Stadtverwaltung Heppenheim antwortet auf Anfrage zu Gebühren bei städtischenTageseinrichtungen für Kinder / Erleichterungen für Eltern mit niedrigem Einkommen

Die Stadtverwaltung antwortet per email auf verschiedene Fragen unseres Vorstandsmitglieds G.R.

23.12.2011

Sehr geehrter Herr Röhrig,

nachstehend Informationen zu Ihren Fragen bezüglich der Änderungssatzungen im Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder der Kreisstadt Heppenheim:

Die Satzungen für die Tageseinrichtungen für Kinder der Kreisstadt Heppenheim finden Sie auf der Homepage der Stadt unter www.heppenheim.de/Satzungen Punkt 4 “Soziale Angelegenheiten”.

Die Änderungssatzungen stehen ab Januar im Internet. Die Stadtverordnetenversammlung der Kreisstadt Heppenheim hat in Ihrer Sitzung am 8.12.2011 die Änderungssatzungen beschlossen.

Sie wurden am 20.12.2011 im Starkenburger Echo bekanntgemacht.

Das Land Hessen übernimmt derzeit für die Freistellung des letzten Kindergartenjahres einen Betrag von monatlich 100,00 EUR pro Kind. In dieser Höhe sind Pflichtschulkinder (bis 1.7. d. J. geborene Kinder) automatisch im letzten Kindergartenjahr gebührenfrei.

Bei Kann-Kindern (nach dem 1.7. d. J. geborene Kinder) erfolgt bei Einschulung eine Erstattung in dieser Höhe. Die über dem Betrag von 100,00 EUR liegenden Gebühren, die sich nach den gewählten Betreuungszeiten richten, sind von den Eltern weiter zu zahlen.

Für Eltern mit niedrigem Einkommen besteht die Möglichkeit, eine Gebührenübernahme beim Kreis Bergstraße, Jugendamt, zu beantragen. Diese ist einkommensabhängig. Die Einkommensgrenzen müssten Sie bitte beim Kreis Bergstraße erfragen. Anträge sind i.d.R. in den Kindertageseinrichtungen vorrätig sowie bei der Stadt Heppenheim, Bereich Soziales. Die Anträge sind über die Stadt Heppenheim an den Kreis Bergstraße zu richten.

Empfänger von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) oder Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung (SGB XII) oder Wohngeld oder Kindergeldzuschlag müssen darinaus bezüglich der Übernahme der Kosten für das Mittagessen bei Neue Wege (Job-Center) einen Antrag stellen.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Claudia Huthmann

Magistrat der Kreisstadt Heppenheim
Fachbereich 3 / Bereich Soziales
Gräffstraße 7-9
64646 Heppenheim

Telefon
06252 – 13 12 00

Fax
06252 – 13 12 86

Email
soziales@stadt.heppenheim.de
huthmann@stadt.heppenheim.de

Die Anfrage lautete:

———- Ursprüngliche Nachricht ———-
Von: “gerhard röhrig” <gerhard.roehrig.hp@web.de>
An: verwaltung@stadt.heppenheim.de
Datum: 10. Dezember 2011 um 08:36
Betreff: Beschluss der Stadtverordnentenversammlung über die Gebührenerhöhung bei Kindergärt en

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus der Presse habe ich entnommen,
dass die Stadtverordnetenversammlung diese Woche.
eine Gebührenerhöhung für die städtischen
Kindergärten beschlossen hat

Wo kann ich ggf auf der Internetseite der Stadt dazu näheres dazu finden.
Ist beabsichtigt, die entsprechende Gebührensatzung zu ändern
und die Änderung bekannt zu machen?

In der Gebührensatzung gibt es eine Passage die ich nicht
verstehe:

In § 4 Absatz 2 heisst es

(4) Soweit das Land Hessen Zuweisungen für die Freistellung von
Betreuungsgebühren in dem der Einschulung unmittelbar vorausgehenden Kindergartenjahr (i. d.
R. 01.08. bis 31.07.) gewährt, wird für eine tägliche Betreuungszeit von 5 Stunden
keine Betreuungsgebühr erhoben. Die tatsächlich in Anspruch genommenen Module und die
dazugehörigen Betreuungszeiten bleiben hiervon unberührt, d. h. eine
Begrenzung der Betreuungszeit auf 5 Stunden täglich ist nicht möglich. Für die je nach
Modul darüber hinaus gehenden Betreuungszeiten sind die sich jeweils ergebenden
Differenzbeträge zu entrichten.

