Auch Bundesrechnungshof kritisiert Ein-Euro-Jobs

Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge, hat der Bundesrechnungshof in einem internen Bericht eklatante Mängel im Hartz-IV-System angeprangert. Die Kontrolleure übten scharfe Kritik an den Jobcentern und ihrer Vergabe von Ein-Euro-Jobs: Die geförderten Arbeitsgelegenheiten seien in der Mehrzahl der (untersuchten) Fälle nicht geeignet, die Chancen von Langzeitarbeitslosen „auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen“. In dem Bericht werde u.a. kritisiert, dass Jobcenter nach wie vor „meist wahllos Arbeitsgelegenheiten“ zuwiesen, ohne die Hilfsbedürftigen weiter zu beraten und individuelle Ziele für die Teilnahme festzulegen. Zwar sollten Ein-Euro-Jobs auf keinen Fall dazu beitragen, dass dadurch normal beschäftigte Arbeitnehmer ihre Stelle verlieren. Da aber die Jobcenter diese Voraussetzungen nicht ausreichend prüften, könnten Kommunen, Wohlfahrtsverbände oder Unternehmen aus der Weiterbildungsbranche „ungeförderte Tätigkeiten im ersten Arbeitsmarkt durch öffentlich geförderte Beschäftigung ersetzen und so ihre Personalkosten reduzieren“, heisse es in dem Bericht des Bundesrechnungshofs. Weiter behaupteten die Rechnungsprüfer hätten in der Mehrzahl der Fälle die tatsächlich geförderten Jobs nicht geholfen, „die individuellen Vermittlungshemmnisse erwerbsfähiger Hilfebedürftiger zu verringern“.

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