Darfs e bissi mehr sein? _maximale Miethöhen für Arbeitslose im Kreis Bergstrasse

fragte die Verkäuferin in einer Frankfurter Fleischerei regelmässig beim samstäglichen Einkauf.
Zum Wortschatz einer Sachbearbeiterin/ eines Sachbearbeiterts  beim Eigenbetrieb Neue Wege
(zuständig für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen im Kreis Bergstrasse) gehört dieser Satz sicher nicht,
jedenfalls wenn es um die Kosten der Unterkunft geht. Neue Wege legt die Mietobergrenzen fest.
Diese Beträge  werden übernommen. Mehr nicht. Basta.
Viele “Kunden” finden allerdings keine Wohnung zu den von Neue Wege festgesetzten
Konditionen. Wir drucken die aktuellen Vorgabedaten von Neue Wege hier ab.

Zur Kritik an den Zahlen und am Verfahren verweisen wir unter anderem auf
http://sozialforumbergstrasse.wordpress.com/2011/10/04/kdu-veranstaltung/

zum download der nachfolgenden Tabelle: http://ffduseh.files.wordpress.com/2011/12/mieten-2011.pdf


Bensheim 27. Oktober _Erhalten ALG II Bezieher zuwenig Geld für Miete?

Diskussionsveranstaltung:
Zu wenig für Miete? – Arbeitslose zahlen drauf

Hartz IV-Bezieher bekommen neben ihrem Arbeitslosengeld von 364 Euro im Monat auch ihre Miete bezahlt. Der für die Erwerbslosen des Kreises Bergstraße zuständige Optionsbetrieb „Neue Wege“ hat hierfür eine Obergrenze festgelegt. Leider ist diese Grenze so niedrig, dass viele Erwerbslose keine Wohnung zu diesen Preisen finden.

Die Folge: Die Betroffenen müssen die Differenz zwischen der von „Neue Wege“ gezahlten und der tatsächlich zu zahlenden Miete von ihren 364 Euro Arbeitslosengeld abzwacken. Diese Differenz beträgt bis zu 100 Euro. Jeder fünfte Hartz IV-Bezieher an der Bergstraße ist davon betroffen.

Das Sozialforum Bergstraße lädt deshalb zu einer Veranstaltung mit dem Thema „Zu wenig für Miete? – Arbeitslose zahlen drauf “ und hat hierfür Experten eingeladen, die kompetent Auskunft über die Situation am Bergsträßer Wohnungsmarkt geben. Nach den kurzen Einführungsbeiträgen der Referenten können die Besucher mit ihnen diskutieren.

Podiumsteilnehmer
Bernhard Höfle, Immobilienmakler
Margit Heilmann, Geschäftsführerin Mieterbund Darmstadt/Südhessen
Stefan Rechmann, Kaufmännischer Betriebsleiter Neue Wege
Peter Hetzler, Erwerbsloseninitiative Andere Wege
Peter Kühn, Moderator

Termin + Ort
DO, 27. Oktober 2011, 19 Uhr
Kolpinghaus Bensheim
Am Rinnentor 46 / Ecke Neckarstraße (3 Minuten vom Bahnhof)

Veranstalter
Sozialforum Bergstraße
In Kooperation mit

Arbeitslosen-Treff Kompass Weschnitztal/Überwald (getragen vom Evangelischen Dekanat, dem Katholisches Bildungswerk Bergstraße/Odenwald und dem Katholischen Dekanat Bergstraße/Ost)
Caritas
DGB-Kreisverband Bergstraße
Erwerbsloseninitiative Andere Wege
Erwerbsloseninitiative Lichtblick (getragen vom Katholischen Dekanat Bergstraße, der Kolpingfamilie und der Caritas)
JuKuz e.V.

