüchtlinge muss verboten werden. Der Zugang zu Schule und Ausbildung muss ermöglicht werden. Kinder müssen unabhängig von ihrem Status einen Anspruch auf Gewährung von Kinder- und Jugendhilfe, auf Teilhabe am Gesundheitssystem und Gewährung therapeutischer Hilfen haben, nicht nur die eingeschränkten Leistungen gemäß des Asylbewerberleistungsgesetzes. Die Stellungnahme in voller Länge nennt die 16 wichtigsten Handlungsfelder.

    Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1992 durch Deutschland nur unter Vorbehalt ratifiziert. Demnach kamen die Kinderrechte nach der UN-Konvention in asyl- und ausländerrechtlichen Verfahren nicht zur Anwendung. Völkerrechtler haben die Wirksamkeit der Vorbehaltserklärung seit jeher in Zweifel gezogen, aber erst in diesem Jahr hat die Bundesregierung die Vorbehalte zurückgenommen.

    quelle:  http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/kinderrechte_ernstnehmen/

    Menschengesichter

    Menschengesichter“ – eine neue Broschüre zur früheren jüdischen Bensheimer Bankiersfamilie BauerAls Autor mehrerer Publikationen zur NS-Geschichte in der hiesigen Region bekommt Dr. Fritz Kilthau oft Anfragen von Nachfahren ehemaliger jüdischer Bürger. So auch vor einiger Zeit von Verwandten der früheren Bensheimer Bankiersfamilie Bauer, die Näheres über die Umstände der Verfolgung der Familienangehörigen wissen wollten. Kilthau schickte Informationen und erhielt dafür viele interessante Fotos, die Hedwig und Julius Bauer und deren Töchter Margarethe und Anne zeigen. Er beschloss, die Geschichte dieser Familie genauer zu erforschen und in einer Broschüre zu veröffentlichen.Die Publikation „Menschengesichter – Die jüdische Bensheimer Familie Bauer“ ist jetzt fertig gestellt. Herausgeber ist der Bensheimer Verein „Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger e.V.“.Im ersten Abschnitt wird die Geschichte von Hedwig und Julius Bauer bis 1933 erzählt – ihre Herkunft, die Heirat in Bensheim und die Gründung einer kleinen Bank, die später im Rodensteiner Hof angesiedelt war.
    Der zweite Teil umfasst die Geschichte der beiden Töchter, ihre Ausbildung und ihre Emigration nach den USA während der NS-Zeit. Anne Bauer wurde Journalistin und schrieb nach einer Rundreise durch Afrika kritische Berichte zur Apartheid. In Paris, wo sie nach dem Krieg lebte, wurde sie deshalb zur amerikanischen Botschaft bestellt und musste ihren Pass abgeben – ein Opfer der McCarthy-Hysterie.Im dritten Teil der Broschüre wird die Leidenszeit von Hedwig und Julius Bauer in der NS-Zeit beleuchtet. 1933 wurde Julius Bauer die Zulassung zur Börse entzogen – für einen Bankier eine wesentliche Einschränkung seiner Geschäfte. 1936 mussten Hedwig und Julius Bauer mit Wohnung und Geschäft aus dem Rodensteiner Hof ausziehen, da die Ortsgruppenleitung der NSDAP diese Räume für sich beanspruchte. In der Reichspogromnacht wurden die neuen Büro- und Wohnräume in der Darmstädter Straße 66 verwüstet und hierbei viele Möbelstücke beschädigt oder zerstört. Als „Judenvermögensabgabe“ – eine von den Nationalsozialisten beschlossene „Sühneleistung“ zur Reichspogromnacht – mussten die Bauers nahezu 20.000 RM an das Finanzamt in Bensheim abtreten. Weitere 1.000 RM mussten an die Deutsche Golddiskontbank in Berlin abgeführt werden. Außerdem wurde das gesamte Vermögen der Bauers gesperrt. Julius Bauer war im Verlauf der Reichspogromnacht wie die meisten männlichen Juden verhaftet und ins KZ Buchenwald verschleppt worden. Dort starb Julius Bauer am 1. Dezember 1938 unter ungeklärten Verhältnissen. Hedwig Bauer zog nach Frankfurt, wo sie sich am 15. Februar 1939 das Leben nahm.Das Erbe von Hedwig und Julius Bauer, das natürlich den beiden Töchtern zustand, ließen die Nationalsozialisten nicht unangetastet: Möbel, Haushaltsgegenstände – darunter eine große Menge silberner Leuchter, Vasen und Besteckteile – und ein Piano wurden von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und zugunsten der öffentlichen Hand versteigert.Kilthau im Vorwort der Broschüre: „Mein Anliegen ist es, mit dieser Broschüre durch möglichst viele Daten, Dokumente und Bilder den Menschen der Familie wieder ein „Gesicht“ zu geben – stellvertretend für alle Bensheimer jüdischen Familien.“ Die Broschüre „Menschengesichter – Die jüdische Bensheimer Familie Bauer“ (32 Seiten,39 Abbildungen) kann telefonisch unter 06251-72171 oder info@.arbeitskreis-zwingenberger-synagoge.de bestellt werden. Der Preis ist 5.-€ incl. Verpackung und Porto.
    mehr auf diesem blog:   http://ffduseh.wordpress.com/category/erinnerung-wachhalten/feed/   veranstaltung: http://ffduseh.wordpress.com/2010/10/08/rith-l-david-lesung/
    zur seite der geschichtswerkstatt: http://www.geschichtswerkstatt-jakob-kindinger.de/
    zum arbeitskreis zwingenberger synagoge:  http://www.arbeitskreis-zwingenberger-synagoge.de/
     

     

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    DGB und Andere Wege: 30.10.2010 : Demo gegen Sparpaket

    Widerstand: Am 30. Oktober (Samstag) um 10.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz Bensheim

    Bergstraße. Unter dem Motto „Sparpaket: Annahme verweigert – Zurück zum Absender!“ rufen der Kreisvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Bergstraße und die Bergsträßer Erwerbsloseninitiative „Andere Wege“ zur Teilnahme an einer Demonstration am 30. Oktober (Samstag) in Bensheim auf.

    „Die ständige Umverteilung von unten nach oben muss aufhören“, heißt es dazu in einer gemeinsamen Presseerklärung der beiden Organisationen. „2,6 Millionen Kinder in Deutschland leben unter der Armutsgrenze. Immer mehr Menschen können ihre Gesundheitsversorgung aufgrund ständig steigender Beiträge nicht mehr finanzieren. Der Niedriglohnsektor boomt, und Arbeitslose und Rentner wissen kaum noch, wie sie über die Runden kommen sollen.“

    Es sei „eine Lüge“, dass eine vernünftige Sozial-, Bildungs-, Gesundheits- und Rentenpolitik nicht mehr finanzierbar sei. Nur zehn Prozent Steuer auf Milliardärsvermögen brächten 220 Milliarden Euro Einnahmen pro Jahr – fast das Dreifache dessen, was die Bundesregierung Arbeitslosen und Sozialhilfebeziehern durch das neue „Sparpaket“ abknöpfen wolle. Hier fehle nicht das Geld, sondern der politische Wille.

    „Gegen den permanenten Sozialabbau von oben hilft nur massiver Druck von unten“, stellen DGB und „Andere Wege“ fest. Demonstrationen in vielen Städten zeigten, dass dieser Druck Erfolg habe. Die Gewerkschafter sowie „Andere Wege“ rufen deshalb gemeinsam die Bergsträßer auf, am 30. Oktober an der Demonstration durch die Bensheimer Innenstadt teilzunehmen.

    „Für gute Stimmung“, so heißt es in der Pressemitteilung abschließend, „sorgen dabei zusätzlich die bekannten Liedermacher Peter Kühn und Jochen Micknat.“ Treffpunkt ist um 10.30 Uhr der Bahnhofsvorplatz in Bensheim. red

    Bergsträßer Anzeiger
    21. Oktober 2010

    ein bericht zur demo bei: http://anderewege.wordpress.com/2010/11/01/demobericht/

    voraussichtliche änderungen bei hartzIV:   http://anderewege.wordpress.com/2010/09/28/anderungen-hartz-iv/

    mehr zum thema hartz IV auf diesem blog: http://ffduseh.wordpress.com/category/hartz_IV_etc/feed/

    28-10-2010 Ausländerbeirat Bensheim: Kultur als Brücke

    Ausländerbeirat: Theaterpädagogin leila haas zu Gast
    Kultur als Brücke zwischen Kulturen
    Bensheim. Wie funktionieren andere Kulturen und was sind ihre Besonderheiten?
    Worin liegt die Schönheit im Klang einer Sprache? Welche Weltbilder werden durch
    andere Denksysteme vermittelt? Diese und viele andere Fragen haben Leila Haas,
    Theater- und Sozialpädagogin, Regisseurin und Dozentin immer wieder angespornt,
    neue Wege zu beschreiten.
    Der Ausländerbeirat der Stadt Bensheim lädt Leila Haas am 28. Oktober (Donnerstag)
    um 18 Uhr in den Faktoreikeller, Hauptstraße 39, nach Bensheim ein. Sie präsentiert
    ihr Theaterprojekt „Zeit zu bleiben“ und erzählt in mehreren Sprachen eine kleine
    Geschichte. Interessierte sind eingeladen.
    Ihr Interesse an interkulturellen Fragen erwachte bereits, als sie 16 Jahre alt war und
    mit damals noch Gastarbeiterkindern genannten Schülern Hausaufgaben machte und
    spielte. Sie ist mit zwei Sprachen – Italienisch und Deutsch – aufgewachsen.
    Mehrsprachig zu inszenieren sind ihr auch als Regisseurin sehr wichtig, da
    Vielsprachigkeit heute hierzulande eine gesellschaftliche Realität ist.
    Theaterprojekte sind eine großartige Möglichkeit, anderen Sprachen vorurteilsfrei zu
    begegnen, sich gegenseitig etwas davon beizubringen, gemeinsam Tänze und Lieder
    diverser Ethnien zu proben und deren spezielle Kraft sinnlich zu erfahren, so Leila
    Haas.
    Ihr Motto: Damit der Alltag in einer multikulturellen Einwanderungsgesellschaft
    spannungsfrei funktioniert, kulturelle Vielfalt als wertvolle Ressource und nicht als
    permanentes Ärgernis empfunden wird, ist es wichtig, im weitesten Sinne Brücken zu
    bauen. zg
    Bergsträßer Anzeiger
    19. Oktober 2010

    quelle: http://www.morgenweb.de/service/archiv/artikel/690328001.html

       

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    Humanitäre Situation für Schutzsuchende in nordgriechischen Haftlagern dramatisch

    21.10.2010

    PRO ASYL veröffentlicht neue Recherche über griechisch-türkisches Grenzgebiet

    Griechenland ist einer der letzten Zugangspunkte für Flüchtlinge nach Europa. Schutzsuchende aus Afghanistan, dem Irak, Iran und Somalia müssen diese Fluchtroute über die Türkei nach Griechenland wählen. Da der Seeweg über die Ägäis mittlerweile weitgehend abgeriegelt ist, steigt die Zahl der Einreiseversuche an der griechisch-türkischen Landgrenze – im sogenannten Evros-Gebiet – stark. Nach Angaben der Polizei sind in diesem Jahr bereits 34.000 Flüchtlinge und Migranten dort aufgegriffen und inhaftiert worden – 2009 waren es etwa 9.000.

    Wie es Schutzsuchenden dort ergeht, haben die Rechtsanwältinnen Marianna Tzeferakou (Athen) und Natassa Strachini (Chios) im Auftrag von PRO ASYL recherchiert. Alle Neuankömmlinge, die von der Polizei aufgegriffen werden, werden in einem der zahlreichen Haftlager inhaftiert. Die Lebensbedingungen in diesen sind katastrophal, die Haftzellen überfüllt, Hofgang wird kaum gewährt, die sanitären Bedingungen sind gesundheitsgefährdend und eine medizinische Versorgung ist nicht gewährleistet. Die Flüchtlinge werden nicht einmal über die Gründe der Inhaftierung  in einer ihnen verständlichen Sprache informiert. So wissen viele nicht, dass sie unmittelbar von einer Zurückschiebung in die Türkei bedroht sind. Die einzigen Dolmetscher, die in diesen Lagern vorhanden sind, arbeiten für die europäische Grenzagentur Frontex. Die beiden Rechtsanwältinnen haben Fälle dokumentiert, in denen durch falsche Altersangaben von Frontex Minderjährige zu Erwachsenen gemacht werden. Desweiteren wurden Flüchtlingen falsche Herkunftsländer zugeordnet. Asylanträge sind unter diesen Bedingungen unmöglich. Zudem werden Schutzsuchende durch Einschüchterung und bewusste Fehlinformationen davon abgehalten, Asylanträge zu stellen. Es wurden bei den Besuchen Fälle schwerer Misshandlungen durch das Wachpersonal dokumentiert. Die Ergebnisse ihrer Recherche haben die beiden Anwältinnen dem Griechischen Ombudsmann, UNHCR Griechenland und den zuständigen griechischen Ministerien vorgelegt. PRO ASYL veröffentlicht diesen Bericht in anonymisierter Form.

    Auch das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR hat mittlerweile Recherchen in der Region durchgeführt. Am 12. und 13. Oktober konnte sich eine UNHCR Delegation von den katastrophalen Bedingungen in den Haftlagern der Evros-Region überzeugen. Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Folter hat die Ergebnisse ebenfalls bestätigt und am 20. Oktober eine weietere Dokumentation  veröffentlicht.

    quelle und mehr: proasyl

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    2010-10-30 Heute Demo in Bensheim gegen Sparpaket

    SWR2 Forum: Erstaunlich reibungslos / Judendeportation nach Gurs vor 70 Jahren

    Die Deportation der badischen, pfälzischen und saarländischen Juden vor 70 Jahren / audio on demand: SWR2

    Es diskutieren:
    Prof. Dr. Peter Longerich, Historiker, Royal Holloway College, London
    Prof. Dr. Johannes Paulmann, Historiker, Universität Mannheim
    Prof. Dr. Peter Steinbach, Historiker, Universität Mannheim, Wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin
    Gesprächsleitung: Eggert Blum

     Zug nach Gurs – die Deportation der Juden aus dem Südwesten

    Sendung am Montag, 01.11.2010, 19.15 - 19.45 Uhr ///  swr tv

    „Ich habe zwei Jahre 24 Stunden am Tag Hunger gehabt“, erzählt der 82-jährige Paul Niedermann. Vor 70 Jahren, am 22. Oktober 1940, wurden er und rund 6.500 Juden aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland von den Nazis nach Gurs deportiert.
    Drei Tage waren der damals zwölfjährige mit seinen Eltern und Großeltern unterwegs in ein Internierungslager vor den Pyrenäen nahe der spanischen Grenze. Gurs – das war die „Vorhölle zu Auschwitz“, erfahren vier Jugendliche des Stadtjugendausschusses Karlsruhe. Sie sind Anfang April mit dem Zug nach Gurs gefahren, auf den Spuren der Deportationen vor 70 Jahren. SWR-Redakteur Gerd Böhmer hat die Jugendlichen begleitet und mit Zeitzeugen gesprochen.

    siehe auch wikipedia_camp_de_gurs / ähnliche  posts auf diesem blog: http://ffduseh.wordpress.com/category/erinnerung-wachhalten/feed/siehe auch seite der stadt karlsruhe  

     

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    2010-11-03 Eigentümer wollen Absichten in Bezug auf Synagogengrundstück erläutern


     ffduseh 12.03.2010: Initiativgruppe gegen Bebauung des Synagogengrundstücks verfasst erste Resolution


    ffduseh 22.3.2010: Stadtverordnetenversammlung reagiert


    aus: echo online vom 11.10.2010: Die Initiativgruppe zur Erhaltung des Geländes der ehemaligen Synagoge in Heppenheim hat am vergangenen Freitag eine (neue) Resolution verfasst. Der Gruppe gehören evangelische und katholische Heppenheimer Kirchengemeinden, Heppenheimer Geschichtsverein und Lokale Agenda 21 an.

    Die Resolution im Wortlaut: »Mit Bestürzung haben Heppenheimer Bürgerinnen und Bürger und die Initiativgruppe zur Erhaltung des Geländes der ehemaligen Synagoge davon erfahren, dass die Eigentümer des Grundstücks der ehemaligen Synagoge am Starkenburgweg eine neue Bauvoranfrage eingereicht haben. In der ersten Jahreshälfte 2010 haben über 1000 Bürgerinnen und Bürger den »Aufruf zur Erhaltung des Denkmals ehemalige Heppenheimer Synagoge« unterschrieben und sich gegen eine Bebauung des Synagogengrundstücks und dessen Umfeld ausgesprochen. Die Stadtverordnetenversammlung hat sich einstimmig diesem Aufruf angeschlossen. Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen hat die Reste der Synagoge, den Gewölbekeller im vorderen Bereich des Grundstücks und das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz gestellt. Auch das neue Bauvorhaben würde – wie jede Bebauung des Synagogengrundstücks – diesen zentralen Gedenkort, der an die Verfolgung und Ermordung der Jüdinnen und Juden erinnert, zerstören. Es erscheint zudem kaum als realistisch und durchführbar. Die Frage stellt sich, ob hier tatsächlich ein kaum zugängliches und nutzbares Gebäude errichtet oder vielmehr Gartenland in Bauland umgewandelt werden soll. Erinnert sei in diesem Zusammenhang daran, dass den Eigentümern das Synagogengrundstück von der Stadt kostenlos als Gartenland zur Pflege überlassen wurde. Nur ein sehr kleiner Grundstückanteil am Starkenburgweg (von nicht einmal fünf Prozent der Gesamtfläche) wurde käuflich erworben. Das eigentliche Synagogengrundstück befand sich bis in die neunziger Jahre im Eigentum der Familie Hirsch, und sollte laut Stiftungsvertrag von 1897 nach 50 Jahren in das Eigentum der jüdischen Gemeinde übergehen. Dies ist nicht erfolgt, weil die Gemeinde von den Nationalsozialisten zerstört und ihre Mitglieder vertrieben und getötet worden waren. Die genauen Umstände des Übergangs an die jetzigen Eigentümer – dessen Rechtmäßigkeit hier nicht angezweifelt werden soll – sind der Öffentlichkeit nicht bekannt. Das Grundstück wurde jedenfalls nicht als Bauland erworben, sondern mittels des »Ersitzungsrechts« angeeignet. Der Wille der Heppenheimer Bürgerinnen und Bürger war und bleibt jedoch, dass das Synagogengrundstück und dessen Umfeld nicht bebaut, sondern als Gedenkort erhalten bleiben und eine dauerhafte Lösung für die Gedenkstätte gefunden werden soll. An die Eigentümer ergeht der dringende Appell, über eine faire Lösung zu verhandeln und von dem Bauvorhaben abzusehen.«


    aus: echo online 29.10.2010: Falschmeldungen und -darstellungen« sowie eine abschließende »Diskussion von Alternativen« stehen auf einer fünf Punkte umfassenden Tagesordnung, die am Mittwoch (3.) ab 19 Uhr bei einer Versammlung im Vereinshaus »Kupferkessel« zum Thema Heppenheimer Synagogengelände abgearbeitet werden soll. Eingeladen dazu haben Rudgild Saul (Karben) und Heike von der Linden-Saul (Rheinfelden).

    Die Heppenheimer Synagoge war am Morgen des 10. November 1938 von NS-Schergen dem Erdboden gleichgemacht worden. Das Gelände wurde nach dem Untergang von Hitlers »Dritten Reich« seinen jetzigen Eigentümern zur Pflege überlassen, nachdem Heppenheims ausgelöschte jüdische Gemeinde als rechtmäßiger Erbe nicht mehr in Betracht kommen konnte und das sogenannte »Ersitzungsrecht« (kommt von ersessen) Anwendung fand – ein juristisch korrekter Vorgang…………………………


    echo online 30.10.2010: Die Heppenheimer Stadtverordnetenversammlung hat sich am Donnerstag einstimmig einer Resolution der Initiative zur Erhaltung des Geländes der ehemaligen Synagoge am Starkenburgweg angeschlossen. Es ist ein Appell an die Eigentümer, von einer Bebauung des Grundstücks abzusehen. Dem von SPD, CDU, Grüner Liste (GLH) und FDP eingebrachten Antrag schlossen sich auch die Vertreter der Freien Wähler (FWHPINI) und der Linken an.

    Die ursprüngliche Resolution wurde Anfang Oktober von der Initiativgruppe bei einem Treffen im Oberlinhaus verabschiedet, nachdem bekannt geworden war, dass eine neue Bauvoranfrage für das Grundstück vorliegt. ………..

    Mit der Verabschiedung der Resolution spricht sich das Stadtparlament einstimmig dafür aus, das Gelände als Gedenkort zu erhalten und eine dauerhafte Lösung für eine Gedenkstätte zu suchen. …………………………………


    mehr zum thema : http://ffduseh.wordpress.com/category/synagogengrundstück/feed/

     

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    Verkehr _ Traffic

     
     

     

    2010-11-07 Begegnung der Kulturen_Endlichkeit und Ewigkeit

    2010-11-12 Die Bundeswehr in Afghanistan_Podiumsdikussion*

      Heppenheim. Im Rahmen der diesjährigen Friedensdekade laden kirchliche Gruppen für Freitag (12.), 19 Uhr, zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Bundeswehr in Afghanistan – Ja oder Nein?“ in das Oberlin-Haus ein.Veranstalter sind die evangelische Heilig-Geist-Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit der Pax-Christi-Gruppe Bergstraße und dem Katholischen Bildungswerk Bergstraße-Odenwald.Immer wieder werde die Frage nach Argumenten für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan gestellt, schreiben die Veranstalter. Die Äußerungen von Margot Käßmann, damals Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, dass in Afghanistan nichts in Ordnung sei, habe eine breite öffentliche Diskussion ausgelöst. Vor diesem Hintergrund verstehe sich die Podiumsdiskussion als Beitrag zu einer qualifizierten Meinungsbildung.Auf dem Podium vertritt Claudia Haydt von der Informationsstelle Militarisierung aus Tübingen die Kontra-Position zu dem Einsatz und Gerrit Hohmann, Hauptmann und Jugendoffizier der Bundeswehr aus Mainz, die Befürworter-Position. Vorgesehenes Ende ist gegen 21 Uhr. Die Veranstalter bitten um Spenden, als Beitrag zur Finanzierung. zg
       quelle: http://www.morgenweb.de/region/heppenheim/20101106_mmm0000000791402.html

     

    2010-11-09 Schweigekreis Heppenheim

    Ein-Euro-Jobs bringen keine reguläre Beschäftigung

    Ein-Euro-Jobs bringen Langzeitarbeitslose laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) nicht schneller in reguläre Beschäftigung. Hartz IV-Empfänger, die einen dieser Jobs annehmen, erreichten nach einem Jahr sogar seltener eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als vergleichbare Langzeitarbeitslose ohne Ein-Euro-Job. Für die Untersuchung wertete das ZEW nach Angaben vom Donnerstag die Erwerbsverläufe von 160 000 Arbeitslosengeld-II-Empfängern aus.
    Der Nachteil der Ein-Euro-Jobber bei regulären Stellen habe sich quer durch die Bevölkerung gezeigt. Am stärksten seien die Effekte bei Männern ohne ausländische Wurzeln. Die wenigsten Unterschiede zeigten sich bei Frauen mit ausländischen Wurzeln. 
    Das ZEW sah mehrere mögliche Faktoren für die Benachteiligung der Ein-Euro-Jobber: Die Qualifikationen, die sie durch ihren Billig-Job erwerben, könnten an den Erfordernissen des ersten Arbeitsmarktes vorbei gehen. Auch sei es denkbar, dass die Ein-Euro-Jobs Langzeitarbeitslose stigmatisieren, weil die Arbeitgeber diese Tätigkeit als Indiz für eine mangelnde Beschäftigungsfähigkeit ansehen. 
    Es könnte jedoch auch sein, dass sich Hartz-IV-Empfänger besonders intensiv um einen Job am regulären Arbeitsmarkt bemühen, um einen unattraktiven Ein-Euro-Job zu vermeiden. Dann wäre die höhere Beschäftigtenquote in der Vergleichsgruppe ein indirekter Erfolg der Ein-Euro-Jobs.  (Anmerkung: Zynisch!)
    »Mit den Daten können wir leider nicht feststellen, welche Gründe für das ungünstige Abschneiden der Ein-Euro-Jobs verantwortlich sind«, sagte ZEW-Wissenschaftler Stephan Thomsen. Darum dürfe man aus den Ergebnissen nicht voreilig den Schluss ziehen, dass Ein-Euro-Jobs ein vollkommen ungeeignetes Instrument der Arbeitsmarktpolitik seien. 
    Ein-Euro-Jobs sind derzeit das am häufigsten eingesetzte Mittel, um Langzeitarbeitslose in Arbeit zu bringen. Sie sollen ihre Beschäftigungsfähigkeit steigern und die Chancen auf einen sozialversicherungspflichtigen Job erhöhen. Jährlich beginnen laut ZEW mehr als 750 000 Langzeitarbeitslose einen Ein-Euro-Job.

    quelle: http://www.echo-online.de/nachrichten/hessenundrhein-main/Studie-Ein-Euro-Jobs-bringen-keine-regulaere-Beschaeftigung;art175,1350231 

    und: http://www.zew.de/de/topthemen/meldung_show.php?LFDNR=1578&KATEGORIE=TOP 

    siehe auch:  http://ffduseh.wordpress.com/category/1-euro-jobs/feed/

    2010-11-12 Werkstattseminar für Christen und Muslime

    Werkstatt-Seminar für Christen und Muslime, Freitag (12. November), 9.30 bis 16 Uhr, Anmeldung beim katholischen Bildungswerk, Z 06252/3353, E-Mail: kath.bildungswerk-bergstrasse@t-online.de

    Den Rest des Beitrags lesen »

    Bücher zum Islam und zum christlich islamischen Dialog

    In den letzten Tagen und Wochen genoss das Thema Integration bzw. das angebliche Misslingen von Integration eine überbordende  Publizität ( Stichwort Sarazzin, Stichwort: Multikulti ist gescheitert). Wir meinen, die Debatte sollte wieder auf ein Normalmass heruntergefahren werden und in ein ruhigeres Fahrwasser geführt werden. Das Zusammenleben von Deutschen und Nichtdeutschen, von Christen, Muslimen, Juden, Hindus, Agnostikern, Atheisten und wem auch immer in diesem Land erfolgt viel tausend- bzw. millionenfach relativ geräuschlos und unaufgeregt, jedenfalls, was die persönliche und private Ebene betrifft.  Unser Vorschlag: Mehr miteinander reden als übereinander reden. Sich mehr informieren, weniger polemisieren. 

