Heute ist Muttertag

gefunden auf : brazilpostcardsThe history of the Mother’s Day creation in the United States, occurred in a small city of West Virginia, in 1905. A girl named Anna Jarvis, with some friends, had the idea to start the movement as a way to honor their beloved mothers. However, the first official celebration was given on April 26, 1910, when the governor of West Virginia, William E. Glasscock, put Mother’s Day on the calendar of commemorative dates of that state. In 1914 the celebration was unified in all the country, being commemorated always in as the second Sunday of May. A year later, nearly every state officially marked the day.
In Brazil, the first Mother’s Day observance was in 1918, in the city of Porto Alegre RS, organized by the YMCA – Young Mens Christian Association of that Brazilian city. Coincidently, it was the President Getúlio Vargas, born in the same state, who proclaimed Mother’s Day a national holiday, in 1932.Mother’s day – A lot of images

A história da criação do Dia das Mães teve origem nos Estados Unidos, em uma pequena cidade do Estado da Virgínia Ocidental, no mês de maio de 1905. Uma menina, filha de pastores, chamada Anna Jarvis, junto com algumas amigas, teve a idéia de começar um movimento para instituir um dia em que todas as crianças se lembrassem e homenageassem suas mães.
Entretanto a primeira celebração oficial deu-se apenas em 26 de abril de 1910, quando o governador de Virgínia Ocidental, William E. Glasscock, tornou o Dia das Mães parte do calendário de datas comemorativas daquele estado. Na sequência outros estados norte-americanos aderiram à comemoração e, no ano de 1914, a celebração foi unificada em todo o país, sendo comemorado sempre no segundo domingo de maio. Em pouco tempo, mais de 40 países adotaram a data.
No Brasil o primeiro Dia das Mães aconteceu em 12 de maio de 1918, na cidade de Porto Alegre, promovido pela ACM – Associação Cristã de Moços da capital gaúcha. Coincidentemente foi um gaúcho, o presidente Getúlio Vargas, que oficializou o feriado em 1932.

Aqui temos muitas imagens paraa o Dia das Mães

quelle: http://brazilpostcard.com/motherpg.html

 

Ankündigung des Museums Heppenheim Sonderausstellung
- 27. Februar bis 13. Juni -
 

Zart und Stark
Frauenbilder des 20. Jahrhunderts in Heppenheim
 

 

Rechte und Chancen auf Gleichberechtigung war für die Frauen in der Vergangenheit ein Traum. Was wir heute als selbstverständlich ansehen, ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen Kampfes um Emanzipation.
 
Die Hauptaufgabe der Frau bestand zunächst darin, sich um Haushalt und Kinder zu kümmern, änderte sich aber mit fortschreitender Industrialisierung. Frauen besaßen keine politischen Rechte, Bildungsmöglichkeiten waren eingeschränkt. Die Beziehung der Geschlechter zueinander beruhte auf der ungebrochenen Vorherrschaft des Mannes. Die Rolle der Frau veränderte sich durch die gesellschaftlichen Ereignisse des 20. Jh. wie Kriege, Revolution, NS-Zeit, Wirtschaftswunder und Studentenbewegung.
 
In der Ausstellung „Zart und Stark“ wird der Entwicklungsprozess und die Veränderung des Frauenbildes in Heppenheim von der Kaiserzeit bis zum Ende des 20. Jh. am Beispiel einzigartiger Fotografien und originalen Exponaten dargestellt.
 
Veranstaltung:

  • Chansonabend „Mordsweiber“ mit Jeanette Giese am 14. Mai 2011 im Kurmainzer Amtshof

 

 

 

buchtipp 

Bascha Mika, Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug. C. Bertelsmann Verlag, München 2011, 245 Seiten, 14,99).

aus einem aritkel der südeutschen:

…Sie ist, zum x-ten Mal wiederbelebt, zum Gotterbarmen langweilig, die Debatte über Quoten für Frauen in der Privatwirtschaft: uralt, abgehangen. Die Argumente sind gedreht und gewendet, die Zahlen stagnieren, und doch geht jedes Mal ein Schock der Empörung und der Angst durch dieses Land, wenn mal wieder eine Arbeitsministerin, ein Wirtschaftsboss oder eine EU-Kommissarin vorzuschlagen wagt, das in Ordnung zu bringen, was nicht von allein in Ordnung kommen will: Darf man das? Ist das kontraproduktiv? Wollen das die Frauen überhaupt? Ist das umgekehrte Diskriminierung?……..

