Alles inklusive?! Ein Darmstädter Festival

Was bedeutet eigentlich Inklusion? Wen betrifft sie? Geht es bei Inklusion immer um Menschen mit Beeinträchtigungen? Was kann es bedeuten, Inklusion als gesellschaftlichen Auftrag zu verstehen? Und: Wie sieht inklusive Kultur aus? – Inklusives Theater, Konzerte, Filme?

Alles inklusive?! Ein Darmstädter Festival will vom 5. bis 17. Mai mit insgesamt 28 Veranstaltungen an 12 Spielorten in ganz Darmstadt genau diese Fragen stellen und dabei ein Bewusstsein für das Thema Inklusion schaffen.

Kernanliegen des Festivals soll die Begegnung sein: Die Begegnung miteinander, aber auch die Begegnung künstlerischer Praxis mit wissenschaftlichem Diskurs. Um dies zu erreichen, vernetzen und öffnen sich kulturelle, wissenschaftliche und politische Akteurinnen und Akteure der Stadt Darmstadt und ermöglichen im Rahmen des Festivals eine regionale und überregionale Debatte um Inklusion. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jochen Partsch und Stadträtin Barbara Akdeniz lotet die Wissenschaftsstadt Darmstadt (vertreten durch Ute Laucks, Inklusionsbeauftragte der Wissenschaftsstadt Darmstadt) gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt (Prof. Dr. Anne-Dore Stein und Prof. Dr. Erik Weber), dem Staatstheater Darmstadt (Jonas Zipf, Schauspieldirektor des Staatstheaters Darmstadt) und dem Verein Kulturfreunde Centralstation (Meike Heinigk, Geschäftsführerin der Centralstation) Möglichkeiten und Herausforderungen des inklusiven Miteinanders aus.

Schranken zu überwinden, sowohl reale als auch gedankliche, ist das Ziel des dreizehntägigen Festivals, das bezeichnenderweise am Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen beginnt. In dieser Zeit werden verschiedene, täglich wechselnde Orte in Darmstadt bespielt – barrierefrei. Durch verschiedene niedrigschwellige Veranstaltungen und Formate (z.B. Konzerte, Theaterperformances, Podiumsgespräche, Filme, Workshops, Pecha Kucha) wird Inklusion für die breite Öffentlichkeit erfahrbar gemacht und Gemeinschaftlichkeit gelebt.

Längerfristiges Ziel der teilnehmenden Partnerinnen und Partner ist der Abbau von Barrieren – im physischen wie auch im ideellen Sinn. Für die Zukunft vorstellbar sind hier unter anderem Beschäftigungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen in kulturellen Einrichtungen, die Einrichtung induktiver Höranlagen, die Bildung einer Fachgruppe Kunst und Kultur im Rahmen des Aktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie Workshops zu Leichter Sprache. Darüber hinaus will das Festival die wissenschaftliche Diskussion zum Thema Inklusion bekannter machen und eine Plattform des Austauschs über inklusive Praxis etablieren.

Das Festival wird gefördert durch: Software AG ­- Stiftung, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Merck‘sche Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft e. V., HEAG Kulturfreunde Darmstadt gemeinnützige GmbH, Darmstädter Förderkreis Kultur e. V., Bürgerstiftung Darmstadt und Landesstiftung Miteinander in Hessen.

quelle und mehr: http://www.centralstation-darmstadt.de/alles-inklusive/

 

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