Der Staat gegen Fritz Bauer , im REX – Kino in Darmstadt und nicht nur da

Veröffentlicht am 31.07.2015

Ab 1. Oktober 2015 im Kino!
www.DerStaatGegenFritzBauer.de

Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann (Ronald Zehrfeld) beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten und auch Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler (Sebastian Blomberg) und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt (Jörg Schüttauf) behindern den unliebsamen Bauer in seinen Ermittlungen. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen unsichtbare Gegner beginnt, doch Bauer und Angermann geben nicht auf, wohl wissend, dass ihnen die Jagd auf Eichmann sowohl beruflich als auch privat alles abverlangen wird.

Die Bedeutung des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer für das Zustandekommen der Auschwitzprozesse der 1960er Jahre ist unumstritten. Doch erst nach seinem Tod wurde sein entscheidender Verdienst um die Ergreifung Eichmanns bekannt. Grimme-Preisträger Lars Kraume (DIE KOMMENDEN TAGE) zeichnet mit DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER nun das kraftvolle und fesselnde Porträt eines mutigen Mannes und dessen Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit. Unbeirrbar legte Bauer den Finger in die Wunde und schreckte dabei auch nicht vor unbequemen Fragen der Regierung Adenauer gegenüber zurück. Burghart Klaußner (ELSER, DAS WEISSE BAND) verkörpert den Titelcharakter kongenial bis in die feinsten Details von Mimik und Gestik. Für die weiteren Rollen in seinem packenden, dichten Portrait der jungen BRD versammelte Lars Kraume mit Ronald Zehrfeld (BARBARA), Sebastian Blomberg (ZEIT DER KANNIBALEN), Lilith Stangenberg (DIE LÜGEN DER SIEGER) und Jörg Schüttauf (SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE) ein hochkarätiges deutsches Schauspieler-Ensemble.

Kategorie
Unterhaltung
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Sonntag, 04.10.2015

Regisseur Lars Kraume zu Gast im rex programmkino: Zunächst erfolgt das Screening des Filmes „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Im Anschluss begrüßt der hessische Regisseur die Gäste auf der Bühne und steht dem Publikum Rede und Antwort.
Die Bedeutung des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer für das Zustandekommen der Auschwitz-Prozesse der 1960er Jahre ist unumstritten. Doch erst nach seinem Tod wurde sein entscheidender Verdienst um die Ergreifung Eichmanns bekannt. Grimme-Preisträger Lars Kraume zeichnet mit „Der Staat gegen Fritz Bauer“ nun das kraftvolle und fesselnde Porträt eines mutigen Mannes und dessen Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit. Unbeirrbar legte Bauer den Finger in die Wunde und schreckte dabei auch nicht vor unbequemen Fragen der Regierung Adenauer gegenüber zurück. Burghart Klaußner verkörpert den Titelcharakter kongenial bis in die feinsten Details von Mimik und Gestik. Für die weiteren Rollen in seinem packenden, dichten Portrait der jungen BRD versammelte Lars Kraume mit Ronald Zehrfeld, Sebastian Blomberg, Lilith Stangenberg und Jörg Schüttauf  ein hochkarätiges deutsches Schauspieler-Ensemble.

„Der Staat gegen Fritz Bauer“ – ab 01.10.2015 im programmkino rex Darmstadt!

Besprechung in Die Zeit (Auszug) ……….

Mord verjährt nicht. Auch die deutsche Vergangenheit nicht. Warum es 70 Jahre dauern kann, bis ehemalige SS-Männer wie Oskar Gröning vor Gericht gestellt und verurteilt werden, mag juristische Gründe haben, nachvollziehbar ist es dennoch nur schwer. Dass die deutsche Justiz ab den späten fünfziger Jahren überhaupt – widerwillig – ihrer Pflicht nachkam und halbherzig begann, die Täter zu verfolgen, ist dem Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer zu verdanken. Einem Mann, der heute nicht sehr berühmt ist, obwohl ihn jedes Schulkind kennen sollte. Der großartige Spielfilm Der Staat gegen Fritz Bauer macht ihn zu seinem Helden……mehr……..

aus Der Spiegel……….

Es ist nicht der erste Versuch, den Namen Fritz Bauer bekannter zu machen: Christian Petzold hat ihm seinen Film „Phoenix“ gewidmet, und der soeben als deutscher Beitrag für den Auslands-Oscar eingereichte Film „Im Labyrinth des Schweigens“ erzählt die Geschehnisse um die Aufspürung Eichmanns und die Vorbereitung des Auschwitz-Prozesses aus der Perspektive eines jungen Staatsanwaltes aus Bauers Team.