Gibt es zwischenzeitlich derartige Zuweisungen?

Ich würde gerne noch wissen, ob sich Eltern mit niedrigem Einkommen
von den Kindergartengebühren ganz oder teilweise befreien lassen können
oder ob es eine Stelle gibt, wo man Kostenerstattung beantragen kann
(Jugenamt?).

Wie hoch sind ggf. die Einkommensgrenzen?

mit freundlichen Grüssen

Gerhard Röhrig

Mitglied im Vorstand des
Fördervereins für Demokratie und soziales Engagement Heppenheim e.V.

 


zur politischen auseinandersetzung lies auch : http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/heppenheim/Vor-allem-fuer-Familien-wird-es-teurer;art1245,2428573 und weitere artikel auf echo online und morgenweb.


Mittagsverpflegung in Schule, Kita und Hort

Einen Zuschuss zur Mittagsverpflegung für Schüler und Kinder, die an einem gemeinschaftlichen Mittagessen teilnehmen, wird ggf übernommen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets ; Fragen dazu können sie, wenn Sie im Kreis Bergstrasse leben richten an :    http://www.neue-wege.org/s230_beratung-und-betreuung/bildungs-und-teilhabepaket

 

In Memoriam Horst-Eberhard Richter _ zum Tod des Autors von Patient Familie, Lernziel Solidarität, Moral in Zeiten der Krise ….

quelle und mehr : http://de.wikipedia.org/wiki/Horst-Eberhard_Richter ::::
 
Horst-Eberhard Richter (* 28. April 1923 in Berlin; † 19. Dezember 2011 in Gießen[1]) war ein deutscher Psychoanalytiker, Psychosomatiker und Sozialphilosoph. Der Autor zahlreicher Bücher galt vielen als der „große alte Mann“ der bundesdeutschen Friedensbewegung
 
Leben
 
Nach seiner Reifeprüfung im Jahr 1941 wurde Horst-Eberhard Richter zur Wehrmacht eingezogen. Er diente 1942 als Richtkanonier in einem Artillerieregiment an der Ostfront. 1943 konnte er zur Sanitätstruppe überwechseln. 1945 wurde er in Italien eingesetzt, wo er kurz vor Kriegsende desertierte und sich in einer Schutzhütte in den Alpen versteckte. Dort spürten ihn französische Besatzungssoldaten auf, die in ihm einen abgetauchten Nazi-Freischärler, einen sogenannten „Werwolf“ vermuteten und ihn vier Monate in einem alten Innsbrucker Gefängnis festhielten, bis ihn ein französisches Militärgericht freiließ. Nach seiner Heimkehr nach Deutschland erfuhr er, dass seine Eltern Monate nach Kriegsende von sowjetischen Soldaten ermordet worden waren.
Horst-Eberhard Richter schrieb eine Doktorarbeit über die philosophische Dimension des Schmerzes. 1949 wurde Horst-Eberhard Richter zum Dr. phil. und 1957 zum Dr. med. promoviert.

Ab 1952 bis 1962 leitete Richter in Berlin eine Beratungs- und Forschungsstelle für seelisch gestörte Kinder und Jugendliche. Daneben absolvierte er seine Ausbildung zum Psychoanalytiker und zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Von 1959 bis 1962 leitete er das Berliner Psychoanalytische Institut. 1962 wurde er nach Gießen auf den dort neu eingerichteten Lehrstuhl Psychosomatik berufen und baute dort ein dreigliedriges interdisziplinäres Zentrum mit einer Psychosomatischen Klinik und Abteilungen für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie auf, dessen Direktor er wurde. Daneben gründete er am Ort ein Psychoanalytisches Institut. Von 1964 bis 1968 war Richter Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung[2]. 1991 wurde er emeritiert. 2004 hatte er eine von Peter Ustinov gestiftete Gastprofessur an der Universität Wien inne. Von 1992 bis 2002 leitete er das Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main.

