Wikipedia zu WikiLeaks

Am Thema wikileaks kommt zur Zeit niemand vorbei. Die Meinungen darüber, wie die Tätigkeit der Organisation zu bewerten sei, gehen weit auseinander. Sie gehen – überspitzt formuliert - von leuchtendes Beispiel für investigativen Journalismus bis zu kriminelle Vereinigung. Einen guten Überblick über das was WL wirklich  ist bzw. tut findet ihr bei wikipedia. Wir dokumentieren den entsprechenden Artikel als Auszug. Durch einen Klick auf  http://de.wikipedia.org/wiki/WikiLeaks gelangt ihr direkt zum Wikipedia - Original – Dokument mit zahlreichen  Querverweisen. Das was wir hier heute dokumentieren, kann morgen schon wieder überholt sein, da die Seite ständig neu bearbeitet wird.  Wer mit seiner Unterschrift gegen die zahlreichen Versuche von Regierungen und Firmen, WikiLeaks mundtot zu machen, protestieren will, kann ggf. bei Avaaz.org eine Petition online zeichnen. Die Organisation will wohl Zeitungsanzeigen in grossen amerikanischen Zeitungen schalten.  

was wikipedia heute unter anderem schreibt……………………….. 

<<Rezeption und Kontroversen

……………..Nach Tracy Schmidt vom Nachrichtenmagazin Time könnte sich WikiLeaks zu einem ebenso wichtigen journalistischen Werkzeug wie der Freedom of Information Act entwickeln.[60] WikiLeaks selbst betrachtet sich auch als Zulieferer für investigativen Journalismus.[9]

Der Politikwissenschaftler Hans J. Kleinsteuber hält WikiLeaks für eine nützliche Erfindung, da „viele Verfahren viel zu intransparent sind“. Als Mächtiger habe man ein Interesse, sich hinter schützenden Barrieren zu verschanzen und tue alles dafür, den Ruf des Denunzianten in der Öffentlichkeit zu verunglimpfen.[61] Historisch wichtige Publikationen wie die Pentagon-Papiere werden in Kommentaren immer wieder als Beispiele für die Wichtigkeit solcher investigativer Veröffentlichungen genannt, und auch viele Stellungnahmen und Kommentare greifen frühere zu diesen Papieren geäußerte Positionen auf.[62]

Thomas Thiel kritisierte in der FAZ die Anonymität und die fehlende Kontrolle von WikiLeaks. Dort würden auch klar als Fälschung erkennbare Dokumente veröffentlicht.[63] WikiLeaks argumentiert, dass diese Dokumente von Anfang an klar als Fälschung markiert gewesen seien und ein öffentliches Outing der Dokumente im Kontext anderer Information wichtig sei. Nach selbigem Prinzip wurde auch ein als gefälscht erkannter angeblicher AIDS-Test des Apple CEO Steve Jobs, der in Börsenkreisen zur Manipulation des Apple-Aktienkurses genutzt wurde, publiziert und öffentlich als Fälschung entlarvt.[64]

Nach Angaben von WikiLeaks werden dort eingestellte Dokumente durch Investigativjournalisten untersucht. Dies beinhalte die Prüfung auf Authentizität, „Mittel, Motiv und Gelegenheit“ wie auch das Vermerken etwaiger Verdachtsmomente gegen die Authentizität eines Dokuments. Bis heute sei diesem Prozess kein Fehler nachgewiesen worden. Die weitere Prüfung der Dokumente erfolge in der Regel durch das Aufgreifen und die Analyse der Dokumente durch die etablierte Presse.[65]

Die Federation of American Scientists lehnte WikiLeaks’ Einladung, dem Beirat beizutreten, ab und begründete dies wie folgt: „Durch das Fehlen verantwortlicher redaktioneller Kontrolle können Veröffentlichungen sehr einfach zu einem Akt der Aggression oder einer Aufwiegelung zur Gewalt führen, nicht zu erwähnen den Eingriff in die Privatsphäre oder den Angriff auf den guten Geschmack.“ Die Federation verweist weiter auf den Unterschied zwischen der unerlaubten Veröffentlichung von vertraulichen Dokumenten eines autoritären Staates und denen eines demokratischen Rechtsstaates. Die Bürger von demokratischen Staaten würden über Grundrechte verfügen, mit denen sie ihre Rechte geltend machen könnten. Ebenfalls wird auf die Gefahr von Missbräuchen hingewiesen, da jedermann anonym ungeprüfte Dokumente veröffentlichen könne.[66]

Die US-Regierung warf WikiLeaks vor, dass durch die Veröffentlichung von Militärdokumenten die Sicherheit der Soldaten gefährdet würde. Personen, die WikiLeaks geheime militärische Dokumente zugänglich machen, machen sich u. a. in den USA ggf. des Hochverrats und weiterer Anklagepunkte schuldig. Die Zeit wertete: „Als die Hacker-Organisation Ende 2006 gegründet wurde, sah sie sich als Anwalt der Menschheit. […] Aus der internationalen Mission ist ein Informationskrieg gegen die USA geworden.“[67]

Weitere Kommentatoren äußern, es handele sich tatsächlich um einen neuartigen fundamentalen Konflikt um eine Hegemonie der Informationsverbreitung, bei dem bisherige Strukturen und Machtverhältnisse gegen Veränderungen kämpfen, die die digitale Öffentlichkeit mit sich bringe.[68] “The most obvious lesson is that it represents the first really sustained confrontation between the established order and the culture of the internet.” (John Naugthon) [69]  >>>>>>>>

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