    Für denjenigen oder diejenige, die mehr zum Thema Islam bzw. zum interreligiösen Dialog lesen möchten, haben wir eine Reihe von Buchtiteln und Buchbeschreibungen hier abgedruckt. Es wird Winter und vielleicht hat der eine und der andere dann auch mehr Zeit zum Lesen. 

    Die Texte haben wir übrigens gefunden bei:     http://wormsverlag.wordpress.com/2010/10/19/interkulturelle-buchneuheiten-liste-1/

    die Bücher:

    William Stoddart: Christen und Muslime – Was sie übereinander sagen

     ISBN 978-3-92934547-6

    134 S., Pb., Verlag Hans Jürgen Maurer 2010 16,90 EUR

    Der islamische Terrorismus hat dazu geführt, dass viele Menschen – auch angesehene Persönlichkeiten – den Schluss gezogen haben, der Islam sei eine Religion der Gewalt und als solche der Erzfeind des Christentums und der westlichen Lebensart. Das ist verständlich, doch ganz so einfach ist die Sache nicht. Dieses Buch liefert erforderliche historische Grundlagen zu dieser Frage und beweist anhand einer Fülle von Beispielen, dass über die Jahrhunderte hinweg immer wieder freundschaftliche und fruchtbare Beziehungen zwischen Christen und Muslimen bestanden haben. Was ist falsch gelaufen? Ist es möglich, diesen Geist, der einmal vielerorts wehte, ganz oder auch nur teilweise neu zu beleben? Die Beispiele, die dieses Buch anführt, lassen dies mehr erscheinen als nur eine fromme Hoffnung. Zitate und inspirierende Anekdoten aus alten und jüngeren Quellen zusammengetragen. Ein Plädoyer für die Orthodoxie in ihrem ursprünglichen Wortlaut. Einblick in die historischen Grundlagen des interreligiösen Dialogs.

    Quellen der Menschlichkeit. Bibel und Koran – von Christen und Muslimen gedeutet

    320 S., Kösel 2010 19,95 EUR

    Bibel und Koran – eine christlich-islamische Einführung. Bibel und Koran erzählen davon, wie Menschen miteinander umgehen können. Sie geben unserem Leben eine Richtung: Sie ermutigen, jeden Menschen auf die ihm eigene unverlierbare Menschlichkeit hin anzusprechen. Christliche und muslimische Autorinnen und Autoren heben in diesem einzigartigen Begegnungsbuch gemeinsam den großen Schatz ihrer heiligen Schriften.

    Heilig – Tabu. Christen und Muslime wagen Begegnungen

    368 S., Matthias-Grünewald 2009 24,90 EUR

    In welcher Form lässt sich Glaube in einem multireligiösen Kontext öffentlich leben? Wie ist es möglich, dass Muslime und Christen ihre Religion nicht nur nebeneinander oder gegeneinander, sondern – mit Respekt für die Unterschiede – auch miteinander leben können? Die Frage nach einer interreligiösen Begegnungskultur ist keine Frage für Experten: Sie hat ihren Ort im Alltag der Menschen. // Der Band beleuchtet Chancen und Grenzen vom »Wagnis Begegnung« zwischen Muslimen und Christen. Am Beispiel konkreter
    Erfahrungen soll diesen Fragen nach dem Verbindenden und Trennenden, dem Heiligen und den Tabus nachgegangen und Aufmerksamkeiten für einen Dialog des Handelns entwickelt werden.

    Martin Lohmann: Perlenschnur und Rosenkranz. Wenn Christen und Muslime gemeinsam Zukunft machen

    139 S., Patris 2009 8,90 EUR

    Das begonnene Jahrhundert wird das Jahrhundert der Begegnung von Christen und Muslimen sein. Und es wird zu einem neuen Miteinander von Glaube und Vernunft führen. Oder aber zu einem schrecklichen Gegeneinander. Papst Benedikt sucht jedenfalls den Dialog. Denn hinter manchem schnellen Austausch tradierter Bilder und Vorstellungen schlummert ein unglaubliches Potenzial für eine Welt, die mehr und mehr auf den Segen durch die Weltreligionen angewiesen sein wird. Die Befreiung zur Freiheit von Glaube und Vernunft ist nicht nur möglich. Sie ist auch nötig. Lohmann ist bekannt für seine mutigen Analysen und seine erfrischend flotte Feder. In diesem Buch zeigt er, worauf es jetzt ankommt – und beschreibt, was nicht nur Christen und Muslime wissen wollen.

    Miteinander 2011 Interreligiöser Kalender Juden – Christen – Muslime

    Luther-Verlag 2010 9,90 EUR

    Der erste diesjährige Kalender hatte nur eine Auflage von 2000 Stück und wurde auch komplett ausverkauft. Der Verlag möchte mit diesem Kalender Türöffner sein, damit Nachbarn unterschiedlicher Bekenntnisse mit einander ins Gespräch kommen. Der Kalender für 2011 erscheint im September – aufgrund der geringen Auflage bitte schon jetzt vorbestellen.

    Emilio Platti ; Christen und Muslime: Freunde oder Feinde?

    300 S., Herder 2010 19,95 EUR

    Jörg Schmid u.a.: Nahe ist dir das Wort. Schriftauslegung im Christentum und Islam

    280 S., Pustet 2010 19,90 EUR

    Bibel und Koran sind in einem kulturellen Umfeld entstanden, das heute vielen Menschen fremd ist. Gleichzeitig erheben beide den Anspruch, eine universal gültige Lebensorientierung zu bieten. Trotz des unterschiedlichen theologischen Stellenwerts von Koran und Bibel steht die Schriftauslegung der beiden Religionen vor vergleichbaren Aufgaben. Christliche und muslimische Wissenschaftler beschäftigen sich mit hermeneutischen Grundfragen, historischen Querverbindungen, feministischen Auslegungen und Deutungsmonopolen. Sie nehmen die Bibel als Verstehenshilfe des Korans und den Koran als eine Auslegung der Bibel in den Blick. In seiner Vielstimmigkeit steht der Band auch für die Pluralität der Schriftauslegung in beiden Religionen.

    Jürgen Werbick u.a.: Verwundete Gewissheit. Strategien zum Umgang mit Verunsicherung in Islam und Christentum

    203 S., Ferdinand Schöningh 2010 19,90 EUR

    Das Gewaltpotential monotheistischer Religionen wird in unseren Tagen wie kaum ein anderes Thema diskutiert. Wie wirkt das Gefühl der Verunsicherung im eigenen Glauben und in der Begegnung mit dem Anderen?

    Mathias Tanner u.a.: Streit um das Minarett. Zusammenleben in der religiös pluralistischen Gesellschaft

    286 S., Theologischer Verlag Zürich 2009 26,00 EUR

    Hans-Georg Ziebetz: Menschenrechte, Christentum und Islam

    208 S., LIT 2010 19,90 EUR

    Der Koran. In der Übersetzung von Friedrich Rückert

    5., vollständig überarbeitete Auflage, Ergon 2010 44,00 EUR

    Friedrich Rückerts Koran-Übersetzung entspringt einem poetischen Interesse am Orient. Was diese Übersetzung daher vor allen anderen auszeichnet, ist ihre Eleganz und die Kraft ihrer Sprache.

    Saphir 5/6 – Lehrerkommentar zum Religionsbuch für junge Musliminnen und Muslime

    256 S., Kösel 2009 26,95 EUR

    Den Islam unterrichten. Der Lehrerkommentar zum Schulbuch Saphir 5/6 erleichtern den jungen Lehrkräften die Unterrichtsvorbereitung und ermöglicht eine lebendige und schülernahe Stundengestaltung. Saphir 5/6 – Lehrerkommentar enthält fundierte Sachinformation zu den Themen des Schulbuchs, eine Fülle erprobter methodischer Anregungen und kopierfertige Arbeitsblätter. Mit Methodenregister. Lamya Kaddor ist Lehrerin für „Islamkunde“ in deutscher Sprache an einer Hauptschule in NRW. Sie ist eine der muslimischen SprecherInnen für das „Forum am Freitag“ auf der Homepage des ZDF. Rabeya Müller ist Leiterin des Instituts für interreligiöse Pädagogik.

    Saphir 5/6. Religionsbuch für junge Musliminnen und Muslime

    192 S., Kösel 2008 14,95 EUR

    Die Zielgruppe sind neben dem Unterricht an Schulen Muslime, die in dritter und vierter Generation in Deutschland leben und in der Gesellschaft längst angekommen sind. Mit dem ersten Schulbuch für muslimische Kinder in Deutschland hat Kösel-Verlag, der nicht zu den „klassischen Schulbuchverlagen“ zählt, ein hervorragendes Buch auf den Markt gebracht.

    Islam. Arena Bibliothek des Wissens

    ISBN 978-3-401-06220-4 9.95 EUR

    Eine wunderbare Einführung für Leser ab 12 Jahren, die das Gefühl haben, gar nicht zu verstehen, um was es eigentlich geht. Die Autoren führen kompakt und anschaulich in das Thema ein. Ein Grundlagenwissen für Schüler, aber genauso auch für Erwachsene.

    Rauf Ceylan: Die Prediger des Islam. Imame – wer sie sind und was sie wirklich wollen

    192 S., Herder 2010 12,95 EUR

    Imame sind wichtige Schlüsselpersonen in der muslimischen Community. Ihre politische und religiöse Orientierung, ihre Machtposition in der Gemeinde wird in Zukunft die erfolgreiche Eingliederung der Muslime in die deutsche Gesellschaft wesentlich mit bestimmen. Der Sozial- und Religionswissenschaftler Rauf Ceylan geht dem Alltagsleben der Imame auf den Grund. Dem Verlag gelingt es mit diesem Buch mehr Fakten ins Spiel für den Dialog zu bringen und der verbreiteten Polemik Substanz entgegenzusetzen.

    Thorsten Gerald Schneider: Islamfeindlichkeit – Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen

    485 S., Verlag für Sozialwissenschaften 2009 39,90 EUR

    „Islamkritik“ ist eines der Schlagworte unserer Zeit. Doch dahinter verstehen sich oftmals nur Ressentiments. Das Buch spürt jene geistigen Strömungen auf, die antiislamische Einstellungen in Deutschland fördern. Es dokumentiert Erscheinungsformen der Islamfeindlichkeit / Islamphobie und setzt sich kritisch mit ihnen auseinander. Dabei hilft es, die öffentlichen Diskussionen um Islamkritik zu verstehen und einzuordnen. Das Werk ist somit ein Appell an die Vernunft, hat aber auch dokumentarischen Charakter. Renommierte Autoren beleuchten verschiedene Aspekte vom europäischen Islamhass vergangener Jahrhunderte bis zur heutigen Hetze im Cyberspace. Ferner geht es um die Auseinandersetzung mit prominenten Protagonisten der „Islamkritik“ wie Henryk M. Broder, Ralph Giordano, Necla Kelek, Hans-Peter-Raddatz und anderen.

    Aylin Korkmaz: Ich schrie um mein Leben. Ehrenmord mitten in Deutschland.

    ISBN 978-3-7716-4425-3

    Geb., 256 S., 30 Abb. Fackelträger Verlag 19,95 EUR

    Der spektakulärste Ehrenmordfall in Deutschland. Die Autorin steht für Veranstaltungen zur Verfügung. Website mit Blog der Autorin und Kontaktmöglichkeit: www.ehrenmord-in-deutschland.de

     quelle: http://wormsverlag.wordpress.com/2010/10/19/interkulturelle-buchneuheiten-liste-1/

    andere bücher auf diesem blog: http://ffduseh.wordpress.com/category/bücher/feed/

    Brauchen wir einen Heiner Geißler

    Gesprächsrunde zur künftigen Nutzung des Synagogengeländes

    Am 3. November fand im „Kupferkessel“ ein Gesprächskreis statt, zu der die Eigentümerfamilie Saul Vertreter der Initiativgruppe zur Erhaltung des Geländes der ehemaligen Synagoge und Vertreter der an der Initiative beteiligten katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, der Agenda 21 und des Heppenheimer Geschichtsvereins sowie Bernd Neher vom Planungsbüro Neher und den Stadtverordnetenvorsteher Philipp-Otto Vock (CDU) geladen hatten. Dazu wurde jetzt sowohl im BA als auch im Starkenburger Erche eine gemeinsame Erklärung publiziert, die von Karl Härter für die Initiativgruppe und Ulrich M. von der Linden für die Eigentümer unterzeichnet wurde. Die Erklärung mutet für Nichteingeweihte eher kryptisch als erhellend an, was die zukünftige Nutzung des Arreals anbelangt. Die Frage ist, brauchen wir in Heppenheim vielleicht einen Heiner Geissler, damit alles auf den Tisch kommt?

    Die Erklärung im Wortlaut, so wie sie im morgenweb zu lesen war:

    „Bei dem Gespräch ging es grundsätzlich um die Zukunft des Grundstücksareals, das aus mehreren Flurstücken besteht: dem eigentlichen Grundstück, auf dem die Synagoge stand, mit den dahinter am Schlossberg anschließenden Parzellen – im Gesamtumfang von rund 2800 Quadratmetern – sowie dem unmittelbar davor am Starkenburgweg liegenden kleineren Grundstücksteil im Umfang von 200 Quadratmetern. Unter letzterem befindet sich ein Gewölbekeller.

    Davor an der Mauer zum Starkenburgweg bei der Einmündung des Eisenpfads liegt die 1965 durch eine Tafel markierte und 1988 erweiterte Gedenkstätte für die ermordeten Heppenheimer Juden und die 1938 zerstörte Synagoge.

    Bauvoranfrage der Eigentümer

    Alle Grundstücksteile befanden sich bis 1950 im Eigentum der Stifter der Synagoge (Familie Hirsch) und der jüdischen Gemeinde, auf die laut Stiftungsvertrag im Jahr 1947 auch der Grundstücksteil, auf dem die Synagoge stand, übergehen sollte.

    Gegenstand des Gesprächs waren die Bauvoranfrage der beiden Eigentümerinnen des besagten Grundstücksareals sowie zwei Resolutionen der Initiativgruppe, die sich gegen eine Bebauung wandten. In sachlicher Atmosphäre wurden zunächst die unterschiedlichen Positionen deutlich gemacht und die Geschichte der Grundstücke aufgearbeitet.

    Übereinstimmung herrschte, dass die Grundstücke rechtmäßig erworben wurden. Das kleinere vordere Flurstück am Starkenburgweg wurde 1951 gekauft. Das Flurstück, auf dem die Synagoge stand, und die angrenzenden Parzellen gingen 1986 nach 38 Jahren Grundstückspflege durch die Familie Saul per Gerichtsbeschluss in deren Eigentum über, da der im Grundbuch eingetragene, bereits 1890 nach London ausgewanderte Eigentümer Hirsch und dessen Nachkommen nicht mehr ermittelt werden konnte. Danach pflegte die Familie Saul das Grundstück weitere 24 Jahre.

    Die Eigentümer betonten, dass sich die erste Bauvoranfrage im Wesentlichen auf das vordere kleine Flurstück am Starkenburgweg beziehe, gleichwohl weitere zusätzliche Baufläche beantragt worden sei. Ein Eingriff in den ursprünglichen Standort der Synagoge sei jedoch nicht beabsichtigt. Vielmehr habe die Bauvoranfrage nach Paragraf 34 des Baugesetzes die Zulässigkeit eines Bauvorhabens prüfen lassen, um den realen Wert insgesamt zu ermitteln. Denn es sei Grundsteuer bezahlt und im Rahmen der Flurneuordnung 2007 potenzielle Bebaubarkeit von rund 300 Quadratmetern angenommen worden.

    In diesem Zusammenhang verwies die Eigentümerfamilie Saul auf eine zweite, aktuelle Bauvoranfrage, die davon ausgehe, dass sich das beantragte Bauvorhaben in einer Baulücke befinde und bei einer eventuellen Bebauung den denkmalgeschützten Synagogenstandort und den Gewölbekeller erhalten wolle.

    Gelände über viele Jahre gepflegt

    Die Eigentümerfamilie betonte, dass sie alle Bereiche des Grundstücks, einschließlich des ehemaligen Synagogenstandortes, über viele Jahre gepflegt habe und die potenzielle Bebaubarkeit des vorderen Flurstücks berücksichtigt werden müsse. Ihr sei aber auch an einer Lösung im Sinne der Erhaltung des Gedenkortes gelegen.

    Die Vertreter der Initiative unterstrichen, dass sie dieses Engagement würdigen, betonten aber auch, dass das Synagogengrundstück letztlich eine Gesamtheit bilde. Denn auch der vordere Grundstücksteil war von der Heppenheimer jüdischen Gemeinde erworben worden, und zwar, um eine Bebauung unmittelbar vor der Synagoge zu verhindern.

    Aktuelle Rechtslage

    Hingewiesen wurde von der Initiative auf die aktuelle Rechtslage, nach der für kein Grundstücksteil Baurecht vorliegt. Vielmehr sind sowohl Mauer und Keller des vorderen Grundstücks mit der hier liegenden Gedenkstätte als auch die Reste der Synagoge unter Denkmalschutz gestellt; eine erste Bauvoranfrage wurde daher negativ beschieden.

    Nach Auffassung der Vertreter der Initiativen, Vereine und der Kirchen würde jegliche Bebauung auf allen Flurstücken den Gedenkort als solchen zerstören. Das Synagogengrundstück und dessen Umfeld dürften daher nicht bebaut werden, sondern sollen als Denkmal erhalten bleiben, und es solle eine dauerhafte Lösung für die Gedenkstätte gefunden werden.

    Weitere Runde vereinbart

    Einigkeit zwischen der Familie Saul und den Teilnehmern des Gesprächskreises bestand darin, dass eine einvernehmliche und faire Lösung gefunden werden solle, die möglichst beide Interessen berücksichtigt: Langjährige Pflege, Aufwand und Investitionen sowie ein angemessener Grundstückswert sollten Berücksichtigung finden, aber auch der Erwerb, die Erhaltung und der Ausbau der Gedenkstätte zu fairen Bedingungen ermöglicht werden.

    Auf dieser Grundlage wurde diese gemeinsame Presseerklärung sowie eine weitere Gesprächsrunde vereinbart, zu der auch Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD) als Vertreter des Magistrats geladen werden soll.“  

    mehr zum thema:  http://ffduseh.wordpress.com/category/synagogengrundstück/feed/

    Haus der Jugend präsentiert sich

           09.11.10 – Pressemitteilung der Kreisstadt Heppenheim
     
    Tag der offenen Tür im Haus der Jugend in der Karlstraße
    Am Samstag, den 13. November öffnet das „Haus der Jugend“ seine Pforten für alle Interessierten

     
    Das neue „Haus der Jugend“ mit der städtischen Kindertagesstätte und der Stadtjugendpflege in der Karlstraße öffnet am Samstag von 10:00 bis 14:00 Uhr seine Pforten für einen „Tag der offenen Tür.“ Ab diesem Zeitpunkt wird die Kindertagesstätte gemeinsam mit der Stadtjugendpflege im ehemaligen Katasteramt in der Karlstraße 2 zu finden sein.
     
    In der 4-gruppigen Kindertagesstätte, die sich über zwei Stockwerke erstreckt, finden insgesamt 25 Kinder im Alter von 3- 6 Jahren und insgesamt 30 Kinder im Altern von 1- 3 Jahren einen Platz.
     
    Im ersten Obergeschoss sind die Räume der Stadtjugendpflege untergebracht. Hier finden künftig in Ergänzung des Angebots der Jugendfreizeiteinrichtung Oase verschiedene Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche statt.
     
    Am Samstag besteht die Möglichkeit, einmal die Einrichtungen zu besuchen, zu schauen und sich mit dem Haus und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vertraut zu machen.
     
    Es ergeht herzliche Einladung an die Bevölkerung

    quelle: http://www.heppenheim.de/2010-11-09_p_02.1956.0.html

    mehr zur kindertagesstätte karlstrasse: http://www.heppenheim.de/Karlstrasse.1852.0.html

    lies auch: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/heppenheim/Junges-Leben-auf-drei-Ebenen;art1245,1054050

    siehe auch die broschüre familienfreundliche stadt: http://www.heppenheim.de/fileadmin/rathausonline/download/familien_hp.pdf

    2010-11-26 Film: Shortcut to Justice

    29.11.2010 7. Frankfurter Schwabenstreich

    St. Sebastian is coming to town

    Geheimnis gelüftet: Vettel Sonntag in Heppenheim

    19.11.10

    Das Geheimnis ist gelüftet: Formel-1- Weltmeister Sebastian Vettel wird an diesem Sonntag (14.30 Uhr) von seiner Heimatstadt Heppenheim empfangen. Dies teilte die Stadtverwaltung mit. Exakt sieben Tage nach seinem Triumph in Abu Dhabi will die Stadt ihrem berühmtesten Sohn eine große Feier bereiten. Zigtausende Motorsport-Fans werden erwartet. Vettel wird direkt von den Testfahrten in Abu Dhabi nach Deutschland reisen. Im Wüsten-Emirat sitzt der 23-Jährige am Freitag und Samstag wieder am Steuer seines Red-Bull-Rennwagens.

    quelle: http://www.rtl.de/medien/information/rtlaktuell/aaac-83241-5f19-14/geheimnis-gelueftet-vettel-sonntag-in-heppenheim.html?nav=ticker

    Stuttgart 21 _ Schlichtung live

    18.11.2010

    Stuttgart 21: SWR und Phoenix zeigen Schlichtungsgespräche live

    SWR Fernsehen, SWR cont.ra und SWR.de übertragen am Freitag, 19. November, ab 10 Uhr sowie am Samstag, 20. November, ab 9 Uhr

    Auch die fünfte und sechste Schlichtungsrunde zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts Stuttgart 21 wird am kommenden Freitag, den 19. November 2010, sowie Samstag, den 20. November, live im SWR Fernsehen zu sehen sein. Der Südwestrundfunk (SWR) und der öffentlich-rechtliche Ereignis- und Dokumentationskanal Phoenix räumen für die Übertragung wieder weite Strecken ihres Programms.

