Familie und Freunde sind Hochschulabsolventen wichtiger als Karriere

aus einer Presserklärung von Kienbaum Communications
 
 
Kienbaum Communications veröffentlicht Absolventenstudie

Familie und Freunde sind Hochschulabsolventen wichtiger als Karriere 
  
Gummersbach, 25. Juni 2012 Für deutsche Hochschulabsolventen hat ein harmonisches Privatleben die höchste Priorität – weit vor der erfolgreichen Karriere: 71 Prozent aller Studierenden geben an, dass ihre Familie und Freunde zu den wichtigsten Werten und Zielen in ihrem Leben gehören. Mit einigem Abstand auf Platz zwei der wichtigsten Ziele im Leben liegt für die Absolventen die eigene Selbstverwirklichung mit 48 Prozent, gefolgt von Erfolg und Karriere, die 43 Prozent der jungen Akademiker als für sich wichtig bewerten. Das ergab die „Absolventenstudie 2011/2012“ der Kommunikationsagentur Kienbaum Communications.

Während das persönliche Glück für die Studierenden klar im Vordergrund steht, werden materielle Werte als nebensächlich angesehen: Nur ein Prozent der 355 befragten Studenten aller Studienrichtungen nannte Reichtum als wichtiges Ziel ihres Lebens, zwei Prozent entschieden sich für Genuss und Konsum. „Die Studie zeigt, dass das persönliche Glück für die heutigen Studierenden einen höheren Stellenwert hat als etwa das schnelle Geld. Nach diesen Kriterien wählen die Absolventen auch ihren späteren Beruf. Auf die Personal- und Kommunikationsabteilungen kommen in Rekrutierung und Employer Branding immense Herausforderungen zu. Zum einen verknappt sich durch die demografische Entwicklung das Angebot an Nachwuchskräften, zum anderen wandeln sich die Ansprüche der Kandidaten. Nur wem es gelingt, die Anforderungen der jungen Menschen zu erfüllen, dies zielgruppengerecht zu kommunizieren und gleichzeitig zu Höchstleistungen zu motivieren, wird im globalen Wettbewerb bestehen“, sagt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications.

Entwicklungsmöglichkeiten sind wichtigster Faktor bei Arbeitgeberwahl
Die Entscheidung für einen Arbeitgeber machen die befragten Studierenden vor allem von den gebotenen Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen abhängig: Für 70 Prozent der Absolventen ist diese Eigenschaft ausschlaggebend. Gut die Hälfte der Studierenden entscheidet sich aufgrund der Work-Life-Balance-Angebote und der kollegialen Arbeitsatmosphäre für einen potenziellen Arbeitgeber. Obwohl ein möglichst hohes Gehalt bei den meisten Absolventen nicht im Vordergrund steht, legt knapp die Hälfte der Befragten Wert auf eine angemessene Vergütung. Dagegen ist es für nur fünf Prozent der Studienteilnehmer wichtig, für eine bekannte Marke zu arbeiten.

Traineeprogramm ist beliebte Einstiegsmöglichkeit
Neben der Wahl des ersten Arbeitsgebers beschäftigt die Hochschulabsolventen auch die Art ihres Berufseinstiegs: Die große Mehrheit der Studierenden verspricht sich von einem Traineeprogramm eine solide Basis für das weitere Berufsleben. 94 Prozent der Befragten können sich einen solchen Einstieg als Trainee bei ihrem Wunscharbeitgeber vorstellen. 2010 waren es noch zehn Prozentpunkte weniger.

Entsprechend sehen auch 96 Prozent der Studierenden in Traineeprogrammen eine zeitgemäße Ausbildungsform. Aus Sicht der Absolventen spricht vor allem die gezielte praktische Einführung und Vorbereitung auf die spätere Tätigkeit für einen Berufseinstieg als Trainee. 45 Prozent der Studienteilnehmer geben an, die persönliche Betreuung sei ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für ein Traineeprogramm. Gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen, die inhaltliche Vielfalt des Programms und Auslandsaufenthalte wurden jeweils von vier von zehn Absolventen als entscheidende Faktoren genannt.

Unternehmens-Website ist wichtigste Informationsquelle
Wie aber informieren sich Studierende über mögliche Arbeitgeber? Mit 94 Prozent besucht fast jeder der befragten Absolventen die Website des infrage kommenden Unternehmens. Auch der persönliche Kontakt zur Firma hat einen hohen Stellenwert: 45 Prozent der Studienteilnehmer informieren sich bei einem Mitarbeiter des Zielunternehmens über dessen Arbeitgeberqualitäten. Jeder vierte Student nutzt zu diesem Zweck Jobbörsen.

