19 : 17 für Erneuerbare

Energy_Positive_Wind_Turbine_Green_clip_art_smallKnappe Mehrheit für die Windkraft

Stadtparlament: Klaus Bitsch (CDU)

stimmt gegen seine Fraktion

HEPPENHEIM. Am Donnerstag gab es eine Mehrheit von 19 zu 17 Stimmen in der Heppenheimer Stadtverordnetenversammlung für die Ausweisung von Vorrangflächen für Windräder auf dem Salzkopf bei Sonderbach und dem Kesselberg zwischen Ober-Hambach und Schannenbach. Der CDU-Stadtverordnete Klaus Bitsch stimmte dabei überraschend nicht mit seiner Fraktion.Bitsch begründete sein Ausscheren pragmatisch: „Wer mit dem Handy telefonieren will, muss mit Handymasten leben. Wer schnell Zug fahren will, muss mit ICE-Trassen leben. Und wer Strom verbrauchen will, muss mit stromerzeugenden Anlagen leben.“ Auch im mittelbar betroffenen Stadtteil Mittershausen, wo Bitsch lebt, sähen das viele Bewohner so.Somit beantragt die Stadt Heppenheim die Darstellung von Salzkopf und Kesselberg als Vorrangflächen für die Windenergienutzung.

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fs 31.10. 2009 / Quelle : echo online



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3 Antworten zu 19 : 17 für Erneuerbare

  1. Gerhard Röhrig schreibt:

    Lieber Herr Theobald,

    eines Ihrer Argumente gegen die Windkraft ist, dass die entsprechenden Anlagen nicht kontinuierlich Strom liefern und dass aus diesem Grund Gaskraftwerke in erheblichem Umfang zugebaut werden müssten. Woher haben Sie diese Weisheit?
    Wenn ich die Diskussion der letzten Wochen und Monate richtig verfolgt habe, so wäre es möglich durch eine geschickte Verknüpfung verschiedener erneuerbarer Energien eine ganztägige Versorgung mit EE zu organisieren.

    siehe dazu beispielsweise den Artikel „ Regeneratives Kombikraftwerk“ auf dieser Seite

    https://ffduseh.wordpress.com/2009/11/11/regeneratives-kombikraftwerk/

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Artikel „Kunde und Erzeuger optimal vernetzt“ von ver.di / Fachgruppe Bergbau und Energie

    http://energie-bergbau.ver-und-entsorgung.verdi.de/energiepolitik/smard_grid

    mit freundlichen Grüssen

    Gerhard Röhrig,
    Heppenheim

  2. Ernst Theobald schreibt:

    Wer sich die Mühe macht findet beim Bundesministerium für Umweltschutz die nötigen Informationen, um zu einer differentierten Sicht zu kommen:

    Einladung

    an Wissenschaft, Politik und verantwortungsbewußte Laien
    zum Neutscher Windkraft-Dialog* per Internet.

    Lieber Leser , seit 12 Jahren lebe ich unter den ältesten hessischen Wind – Kraft – Anlagen (WKA) im 200-Seelen-Dorf Neutsch / Modautal / GEOPark Odenwald und befasse mich als parteiloser Mathematiker /Ingenieur/Wirtschaftler zusammen mit sehr engagiertenKollegen seit längerem mit der Frage: „Wie kann Deutschland sein nationales Energieproblem lösen – welche Rolle spielen dabei in Zukunft die neuen WKA-Giganten, die höher als der Kölner Dom in den Himmel ragen?“

    Wenn Sie mich vor einem Jahr zur Windkraft gefragt hätten, so wäre meine Antwort gewesen: „ Nun, wenn’s nachts laut wird, dann stehe ich eben auf und schließe mein Schlafzimmerfenster; einen kleinen Beitrag muß doch jeder zum Umweltschutz bringen“.
    Ich gehörte zu den 85% der Deutschen, die laut INFRA-Test-Umfrage die WKA zu den nützlichen Erneuerbaren Energien rechnen, genau wie die meisten Politiker noch heute!

