Der Geisterbus

Seit 12.12. 2010 hat Heppenheim einen Stadtbus (Linie 679 im VRN Fahrplanheft; flyer als pdffahrplan). Es hat allerdings den Anschein, dass die neue Einrichtung von den Bürgern bislang wenig angenommen wird. Der ehemalige Bürgermeister Obermayr spricht in einer Stellungnahme für die Presse ( siehe Starkenburger Echo vom 20.12.2010) gar von einem Geisterbus. Laut Obermayr fährt der Bus in einer achtförmigen Schleife Bereiche an, die meist in fünfzehn Minuten (vormachen, Herr Alt-Bürgermeister!) zu Fuss zu erreichen wären. Ausserdem bestünden bereits Busverbindungen (gemeint ist wohl vor allem die VRN Linie 669 Alsbach – Heppenheim und retour mit zahlreichen Haltestellen im Stadtgebiet; siehe auch: fahrplan als pdf). Obermayr bemängelt, dass der Stadtbus nicht zur Fahrt in die Innenstadt einlade. So sei der Parkhof ( aus verkehrstechnischen Gründen) als Haltestelle ausgespart worden. Hingegen erleichtere er die Fahrt zu den Märkten in der Tiergartenstrasse. Auch von den Senioren wird der Bus offenbar nicht angenommen. Obwohl der Stadtbus stündlich das Haus Johannes anfahre, will dort der Ex – Bürgermeister nie einen Fahrgast gesehen haben.  Die Zukunft des seniorengerechten Nahverkehrs, so Obermayr, müsse anders aussehen. Schliesslich bemängelt der Ex-Bürgermeister auch die Kosten des Projekts. Zu seiner Amtszeit habe man die Kosten für die Stadtbuslinie auf jährlich EUR 450.000 geschätzt, was schliesslich dazu geführt habe, von der Realisierung Abstand zu nehmen.

auch auf diesem blog: öffentlicher nahverkehr im kreis bergstrasse

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Öffentlicher Nahverkehr im Kreis Bergstrasse

16. Dezember 2009  | <?ZS> ai

Kreistag stellt Weichen für die Eisenbahn

aus echo online

Öffentlicher Personennahverkehr: Den Schienenverbindungen soll größere Bedeutung beigemessen werden

KREIS BERGSTRASSE. 

Der Bergsträßer Kreistag hat mit großer Mehrheit beschlossen, den insgesamt vier Eisenbahnlinien im Kreisgebiet größere Bedeutung beizumessen. Welche Auswirkungen das in der Praxis haben wird, soll in einer gemeinsamen Sitzung von Kreisausschuss und dem Kreistagsausschuss für Regionalpolitik und Infrastruktur beraten werden. Der Beschluss geht auf einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen zurück. Für diese Vorgehensweise stimmten Abgeordnete aller Fraktionen mit Ausnahme der Grünen, die sich der Stimmen enthielten. Deren Fraktionsvorsitzender Jochen Ruoff begründete die Enthaltung damit, dass zu der vorgesehenen Sitzung die Öffentlichkeit ausgeschlossen bleibt.

,,Investieren statt subventionieren – Für einen leistungsfähigen Schienennahverkehr”, so war der gemeinsame Antrag betitelt, den die beiden Fraktionen am 2. November dem Plenum vorgelegt hatten. Damals war der Entwurf zunächst zur weiteren Beratung an den Ausschuss für Regionalpolitik und Infrastruktur weitergeleitet worden.

Dieser Ausschuss hatte folgende Beschlussempfehlung formuliert: ,,Der Kreisausschuss wird unter Beteiligung des Ausschusses für Regionalpolitik und Infrastruktur beauftragt, den vorliegenden gemeinsamen Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zu prüfen und in das laufende Verfahren zur Ausschreibung der Verkehrsdienstleistungen durch den Verkehrsverbund Rhein Neckar (VRN) aufzunehmen”. Der von den Antragstellern benannte Verkehrsexperte Dieter Ludwig soll zu den Beratungen hinzugeladen werden. Ludwig hatte bei einer öffentlichen Veranstaltung von SPD und Grünen in Mörlenbach die Bedeutung des Schienenverkehrs für den ländlichen Raum herausgestellt. Das ECHO hat darüber berichtet.

Kernstück eines zukünftigen Eisenbahnkonzepts für die Region Bergstraße ist nach Ansicht von SPD und Grünen eine S-Bahn, die den Raum Frankfurt und Darmstadt mit Bensheim, Heppenheim, Weinheim, Mannheim, Lampertheim, Groß-Rohrheim und Gernsheim verbindet, das sogenannte ,,hessische U”. Es müsse sichergestellt werden, dass beim Aufbau eines S-Bahn-Systems keine Lücken entstehen.

Der Kreistag müsse gleichermaßen den leistungsfähigen Ausbau der weiteren im Kreisgebiet vorhandenen Bahnlinien, insbesondere der Weschnitztalbahn und der Nibelungenbahn als wichtige Ost-West-Verbindungen vorantreiben.

Der VRN müsse dafür sorgen, dass ein zukunftsfähiges Konzept bei den bevorstehenden Ausschreibungen eingearbeitet werden kann. Mit modernem Zugmaterial müssten ein Halbstundentakt ermöglicht und zusätzliche Haltepunkte eingerichtet werden. Die zusätzlichen Haltepunkte – insbesondere im Weschnitztal – müssten so zentral liegen, dass örtliche Verkehre aufgenommen werden können, ohne dass eine zusätzliche Anfahrt zu den außerhalb gelegenen Bahnhöfen erforderlich ist.

In Zukunft müssten vom Weschnitztal aus durchgehende Verbindungen nach Mannheim und Heidelberg hergestellt werden. Nach Ansicht von SPD und Grünen ist der Öffentliche Personennahverkehr ein entscheidender Standortfaktor.

 aus echo online : http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/kreis/art1145,489721

 lies auch. Per OEG im 20 Minuten Takt unterwegs:    http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/moerlenbach/art1248,437687

lies weiter: wikipedia überwaldbahn und wikipedia weschnitztalbahn sowie  wikipedia nibelungenbahn sowie  wikipedia OEG wikipedia OEG ; auch VRN Netzplan (Landkarte), / VRN Schienennetz als pdf  /  der VRN bei wikipedia // siehe auch Aktionsbündnis Überwaldbahn

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