DSE Filmtipp: Die Farbe des Ozeans

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DIE FARBE DES OZEANS verknüpft für kurze Zeit die Schicksale dreier Menschen miteinander und zeichnet ein berührendes als auch tragisches Szenario wie es sich heute in vielen Urlaubsgebieten am Mittelmeer und am Atlantik abspielen könnte. NATHALIE (Sabine Timoteo) und PAUL (Friedrich Mücke), ein deutsches Paar, verbringt die Tage über Sylvester auf einer Kanarischen Insel. Nathalie wird Zeugin, wie ein Boot mit senegalesischen Flüchtlingen am Strand anlandet. Mit zweien von ihnen, ZOLA (Hubert Koundé) und dessen siebenjährigem Sohn MAMADOU (Dami Adeeri), nimmt sie kurz Kontakt auf, bevor die Flüchtlinge von dem unbarmherzig wirkenden, spanischen Polizisten JOSÈ (Alex Gonzalez) festgenommen und in ein Internierungslager gebracht werden. Aus diesem gelingt jedoch bald Zola und Mamadou die Flucht und mit Hilfe eines scheinbar mitfühlenden Landsmannes verstecken sie sich in einem Freibad. Zola kann Nathalie anrufen und bittet sie um Geld für die weitere Flucht. Gegen den Willen von Paul beschließt Nathalie einmal wirklich zu helfen. Heimlich bringt sie den beiden Geld in ihr Versteck. Damit allerdings stellt sie nicht wie geglaubt deren Überleben sicher, sondern liefert sie der Gier der afrikanischen Mitwisser aus – die gute Tat erweist sich als lebensbedrohlich für Zola und seinen Sohn. Wieder wird die Polizei eingeschaltet und José zeigt zum ersten Mal Mitmenschlichkeit – aber die Chancen für die zwei Flüchtlinge stehen jetzt weitaus schlechter als zuvor.

PRESSENOTIZ

Maggie Peren, die für ihre Drehbücher mit dem Grimme-Preis (KISS AND RUN) und dem deutschen Filmpreis (NAPOLA) ausgezeichnet wurde, arbeitet jetzt zum zweiten Mal als Regisseurin: Immer auf der Suche nach tagesaktuellen Stoffen entwarf sie mit DIE FARBE DES OZEANS ein ebenso bewegendes wie brisantes europäisches Drama. Mit drei internationalen Stars verfilmte Peren die schicksalhafte Geschichte zweier Flüchtlinge und ihrer Retter.

Sie beginnt dies mit der Begegnung einer deutschen Urlauberin mit dem Elend der illegalen Migranten, die booteweise an den Stränden Europas landen. Diese normalerweise sehr distanzierte Perspektive wird hier gebrochen durch das tatsächliche Eingreifen einer Touristin: Sie beweist Mut, sie will helfen, aber die Hilfe im Kleinen ist komplizierter als es den ersten Anschein hat.

Die überzeugende Sabine Timoteo (DIE FREUNDE DER FREUNDE), Mathieu Kassovitz‘ Star Houbert Koundé (LA HAINE) und der spanische Goya-Preisträger Alex Gonzalez (SEGUNDO ASSALTO, X-MEN) verbinden dabei ein schockierendes humanitäres Problem mit drei tragischen persönlichen Geschichten.

Sie erklären kraftvoll und ohne moralischen Zeigefinger, den Unterschied zwischen arm und reich aufs Neue: Die Armen verstehen besser wie die Welt funktioniert, die Reichen können sich Mitgefühl leisten. Vor allem aber stellt Maggie Perens anrührendes Drama die Frage, ob der Einzelne überhaupt Hilfe bieten kann, was Hilfe ist und wo diese beginnt.

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http://www.diefarbedesozeans.de/inhalt.html

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