Dagegen dienen private Social Networks zurzeit nur selten als berufliche Informationsquelle: Lediglich acht Prozent der befragten Absolventen nutzen private Netzwerke wie Facebook zur Information über mögliche Arbeitgeber. Über Business Networks wie Xing oder LinkedIn informiert sich hingegen inzwischen jeder vierte Studierende über berufliche Perspektiven. 

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zum thema auch :  HR info _ wenn die karriere nicht mehr alles ist  

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was ist eigentlich work – life – balance ; ein Erklärungsversuch von wikipedia, auszug :

Beim Begriff Work-Life-Balance wird davon ausgegangen, dass (Berufs-)Arbeit („work“) etwas anderes sei und abseits passiere vom Leben („life“). Ursache für diese Einschätzung können Überforderung oder Unterforderung im Erwerbs-Arbeitsleben sein.

Beruf, gegebenenfalls auch mehrere Berufstätigkeiten zur gleichen Zeit, Familie, soziale Aktivitäten, Freizeit uva. werden im Zusammenhang mit Verwendung des Begriffs Work-Life-Balance als verschiedene Lebensbereiche („life domains“) verstanden, die im Gleichgewicht gehalten werden sollen („life-domains balance“) und sich gegenseitig möglichst nicht behindern (geringer „life-domains conflict“) und sich idealerweise gegenseitig unterstützen (hohe „life-domains facilitation“).[1]

Der Ausdruck Work-Life-Balance (wie auch life-domains balance) wird auch verwendet für das Bestreben, einen solchen Gleichgewichtszustand zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Wodurch ein Gleichgewicht charakterisiert ist, bleibt bei der Verwendung dieses Begriffs vielfach offen. Es kann beispielsweise interpretiert werden als eine bestimmte Verteilung der eingesetzten Zeit, um eine subjektiv ausgewogene Priorisierung der Lebensbereiche zu erreichen, das heißt mit der Verteilung der Zeit auf beide Lebensbereiche zufrieden zu sein. Es wird auch oftmals verstanden als das Ausbleiben von ein- oder gegenseitigen negativen Beeinflussungen zwischen den Lebensbereichen (life-domains conflicts), während positive wechselseitige Beeinflussungen (life-domains facilitation) bislang kaum beachtet werden.[2]

Der Ausdruck Work-Life-Balance steht ferner weitgehend für denselben Themenbereich wie der Begriff der Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf; bei der Verwendung des englischsprachigen Ausdrucks Work-Life-Balance liegt aber oft eine Betonung auf der individuellen Entscheidung und der Selbstorganisation einerseits und dem Abgleich zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen andererseits, weniger auf den gesellschaftlichen Bedingungen, die das Erreichen eines Gleichgewichts erleichtern oder erschweren.

Das Erreichen der Work-Life-Balance wird auch als eine Aufgabe der Bereitstellung von Ressourcen betrachtet. Hier werden am häufigsten Zeit, Geld und Entscheidungsspielräume genannt, daneben auch persönliche Eigenschaften im Sinne physischer, psychologischer, emotionaler und sozialer Ressourcen.[3]

Im Bestreben nach Gleichgewicht sind individuelle Einstellungen und Zielsetzungen sowie betriebliche und gesellschaftliche Bedingungen von Bedeutung. Die Schaffung von Bedingungen, die auch Eltern und Sorgepflichtigen eine Erwerbsintegration ermöglichen, hat sich im Zusammenhang mit veränderten Geschlechterrollen und demografischer Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert besonders in Europa zu einem zentralen gesellschaftlichen und politischen Thema entwickelt. In den USA und in Großbritannien überwiegen die Begriffsbildungen work-family balance oder work-life balance, wohingegen im deutschsprachigen Raum die Bedingungen für die Erzielung eines Gleichgewichts, insbesondere die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen hierfür, meist unter den Begriff der Vereinbarkeit thematisiert werden……………………………………….