    Seitdem habe ich mich sehr ausführlich mit den Erneuerbaren Energien ( EE ) befaßt.
    Im www zugängliche Fakten führten mich zu äußerst provokativen Erkenntnissen:
    a. WKA sind ein Holzweg, ein Nischenprodukt und keine potentialreiche Leit-Technologie
    b. WKA bringen uns nur ein Arbeitsplatz-Strohfeuer, keine nachhaltige neue Industrie
    c. WKA können kein CO² einsparen , uns nicht vor der Erwärmungskathastrophe retten
    d. WKA bringen keinen direkten Beitrag, um ATOM-Kraft (AKW) abzuschalten
    e.die WKA-Euphorie hält uns davon ab –genau wie in den 70ern bei der ATOM-Kraft !!! –
    nachhaltige Gesamt-System-Lösungen für das Energieproblem zu suchen, um damit
    weltweiter Technologieführer und bewunderter Exportweltmeister zu bleiben – – – denn
    WKA sind keine nachhaltige Erneuerbare Energie ( NEE), sondern bedauerlicherweise
    p a r a s i t ä r e Erneuerbare Energie (PEE) (siehe unten).

    Als Merkel 1991 mit dem EEG die WKA forcierte, machte das noch Sinn: Unser Strom-Versorgungs- Netz verträgt ca. 5% eratische Leistungsschwankungen durch WKA. Die Schwungmasse der klassischen Kraftwerke fängt dies auf. Wir sind jetzt in Deutschland jedoch schon weit über 15% WKA-Leistungsanteil mit allen unten beschriebenen Problemen.
    Mit unerträglichen wirtschaftlichen , ökologischen, sozialen und menschlichen Kosten**,
    die –zumal in der historischen Kriesensituation von heute- von keinem Politiker verantwortet werden können und darum von uns allen aktives Einschreiten erfordern!°

    Daher brauchen wir m.E. umgehend einen Konsens für den Ausbaustopp bei WKA,
    so wie er analog für ATOM-Kraft besteht. Das sollte nach meinem derzeitigen Erkenntnisstand für jeden nachvollziehbar sein, der an die Gesetze der Physik glaubt –s.u..

    Unseren euphorischen Fehler beim ATOM-Ausbau sollten wir nicht wiederholen:
    Erst bauen – dann die Entsorgung bedenken. Sondern erst denken und dann bauen!
    Falls Sie dachten, das wäre längst passiert, dann schauen Sie sich die „Studien- und Prognosen“ der alten Regierung im Netz an. Bei Bedarf nennen ich gern Fundstellen.

    Zur Absicherung lade ich Interessierte –gleich ob Wissenschaftler; Politiker oder Laien –
    gern ein, die unterliegenden Fragen im Sinne von These/Antithese/Synthese zu diskutieren, um so beizutragen, eine gesamtgesellschaftliche Energie-Nachhaltigkeit zu organisieren und sonst drohende Altersarmut sowie Generationen-Konflikte zu vermeiden.

    10 Neutscher Thesen / Fragen zur Windkraft

    1. ATOM-KW sollten so rasch wie technisch/ökonomisch/ökologisch sinnvoll,
    vom Netz gehen. (GAU-und Entsorgungproblem)

    2. WKA – W e i t e r b a u s o f o r t s t o p p e n
    (wir schädigen mit der Fehlinvestition in PEE (s.u.) uns, unsere Kinder und
    Folgegenerationen durch Natur-Raubbau und Fehlalokation unserer
    volkswirtschaftlichen Resourcen.)

    3. WKA sparen k e i n CO² ein:
    weil für jede WKA ca. 80% Sklaven-Kapazität (SK) z.B. als GasKW oder
    SpeicherKW*** aufgebaut werden muß, um unsere Stromversorgung zu
    sichern. WKA sind daher parasitär (PEE ), da sie physikbedingt immer
    Doppelinvestitionen in SK erzwingen.

    Nachhaltige EE (NEE) sind z.B Geothermie, Bioenergie, Wasserkraft,
    die entsprechend dem Bedarf regelbar sind und ohne ökologisch und
    ökonomisch unverantwortbare Doppel-Investments und Doppel-
    Umweltbelastungen auskommen.

    3.1 bei uns in Neutsch laufen die Windmühlen statistisch 3 Stunden pro Tag.
    Im Hintergrund müssen die Gasturbinen die restlichen 21 Stunden arbeiten.
    Denn jedes Kind weiß: der Wind weht, wann er will – aber wir brauchen
    immer Strom.

    4. wir haben in Deutschland WKA mit 25 000 MW, entspricht 25 AKW.
    Da WKA leider PEE sind, konnten sie noch kein einziges AKW einsparen.
    Verdient haben nur die Windinitiatoren, zu Lasten von uns allen
    (Stromrechnung) und zu Lasten der malträtierten Umwelt.