    Das SWR Fernsehen überträgt am Freitag von 10 bis 16 Uhr und am Samstag von 9 bis 14 Uhr live. Die beiden Sendungen „Südwest extra: Stuttgart 21 – Die Schlichtung“ werden moderiert von Günter Heims. Auch SWR cont.ra, das Informationsradio des Südwestrundfunks, überträgt an beiden Tagen von Beginn an live. Darüber hinaus informiert der SWR in seinen Regelsendungen, in den Fernseh-Nachrichtensendungen „Rheinland Pfalz aktuell“ sowie „Baden-Württemberg aktuell“, der „Landesschau“ in Baden-Württemberg und Rheinland Pfalz, in seinen Radioprogrammen und in seinem Onlineangebot SWR.de je nach Nachrichtenlage mit Schalten und Zusammenfassungen über den weiteren Verlauf der Gespräche. Im vollen zeitlichen Umfang bildet außerdem ein Live-Stream auf SWR.de die Schlichtungsgespräche ab. Die Federführung der Live-Übertragung liegt bei Phoenix.

    Fünfte und sechste Schlichtungsverhandlung zu Stuttgart 21 am 19. und 20. November 2010 im SWR:

    • „Südwest extra: Stuttgart 21 – Die Schlichtung“, 19. November von 10 bis 16 Uhr,
    20. November von 9 bis 14 Uhr live im SWR Fernsehen
    • „SWR cont.ra Spezial“: „Fünftes und sechstes Schlichtungsgespräch Stuttgart 21“,
    19. November ab 10 Uhr, 20. November ab 9 Uhr
    (UKW-Frequenz Stuttgart: 91,5, alle weiteren Frequenzen unter www.swr.de/contra)
    • Live-Stream auf www.SWR.de, 19. November ab 10 Uhr, 20. November ab 9 Uhr

    Letzte Änderung am: 18.11.2010, 13.47 Uhr


     

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    Zu Sebastian Vettel lieber mit der Bahn?!Lasst Euren Boliden am Sonntag in der Garage

           19.11.10 – Pressemitteilung der Kreisstadt Heppenheim
     
    Hinweise zur Verkehrsregelung beim Empfang für Formel 1- Weltmeister Sebastian Vettel auf dem Heppenheimer Europaplatz am Sonntag, den 21. November 2010
     
    Der Europaplatz ist vom Bahnhof aus in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Allen Auswärtigen ist deshalb zu empfehlen, für die Anreise öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.
     
    Für den Straßenverkehr ist das Folgende zu beachten:
     
    Die Lorscher Straße (B 460) wird am Sonntag von 9 Uhr bis voraussichtlich 19 Uhr zwischen den Abzweigungen Tiergartenstraße und Weiherhausstraße gesperrt. Der Verkehr wird über Bürgermeister-Kunz-Straße und Darmstädter Straße umgeleitet. Die Umleitung ist beschildert.
     
    Der von Westen (A 5, B 460) kommende Verkehr in Richtung Europaplatz wird in Richtung der Parkplätze im Gewerbegebiet Tiergartenstraße, bei Bedarf auch ins Gewerbegebiet Weiherhausstraße geleitet. Es wird gebeten, der Beschilderung zu folgen.
     
    Für Übertragungswagen von Rundfunk- bzw. Fernsehsendern können Stellplätze in der Straße Am Steinern Weg genutzt werden. Starkstromanschlüsse werden dort zur Verfügung gestellt. Aus Gründen der Sicherheit wird gebeten, diesen Standort bis spätestens 10 Uhr anzufahren. Einen speziellen Pkw-Parkplatz für die Vertreter von Presse und Rundfunk gibt es nicht.

    quelle: http://www.heppenheim.de/2010-11-19_p_01.1977.0.html

    vettel bei wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_Vettel

    für daheimgebliebene : http://www.motorsport-magazin.com/formel1/news-66128-videos-video-vettel-stellt-seine-heimat-vor-rundflug-ueber-heppenheim.html

    zu google map:

    der europa platz befindet sich an der B460 (lorscher strasse) zwischen abzweig tiergartenstrasse und abzweig weiherhausstrasse:  google maps_bahnhof heppenheim

    DGB: Bürgerarbeit fällt unter den TVöD

    Einer Mitteilung von ver.di zufolge hat das Arbeitsministerium (BMAS) seine ursprüngliche Zusage zurückgenommen, dass die geplante „Bürgerarbeit“ tarifgebunden sein soll. ver.di vertritt hingegen die Rechtsauffassung, dass die neue Beschäftigungsform keineswegs vom TVöD ausgenommen ist – also Tarifbindung zwingend gegeben ist. Das Ansinnen des BMAS sei ein (weiterer) guter Grund, die geplante Bürgerarbeit abzulehnen. Der DGB empfiehlt auch Betriebs- und Personalräten, die der Einstellung zustimmen müssen, nicht-tariflicher Bürgerarbeit nicht zuzustimmen.

    Wir dokumentieren die Stellungnahme als pdf: 

    http://ffduseh.files.wordpress.com/2010/11/ts-054-2010.pdf

    sekundärquelle: Thome Newsletter 19.11.2010

    Auch Bundesrechnungshof kritisiert Ein-Euro-Jobs

    Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge, hat der Bundesrechnungshof in einem internen Bericht eklatante Mängel im Hartz-IV-System angeprangert. Die Kontrolleure übten scharfe Kritik an den Jobcentern und ihrer Vergabe von Ein-Euro-Jobs: Die geförderten Arbeitsgelegenheiten seien in der Mehrzahl der (untersuchten) Fälle nicht geeignet, die Chancen von Langzeitarbeitslosen „auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen“. In dem Bericht werde u.a. kritisiert, dass Jobcenter nach wie vor „meist wahllos Arbeitsgelegenheiten“ zuwiesen, ohne die Hilfsbedürftigen weiter zu beraten und individuelle Ziele für die Teilnahme festzulegen. Zwar sollten Ein-Euro-Jobs auf keinen Fall dazu beitragen, dass dadurch normal beschäftigte Arbeitnehmer ihre Stelle verlieren. Da aber die Jobcenter diese Voraussetzungen nicht ausreichend prüften, könnten Kommunen, Wohlfahrtsverbände oder Unternehmen aus der Weiterbildungsbranche „ungeförderte Tätigkeiten im ersten Arbeitsmarkt durch öffentlich geförderte Beschäftigung ersetzen und so ihre Personalkosten reduzieren“, heisse es in dem Bericht des Bundesrechnungshofs. Weiter behaupteten die Rechnungsprüfer hätten in der Mehrzahl der Fälle die tatsächlich geförderten Jobs nicht geholfen, „die individuellen Vermittlungshemmnisse erwerbsfähiger Hilfebedürftiger zu verringern“.

    mehr bei :  http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/hartz-iv-maengel-bei-der-arbeitsvermittlung-rechnungshof-giftet-gegen-ein-euro-jobs-1.1023715

    2010-11-25 Frei leben ohne Gewalt _ Sport macht Frauen stark

    11.11.10 – Pressemitteilung der Kreisstadt Heppenheim Frei leben ohne Gewalt – Sport macht Frauen stark.

    quelle: http://www.heppenheim.de/2010-11-11_p_01.1961.0.html

     Zum diesjährigen internationalen Gedenktag „gegen Gewalt an Frauen“ wird zum zweiten mal in Hessen und zum vierten mal im Kreis Bergstraße die Brötchentütenaktion „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ gestartet. In ganz Hessen werden mit Hilfe der Landesarbeitgemeinschaft Hessischer Frauenbüros, den lokalen Netzwerken gegen häusliche Gewalt und Bäckerinnungen Tüten mit dem Aufdruck „Gewalt in der Familie ist keine Privatsache“ und den Namen der vor Ort tätigen Beratungsstellen verteilt. Die landesweite Eröffnung findet am 19.11. in Wiesbaden statt.

    In Heppenheim laden der Arbeitskreis „gegen häusliche Gewalt im Kreis Bergstraße“, die Taekwondo Abteilung des TVH und die Stadt Heppenheim Mädchen und Frauen zu einer die Kampagne begleitenden Veranstaltung am 25.11. von 18:00 bis 22:00 Uhr in die Sporthalle des Starkenburg-Gymnasiums in Heppenheim, Gerhart-Hauptmann-Straße 21 ein.

     Schnupperkurse in Selbstverteidigung, Rückenschule, Yoga und einem mentalen Training „Wir steigen aus – Konflikte anders lösen“, geben der Devise „Sport macht Frauen stark“ ein Gesicht. Starke Frauen aber sind weniger Opfer. Vor dem Schnuppern wird die Brötchentütenaktion von den Akteuren vor Ort eröffnet und das Thema und die Zahlen aus der Dunkelzifferzone geholt.

    An einem Infostand des Arbeitskreises, zu dem auch Vertretungen der örtlichen Polizeistationen und die Präventionsabteilung der Polizeidirektion Südhessen gehören, können sich Interessierte über bestehende Hilfsangebote informieren. Häufiger bemerken Nachbarn, Ärzte und manchmal auch Freunde häusliche Gewalt. Was und wie können diese etwas dagegen tun? Auch dafür wird Raum gegeben.

    Zum Hintergrund des Gedenktages Vor 50 Jahren, am 25. November 1960 wurden die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal wegen ihrer politischen Aktivitäten vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet. Der Kampf der Mirabal-Schwestern und ihr Schicksal gelten inzwischen weltweit als Symbol für den Kampf gegen jegliches Unrecht an Frauen. 1981 wird auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Frauen in Bogota, Kolumbien der Todestag der Schwestern zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen ausgerufen und ist seit 1999 von der UNO als internationaler Gedenktag anerkannt.

    Die Frauenrechtsorganisation terre des femmes ruft seit neun Jahren dazu auf, an möglichst vielen Orten mit Aktionen auf den Tag aufmerksam zu machen und an öffentlichen Gebäuden die Fahne mit der Aufschrift „Frei leben ohne Gewalt“ zu hissen.

    http://www.heppenheim.de/fileadmin/rathausonline/Presse/2010-11-11_p_01_Frei_leben_ohne_Gewalt_Programm.pdf

    zum frauenhaus bergstrasse gehts hier lang: http://www.frauenhaus-bergstrasse.de/de/kontakt.htm

    zu terre des femmes: http://frauenrechte.de/online/index.php

    Zwangsverheiratung kommt ins Strafgesetzbuch_aber Verschlechterung beim eigenständigen Aufenthaltsrecht der Ehegatten

    folgenden Artikel haben wir auf der internet Seite von terre des femmes  gefunden. >>frauenrechte.de >>Es wäre schön, wenn du, verehrter Leser, dich gegen die Verschlechterung des eigenständigen Aufenthaltsrecht der Ehegatten engagieren würdest:

     26.10.2010: Ein Jahr länger in der Ehehölle – Aufenthaltsrecht soll mit Gesetzesänderung gegen Zwangsheirat verschäft werden

    Tübingen/Berlin. Seit heute ist es offiziell: Das Bundeskabinett beschloss am heutigen Mittwoch ein Gesetzespaket gegen Zwangsverheiratung. Darin soll die Zwangsverheiratung als eigener Straftatbestand ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden. Gleichzeitig enthält das Paket eine Erhöhung des eheabhängigen Aufenthaltsrechts (Ehebestandszeit) von zwei auf drei Jahre. 

    TERRE DES FEMMES kritisiert aufs Schärfste, dass die Verbesserungen für Betroffene von Zwangsheirat eine gravierende Verschlechterung beim eigenständigen Aufenthaltsrecht für nachgezogene Ehegatten mit sich bringt. 

    Stellungnahme des Forums Menschenrechte zu den geplanten Gesetzesänderungen (pdf)

    „Ein wahrer Kuhhandel“, so Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. „Schon heute bleiben viele dieser Frauen aus Angst vor einer Abschiebung in einer ungewollten und gewalttätigen Ehe. Sie erleben tagtäglich Gewalt und Unterdrückung. Und jetzt soll dieses Martyrium auch noch verlängert werden?“

    Zwar soll eine Frau, die im Ausland gegen ihren Willen festgehalten und dort verheiratet wird, in Zukunft über einen längeren Zeitraum die Möglichkeit haben, nach Deutschland zurückzukehren. Im Gegenzug muss eine andere Frau, die für eine Heirat nach Deutschland gekommen ist, jetzt noch ein Jahr länger mit einem gewalttätigen Partner aushalten. Eine im jetzigen Gesetz enthaltene Härtefallregelung soll dies zwar verhindern, doch die Praxis zeigt eine andere Realität: Die Gewaltsituation ist schwer zu beweisen und wird vor Gericht oft angezweifelt.

    TERRE DES FEMMES fordert deshalb die Umsetzung der geplanten Verbesserungen zur Zwangsverheiratung sowie ein eigenständiges Aufenthaltsrecht von EhepartnerInnen ab dem Zeitpunkt der Eheschließung. „Alles andere wäre Augenwischerei und eine Politik zu Lasten von MigrantInnen“, so Irmingard Schewe-Gerigk, Vorstandsvorsitzende von TERRE DES FEMMES. 

    Auch das Forum Menschenrechte, einem Netzwerk von mehr als 50 deutschen Nichtregierungsorganisationen, dem auch TERRE DES FEMMES angehört, spricht sich gegen die Erhöhung der Ehebestandszeit aus.

    Nachfragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an
    TERRE DES FEMMES, Rahel Volz oder Myria Böhmecke,
    Tel. 07071/7973-0 oder per email: ehrverbrechen@frauenrechte.de

    zum thema auch: http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2010/1104/thema_2.jsp

    ein verbessertes flüchtlingsrecht für frauen fordert schon lange proasyl: neues flüchtlingsrecht 12-05-2007

    ähnliche themen auf diesem blog: http://ffduseh.wordpress.com/category/fluchtmigrationmultikulti/feed/

    Verstossen Einstellungsbedingungen für Streetworker möglicherweise gegen das AGG

    Wie im u.a. morgenweb vom 25.11.2010 zu lesen war, sucht die Caritas im Auftrage der Stadt Heppenheim  nach einem streetworker. ( morgenweb)

    Laut morgenweb machte jetzt die Stadtverordnete Gabriele Kurz-Ensinger im Finanzauschuss der Stadt darauf aufmerksam, dass in der neuerlichen Ausschreibung die “Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche und eine positive Grundeinstellung zur katholischen Kirche“ verlangt werden. Eine problematische Vorgabe, müsste sich der „Streetworker“ doch nicht zuletzt mit muslimischen Jugendlichen beschäftigen.  …………..

    Der Ausschreibungstext könnte gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstossen.  Zwar enthält auch das  AGG Ausnahmevorschriften für kirchliche Einrichtungen. Ob diese Ausnahmen auch dann greifen, wenn eine kirchennahe Organisation im Auftrag einer Gebietskörperschaft tätig wird, die ihrerseits an das AGG gebunden ist, erscheint aber fraglich. 

    In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass das Arbeitsgericht Hamburg im Jahre 2007 einer muslimischen Bewerberin in erster Instanz rechtgegeben hat, die vom Diakonischen Werk unter Hinweis auf ihre Religionszugehörigkeit abgelehnt worden war. Die Muslimin wollte als Integrationslotsin arbeiten. Das hat zumindest spiegel online  berichtet.  Allerdings hat die Bewerberin den Prozess in zweiter Instanz wohl aus anderen Gründen verloren (focus online).

    verwandtes thema: http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsrecht_der_Kirchen

    EuGH Urteil zur Begrenzung der Arbeitszeit von Feuerwehrleuten und zu Ersatzansprüchen

    Wie unter anderem beck – online berichtet, hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) im Falle eines Feuerwehrmannes aus Halle entschieden, dass auch für Feuerwehrleute eine 48 Stunden – Woche gilt. (Az.: C-429/09).  Als Fahrzeugführer beim Brandschutz musste der Mann laut Dienstplan über Jahre hinweg im Schnitt pro Woche 54 Stunden arbeiten. Das ist deutlich länger als die 48-Stunden-Woche, die die EU-Arbeitszeitrichtlinie erlaubt.  Sie schreibt vor, dass die Arbeitszeit in einem Zeitraum von sieben Tagen einschließlich Bereitschaftsdienst, Arbeitsbereitschaft und Überstunden im Schnitt nicht über 48 Stunden liegen darf. Für die rechtswidrig abgeleistete Mehrarbeit verlangte der verbeamtete Mann eine Entschädigung, was die Stadt Halle ablehnte. Die Richter des Verwaltungsgerichts in Halle waren der Auffassung, dass dem Mann nach nationalem Recht kein Anspruch zustehe, legten aber die Frage dem EuGH zur Prüfung vor, der jetzt eine Anspruch auf angemessene Entschädigung oder Freizeitausgleich aufgrund des europäischen Rechts grundsätzlich bejahte.

    mehr bei: beck – online  beck-online   und beim  EuGH  siehe zur Entscheidung auch  dbb, siehe auch Darstellung der  EU-Arbeitszeitrichtlinie bei:  wikipedia  und  http://de.wikipedia.org/wiki/Bereitschaftsdienst  mehr infos zur Arbeitszeitrichtlinie und zur opt out Regelung auch bei : http://www.dielinke-europa.eu/article/7258..html

    Streik der Hebammen

     

    Rollenspiele, Sprechchöre und Trillerpfeifen: Mit Aktionen vor mehreren Krankenhäusern haben die freien Hebammen in Berlin am Dienstag auf ihrem Streik aufmerksam gemacht. Rund 640 freie Geburtshelferinnen legten für zwei Tage die Arbeit nieder. «Wir müssen soviel verdienen, dass wir auf eine 40-Stunden-Woche kommen und davon leben können», sagte Ulrike von Haldenwang vom Berliner Hebammenverband. Prominente Unterstützung erhielten die Hebammen von der schwangeren SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles.

    Bei den Aktionen am Dienstag hätten die Frauen unter anderem die Situation einer Schwangeren nachgespielt, die ohne Hebamme auskommen muss. Während des zweitägigen Streiks finden keine Hausgeburten, Beratungen oder Kurse statt. Freie Hebammen arbeiten nach Verbandsangaben bis zu 60 Stunden in der Woche. Im Schnitt kommen sie auf einen Stundenlohn von 7,50 Euro. «Als ersten Schritt» fordern die Geburtshelferinnen für jede Leistung 20 bis 30 Prozent mehr Geld.

    video: http://www.tvbvideo.de/video/iLyROoafZxFm.html  und: hebammenprotest auf facebook

    2010-12-03 Bundestagsdebatte zur Neuberechnung der Hartz IV Regelsätze

    live ab 9:00 h CET auf SWR cont.ra

    hier der link :   http://www.swr.de/contra/-/id=7612/nid=7612/did=1824898/pv=mplayer/1b6yapb/index.html

    oder im radio: MW  AM   1017  kHz

    Ist die Hölle leer _ die Allversöhnunglehre

    In Leserbriefen an das Starkenburger Echo wird derzeit die Frage aufgeworfen, ob die Hölle leer sei. Wir haben dazu recherchiert und u.a. den nachfolgend dokumentierten Beitrag von Christoph Schluep-Meir aus dem Jahre 2005 gefunden.:

    Die Lehre von der Allversöhnung ist eine der umstrittensten in der Kirche. Ketzerei oder grösste Hoffnung des Glaubens? Ein Plädoyer für eine zu Unrecht verfemte Vorstellung.

    Die Hölle ist leer!

    von Christoph Schluep-Meier*

    Verdammungen, Kirchenspaltung und Scheiterhaufen verfolgen sie seit Jahrhunderten, die Lehre von der Allversöhnung. Schon Origenes, Kirchenvater der Antike (184–254 n.Chr.), lehrte die Lehre von der Wiederbringung aller Dinge, dass am Ende der Zeit alles zu Gott zurückgeführt wird, auch die Ungläubigen. Anstoss dazu gegeben hat Paulus: «Wenn dem Sohn aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei.» (1 Ko 15, 28) Origenes wurde für diese Lehre verdammt.

    Geheime Verbreitung – Geheime Zustimmung

    Später fand die Allversöhnung Vertreter unter den Pietisten, allerdings nur unter der Hand: «Ein Ochs, wer sie nicht kennt, und ein Esel, wer sie lehrt.» Der Theologe Emil Brunner war ihr zugeneigt, auch der Theologe Karl Barth bekundete Sympathien: «Ich lehre sie nicht, aber ich lehre sie auch nicht nicht.» Selbst in der EMK finden sich etliche AnhängerInnen, aber meist nur im Geheimen, denn für viele ist sie noch immer eine arge Ketzerei, die biblisch nicht belegt ist. Aber das täuscht: Neben der Korintherstelle redet vor allem Kol 1, 20 eine deutliche Sprache: «Es gefiel Gott, die ganze Fülle in Christus wohnen zu lassen und durch ihn alles mit sich zu versöhnen, … sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist.» (Vgl. auch Phil 2, 9 und Eph 1, 9 f.) Es stimmt, dass Aussagen zum Gericht über die Ungläubigen in der Bibel viel weiter verbreitet sind, aber wenn wir die Bibel nicht nur wörtlich, sondern ernst nehmen, dann muss jede Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt hin geprüft werden.

    Allversöhnung – Was ist das?

    Allversöhnung lehrt, dass Gott das, was er anfängt, auch zu Ende führt. Wenn Gott aus lauter Liebe Menschen schafft, dann lässt er sie am Ende der Zeit nicht fallen, selbst wenn sie sich von ihm abgewandt haben. Er bleibt ihr Vater und sie seine Kinder.Denn in Christus versöhnt Gott die
    Welt (2 Ko 5, 18; Joh 3, 16) gegen all ihren Widerstand, und selbst wenn er dazu die absolute Gottesferne auf sich nehmen und bis in die tiefsten Tiefen des Todes vordringen muss. Gilt dieser Tod nur für die Frommen? Oder anders gefragt: Ist es denk- und glaubbar, dass Gott das Kreuz auf sich nimmt, um dann trotzdem die grosse Mehrheit der Menschen zu verwerfen, weil sie nicht glauben? Die Hölle wäre um ein Tausendfaches grösser als der Himmel – können wir das im Ernst glauben wollen?

    Die Hölle ist leer

    Auf der anderen Seite: Können wir an eine Allversöhnung glauben im Angesicht des millionenfachen Mordes an den Juden im Zweiten Weltkrieg? Können wir als Christen annehmen, dass sogar Massenmörder wie Hitler in den Himmel kommen und nicht auf ewig in der Hölle schmoren? Die Tauglichkeit einer Theorie zeigt sich dann, wenn sie auch Extremfällen standhält, also zum Beispiel Hitler, Stalin und andere bluttriefende Tyrannen. Wohlgemerkt: Die Allversöhnung behauptet nicht, dass alle «einfach so» gerettet werden, denn das wäre nicht Gnade, sondern lediglich Gleichgültigkeit Gottes. Davon ist nicht die Rede, sondern davon, dass Gott in Christus am Kreuz endgültig gesiegt hat und es keinen Ort mehr gibt, über den er nicht herrschen würde. Mit anderen Worten: Es gibt eine Hölle, aber sie ist leer. Denn Gott bleibt bei seiner Liebe, auch wenn sie abgewiesen wird, und er bleibt beharrlich bei seinen Menschen, selbst wenn diese ebenso beharrlich Nein sagen. Er bleibt ihnen so verbunden, dass er sie am Ende der Zeit zu sich zurückführt und sie zu denen macht, als die er sie eigentlich gedacht hat. Hitler kommt also nicht «einfach so» in den Himmel, sondern erst, wenn er von all dem, was ihn von Gott trennt, gereinigt ist. Gott gibt ihn nicht auf, denn er ist und bleibt sein Vater, sondern er läutert ihn, bis er bestehen kann. Das mag schmerzhaft sein, und das mag sehr lange dauern – Gott kommt trotzdem an sein Ziel. Selbst im für uns unvorstellbaren Fall Hitlers.

    Kritische Anfragen

    Gegen die Allversöhnung wird häufig behauptet, dass sie zu moralischer Gleichgültigkeit führe, weil jeder unabhängig von seiner Lebensweise in den Himmel komme. Das trifft jedoch lediglich für Menschen zu, die nur aus Angst vor der Hölle gut leben und nicht, weil ein gutes Leben auch ein wahres Leben ist. Das Argument sticht nicht. Ebenso fraglich ist die Behauptung, Gott habe uns den freien Willen gegeben und respektiere unseren Entschluss für oder gegen ihn. Aber haben wir diese Wahlfreiheit wirklich? Sind wir immer frei in der Entscheidung, niemals gebunden in unserer sozialen Realität, in unserer Biographie, in unseren Phantasien und Lüsten? Und haben wir uns damals wirklich selbst für den Glauben entschieden, oder war es nicht eher der Geist Gottes, der dieses Ja in uns geschaffen hat? Ich glaube, dass die Vorstellung einer völligen Entscheidungsfreiheit eine Illusion ist – wir sind immer auf die Gnade Gottes angewiesen. Und schliesslich wird gefragt, wer wir denn seien, dass wir uns über das Wort Gottes in der Bibel stellen dürften. Aber wer sind wir denn, dass wir uns und unsere Vorstellungen von Gnade und Gerechtigkeit über Gott stellen? Ist es wirklich Gottes Wille, dass alle Sünder gnadenlos verloren sind? Es ist oft erschreckend, mit welcher eisernen Konsequenz ChristInnen die Ungläubigen in die Hölle wünschen.

