Eigenbetrieb „Neue Wege“ geht in die Fläche

Der Eigenbetrieb „Neue Wege“ , im Kreis Bergstrasse u.a. zuständig für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen, will nach übereinstimmenden Berichten von echo online und morgenweb vom 07.5.2010 mit seiner sogenannten Einstiegsoffensive künftig an mehr Standorten im Kreis präsent sein. Bisher betreibt Neue Wege in eigener Regie sogenannte Jobcenter in Heppenheim, Viernheim, Mörlenbach und Bürstadt. An jedem der 4 Standorte standen schon bisher je 40 Plätze für das 8 wöchige Training zur Verfügung, in dessen Verluaf  Neu-„Kunden“ für die Suche nach einem Arbeitsplatz fit gemacht werden sollen. An vier Tagen in der Woche kommen nach Angaben des morgenweb bei der Einstiegsoffensive Langzeitarbeitslose jeweils drei Stunden lang in Kleingruppen zusammen und bemühten sich intensiv um eine neue Stelle. Sie sichteten Jobangebote, erstellten Bewerbungsunterlagen und fänden heraus, welche Qualifikation ihnen vielleicht noch fehle. Unterstützt würden sie dabei von zwei Fallmanagern.

Ab Juni 2010 soll es nun auch in Bensheim, Lorsch, Lautertal und Birkenau jeweils 40 Plätze für das „Training“ geben. An diesen Standorten wird Neue Wege allerdings nicht mit eigenem Personal präsent sein. Mit der  Umsetzung vor Ort hat der Eigenbetrieb nach Angaben des morgenweb lokale Bildungsträger beauftragt: die Merkur-Schule in Bensheim, die Tertia Vermittlungsagentur in Lorsch, die Softdoor GmbH in Lautertal und das Berufsbildungswerk in Birkenau. Für diese Träger habe sich Neue Wege nach einer Ausschreibung entschieden.

Neue Wege verspricht sich von der Einstiegsoffensive eine kurzfristige Wiedereingliederung seiner „Neukunden“ in den Arbeitsmarkt. Bis zu 50 Prozent der Teilnehmer an der Einstiegsoffensive hätten dadurch in Arbeit vermittelt werden können, behauptete Erster Kreisbeigeordneter Metz gegenüber dem morgenweb. An anderer Stelle im Artikel ist dann allerdings einschränkend von einer angestrebten Vermittlungsquote von 30 Prozent die Rede. 

Man sollte die Einrichtung Einstiegsoffensive kritisch beobachten. Zu fragen wäre vor allem:  Was sind das für Jobs, die von den Teilnehmern gefunden werden? Kann man davon leben? Was geschieht mit den Teilnehmern die keinen Job finden, weil es einfach nicht genügend Jobs gibt ? Auf der Webseite von Neue Wege wird diesem Personenkreis die Übernahme in eine Massnahme garantiert, was immer dies heisst. / Warum betreibt Neue Wege die Aussenstellen nicht mit eigenem Personal? / Wie ist das Personal der Kooperationspartner auf seine Aufgabe vorbereitet?  

Wer hat eigene Erfahrungen mit der Einstiegsoffensive gemacht. Wer möchte sich hier dazu äussern?

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