(K)eine Bühne für Thilo Sarrazin

Am 30. Juni 2011 planen die Wirtschaftsjunioren Rhein-Neckar im Mannheimer Rosengarten eine Veranstaltung in der Reihe „Klartext“. Dazu haben sie Thilo Sarrazin eingeladen.

Eine Intiative kritisiert dieses Vorhaben und sammelt dagegen Unterschriften im Netz, ausserdem soll eine Anzeige in der Lokalpresse geschaltet werden.

Der Aufruf der Intiative beginnt mit den Worten: Niemand will Herrn Sarrazin sein grundgesetzlich verbrieftes Recht auf freie Meinungsäußerung absprechen. Aber so wie wir in dieser von Migration geprägten Stadt eine gute Tradition gegen Rechts haben, sollten wir angesichts dieser Einladung auch Klartext sprechen. Mannheim hat sein Ziel in der Integrationspolitik mit „Toleranz bewahren und zusammen leben“ überschrieben. Integration ist Arbeit und Handausstrecken und findet täglich in den Vierteln Mannheims statt. Migranten bereichern maßgeblich Kultur und Wirtschaft nicht nur der Quadratestadt……………..mehr bei: http://www.openpetition.de/petition/online/keine-buehne-fuer-salonrassismus-in-mannheim


mehr zu srrazins thesen auf diesem blog unter: http://ffduseh.wordpress.com/2011/01/09/forscherteam-der-hu-uberpruft-die-thesen-thilo-sarrazins/


siehe auch unserern themenschwerpunkt: flucht migration,multikulti    http://ffduseh.wordpress.com/category/fluchtmigrationmultikulti/feed/


Medizinische Versorgung für Menschen ohne Papiere

Den folgenden Text haben wir auf der Internet-Seite der Bundesärztekammer gefunden.
http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=3.71.8899.8975.9053


Europäische Erklärung zur medizinischen Versorgung für Menschen ohne Papiere
Ende März Übergabe im EU-Parlament
Berlin, 28.02.2011

Mit Hilfe der „Europäische Erklärung“ machen Beschäftigte im Gesundheitswesen auf die tagtäglichen Menschenrechtsverletzungen beim Zugang zur Gesundheitsversorgung aufmerksam, die Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung permanent erleben. Seit der europaweiten Veröffentlichung haben über 6000 Gesundheitsorganisationen, MitarbeiterInnen des Gesundheitswesen und BürgerInnen die Erklärung unterschrieben. Zu den Unterzeichnern gehört u.a. der Vorstand der Bundesärztekammer, dem die Präsidentinnen und Präsidenten aller Ärztekammern angehören.

In den meisten Ländern der Europäischen Union haben Menschen ohne Aufenthaltstitel erhebliche Probleme, Zugang zu adäquater Gesundheitsversorgung zu erhalten. Restriktive Gesetzgebungen, administrative Barrieren und die häufig anzutreffende Diskriminierung der Betroffenen in Einrichtungen des Gesundheitswesens halten viele Menschen ohne Papiere davon ab, sich im Krankheitsfall behandeln zu lassen. Hinzu kommen die Ängste der irregulären MigrantInnen, entdeckt und abgeschoben zu werden. Diese halten sie davon ab, notwendige medizinische Hilfen in Anspruch zu nehmen.

Ärzte der Welt engagiert sich schon seit langem für einen gleichberechtigten Zugang für Menschen ohne Papiere zur medizinischen Versorgung. Mit der Petition setzt Ärzte der Welt und das europäische HUMA-Netzwerk ein eindeutiges Zeichen und fordert alle Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten auf, die Erklärung zu unterzeichnen.

Die Petition wurde neben der Bundesärztekammer schon von zahlreichen anderen Verbänden, Organisationen und Einzelpersonen unterzeichnet, u.a. von Tom Königs, MdB (Bündnis 90/ Die Grünen, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe) und Dr. Monika Hauser, Alternative Nobelpreisträgerin 2008, sowie PRO ASYL, IPPNW und VDÄÄ.

