2010-10-01 Freitag Interkulturelle Woche [Tagesprogramm]

Aktionstag Martin Buber Schule Stadtführung türkisch deutsch Rückkehr in ein unbekanntes Land
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2010-09-27 Saalbau Kino Heppenheim : Pandora`s Box

Film „Pandora’s Box“  
(türkisch mit deutschen Untertiteln)
 
 eine Veranstaltung im Rahmen der interkulturellen Woche Heppenheim
 Veranstalter: Christlich – Islamischer Dialog im Kreis Bergstrasse

Eintritt : 5 EUR 

Zum Film

PANDORA’S BOX erzählt von drei Generationen: Die Großmutter Nusret lebt seit Jahrzehnten in einem kleinen Bergdorf am Schwarzen Meer und beginnt, allmählich ihr Gedächtnis zu verlieren. Eines Tages wird sie vermisst. Ihre drei erwachsenen Kinder, zwei Töchter und ein Sohn, müssen aus der Metropole Istanbul anreisen. Auf der langen gemeinsamen Autofahrt von der Hauptstadt in das Heimatdorf werden schnell Spannungen zwischen den Geschwistern spürbar. Es ist, als hätte sich unmerklich eine Büchse der Pandora geöffnet: Ungelöste Konflikte kommen wieder zum Vorschein.

Nach einer großen Suchaktion wird die Großmutter verirrt in den Bergen gefunden. Es ist klar, dass sie nicht mehr alleine wohnen kann. Also nehmen ihre Kinder sie mit nach Istanbul. Doch was nun? Alle drei führen ihr eigenes kompliziertes Leben: Nesrin, die älteste, ist in ihrem Mittelklasse-Dasein gefangen und kann ihren halbwüchsigen Sohn Murat nicht loslassen, der von zu Hause abhaut; Güzin ist erfolgreiche Geschäftsfrau, aber in eine unglückliche Liebesbeziehung zu einem verheirateten Mann verstrickt; Mehmet führt als „Aussteiger“ ein zielloses Leben mit zuviel Alkohol und Marihuana und wird von seinen Schwestern verachtet, denen er auf der Tasche liegt. Sie alle haben kaum Zeit für ihre Mutter, die sich ihrerseits in der fremden Umgebung nicht eingewöhnen kann. Nusret sitzt verloren am Fenster oder reißt aus und läuft orientierungslos durch die Stadt. Schließlich scheint das Pflegeheim der einzige Ausweg. Nur ihrem rebellischen Enkel Murat gelingt es, Zugang zu seiner Großmutter zu finden, die zunehmend in ihrer eigenen Welt lebt. Murat entführt Nusret aus dem Heim und macht mit ihr einen Tagesausflug per Schiff, bei dem die alte Frau sichtlich aufblüht. Dann bestürmt sie ihn mit ihrem letzten Wunsch: sie möchte wieder zurück in ihr Dorf…

Regisseurin Yeşim Ustaoğlu erzählt auf intensive und feinfühlige Weise eine universale Geschichte über Eltern und Kinder und menschliche Konflikte, die in Istanbul und am Schwarzen Meer spielt, die aber so ähnlich in jeder modernen Großstadt stattfinden könnte. Herausragend die fast 90jährige französische Schauspielerin Tsilla Chelton als Nusret, die beim Festival von San Sebastian verdientermaßen den Preis als beste Darstellerin bekam. Zugleich wurde PANDORA’S BOX mit dem Hauptpreis, der „Goldenen Muschel“, als bester Film ausgezeichnet.

mehr bei :
http://www.kairosfilm.de/filme/pandoras_box/index.htm  ↓

http://www.youtube.com/watch?v=XHxOtepF3b8

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

2010-10-24 morgen beginnt die interkulturelle Woche

 

programm_lang.pdf

 
   
   

01.10.2010 ARTE TV Spielfilm Zimt und Koriander im Rahmen der Istanbul Woche

quelle und mehr: arte.tv/Istanbul trailer bei youtube:  http://www.youtube.com/watch?v=OFeUAPVai0M

Freitag, 1. Oktober 2010 

20:15
 Zimt und Koriander

Als der Grieche Fanis erfährt, dass sein Großvater krank ist, besucht er ihn in Istanbul, wo seine Familie früher lebte…

