“Niebel versündigt sich an Afghanen”,

sagt Grünhelm-Chef Rupert Neudeck

Mit harscher Kritik reagiert der Mitbegründer des Cap Anamur-Komittes und der Grünhelme auf die Order des Entwicklungsministers: Der hatte gefordert, dass sich Hilfsorganisationen in das Gebiet der Bundeswehr zurückziehen.
Die Kluft zwischen der Erwartung unserer Mitbürger in Deutschland an den internationalen Militär-Einsatz in Afghanistan und der Realität im Land ist gewaltig. So gewaltig, dass man sich fragt, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Die Behauptung, die Soldaten der Isaf-Truppe seien in Afghanistan, um die Bevölkerung und die humanitären Helfer zu schützen, ist eine doppelte Chimäre. Die Grünhelme etwa arbeiten seit 2003 in der westafghanischen Provinz Herat. Dort hat die Organisation inzwischen 31 Dorfschulen für je 600 Schüler sowie eine Entbindungs- und OP-Klinik aufgebaut.

In diese Gegend, in der das italienische Isaf-Kontingent zuständig ist, hat sich noch kein westlicher Soldat verirrt. In jedem Dorf frage ich den Schulleiter, den Bürgermeister oder den Mullah beim gemeinsamen Tee, ob sie in ihrem Dorf schon jemals einen Italiener gesehen hätten. Dann schauen mich diese Menschen ungläubig an: Nein, sie wissen nicht mal, wer diese Leute sind. Die Präsenz von 2200 Carabinieri in der riesengroßen Kaserne am Stadtrand von Herat – der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz – lässt sich allenfalls erahnen.

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bilder aus der provinz herat bei : wüstenfuchs

infos zur provinz herat auch bei: wikipedia

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südeutsche: taliban aufkaufenaufkaufen der taliban

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