Termine L i c h t b l i ck und A n d e r e W e g e

quelle und mehr : http://www.bistummainz.de/pfarreien/dekanat-bergstrasse-mitte/einrichtungen/lichtblick/index.html

Ergänzender Hinweis:  

Am 07.06.2011 geht es bei “Neues von Hartz IV” um  Bildungsgutscheine, neue Regelsätze und Heizkosten – wer blickt da durch? Seit dem 1. Januar gelten neue Regeln beim Arbeitslosengeld II.  Der Sozialpädagoge Hans-Peter Greiner gibt einen Überblick über die neuen Regelungen. Anschließend wird er auf spezielle Fragen der Besucher eingehen. Die Veranstaltung des “Lichtblick” beginnt um 15.30 Uhr im Kolpinghaus Bensheim, Am Rinnentor 46.

zum thema auch auf diesem bloghttp://ffduseh.wordpress.com/2011/04/30/hartz-iv-zusatzleistungen-fur-kinder-und-junge-erwachsene-auf-antrag/

Andere Wege  treffen sich  ab sofort nicht mehr an jedem zweiten, sondern jeden ersten Donnerstag im Monat. Also schon diese Woche am 2.6. (Himmelfahrt).

mehr bei: http://anderewege.wordpress.com/

13-01-2011 Gründung Bergsträsser Sozialforum _ Aufruf

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Andere Wege – Erwerbsloseninitiative Bergstraße  
 
 
 

Einladung zur Gründung eines Bergsträßer Sozialforums  

Wir erleben gegenwärtig den größten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik.
Die angekündigten Sparpläne der Regierung werden das Existenzminimum vieler Menschen weiter gefährden und die Spaltung der Gesellschaft fortsetzen. An der Bergstraße sind die vom Jobcenter übernommenen Mieten für Arbeitslose zu niedrig. Betroffene müssen von ihren 360 Euro Arbeitslosengeld teilweise bis 100 Euro abzwacken müssen, um die Differenz zu decken. Im Bensheimer Hallenbad gelten Ermäßigungen für Schüler, Studenten und Behinderte, nicht aber für Arbeitslose. Im Gesundheitsbereich steigen die Kosten, und viele Rentner sind nicht mehr in der Lage, sich ausreichend medizinisch zu versorgen. In der Schulstadt Bensheim steht Jugendlichen trotz jahrelanger Versprechungen immer noch kein Jugendzentrum zur Verfügung. Es gibt mehr Beispiele. Zu befürchten ist, dass diese Dinge sich nicht bessern, sondern stetig verschlechtern werden. Manche Ursachen sind in der Bundespolitik zu suchen und regional nur schwer zu ändern. Vieles lässt sich aber auf kommunaler Ebene erfolgreich angehen – wir haben diesbezüglich gute Erfahrungen gemacht. Noch mehr durchsetzen lässt sich, wenn sich Gruppen aus dem Sozialbereich zusammenschließen. Deshalb möchten wir ein Bergsträßer Sozialforum ins Leben rufen, ähnlich dem „Darmstädter Bündnis für soziale Gerechtigkeit”.
Ziel ist nicht, als Sozialforum allgemeine Statements zu verfassen, sondern konkrete, an der Bergstraße vorhandene Probleme anzupacken. Welche genau das sind, ergibt sich aus der Arbeit der mitwirkenden Gruppen, die am besten wissen, wo in ihrem Arbeitsbereich Defizite bestehen. Wir rufen alle sozial engagierten und karitativ arbeitenden Gruppen zur Mitarbeit auf und freuen uns über alle, die kommen. Um parteipolitische Vereinnahmung zu vermeiden, möchten wir auf die Mitarbeit von Parteien verzichten.

Termin: 13. Januar (Donnerstag), 19 Uhr

Ort: Bensheimer Bahnhofsgaststätte „Chateau” (direkt im Bahnhof)  
 
Weblog: http://anderewege.wordpress.com/ | Kontakt: andere-wege@die-optimisten.net 

 
 
 
 
 
 

 

 
 

 

2010-10-30 Heute Demo in Bensheim gegen Sparpaket

DGB und Andere Wege: 30.10.2010 : Demo gegen Sparpaket

Widerstand: Am 30. Oktober (Samstag) um 10.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz Bensheim

Bergstraße. Unter dem Motto “Sparpaket: Annahme verweigert – Zurück zum Absender!” rufen der Kreisvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Bergstraße und die Bergsträßer Erwerbsloseninitiative “Andere Wege” zur Teilnahme an einer Demonstration am 30. Oktober (Samstag) in Bensheim auf.

“Die ständige Umverteilung von unten nach oben muss aufhören”, heißt es dazu in einer gemeinsamen Presseerklärung der beiden Organisationen. “2,6 Millionen Kinder in Deutschland leben unter der Armutsgrenze. Immer mehr Menschen können ihre Gesundheitsversorgung aufgrund ständig steigender Beiträge nicht mehr finanzieren. Der Niedriglohnsektor boomt, und Arbeitslose und Rentner wissen kaum noch, wie sie über die Runden kommen sollen.”

Es sei “eine Lüge”, dass eine vernünftige Sozial-, Bildungs-, Gesundheits- und Rentenpolitik nicht mehr finanzierbar sei. Nur zehn Prozent Steuer auf Milliardärsvermögen brächten 220 Milliarden Euro Einnahmen pro Jahr – fast das Dreifache dessen, was die Bundesregierung Arbeitslosen und Sozialhilfebeziehern durch das neue “Sparpaket” abknöpfen wolle. Hier fehle nicht das Geld, sondern der politische Wille.