quelle: http://anderewege.wordpress.com/author/monopolis/


Die Veranstaltung am 27. Oktober 2011 im Bensheimer Kolpinghaus war gut besucht. Von den Kreistagsmitgliedern, die wir alle persönlich eingeladen hatten, waren zwar nur zwei SPDler gekommen. Das Desinteresse der restlichen Politiker hinderte die Besucher aber nicht daran, lebhaft darüber zu diskutieren, ob die von Neue Wege festgelegten Mietobergrenzen realistisch sind oder nicht. mehr bei:  http://anderewege.wordpress.com/2011/10/30/kdu-veranstaltung/

 


  mehr zu kosten der unterkunft auf diesem blog

für Hartz IV Empfänger und andere: “Zusatzleistungen” für Kinder und junge Erwachsene auf Antrag (Bildungs- und Teilhabepaket)


 

die folgenden Angaben haben wir gefunden bei neue wege. Dort gibt es auch Formulare zum herunterladen (die links zu den Formularen finden Sie auch am Ende dieses Textes):

http://neue-wege.org/s230_beratung-und-betreuung/bildungs-und-teilhabepaket 


Neue Wege schreibt:

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können rückwirkend zum 01.01.2011 neben ihrem monatlichen Regelbedarf auch sogenannte Leistungen für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft erhalten.

Alle Familien mit Kindern und Jugendlichen unter 18 bzw. 25 Jahren, die eine der folgenden Leistungen erhalten

  • Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) oder
  • Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung (SGB XII) oder
  • Wohngeld oder
  • Kinderzuschlag oder
  • nur ein geringes Einkommen erzielen (nach Prüfung)

sind grundsätzlich leistungsberechtigt und haben einen Rechtsanspruch auf Leistungen des Bildungspakets.

Was ist drin im Bildungspaket?

Ausflüge und Fahrten mit Schulen und Kitas

  • Kosten für Tagesausflüge und mehrtägige Fahrten in Schulen und Kitas werden übernommen.

 

Schulbedarf für Schülerinnen und Schüler

  • Es werden 100 Euro jährlich für Schulbedarf gezahlt, davon 70 Euro im ersten und 30 Euro im zweiten Schulhalbjahr.

 

Schülerbeförderungskosten

  • Schülerbeförderungskosten werden für die nächstgelegene Schule des gewählten Bildungsgangs im Kreis Bergstraße berücksichtigt, soweit diese tatsächlich erforderlich sind und nicht bereits von einer anderen Stelle übernommen werden.

 

Lernförderung

  • Aufwendungen für eine ergänzende angemessene Lernförderung werden übernommen, soweit diese geeignet und zusätzlich erforderlich ist, um die wesentlichen Lernziele nach den schulrechtlichen Bestimmung zu erreichen.

 

Mittagsverpflegung in Schule, Kita und Hort

  • Einen Zuschuss zur Mittagsverpflegung für Schüler und Kinder, die an einem gemeinschaftlichen Mittagessen teilnehmen, wird übernommen.

 

Kultur, Sport, Musik

  • Kinder und Jugendliche sollen an Vereins-, Kultur- oder Ferienangeboten teilnehmen, dafür stehen ihnen 10 Euro im Monat zur Verfügung.

 

Wichtig: Leistungen für den zurückliegenden Zeitraum 01. Januar 2011 bis 31.03.2011 können bei Neue Wege beantragt werden. Nach den gesetzlichen Regelungen müssen diese Anträge bis zum 30. April 2011 (1) gestellt werden.