Die Thematik der Work-Life-Balance hat für die Einzelperson je nach Lebensalter und Lebenssituation andere Schwerpunkte, auch in Abhängigkeit von der individuellen Antwort auf den Sinn des Lebens und der eigenen Auffassung von Glück. Ein großer Teil der Erwerbstätigen möchte Zeit mit den eigenen Kindern verbringen oder hat sich die Aufgabe gestellt, pflegebedürftige Angehörige zu betreuen. Für andere Personen steht etwa der Ausgleich zum Beruf durch Freizeit und Sport im Vordergrund, der Einsatz im sozialen, kulturellen oder politischen Bereich oder die Möglichkeit für ein Sabbatical als längere berufliche Auszeit, die Gewährleistung von Phasen der Erholung, eine Arbeitszeitverringerung zu Ende des Berufslebens oder Zeit für die Pflege der Gesundheit.

Einige Personen halten im Hinblick auf eine größere zeitliche Freiheit für soziales und persönliches Engagement ihren Zeiteinsatz für die Erwerbsarbeit bewusst in Grenzen. Nach Art des Simple-living-Lebensstils kann eine Einschränkung des persönlichen Konsums eine größere Unabhängigkeit von der Erwerbsarbeit ermöglichen.

Zwischen der Babyboomer-Generation, der Generation X und der Generation Y wurden deutliche Unterschiede in der Einstellung zu Work-Life-Balance beobachtet. Vereinfachend ausgedrückt handele es sich für Babyboomer um einen Balanceakt zwischen Beruf und Familie, für die Generation X seien abwechselnde Phasen von Erwerbstätigkeit und Phasen der Kindererziehung oder außerberuflicher Tätigkeiten typisch, und Angehörige der Generation Y legten weniger Wert auf eine strikte Trennung von Erwerbstätigkeit und Privatleben und zielten vor allem darauf, die eigene Zeit sinnvoll und nützlich einzusetzen.[4]

Ein Gleichgewicht zwischen den Lebensbereichen ist insofern ein dynamisches Gleichgewicht, als dass sich die persönlichen Lebensumstände und äußeren Bedingungen stets wandeln können, andererseits ist auch Nachhaltigkeit für ein Gleichgewicht im Sinne einer Work-Life-Balance erforderlich: So wird insbesondere nicht von einer gelungenen Balance gesprochen, wenn eine Person dem Burnout nahe ist oder einem Boreout, dem Gefühl krankmachender Langeweile.

Teils wird hervorgehoben, dass es bei Work-Life-Balance darum gehe, die Bedeutung der Arbeit in eine geeignete Perspektive zum Leben als Ganzes zu rücken.[5]

Auch für Personen, die nicht erwerbstätig sind, stellt sich gegebenenfalls die Frage der Work-Life-Balance, zumal die Arbeit in starkem Maße die Teilhabe an der Gesellschaft bestimmt. So stellt sich für Jugendliche das Erfordernis des Einstiegs in das Berufsleben bzw. der Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums; für andere nicht erwerbstätige Personen stellt sich, beispielsweise für oder nach einer Auszeit für die Familie oder aufgrund persönlicher Umstände, das Erfordernis des beruflichen Wiedereinstiegs bzw. der Rückkehr in den Beruf. Auch in diesem Zusammenhang werden die in vielen westlichen Industrienationen zunehmende Arbeitslosigkeit, insbesondere bezüglich der Jugendarbeitslosigkeit, sowie eine zunehmende Prekarisierung als gesellschaftlich problematisch angesehen.

Für Rentner, deren Rente ohne Nebenverdienst zur Sicherung des Lebensunterhalts ausreicht, stellt sich zwar nicht die Frage einer Work-Life-Balance als Gleichgewicht bezüglich der Erwerbsarbeit, wenn aber Arbeit („work“) allgemeiner als Arbeit im Sinne einer zielgerichteten und sinnhaften Tätigkeit interpretiert wird, stellt sich sehr wohl die Frage des individuellen Einsatzes der eigenen Kräfte. Ein großer Anteil der Rentner engagiert sich in Freiwilligenarbeit oder in der Betreuung und Erziehung der Enkel. In Paaren mit sehr großem Altersunterschied kommt es vor, dass bei Geburt eines Kindes der Vater bereits pensioniert ist oder kurz vor der Pensionierung steht und sich daher stärker als andere Väter in der Kindererziehung engagiert. Umgekehrt kann es zutreffen, dass Erwerbstätige Zeit für die Erziehung der Enkel benötigen, falls eines ihrer Kinder sehr früh Mutter oder Vater wird…………………………………

mehr bei wikipedia: 

 

 

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