…Bascha Mika, bis zum Sommer 2009 Chefredakteurin der taz in Berlin, wortgewaltige Publizistin und Feministin, hat soeben ein Buch vorgelegt, das viel weiter unten ansetzt. Nicht in den Führungsetagen, nicht bei Quoten für Karrierefrauen, sondern beim Berufseinstieg, bei der Lebensplanung, bei ganz normalen Leben von ganz normalen Frauen. Sie beleuchtet die Debatte neu – auch wenn ihre These an sich nicht neu ist …………..

quelle: http://www.sueddeutsche.de/leben/bascha-mika-ueber-frauen-im-beruf-zu-weich-zu-feige-zu-unterwuerfig-1.1057495

 

 aus wikipedia: In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern etabliert und – betont unpolitisch – als Tag der Blumenwünsche gefeiert. Mit Plakaten in Schaufenstern, kleineren Werbekampagnen und Veranstaltungen bis hin zu Muttertagspoesie wurde dem ersten deutschen Muttertag am 13. Mai 1923 durch den Vorsitzenden des Verbandes, Rudolf Knauer, der Weg bereitet. Ab 1926 wurde die Propagierung des Muttertages an die Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung übertragen, um „Kirche und Schule zu gewinnen und die Regierung dahin zu bringen, den Muttertag am zweiten Sonntag im Mai als offiziellen Feiertag festzulegen“.[11]Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Feier des Muttertags mit der Idee der “germanischen Herrenrasse” verknüpft. Gebärfreudige Mütter wurden als Heldinnen am Volk zelebriert, da sie den arischen Nachwuchs förderten. 1933 wurde der Muttertag ein offizieller Feiertag und erstmals am 3. Maisonntag 1934 als „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ mit der Einführung des Mütterdienstes begangen. Die religiös anmutenden Feierlichkeiten („Mütterweihen“) wurden in Konkurrenz zu christlichen Feiern auf sonntags um 10 Uhr angesetzt. 1938 wurde zusätzlich das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter eingeführt,[12] das am Muttertag am 21. Mai 1939 erstmals verliehen wurde.[13]In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Muttertag 1949 zum am zweiten Maisonntag begangenen nicht-gesetzlichen Feiertag und hat hinsichtlich des Blumenverkaufs eine Sonderstellung. So dürfen Blumenläden an diesem Tag in aller Regel geöffnet bleiben.[14] In Baden-Württemberg gilt dies jedoch nicht, wenn der Muttertag auf einen gesetzlichen Feiertag fällt, wie z. B. im Jahr 2008 auf Pfingstsonntag.[15]Der Muttertag ist nicht gesetzlich verankert, vielmehr basiert dessen Datum auf Übereinkünften von Wirtschaftsverbänden. Die Floristenverbände haben den zweiten Sonntag im Mai als Muttertag festgelegt, was dazu führt, dass Pfingstsonntag und Muttertag auf denselben Tag fallen, wenn Ostern spätestens am 26. März gefeiert wird. Zuletzt traf das für die Jahre 1978, 1989 und 2008 zu. Da einige Ländergesetze die Ladenöffnung am Pfingstsonntag untersagen, darf – so beschloss es der deutsche Einzelhandel 1949 – in solchen Fällen ein Ersatztermin gesucht werden.[16] Im Jahre 2007 entbrannte deswegen eine Diskussion zwischen deutschem Einzelhandel und Kalenderverlagen. Die Diskussion endete nach längerem Hin und Her damit, dass der Muttertag 2008 ganz regulär am zweiten Maisonntag, also dem Pfingstsonntag stattfand.[17]Die Entscheidung kam für einige Kalenderverlage jedoch zu spät, sodass viele Kalender für das Jahr 2008 den Muttertag fälschlicherweise am 4. Mai eingetragen hattenhttp://de.wikipedia.org/wiki/Muttertag