    Allversöhnung ist Freiheit

    Allversöhnung im Sinne der Wiederbringung aller Menschen zu Gott würde Freiheit bedeuten: Freiheit in der Mission, weil sie frei von Angst vor Verdammung nicht mehr bekehrungsfixiert sein muss, sondern frei und gnädig vom grossen Ja Gottes für die Menschen reden kann. Das scheint mir überzeugender zu sein. Freiheit auch im Umgang mit dem eigenen Scheitern: Was in meinen Händen zerbrochen ist, ist mein Ende, nicht aber Sein Ende. Gerade auch dann, wenn ich durch mein Leben und Werken andere Menschen vom Evangelium abgehalten habe. Und Freiheit schliesslich auch in der grenzenlosen Hoffnung für die Millionen von Menschen, die nicht glauben, unter ihnen viele unserer besten Freunde, vielleicht sogar unsere Eltern, Geschwister, unsere eigenen Kinder. Hoffnung, dass ihr Nein immer im Licht des vorgängigen Ja Gottes steht. Und genau hierhin gehört die Allversöhnung: Sie ist Ausdruck frömmster Hoffnung und innigsten Gebets. Hoffen und beten, dass Christus das letzte Wort der Gnade spricht. Denn grössere Hoffnung kann niemand haben als die, dass Gott auch die ärgsten Sünder zu sich zurückzuführen vermag. Das wäre echte Feindesliebe.

    *Christoph Schluep ist Pfarrer in Zürich 4

    quelle : http://kundw.umc-europe.org/2005/februar/24-01.php 

    die gegenposition: http://kundw.umc-europe.org/2005/maerz/10-01.php

    siehe auch: wikipedia_allaussöhnung

    es darf diskutiert werden

    Deutscher Menschenrechtsfilmpreis

    die Preisträger: http://menschenrechts-filmpreis.de/index.php?id=236

    1. Preis Kategorie Profi

    Iran Elections 2009
    Ali Samadi Ahadi, Dokumentation, 52 Min., WDR/arte

     

     

    1. Preis Kategorie Filmhochschule

    Talleres Clandestinos
    Catalina Molina, Drama, 40 Min.

     

     

    1. Preis Kategorie Amateur

    Reise ohne Rückkehr – Endstation Frankfurter Flughafen
    Güclü Yaman, Dokumentarspiel, 25 Min.

     

     

    1. Preis Kategorie Kurzfilm/Magazin

    Wegschauen und vertuschen?
    Markus Schmidt, Markus Zeidler,  Dokumentation, 10 Min., WDR

     

     

    1. Preis Kategorie Bildungspreis

    Rückkehr ins Elend – Abschiebung der Roma ins Kosovo
    Martina Morawietz, Reportage, 15 Min., ZDF

    Min Dit _ Die Kinder von Diyarbakir

    Min Dit – The Children of Diyarbakir – Fragman – Official Trailer

    More Videos & Games at AsikOldum.Com

    quelle: http://www.asikoldum.com/3CRlIzLcV8A/Min-Dit-The-Children-of-Diyarbakir-Fragman-Official-Trailer.izle


    Der Film lief u.a. bei den Deutsch Türkischen Filmtagen in Stuttgart; siehe auch :  http://www.dtf-stuttgart.de/ und http://www.swr.de/international/tr/-/id=233354/nid=233354/did=7167618/n5ku6e/index.html

    MİN DÎT – Ben Gördüm · Die Kinder von Diyarbakır

    D 2009, 102′, OmdU
    Regie/Yönetmen: Miraz Bezar
    Darsteller/Oyuncular: Şenay Orak, Muhammed Al, Hakan Karsak

    Die zehnjährige Gülistan wächst in den 1990er Jahren mit ihren Geschwistern in Diyarbakır auf. Ihr Vater gerät als regimekritischer Journalist ins Visier der paramilitärischen Todesschwadronen. Eines Nachts werden die Eltern vor den Augen ihrer Kinder erschossen. Gülistan, ihr Bruder Fırat und das Baby sind von nun an auf sich alleine gestellt. Miraz Bezar erzählt eine beklemmende und authentische Geschichte mit beeindruckenden Nachwuchstalenten.

    ……………………..

    Film faili meçhul cinayetlerle kararan geçmişimize bir ışık tutmaya çalışıyor. Daha da önemlisi, küçük bir kızın, yaşadığı bütün olumsuzluklara rağmen şiddete nasıl karşı durduğunu gösteriyor. Anne-babaları öldürülünce on yaşındaki Gülistan’la kardeşlerine teyzeleri sahip çıkar. Teyze de ortadan kaybolunca çocuklar sokakta yaşamaya başlar, ta ki anne-babalarının katiliyle karşılaşıncaya dek.

    Regierungspräsident genehmigt 2 umstrittene Grosswindkraftanlagen auf der Neutscher Höhe

    Echo online berichtete gestern, dass der RP zwei 140 Meter hohe Windkraftanlagen auf der sogenannten Neutscher Höhe genehmigt hat und dies obwohl die Gemeinde Modautal ihr Einvernehmen versagt habe.
    Die Windkraftanlagen sollen in der Gemarkung Ober-Beerbach enstehen und werden von der Firma 3P Windenergie errichtet.  Drei halb so hohe Windräder stehen bereits entlang der Hutzelstraße. Nach Mitteilung des RP seien keine schädlichen Umweltauswirkungen und sonstige Gefahren zu befürchten…….. ( mehr bei: echo online).

    wer selbst auf  der Neutscher Höhe recherchieren möchte der findet bei laufblog einen Tourenvorschlag.

    Ähnliche Pläne des Unternehmens haben in Heppenheim eine heftige Kontroverse ausgelöst, die wir teilweise dokumentiert haben.  Wer sich dafür interessiert, sollte anklicken bei:  windparks heppenheim . Dann müsst ihr euch durchscrollen. Bequemer gehts mit :  http://ffduseh.wordpress.com/category/windparks_-heppenheim/feed/ Technische Details zu den geplanten Anlagen der 3P und grundsätzliche Überlegungen zur Windkraftnutzung findet ihr auf der Seite http://www.simon-ing.de im Download-Bereich. Wer speziell die Auseinandersetzung um den Standort  Neutscher Höhe weiterverfolgen will,  kann auch die Seite neutsch.de anklicken, die ständig aktualisiert wird. Eher skeptisch beurteilt wurde die Möglichkeit kurzfristig ganz auf Erneuerbare Energiequellen umzusteigen bei einer Veranstaltung der FDP Bensheim ; mehr dazu bei:  echo-online_nicht nur wind und sonne

    Wikipedia zu WikiLeaks

    Am Thema wikileaks kommt zur Zeit niemand vorbei. Die Meinungen darüber, wie die Tätigkeit der Organisation zu bewerten sei, gehen weit auseinander. Sie gehen – überspitzt formuliert - von leuchtendes Beispiel für investigativen Journalismus bis zu kriminelle Vereinigung. Einen guten Überblick über das was WL wirklich  ist bzw. tut findet ihr bei wikipedia. Wir dokumentieren den entsprechenden Artikel als Auszug. Durch einen Klick auf  http://de.wikipedia.org/wiki/WikiLeaks gelangt ihr direkt zum Wikipedia - Original – Dokument mit zahlreichen  Querverweisen. Das was wir hier heute dokumentieren, kann morgen schon wieder überholt sein, da die Seite ständig neu bearbeitet wird.  Wer mit seiner Unterschrift gegen die zahlreichen Versuche von Regierungen und Firmen, WikiLeaks mundtot zu machen, protestieren will, kann ggf. bei Avaaz.org eine Petition online zeichnen. Die Organisation will wohl Zeitungsanzeigen in grossen amerikanischen Zeitungen schalten.  

    was wikipedia heute unter anderem schreibt……………………….. 

    <<Rezeption und Kontroversen

    ……………..Nach Tracy Schmidt vom Nachrichtenmagazin Time könnte sich WikiLeaks zu einem ebenso wichtigen journalistischen Werkzeug wie der Freedom of Information Act entwickeln.[60] WikiLeaks selbst betrachtet sich auch als Zulieferer für investigativen Journalismus.[9]

    Der Politikwissenschaftler Hans J. Kleinsteuber hält WikiLeaks für eine nützliche Erfindung, da „viele Verfahren viel zu intransparent sind“. Als Mächtiger habe man ein Interesse, sich hinter schützenden Barrieren zu verschanzen und tue alles dafür, den Ruf des Denunzianten in der Öffentlichkeit zu verunglimpfen.[61] Historisch wichtige Publikationen wie die Pentagon-Papiere werden in Kommentaren immer wieder als Beispiele für die Wichtigkeit solcher investigativer Veröffentlichungen genannt, und auch viele Stellungnahmen und Kommentare greifen frühere zu diesen Papieren geäußerte Positionen auf.[62]

    Thomas Thiel kritisierte in der FAZ die Anonymität und die fehlende Kontrolle von WikiLeaks. Dort würden auch klar als Fälschung erkennbare Dokumente veröffentlicht.[63] WikiLeaks argumentiert, dass diese Dokumente von Anfang an klar als Fälschung markiert gewesen seien und ein öffentliches Outing der Dokumente im Kontext anderer Information wichtig sei. Nach selbigem Prinzip wurde auch ein als gefälscht erkannter angeblicher AIDS-Test des Apple CEO Steve Jobs, der in Börsenkreisen zur Manipulation des Apple-Aktienkurses genutzt wurde, publiziert und öffentlich als Fälschung entlarvt.[64]

    Nach Angaben von WikiLeaks werden dort eingestellte Dokumente durch Investigativjournalisten untersucht. Dies beinhalte die Prüfung auf Authentizität, „Mittel, Motiv und Gelegenheit“ wie auch das Vermerken etwaiger Verdachtsmomente gegen die Authentizität eines Dokuments. Bis heute sei diesem Prozess kein Fehler nachgewiesen worden. Die weitere Prüfung der Dokumente erfolge in der Regel durch das Aufgreifen und die Analyse der Dokumente durch die etablierte Presse.[65]

    Die Federation of American Scientists lehnte WikiLeaks’ Einladung, dem Beirat beizutreten, ab und begründete dies wie folgt: „Durch das Fehlen verantwortlicher redaktioneller Kontrolle können Veröffentlichungen sehr einfach zu einem Akt der Aggression oder einer Aufwiegelung zur Gewalt führen, nicht zu erwähnen den Eingriff in die Privatsphäre oder den Angriff auf den guten Geschmack.“ Die Federation verweist weiter auf den Unterschied zwischen der unerlaubten Veröffentlichung von vertraulichen Dokumenten eines autoritären Staates und denen eines demokratischen Rechtsstaates. Die Bürger von demokratischen Staaten würden über Grundrechte verfügen, mit denen sie ihre Rechte geltend machen könnten. Ebenfalls wird auf die Gefahr von Missbräuchen hingewiesen, da jedermann anonym ungeprüfte Dokumente veröffentlichen könne.[66]

    Die US-Regierung warf WikiLeaks vor, dass durch die Veröffentlichung von Militärdokumenten die Sicherheit der Soldaten gefährdet würde. Personen, die WikiLeaks geheime militärische Dokumente zugänglich machen, machen sich u. a. in den USA ggf. des Hochverrats und weiterer Anklagepunkte schuldig. Die Zeit wertete: „Als die Hacker-Organisation Ende 2006 gegründet wurde, sah sie sich als Anwalt der Menschheit. […] Aus der internationalen Mission ist ein Informationskrieg gegen die USA geworden.“[67]

    Weitere Kommentatoren äußern, es handele sich tatsächlich um einen neuartigen fundamentalen Konflikt um eine Hegemonie der Informationsverbreitung, bei dem bisherige Strukturen und Machtverhältnisse gegen Veränderungen kämpfen, die die digitale Öffentlichkeit mit sich bringe.[68] „The most obvious lesson is that it represents the first really sustained confrontation between the established order and the culture of the internet.“ (John Naugthon) [69]  >>>>>>>>

    Hausgeburt?, tut mir leid junge Frau…….

     

    mehr bei Hebammenprotest auf facebook

    Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks und die Pressefreiheit

    Am 15.12.2010 veröffentlichten mehrere deutsche Medien einen Appell zum Schutz der  Pressefreiheit. Wir dokumentieren hier den Text, den wir bei FR – online gefunden haben, 

    zur Quelle:   fr-online.de/politik/spezials/wikileaks  

    „Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks 

    Die Frankfurter Rundschau, die Berliner Zeitung, die Wochenzeitung Der Freitag, der Tagesspiegel und die tageszeitung (Berlin), unterstützt von der europäischen Menschenrechtsorganisation ECCHR und dem Perlentaucher, veröffentlichen zeitgleich diesen Appell gegen die Angriffe auf  Wikileaks

    Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen / Artikel 19: „Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“

    1. Die Angriffe auf Wikileaks sind unangebracht

    Die Internet-Veröffentlichungsplattform Wikileaks steht seit der Veröffentlichung der geheimen Botschaftsdepeschen der USA unter großem Druck. In den USA werden die Wikileaks-Verantwortlichen als „Terroristen“ bezeichnet, es wird sogar ihr Tod gefordert. Große internationale Unternehmen wie MasterCard, PayPal und Amazon beenden ihre Zusammenarbeit mit Wikileaks – ohne dass eine Anklage gegen die Organisation vorliegt, geschweige denn eine Verurteilung. Gleichzeitig wird die technische Infrastruktur von Wikileaks anonym über das Internet attackiert.

    Dies sind Angriffe auf ein journalistisches Medium als Reaktion auf seine Veröffentlichungen. Man kann diese Veröffentlichungen mit gutem Grund kritisieren. Aber wir wenden uns gegen jede Form der Zensur durch staatliche oder private Stellen. Wenn Internetunternehmen ihre Marktmacht nutzen, um ein Presseorgan zu behindern, käme das einem Sieg der ökonomischen Mittel über die Demokratie gleich. Diese Angriffe zeigen ein erschreckendes Verständnis von Demokratie, nach dem die Informationsfreiheit nur so lange gilt, wie sie niemandem weh tut.

    2. Publikationsfreiheit gilt auch für Wikileaks

    Die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbriefte Publikationsfreiheit ist eine Grundlage der demokratischen Gesellschaften. Sie gilt nicht nur für klassische Medien wie Zeitungen oder Fernsehanstalten. Das Internet ist eine neue Form der Informationsverbreitung. Es muss den gleichen Schutz genießen, wie die klassischen Medien. Längst hätte es einen weltweiten Aufschrei gegeben, wenn die USA ein Spionage-Verfahren gegen die New York Times, einen finanziellen Kreuzzug gegen den Spiegel oder einen Angriff auf die Server des Guardian führen würden.

    3. Recht auf Kontrolle des Staates

    Die Kriminalisierung und Verfolgung von Wikileaks geht über den Einzelfall hinaus. Die Veröffentlichung als vertraulich eingestufter Informationen in solchen Mengen soll verhindert werden. Denn die Menge an Dokumenten liefert der Öffentlichkeit einen weit tieferen Einblick in staatliches Handeln als bisherige Veröffentlichungen in klassischen Medien.

    Der Journalismus hat nicht nur das Recht, sondern die Aufgabe, den Staat zu kontrollieren und über die Mechanismen des Regierungshandelns aufzuklären. Er stellt Öffentlichkeit her. Ohne Öffentlichkeit gibt es keine Demokratie. Der Staat ist kein Selbstzweck und muss eine Konfrontation mit den eigenen Geheimnissen aushalten. Wir, die Initiatoren und Unterzeichner, fordern, die Verfolgung von Wikileaks, die dem Völkerrecht zuwiderläuft, zu stoppen.

    Wir fordern alle Staaten und auch alle Unternehmen auf, sich diesem Feldzug gegen die bürgerlichen Rechte zu widersetzen. Wir fordern alle Bürger, bekannt oder unbekannt, in politischen Positionen oder als Privatpersonen, auf, für die Einstellung der Kampagne gegen die Meinungs- und Informationsfreiheit aktiv zu werden.  Wir laden alle ein, sich an dem Appell für die Medienfreiheit zu beteiligen.

    Klicken Sie dazu auf diesen  Link oder tippen Sie http://bewegung.taz.de/aktionen/4wikileaks/beschreibung in die Adresszeile Ihres Browsers – auf der „Plattform für Veränderung“ der taz können Sie Ihre Unterschrift abgeben, um unseren Appell und Wikileaks zu unterstützen…………………………“


    mehr zum thema auf diesem blog : wikileaks bei wikipedia   siehe auch:  stern.de: es ist toll wieder die frische luft von london zu riechen  mehr infos zu wikileaks auch bei : http://www.guardian.co.uk/media/wikileaks  us airforce betreibt zensur: http://sueddeutsche.de/politik/usa ……was schreibt die  New York Times ?  was schreibt der spiegel: http://www.spiegel.de/thema/wikileaks/

    Die Bücher im roten Regal

    http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/kreis/Die-Buecher-im-roten-Regal;art1145,1455678 

    HEPPENHEIM. 

     

    In der Vorweihnachtszeit wird mancher Überlegungen anstellen, ob er das Buch, das er zum Geburtstag bekam, ungelesen für Tante oder Schwiegermutter auf den Gabentisch legen soll. Nur wenige wissen, dass es noch eine andere Möglichkeit gibt: Die Begegnungsstätte des Roten Kreuzes hat in Kooperation mit dem Förderverein für Demokratie und soziales Engagement Heppenheim an der Werlestraße 5 begonnen das »Feuerrote Öffentliche Bücherregal« zu bestücken. 

    In dieses Regal kann jeder kostenlos und nach Herzenslust stöbern und lesen und dabei essen und trinken. Die Bücher können mitgenommen oder getauscht werden. Das System funktioniert durch die soziale Kontrolle der Benutzer. Bücher pornografischen, rassistischen und politisch extremen Inhalts haben in dem Regal allerdings keinen Platz, wie die Initiatoren schreiben. 

    Bewährt habe sich das System in Berlin, Bonn, Frankfurt, Frankenberg, Hannover, Mainz, Marburg, Münster, Neustadt und Wiesloch. 

    Hellmut HC Rüstow vom Förderverein führte aus, dass bald ein weiteres Feuerrotes öffentliches Bücherregal in Bensheim – im Mehrgenerationenhaus – aufgestellt werden soll. Weitere Installationen dieser Art werden folgen. 

    Kontakt

    Gaby Schüßler, DRK-Migrationsberatung, Telefon 06252 689174, Hellmut HC Rüstow, Förderverein für Demokratie und soziales Engagement Heppenheim , Telefon 06252 1242331, DRK-Begegnungsstätte, Werléstraße 5, Heppenheim.

     

    Schenken ohne List

    Schenken
    Joachim Ringelnatz (1883-1934)

    Schenke groß oder klein,
    Aber immer gediegen.
    Wenn die Bedachten
    Die Gaben wiegen,
    Sei dein Gewißen rein.
    Schenke herzlich und frei.
    Schenke dabei
    Was in dir wohnt
    An Meinung, Geschmack und Humor,
    So daß die eigene Freude zuvor
    Dich reichlich belohnt.
    Schenke mit Geist ohne List.
    Sei eingedenk,
    Daß dein Geschenk
    Du selber bist.

    in diesem Sinne:

    Schöne Festtage

     

    Der Geisterbus

    Seit 12.12. 2010 hat Heppenheim einen Stadtbus (Linie 679 im VRN Fahrplanheft; flyer als pdffahrplan). Es hat allerdings den Anschein, dass die neue Einrichtung von den Bürgern bislang wenig angenommen wird. Der ehemalige Bürgermeister Obermayr spricht in einer Stellungnahme für die Presse ( siehe Starkenburger Echo vom 20.12.2010) gar von einem Geisterbus. Laut Obermayr fährt der Bus in einer achtförmigen Schleife Bereiche an, die meist in fünfzehn Minuten (vormachen, Herr Alt-Bürgermeister!) zu Fuss zu erreichen wären. Ausserdem bestünden bereits Busverbindungen (gemeint ist wohl vor allem die VRN Linie 669 Alsbach – Heppenheim und retour mit zahlreichen Haltestellen im Stadtgebiet; siehe auch: fahrplan als pdf). Obermayr bemängelt, dass der Stadtbus nicht zur Fahrt in die Innenstadt einlade. So sei der Parkhof ( aus verkehrstechnischen Gründen) als Haltestelle ausgespart worden. Hingegen erleichtere er die Fahrt zu den Märkten in der Tiergartenstrasse. Auch von den Senioren wird der Bus offenbar nicht angenommen. Obwohl der Stadtbus stündlich das Haus Johannes anfahre, will dort der Ex – Bürgermeister nie einen Fahrgast gesehen haben.  Die Zukunft des seniorengerechten Nahverkehrs, so Obermayr, müsse anders aussehen. Schliesslich bemängelt der Ex-Bürgermeister auch die Kosten des Projekts. Zu seiner Amtszeit habe man die Kosten für die Stadtbuslinie auf jährlich EUR 450.000 geschätzt, was schliesslich dazu geführt habe, von der Realisierung Abstand zu nehmen.

    auch auf diesem blog: öffentlicher nahverkehr im kreis bergstrasse

    Veröffentlicht in öpnv, Stadtbus. Kommentar schreiben »

    Die CGZP kann keine Tarifverträge schliessen

    Dies hat das Bundesarbeitsgericht am 14.12.2010 beschlossen. (Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 14. Dezember 2010 – 1 ABR 19/10 -
    Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 7. Dezember 2009 – 23 TaBV 1016/09 -)
    In einer Presseerklärung des Gerichts heisst es dazu:  Die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) ist keine Spitzenorganisation, die in eigenem Namen Tarifverträge abschließen kann. Sie erfüllt die hierfür erforderlichen tarifrechtlichen Voraussetzungen nicht. Tarifverträge können auf Arbeitnehmerseite nur von einer tariffähigen Gewerkschaft oder einem Zusammenschluss solcher Gewerkschaften (Spitzenorganisation) abgeschlossen werden. Soll eine Spitzenorganisation selbst als Partei Tarifverträge abschließen, muss das zu ihren satzungsmäßigen Aufgaben gehören (§2 Abs. 3 TVG). Dazu müssen die sich zusammenschließenden Gewerkschaften ihrerseits tariffähig sein und der Spitzenorganisation ihre Tariffähigkeit vollständig vermitteln. Dies ist nicht der Fall, wenn die Befugnis zum Abschluss von Tarifverträgen durch die Spitzenorganisation auf einen Teil des Organisationsbereichs der Mitgliedsgewerkschaften beschränkt wird. Zudem darf der Organisationsbereich einer Spitzenorganisation nicht über den ihrer Mitgliedsgewerkschaften hinausgehen.

    Das gemeinsam von ver.di und dem Land Berlin eingeleitete Beschlussverfahren betrifft die Feststellung der Tariffähigkeit der im Dezember 2002 gegründeten CGZP. Deren alleinige satzungsmäßige Aufgabe ist der Abschluss von Tarifverträgen mit Arbeitgebern, die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung betreiben wollen. Für diesen Bereich sind Tarifverträge auch für Nichtgewerkschaftsmitglieder von Bedeutung. Nach §9 Nr 2 AÜG haben Leiharbeitnehmer während der Zeit ihrer Überlassung an einen Entleiher Anspruch auf die dort geltenden wesentlichen Arbeitsbedingungen. Von diesem Gleichbehandlungsgebot kann zu Lasten der Leiharbeitnehmer nur durch einen Tarifvertrag oder aufgrund vertraglicher Bezugnahme auf einen Tarifvertrag abgewichen werden.

