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| Aktionstag Martin Buber Schule | Stadtführung türkisch deutsch | Rückkehr in ein unbekanntes Land |
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Film „Pandora’s Box“
(türkisch mit deutschen Untertiteln)
eine Veranstaltung im Rahmen der interkulturellen Woche Heppenheim
Veranstalter: Christlich – Islamischer Dialog im Kreis Bergstrasse
Eintritt : 5 EUR Zum Film PANDORA’S BOX erzählt von drei Generationen: Die Großmutter Nusret lebt seit Jahrzehnten in einem kleinen Bergdorf am Schwarzen Meer und beginnt, allmählich ihr Gedächtnis zu verlieren. Eines Tages wird sie vermisst. Ihre drei erwachsenen Kinder, zwei Töchter und ein Sohn, müssen aus der Metropole Istanbul anreisen. Auf der langen gemeinsamen Autofahrt von der Hauptstadt in das Heimatdorf werden schnell Spannungen zwischen den Geschwistern spürbar. Es ist, als hätte sich unmerklich eine Büchse der Pandora geöffnet: Ungelöste Konflikte kommen wieder zum Vorschein. Nach einer großen Suchaktion wird die Großmutter verirrt in den Bergen gefunden. Es ist klar, dass sie nicht mehr alleine wohnen kann. Also nehmen ihre Kinder sie mit nach Istanbul. Doch was nun? Alle drei führen ihr eigenes kompliziertes Leben: Nesrin, die älteste, ist in ihrem Mittelklasse-Dasein gefangen und kann ihren halbwüchsigen Sohn Murat nicht loslassen, der von zu Hause abhaut; Güzin ist erfolgreiche Geschäftsfrau, aber in eine unglückliche Liebesbeziehung zu einem verheirateten Mann verstrickt; Mehmet führt als „Aussteiger“ ein zielloses Leben mit zuviel Alkohol und Marihuana und wird von seinen Schwestern verachtet, denen er auf der Tasche liegt. Sie alle haben kaum Zeit für ihre Mutter, die sich ihrerseits in der fremden Umgebung nicht eingewöhnen kann. Nusret sitzt verloren am Fenster oder reißt aus und läuft orientierungslos durch die Stadt. Schließlich scheint das Pflegeheim der einzige Ausweg. Nur ihrem rebellischen Enkel Murat gelingt es, Zugang zu seiner Großmutter zu finden, die zunehmend in ihrer eigenen Welt lebt. Murat entführt Nusret aus dem Heim und macht mit ihr einen Tagesausflug per Schiff, bei dem die alte Frau sichtlich aufblüht. Dann bestürmt sie ihn mit ihrem letzten Wunsch: sie möchte wieder zurück in ihr Dorf… Regisseurin Yeşim Ustaoğlu erzählt auf intensive und feinfühlige Weise eine universale Geschichte über Eltern und Kinder und menschliche Konflikte, die in Istanbul und am Schwarzen Meer spielt, die aber so ähnlich in jeder modernen Großstadt stattfinden könnte. Herausragend die fast 90jährige französische Schauspielerin Tsilla Chelton als Nusret, die beim Festival von San Sebastian verdientermaßen den Preis als beste Darstellerin bekam. Zugleich wurde PANDORA’S BOX mit dem Hauptpreis, der „Goldenen Muschel“, als bester Film ausgezeichnet. mehr bei :
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quelle und mehr: arte.tv/Istanbul trailer bei youtube: http://www.youtube.com/watch?v=OFeUAPVai0M
Freitag, 1. Oktober 2010
| 20:15 |
Zimt und Koriander
Als der Grieche Fanis erfährt, dass sein Großvater krank ist, besucht er ihn in Istanbul, wo seine Familie früher lebte… |
| DETAILS | |
![]() ARTE/ERT Freitag, 1. Oktober 2010 um 20.15 UhrWiederholungen:
In dem Wort “Gastronomie” stecke auch das Wort “Astronomie”, lernt Fanis als Kind von seinem Großvater, und dass Pfeffer heiß sei und wie die Sonne brenne, während Zimt sanft und würzig sei wie Venus und die Frauen. “Damit das Leben interessant ist”, so der Großvater, “braucht es ein wenig Würze”. Mit viel Einfühlungsvermögen und Humor lässt der aus Istanbul stammende griechische Regisseur Tassos Boulmetis die Zeit auferstehen, in der das kosmopolitische Istanbul vielen Griechen eine Heimat war. |
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Erstmals geht der Hessische Friedenspreis nach Palästina. Preisträger Ismail Khatib erinnerte in Wiesbaden an seinen toten Sohn: Dessen Spenderorgane schenkten fünf Kindern im Feindesland Israel das Leben.
In einer bewegenden Feier ist der Palästinenser Ismail Khatib mit dem Hessischen Friedenspreis 2010 geehrt worden. Der gelernte Automechaniker Khatib sprach in Wiesbaden über seinen Sohn Ahmed, der 2005 im Alter von elf Jahren von israelischen Soldaten erschossen worden war. „Seine einzige Schuld war das Spielen auf offener Straße gewesen.“ Der 44 Jahre alte Khatib und seine Frau hatte sich damals entschlossen, Ahmeds Organe für israelische Kinder zu spenden und so ein Zeichen des Friedens zu setzen.
Das Friedenspreis-Kuratorium würdigte dies am Mittwoch als eine „einzigartige, persönlich schwer errungene Tat“ im seit Jahrzehnten andauernden Nahost-Konflikt. Der Friedenspreis ist mit 25.000 Euro dotiert, er wird seit 1994 von der Albert-Osswald-Stiftung vergeben.
quelle und mehr: FAZ trailer zum film: das herz von jenin : http://www.youtube.com/watch?v=cKMIBNepebA&feature=related