Noch bis zum Mitte März sind alle Gesundheitsberufe aufgerufen, die Europäische Erklärung zu unterschrieben und weiterzuverteilen und sich damit für die bessere Versorgung von irregulären MigrantInnen einzusetzen. Die Erklärung wird dann von den beteiligten Initiatoren in den jeweiligen Heimatländern an die GesundheitsministerInnen übergeben. Des Weiteren findet am 22. März 2011 eine Übergabe der Petition im Europäischen Parlament statt.

Mehr Informationen zur Europäischen Erklärung:  http://www.huma-network.org/averroes_de/Petitions/Europaeische-Erklaerung-zum-freien-Zugang-zur-medizinischen-Versorgung-fuer-Menschen-ohne-Papiere


siehe auch  illegalität (jesuiten flüchtlingsdienst) und barmherzigkeit (bischofskonferenz)   und : taz: papierlose bekommen rechte und wikipedia, illegale einwanderung und patienten dritter klasse zum beraterhandbuch illegalität : http://www.caritas.de/47009.html


Forscherteam der HU überprüft die Thesen Thilo Sarrazins

quelle und mehr : http://www.hu-berlin.de/pr/nachrichten/nr1101/nr_110107_01   und http://www.heymat.hu-berlin.de/
Die 70-seitige Veröffentlichung ist online abrufbar.
Das an der Humboldt-Universität zu Berlin am Institut für Sozialwissenschaften angesiedelte Forschungsprojekt „Hybride Europäisch-Muslimische Identitätsmodelle“ (HEyMAT), das von der Volkswagen-Stiftung finanziert wird, hat ein Dossier veröffentlicht, das sich mit den Thesen von Thilo Sarrazin beschäftigt.
Im Dossier mit dem Titel „Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand“ werden zentrale Thesen Thilo Sarrazins zu Muslimen in Deutschland auf der Basis von empirischem Datenmaterial und wissenschaftlichen Studien kritisch überprüft.

Insbesondere das 7. Kapitel „Zuwanderung und Integration“ in Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ wird aufgearbeitet. Einzelne Textpassagen und Zitate aus anderen Kapiteln seines Buches sowie explizite Aussagen zu „Muslimen“ in Interviews fanden hierbei ebenfalls Berücksichtigung.
In der nun vorliegenden, knapp 70 Seiten umfassenden Veröffentlichung wurden sowohl die Daten des Mikrozensus 2008 und 2009 im Hinblick auf die Thesen Thilo Sarrazins untersucht als auch 20 repräsentative Studien der renommiertesten deutschen Forschungseinrichtungen berücksichtigt und analysiert. Dabei erfolgte die Interpretation des Datenmaterials überwiegend in enger Absprache mit den Autoren der jeweiligen Studien.
Die Daten stammen u.a. aus Studien des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dem Statistischen Bundesamt (Destatis) und dem Bundesinnenministerium (BMI). Wissenschaftlich fundierte Studien wie etwa das Jahresgutachten des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Migration und Integration (SVR), Analysen von Forschungszentren wie dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld oder Forschungsergebnisse namhafter Stiftungen sind ebenfalls zentraler Bestandteil der Analysen.

Die Quellen werden im Dokument selbst ausführlich zitiert und die Analysen werden mit Aussagen aus dem Buch „Deutschland schafft sich ab“ in Bezug gesetzt. Dabei stehen Thilo Sarrazins Thesen über „die Muslime“ wahlweise auch über „die Türken und Araber“ den Ergebnissen der verwendeten Studien teilweise diametral entgegen. Der Fokus des Dossiers liegt auf der Entkräftung der Thesen und den Schlussfolgerungen Thilo Sarrazins.

In ihrer Veröffentlichung weisen die Autoren darauf hin, dass es sich nicht um eine Beschönigung von bestehenden Problemen der „Integration“ handelt, sondern die bestehende – vielfach wissenschaftlich dokumentierte – positive Entwicklung der „Integrationsdynamik“ stärker in den öffentlichen Diskurs Eingang finden muss. Es soll vermieden werden, diese „Integrationserfolge“ bewusst zu marginaliseren, um die langjährige Arbeit in der Politik, der Wissenschaft und im sozialen Bereich nicht zu gefährden.

