Dan Diner, Rituelle Distanz, Israels deutsche Frage…..50 Jahre deutsch – israelische Beziehungen…Interview mit Avi Primor

Dan Diner, Rituelle DistanzDeutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2015
ISBN 9783421046833
Gebunden, 176 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Vor 50 Jahren haben die Bundesrepublik Deutschland und der Staat Israel diplomatische Beziehungen aufgenommen – vorläufiger Endpunkt einer dramatischen Vorgeschichte, die im Luxemburger Abkommen zur sogenannten Wiedergutmachung von 1952 ihren Ausgang nahm. In dichter Erzählung sucht der Historiker Dan Diner die Tiefenschichten jener zwiespältigen deutsch-israelischen Annäherung auszuleuchten, vor allem die politisch-theologischen Aspekte der Diskussion auf israelischer Seite nur wenige Jahre nach dem Mord an den europäischen Juden. Es geht ihm dabei um Sprache und Habitus, Fluch und Bann, um Erinnern und Vergessen, Anerkennung und Nichtanerkennung – schließlich um die Entscheidung zwischen jüdischer Tradition und israelischer Staatsraison: Durfte man mit dem Land der Mörder in Verhandlungen treten und materielle Entschädigung annehmen?
quelle und mehr: Perlentaucher
Leseprobe bei DVA
„…….Der Abgrund war eigentlich unüberwindbar, als 1952 Deutschland und Israel das sogenannte Wiedergutmachungsabkommen in Luxemburg unterzeichnen sollten. Zu frisch waren noch die Narben des Holocausts. Der israelische Historiker Dan Diner hat den Neubeginn der deutsch-israelischen Beziehungen analysiert…………………“

Die Stimmung hätte unterkühlter nicht sein können am 10. September 1952, als in Luxemburg Vertreter der Bundesrepublik Deutschland und Israels ihre Unterschriften unter das so genannte „Wiedergutmachungsabkommen“ setzten: Keine Reden, kein Handschlag, kein Austausch von Vertraulichkeiten. Eine Choreografie der Distanz die schon bei den Verhandlungen im Vorfeld bestimmt worden war:

„So sollten die Delegationen den Raum nacheinander und in einem Abstand von fünf Minuten betreten, damit es nicht zu einer zufälligen Begegnung auf den Fluren käme. Auch der sonst übliche, Vertrauen einflößende Brauch, zur Begrüßung die entgegengestreckte rechte Hand zu ergreifen, galt als unangebracht und sei durch eine angedeutete stumme Verbeugung zu ersetzen. Außer durch verhaltene Körpersprache sollte die Choreografie der Distanz vor allem durch die Weigerung aufrechterhalten werden, Deutsch als Verkehrs- und Verhandlungssprache gelten zu lassen.“………………….

quelle und mehr: deutschlandfunk

veröffentlicht am 13.03.2015

Auf der Leipziger Buchmesse berichtet der ehemalige israelische Botschafter Avi Primor über die deutsch-israelischen Beziehungen der letzten 50 Jahre. Er sieht die Beziehungen zwiespältig. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ist zwar politisch, militärisch, wissenschaftlich und wirtschaftlich wirklich gut. Dennoch hat sich die Beziehung der Behörden beider Länder verschlechtert. Primor wünscht sich im Gespräch mit Tobias Schlegl mehr Unbefangenheit der Deutschen seinem Land gegenüber. Ein Gespräch zum Schwerpunkt der Buchmesse „1965 bis 2015. Deutschland – Israel.“

Mehr aspekte: http://ly.zdf.de/ChxNv/

Kategorie
Unterhaltung
Lizenz
Standard-YouTube-Lizenz

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter bücher abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.