Was ist eigentlich inklusive Pädagogik?

Inklusive Pädagogik ist ein pädagogischer Ansatz, dessen wesentliches Prinzip die Wertschätzung und Anerkennung von Diversität (=Vielfalt) in Bildung und Erziehung ist. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Verb includere (=beinhalten, einschließen, einsperren, umzingeln) ab.[1] Befürworter der Inklusion betrachten Heterogenität als ‚normale‘ Gegebenheit;[2] Gegner der Inklusion argumentieren, dass Inklusion keine Methode sei, sondern eine Ideologie, in dem nicht unbedingt das Glück und die Lern-Entwicklung aller Schulkinder im Mittelpunkt stehe, sondern das bzw. die der Gesellschaft und der Politik. Vertreter der Inklusion befürworten eine Abschaffung der sogenannten Förderschulen z.B. mit dem Argument, dass Erhebungen in Deutschland zeigten, dass dort u.a. ethnische Heterogenität statistisch schon lange Realität sei, weil beispielsweise jedes dritte Grundschul-Kind einen Migrationshintergrund habe.[3] Dieser Umstand sei auch Vorbild für die Inklusion von anderen Kindern in Regelschulen, beispielsweise solcher mit einer Behinderung.

Inklusive Pädagogik ist dabei ein Gegenmodell zu Konzepten, die eher in der Bildung homogener Lerngruppen Vorteile sehen. Vertreter dieser pädagogischen Richtung werden mitunter als Homodoxie-Anhänger diffamiert.[4] Ihnen wird von einigen Anhängern des Inklusionsgedankens vorgeworfen, Menschen exkludieren, stigmatisieren[5] und selektionieren[6] zu wollen.

Mit Slogans wie Es ist normal, verschieden zu sein, Vielfalt macht stark, Jedes Kind ist besonders oder Alle sind behindert möchten die Vertreter der Inklusion über den aus der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zitierten Begriff der Inklusion hinaus verweisen: Sie soll in Deutschland als Aufgabe mit Folgen für die gesamte Bevölkerung betrachtet werden.

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