Am 17.11.2014 um 14h 1. Stolpersteinverlegung in Heppenheim _vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie für Maier, Ida, Eva, Ludwig, Else, Käthe und Gertrud Sundheimer

Am 17.11.2014 um 14h wird der Künstler Gunter Demnig auf Initiative des örtlichen Stolpersteinevereins in Heppenheim vor dem ehemaligen Wohnhaus der jüdischen Familie Sundheimer in der Lehrstrasse   7 Stolpersteine (1) verlegen. Beteiligt sind auch Schüler des  Starkenburg Gymnasiums . Anschließen wird sich eine Gedenkveranstaltung im  Rathaus – Foyer.  Als Gäste erwartet werden Familienangehörige aus Israel, Südafrika  und den USA.

Näheres demnächst hier und in der Lokalpresse und schon jetzt  in der Fussnote. Bitte beachten Sie auch die Zusatzinformationen, die sich hinter den unterstrichenen Wörtern im Text verbergen; anklicken genügt

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(1) Für Maier Sundheimer * H 19.2.1881, Ehefrau Ida geb. Rothschild * Alsfeld 30.1.1885, die Töchter Käthe * H 22.4.1912, Else Miriam *H 7.4.1913, Gertrud * H 6.10.1917 und Eva * H 28..6.1923 sowie für den Sohn Ludwig * H 28.12.1919
 
Die Eltern Maier und Ida Sundheimer sowie die Kinder Eva und Ludwig
 
Die Eltern Maier und Ida Sundheimer sowie die Kinder Eva und Ludwig wurden im März 1942 von Darmstadt aus  in das Transitghetto Piaski  in Polen deportiert. Tochter Eva und Sohn Ludwig wurden dann wohl später nach Auschwitz bzw. Majdanek verbracht und sind dort ums Leben gekommen. Bei den Eltern besteht wohl noch Klärungsbedarf hinsichtlich des genauen Todesorts . Alle vier Personen wurden im Jahre 1951 vom AG Bensheim  für tot erklärt.
 
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Fotografien von Maier, Ida, Eva und Ludwig Sundheimer finden Sie unter
https://ffduseh.files.wordpress.com/2014/10/bilder-sundheimer-4.pdf
 
Ludwig Sundheimer ist auf einem Klassenfoto , als Schüler der Oberrealschule für Jungen , Vorläufer des Starkenburg Gymnasiums, zu sehen  :https://ffduseh.files.wordpress.com/2014/08/image5.jpg
 
Das Foto zeigt eine Sexta der Heppenheimer Oberrealschule
um 1930 ….in der zweiten Reihe von unten sitzend zweiter von rechts: Ludwig Sundheimer….
 
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Die Tochter Käthe (Kätchen) konnte Ende Dezember 1935 nach Kapstadt / Südafrika ausreisen. Sie heiratete 1937 in East London (Südafrika) den Kurt Weil aus FFM. Das Ehepaar hat wohl 2 Kinder : Clive Norman und Michael Lester
 
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Der Tochter Else Miriam gelang 1939 noch die Flucht zunächst nach London, wo sie auch ihren späteren Ehemann Leopold Grätzer  kennenlernte. Das Ehepaar ging 1946 von London über die Tschechoslowakei nach Haifa. Else Miriam Sundheimer (Grätzer)  hat nach dem Krieg  Heppenheim besucht und hatte Kontakt unter anderem mit Margarete Exler. Frau Exler veröffentlichte im Jahr 1993 den Artikel „Der Lebensweg einer Heppenheimer Jüdin: Else Sundheimer“. Der Artikel ist erstmals erschienen in   Die Starkenburg, Blätter für Heimarkunde und Heimatpflege Nr. 2 / 1993 , S. 39 ff sowie leicht überarbeitet auch in einer Broschüre des Arbeitskreises Kirche und Israel. Else Miriam Sundheimer (Grätzer) verstarb kinderlos..
 
Auf einem Familienfoto um 1934 ist utner anderem Tochter Else Miriam zu sehen:
https://ffduseh.files.wordpress.com/2014/10/sundheimer1934_famiienbild.pdf
 
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Tochter Gertrud (Gertie) wanderte im Sommer 1936 nach Kapstadt aus. Sie heiratete   1944 in Johannesburg den Max Meyer. Soweit bekannt hat das Ehepaar eine Tochter (Linda, verheiratete Baumgarten)
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weitere biografische Daten bei Wilhelm Metzendorf,  Geschichte und Geschicke der Heppenheimer Juden
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weitere infos zu Familie Sundheimer und zum Verein Stolpersteine finden sie ausserdem in einem früheren Artikel (post) auf diesem auf diesem blog .Einen Überblick über die Erinnerungsarbeit in Heppenheim finden sie auf  alemannia judaica .mehr zur geschichte der stadt heppenheim erfahjren sie bei wikipedia  , zahlreiche  Fotos zum jüdischen Alltagsleben finden sie auf  vor- dem- holocaust de  Photos of Hessian Jews in their everyday lives…  zum umgang mit antisemitismus heute auf : aktionswochen gegen antisemitismus
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über das Auswanderungsland Südafrika  erfahren sie etwas im Museum garden schul      
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Verschiende Dokumente zur Verfolgung und Vernichtung von Juden im Nationalsozialismus finden Sie unter 
http://www.ns-archiv.de/verfolgung/
 
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zur bevorstehenden Solpersteinverlegung lies auch: echo onlie: Damit die Erinnerung nicht verloren geht                   und im morgenweb: verlegung der ersten stolpersteine
 
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Nur so am Rande: Der Grossvater von Maier Sundheimer, Abraham Sundheimer  *14.5.1814 in Gross- Rohrheim feierte am 14.5.1914 in Heppenheim seinen 100 Jährigen. Er verstarb am 11.11.1914 vor 100 Jahren in Heppenheim.
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A stolperstein (German pronunciation: [ˈʃtɔlpəʁˌʃtaɪn] from German, „stumbling block“; plural stolpersteine) is a monument created by Gunter Demnig which commemorates a victim of the Holocaust. Stolpersteine are small, cobblestone-sized memorials for an individual victim of Nazism. They commemorate individuals – both those who died and survivors – who were consigned by the Nazis to prisons, euthanasia facilities, sterilization clinics, concentration camps, and extermination camps, as well as those who responded to persecution by emigrating or committing suicide.
While the vast majority of stolpersteine commemorate Jewish victims of the Holocaust, others have been placed for Sinti and Romani people (also called gypsies), homosexuals, Jehovah’s Witnesses, black people, Christians (both Protestants and Catholics) opposed to the Nazis, members of the Communist Party and the Resistance, military deserters, and the physically and mentally disabled.
The list of places that have stolpersteine now extends to several countries and hundreds of cities and towns.source and more: http://en.wikipedia.org/wiki/Stolperstein
 
zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
 
Heppenheim an der Bergstrasse  Hesse. Annihilated during the Black Death persecutions of 1348-49, the community was reestablished around 1700 and at its height, in 1890, numbering 148 (3 % of the total). Since Jews had contributed their share to the town’s development, many Christians joined in the celebrations when a new synagogue was opened in 1900. Members of the wealthy Hirsch family paid all the costs, with one proviso – that the community remain affiliated with the Orthodox rabbinate of Darmstadt – and Liberal Jews subsequently honored this agreement. …..more: …...http://www.alemannia-judaica.de.
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