2010-11-25 Frei leben ohne Gewalt _ Sport macht Frauen stark

11.11.10 – Pressemitteilung der Kreisstadt Heppenheim Frei leben ohne Gewalt – Sport macht Frauen stark.

quelle: http://www.heppenheim.de/2010-11-11_p_01.1961.0.html

 Zum diesjährigen internationalen Gedenktag “gegen Gewalt an Frauen” wird zum zweiten mal in Hessen und zum vierten mal im Kreis Bergstraße die Brötchentütenaktion “Gewalt kommt mir nicht in die Tüte” gestartet. In ganz Hessen werden mit Hilfe der Landesarbeitgemeinschaft Hessischer Frauenbüros, den lokalen Netzwerken gegen häusliche Gewalt und Bäckerinnungen Tüten mit dem Aufdruck “Gewalt in der Familie ist keine Privatsache” und den Namen der vor Ort tätigen Beratungsstellen verteilt. Die landesweite Eröffnung findet am 19.11. in Wiesbaden statt.

In Heppenheim laden der Arbeitskreis “gegen häusliche Gewalt im Kreis Bergstraße”, die Taekwondo Abteilung des TVH und die Stadt Heppenheim Mädchen und Frauen zu einer die Kampagne begleitenden Veranstaltung am 25.11. von 18:00 bis 22:00 Uhr in die Sporthalle des Starkenburg-Gymnasiums in Heppenheim, Gerhart-Hauptmann-Straße 21 ein.

 Schnupperkurse in Selbstverteidigung, Rückenschule, Yoga und einem mentalen Training “Wir steigen aus – Konflikte anders lösen”, geben der Devise “Sport macht Frauen stark” ein Gesicht. Starke Frauen aber sind weniger Opfer. Vor dem Schnuppern wird die Brötchentütenaktion von den Akteuren vor Ort eröffnet und das Thema und die Zahlen aus der Dunkelzifferzone geholt.

An einem Infostand des Arbeitskreises, zu dem auch Vertretungen der örtlichen Polizeistationen und die Präventionsabteilung der Polizeidirektion Südhessen gehören, können sich Interessierte über bestehende Hilfsangebote informieren. Häufiger bemerken Nachbarn, Ärzte und manchmal auch Freunde häusliche Gewalt. Was und wie können diese etwas dagegen tun? Auch dafür wird Raum gegeben.

Zum Hintergrund des Gedenktages Vor 50 Jahren, am 25. November 1960 wurden die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal wegen ihrer politischen Aktivitäten vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet. Der Kampf der Mirabal-Schwestern und ihr Schicksal gelten inzwischen weltweit als Symbol für den Kampf gegen jegliches Unrecht an Frauen. 1981 wird auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Frauen in Bogota, Kolumbien der Todestag der Schwestern zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen ausgerufen und ist seit 1999 von der UNO als internationaler Gedenktag anerkannt.

Die Frauenrechtsorganisation terre des femmes ruft seit neun Jahren dazu auf, an möglichst vielen Orten mit Aktionen auf den Tag aufmerksam zu machen und an öffentlichen Gebäuden die Fahne mit der Aufschrift “Frei leben ohne Gewalt” zu hissen.

http://www.heppenheim.de/fileadmin/rathausonline/Presse/2010-11-11_p_01_Frei_leben_ohne_Gewalt_Programm.pdf

zum frauenhaus bergstrasse gehts hier lang: http://www.frauenhaus-bergstrasse.de/de/kontakt.htm

zu terre des femmes: http://frauenrechte.de/online/index.php

Das Grüne Männer-Manifest

Zur Diskussion :

Manifest

„Nicht länger Machos sein müssen!“ – Grünes Männer-Manifest für Gleichberechtigung und männlichen Feminismus

Männer und Kunst - Foto: Juergen Kurlvink/ Creative Commons

Foto: Juergen Kurlvink. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons-Lizenz.