    Die Vorinstanzen haben festgestellt, dass die CGZP nicht tariffähig ist. Die dagegen gerichteten Rechtsbeschwerden hat der Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts zurückgewiesen. Die CGZP ist keine Spitzenorganisation nach § 2 Abs. 3 TVG, weil sich ihre Mitgliedsgewerkschaften (CGM, DHV und GÖD) nicht im Umfang ihrer Tariffähigkeit zusammengeschlossen haben. Außerdem geht der in der Satzung der CGZP festgelegte Organisationsbereich für die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung über den ihrer Mitgliedsgewerkschaften hinaus.

    pressemitteilung Nr. 93/10 

    stellungnahme von ver.di zum Beschluss des BAG

    ver.di hat zwischenzeitlich eine hotline geschaltet um Leiharbeitnehmer besser beraten zu können, die aufgrund des BAG – Beschlusses Lohnnachforderungen geltend machen wollen, mehr dazu: http://www.dernewsticker.de/news.php?id=201034&i=lntbgf

    Genossenschaft will Energiewende voranbringen

    Wie Echo – Online am 18.12.2010 berichtet, wurde in Heppenheim von elf Personen , begleitet von einem Unterstützerkreis die Energiegenossenschaft Starkenburg gegründet.  Die „Bürgergenossenschaft“ wolle die regenerative Energieerzeugung in der Region voranbringen. Durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen könne jeder Bürger der Region Mitglied werden und damit von den gemeinsamen Projekterlösen profitieren. Ein weiteres Finanzierungselement seien Kredite, die die Mitglieder direkt an die Genossenschaft geben – für ein exakt definiertes regeneratives Energieprojekt mit einer zuvor kalkulierten Rendite. Nach der Eintragung durch das Registergericht werde die Energiegenossenschaft Starkenburg eG im Januar mit der Arbeit beginnen. Ein erstes Grossprojekt sei die Erweiterung der Windraftanlage auf der Neutscher Höhe im Kreis Darmstadt-Dieburg. Eines der beiden Windräder – Kosten: 3,5 Millionen Euro – solle von der Genossenschaft finanziert werden. Der Rotor soll bis zu zwei Megawatt Strom liefern. Laut Vorstandsmitglied Jost hoffen die Mitglieder der Genossenschaft, dass sich die Bürger, die im Raum Neutsch wohnen, dem Projekt als Genossen anschließen. Die Windkraftanlage, die seit Mitte der neunziger Jahre aus drei Rotoren gebildet wird, steht auf der Neutscher Höhe. Zwei neue Anlagen sollen in der Gemarkung Ober-Beer bach entstehen, einem Ortsteil von Seeheim-Jugenheim. Im benachbarten Neutsch gibt es Protest. Neutsch gehört zu Modautal. Die neugegründete Genossenschaft will aber mehr. In ihrem bei der Gründungsversammlung beschlossenen Leitbild wird unter anderem als Ziel formuliert, die Region zu Hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen zu versorgen.  

    quelle und mehr: http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/kreis/Energie-aus-dem-Ehrenamt;art1145,1453506 und : http://www.energiestark.de/ und:   http://ffduseh.wordpress.com/category/erneuerbare-energien/feed/ und : Stadtparlament Heppenheim 19:17 für erneuerbare lies auch :  http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/heppenheim/Windtechnik-Firma-ESM-zieht-nach-Heppenheim;art1245,985398

    BA Vorstand Alt will im Umgang mit Langzeitarbeitslosen neue Wege gehen

    Wie welt-online berichtet will die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Umgang mit Langzeitarbeitslosen laut Vorstand Heinrich Alt neue Wege gehen.  Alt wörtlich: „Die Zahl der Ein-Euro-Jobs wird künftig heruntergefahren“. Arbeitslose sollten  intensiver betreut und vermittelt werden. Im Aufschwung müssten alle Kräfte auf eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt konzentriert werden.

    Für diejenigen Betroffenen, die keine Chance mehr auf eine reguläre Stelle hätten, sollte es einen zweiten „sozialen“ Arbeitsmarkt geben. Auch diese schätzungsweise 200 000 bis 300 000 Arbeitslosen sollten ein Angebot bekommen. Laut welt-online verwies Alt beispielhaft auf staatlich geförderte Integrationsbetriebe. Alt wörtlich: „Viele Menschen wären glücklich über eine einfache Tätigkeit.“ Das Beispiel der Behindertenwerkstätten zeige, dass es durchaus möglich sei, dass Menschen mit schweren Handicaps in die Arbeitswelt integriert werden könnten.

    Zur besseren Umsetzung des Konzepts des „Förderns und Forderns“ verwies der BA-Vorstand auch auf Trainingszentren nach niederländischem Vorbild. Dort müssten sich Arbeitslose jeden Morgen melden. Sie erhielten dort Unterstützung bei Bewerbungen, werden weitergebildet oder arbeiten dort in öffentlichen Arbeitsgelegenheiten. Mit diesem Konzept könne man auch die Schwarzarbeit unter Hartz-IV-Empfängern wirksam bekämpfen, habe Alt gesagt.

    quelle und mehr: http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article11855810/Trainingszentren-fuer-Langzeitarbeitslose.html

    Anmerkung: Im Kreis Bergstrasse ist für die Betreuung der Langzeitarbeitslosen nicht die BA zuständig sondern Neue Wege; Beiträge zu Neue Wege finden Sie auf diesem blog unter : http://ffduseh.wordpress.com/category/neue-wege/feed/bzw.: http://ffduseh.wordpress.com/category/neue-wege/   Kritisch zum sogenannten Zweiten Arbeitsmarkt Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern

    Schnee





     


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    Nein zu Hitler! Ausstellung in HD noch bis 30.01.2011

    Nein zu Hitler!

    Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften in Verfolgung, Widerstand und Exil 1933 – 1945

    Die Wanderausstellung nahm im Jahr 2008 die 75-jährige Wiederkehr der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 zum Anlass, an den sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Widerstand und auch an die Verfolgungen zu erinnern, denen Mitglieder beider Organisationen im Dritten Reich ausgesetzt waren.

    Für die deutsche Sozialdemokratie und die Freien Gewerkschaften stellt das Jahr 1933, die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur und die Zerschlagung der Organisationen der Arbeiterbewegung, die tiefste Zäsur in ihrer Geschichte dar. Dass es SPD und Gewerkschaften dennoch gelang, in der Illegalität Widerstandsstrukturen aufzubauen und vom Exil aus ihre politische Arbeit fortzusetzen, ist das Verdienst tausender Mitglieder, die bereit waren, dafür Freiheit und Leben zu riskieren.

    Die Ausstellung wurde 2008 vom Historischen Forschungsinstitut der FES entwickelt, um anlässlich der 75-jährigen Wiederkehr der Machtergreifung der Nationalsozialisten an Widerstand und Verfolgung von Mitgliedern der SPD und der Freien Gewerkschaften zu erinnern. Seit Herbst 2008 konnte die Ausstellung bereits an verschiedenen Orten in Deutschland gezeigt werden. Sie besteht aus 40 Tafeln und mehr als 250 Exponaten, von denen ein großer Teil aus den Beständen des Archivs der sozialen Demokratie der FES stammt, und gliedert sich in drei große Themenblöcke:

    • Frühjahr 1933: Unterdrückung von Sozialdemokratie und Freien Gewerkschaften
    • Die Formierung des Widerstands und die Rolle des Exils bis zum Kriegsbeginn
    • Widerstand und programmatische Diskussion im Krieg. Als durchgängiges Gestaltungselement wird die Geschichte des Widerstands anhand von Porträts und den Lebenswegen einzelner Personen exemplarisch veranschaulicht.
    • quelle und mehr: http://www.fes.de/inhalt/ausstellungen/nein_zu_hitler.htm 
     
     zum thema machtergreifung auch:wikipedia   und: spiegel special geschichte 1 / 2008 zum thema widerstand auch: FES Portal zur Ge-schichte der deutschen Arbeiter-bewegung:  Widerstand, Opposition und Exil im Nationalsozialismus

     7.12.2010 – 30.1.2011: Heidelberg

    Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte
    Pfaffengasse 18
    69117 Heidelberg

    Öffnungszeiten:

    Die. – So. 10.00 – 18.00 Uhr
    Do. 10.00 – 20.00 Uhr

    wegbeschreibung und mehr:  cityguide

     
         

    Christen und Muslime im Gespräch

     

    Don’t ask, Don’t tell abgeschafft

    Es ist ein historischer Schritt für Schwule in den USA, schreibt zeit online:  Präsident Barack Obama hat ein Gesetz unterzeichnet, das bekennenden Homosexuellen künftig den Dienst in den Streitkräften erlaubt. Nach monatelangem, heftigen Ringen habe der Kongress nunmehr eine Regelung von 1993 abgeschafft, die offen homosexuelle Soldaten aus den Streitkräften verbannte ( auch bekannt als don`t ask, dont tell). Rund 14.000 Armeeangehörige seien in den vergangenen 17 Jahren wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen worden.

    Obama erfüllt – laut zeit onlie -  mit der Änderung eines seiner größten Wahlkampfversprechen. Er setzte sie gegen massiven Widerstand auf republikanischer Seite durch und feierte damit auch einen persönlichen Erfolg. Während der Unterzeichnung würdigte er „alle Patrioten“, die wegen ihrer sexuellen Orientierung die Uniform an den Nagel hätten hängen müssen.

    Die Aufhebung des Schwulen-Banns stärke die nationale Sicherheit und entspreche den amerikanischen Idealen. „Ihr Land braucht Sie“, sagte Obama.

    quelle und mehr: zeit online 23-12-2010  lies auch: http://stars and stripes: tears and cheers as Obama signs historic DADT repeal 22-12-2010  ausserdem :  DADT bei wikipedia DADT bei wikipedia

    Forscherteam der HU überprüft die Thesen Thilo Sarrazins

    quelle und mehr : http://www.hu-berlin.de/pr/nachrichten/nr1101/nr_110107_01   und http://www.heymat.hu-berlin.de/
    Die 70-seitige Veröffentlichung ist online abrufbar.
    Das an der Humboldt-Universität zu Berlin am Institut für Sozialwissenschaften angesiedelte Forschungsprojekt „Hybride Europäisch-Muslimische Identitätsmodelle“ (HEyMAT), das von der Volkswagen-Stiftung finanziert wird, hat ein Dossier veröffentlicht, das sich mit den Thesen von Thilo Sarrazin beschäftigt.
    Im Dossier mit dem Titel „Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand“ werden zentrale Thesen Thilo Sarrazins zu Muslimen in Deutschland auf der Basis von empirischem Datenmaterial und wissenschaftlichen Studien kritisch überprüft.

    Insbesondere das 7. Kapitel „Zuwanderung und Integration“ in Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ wird aufgearbeitet. Einzelne Textpassagen und Zitate aus anderen Kapiteln seines Buches sowie explizite Aussagen zu „Muslimen“ in Interviews fanden hierbei ebenfalls Berücksichtigung.
    In der nun vorliegenden, knapp 70 Seiten umfassenden Veröffentlichung wurden sowohl die Daten des Mikrozensus 2008 und 2009 im Hinblick auf die Thesen Thilo Sarrazins untersucht als auch 20 repräsentative Studien der renommiertesten deutschen Forschungseinrichtungen berücksichtigt und analysiert. Dabei erfolgte die Interpretation des Datenmaterials überwiegend in enger Absprache mit den Autoren der jeweiligen Studien.
    Die Daten stammen u.a. aus Studien des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dem Statistischen Bundesamt (Destatis) und dem Bundesinnenministerium (BMI). Wissenschaftlich fundierte Studien wie etwa das Jahresgutachten des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Migration und Integration (SVR), Analysen von Forschungszentren wie dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld oder Forschungsergebnisse namhafter Stiftungen sind ebenfalls zentraler Bestandteil der Analysen.

    Die Quellen werden im Dokument selbst ausführlich zitiert und die Analysen werden mit Aussagen aus dem Buch „Deutschland schafft sich ab“ in Bezug gesetzt. Dabei stehen Thilo Sarrazins Thesen über „die Muslime“ wahlweise auch über „die Türken und Araber“ den Ergebnissen der verwendeten Studien teilweise diametral entgegen. Der Fokus des Dossiers liegt auf der Entkräftung der Thesen und den Schlussfolgerungen Thilo Sarrazins.

    In ihrer Veröffentlichung weisen die Autoren darauf hin, dass es sich nicht um eine Beschönigung von bestehenden Problemen der „Integration“ handelt, sondern die bestehende – vielfach wissenschaftlich dokumentierte – positive Entwicklung der „Integrationsdynamik“ stärker in den öffentlichen Diskurs Eingang finden muss. Es soll vermieden werden, diese „Integrationserfolge“ bewusst zu marginaliseren, um die langjährige Arbeit in der Politik, der Wissenschaft und im sozialen Bereich nicht zu gefährden.

    Die Verföffentlichung „Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand“ (Hg. Naika Foroutan, Korinna Schäfer, Coskun Canan, Benjamin Schwarze, unter Mitarbeit von Damian Ghamlouche, Monika Roth und Sina Arnold) kann über die Homepage http://www.heymat.hu-berlin.de/kostenlos abgerufen und als Printversion bei Amazon erworben werden.


    mehr infos : IG Metall: sarazins zahlen stimmen nicht  und  zeit-online: die anti sarrazzin studie sowie: frankfurter rundschau : kleine und grosse korrekturen auch:  http://www.spiegel.de/thema/thilo_sarrazin/dossier.rss  siehe auch.  faz net: wie man deutschland wieder schön rechnen kann und swr interview mit dr. klaus bade zu sarrazins thesen und  WDR presseclub, links zum thema integration


    auf diesem blog: http://ffduseh.wordpress.com/category/turkische-eltern-legen-grossen-wert-auf-bildung/

    Weltreligionen im musikalischen Trialog

    über eine ähnliche Veranstaltung in Bleibach:http://www.badische-zeitung.de/kreis-emmendingen/friedlicher-dreiklang–8384779.html

    über Irith Gabriely:

    http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/lorsch/Irith-Gabriely-feiert-in-Lorsch-Geburtstag;art1247,513536

    über Riad Kheder;

    http://www.op-online.de/nachrichten/egelsbach/trommel-transfer-weltkulturen-374332.html

    über den veranstalter:

    http://www.lernmobil-viernheim.de/aktuelles/veranstaltungen/index.html

       

    13-01-2011 Gründung Bergsträsser Sozialforum _ Aufruf

    .
    Andere Wege – Erwerbsloseninitiative Bergstraße  
     
     
     

    Einladung zur Gründung eines Bergsträßer Sozialforums  

    Wir erleben gegenwärtig den größten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik.
    Die angekündigten Sparpläne der Regierung werden das Existenzminimum vieler Menschen weiter gefährden und die Spaltung der Gesellschaft fortsetzen. An der Bergstraße sind die vom Jobcenter übernommenen Mieten für Arbeitslose zu niedrig. Betroffene müssen von ihren 360 Euro Arbeitslosengeld teilweise bis 100 Euro abzwacken müssen, um die Differenz zu decken. Im Bensheimer Hallenbad gelten Ermäßigungen für Schüler, Studenten und Behinderte, nicht aber für Arbeitslose. Im Gesundheitsbereich steigen die Kosten, und viele Rentner sind nicht mehr in der Lage, sich ausreichend medizinisch zu versorgen. In der Schulstadt Bensheim steht Jugendlichen trotz jahrelanger Versprechungen immer noch kein Jugendzentrum zur Verfügung. Es gibt mehr Beispiele. Zu befürchten ist, dass diese Dinge sich nicht bessern, sondern stetig verschlechtern werden. Manche Ursachen sind in der Bundespolitik zu suchen und regional nur schwer zu ändern. Vieles lässt sich aber auf kommunaler Ebene erfolgreich angehen – wir haben diesbezüglich gute Erfahrungen gemacht. Noch mehr durchsetzen lässt sich, wenn sich Gruppen aus dem Sozialbereich zusammenschließen. Deshalb möchten wir ein Bergsträßer Sozialforum ins Leben rufen, ähnlich dem „Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit“.
    Ziel ist nicht, als Sozialforum allgemeine Statements zu verfassen, sondern konkrete, an der Bergstraße vorhandene Probleme anzupacken. Welche genau das sind, ergibt sich aus der Arbeit der mitwirkenden Gruppen, die am besten wissen, wo in ihrem Arbeitsbereich Defizite bestehen. Wir rufen alle sozial engagierten und karitativ arbeitenden Gruppen zur Mitarbeit auf und freuen uns über alle, die kommen. Um parteipolitische Vereinnahmung zu vermeiden, möchten wir auf die Mitarbeit von Parteien verzichten.

    Termin: 13. Januar (Donnerstag), 19 Uhr

    Ort: Bensheimer Bahnhofsgaststätte „Chateau“ (direkt im Bahnhof)  
     
    Weblog: http://anderewege.wordpress.com/ | Kontakt: andere-wege@die-optimisten.net 

     
     
     
     
     
     

     

     
     

     

    Kompetente Eltern fallen nicht von den Bäumen

    text gefunden bei SWR cont.rahttp://www.swr.de/contra/programm/-/id=1285138/nid=1285138/did=7475584/1f1obgf/Lerncoach Mama, Lerncoach Papa

    Wie Eltern für den Schulerfolg ihrer Kinder trainieren
    Von Silvia Plahl

    Viele Eltern sind unzufrieden. Sie fürchten, das deutsche Bildungswesen werde den gesellschaftlichen Anforderungen nicht mehr gerecht. Die Lehrer seien überfordert, die Schulen schlecht ausgestattet und die Politik kümmere sich nicht darum. Zwei Fachleute nehmen jetzt aber gerade die Eltern selbst in die Pflicht. Der ehemalige Rektor Adolf Timm und der Autor der Shell Jugendstudien, Professor Klaus Hurrelmann, reisen mit ihren „Gesetzen des Schulerfolgs“ durch Deutschland. Ihrer Ansicht nach müssen auch die Eltern üben, wenn ihre Kinder in der Schule erfolgreich sein sollen. Mama und Papa sollen lernen, die Arbeitsbereitschaft der Kinder zu steigern und Schulkrisen gemeinsam zu meistern. Das Elterntraining nach Timm und Hurrelmann baut auf den Erkenntnissen aus Hirnforschung und Psychologie, Medizin und bildenden Künsten auf. Die Botschaft: Eltern und Lehrer sind Partner, aber Eltern haben mehr Einfluss auf den Schulerfolg der Kinder als Lehrer und Unterricht zusammen.

    mehr zum buch und rezenssionen bei amazon: http://www.amazon.de/Die-Gesetze-Schulerfolgs-Fortbildungsbuch-Eltern/dp/3780010119/ref=cm_cr_pr_pb_i mehr zum thema http://www.elterntraining-schulerfolg.de/verwandte Themen: http://ffduseh.wordpress.com/category/turkische-eltern-legen-grossen-wert-auf-bildung/

    http://ffduseh.wordpress.com/2011/01/09/forscherteam-der-hu-uberpruft-die-thesen-thilo-sarrazins/

    Privat krankenversicherte Bezieher von Arbeitslosengeld II haben Anspruch auf Beiträge in voller Höhe

    aus einer Pressemitteilung des Bundessozialgericht

    Der 4. Senat des Bundessozialgerichts hat am 18. Januar 2011 im Verfahren B 4 AS 108/10 R ent­schieden, dass der als selbständiger Rechtsanwalt tätige und privat krankenversicherte Kläger im streitigen Zeitraum des Jahres 2009 von dem Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende die Übernahme seiner Beiträge zur privaten Krankenversicherung in voller Höhe verlangen kann. Der Kläger konnte nicht mehr ‑ wie nach der Rechtslage bis zum 31. Dezember 2008 ‑ als Bezieher von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II automatisch Mitglied der ge­setzlichen Krankenversicherung werden, sondern musste seine private Krankenversicherung mit einer Beitragsbelastung in Höhe von 207,39 Euro aufrecht erhalten. Eine ausdrückliche Regelung dazu, wie der offene Beitragsanteil auszugleichen ist, findet sich im SGB II nicht. Insofern besteht eine gesetzesimmanente Regelungslücke im Sinne einer planwidrigen Unvoll­ständig­keit der gesetzlichen Vorschriften. Den Gesetzesmaterialen zu dem GKV-Wettbewerbs-Stär­kungs­gesetz lassen sich keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass der Gesetzgeber den privat krankenversi­cherten Beziehern von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II bewusst und gewollt einen von ihnen finanziell nicht zu tragenden Beitragsanteil belassen wollte. Die schriftlich niedergelegten Motive enthalten Hinweise auf einen „bezahlbaren Basistarif“ und dies berücksichti­gende Regelungen, die sicherstellten, dass „die Betroffenen finanziell nicht überfor­dert würden“. Auch der weitere Regelungszusammenhang spricht für eine gesetzesimmanente Lücke, weil Beiträge für freiwillig krankenversicherte Leistungsempfänger in vollem Umfang und Beiträge zur privaten Kran­kenversicherung in Fallgestaltungen ganz übernommen werden, in denen dadurch der Eintritt einer Hilfebe­dürftigkeit nach dem SGB II vermieden werden kann. Schließlich wäre das verfassungsrechtlich garantierte Existenzminimum privat versicherter SGB II-Leistungsempfänger betroffen, wenn die von ihnen geschuldeten Beiträge zur privaten Krankenversi­cherung nicht vom Träger der Grundsicherung übernommen würden. Die planwidrige Regelungslücke bei der Tragung von Beiträgen zur privaten Krankenversicherung ist ‑ hinsichtlich der offenen Bei­tragsanteile ‑ daher durch eine analoge Anwendung der Regelung für freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Personen zu schließen. Hieraus ergibt sich eine Verpflichtung des Beklagten zur Übernahme der Beiträge in voller Höhe.


    Das Finanzportal biallo berichtet dazu ergänzend:

    Rückwirkende Erstattung ab Januar 2009

    Hartz-IV-Bezieher, die einen Großteil ihrer Prämien bislang selbst zahlen mussten bzw. Schulden angehäuft haben, können nun mit einer rückwirkenden Erstattung der ausstehenden Gelder rechnen, so Anja Huth von der Bundesagentur für Arbeit. Soweit die Entscheidung über die Anträge der Betroffenen noch nicht rechtskräftig ist, würden die Ämter in jedem Fall von sich aus rückwirkend ab Januar 2009 die ausstehenden Beiträge für die Zeit des Hartz-IV-Bezugs überweisen.

    PKV-Versicherte, die sich bislang nicht per Widerspruch und Klage gewehrt haben, müssen gegebenenfalls einen sogenannten Überprüfungsantrag (nach Paragraf 44 des zehnten Sozialgesetzbuchs) stellen. Die Bundesagentur für Arbeit und das Bundesarbeitsministerium prüfen derzeit jedoch, ob auch in diesen Fällen von Amts wegen – und ohne besonderen Antrag – rückwirkend die fälligen Nachzahlungen übernommen werden.

    Anrechnung von Elterngeld bei Hartz IV _Rechtsmittel

    Anrechnung von Elterngeld:

    Musterklage von „TuWas“

    Das Arbeitslosenprojekt TuWas der Fachhochschule Frankfurt am Main hat einen Musterwiderpruch und eine Musterklage gegen die Anrechnung des Elterngeldes bei Hartz IV entwickelt. Beim Elterngeld werden Erziehende und Kinder unterschiedlich behandelt – je nach sozialem Status. Das ist politisch ein Skandal und kann auch verfassungswidrig sein. Die Initiative will ausdrücklich nicht die Erwartung wecken, schnell höhere Leistungsansprüche für Betroffene erreichen zu können. Ulrich Stascheit, einer der Urheber, schreibt dazu: „Wie stets gibt es keine Garantie, dass ein Sozialrichter die Sache dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) vorlegt; und erst recht keine, dass das BVerfG die Anrechnung des Elterngeldes auf das Alg II kippt. Aber einen Versuch, diese Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen, jedenfalls sie nicht mit dem Mantel des Schweigens zuzudecken, ist es allemal wert.“ Wir finden die Initiative ausgesprochen unterstützenswert und die Klage gut begründet und verbreiten die Materialien des Projekts TuWas daher gerne. Das Projekt gibt auch den leitfaden  für Arbeitslose und zum Arbeitslosengeld II (Fachhochschulverlag) heraus. 