Benötigte Formulare:

 


(1) p.s.: nach unserem Kenntnisstand soll die oben genannte Antragsfrist verlängert werden bis zum 30.6.2011

http://www.demo-online.de/nachrichten/antragsfrist-f-r-bildungspaket-wird-bis-30-juni-verl-ngert 


mehr zum thema hartz IV – Regelsätze und zum Bildungs- und Teilhabepaket bei :

 http://www.paritaet-bw.de/content/e153/e5719/e11864/


 lesenswert auch: was der mensch braucht: http://www.harald-thome.de/media/files/Was-der-Mensch-braucht-2011.pdf


infos und hilfen  soziales netzwerk, infos zum ALG II / Sozialgeld / infos für menschen mit schulden / infos für migranten  /verbrauchertipps / diverse / jobsuche etc

BA Vorstand Alt will im Umgang mit Langzeitarbeitslosen neue Wege gehen

Wie welt-online berichtet will die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Umgang mit Langzeitarbeitslosen laut Vorstand Heinrich Alt neue Wege gehen.  Alt wörtlich: “Die Zahl der Ein-Euro-Jobs wird künftig heruntergefahren”. Arbeitslose sollten  intensiver betreut und vermittelt werden. Im Aufschwung müssten alle Kräfte auf eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt konzentriert werden.

Für diejenigen Betroffenen, die keine Chance mehr auf eine reguläre Stelle hätten, sollte es einen zweiten “sozialen” Arbeitsmarkt geben. Auch diese schätzungsweise 200 000 bis 300 000 Arbeitslosen sollten ein Angebot bekommen. Laut welt-online verwies Alt beispielhaft auf staatlich geförderte Integrationsbetriebe. Alt wörtlich: “Viele Menschen wären glücklich über eine einfache Tätigkeit.” Das Beispiel der Behindertenwerkstätten zeige, dass es durchaus möglich sei, dass Menschen mit schweren Handicaps in die Arbeitswelt integriert werden könnten.

Zur besseren Umsetzung des Konzepts des “Förderns und Forderns” verwies der BA-Vorstand auch auf Trainingszentren nach niederländischem Vorbild. Dort müssten sich Arbeitslose jeden Morgen melden. Sie erhielten dort Unterstützung bei Bewerbungen, werden weitergebildet oder arbeiten dort in öffentlichen Arbeitsgelegenheiten. Mit diesem Konzept könne man auch die Schwarzarbeit unter Hartz-IV-Empfängern wirksam bekämpfen, habe Alt gesagt.

quelle und mehr: http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article11855810/Trainingszentren-fuer-Langzeitarbeitslose.html

Anmerkung: Im Kreis Bergstrasse ist für die Betreuung der Langzeitarbeitslosen nicht die BA zuständig sondern Neue Wege; Beiträge zu Neue Wege finden Sie auf diesem blog unter : http://ffduseh.wordpress.com/category/neue-wege/feed/bzw.: http://ffduseh.wordpress.com/category/neue-wege/   Kritisch zum sogenannten Zweiten Arbeitsmarkt Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern

Eigenbetrieb “Neue Wege” geht in die Fläche

Der Eigenbetrieb “Neue Wege” , im Kreis Bergstrasse u.a. zuständig für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen, will nach übereinstimmenden Berichten von echo online und morgenweb vom 07.5.2010 mit seiner sogenannten Einstiegsoffensive künftig an mehr Standorten im Kreis präsent sein. Bisher betreibt Neue Wege in eigener Regie sogenannte Jobcenter in Heppenheim, Viernheim, Mörlenbach und Bürstadt. An jedem der 4 Standorte standen schon bisher je 40 Plätze für das 8 wöchige Training zur Verfügung, in dessen Verluaf  Neu-”Kunden” für die Suche nach einem Arbeitsplatz fit gemacht werden sollen. An vier Tagen in der Woche kommen nach Angaben des morgenweb bei der Einstiegsoffensive Langzeitarbeitslose jeweils drei Stunden lang in Kleingruppen zusammen und bemühten sich intensiv um eine neue Stelle. Sie sichteten Jobangebote, erstellten Bewerbungsunterlagen und fänden heraus, welche Qualifikation ihnen vielleicht noch fehle. Unterstützt würden sie dabei von zwei Fallmanagern.

Den Rest des Beitrags lesen »

Veröffentlicht in einstiegsoffensive, hartz_IV_etc, heppenheim, neue wege, optionskommunen. Kommentare deaktiviert
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