Richter wurde in dem Film Horst-Eberhard Richter – Psychoanalytiker von Wolfgang Schoen und Torsten Halsey porträtiert.[3] Er starb am 19. Dezember 2011 nach kurzer, schwerer Krankheit in Gießen.[4]

Werk

Richter wurde zunächst als einer der Pioniere der psychoanalytischen Familienforschung und Familientherapie international bekannt. In Ergänzung zu Freuds Analyse der Kind-Eltern-Beziehung untersuchte er umgekehrt die krankmachende Wirkung gestörter Eltern auf ihre Kinder. In gemeinsamer Forschungsarbeit mit Dieter Beckmann entstand ein Lehrbuch über Herzneurose und (zusammen mit Elmar Brähler) der weltweit bekannt gewordene Gießen-Test.

Nach kritischen Analysen der sozialen Reformbewegung der 1970er Jahre erschien sein kulturphilosophisches Werk Der Gotteskomplex: Die Einbuße an Glaubenssicherheit wolle der Mensch mit einem auf die Naturwissenschaft gestützten Herrschaftswillen ersetzen – „Gott sein, statt Gott haben“. Im Schwanken zwischen Ohnmachtsangst und Allmachtswahn drohe der wissenschaftlich technischen Revolution die ethische Kontrolle zu entgleiten.

1981 wurde Richter mit seiner Satire Alle redeten vom Frieden zu einer der Leitfiguren der Friedensbewegung, und 1982 wurde er Mitgründer der westdeutschen Sektion der Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, die für ihr Engagement 1985 den Friedensnobelpreis erhielten. 1987 gehörte Horst-Eberhard Richter zu den Initiatoren einer von Michael Gorbatschow betreuten International Foundation for the Survival and the Development of Humanity. Dort leitete er eine Vergleichsstudie zur besseren Verständigung deutscher und russischer Studenten. Von 1991 bis 2001 moderierte Richter das „Ost-West-Symposium politische Selbstbesinnung“ mit Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Literatur und Kirche aus den alten und den neuen Bundesländern.

In beiden Irak-Kriegen gehörte er zu den intellektuell tonangebenden Kritikern aus der Friedensbewegung. Die von Carl Friedrich von Weizsäcker so genannte „seelische Krankheit Friedlosigkeit“ des Westens war für Richter seit 2007 Hauptthema seiner kulturpsychologischen Analysen in Reden und Schriften.

„Es gibt eine kreisförmige Wechselbeziehung zwischen Machen und Erkennen. Wenn man nicht macht, was man als notwendig, wenn auch mit persönlichen Unannehmlichkeiten behaftet, erkannt hat, dann kann man irgendwann auch nicht mehr erkennen, was zu machen ist. Wer Anpassungszwängen taktisch nachgibt, wohl wissend, dass er ihnen mit vertretbarem Risiko widerstehen könnte und auch sollte, wird nach und nach die Unzumutbarkeit von Anpassungsforderungen gar nicht mehr wahrnehmen, d. h., die eigene Gefügigkeit auch nicht mehr als Fluchtreaktion durchschauen. Alles erscheint normal: die Verhältnisse, denen er sich ergibt, und der Verzicht auf Gegenwehr, den er eben gar nicht mehr erlebt.“

– Horst-Eberhard Richter: Psychoanalyse und Politik, Vorwort

Ehrungen und Auszeichnungen

Das Bundesverdienstkreuz hat Richter dreimal mit der Begründung abgelehnt, dass „zu viele Altnazis“ es erhalten hätten.[8]

Schriften
 
1960–1969

1970–1979

  • Patient Familie. Entstehung, Struktur und Therapie von Konflikten in Ehe und Familie. 1970. Neuauflage Rowohlt 2001, ISBN 3-499-16772-7.
  • mit Dieter Beckmann: Der Gießen-Test (GT). 1972. 4. Auflage 1991, ISBN 3-456-82041-0.
  • Die Gruppe. 1972. Neuauflage Psychosozial-Verlag 1995, ISBN 3-930096-37-4.
  • Lernziel Solidarität. 1974. Neuauflage Psychosozial-Verlag 1998, ISBN 3-932133-34-X.
  • Flüchten oder Standhalten. 1976. 3. Auflage. Psychosozial-Verlag 2001, ISBN 3-89806-128-0.
  • mit Hans Strotzka und Jürg Willi: Familie und seelische Krankheit. Rowohlt, 1976, ISBN 3-498-05681-6.
  • Der Gotteskomplex. 1979. Neuauflage Psychosozial-Verlag 2005, ISBN 3-89806-389-5.