    Der Widerspruch ist knapp gehalten; denn der SGB II-Leistungsträger muss das Gesetz befolgen und kann dem Widerspruch nicht abhelfen. Er kann auch nicht das BVerfG anrufen. Deshalb lohnt es nicht, den Widerspruch ausführlich verfassungsrechtlich zu begründen. Der Widerspruch ist nur aus verfahrensrechtlichen Gründen notwendig, um eine zulässige Klage erheben zu können.

    quelle und Muster: http://www.elo-forum.org/infos-abwehr-behoerdenwillkuer/68533-elterngeld-musterklage-tuwas.html

    Neonazi verlässt das Amtsgericht ohne Strafe

    so die Schlagzeile eines Artikels in der RNZ vom 04.02.2011 /Auszug:

    ……….Heidelberg. (cum) Sechs Stunden Verhandlung, 15 geladene Zeugen, Lücken in der Beweisführung, am Ende eine Verfahrenseinstellung und eine Geldstrafe: Wie schwer sich die Justiz damit tut, Neonazis mit rechtlichen Mitteln beizukommen, zeigte gestern ein Prozess vor dem Heidelberger Amtsgericht.

    Im Oktober vor dreieinhalb Jahren verteilten der NPD-Funktionär Christian H. und drei weitere Aktivisten aus der rechten Szene vor der Eberbacher Realschule so genannte Schulhof-CDs der NPD und Exemplare der rechten Jugendzeitschrift „Perplex“.

    Die Aktion richtete sich gegen einen Heidelberger, der in Eberbach kurz zuvor seinen Dienst als Lehrer angetreten hatte. Der Mann war wegen seiner Mitgliedschaft in der linksgerichteten Antifaschistischen Initiative Heidelberg vom Land über mehrere Jahre hinweg die Einstellung verweigert worden. Über das „Berufsverbot“ des „linken Lehrers“ wurde bundesweit berichtet. Erst nach zähem Rechtsstreit bekam dieser recht. Seinen Frieden bekam er damit nicht. Kaum im Dienst, kreuzten die Rechten an seiner Schule auf………………quelle und mehr RNZ

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    Kirche 2011 : Ein notwendiger Aufbruch

    04.02.2011 : Memorandum von Theologieprofessoren und -professorinnen zur Krise der katholischen Kirche

    (wir dokumentieren die Erklärung von 144 TheologInnen)

     Gut ein Jahr ist vergangen, seit am Berliner Canisius-Kolleg Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen durch Priester und Ordensleute öffentlich gemacht wurden. Es folgte ein Jahr, das die katholische Kirche in Deutschland in eine beispiellose Krise gestürzt hat. Das Bild, das sich heute zeigt, ist zwiespältig: Vieles ist begonnen worden, um den Opfern gerecht zu werden, Unrecht aufzuarbeiten und den Ursachen von Missbrauch, Verschweigen und Doppelmoral in den eigenen Reihen auf die Spur zu kommen. Bei vielen verantwortlichen Christinnen und Christen mit und ohne Amt ist nach anfänglichem Entsetzen die Einsicht gewachsen, dass tief greifende Reformen notwendig sind. Der Aufruf zu einem offenen Dialog über Macht- und Kommunikationsstrukturen, über die Gestalt des kirchlichen Amtes und die Beteiligung der Gläubigen an der Verantwortung, über Moral und Sexualität hat Erwartungen, aber auch Befürchtungen geweckt: Wird die vielleicht letzte Chance zu einem Aufbruch aus Lähmung und Resignation durch Aussitzen oder Kleinreden der Krise verspielt? Die Unruhe eines offenen Dialogs ohne Tabus ist nicht allen geheuer, schon gar nicht wenn ein Papstbesuch bevorsteht. Aber die Alternative: Grabesruhe, weil die letzten Hoffnungen zunichte gemacht wurden, kann es erst recht nicht sein. Die tiefe Krise unserer Kirche fordert, auch jene Probleme anzusprechen, die auf den ersten Blick nicht unmittelbar etwas mit dem Missbrauchsskandal und seiner jahrzehntelangen Vertuschung zu tun haben. Als Theologieprofessorinnen und -professoren dürfen wir nicht länger schweigen. Wir sehen uns in der Verantwortung, zu einem echten Neuanfang beizutragen: 2011 muss ein Jahr des Aufbruchs für die Kirche werden. Im vergangenen Jahr sind so viele Christen wie nie zuvor aus der katholischen Kirche ausgezogen; sie haben der Kirchenleitung ihre Gefolgschaft gekündigt oder haben ihr Glaubensleben privatisiert, um es vor der Institution zu schützen. Die Kirche muss diese Zeichen verstehen und selbst aus verknöcherten Strukturen ausziehen, um neue Lebenskraft und Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen. Die Erneuerung kirchlicher Strukturen wird nicht in ängstlicher Abschottung von der Gesellschaft gelingen, sondern nur mit dem Mut zur Selbstkritik und zur Annahme kritischer Impulse – auch von außen. Das gehört zu den Lektionen des letzten Jahres: Die Missbrauchskrise wäre nicht so entschieden bearbeitet worden ohne die kritische Begleitung durch die Öffentlichkeit. Nur durch offene Kommunikation kann die Kirche Vertrauen zurückgewinnen. Nur wenn Selbst- und Fremdbild der Kirche nicht auseinanderklaffen, wird sie glaubwürdig sein. Wir wenden uns an alle, die es noch nicht aufgegeben haben, auf einen Neuanfang in der Kirche zu hoffen und sich dafür einzusetzen. Signale zu Aufbruch und Dialog, die einige Bischöfe während der letzten Monate in Reden, Predigten und Interviews gesetzt haben, greifen wir auf. Die Kirche ist kein Selbstzweck. Sie hat den Auftrag, den befreienden und liebenden Gott Jesu Christi allen Menschen zu verkünden. Das kann sie nur, wenn sie selbst ein Ort und eine glaubwürdige Zeugin der Freiheitsbotschaft des Evangeliums ist. Ihr Reden und Handeln, ihre Regeln und Strukturen – ihr ganzer Umgang mit den Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche – stehen unter dem Anspruch, die Freiheit der Menschen als Geschöpfe Gottes anzuerkennen und zu fördern. Unbedingter Respekt vor jeder menschlichen Person, Achtung vor der Freiheit des Gewissens, Einsatz für Recht und Gerechtigkeit, Solidarität mit den Armen und Bedrängten: Das sind theologisch grundlegende Maßstäbe, die sich aus der Verpflichtung der Kirche auf das Evangelium ergeben. Darin wird die Liebe zu Gott und zum Nächsten konkret. Die Orientierung an der biblischen Freiheitsbotschaft schließt ein differenziertes Verhältnis zur modernen Gesellschaft ein: In mancher Hinsicht ist sie der Kirche voraus, wenn es um die Anerkennung von Freiheit, Mündigkeit und Verantwortung der Einzelnen geht; davon kann die Kirche lernen, wie schon das Zweite Vatikanische Konzil betont hat. In anderer Hinsicht ist Kritik aus dem Geist des Evangeliums an dieser Gesellschaft unabdingbar, etwa wo Menschen nur nach ihrer Leistung beurteilt werden, wo wechselseitige Solidarität unter die Räder kommt oder die Würde des Menschen missachtet wird. In jedem Fall aber gilt: Die Freiheitsbotschaft des Evangeliums bildet den Maßstab für eine glaubwürdige Kirche, für ihr Handeln und ihre Sozialgestalt. Die konkreten Herausforderungen, denen sich die Kirche stellen muss, sind keineswegs neu. Zukunftsweisende Reformen lassen sich trotzdem kaum erkennen. Der offene Dialog darüber muss in folgenden Handlungsfeldern geführt werden.

    1. Strukturen der Beteiligung: In allen Feldern des kirchlichen Lebens ist die Beteiligung der Gläubigen ein Prüfstein für die Glaubwürdigkeit der Freiheitsbotschaft des Evangeliums. Gemäß dem alten Rechtsprinzip „Was alle angeht, soll von allen entschieden werden“ braucht es mehr synodale Strukturen auf allen Ebenen der Kirche. Die Gläubigen sind an der Bestellung wichtiger Amtsträger (Bischof, Pfarrer) zu beteiligen. Was vor Ort entschieden werden kann, soll dort entschieden werden. Entscheidungen müssen transparent sein.

    2. Gemeinde: Christliche Gemeinden sollen Orte sein, an denen Menschen geistliche und materielle Güter miteinander teilen. Aber gegenwärtig erodiert das gemeindliche Leben. Unter dem Druck des Priestermangels werden immer größere Verwaltungseinheiten – „XXL-Pfarren“ – konstruiert, in denen Nähe und Zugehörigkeit kaum mehr erfahren werden können. Historische Identitäten und gewachsene soziale Netze werden aufgegeben. Priester werden „verheizt“ und brennen aus. Gläubige bleiben fern, wenn ihnen nicht zugetraut wird, Mitverantwortung zu übernehmen und sich in demokratischeren Strukturen an der Leitung ihrer Gemeinde zu beteiligen. Das kirchliche Amt muss dem Leben der Gemeinden dienen – nicht umgekehrt. Die Kirche braucht auch verheiratete Priester und Frauen im kirchlichen Amt.

     3. Rechtskultur: Die Anerkennung von Würde und Freiheit jedes Menschen zeigt sich gerade dann, wenn Konflikte fair und mit gegenseitigem Respekt ausgetragen werden. Kirchliches Recht verdient diesen Namen nur, wenn die Gläubigen ihre Rechte tatsächlich geltend machen können. Rechtsschutz und Rechtskultur in der Kirche müssen dringend verbessert werden; ein erster Schritt dazu ist der Aufbau einer kirchlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit.

    4. Gewissensfreiheit: Der Respekt vor dem individuellen Gewissen bedeutet, Vertrauen in die Entscheidungs- und Verantwortungsfähigkeit der Menschen zu setzen. Diese Fähigkeit zu unterstützen, ist auch Aufgabe der Kirche; sie darf aber nicht in Bevormundung umschlagen. Damit ernst zu machen, betrifft besonders den Bereich persönlicher Lebensentscheidungen und individueller Lebensformen. Die kirchliche Hochschätzung der Ehe und der ehelosen Lebensform steht außer Frage. Aber sie gebietet nicht, Menschen auszuschließen, die Liebe, Treue und gegenseitige Sorge in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder als wiederverheiratete Geschiedene verantwortlich leben.

    5. Versöhnung: Solidarität mit den „Sündern“ setzt voraus, die Sünde in den eigenen Reihen ernst zu nehmen. Selbstgerechter moralischer Rigorismus steht der Kirche nicht gut an. Die Kirche kann nicht Versöhnung mit Gott predigen, ohne selbst in ihrem eigenen Handeln die Voraussetzung zur Versöhnung mit denen zu schaffen, an denen sie schuldig geworden ist: durch Gewalt, durch die Vorenthaltung von Recht, durch die Verkehrung der biblischen Freiheitsbotschaft in eine rigorose Moral ohne Barmherzigkeit.

    6. Gottesdienst: Die Liturgie lebt von der aktiven Teilnahme aller Gläubigen. Erfahrungen und Ausdrucksformen der Gegenwart müssen in ihr einen Platz haben. Der Gottesdienst darf nicht in Traditionalismus erstarren. Kulturelle Vielfalt bereichert das gottesdienstliche Leben und verträgt sich nicht mit Tendenzen zur zentralistischen Vereinheitlichung. Nur wenn die Feier des Glaubens konkrete Lebenssituationen aufnimmt, wird die kirchliche Botschaft die Menschen erreichen. Der begonnene kirchliche Dialogprozess kann zu Befreiung und Aufbruch führen, wenn alle Beteiligten bereit sind, die drängenden Fragen anzugehen. Es gilt, im freien und fairen Austausch von Argumenten nach Lösungen zu suchen, die die Kirche aus ihrer lähmenden Selbstbeschäftigung herausführen. Dem Sturm des letzten Jahres darf keine Ruhe folgen! In der gegenwärtigen Lage könnte das nur Grabesruhe sein. Angst war noch nie ein guter Ratgeber in Zeiten der Krise. Christinnen und Christen sind vom Evangelium dazu aufgefordert, mit Mut in die Zukunft zu blicken und – auf Jesu Wort hin – wie Petrus übers Wasser zu gehen: „Warum habt ihr solche Angst? Ist euer Glaube so klein?“

    quelle und mehr: memorandum-freiheit.de

    die stellungnahme von wir sind kirche

    Leiharbeiter haben hohes Armutsrisiko

    das behauptet der DGB , der dazu jüngst eine Studie durchgeführt hat. Wir dokumentieren dazu einen Artikel, den wir auf der Seite mindestlohn.de gefunden haben

    http://www.mindestlohn.de/meldung/dgb-studie-leiharbeiter-haben-hohes-armutsrisiko.print.html

    …“ Leiharbeitskräfte mit einem Vollzeitjob verdienen im Durchschnitt nur etwa halb so viel wie Vollzeitbeschäftigte insgesamt. Das geht aus einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor. Die Lohnkluft zwischen Leiharbeitnehmern und festangestellten Beschäftigten habe sich in den vergangenen Jahren zu Lasten der Leiharbeiter vergrößert und werde noch weiter ansteigen. Bisher erhielten 19,1 Prozent der Leiharbeitskräfte pro Monat mehr als 2.000 Euro pro brutto. In der gesamten Wirtschaft gelte dies hingegen für gut 70 Prozent der Vollzeitbeschäftigten. 2009 verdiente eine Leiharbeitskraft in Westdeutschland durchschnittlich 1.456 Euro brutto im Monat, einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld. In Ostdeutschland lag der Durchschnittslohn einer Leiharbeitskraft sogar nur bei 1.124 Euro brutto. Mehr als zehn Prozent der Leiharbeitnehmer in Westdeutschland und jeder fünfte im Osten hatten trotz Vollzeitarbeit weniger als 1.000 Euro Monat verdient. „Armut trotz Arbeit ist hier an der Tagesordnung, selbst wenn sich Hartz IV eventuell durch einen Zweitjob am Abend oder durch eine Erwerbstätigkeit anderer Familienangehöriger verhindern lässt“, sagte der Arbeitsmarktexperte des DGB, Wilhelm Adamy, der Süddeutschen Zeitung. Im Jahr 2010 waren 92.000 der etwa 900.000 Leiharbeitnehmer in Deutschland zusätzlich auf Hartz IV angewiesen, um irgendwie über die Runden zu kommen. „Das Verarmungsrisiko der Leiharbeiter ist damit fast vier bis fünfmal größer als in der Gesamtwirtschaft“, stellt Adamy fest. Der Arbeitsmarktexperte hat für die DGB-Studie die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf der Grundlage von 500.000 Lohnangaben von Vollzeit-Leiharbeitskräften ausgewertet. ….“

    zum thema auch:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/leiharbeit-streit-um-loehne-gleiche-bezahlung-aber-nicht-doch-1.1052867

    Was ist der Unterschied zwischen Kinderlärm und einem Presslufthammer?

    Wir dokumentieren hier eine Stellungnahme der Senioren Union NRW zur Absicht der Bundesregierung, das Baurecht zu ändern. Die  Stellungnahme hat viel Staub aufgewirbelt, es darf kommentiert werden:

    Senioren-Union kritisiert generelle Zulassung von Kitas in Wohngebieten als verfassungswidrig 09.02.2011 /

     abgelegt unter: Pressemitteilung CDU-Politiker Kuckart verweist auf Artikel 2 des Grundgesetzes: „Nicht nur Kinder haben Rechte, sondern auch ältere Menschen“ Düsseldorf/Berlin.

    Die Senioren-Union in der CDU hat sich dagegen ausgesprochen, künftig innerhalb von reinen Wohngebieten den Bau von Kindertageseinrichtungen grundsätzlich zuzulassen. Der jetzt bekannt gewordene Entwurf von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) für ein neues Bundes-Immissionsschutzgesetz trage bei allem Verständnis für die Belange junger Familien den Ruhe-Bedürfnissen älterer Menschen nicht Rechnung, kritisierte heute in Berlin der stellvertretende Bundesvorsitzende der mit 57.000 Mitgliedern zweitgrößten CDU-Bundesvereinigung, Leonhard Kuckart. Kuckart, der zugleich Landesvorsitzender der Senioren-Union in Nordrhein-Westfalen ist, hält den Gesetzentwurf der Bundesregierung in der jetzt vorliegenden Form sogar für verfassungswidrig. Kuckart erklärte: „Selbstverständlich haben Kinder das Recht zu lärmen und zu toben, aber nicht überall. Die geplante Änderung der Baunutzungsverordnung mit dem Ziel, in reinen Wohngebieten Kindertageseinrichtungen generell zuzulassen, lehnt die Senioren-Union entschieden ab. Nicht nur Kinder haben Rechte, auch ältere Menschen. Dazu gehört nach einem langen Berufsleben oder Leben im Dienste der Familie das Anrecht auf Ruhe und Erholung. Wir wünschen uns eine Lösung, die versöhnt und nicht spaltet. So sympathisch und mit Blick auf die Besorgnis erregende demografische Entwicklung wünschenswert Kinderlärm ist, es kommt jeweils auf die Situation im Einzelfall an. In einem Wohnumfeld mit vielen älteren Menschen müssen die Genehmigungsbehörden auch auf die Interessen der Ruheständler Rücksicht nehmen und diese gegen die Interessen junger Familien abwägen. Das kann im Einzelfall bedeuten, dass die Genehmigung für eine Kita, einen Kindergarten oder einen Spielplatz auch künftig zu versagen ist. Die generelle Zulassung von Kindertageseinrichtungen in reinen Wohngebieten verstößt meiner Überzeugung nach gegen Artikel 2 des Grundgesetzes. Dieser garantiert das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, soweit nicht die Rechte anderer verletzt werden. Der jetzt bekannt gewordene Gesetzentwurf der Bundesregierung trägt nicht zum Zusammenhalt der Generationen bei. Ein Dauerpegel von 90 Dezibel bleibt eine unzumutbare Lärmbelästigung – gleich, ob die Quelle nun sympathisches Kindergeschrei ist oder das Hämmern eines Pressluftbohrers.“

    quelle: http://www.senioren-union-nrw.de/Aktuelles/files/547a2b24ef30d2463853d20a8dc795fc-36.html

    andere ansicht: http://www.fr-online.de/politik/kinderschutzbund-empoert-ueber-cdu-senioren/-/1472596/7177746/-/index.html

    Buchtipp: Desde, Folter und Haft in der Türkei

      Ein Deutscher in den Mühlen der Willkürjustiz

      erscheint im März 2011

      Mehmet Desde: Folter und Haft in der Türkei
     Ein Deutscher in den Mühlen der Willkürjustiz

    Der deutsche Staatsbürger Mehmet Desde fliegt im Juni 2002 in die Türkei. Dort wird er von Beamten einer Antiterroreinheit verhaftet und vier Tage lang unter dem Vorwurf, Mitglied einer illegalen Organisation zu sein, festgehalten und gefoltert. Nach sechsmonatiger Untersuchungshaft in einem Hochsicherheitsgefängnis kommt er wieder frei, darf aber das Land nicht verlassen. In einem unfairen Prozess wird Mehmet Desde hauptsächlich auf der Grundlage von unter Folter erpressten Aussagen schuldig gesprochen. Die juristischen Auseinandersetzungen ziehen sich bis Mai 2007 hin, dann sind alle Rechtsmittel in der Türkei ausgeschöpft und er muss die Haft antreten. Nach einem erzwungenen Aufenthalt von insgesamt sechs Jahren und drei Monaten kann Mehmet Desde im Oktober 2008 wieder nach Deutschland zurückkehren.

    In diesem Buch schildert Mehmet Desde, wie er in die Mühlen der türkischen Willkürjustiz geriet und sich gegen die absurden Vorwürfe der türkischen Polizei zur Wehr setzen musste. Das Buch liefert Informationen aus erster Hand über Folterpraktiken und Haftbedingungen in der Türkei. Ergänzt werden die Schilderungen des Autors durch zahlreiche Sachinformationen. Zudem wird die Frage aufgeworfen, ob die deutsche Regierung genug getan hat, um den deutschen Staatsbürger Mehmet Desde vor Zwangsaufenthalt und Inhaftierung in der Türkei zu bewahren.

    Die Geschichte von Mehmet Desde ist kein Einzelfall. Die Menschenrechtsstiftung der Türkei (TİHV) spricht in ihrem Folteratlas von einer Million Menschen, die seit dem Militärputsch im September 1980 gefoltert wurden. Seit 1990 hat die Stiftung mehr als 10.000 Menschen wegen Folter behandelt. Einer davon war Mehmet Desde.

    http://www.vonloeper.de/index1.html  — > / vorschau


    lies dazu auch: http://www.proasyl.de/de/news/detail-zurueck-zu-home/news/europaeischer_gerichtshof_fuer_menschenrechte_verurteilt_tuerkei_im_fall_mehmet_desde/

     
          

    10 Jahre Fremdenfreundlich _ Initiative feiert Jubiläum

    Starkenburger Echo / echo online vom 18.2.2011

    Die Initiative gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit  im Kreis Bergstrasse wurde vor zehn Jahren gegründet. Zum Jubiläum wird es verschiedene Veranstaltungen geben. Die Intitative formierte sich aus den Mitgliedern eines Gesprächskreises, den der damalige Landrat Norbert Hofmann (SPD) wegen einer wachsenden Anzahl von rechtsextremen und fremdenfeindlichen Vorkommnissen einberief.

    Das Manifest „Kreis Bergstrasse – weltoffen, tolerant, fremdenfreundlich“ mit der Forderung an alle Menschen im Kreis Bergstrasse, sich für ein friedliches Zusamenleben einzusetzen und bei gewalttätigen Vorkommnissen nicht wegzusehen, sondern Hilfe zu leisten, unterzeichneten am 20.Februar 2001 rund 35 Persönlichkeiten.

    Der Jahrestag soll in einer Matinee gewürdigt werden, die am Sonntag, (20.). um 11.30h im Haus der Kirche  in Heppenheim beginnt. Die Festansprache hält Brigitte Paddenberg, Ausländerbeauftragte des Kreises und Erstunterzeichnerin des Manifests. Die Musikschule Heppenheim sorgt für den entsprechenden Rahmen.


     Am Montag (21.) spricht die Politologin, Journalistin und Autorin Andrea Röpke  auf Einladung    der .Initiative über das Buch „Neonazis in Nadelstreifen in der Aula des Starkenburg Gymnasiums in Heppenheim  

      Ch. Links Verlag, Berlin 2008
    ISBN-10 3861534673
    ISBN-13 9783861534679
    Taschenbuch, 208 Seiten, 16,90 EUR

    Klappentext

    In den letzten Jahren konnte die NPD nicht nur Wahlerfolge in Ost und West verbuchen. Gemeinsam mit den außerhalb der Parlamente agierenden „Freien Kameradschaften“ ist es ihr gelungen, vielerorts eine rechte Alltagskultur zu etablieren. Der Grund dafür ist ein politischer Strategiewechsel, mit dem sie sich zugleich ein neues Image zu geben versucht: Sie greift soziale Ängste und regionale Probleme auf, und ihre Mitglieder engagieren sich verstärkt in Vereinen. Dabei stützt sich die NPD auf ein bundesweites Netzwerk von Kameradschaften, Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen sowie Organisationen, die oftmals als scheinbarharmlose Bürgerinitiativen agieren. Doch auch im Gewand des Biedermannes werden die alten völkischen Botschaften verbreitet, hinter der vermeintlichen Bürgernähe steht eine straff geführte Organisation, und die Zahl rechtsextremer Gewalttaten nimmt weiter zu. Dieses Buch gibt einen Überblick und deckt Hintergründe auf.

     mehr zum Buch :  http://www.perlentaucher.de/buch/29468.html


    Lust auf eine kleine Zeitreise?

    Zu den Ereignissen in 2000 / 2001 Im Kreis haben wir auf der Seite www.bergstrasse.de verschiedene Artikel gefunden:

    15.11.2000, Obermayr trickst DVU aus  und 21.11.2000: Kreis tritt dem Verein „Gesicht zeigen…“ bei …..und  16.03.2001 Bisher 260 Unterschriften…. sowie  03.09.2001..Landrat Hofmann: Ein Landkreis setzt Zeichen

    Die Auswahl ist willkürlich und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.




    Versammlungsfreiheit gilt auch im Frankfurter Flughafen

    So heisst es in einer Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts vom 22.2.2011

    Was war geschehen. Im März 2003 hatte die Beschwerdeführerin zusammen mit fünf weiteren Mitgliedern einer Intiative gegen Abschiebungen an einem Abflugschalter des Frankfurter Flughafens Flugblätter verteilt. Die Intiative richtete sich gegen die Abschiebung von Ausländern unter Mitwirkung privater Fluggesellschaften. Die FRAPORT AG, Betreiberin des Flughafens, erteilte daraufhin ein Flughafenverbot und drohte im Wiederholungsfalle Strafantrag wegen Hausfriedensbruch an. Fraport führte unter anderem aus, dass Demonstrationen im Terminal aus Gründen des reibungslosen Betriebsablaufes und der Sicherheit grundsätzlich nicht geduldet werden könnten. Die Beschwerdeführerin klagte gegen das Hausverbot vor dem AG FFM, wurde aber abgewiesen. Die erhobene Verfassungbeschwerde hatte schliesslich Erfolg.

