Odenwaldschule ..Pressemitteilung der Insolvenzverwalterin vom 02.09.2015…Behörden haben alle Genehmigungen widerrufen…Bildungsangebot für einen Internats- und Schulbetrieb im Hambachtal vorerst gescheitert, Kündigung aller Mitarbeiter…Behörden haben offenbar Zweifel bei Schülerzahlen, Eigenkapital und Eigenmitteln…

02.09.2015 – Odenwaldschule – 8. Pressemitteilung

Bensheim, 02.09.2015

Die Bestrebungen zur übertragenen Sanierung auf die Schuldorf Lindenstein gGmbH sind gescheitert.

– Behörden haben alle Genehmigungen widerrufen
– Kündigung aller Mitarbeiter der insolventen Odenwaldschule e.V.
– Bildungsangebot für einen Internats- und Schulbetrieb im Hambachtal vorerst gescheitert

Das staatliche Schulamt für den Landkreis Bergstraße und den Odenwaldkreis hat heute die Genehmigungen zum Betrieb einer Ersatzschule (Odenwaldschule e. V.) widerrufen. Daraufhin hat auch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration den Betrieb eines Internats widerrufen. Der Versuch einer übertragenen Sanierung der Odenwaldschule e. V. auf die Schuldorf Lindenstein gGmbH ist damit gescheitert. Zudem bedeuten diese behördlichen Entscheidungen, dass ein Schul- und Internatsbetrieb 2015/16 im Hambachtal ausgeschlossen ist.

Die Insolvenzverwalterin ist infolge der behördlichen Verfügungen aus insolvenz- und arbeitsrechtlichen Gründen gezwungen, allen Mitarbeitern im Laufe des Septembers zu kündigen. Die einvernehmlich begonnenen Sozialplanverhandlungen müssen nunmehr leider abgebrochen werden. Die mit der Schuldorf Lindenstein gGmbH ausgehandelte Zahlung zur Sozialplanregelung steht nach der heutigen behördlichen Entscheidung nicht mehr zur Verfügung und ist zur Rückzahlung fällig.

Statement der Insolvenzverwalterin RAin Sylvia Rhein: »Ich sehe aufgrund dieser Entscheidung zwei Arbeitstage vor Beginn des neuen Schuljahres zumindest für 2015/16 keine Möglichkeit zur Weiterführung eines Schulbetriebs. Ich werde nun prüfen, inwiefern ein Bildungsangebot auf dem Grundstück der Odenwaldschule e. V. zu einem späteren Zeitpunkt denkbar und realisierbar ist. Ich bedaure sehr, dass es nicht gelungen ist, den jetzigen Schülern die Fortsetzung ihrer begonnenen Ausbildungen in vertrautem Umfeld zu ermöglichen und keine Arbeitsplätze erhalten zu können.«

>Pressemitteilung Download <<

quelle : http://rhein-rechtsanwaelte.de/content/aktuelles/

taz meldet unter berufung auf dpa :

Laut den Behörden sind die „im eingereichten Konzept vorgesehenen und schriftlich vorliegenden Schülerzahlen für einen langfristigen wirtschaftlich beziehungsweise finanziell tragfähigen Schulbetrieb nicht valide belegt und daher nicht ausreichend“. Die Investoren teilten mit, sie behielten sich rechtliche Schritte vor.

faz net zitiert die behörden unter anderem wie folgt:

Kritisch würden vor allem die nicht belegten möglichen Zuwächse und Neuanmeldungen in den nächsten beiden Schuljahren bewertet. Auch der Wirtschaftsplan überzeugte die Ministerien nicht. Die für die Finanzierung dargestellten Eigenmittel und das erforderliche Eigenkapital seien nicht belegt. Die Aufsichtsbehörden sehen die Gefahr, dass das „Schuldorf Lindenstein“ schon in einem überschaubaren Zeitraum abermals in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten könne.

 

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