Die Verföffentlichung „Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand“ (Hg. Naika Foroutan, Korinna Schäfer, Coskun Canan, Benjamin Schwarze, unter Mitarbeit von Damian Ghamlouche, Monika Roth und Sina Arnold) kann über die Homepage http://www.heymat.hu-berlin.de/kostenlos abgerufen und als Printversion bei Amazon erworben werden.


mehr infos : IG Metall: sarazins zahlen stimmen nicht  und  zeit-online: die anti sarrazzin studie sowie: frankfurter rundschau : kleine und grosse korrekturen auch:  http://www.spiegel.de/thema/thilo_sarrazin/dossier.rss  siehe auch.  faz net: wie man deutschland wieder schön rechnen kann und swr interview mit dr. klaus bade zu sarrazins thesen und  WDR presseclub, links zum thema integration


auf diesem blog: http://ffduseh.wordpress.com/category/turkische-eltern-legen-grossen-wert-auf-bildung/

Gatti: Bilal, als Illegaler auf dem Weg nach Europa

Der italienische Wallraff

Fabrizio Gatti

“Bilal: Als Illegaler auf dem Weg nach Europa”

Buchcover (Bild: Verlag) Bilal ist ein Illegaler, unterwegs auf einer der berüchtigtsten Transitrouten von Afrika nach Europa. Bilal ist Fabrizio Gatti, der renommierte italienische Journalist, der sich unter diesem Namen als Migrant unter die anderen gemischt hat, um zu erleben, was sie erleben, und davon zu erzählen. Von Dakar zieht er mit dem Flüchtlingsstrom bis in die Sahara; auf klapprigen Lastwagen durchqueren sie unter unvorstellbaren Entbehrungen die Wüste. Immer wieder werden sie überfallen. Schlepper und korrupte Polizisten wechseln sich darin ab, den Flüchtlingen ihre letzte Habe zu nehmen: Der moderne Menschenhandel entlang der neuen großen Trecks ist auch ein brutales, hochprofitables Geschäft. Viele stranden, manche Spur verliert sich für immer. Die es schaffen, die mit letzten Mitteln die Grenzen passieren, die gefährliche Überfahrt in viel zu vollen Booten übers Meer überleben, erwarten Auffanglager und brutale Abschiebung. Doch sie werden wiederkommen, solange sich das Elend in ihren Heimat­ländern nicht ändert. Die moderne Odyssee der neuen Arbeitssklaven hat gerade erst begonnen. Fabrizio Gatti ist, als Augenzeuge und Schriftsteller, ihr Chronist geworden.gefunden bei libribesprochen auch bei hr onlinehr online und br online zündfunk sowie buecher de

auf diesem blog : 7.10.2009: Urteil im Aap Anamur Prozess ergangen

und 18.01.2010: Symbolische Flüchtlingsaufnahme aus Malta

sowie: 09.01.2010 Save me weiter: 21.09.2009 Verfassungsgericht stoppt erstmalig Abschiebung nach Griechenland

 


Prinz Amir I. darf nicht im Bonner Münster reden

Erzbistum verbietet dem Moslem das Wort


Bonn. Prinz Amir I. hat an diesem Samstagnachmittag im Karnevalsgottesdienst im Bonner Münster Redeverbot – und bedauert das. “Er findet das sehr traurig”, sagt Prinzenführer Christoph Arnold. Hintergrund ist eine Regelung der Deutschen Bischofskonferenz, “und das sieht auch der Kölner Erzbischof so”, wie Reinhard Sentis, Pressereferent am Bonner Münster Freirtagabend erklärte.

So werde am Samstag ein ökumenischer Gottesdienst mit katholischer Beteiligung gefeiert. Und da der Prinz ein Moslem ist, dürfe er dort nicht aktiv werden und reden. Es handele sich nicht um einen interreligiösen Gottesdienst, so Sentis.

Schon im November sei über die Regelung mit dem Festausschuss gesprochen worden. “Der Prinz war da einverstanden, dass die Bonna spricht”, sagt Sentis. Er geht davon aus, dass dies heute nun auch so passiere.

Stadtdechant Wilfried Schumacher habe mittlerweile entschieden, eine Klausurtagung in Ahrweiler abzubrechen, um den Gottesdienst selbst zu halten. Laut Sentis woller er darstellen, worum es im Karneval geht. Sentis betont: “Wir wollen keinen brüskieren.”

quelle: bonner generalanzeiger siehe auch wdr lokalzeit (video) zu prinz amir über prinz amir

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