Leiharbeiter haben hohes Armutsrisiko

das behauptet der DGB , der dazu jüngst eine Studie durchgeführt hat. Wir dokumentieren dazu einen Artikel, den wir auf der Seite mindestlohn.de gefunden haben

http://www.mindestlohn.de/meldung/dgb-studie-leiharbeiter-haben-hohes-armutsrisiko.print.html

…” Leiharbeitskräfte mit einem Vollzeitjob verdienen im Durchschnitt nur etwa halb so viel wie Vollzeitbeschäftigte insgesamt. Das geht aus einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor. Die Lohnkluft zwischen Leiharbeitnehmern und festangestellten Beschäftigten habe sich in den vergangenen Jahren zu Lasten der Leiharbeiter vergrößert und werde noch weiter ansteigen. Bisher erhielten 19,1 Prozent der Leiharbeitskräfte pro Monat mehr als 2.000 Euro pro brutto. In der gesamten Wirtschaft gelte dies hingegen für gut 70 Prozent der Vollzeitbeschäftigten. 2009 verdiente eine Leiharbeitskraft in Westdeutschland durchschnittlich 1.456 Euro brutto im Monat, einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld. In Ostdeutschland lag der Durchschnittslohn einer Leiharbeitskraft sogar nur bei 1.124 Euro brutto. Mehr als zehn Prozent der Leiharbeitnehmer in Westdeutschland und jeder fünfte im Osten hatten trotz Vollzeitarbeit weniger als 1.000 Euro Monat verdient. „Armut trotz Arbeit ist hier an der Tagesordnung, selbst wenn sich Hartz IV eventuell durch einen Zweitjob am Abend oder durch eine Erwerbstätigkeit anderer Familienangehöriger verhindern lässt“, sagte der Arbeitsmarktexperte des DGB, Wilhelm Adamy, der Süddeutschen Zeitung. Im Jahr 2010 waren 92.000 der etwa 900.000 Leiharbeitnehmer in Deutschland zusätzlich auf Hartz IV angewiesen, um irgendwie über die Runden zu kommen. „Das Verarmungsrisiko der Leiharbeiter ist damit fast vier bis fünfmal größer als in der Gesamtwirtschaft“, stellt Adamy fest. Der Arbeitsmarktexperte hat für die DGB-Studie die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf der Grundlage von 500.000 Lohnangaben von Vollzeit-Leiharbeitskräften ausgewertet. ….”

zum thema auch:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/leiharbeit-streit-um-loehne-gleiche-bezahlung-aber-nicht-doch-1.1052867

Ihr kriegt mich nicht klein

Ihr kriegt mich nicht klein

Eine Discounter-Angestellte kämpft um ihre Rechte

Ulrike Schramm-de Robertis arbeitet schon immer im Einzelhandel. Bei KiK, Plus und Lidl erlebte sie schlechte Arbeitsbedingungen, Leistungsdruck und autoritäre Vorgesetzte. Doch alles wollte sich die Mutter von fünf Kindern nicht gefallen lassen. Sie hat sich gewehrt – mit Erfolg. Heute ist sie eine von weniger als zehn Betriebsräten in den über 3000 Lidl-Filialen in Deutschland. In diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte.

quelle und mehr: http://www.bookreporter.de/kritiken/3615-ihr-kriegt-mich-nicht-klein

aus einem interview mit stern – online vom februar 2010:

……..Bei den Discountern will jeder auf Teufel komm raus der Billigste sein. Man sieht es jetzt bei Netto. Die haben Plus aufgekauft, haben den größten Marktanteil und wollen alle anderen Discounter ausstechen. Viele Mitarbeiter werden scheinbar noch schlimmer behandelt als wir damals. Was wir schon erlebt haben, fängt dort möglicherweise erst an.

……………….Die Politik ist gefragt. Der Mindestlohn ist ein entscheidender Punkt. Ich meine sogar, es müsste ein Mindesteinkommen her, damit jeder von seiner Arbeit leben kann. Es sollte zudem ein Gesetz geben, dass es bei größeren Unternehmen Betriebsräte geben muss.

mehr dazu: stern.de

Veröffentlicht in arbeitswelt, bücher, discounter, lidl, mindestlohn, Ulrike Schramm-de Robertis. Kommentare deaktiviert
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