    Der Erste Senat des BVerfG entschied jetzt (1 BvR 699/06) mit 7:1, dass die Beschwerdeführerin in ihren Grundrechten aus Art5 und Art 8 verletzt sei. Nach Ansicht des Gerichts unterliegen auch von von der öffentlichen Hand beherrschte gemischtwirtschaftliche Unternehmen wie der Flughafenbetreiber FRAPORT AG ebenso wie im Alleineigentum des Staates stehende öffentliche Unternehmen, die in den Formen des Privatrechts organisiert sind, einer unmittelbaren Grundrechtsbindung.
     
    Nach Ansicht des Gerichts ist die Versammlungsfreiheit auch nicht auf den öffentlichen Strassenraum begrenzt. Vielmehr verbürge sie die Durchführung von Versammlungen auch an anderen Orten, wo ein öffentliches Unternehmen einen allgemeinen öffentlichen Verkehr eröffnet hat. Wenn heute die Kommunikationsfunktion der öffentlichen Strassen zunehmend durch weitere Foren wie Einkaufszentren oder sonstige Begegnungsstätten ergänzt wird, kann die Versammlungsfreiheit für die Verkehrsflächen solcher Einrichtungen nicht ausgenommen werden.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

     

    Brauchen wir in Hessen eine Schuldenbremse?


    mehr zum Thema (1)  Informationen des Landeswahlleiters zur Volksabstimmung (2) fr online: gewerkschaften gegen schuldenbremse (3) faz net : vollbremsung mit ansage (4) kampagne handlungsfähiges hessen (5) dgb bildungswerk hessen (6)  sozialforum bergstrasse (7) wikipedia: schuldenbremse deutschland)

    Medizinische Versorgung für Menschen ohne Papiere

    Den folgenden Text haben wir auf der Internet-Seite der Bundesärztekammer gefunden.
    http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=3.71.8899.8975.9053


    Europäische Erklärung zur medizinischen Versorgung für Menschen ohne Papiere
    Ende März Übergabe im EU-Parlament
    Berlin, 28.02.2011

    Mit Hilfe der „Europäische Erklärung“ machen Beschäftigte im Gesundheitswesen auf die tagtäglichen Menschenrechtsverletzungen beim Zugang zur Gesundheitsversorgung aufmerksam, die Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung permanent erleben. Seit der europaweiten Veröffentlichung haben über 6000 Gesundheitsorganisationen, MitarbeiterInnen des Gesundheitswesen und BürgerInnen die Erklärung unterschrieben. Zu den Unterzeichnern gehört u.a. der Vorstand der Bundesärztekammer, dem die Präsidentinnen und Präsidenten aller Ärztekammern angehören.

    In den meisten Ländern der Europäischen Union haben Menschen ohne Aufenthaltstitel erhebliche Probleme, Zugang zu adäquater Gesundheitsversorgung zu erhalten. Restriktive Gesetzgebungen, administrative Barrieren und die häufig anzutreffende Diskriminierung der Betroffenen in Einrichtungen des Gesundheitswesens halten viele Menschen ohne Papiere davon ab, sich im Krankheitsfall behandeln zu lassen. Hinzu kommen die Ängste der irregulären MigrantInnen, entdeckt und abgeschoben zu werden. Diese halten sie davon ab, notwendige medizinische Hilfen in Anspruch zu nehmen.

    Ärzte der Welt engagiert sich schon seit langem für einen gleichberechtigten Zugang für Menschen ohne Papiere zur medizinischen Versorgung. Mit der Petition setzt Ärzte der Welt und das europäische HUMA-Netzwerk ein eindeutiges Zeichen und fordert alle Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten auf, die Erklärung zu unterzeichnen.

    Die Petition wurde neben der Bundesärztekammer schon von zahlreichen anderen Verbänden, Organisationen und Einzelpersonen unterzeichnet, u.a. von Tom Königs, MdB (Bündnis 90/ Die Grünen, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe) und Dr. Monika Hauser, Alternative Nobelpreisträgerin 2008, sowie PRO ASYL, IPPNW und VDÄÄ.

    Noch bis zum Mitte März sind alle Gesundheitsberufe aufgerufen, die Europäische Erklärung zu unterschrieben und weiterzuverteilen und sich damit für die bessere Versorgung von irregulären MigrantInnen einzusetzen. Die Erklärung wird dann von den beteiligten Initiatoren in den jeweiligen Heimatländern an die GesundheitsministerInnen übergeben. Des Weiteren findet am 22. März 2011 eine Übergabe der Petition im Europäischen Parlament statt.

    Mehr Informationen zur Europäischen Erklärung:  http://www.huma-network.org/averroes_de/Petitions/Europaeische-Erklaerung-zum-freien-Zugang-zur-medizinischen-Versorgung-fuer-Menschen-ohne-Papiere


    siehe auch  illegalität (jesuiten flüchtlingsdienst) und barmherzigkeit (bischofskonferenz)   und : taz: papierlose bekommen rechte und wikipedia, illegale einwanderung und patienten dritter klasse zum beraterhandbuch illegalität : http://www.caritas.de/47009.html


    Die Maus wird 40 _ wir gratulieren

     

    DRadio / Wissen schreibt: Am 7.März 1971strahlte der WDR zum ersten Mal die “ Lach-und Sachgeschichten“ aus. Erst ein Jahr später wurden sie in „Sendung mit der Maus“ getauft…………..>>>>>>>weiterlesen und podcast hören bei: dradio.de wissen
    mehr zum thema fernsehen für kinder: bundeszentrale für politische bildung: können kinder beim fernshen etwas lernen und : kindernetz: mehr kinder fernsehen und die maus bei wikipedia und wdrmaus.de und: löwenzahn: die kollegen vom zdf und die sesamstrasse bei wikipedia Nur böse Zungen behaupten:Das Durchschnittsalter der Maus -Zuschauer liegt bei 40 Jahren    

     

     

    VG Darmstadt bannt Wahlwerbung

    Presseerklärung des VG Darmstadt

    >>Darmstadt, den 10. März 2011

    Mit Beschluss vom 7. März 2011 hat die u.a. für Straßenrecht zuständige 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Darmstadt im Eilverfahren einen Antrag der Wählergemeinschaft „Leben im Zentrum“, vertreten durch den Bürgermeisterkandidaten Peter Janßen, gegen eine Beseitigungsanordnung der Stadt Heppenheim zurückgewiesen, in der der Wählergemeinschaft aufgegeben worden war, ein über die Bundesstraße 460 (Lorscher Straße) in Heppenheim gespanntes Wahlwerbebanner zu entfernen.

    In den Entscheidungsgründen führt die Kammer aus, zur Anbringung eines solchen Straßenbanners bedürfe es einer straßenrechtlichen Sondernutzungserlaubnis, über die die Antragstellerin jedoch nicht verfüge. Entgegen deren Auffassung umfasse die der Antragstellerin im Rahmen der Kommunal- und Bürgermeisterwahl 2011 erteilte Erlaubnis zur Aufstellung von 75 Wahlwerbeplakaten nicht auch die Erlaubnis zur Anbringung des Straßenbanners. Weiter führt das Gericht aus, das Banner sei nach der im Eilverfahren allein möglichen summarischen Prüfung der Rechtslage voraussichtlich auch nicht genehmigungsfähig; insbesondere habe die Stadt Heppenheim in ihrer Beseitigungsverfügung zu Recht darauf hingewiesen, dass an dem gewählten Standort Gründe der Verkehrssicherheit gegen eine Genehmigungsfähigkeit sprächen.

    Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts kann binnen zwei Wochen nach Zustellung das Rechtsmittel der Beschwerde an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingelegt werden.

    Das Verfahren trägt das Aktenzeichen 4 L 319/11.DA.

    Roland Elser
    stv. Pressesprecher

    Hinweis:
    § 8 Bundesfernstraßengesetz lautet (auszugsweise):
     

    Abs. 1: Die Benutzung der Bundesfernstraßen über den Gemeingebrauch hinaus ist Sondernutzung. Sie bedarf der Erlaubnis der Straßenbaubehörde, in Ortsdurchfahrten der Erlaubnis der Gemeinde. (…)

     

    Abs. 7a: Wird eine Bundesfernstraße ohne die erforderliche Erlaubnis benutzt (…), so kann die für die Erteilung der Erlaubnis zuständige Behörde die erforderlichen Maßnahmen zur Beendigung der Benutzung (…) anordnen. (…) <<

    quelle:  vg darmstadt

    siehe auch:  liz.wghp und: stadt heppenheim   weiter:   ffduseh traffic                                                                       


    Ist Erdgas die bessere Brücke?

     Angesichts der Katastrophe in Japan ist die Atomdebatte neu entbrannt. Von Seiten der Atomenergiebefürworter wurde  immer wieder behauptet, dass diese als Brückentechnologie noch für geraume Zeit benötigt werde. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf eine schon etwas ältere Stellungnahme von greenpeace  auf Basis einer Studie des Wuppertal Institut/

    Erdgas ist der einzige konventionelle Energieträger, der als Brücke ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien noch gebraucht wird. Zu diesem Ergebnis komme eine Studie des Wuppertal Instituts im Auftrag von Greenpeace, die von Greenpeace bereits im August 2010 vorgestellt wurde. Längere Laufzeiten von Atomkraftwerken und der Neubau von Kohlekraftwerken erhöhten nicht nur das Risikopotential dieser Technologien, sie gefährdeten auch massiv den zukunftsfähigen Umbau der Energieversorgung in Deutschland. Greenpeace fordere von der Bundesregierung ein Energiekonzept, dass einen verstärkten Einsatz von Erdgas in Kraft-Wärme-Kopplung, eine Laufzeitverkürzung für Atomkraftwerke bis 2015 und einen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2040 vorsieht. Wer behaupte, Atomkraft sei notwendig und unverzichtbar als Brückentechnologie, der lüge, sagte  Andree Böhling, Energieexperte von Greenpeace. Gas sei der einzige Energieträger, der den Namen Brücke zu den Erneuerbaren Energien verdiene. Atomkraftwerke seien nicht nur gefährlich und teuer. Sie seien auch nicht flexibel regelbar und torpedierten damit den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien! Atomkraft gefährde die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland.“……………..quelle und mehr:  greenpeace: erdgas ist die brückentechnologie


    mehr zum thema und zur situation in japan : wikipedia: laufzeitverlängerung….. und die zeit: spiel gegen die zeit (2010) und :  spiegel: atomausstieg sowie: BUND liveticker Japan und: nano spezial ard und: akwende und http://www.ausgestrahlt.de/ und  SWR Können wir auch ohne (audio) und SWR cont.ra text: intelligente energiepolitik echo online: zwischen tschernobyl und fukushima EnBW: wir fahren neckarwestheim ab und badische zeitung; neckarwestheim ist ein stromfresserauf diesem blog:  erneuerbare energien und hr – online. aus für biblis a ? …SWR 2: tagesgespräch mit klaus töpfer SWR ..Bad Säckingen: proteste gegen pumpspeicherkraftwerk  und http://EKHN erdbeben japan

    aufruf: spenden für die erdbebenopfer in japan


    Serious Games …war..media..art

    SERIOUS GAMES
    Krieg – Medien – Kunst
    War – Media – Art

    27.3. – 24.7.2011
    Ausstellungsgebäude
    Mathildenhöhe Darmstadt

     

     

     

     

    Die Ausstellung

    „……..In den Kriegen des 20. Jahrhunderts haben sich die Medien mit den Waffen entwickelt. Drahtlose Nachrichtenübertragung und Luftbildfotografie im I. Weltkrieg, Stereo-Ton und elektronische Kamera im II. Weltkrieg sind bald darauf Teil der Unterhaltungsindustrie geworden. Der Vietnam-Krieg war in den Medien so gegenwärtig wie kein Krieg zuvor, weil es mit der Übermittlung der Bilder über Satellit möglich wurde, Frontberichte ein paar Stunden oder sogar nur Minuten nach der Aufnahme weltweit im Fernsehen auszustrahlen.

    http://www.mathildenhoehe.info/www/ausstellungen.html

     

    Im Irak-Krieg 1992 fiel die Kriegsführung scheinbar schon mit der Berichterstattung zusammen: Im zivilen Fernsehen wurden Bilder gezeigt, die kurz zuvor noch auf militärischen Kontroll-Monitoren zu sehen waren. Mittlerweile liefern Dienststellen der US-Armee komplette Datensätze für Computerspiele. Virtuelle Wüstenlandschaften mit Betonpisten und Strommasten prägen heute Kinder und Jugendliche wie früher einmal die Tunnel und Bergdörfer von Spielzeug-Eisenbahnen.Serious Games. Krieg – Medien – Kunst untersucht neben dem Einsatz immer neuer Medien zu Kriegszwecken die permanente Umwandlung von Kriegsbildern zu Unterhaltungsbildern und damit die Militarisierung der Imagination. Es geht darum, welche Bilder der Krieg erzeugt – und wie diese in der Kunst der Gegenwart aufgegriffen und gespiegelt werden. Beantwortet wird diese Frage in einem spannungsreichen Parcours von 23 internationalen Künstlerpositionen – Fotografien, Videos, Computerspiele, Bildteppiche, Gemälde und Rauminstallationen – auf den 1000 Quadratmetern des historischen Ausstellungsgebäudes der Mathildenhöhe Darmstadt. Eigens für das Wasserreservoir ist die Film- und Toninstallation Kriegstropen von Antje Ehmann & Harun Farocki entstanden, während in den zum Kinosaal umgewidmeten Bildhauerateliers des Museums Künstlerkolonie gleich nebenan permanent Harun Farockis Film Bilder der Welt und Inschrift des Krieges von 1988 zur Aufführung kommt und die Reflexion über Krieg, Medien und Kunst jenseits von Wikileaks und Tagesschau nochmals vertieft………….“quelle und mehr : http://www.mathildenhoehe.info/www/ausstellungen.html „…….Daddelst du noch oder tötest du schon? Eine neue Ausstellung spürt dem Verhältnis von neuen Medien, Kunst und Krieg nach. „Serious Games“ zeigt, wie sehr sich Entertainment und blutige Wirklichkeit einander immer weiter annähern – und dabei unser aller Bewusstsein militarisiert wird…..“mehr bei spiegel.de

    SWR2 Forum Kampfzone Bildschirm –

    Was bewirken Bilder von Krieg und Katastrophe? (audio on demand: mehr bei SWR 2 )

    Es diskutieren:
    Dr. Ralf Beil, Direktor Museum Mathildenhöhe Darmstadt
    Harun Farocki, Videokünstler und Filmemacher, Berlin
    Mark Terkessidis, Publizist, Berlin
    Gesprächsleitung: Dietrich Brants……………

    >>>>>>>> wir schalten um nach lybien  >>>>>>>zur ag friedensforschung nach kassel.>>>>> an evening with harun farocki : carpenter center >>> zu einer ausstellung im Beirut Art Center über harun farocki: beirutnightlife.com

     

     
       

    Das Duell Herbert contra Burelbach

     Trotz ungünstiger finanzieller Rahmenbedingungen, die es allen Kommunen zunehmend erschwert ihr Dienstleistungsangebot aufrecht zu erhalten, ist Heppenheim weiter voran gekommen, sogar in den Krisenjahren. Aber Heppenheim kann sich noch steigern.
    Auf dem von mir 2005 begonnenen Weg: Konsolidierung des städtischen Haushalts war von Anfang an mein erklärtes Ziel. Seit 2004 habe ich in drei Jahren ein kumuliertes Defizit von 22 Millionen Euro um rund 10 Millionen Euro verringern können.Damals war Neuverschuldung ein Fremdwort. Aber auch heute ist die Lage keinesfalls entmutigend.
 Die meisten der von meinem Amtsvorgänger übernommenen Problemfelder sind „abgearbeitet“………mehr bei: 
www.gerhard-herbert.delies auch im morgenweb:  nicht abschluss sondern halbzeit

    Podiumsdiskussion

          

     Peter Müller (Moderator)      

    Heppenheim. Die erste Runde der Bürgermeisterdirektwahl ist gelaufen. Von fünf Kandidaten sind zwei übrig – Rainer Burelbach von der CDU und Gerhard Herbert von der SPD.Heppenheims Grüne wollen zur Meinungsbildung für die am 10. April anstehende Stichwahl beitragen und laden deshalb für Sonntag (3.) um 19.30 in das alte E-Werk an der Liebigstraße zur Diskussionsveranstaltung mit Burelbach und Herbert ein.

    Die Moderation der Veranstaltung übernimmt der GLH-Fraktionsvorsitzende Peter Müller. Themen werden unter anderem sein Finanzen, Soziales, Energie und Umwelt, Verkehr, Arbeit (Gerwerbeansiedlung) und ein hauptamtlicher Erster Stadtrat. zg

    quelle: Bergsträßer Anzeiger
    01. April 2011

    Fragen der Bevölkerung können im Vorfeld per E-Mail bis Samstag (2.), 15 Uhr, geschickt werden an: buergemeisterwahl@paris-spectacle.de

    ^

    Unter den vier Leitgedanken

    Mensch im Mittelpunkt, Arbeit erhalten und schaffen, Energie und Umwelt, Solide Finanzen 

    stelle ich Ihnen wesentliche Inhalte meines Wahlprogramms für die Bürgermeisterwahl 2011 vor und lade Sie dazu ein, mit mir gemeinsam an der Zukunftsentwicklung unserer Kreisstadt Heppenheim zu arbeiten.

    mehr bei: rainer-burelbach.de

    lies auch im morgenweb:liebäugeln mit schwarz-grün

     

    Ergebnisse Stadtparlament(quelle: echo – online) CDU 39,4%
    SPD 30,8%
    FDP 5,0%

    DIE LINKE 2,4%

    GLH 13,6%

    FWHPINI 5,3%

    Die Starkenbürger 1,2%

    WGLIZ 2,3%

     

     Bürgermeisterwahl  (1. Wahlgang)

    Herbert (SPD) 34,3,% , Burelbach (CDU), 31,4%, Hörst (17,3%), Kasper 12,3%, Janßen 4,7%

    http://www.echo-online.de/wahlergebnisse/bw-shp.html

     

    bürgermeisterwahl heppenheim 2011 

    Burelbach gewinnt Bürgermeisterwahl


    quelle: http://www.heppenheim.de/wahl/kw2011/bgm_stich/stimmen_javascript/inhalt/

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Ausstieg aus der Kernenergie

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beziehen Stellung zur Kernenergie. Unterstützen Sie diese Erklärung von PrivatdozentInnen und ProfessorInnen:

     

    Unser Mitgefühl gilt den Opfern der Katastrophe in Japan, den Hinterbliebenen, den Verletzten, den Verstrahlten, den Vertriebenen, den Heimatlosen. Über sie sind gleich zwei Katastrophen hereingebrochen: eine natürliche, der Tsunami und das Erdbeben, und eine kulturelle, der atomare Unfall.

    Es erweist sich, dass Menschen nur Teil der Natur sind, nicht die Naturbeherrscher. Es zeigt sich auch, dass die Menschen hochkomplexe und vielfältige Technologien entwickeln können, sie dann aber im Zweifelsfall nicht vollständig beherrschen.

    Die katastrophalen Vorgänge um die japanischen Kernkraftwerke Fukushima machen deutlich, dass es beim Betrieb von Kernkraftwerken so etwas wie ein akzeptables Restrisiko nicht gibt. Auch wenn in Westeuropa Erdbeben in solcher Stärke, wie sie die Havarien in Fukushima auslösten, eher unwahrscheinlich sind, können die gleichen technischen Auslegungen zu den gleichen Katastrophen führen. Denn auch in Deutschland gab es Situationen, in denen Notkühlsysteme nicht sicher funktionierten.

    Es ist bei deutschen Kernkraftwerken nicht ausgeschlossen, dass sie einem Flugzeugabsturz oder Terrorangriffen ausgesetzt sind. Die Auswirkungen solcher Vorfälle sind nicht kalkulierbar und nicht sicher beherrschbar.

    Technische Defekte sind bei großen Industrieanlagen umso weniger auszuschließen, je komplexer sie sind. Die Kernkraftwerke gehören zu den komplexesten Industrieanlagen überhaupt. Die japanische Industriekultur ist mindestens so hochentwickelt wie die der Bundesrepublik Deutschland. Dass die Kernenergietechnik in der Bundesrepublik besser beherrschbar sei, ist eine Schutzbehauptung, die immer wieder von interessierter Seite wiederholt, aber deshalb nicht stimmiger wird. Das gleiche gilt auch für andere Länder mit Kernkraftwerken. Die lange Serie von Beinahe-Unfällen zuletzt in Krümmel, Tricastin oder Forsmark spricht für sich.

    Bei Unfällen in kerntechnischen Anlagen, insbesondere bei einem Super-GAU mit Kernschmelze treten überall die gleichen Effekte auf wie in Japan. Die Umgebung wird radioaktiv verseucht, eine ungewisse Zahl toter und kranker Menschen sowie ungeheure materielle Schäden sind die Folge.

    Die kaum seriös abschätzbaren Kosten einer Kernkraftwerkshavarie können eine Volkswirtschaft schwer schädigen, insbesondere dann, wenn ein Land so dicht besiedelt ist wie Deutschland. Dabei sind nichtmonetarisierbare Kosten wie Tod, Leid, Trauer, Krankheit und – wie Tchernobyl gezeigt hat – eine Demoralisierung der Gesellschaft noch gar nicht berücksichtigt. Solche Ereignisse können Gesellschaften zerstören und machen zivilgesellschaftliche und demokratische Errungenschaften zunichte.

    Als Teil der Öffentlichkeit, als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fordern wir einen schnellen Ausstieg aus der Kernenergie und vermehrte Anstrengungen, das Problem der Entsorgung zu lösen. Nach der nun zweiten epochalen Katastrophe innerhalb eines Vierteljahrhunderts und angesichts des wachsenden Entsorgungsproblems ist die Kernenergie mit gesamtgesellschaftlich-verantwortbaren Argumenten nicht mehr zu rechtfertigen.

    Ein schnelles Ende der Kernspaltungstechnologie bedeutet für die Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Nationen eine überschaubare Aufgabe, obwohl der allgemein geforderte Umstieg auf erneuerbare Energien nicht leicht ist. Er ist aber schneller machbar, als es von interessierter Seite immer wieder behauptet wird. So hat allein Portugal innerhalb von fünf Jahren einen erneuerbaren Anteil von 45% an der Stromproduktion erreicht.

    Nirgendwo ist der Ausstieg aus der Kernenergie soweit vorbereitet wie bei uns. Es kommt uns daher zu, praktische Lösungen für eine moderne, zukunftsfähige Energieversorgung zu entwickeln. Der Wissenschafts- und Technologiestandort Deutschland würde damit wieder an der Weltspitze stehen. Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind wir bereit, unseren Beitrag zu leisten um diese Aufgaben erfolgreich zu bewältigen.

    Der Betrieb der Kernkraftwerke ist schnellstmöglich einzustellen und ordnungsgemäß und sicher zu beenden. Das Szenario hierfür muss politisch neu verhandelt werden. Das alte Szenario mit den rechtlich immer noch umstrittenen, aber als faktisch dargestellten Laufzeitverlängerungen ist nach den japanischen Ereignissen nicht mehr hinnehmbar. Wir fordern die Regierung und die Volksvertreterinnen und Volksvertreter auf, umgehend langfristig belastbare Entscheidungen für das schnelle Ende der Kernenergie zu treffen. Gegenüber partikulären, überwiegend wirtschaftlichen Interessen muss der Schutz der Bürgerinnen und Bürger absolute Priorität für staatliches Handeln haben.

    quelle und mehr : http://www.wissenschaft-fuer-atomausstieg.de/

    lies auch:  http://neues-deutschland.warenform.de/artikel/196008.wissenschaftler-fuer-den-atomausstieg.html und http://science.orf.at/stories/1681727/ auf diesem blog: http://ffduseh.wordpress.com/2011/03/15/ist-erdgas-die-bessere-brucke/   

    drum prüfe wer sich bindet: nicht überall wo öko draufsteht ist ökostrom drin: http://www.verivox.de/ratgeber/oekostrom-27748.aspx?p=7

     

    Schöne Ostern…..Biblis nicht vergessen………

     

         
         
       Fotos sind entstanden bei einer Wanderung im vorderen Odenwald am Karfreitag bei Hemsbach / Ober Laudenbach rund um den Waldnerturm ……………..

    ein geheimtipp : viele infos zu wanderungen im odenwald und anderen regionen findet ihr bei

     http://www.kruemelhuepfer.de/ 

    da war doch noch was ??