April 2010

Eine Frau ist Bundeskanzlerin. Frauen machen die besseren Bildungsabschlüsse, können Bischöfin werden, mischen in Rap und Hip-Hop mit und sind im Fußball international erfolgreicher als ihre männlichen Kollegen. Gleiche Rechte in Deutschland anno 2010? Ist Alice im Wunderland angekommen?

Mitnichten. Wir Männer sehen, dass unsere Gesellschaft noch immer von einem tief sitzenden Geist der geschlechtlichen Polarität durchflutet ist, der Frauen auf Weiblichkeit und Männer auf Männlichkeit reduziert. Damit muss endlich Schluss sein. Wir wollen nicht länger Machos sein müssen, wir wollen Menschen sein!

Man wird nicht als Mann geboren, man wird dazu gemacht.

Bedeutende Frauen wie Olympe de Gouges, Louise Otto-Peters, Simone de Beauvoir und die Frauenbewegungen im 20. Jahrhundert waren Pionierinnen für Gleichberechtigung und Feminismus. Einen Makel haben einige feministische Diskurse aber leider gerade in Deutschland bis heute: Männer spielen in ihm nur selten eine Rolle. Dabei ist wirkliche Gleichberechtigung, sind gleiche Rechte und gleiche Pflichten nur mit den Männern zu erreichen – nicht gegen sie. Frauen haben durch den Feminismus ihre Möglichkeiten erweitert, Männern steht dieser Schritt noch bevor.

Das Diktum des sozialen Geschlechtes, des Rollenzwangs und der festgelegten Verhaltensmuster gilt nämlich ebenso für Männer. Weil diese davon aber materiell und sozial immer profitiert haben, wurde erst in jüngerer Zeit zum Thema, dass Geschlechterrollen auch für Männer ein Korsett sind, das ihnen mehr schadet als nützt.

Nach dem Selbstmord von Nationaltorhüter Robert Enke ging eine Debatte über die Gesundheit von Männern, über Schwäche und Depressionen, über Versagensängste durch die Republik – endlich! Wir fragen uns jedoch: Sind die Männer, die öffentlich trauerten und weinten, aber nicht auch diejenigen, die eine Woche später in den Stadien und Fankneipen einen Fußballer als Schwuchtel beschimpfen würden, wenn er sich als homosexuell outet? Oder als Weichei, wenn er ein Jahr Babypause nimmt und seine Frau für den Lebensunterhalt sorgen lässt?

Wir brauchen ein neues Bewusstsein für eine neue Männlichkeit. Wir als männliche Feministen sagen: Männer, gebt Macht ab! – es lohnt sich.

Wir wollen Neue Werte – Neue Arbeit – Neue Perspektiven!

Die Krise ist männlich. Klimakrise, Finanz- und Wirtschaftskrise, Hunger- und Gerechtigkeitskrise, all dies sind direkte Folgen einer vor allem „männlichen“ Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsweise, die unseren Planeten an den Rand des Ruins getrieben hat. Entfesselter Wachstum und ungehemmter Profit müssen ein Ende haben. Wir wollen anders leben!

Wir wollen entlang von Werten leben und arbeiten, die auf Wertschöpfung, Gemeinwohlorientierung, individueller Freiheit, Nachhaltigkeit und Entschleunigung basieren. Dazu müssen politische Weichen gestellt werden. Neue Zeitmodelle in den Unternehmen müssen es Männern ermöglichen, ihre Wochen- und Lebensarbeitszeit zu reduzieren, Teilzeitphasen oder Sabbatjahrmodelle zu verwirklichen. Entschleunigung ist auch hier Schlüssel: Viel zu selten werden Männern im Erwerbsarbeitsleben „nicht-klassische“ Erwerbsbiografien ermöglicht. Das Bild vom männlichen Hauptverdiener schwebt auch hier noch in den Köpfen vieler Personalverantwortlicher.

