01.10.2010 ARTE TV Spielfilm Zimt und Koriander im Rahmen der Istanbul Woche

quelle und mehr: arte.tv/Istanbul trailer bei youtube:  http://www.youtube.com/watch?v=OFeUAPVai0M

Freitag, 1. Oktober 2010 

20:15
 Zimt und Koriander

Als der Grieche Fanis erfährt, dass sein Großvater krank ist, besucht er ihn in Istanbul, wo seine Familie früher lebte…

DETAILS

ARTE/ERT

Freitag, 1. Oktober 2010 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
06.10.2010 um 00:55
Zimt und Koriander
(Griechenland, 2003, 103mn)
ARTE / ERT
Regie: Tassos Boulmetis
Kamera: Takis Zervoulakos
Musik: Evanthia Reboutsika
Schnitt: George Mavropsaridis
Darsteller: Basak Köklükaya (Saime), Georges Corraface (Fanis Iakovides), Ieroklis Michaelidis (Savas Iakovidis), Markos Osse (Fanis), Renia Louizidou (Soultana Iakovidou), Stelios Maninas (Onkel Aimilios), Tamer Karadagli (Mustafa), Tassos Bandis (Großvater Vassilis)
Autor: Tassos Boulmetis
Produzent: Lily Papadopoulos, Artemis Skouloudi

16:9 (Breitbildformat)
Als der Grieche Fanis erfährt, dass sein Großvater krank ist, besucht er ihn in Istanbul, wo seine Familie früher lebte. Erinnerungen werden wach, an seine Kindheit, das Lebensmittelgeschäft des Großvaters und seine erste Liebe, die Türkin Saime. Doch dieses Idyll fand ein jähes Ende, als die Griechen 1964 Istanbul verlassen mussten. Nun besucht Fanis die Orte seiner Kindheit, schwelgt in Erinnerungen und hinterfragt auch seinen eigenen Lebensweg.

In dem Wort “Gastronomie” stecke auch das Wort “Astronomie”, lernt Fanis als Kind von seinem Großvater, und dass Pfeffer heiß sei und wie die Sonne brenne, während Zimt sanft und würzig sei wie Venus und die Frauen. “Damit das Leben interessant ist”, so der Großvater, “braucht es ein wenig Würze”.
Fanis’ Großvater betreibt ein Lebensmittelgeschäft in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Die Griechen treffen sich bei großen, geselligen Familienessen in vertrauter Runde und leben friedlich mit den türkischen Nachbarn zusammen. Doch diese Eintracht findet ein jähes Ende, als die Griechen 1964 das schöne Istanbul für immer verlassen müssen.
Fanis’ Familie geht nach Griechenland und für den kleinen Jungen bricht eine Welt zusammen. 30 Jahre später kehrt Fanis, inzwischen Astrophysiker und begeisterter Koch, nach Istanbul zurück, als er erfährt, dass sein Großvater krank ist. Er besucht die Orte seiner Kindheit und will herausfinden, ob es ihm trotz der Brüche in der Vergangenheit gelungen ist, seinem Erwachsenenleben genug Würze zu geben.

Mit viel Einfühlungsvermögen und Humor lässt der aus Istanbul stammende griechische Regisseur Tassos Boulmetis die Zeit auferstehen, in der das kosmopolitische Istanbul vielen Griechen eine Heimat war.
Der Film gewann beim Thessaloniki Film Festival 2003 zehn Auszeichnungen sowie den “Variety Critics Choice Award” beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary 2004 als einer der zehn besten europäischen Filme.

Istanbul – Kulturhauptstadt Europas 2010

Aufgrund eines EU-Beschlusses aus dem Jahr 2000 wurde der Titel “Kulturhauptstadt Europas” für die Jahre 2005-2010 auf die Nicht-Mitgliedstaaten der EU erweitert. Somit hat Istanbul die Chance gehabt, sich um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2010 zu bewerben. Zu diesem Zweck wurde von der Gruppe “Initiative”, der 13 Zivilgesellschaftsorganisationen angehören, in Zusammenarbeit mit den türkischen Außen-, Kultur-und Fremdenverkehrsministerien und unter aktiver Mitarbeit und Unterstützung der Großstadtgemeinde von Istanbul ein Projektdossier erarbeitet. Die Koordinierung von Arbeiten wurde von der Stiftung der Kultur und Kunst Istanbul durchgeführt.

Istanbul, ehemals Hauptstadt dreier Imperien, eine Stadt, in der die drei monotheistischen Religionen zusammentrafen, verschiedene Zivilisationen sich begegneten und ein Jahrhunderte langes Miteinanderleben lernten. Bei dem vorgestellten Projekt hat man sich von den das Leben prägenden vier Grundelementen ” Erde, Wasser, Luft und Feuer” inspirieren lassen und diese vier Elemente mit der Eigenart dieser Stadt verknüpft.

Dabei stellt “Erde” Tradition und Transformation dar. Die Gottesgnade symbolisierende “Luft” steht für das Treffen der inländischen und ausländischen Musiker. “Wasser”, hinweisend auf die Stadt und das Meer, zeigt die verschiedenen Veranstaltungen am Bosporus an. “Feuer” als Sinnbild für die Gestaltung der Zukunft, konzentriert sich auf Moderne Kunst und auf sämtliche für die Bevölkerung zugänglichen Aktivitätsprogramme.

Die EU-Auswahljury hat bei ihrer Sitzung zwischen 14. und 15. März 2006 in Brüssel für die Benennung der Stadt Istanbul als Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2010 neben Pechs(Ungarn) und Essen (Deutschland) ihre entsprechende Empfehlung abgegeben.

Bei der öffentlich zugänglichen Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Kultur des Europäischen Parlaments am 14. November 2006 wurde die Ernennung von Istanbul als Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2010, neben anderen Städten bestätigt.

quelle und mehr: quelle

siehe aber auch : zur menschenrechtslage in der türkei



Veröffentlicht in kulturhauptstadt 2010. Kommentare deaktiviert
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