“Gegen den permanenten Sozialabbau von oben hilft nur massiver Druck von unten”, stellen DGB und “Andere Wege” fest. Demonstrationen in vielen Städten zeigten, dass dieser Druck Erfolg habe. Die Gewerkschafter sowie “Andere Wege” rufen deshalb gemeinsam die Bergsträßer auf, am 30. Oktober an der Demonstration durch die Bensheimer Innenstadt teilzunehmen.

“Für gute Stimmung”, so heißt es in der Pressemitteilung abschließend, “sorgen dabei zusätzlich die bekannten Liedermacher Peter Kühn und Jochen Micknat.” Treffpunkt ist um 10.30 Uhr der Bahnhofsvorplatz in Bensheim. red

Bergsträßer Anzeiger
21. Oktober 2010

ein bericht zur demo bei: http://anderewege.wordpress.com/2010/11/01/demobericht/

voraussichtliche änderungen bei hartzIV:   http://anderewege.wordpress.com/2010/09/28/anderungen-hartz-iv/

mehr zum thema hartz IV auf diesem blog: http://ffduseh.wordpress.com/category/hartz_IV_etc/feed/

Andere Wege sinngemäss: Hartz IV kann Problem der strukturellen Arbeitslosigkeit nicht lösen

Initiative fordert neue Sichtweise auf Arbeitslosigkeit

Hartz IV: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts äußert sich
,,Andere Wege im Kreis Bergstraße”

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die Hartz-IV-Regelsätze
für verfassungswidrig erklärt hat, sei ein guter Anlass, grundlegend
über Hartz IV nachzudenken, schreibt die Erwerbsloseninitiative Andere
Wege. Denn gemessen an dem, was Hartz IV bringen sollte, sei die Bilanz
ernüchternd:

Die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen sei heute fast genauso groß
(4,93 Millionen) wie zur Zeit der Einführung von Hartz IV (5,15 Millionen).

Die Zahl der von Hartz IV lebenden Kinder unter 14 Jahren habe sich
ebenfalls nur geringfügig geändert (Rückgang von 1,78 auf 1,74 Millionen).

Mehr als 50 Prozent aller Hartz-IV-Bezieher sind von Anfang an dabei -
wurden also nie vermittelt oder landeten kurz nach der Vermittlung
wieder in Hartz IV.

Seit Einführung von Hartz IV sei die Zahl der Arbeitslosen zwar von 4,6
auf 3,2 Millionen gesunken, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigungsverhältnisse aber nur von 26,9 Millionen auf 27,3
Millionen gestiegen. Dafür habe sich die Zahl der Aufstocker, also
derjenigen, die zwar Vollzeit arbeiten, davon aber nicht leben können,
auf 1,4 Millionen erhöht. Durch Hartz IV sei ein Billiglohnsektor
entstanden, der auch vom Bergsträßer Eigenbetrieb Neue Wege regelmäßig
bedient werde.

Die Klagewelle vor den Sozialgerichten aufgrund fehlerhafter Bescheide
steige an. In rund der Hälfte aller Fälle bekämen die Kläger Recht.
Diese Zahlen machen nach Ansicht von Andere Wege deutlich, dass Hartz IV
gescheitert ist. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung
sei eine neue Diskussion über Arbeitslosigkeit notwendig.

,,Zwischen 1990 und heute”, schreibt Andere Wege, ,,ist die
Produktivität eines Industriearbeiters um mehr als 75 Prozent
gestiegen”. Das heißt, dass ein Arbeiter während seiner Arbeitszeit
durch Automatisierungsprozesse 75 Prozent mehr Waren herstellt als vor
20 Jahren. Im selben Zeitraum sei die Zahl der bundesweit geleisteten
Arbeitsstunden um mehr als drei Milliarden gesunken, die Zahl der
Vollzeitbeschäftigten um mehr als fünf Millionen.

Durch stete Produktivitätssteigerung werde es, so Andere Wege weiter,
eine Vollbeschäftigung wie in früheren Jahren nicht mehr geben. Die
Lösung dieses Problems könne nicht darin liegen, dass auf der einen
Seite immer mehr Menschen auf Teile ihres Lohns verzichten und noch dazu
unbezahlte Überstunden leisteten, während die Arbeitslosen auf der
anderen Seite mit einem ebenso absurden wie entwürdigenden
Instrumentarium wie Hartz IV in prekäre Beschäftigungsverhältnisse
gezwungen würden, von deren Entlohnung sie nicht leben könnten.

Es müsse vielmehr darum gehen, die gesamtgesellschaftlich vorhandene
Arbeit gleichmäßig zu verteilen.

Hierzu ist nach Ansicht von Andere Wege eine Senkung der Wochen- und
Lebensarbeitszeit sowie die flächendeckende Einführung von Mindestlöhnen
notwendig. Anstatt an Teilen von Hartz IV herumzubasteln, solle man es
ganz abschaffen und ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle
einführen, dessen Höhe unabhängig von Zusatzeinkommen zum Leben reiche.

lies auch in der SZ zur Medienkampagne von Westerwelle :  und täglich grüsst das alphatier

Veröffentlicht in andere wege, hartz_IV_etc. Kommentare deaktiviert
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