DETAILS

ARTE/ERT

Freitag, 1. Oktober 2010 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
06.10.2010 um 00:55
Zimt und Koriander
(Griechenland, 2003, 103mn)
ARTE / ERT
Regie: Tassos Boulmetis
Kamera: Takis Zervoulakos
Musik: Evanthia Reboutsika
Schnitt: George Mavropsaridis
Darsteller: Basak Köklükaya (Saime), Georges Corraface (Fanis Iakovides), Ieroklis Michaelidis (Savas Iakovidis), Markos Osse (Fanis), Renia Louizidou (Soultana Iakovidou), Stelios Maninas (Onkel Aimilios), Tamer Karadagli (Mustafa), Tassos Bandis (Großvater Vassilis)
Autor: Tassos Boulmetis
Produzent: Lily Papadopoulos, Artemis Skouloudi

16:9 (Breitbildformat)
Als der Grieche Fanis erfährt, dass sein Großvater krank ist, besucht er ihn in Istanbul, wo seine Familie früher lebte. Erinnerungen werden wach, an seine Kindheit, das Lebensmittelgeschäft des Großvaters und seine erste Liebe, die Türkin Saime. Doch dieses Idyll fand ein jähes Ende, als die Griechen 1964 Istanbul verlassen mussten. Nun besucht Fanis die Orte seiner Kindheit, schwelgt in Erinnerungen und hinterfragt auch seinen eigenen Lebensweg.

In dem Wort “Gastronomie” stecke auch das Wort “Astronomie”, lernt Fanis als Kind von seinem Großvater, und dass Pfeffer heiß sei und wie die Sonne brenne, während Zimt sanft und würzig sei wie Venus und die Frauen. “Damit das Leben interessant ist”, so der Großvater, “braucht es ein wenig Würze”.
Fanis’ Großvater betreibt ein Lebensmittelgeschäft in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Die Griechen treffen sich bei großen, geselligen Familienessen in vertrauter Runde und leben friedlich mit den türkischen Nachbarn zusammen. Doch diese Eintracht findet ein jähes Ende, als die Griechen 1964 das schöne Istanbul für immer verlassen müssen.
Fanis’ Familie geht nach Griechenland und für den kleinen Jungen bricht eine Welt zusammen. 30 Jahre später kehrt Fanis, inzwischen Astrophysiker und begeisterter Koch, nach Istanbul zurück, als er erfährt, dass sein Großvater krank ist. Er besucht die Orte seiner Kindheit und will herausfinden, ob es ihm trotz der Brüche in der Vergangenheit gelungen ist, seinem Erwachsenenleben genug Würze zu geben.

Mit viel Einfühlungsvermögen und Humor lässt der aus Istanbul stammende griechische Regisseur Tassos Boulmetis die Zeit auferstehen, in der das kosmopolitische Istanbul vielen Griechen eine Heimat war.
Der Film gewann beim Thessaloniki Film Festival 2003 zehn Auszeichnungen sowie den “Variety Critics Choice Award” beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary 2004 als einer der zehn besten europäischen Filme.

Hessischer Friedenspreis geht an den Palästinenser Ismail Khatib

Erstmals geht der Hessische Friedenspreis nach Palästina. Preisträger Ismail Khatib erinnerte in Wiesbaden an seinen toten Sohn: Dessen Spenderorgane schenkten fünf Kindern im Feindesland Israel das Leben.
In einer bewegenden Feier ist der Palästinenser Ismail Khatib mit dem Hessischen Friedenspreis 2010 geehrt worden. Der gelernte Automechaniker Khatib sprach in Wiesbaden über seinen Sohn Ahmed, der 2005 im Alter von elf Jahren von israelischen Soldaten erschossen worden war. „Seine einzige Schuld war das Spielen auf offener Straße gewesen.“ Der 44 Jahre alte Khatib und seine Frau hatte sich damals entschlossen, Ahmeds Organe für israelische Kinder zu spenden und so ein Zeichen des Friedens zu setzen.

Das Friedenspreis-Kuratorium würdigte dies am Mittwoch als eine „einzigartige, persönlich schwer errungene Tat“ im seit Jahrzehnten andauernden Nahost-Konflikt. Der Friedenspreis ist mit 25.000 Euro dotiert, er wird seit 1994 von der Albert-Osswald-Stiftung vergeben.

quelle und mehr:  FAZ    trailer zum film: das herz von jenin : http://www.youtube.com/watch?v=cKMIBNepebA&feature=related

 

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