Es ist weder schlau noch gut, Menschen lediglich eindimensional in wirtschaftliche Wachstumsprozesse einzubinden. Familienleben und soziales wie gesellschaftliches Engagement sind gerade für Männer eine Möglichkeit, an einem qualitativen Wachstum mitzuwirken. Vernetztes Denken, ganzheitliche Bildung und Kreativität können sich nur vollends entfalten, wenn Menschen alle Lebensbereiche gemeinsam gestalten. Das Ende der Rollenaufteilung ist auch wirtschaftlich notwendig, denn ein Ende der Ungleichbehandlung führt für alle Beteiligten zu einer größeren Zufriedenheit.

Wir brauchen Neue Wege für Jungs!

Die Wiege der Gleichberechtigung ist wie so oft die Bildung und Erziehung. Hier fallen die Würfel. Viel ist in den letzten Jahren von der Bildungsmisere der Jungen geschrieben und gesprochen worden und vieles ist richtig. Jungen fallen viel häufiger als „Verlierer“ aus dem Bildungssystem: Sie brechen die Schule öfter ab, erreichen schlechtere Leistungen und Abschlüsse, sind häufiger schulmüde als Mädchen. Deshalb braucht es eine emanzipatorische Erziehung und eine individuelle Förderung, die die Stärken von Jungen und Mädchen gleichermaßen wertschätzt und fördert.

Zwischen emanzipierten Müttern und frauenverachtenden Hip-Hoppern bekommen Jungen heute ein breites Repertoire zur Orientierung geboten. Was oft fehlt, sind die positiven Rollenbilder einer anderen, neuen Männlichkeit. Längst wissen wir, dass mit zunehmender Gleichberechtigung das Patriarchat umso härter zurückschlägt: mit Gewalt, medialem Sexismus oder Schein-Bastionen der Männlichkeit in Sport und Musik. Wir wollen role models aus Sport, Medien, Politik und Kultur, die nicht den Macker spielen müssen, weil sie eben selber stark genug sind, auch schwach sein zu dürfen.

Wir wollen mehr geschlechtersensible Männer in „klassischen“ Frauenberufen: mehr Erzieher, mehr Grundschullehrer, mehr Sozialpädagogen. Und wir wollen, dass Jungen selbstbewusst ihren Interessen nachgehen können und nicht in tradierte Schemata gedrängt werden. Deswegen fordern wir neue Wege für Jungs durch die Etablierung von „Boy’s Days“ und ein geschlechtersensibles Bildungs- und Berufsberatungsangebot. Denn das Interesse am Maschinenbau ist nicht angeboren.

Wir fordern: Neue Väter statt „Vater morgana“!

Seit der Einführung der Partnermonate im Elterngeld durch Ursula von der Leyen bejubeln viele Medien die „neuen Väter“ und den Run auf die beiden Monate zwischen Wickeltisch und Sandkasten. Und, in der Tat: Die beiden Partnermonate waren ein Erfolg, ein Einstieg in die Übernahme von Verantwortung von Vätern in Haushalt und Erziehung. Aber werden Männer damit wirklich zu „neuen Vätern“? Oder handelt es sich nicht in Wirklichkeit um eine „Vater morgana“, die Vätern lediglich eine verlängerte Auszeit vom Job ermöglicht, und zwar in der Regel dann, wenn die ersten zwölf Monate nach der Geburt glücklich überstanden sind?

Wir wollen auch hier Gleichberechtigung: Die Aufteilung der Elternzeit muss paritätisch sein. Dies würde nicht nur Männern mehr Verantwortung abverlangen, sondern auch die Unternehmen und Arbeitgeber zum Umdenken zwingen. Zwei Monate ist ein Arbeitnehmer für den Arbeitgeber zu entbehren, sechs Monate oder länger jedoch verlangen neue Zeit- und Jobmodelle, die wir dringend brauchen – hin auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung.

