16. Dezember 2009 | <?ZS> ai
Kreistag stellt Weichen für die Eisenbahn
aus echo online
Öffentlicher Personennahverkehr: Den Schienenverbindungen soll größere Bedeutung beigemessen werden
KREIS BERGSTRASSE.
Der Bergsträßer Kreistag hat mit großer Mehrheit beschlossen, den insgesamt vier Eisenbahnlinien im Kreisgebiet größere Bedeutung beizumessen. Welche Auswirkungen das in der Praxis haben wird, soll in einer gemeinsamen Sitzung von Kreisausschuss und dem Kreistagsausschuss für Regionalpolitik und Infrastruktur beraten werden. Der Beschluss geht auf einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen zurück. Für diese Vorgehensweise stimmten Abgeordnete aller Fraktionen mit Ausnahme der Grünen, die sich der Stimmen enthielten. Deren Fraktionsvorsitzender Jochen Ruoff begründete die Enthaltung damit, dass zu der vorgesehenen Sitzung die Öffentlichkeit ausgeschlossen bleibt.
,,Investieren statt subventionieren – Für einen leistungsfähigen Schienennahverkehr”, so war der gemeinsame Antrag betitelt, den die beiden Fraktionen am 2. November dem Plenum vorgelegt hatten. Damals war der Entwurf zunächst zur weiteren Beratung an den Ausschuss für Regionalpolitik und Infrastruktur weitergeleitet worden.
Dieser Ausschuss hatte folgende Beschlussempfehlung formuliert: ,,Der Kreisausschuss wird unter Beteiligung des Ausschusses für Regionalpolitik und Infrastruktur beauftragt, den vorliegenden gemeinsamen Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zu prüfen und in das laufende Verfahren zur Ausschreibung der Verkehrsdienstleistungen durch den Verkehrsverbund Rhein Neckar (VRN) aufzunehmen”. Der von den Antragstellern benannte Verkehrsexperte Dieter Ludwig soll zu den Beratungen hinzugeladen werden. Ludwig hatte bei einer öffentlichen Veranstaltung von SPD und Grünen in Mörlenbach die Bedeutung des Schienenverkehrs für den ländlichen Raum herausgestellt. Das ECHO hat darüber berichtet.
Kernstück eines zukünftigen Eisenbahnkonzepts für die Region Bergstraße ist nach Ansicht von SPD und Grünen eine S-Bahn, die den Raum Frankfurt und Darmstadt mit Bensheim, Heppenheim, Weinheim, Mannheim, Lampertheim, Groß-Rohrheim und Gernsheim verbindet, das sogenannte ,,hessische U”. Es müsse sichergestellt werden, dass beim Aufbau eines S-Bahn-Systems keine Lücken entstehen.
Der Kreistag müsse gleichermaßen den leistungsfähigen Ausbau der weiteren im Kreisgebiet vorhandenen Bahnlinien, insbesondere der Weschnitztalbahn und der Nibelungenbahn als wichtige Ost-West-Verbindungen vorantreiben.
Der VRN müsse dafür sorgen, dass ein zukunftsfähiges Konzept bei den bevorstehenden Ausschreibungen eingearbeitet werden kann. Mit modernem Zugmaterial müssten ein Halbstundentakt ermöglicht und zusätzliche Haltepunkte eingerichtet werden. Die zusätzlichen Haltepunkte – insbesondere im Weschnitztal – müssten so zentral liegen, dass örtliche Verkehre aufgenommen werden können, ohne dass eine zusätzliche Anfahrt zu den außerhalb gelegenen Bahnhöfen erforderlich ist.
In Zukunft müssten vom Weschnitztal aus durchgehende Verbindungen nach Mannheim und Heidelberg hergestellt werden. Nach Ansicht von SPD und Grünen ist der Öffentliche Personennahverkehr ein entscheidender Standortfaktor.
aus echo online : http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/kreis/art1145,489721
lies auch. Per OEG im 20 Minuten Takt unterwegs: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/moerlenbach/art1248,437687
lies weiter: wikipedia überwaldbahn und wikipedia weschnitztalbahn sowie wikipedia nibelungenbahn sowie wikipedia OEG wikipedia OEG ; auch VRN Netzplan (Landkarte), / VRN Schienennetz als pdf / der VRN bei wikipedia // siehe auch Aktionsbündnis Überwaldbahn
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