Amnesty International
Ortsgruppe Ladenburg/Schriesheim Ladenburg, 4. Januar 2010
EINLADUNG
Nachrichten und Bilder von gestrandeten Bootsflüchtlingen in überfüllten, verrosteten Frachtschiffen und hochseeuntauglichen Booten erschüttern seit Jahren die Öffentlichkeit. Es sind Menschen, die vor Krieg, Verfolgung, Vertreibung, elenden Existenzbedingungen aus ihrer Heimat fliehen, auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben – oft nur das nackte Leben rettend. Auf der Suche nach einem besseren Leben gehen sie jedes Risiko ein. Sie liefern sich Schleppern aus, drängen sich in winzigen Booten zusammen, verstecken sich in Lastwagen, kampieren in provisorischen Lagern oder vor hochgerüsteten Grenzanlagen. Häufig ertrinken, verdursten oder ersticken sie. Viele sterben an Erschöpfung.
Die EU-Staaten betrachten diese Menschen als unerwünschte Eindringlinge. Sie reagieren auf diesen Flüchtlingsstrom mit massiver Verstärkung ihrer Außengrenzen und mit Abschreckung, Sie missachten die Genfer Menschenrechtskonvention, die den Menschen Schutz gewährt, denen in der Heimat Verfolgung oder andere Menschenrechtsverletzungen drohen. FRONTEX, von der EU zur Überwachung der Außengrenze eingesetzt, hindert unter Androhung von Gewalt Flüchtlingsboote an der Weiterfahrt. Schiffskapitäne, die den vom Ertrinken bedrohten Flüchtlingen helfen, werden vor Gericht gestellt.
Dies sind die Themen der Ausstellung
„Bootsflüchtlinge“
Eröffnung: Donnerstag, 14. Januar 2010, 19.30 Uhr
Stadtbibliothek Ladenburg
Einführung: Karl Kopp, Europareferent von PRO ASYL




