2014-03-19 Ein Denkmal für Heppenheimer Zwangsarbeiter, Heppenheim, Marstall (Amtshof) 19h

aus dem flyer zur Veranstaltung

 Der Heppenheimer Magistrat hat bei den Beratungen über das
Neubaugebiet Gunderslache sein Interesse bekundet, dort eine
Erinnerungsstätte an das frühere Tonwerk und seine Zwangsarbeiter
zu errichten. Inzwischen hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die die
Heppenheimer Bevölkerung und vor allem auch die Schulen bei der
Planung einer solchen Erinnerungsstätte einbeziehen möchte.
Sie lädt zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung
ganz herzlich ein. Die Lehrer der Geschwister Scholl-Schule
Franz Schäfer und Peter Lotz werden gemeinsam mit ehemaligen
Schülern über die Entstehung ihres Buches
Wer Vater und Mutter nicht ehrt, der muss ins Tonwerk
 zur Zwangsarbeit im Heppenheimer Tonwerk berichten.
 Im Diskussionsverlauf sollen Anregungen für die Entwicklung
des Denkmals erarbeitet werden.
 
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tonwerk heppenheim im dachziegelarchiv
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 Nachtrag: 

aus einem pressebericht über die Veranstaltung

Zu Beginn der Veranstaltung berichteten die Lehrer der Geschwister-Scholl-Schule, Franz-Josef Schäfer und Peter Lotz, gemeinsam mit ehemaligen Schülern über die Entstehung ihres Buches „Wer Vater und Mutter nicht ehrt, der muss ins Tonwerk“ zur Zwangsarbeit im Heppenheimer Tonwerk. Möglicherweise hätten bis zu 500 Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkrieg für die Aufrechterhaltung der Produktion, überwiegend im damaligen Tonwerk, aber auch in der Landwirtschaft oder im Weinbau geschuftet. Nur mit ihrer Arbeitsleistung sei es möglich gewesen, das wirtschaftliche Überleben der Bevölkerung in einer Zeit zu sichern, in der deutsche Truppen einen militärischen Eroberungsfeldzug führten mit dem Ziel einer Neuordnung der Welt nach rassistischen Kriterien.In ihrem Vortrag gingen die Vertreter der Geschichtswerkstatt auch auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter ein.

Die Arbeitsgruppe wird in einem nächsten Schritte die Anregungen sortieren und ein Konzept erstellen. Die Bevölkerung und insbesondere die Heppenheimer Schulen seien eingeladen, Vorstellungen für die Gestaltung eines Erinnerungsortes zu entwickeln. Anregungen stehe die Arbeitsgruppe offen gegenüber. Sollten sich in Heppenheimer Haushalten Dokumente oder Erinnerungen an diese Zeit finden, ist die Arbeitsgruppe für Informationen dankbar.

Kontakt: Telefon 06252 126794,

mailto:franz.beiwinkel@web.de

quelle und mehr: echo online 10-04-2013

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Aktualisierung: Modell und Konzept werden vorgestellt                                                        (mehr (auch bilder) bei echo – online, 21. November 2014 ) , Auszug:

Gedenken mit blick auf die Bergstrasse

„…..Michael Schweiger (Planungsbüro) stellte den Entwurf von Klaus Weber am Dienstagabend im Sozial-, Kultur- und Sportausschuss nun vor. Das Denkmal wird die Silhouette des Tonwerks mit seinen markanten Schornsteinen zeigen, davor eine Lore und zwei menschliche Figuren, die für die bis zu 200 französischen, polnischen und sowjetischen Männer und Frauen stehen, die im Tonwerk gequält wurden……“

„…….Wann das Denkmal der Öffentlichkeit übergeben werden kann, ist noch nicht klar. Schweiger, der das Neubaugebiet beplant, auf dem das Bensheimer Unternehmen mehr als 100 Wohnungen und Häuser bereits baut beziehungsweise noch bauen will, kündigte im Ausschuss einen Bauantrag für das erste Quartal 2015 an, der dann auch das Denkmal beinhalten wird. Die im Ausschuss gestellte Frage nach den Kosten wollten die Initiatoren noch nicht genauer beantworten: Für Lore, Figuren aus Stahl und Tafel rechnet Klaus Weber mit rund 12 000 Euro, hinzu kommen die Kosten für die Tonwerk-Silhouette, die entweder aus Ziegeln gemauert werden soll (auch ein Bezug zum Tonwerk) oder in Beton gegossen, dann aber auch mit einer Ziegelsteinummantelung. Bislang sind 15 000 Euro im städtischen Haushalt veranschlagt, darüber hinaus hofft man auf Spenden, und auch Unternehmer Dreher lässt über Schweiger mitteilen, dass er einen „namhaften“ Beitrag leisten will….“

 
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