Mit der Temperatur des Trinkwassers heizen

Ein Ingenieur pocht auf Gleichbehandlung

Energiesparen: Was im Main-Kinzig-Kreis gefeiert wird, scheint im Kreis Bergstraße verboten zu sein 

BENSHEIM. 

Rainer Dorstewitz will sein Haus in Bensheim mit innovativer Technik heizen. Foto: Ernst Lotz

 Als der Bensheimer Ingenieur Rainer Dorstewitz vor wenigen Tagen die Hessenschau sah, rieb er sich verwundert die Augen – und verstand die Welt nicht mehr. Was ihm in Bensheim verwehrt worden war, wurde andernorts im Hessenland gefeiert. Der Wasserverband Kinzig hat ein neues Betriebsgebäude samt Büros errichtet und nutzt das geförderte Wasser zum Heizen des Hauses. Es sei ein Pilotprojekt, meldete die Hessenschau und lichtete unter anderem einen stolzen Landrat ab.   

Pilotprojekt? Nach haargenau demselben Verfahren wollte Dorstewitz seinen Neubau an der Bensheimer Nibelungenstraße schon im Jahr 2008 heizen. Mit den Technikern von Buderus-Bosch hatte sich der promovierte Ingenieur zusammengesetzt.Wer die Temperatur des Trinkwassers nutzt, kann mittels einer Wärmepumpe Energie erzeugen, die zu Heizzwecken genutzt werden kann. Dafür reicht ein Viertel der Energie, die man für ein konventionelles Verfahren aufbringen muss. Es schont den Geldbeutel, nutzt der Umwelt und unter Umständen auch der Gesundheit.

 Natürlich ist streng darauf zu achten, dass sich das Trinkwasser nicht mit dem Wasser aus dem Heiz-Kreislauf mischen kann. Dafür verwendeten Dorstewitz und der Wasserverband identische Technologien.Dorstewitz ging mit seiner Idee zur GGEW AG, um sich eine Genehmigung für die besondere Art der Trinkwassernutzung zu holen. Beim Vorstand Peter Müller fand er einen Bruder im Geiste. Sein Unternehmen wollte sich aber absichern und konsultierte das Gesundheitsamt.

mehr dazu bei echo online: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/bensheim/art1233,479017

siehe auch stichwort kopenhagen:   https://ffduseh.wordpress.com/feed/?s=kopenhagen

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