1980–1989

  • Alle redeten vom Frieden. Versuch einer paradoxen Intervention. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-17846-X.
  • Zur Psychologie des Friedens. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-17869-9.
  • Die Chance des Gewissens. Erinnerungen und Assoziationen. 1986. Neuauflage Psychosozial-Verlag 2002, ISBN 3-89806-177-9.
  • Die hohe Kunst der Korruption. Erkenntnisse eines Politik-Beraters. 1989, Heyne-Sachbuch 158 ISBN 3-453-05104-1.

1990–1999

  • Umgang mit Angst. 1992. Neuauflage Econ 2000, ISBN 3-612-26683-7.
  • Wer nicht leiden will, muss hassen. Zur Epidemie der Gewalt. 1993. Neuauflage Psychosozial-Verlag 2004, ISBN 3-89806-277-5.
  • Bedenken gegen Anpassung. Psychoanalyse und Politik. 1995. 2003 neu erschienen unter dem Titel Psychoanalyse und Politik. Psychosozial-Verlag, ISBN 3-89806-243-0.
  • Versuche, die Geschichte der RAF zu verstehen. Das Beispiel Birgit Hogefeld. Psychosozial-Verlag, 1996, ISBN 3-930096-87-0.
  • Als Einstein nicht mehr weiterwußte. 1997. Neuauflage Econ 2000, ISBN 3-548-75015-X.

2000–2009

  • Wanderer zwischen den Fronten. Gedanken und Erinnerungen [Autobiographie]. Kiepenheuer und Witsch, Köln 2000, ISBN 3-462-02890-1 (als Taschenbuch: Ullstein 36287, München 2001, ISBN 3-548-36287-7).
  • Kultur des Friedens. Psychosozial-Verlag, Gießen 2001, ISBN 3-89806-068-3.
  • Das Ende der Egomanie. Die Krise des westlichen Bewusstseins. 2002, ISBN 3-462-03087-6 (als Taschenbuch: Knaur 77655, München 2003, ISBN 3-426-77655-3) [9].
  • mit Bernard Cassen und Susan George: Eine andere Welt ist möglich! [Dokumentation des % attac-Kongresses vom 19. - 21.10.2001 in Berlin]. VSA, Hamburg 2002, ISBN 3-87975-845-X.
  • mit Frank Uhe: Aufstehen für die Menschlichkeit. Psychosozial-Verlag, Gießen 2003, ISBN 3-89806-283-X.
  • Ist eine andere Welt möglich? Für eine solidarische Globalisierung. Kiepenheuer und Witsch, Köln 2003 ISBN 3-462-03253-4 (KiWi 774, unveränderte Neuauflage: Psychosozial-Verlag, Gießen 2005, ISBN 3-89806-346-1).
  • Niederlage des Intellekts. In: Freitag. Die Ost-West-Wochenzeitung. Nr. 31 vom 23. Juli 2004 (online)
  • Die Krise der Männlichkeit in der unerwachsenen Gesellschaft. Psychosozial-Verlag, Gießen 2006, ISBN 978-3-89806-570-2.
  • Die seelische Krankheit Friedlosigkeit ist heilbar Psychosozial-Verlag, Gießen 2008, ISBN 978-3-89806-836-9.

2010–2011

quelle und mehr : http://de.wikipedia.org/wiki/Horst-Eberhard_Richter


lies auch:  Tilmann Moser über Horst E. Richter: Lernziel Solidarität  http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41739092.html

und : Trin Haland-Wirth und Prof. Dr. Hans-Jürgen Wirth, Horst Eberhard Richter ist gestorben ; http://www.horst-eberhard-richter.de/


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