Scobel, 4.8.2011, podcast
Demokratie in der Krise
Es heißt, die Demokratie wäre die beste Regierungsform. Die einzige Alternative zu Willkür, Ungerechtigkeit und Faschismus. Tatsächlich ist die Demokratie im internationalen Vergleich und selbst in Europa ein zunehmend gefährdetes Gut. Wir werfen einen Blick auf unsere eigene Republik und diskutieren mit unseren Gästen Otfried Höffe und Joachim Gauck über die zunehmende Politikverdrossenheit. Demokratie in der Krise
mehr zum thema:
politikverdrossenheit: http://de.wikipedia.org/wiki/Politikverdrossenheit
die these von der refeudalisierung: http://attacberlin.de/ags/argumente/text-refeudalisierung/ und http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13482525/Die-gefaehrliche-Refeudalisierung-der-Politik.html
Strategien gegen die Verdrossenheit
Von Detlef Berentzen
Parteien verlieren Mitglieder, die Wahlbeteiligung sinkt bedrohlich, und viele Bürger haben das Vertrauen in die Politik verloren. Die Parteiendemokratie steckt in einer tiefen Legitimationskrise. Dabei hatte 1848 alles so gut angefangen, als der demokratische Aufbruch tobte und Jacob Grimm die Deutschen in der Paulskirche als ein “Volk von Freien” definierte. Die Parteien der Gegenwart indes provozieren Protest, viele Abgeordnete haben sich als Lobbyisten erwiesen. Es sind die zahlreichen Initiativen “von unten”, die Politik lebendig halten. Sie geben Anstoß für nötiges Umdenken und engagierte Debatten, die auch die Parteien verändern werden. Detlef Berentzen sprach mit Parteien- und Sozialforschern, präsentiert junge Aktivisten und alte Hoffnungsträger. …………….quelle und mehr: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/demokratie-krise/-/id=660374/nid=660374/did=7034756/10ohxkq/index.html
Auszug aus dem Artikel:
Partizipation 2.0
Die Debatte über „e-Democracy“ – also die Nutzung des Internet für die demokratische Willensbildung und Mitbestimmung – ist so alt wie das Internet selbst, ohne jedoch, dass sich daraus wirklich neue Herrschafts- oder Regierungsformen entwickelt haben. Oftmals haben sich entsprechende Diskussionen in der Einrichtung von Online-Kontaktformularen oder – wie in Estland – im eVoting, also der elektronischen Stimmenabgabe über das Internet, erschöpft. Wirkliche Neuerungen in der Art und Weise, wie die demokratische Willensbildung stattfindet, haben sich darüber hinaus hingegen bisher kaum ergeben………..
Auch ist das Internet nicht per se demokratisch. Aber es verändert unsere Kommunikation und ermöglicht neue Formen der Partizipation und des politischen Diskurses. Beispiele aus aller Welt – man denke an den Iran, Tunesien oder Libyen – zeigen, dass das Internet ein machtvolles Instrument in der demokratischen Teilhabe sein kann, jedoch auch, dass es alleine noch kein Garant für Meinungsfreiheit und die Abwesenheit von Zensur ist.
Auch das Internet als solches ist nicht vor Zensur gefeit, wie beispielsweise staatliche Eingriffe in China oder Saudi-Arabien zeigen. Das Internet, so wie wir es kennen, ist das Produkt einer demokratischen Gesellschaft und funktioniert nur, wenn neben den technischen auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen dies zulassen…………………………………..quelle und mehr: http://www.infsocblog.org/2011/05/partizipation-2-0/