    5. Wegen der WKA mußten 20 000 MW schnellreagierende Gasturbinen (GKW)
    aufgebaut werden. Damit verdienen die Energie-Groß-Konzerne , ebenfalls
    zu Lasten von Wirtschaft und Bürgern. Verständlich daß Großkonzerne nicht
    wirklich gegen WKA sind –sondern jetzt sogar selbst einsteigen!

    6. Wegen der Doppelinvestition in WKA und GKW wird:
    – der Strom völlig überteuert (vergleichen Sie Ihren Strompreis 09 mit 99!)
    – die Umwelt ehrlich gerechnet von WKA+SK sogar stärker mit CO² belastet
    – unsere Natur auf Generationen unverantwortlich geschädigt.

    7. Mit jeder Windmühle wird Deutschland noch abhängiger von Gas aus dem
    Osten (um das sich Schröder und Fischer bekanntlich bemühen !)

    8. Der Sinn des EEG (Erneuerbaren Energien Gesetzes) war die Kyoto-CO²-
    Senkung. Diese ist technisch nicht gegeben. Damit entfällt der Rechtsgrund
    für die Belastung der Bevölkerung und der Industrie mit Zwangsabgaben und
    für die noch Zukunftsgenerationen schädigenden Umwelteingriffe.

    Das Gesetz hätte zum 1.1.05 (Einführung EU-Zertifikatehandel) abgeschafft
    werden müssen. Wenn die neue Regierung nicht handelt, wird der Gang nach
    Karlsruhe kommen.
    9. WKA werden heute genauso in den Markt geprügelt wie vor 35 Jahren die AKW:
    Lobbyismus, Subventionen /Stromzwangsabgaben/ erst bauen . . . und dann denken,
    ob Probleme da sind. Bei ATOM ist es die fehlende Entsorgung.

    Bei WKA ist es das fehlende Konzept für eine ganzheitliche Systemgestaltung
    die wissenschaftliche / technische / ökonomische, ökologische uns soziale Aspekte
    berücksichtigt.
    Beide, WKA u n d ATOM sind o h n e ganzheitliche Konzepte m.E.
    ein Vergehen an künftigen Generationen !

    10. Überall, wo viel Geld im Spiel ist, könnte Korruption ein Thema sein.
    Damit befaßen sich bei WKA diese Webseiten: http://www.Windknast.de
    http://www.igsz.eu/WEK/WK1.htm

    v.i.S.d.P: Dipl.-Ing. Ernst Theobald
    C 2009, Modautal
    Tel. 06167 912162
    mail: sekuria@t-online.de

    PS.: ceterum censeo: Auch die Politik muß den lieben Gott, zumindest aber die
    Physik akzeptieren: Windkraft ist leider nicht nachhaltig
    sondern parasitär und das läßt sich nicht dadurch heilen,
    daß wir mehr davon zubauen. Darum ist m.E. jetzt auch
    für WKA ein Ausbaustopp analog zur ATOM-Kraft nötig.

    *) Als gemeinsame Startbasis werden hier zwei Voraussetzungen angenommen, die von
    der Bundesregierung, von der Mainstream-Presse und einem Teil der Wissenschaft so
    gesehen werden:

    1. Wir haben ein langfristiges Erderwärmungsproblem.
    2. CO 2 ist der wesentliche Einflußparameter für die Erderwärmung.

    Diese Annahmen haben wir nicht überprüft und wollen dies auch nicht zum Gegenstand
    dieser Überlegungen machen. Der Ordnung halber sei aber darauf hingewießen, daß in
    der weltweiten Wissenschaftsgemeinde auch andere Meinungen bestehen.

    **) bitte googlen: „Das Darmstädter Manifest zur Windkraftnutzung“

    ***) Realitätsprüfung:100% EE? Z.B.völlige Umstellung auf Windkraft (Denkmodell)
    = 140 TW d.h. ca. 6 x25TW ( heutige WKA-Leistung). Dafür nötige
    Pumpspeicherkapazität 190 TWh. Heute haben wir in Gesamtdeutschland 7,5TWh.
    D.h. es wäre eine Verfünfundzwanzigfachung nötig: „völlig irreal !“
    (Deatils auf Wunsch)

  3. Dorsheimer, R. schreibt:

    Den Ausführungen des Herrn Klaus Bitsch, ist nichts hinzuzufügen!

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