Männer leiden unter ähnlichen Vereinbarkeitsproblemen wie Frauen: Gerade junge Männer haben mittlerweile den Anspruch, Kind(er), Karriere, Engagement und Freizeit miteinander vereinbaren zu können, anstatt sich für das eine oder gegen das andere entscheiden zu müssen. Sie wollen nicht länger daran scheitern, Berufs- und Privatleben in eine gute Balance zu bringen, sondern moderne Partnerschaftskonzepte durchgängig leben und die Rolle des “neuen Vaters” tatsächlich einnehmen. Als moderne Väter wollen sie ihren Kindern beim Aufwachsen helfen, selbstbestimmt die Erziehungsarbeit teilen – statt Zuschauer zu bleiben. Auch deshalb muss Teilzeit für Chefs sowie Männer in Kitas und Grundschulen zur Selbstverständlichkeit werden.

Wir stehen für ein Neues Gesundheitsbewusstsein!

Männer sterben noch heute im Schnitt sechs Jahre früher als Frauen – Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Zeichen chronischer Überlastungen sind die häufigsten Todesursachen. Jahrhundertelang gehörte es nicht um Selbstbild eines Mannes, sich um seine Gesundheit zu kümmern. Dumme Sprüche wie “Ein Indianer kennt keinen Schmerz” führen dazu, dass viele Männer körperliche Warnsignale überhören oder bagatellisieren. Doch der Körper lügt nicht.

Männer sollen krank werden dürfen – ohne als Versager dazustehen. Umso wichtiger ist ein großer Aufbruch für die Männergesundheit. Wir brauchen mehr Konzentration auf die Prävention von Männerkrankheiten, in den Krankenkassen und in der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

Die bestehende Rollenaufteilung der Geschlechter führt immer wieder zu schweren psychischen Belastungen. Sowohl Frauen als auch Männer leiden unter den enormen gesellschaftlichen Anforderungen, die ihnen auf Grund ihres Geschlechts abverlangt werden. Dies ist vor allem dort ein Problem, wo die eigene Entwicklung den Normvorstellungen wenig entspricht. Für Körper und Psyche des Menschen ist es daher dringend nötig, die Rollen endlich aufzubrechen.

Wir sind Grüne Feministen und haben gute Erfahrungen gemacht, Macht und Einfluss zu teilen. Wir sind mit Quoten und Doppelspitzen groß geworden. Wir kennen und schätzen gleiche Rechte und gleiche Pflichten sowie die Verantwortung, als Beispiel voranzugehen. Uns trägt die Vision einer Gesellschaft verschiedenster Individuen, die unter gleichen Bedingungen zusammenleben.

Wir sind keine Dinosaurier mehr. Wir wollen auch keine Alleinernährer sein. Wir wollen weniger Leistungsdruck, bessere gesundheitliche Prävention und mehr wertvolle Zeit. Wir wollen keine Helden der Arbeit sein, wir wollen leben. Wir wollen Macht, Verantwortung und Pflichten teilen und das Korsett alter Geschlechterrollen von uns reißen. Wir wollen neue Perspektiven für Männer im 21. Jahrhundert!

quelle und mehr: gwi-böll: grünes männermanifest
kontrovers: welt.de: interview mit gerhard amendt: männer haben kampf gegen feminismus verpasst
Friedrich Ebert Stiftung:  Geschlechterkampf von rechts  
böllstiftung: männerpolitiken.pdf     3sat / bauerfeind am 4.8. : über MannDat – Gründer Maus
männerarbeit der EKD: http://www.maennerarbeit-ekd.de/index.html
bücher: Ute Scheub: Heldendämmerung  ver.di: vereinbarkeit von beruf und familie, ein thema auch für männer
 gender mainstreaming: familienminsterium    // GM bei wikipedia  //  neue wege für jungs // Gender Datenreport
 die zeit: cowboy mit pinkfarbenem turnschuh sonstiges : http://www.robert-enke-stiftung.de/ 
   
auf diesem blog: männer und frauen (feed)  
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