Heinrich Heine Uni Düsseldorf: Missbrauchsskandal an der OSO fordert Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung heraus

Auf einem Server der Heinrich Heine Universität Düsseldorf haben wir den folgenden Text gefunden.

Auf der Seite finden sich ausserdem zahlreiche Links zu “Schlüsseltexten“, die für die gegenwärtige
Diskussion um die Schule von Bedeutung seien.

Zitat:

>>…. Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung sind durch den Mißbrauchsskandal an der Odenwaldschule herausgefordert. Die Odenwaldschule galt jahrzehntelang als reformpädagogisches Vorzeigeprojekt. Jetzt ist sie durch zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten. Manche sehen damit die Ideen der Reformpädagogik insgesamt diskreditiert. Das ist ein Fehlschluß, denn nach allem, was wir wissen, kommt sexueller Missbrauch am häufigsten in Familien vor – ohne dass bis heute deshalb die Familie generell zur Disposition gestellt wird. Auch wird kritisiert, dass der kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe vom 14. bis zum 17.3.2010 in Mainz abgehaltene, große Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft kein offizielles Forum zur Auseinandersetzung mit diesem brisanten Thema bot. Auch wenn sich die Kongreßorganisationsmaschinerie nicht in der Lage sah, dieses aktuelle Thema aufzugreifen, haben sich inzwischen prominente Bildungsforscher und Bildungsreformer (z.B. Micha Brumlik, Peter Dudek, Ulrich Herrmann, Heinz-Elmar Tenorth) in die öffentliche Debatte eingeschaltet. Auch einige Schriftsteller (Bodo Kirchhoff, Amelie Fried, Adolf Muschg) haben sich zu Wort gemeldet…<<<<

http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/sozwiss/bildungsforschung-und-bildungsmanagement/aktuelles/aktuelle-debatten/odenwaldschule/   

mehr zum thema odenwaldschule auch bei ffduseh:   http://ffduseh.wordpress.com/category/odenwaldschule/feed/

Ansichten zur Odenwaldschule

10. Oktober 2011:  Hans Dieter Erlenbach schreibt auf echo online:

Um die Führung der Odenwaldschule steht es schlimmer als bisher bekannt. Nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht, die die Schule bisher verschweigt. Damit aus den Sitzungen nichts an die Öffentlichkeit dringt, mussten die Mitglieder des Trägervereins ein Schweigegelübde unterschreiben.
Wie das ECHO bereits berichtete, sollen derzeit nur 150 von rund 230 möglichen Plätzen an der Schule mit Schülern belegt sein. Nach Informationen dieser Zeitung stehen momentan auf dem Schulgelände einige Häuser leer, in denen normalerweise Schulfamilien wohnen.
Vorgesehene Klassen konnten mangels Schüler nicht eingerichtet werden. Die informationstechnologische Ausbildung, das bestätigt das staatliche Schulamt, ist momentan nicht mehr gewährleistet………………

Quelle und mehr: http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/heppenheim/Odenwaldschule-Verordnetes-Schweigen-im-Hambachtal;art1245,2239790

04. Oktober 2011  : Hambachs Pfarrer Röhr zum Missbrauchsskandal und den Folgen (echo online): 

Am Sonntag habe ich erlebt, wie die große Gemeinschaft der Odenwaldschule, die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerschaft und die technischen Mitarbeiter, ihr Apfelfest feiern. Die evangelische Pfarrerin, Monika Bertram, hatte mich zum ökumenischen Erntedank eingeladen. Der kleinen Tanzgruppe um die Lehrerin Bobby Schiertz konnte ich dabei Dank sagen, denn sie hatten sich vor Kurzem mit mir für das Baby-Hospital in Bethlehem engagiert.
Diese Schulgemeinschaft erfährt seit mehr als einem Jahr manch heftige mediale Attacke im Zuge der Aufklärung der Missbrauchsfälle; die Opfer haben bis in die 80er Jahre Schlimmstes erduldet. Zu Recht haben sie die Öffentlichkeit gesucht und endlich Gehör gefunden. Ich frage mich aber immer mehr, ob es den Autoren, Plakatgestaltern und Filmemachern bewusst ist, was sie den heutigen Schülern antun………

quelle und mehr: http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/heppenheim/Gastbeitrag-Das-erneuerte-Leben-ist-zu-schuetzen;art1245,2223772

2011-05-24 Und wir sind nicht die Einzigen auf 3Sat

Und wir sind nicht die Einzigen

Der Missbrauch an der Odenwaldschule

Die Odenwaldschule galt als eine der angesehensten Internatsschulen Deutschlands und der Reformpädagogik, bis 2010 Berichte über massiven sexuellen Missbrauch bekannt wurden, die die Öffentlichkeit schockierte. Regisseur Christoph Röhl versucht in seinem Film, nicht nur den Ursachen des Missbrauchs auf den Grund zu gehen, sondern er beschäftigt sich auch mit dem „Schweigen“ auf allen Seiten.

quelle und mehr :

http://www.3sat.de/page/?source=/film/woche/154307/index.html


siehe auch : http://www.christophrohl.com/?page=05&showit=45&sprache=de

und: http://glasbrechen.de/2011/05/und-wir-sind-nicht-die-einzigen-–-film-von-christoph-rohl/

trailer:   http://www.youtube.com/watch?v=jU5vZY3VshA

die seite zum film:


der film läuft auch noch am 25.5.2011 in der Brenessel in Hemsbach

dazu auch: http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/heppenheim/In-das-System-Missbrauch-bdquo-reinerzogen-ldquo-;art1245,1867638


zum Thema auch neu erschienen:
 
Tilman Jens: „Freiwild. Die Odenwaldschule – Ein Lehrstück von Opfern und Tätern.“ Gütersloher Verlagshaus
 

mehr zum thema odenwaldschule auch auf diesem blog:

http://ffduseh.wordpress.com/category/odenwaldschule/feed/

Odenwaldschule wird 100

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