    Osternmontag Kundgebung am AKW in Biblis…mehr bei:  http://akwende.blogsport.de/

     

    2011-04-28 Öffentliche Sitzung der Ethikkommission Atomkraft

    Erste Sitzung der Ethikkommission Atomkraft
    Am 28.04.2011 – nur bei PHOENIX komplett live
    PHOENIX überträgt LIVE die öffentlichen Sitzungen der Ethikkommission Atomkraft. Die erste öffentliche Sitzung ist am Donnerstag, 28. April 2011. Die Kommission unter Vorsitz von Klaus Töpfer tagt voraussichtlich von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Die PHOENIX-Berichterstattung beginnt bereits um 08.00 Uhr und endet gegen 21.00 Uhr.

    zum lifestream : http://cockpit.phoenix.de/

    weitere Empfangsmöglichkeiten: http://www.phoenix.de/content/phoenix/service/sendegebiet/720

    kurze zusammenfassung:: tagesschau video bericht spiegel online:  spiegel politik deutschland  bericht in der faz:  faz net

    mehr zur ethikkommission: wikipedia

    ……………………………………………………

    das protokoll der sitzung soll demnächst im internet veröffentlicht werden.

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    mehr zum thema atomausstieg:

    chef der bundesnetzagentur sieht im spiegel interview keinen grund für black-out panik  http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,758403,00.html

    ———————————————————————————

    das neueste: töpfer und co wollen ausstieg bis 2021: spiegel de

    für Hartz IV Empfänger und andere: „Zusatzleistungen“ für Kinder und junge Erwachsene auf Antrag (Bildungs- und Teilhabepaket)


     

    die folgenden Angaben haben wir gefunden bei neue wege. Dort gibt es auch Formulare zum herunterladen (die links zu den Formularen finden Sie auch am Ende dieses Textes):

    http://neue-wege.org/s230_beratung-und-betreuung/bildungs-und-teilhabepaket 


    Neue Wege schreibt:

    Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können rückwirkend zum 01.01.2011 neben ihrem monatlichen Regelbedarf auch sogenannte Leistungen für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft erhalten.

    Alle Familien mit Kindern und Jugendlichen unter 18 bzw. 25 Jahren, die eine der folgenden Leistungen erhalten

    • Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) oder
    • Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung (SGB XII) oder
    • Wohngeld oder
    • Kinderzuschlag oder
    • nur ein geringes Einkommen erzielen (nach Prüfung)

    sind grundsätzlich leistungsberechtigt und haben einen Rechtsanspruch auf Leistungen des Bildungspakets.

    Was ist drin im Bildungspaket?

    Ausflüge und Fahrten mit Schulen und Kitas

    • Kosten für Tagesausflüge und mehrtägige Fahrten in Schulen und Kitas werden übernommen.

     

    Schulbedarf für Schülerinnen und Schüler

    • Es werden 100 Euro jährlich für Schulbedarf gezahlt, davon 70 Euro im ersten und 30 Euro im zweiten Schulhalbjahr.

     

    Schülerbeförderungskosten

    • Schülerbeförderungskosten werden für die nächstgelegene Schule des gewählten Bildungsgangs im Kreis Bergstraße berücksichtigt, soweit diese tatsächlich erforderlich sind und nicht bereits von einer anderen Stelle übernommen werden.

     

    Lernförderung

    • Aufwendungen für eine ergänzende angemessene Lernförderung werden übernommen, soweit diese geeignet und zusätzlich erforderlich ist, um die wesentlichen Lernziele nach den schulrechtlichen Bestimmung zu erreichen.

     

    Mittagsverpflegung in Schule, Kita und Hort

    • Einen Zuschuss zur Mittagsverpflegung für Schüler und Kinder, die an einem gemeinschaftlichen Mittagessen teilnehmen, wird übernommen.

     

    Kultur, Sport, Musik

    • Kinder und Jugendliche sollen an Vereins-, Kultur- oder Ferienangeboten teilnehmen, dafür stehen ihnen 10 Euro im Monat zur Verfügung.

     

    Wichtig: Leistungen für den zurückliegenden Zeitraum 01. Januar 2011 bis 31.03.2011 können bei Neue Wege beantragt werden. Nach den gesetzlichen Regelungen müssen diese Anträge bis zum 30. April 2011 (1) gestellt werden.

    Benötigte Formulare:

     


    (1) p.s.: nach unserem Kenntnisstand soll die oben genannte Antragsfrist verlängert werden bis zum 30.6.2011

    http://www.demo-online.de/nachrichten/antragsfrist-f-r-bildungspaket-wird-bis-30-juni-verl-ngert 


    mehr zum thema hartz IV – Regelsätze und zum Bildungs- und Teilhabepaket bei :

     http://www.paritaet-bw.de/content/e153/e5719/e11864/


     lesenswert auch: was der mensch braucht: http://www.harald-thome.de/media/files/Was-der-Mensch-braucht-2011.pdf


    infos und hilfen  soziales netzwerk, infos zum ALG II / Sozialgeld / infos für menschen mit schulden / infos für migranten  /verbrauchertipps / diverse / jobsuche etc

    Ökoinstitut: In Deutschland kompletter Ausstieg aus der Kernenergie bis 2020 möglich

    In einer Kurzanalyse für die Umweltstiftung WWF Deutschland kommt das Ökoinstitut zu dem Ergebnis, dass ein schneller Ausstieg aus der Kernenergie möglich ist.

    Die zentralen Aussagen lauten:    


    >>> Die Bundesregierung hat am 14. März 2011 angekündigt, die deutschen Kernkraftwer-ke im Lichte der aktuellen Ereignisse in Japan einer intensiven Sicherheitsprüfung zu unterziehen und in diesem Kontext auch die sieben ältesten Kernkraftwerke zumindest zeitweise außer Betrieb zu nehmen. Damit stellt sich die Herausforderung, ein sehr kurzfristiges Auslaufen der deutschen Kernkraftwerke mit Blick auf die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und –qualität sowie hinsichtlich der Effekte für Strom- und CO2-Zertifikatspreise näher zu analysieren. Mit Blick auf die Außerbetriebnahme der sieben ältesten Kraftwerke ist zunächst fest-zuhalten, dass der deutsche Strommarkt auf die vergleichsweise schnelle Stilllegung der sieben ältesten KWK in naher Zukunft weitgehend vorbereitet war und schon aus diesem Grund aus der kurzfristigen Stilllegung dieser Anlagen keine signifikanten Prob-leme hinsichtlich Versorgungssicherheit oder Preisverwerfungen zu erwarten waren bzw. sind. In jeweils konservativer Annahme können nach den vorstehenden Analysen und Ab-schätzungen die folgenden Möglichkeiten zur alternativen Lastdeckung für verschiede-ne Zeithorizonte erschlossen werden:

    • Im derzeit betriebenen Kraftwerkspark sind – unter Berücksichtigung aller Nichtverfügbarkeiten und der notwendigen Reservekapazitäten – für den Fall der Abschaltung von Kernkraftwerken noch Kapazitäten von mindestens 8.700 MW verfügbar.
    •  Aus der Kaltreserve können deutschlandweit Kraftwerkskapazitäten von etwa 2.500 MW im Verlauf einiger Wochen bzw. Monate für die Stromproduktion ver-fügbar gemacht werden.
    •  Im Verlauf von ein bis zwei Jahren sollten in konservativer Schätzung nachfrageseitige Potenziale zur Spitzenlastreduzierung (in weniger als 50 Stunden des Jahres) von mindestens 2.000 MW erschlossen werden können.
    • Bis zum Jahr 2013 werden erhebliche Kraftwerkskapazitäten in Betrieb gehen, die sich derzeit im Bau befinden und deren Fertigstellung als gesichert angese-hen werden kann. Im Saldo mit den mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Netz ge-henden fossilen Kraftwerkskapazitäten werden mindestens zusätzliche Erzeu-gungskapazitäten von etwa 2.800 MW für die Bedarfsdeckung ab 2013 zur Ver-fügung stehen.
    • Für den Zeitraum bis 2020, vor allem in der Periode 2015 bis 2020, ist die Er-richtung von bis zu 5.000 MW zusätzlicher Kraftwerkskapazitäten vorstellbar (Ausbau der Biomasseverstromung, dezentrale Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung, sonstige Gaskraftwerke).
    • Insgesamt könnten mit den hier analysierten Maßnahmen Kraftwerkskapazitäten von insgesamt 21.000 MW substituiert werden, also etwas mehr als die installierte Netto-leistung der heute am Netz befindlichen Kernkraftwerke von insgesamt 20.500 MW.
    • Damit könnte sich ein beschleunigter Auslaufpfad für die deutschen Kernkraftwerke wie folgt gestalten lassen:
    •  Sehr kurzfristige Stilllegung der sieben ältesten Kernkraftwerke sowie des derzeit nicht betriebenen KKW Krümmel, ermöglicht durch die vorhandenen Reserven des Systems.
    •  Sehr kurzfristige Stilllegung von zwei weiteren KKW-Blöcken im Zuge der Aktivierung der Kaltreserven im deutschen Stromversorgungssystem.
    • Stillegung von vier weiteren KKW-Blöcken bis 2013 in Kombination mit Lastmanagement- Maßnahmen sowie der zusätzlichen Kapazitäten derzeit im Bau befindlicher und mit hoher Sicherheit ans Netz gehender Neubauprojekte.
    • Stillegung von drei weiteren KKW-Blöcken im zweiten oder ggf. dritten Drittel dieser Dekade, leistungsseitig kompensiert durch gesicherte Leistung von Neubauprojekten im Bereich Biomasse, KWK-Anlagen sowie anderen Erdgas- Kraftwerken.
    • Eine Kurzanalyse der Strom- und CO2-Preiseffekte nach der Ankündigung der Bundesregierung, etwa 40% der deutschen Kernkraftwerkskapazität kurzfristig vom Netz zu nehmen, zeigt deutlich erkennbare Preiseffekte dieser Ankündigung. Bereits am zweiten Handelstag nach der Ankündigung lassen sich jedoch auch wieder durchgängig rückläufige Preiseffekte identifizieren. Insgesamt lässt die Größenordnung der beobachteten Markteffekte den Schluss zu, dass die Preisänderungen sowohl auf den Strom- als auch den CO2-Märkten sehr begrenzt sind und letztlich in der Bandbreite der Preisschwankungen der letzten Monate und Jahre liegen. Optionen für ein beschleunigtes Auslaufen der deutschen KKW Öko-Institut 5 Insgesamt wäre mit den hier skizzierten Optionen unter Wahrung eines sehr hohen Niveaus der Versorgungssicherheit und –qualität sowie bei akzeptablen Kosten ein beschleunigter Ausstieg aus der Kernenergie umzusetzen, in dem das letzte deutsche KKW zwischen 2015 und 2020 abgeschaltet werden könnte.
    • <<<<< quelle und mehr: http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/2011_03_15%20WWF%20%C3%96I_KKW-Ausstieg.pdf 
    • und : http://www.wwf.de/presse/details/news/rascher_atomausstieg_geht_ohne_stromluecke_und_preisexplosion/

                >>>>mehr zum thema : http://www.spiegel.de/thema/energiewende/index.rss


    Seit dem 1. Mai 2011 ist Deutschlands Arbeitsmarkt für Bürger aus acht mittel- und osteuropäischen Staaten geöffnet

    Vieles, was sie zum Thema wissen wollen, finden Sie bei wissen.dradio.de:

    „………Seit dem 1. Mai 2011 ist Deutschlands Arbeitsmarkt für Bürger aus acht mittel- und osteuropäischen Staaten geöffnet. Um nach Deutschland zu kommen, brauchen sie künftig keine Arbeitserlaubnis mehr. Das gilt für Bürger der Tschechischen Republik, Polens, der Slowakei, Ungarns, Estlands, Lettlands, Litauens und Sloweniens.

    Am 1. Mai 2004 waren die acht mittel- und osteuropäischen Staaten gemeinsam mit Malta und Zypern der EU beigetreten. Mit der EU-Mitgliedschaft gelten für die Bürger aus EU-Staaten auch die vier Freiheiten des EU-Binnenmarktes: die Personenfreizügigkeit –  umfasst die Arbeitnehmerfreizügigkeit und die Niederlassungsfreiheit –, die Dienstleistungsfreiheit, die Warenverkehrsfreiheit und die Freiheit des Kapital- und Zahlungsverkehrs. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gibt EU-Bürgern die Möglichkeit in jedem beliebigen Mitgliedstaat ohne Genehmigung zu arbeiten.

    Für die Bürger aus den acht osteuropäischen Mitgliedstaaten sollte sie in den ersten sieben Jahren nur eingeschränkt gelten. Eine sogenannte Übergangsfrist machte es möglich. Hintergrund war die Furcht der 15 alten EU-Staaten vor Billiglöhnen, Lohndumping und einer Überschwemmung der heimischen Arbeitsmärkte mit Arbeitskräften aus Osteuropa. Nicht von der Übergangsfrist betroffen waren Malta und Zypern, weil sie geringe Bevölkerungszahlen und starke Wirtschaften aufweisen konnten. Staaten wie Großbritannien, Schweden und Irland öffneten ihre Arbeitsmärkte direkt nach der ersten Erweiterungsrunde im Jahr 2004 auch für Menschen aus den acht osteuropäischen Neumitgliedstaaten. Andere Länder gingen diesen Schritt kurze Zeit später. Zuletzt sind in Deutschland und Österreich die Beschränkungen für diese acht Ländern am 30.04.2011 auslaufen.

    Die Gewerkschaften fordern nun Mindestlöhne, um den schon bestehenden Konkurrenzdruck im deutschen Niedriglohnsektor nicht noch weiter zu erhöhen. Unternehmer wiederum hoffen, offene Stellen durch Facharbeiter aus den neuen EU-Ländern besetzen zu können………….“


    quelle und mehr: http://wissen.dradio.de/eu-binnenmarkt-deutschland-oeffnet-den-arbeitsmarkt.33.de.html?dram:article_id=9872&sid= ; startseite und lifestream: http://wissen.dradio.de/startseite.1.de.html


    Sendungen am 02.05.2011 :

     Kein Ansturm aus Tschechien und der Slowakei – Agenda 7:00 Uhr
    Beiträge von Stefan Heinlein, ARD-Korrespondent für Tschechien und die Slowakei

    http://wissen.dradio.de/eu-binnenmarkt-deutschland-oeffnet-den-arbeitsmarkt.33.de.html?dram:article_id=9872&sid=

    Arbeitsmarktöffnung kommt für Ungarn zu spät - Agenda 10:00 Uhr
    Reportage von Andreas Meyer-Feist, ARD-Korrespondent für Südosteuropa

    http://wissen.dradio.de/eu-binnenmarkt-deutschland-oeffnet-den-arbeitsmarkt.33.de.html?dram:article_id=9872&sid=

    Deutschland braucht qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland - Agenda 12:00 Uhr
    Gespräch mit Friedrich Heckmann, Leiter des Europäischen Zentrums für Migrationsstudien an der Universität Bamberg

    http://wissen.dradio.de/eu-binnenmarkt-deutschland-oeffnet-den-arbeitsmarkt.33.de.html?dram:article_id=9872&sid=

    Viele Polen sind bereits im Ausland – Agenda 14:00 Uhr
    Gespräch mit dem polnischen Journalisten Adam de Nisau

    http://wissen.dradio.de/eu-binnenmarkt-deutschland-oeffnet-den-arbeitsmarkt.33.de.html?dram:article_id=9872&sid=

    Gute Erfahrungen in Großbritannien und Schweden- Agenda 15:00 Uhr
    Beitrag von Stefan Lochner, ARD-Korrespondent in London

    http://wissen.dradio.de/eu-binnenmarkt-deutschland-oeffnet-den-arbeitsmarkt.33.de.html?dram:article_id=9872&sid=

    Rumänien in Wartestellung – Agenda 17:00 Uhr
    Reportage von Andreas Meyer-Feist,
    ARD-Korrespondent für Südosteuropa

    http://wissen.dradio.de/eu-binnenmarkt-deutschland-oeffnet-den-arbeitsmarkt.33.de.html?dram:article_id=9872&sid=

    Mehr bei DRadio Wissen:

    Keine Arbeitnehmer aus Rumänien und Bulgarien
    Viele Rumänen stecken in der Klemme: Zuhause stagniert die Wirtschaft – und in Deutschland arbeiten können sie nicht.
    (Agenda, 20.04.2011)

    Abwandern nach Deutschland
    Ab Mai 2011 dürfen Bürger aus acht mittelosteuropäischen Ländern in Deutschland arbeiten.
    (Globus, 04.04.2011)

    Einwander-Arbeiter
    Vorträge über ausländische Arbeitnehmer in Deutschland von Burkhart Lutz und Ursula Engelen-Kefer.
    (Hörsaal, 03.08.2010)

    Pizza, Döner, Gyros
    Wie lockt man ausländische Arbeitnehmer nach Deutschland
    (Hörsaal, 02.08.2010)

    Buhlen um Arbeitskräfte
    Deutschland braucht mehr qualifizierte Arbeitnehmer.
    (Agenda, 30.07.2010)

    Mehr zum Thema:

    Ohne Grenze
    Deutschland öffnet seinen Arbeitsmarkt für Osteuropa
    Hintergrund vom DLF vom 28.04.2011

    Freizügigkeit für osteuropäische Arbeitnehmer
    Hintergrundartikel des Bundeszentrale für politische Bildung
    29.04.2011

    Dossier zur Arbeitnehmerfreizügigkeit
    tagesschau.de

    Arbeitnehmerfreizügigkeit
    Netzwerk Europäische Bewegung

    Arbeit ohne Grenzen
    Beiträge auf zdf.de

    Ab Mai überrollen uns die Billig-Jobber – stimmt’s?
    Artikel vom Karriere Spiegel – 26.04.2011


    Kritik des DGB auf der Maikundgebung: 

    Die Bundesregierung lasse es zu, dass zum 1. Mai die Freizügigkeit zu acht EU-Staaten möglich wird, ohne einen gesetzlichen Mindestlohn festzuschreiben.

    http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/kreis/-bdquo-Aufschwung-ohne-die-Arbeitnehmer-ldquo-;art1145,1805097


    Aghet – Ein Völkermord _ 09.05.2011_ein brisantes thema


    lies dazu auch: http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/heppenheim/Dunkles-Kapitel-des-Ersten-Weltkriegs;art1245,1811765 und: http://de.wikipedia.org/wiki/Aghet_%E2%80%93_Ein_V%C3%B6lkermord

    und: http://ffduseh.wordpress.com/2010/03/06/usa-kongress-ausschuss-bezeichnet-verbrechen-an-armeniern-in-der-turkei-als-vaolkermord/

    zum brennessel – programm: http://www.brennessel-kino.de/programm/vorschau/


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    Heute ist Muttertag

    gefunden auf : brazilpostcardsThe history of the Mother’s Day creation in the United States, occurred in a small city of West Virginia, in 1905. A girl named Anna Jarvis, with some friends, had the idea to start the movement as a way to honor their beloved mothers. However, the first official celebration was given on April 26, 1910, when the governor of West Virginia, William E. Glasscock, put Mother’s Day on the calendar of commemorative dates of that state. In 1914 the celebration was unified in all the country, being commemorated always in as the second Sunday of May. A year later, nearly every state officially marked the day.
    In Brazil, the first Mother’s Day observance was in 1918, in the city of Porto Alegre RS, organized by the YMCA – Young Mens Christian Association of that Brazilian city. Coincidently, it was the President Getúlio Vargas, born in the same state, who proclaimed Mother’s Day a national holiday, in 1932.Mother’s day – A lot of images

    A história da criação do Dia das Mães teve origem nos Estados Unidos, em uma pequena cidade do Estado da Virgínia Ocidental, no mês de maio de 1905. Uma menina, filha de pastores, chamada Anna Jarvis, junto com algumas amigas, teve a idéia de começar um movimento para instituir um dia em que todas as crianças se lembrassem e homenageassem suas mães.
    Entretanto a primeira celebração oficial deu-se apenas em 26 de abril de 1910, quando o governador de Virgínia Ocidental, William E. Glasscock, tornou o Dia das Mães parte do calendário de datas comemorativas daquele estado. Na sequência outros estados norte-americanos aderiram à comemoração e, no ano de 1914, a celebração foi unificada em todo o país, sendo comemorado sempre no segundo domingo de maio. Em pouco tempo, mais de 40 países adotaram a data.
    No Brasil o primeiro Dia das Mães aconteceu em 12 de maio de 1918, na cidade de Porto Alegre, promovido pela ACM – Associação Cristã de Moços da capital gaúcha. Coincidentemente foi um gaúcho, o presidente Getúlio Vargas, que oficializou o feriado em 1932.

    Aqui temos muitas imagens paraa o Dia das Mães

    quelle: http://brazilpostcard.com/motherpg.html

     

    Ankündigung des Museums Heppenheim Sonderausstellung
    - 27. Februar bis 13. Juni -
     

    Zart und Stark
    Frauenbilder des 20. Jahrhunderts in Heppenheim
     

     

    Rechte und Chancen auf Gleichberechtigung war für die Frauen in der Vergangenheit ein Traum. Was wir heute als selbstverständlich ansehen, ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen Kampfes um Emanzipation.
     
    Die Hauptaufgabe der Frau bestand zunächst darin, sich um Haushalt und Kinder zu kümmern, änderte sich aber mit fortschreitender Industrialisierung. Frauen besaßen keine politischen Rechte, Bildungsmöglichkeiten waren eingeschränkt. Die Beziehung der Geschlechter zueinander beruhte auf der ungebrochenen Vorherrschaft des Mannes. Die Rolle der Frau veränderte sich durch die gesellschaftlichen Ereignisse des 20. Jh. wie Kriege, Revolution, NS-Zeit, Wirtschaftswunder und Studentenbewegung.
     
    In der Ausstellung „Zart und Stark“ wird der Entwicklungsprozess und die Veränderung des Frauenbildes in Heppenheim von der Kaiserzeit bis zum Ende des 20. Jh. am Beispiel einzigartiger Fotografien und originalen Exponaten dargestellt.
     
    Veranstaltung:

    • Chansonabend „Mordsweiber“ mit Jeanette Giese am 14. Mai 2011 im Kurmainzer Amtshof

     

     

     

    buchtipp 

    Bascha Mika, Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug. C. Bertelsmann Verlag, München 2011, 245 Seiten, 14,99).

    aus einem aritkel der südeutschen:

    …Sie ist, zum x-ten Mal wiederbelebt, zum Gotterbarmen langweilig, die Debatte über Quoten für Frauen in der Privatwirtschaft: uralt, abgehangen. Die Argumente sind gedreht und gewendet, die Zahlen stagnieren, und doch geht jedes Mal ein Schock der Empörung und der Angst durch dieses Land, wenn mal wieder eine Arbeitsministerin, ein Wirtschaftsboss oder eine EU-Kommissarin vorzuschlagen wagt, das in Ordnung zu bringen, was nicht von allein in Ordnung kommen will: Darf man das? Ist das kontraproduktiv? Wollen das die Frauen überhaupt? Ist das umgekehrte Diskriminierung?……..

    …Bascha Mika, bis zum Sommer 2009 Chefredakteurin der taz in Berlin, wortgewaltige Publizistin und Feministin, hat soeben ein Buch vorgelegt, das viel weiter unten ansetzt. Nicht in den Führungsetagen, nicht bei Quoten für Karrierefrauen, sondern beim Berufseinstieg, bei der Lebensplanung, bei ganz normalen Leben von ganz normalen Frauen. Sie beleuchtet die Debatte neu – auch wenn ihre These an sich nicht neu ist …………..

    quelle: http://www.sueddeutsche.de/leben/bascha-mika-ueber-frauen-im-beruf-zu-weich-zu-feige-zu-unterwuerfig-1.1057495

     

     aus wikipedia: In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern etabliert und – betont unpolitisch – als Tag der Blumenwünsche gefeiert. Mit Plakaten in Schaufenstern, kleineren