Auch der Jurist und „SZ“-Redakteur Ronen Steinke betont in seiner 2013 vorgelegten Biografie „Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht“, dass die beiden „hervorragenden wissenschaftlichen Arbeiten über ihn“, Matthias Meuschs Dissertation von 2001 und Irmtrud Wojaks Habilitation von 2009, dessen Wirken „einem breiteren Publikum nur wenig zugänglich“ gemacht hätten.

Kraumes Film zeigt sich mit den Erkenntnissen dieser Publikationen ebenso vertraut wie mit den Dokumenten, die im vergangenen Jahr in einer Bauer-Ausstellung in Frankfurt präsentiert wurden: darunter das „Treuebekenntnis einstiger Sozialdemokraten“ (mit dessen Unterzeichnung sich Bauer im Herbst 1933 aus der Haft befreite) und Protokolle der dänischen Ausländerpolizei, in denen er sich 1936 zu homosexuellen Kontakten bekannte……………..mehr …………………

In der Mediathek des ZDF können Sie ein kulturzeit – Beitrag zum Film aufrufen

Siehe auch Ausschnitte in KINO , dem Filmmagazin der Deutschen Welle

über Fritz Bauer …..wikipedia...(Auszug)

Fritz Bauer was born in Stuttgart, Kingdom of Württemberg, German Empire to Jewish parents. He attended Eberhard-Ludwigs-Gymnasium[1] and studied business and law at the Universities of Heidelberg, Munich and Tübingen.

After receiving his Doctorate of Laws degree (youngest Jur.Dr. ever in Germany), Bauer became an assessor judge in the Stuttgart local district court. By 1920, he had already joined the Social Democratic Party. In the early 1930s, Bauer was, together with Kurt Schumacher, one of the leaders of the local Reichsbanner chapter in Stuttgart. In May 1933, a plan to organize a General Strike in the Stuttgart region against the Nazis failed, and Schumacher and Bauer were arrested with others, and taken to Heuberg concentration camp. Whereas the much more prominent and older Schumacher (a crippled veteran of World War One), who had been a fierce and prominent opponent of the Nazis as SPD deputy in the Reichstag, stayed in concentration camps until May 1945 (which completely destroyed his health, the charismatic SPD leader died in 1952), the young and largely unknown Bauer was released, which probably spared him from becoming a victim of the Shoah. A short time later Bauer was dismissed from his civil service position.

In 1935, Bauer emigrated to Denmark and then to Sweden (1943) after the former was occupied by German troops during the Second World War. In Sweden, Bauer founded, along with Willy Brandt, the periodical Sozialistische Tribüne (Socialist Tribune). Bauer returned to Germany in 1949, as the postwar Federal Republic was being established, and once more entered civil service in the justice system. At first he became director of the district courts, and later the equivalent of District Attorney in Braunschweig. In 1956, he was appointed to office as the District Attorney in Hessen, based in Frankfurt a. M. Bauer held this position until his death in 1968.

Bauer was active in the ongoing postwar efforts to obtain justice and compensation for victims of the Nazi regime. In 1958, he succeeded in getting a class action lawsuit certified, consolidating numerous individual claims in the Frankfurt Auschwitz trials, the proceedings of which opened in 1963. He was also instrumental in the intelligence that he relayed to the Mossad in 1957 that allowed Adolf Eichmann to be captured. From 1957-1960 Fritz Bauer was instrumental in tracking Eichmann down in Argentina and bringing him to trial in Israel.[2]

With Gerhard Szczesny, Bauer founded the Humanist Union, a human-rights organization, in 1961. After Bauer’s death, the Union donated money to fund the Fritz Bauer Prize. In addition, the Fritz Bauer Institut, founded in 1995, is a nonprofit organization dedicated to civil rights that focuses on history and the effect of the Holocaust.

Fritz Bauer’s work contributed to the building of a democratic justice system in Germany, as well as to the consistent, lawful prosecution of Nazi injustices and the reform of the criminal law and penal systems. Without Bauer’s persistent involvement, the Auschwitz trials in Frankfurt might never have come to fruition.

Within the postwar German justice system, Bauer was a controversial figure due to his sociopolitical engagement. He supposedly once said, „In the justice system, I live as in exile.“

Bauer died in Frankfurt am Main.   …………………mehr………

fritzbauercover

Die große Biografie des Mannes, der die Frankfurter Auschwitz-Prozesse auf den Weg brachte.

Fritz Bauer zwang die Deutschen zum Hinsehen: Inmitten einer Justiz, die in der jungen Bundesrepublik noch immer von braunen Seilschaften geprägt war, setzte er den großen Frankfurter Auschwitz-Prozess durch. Er kooperierte mit dem israelischen Geheimdienst, um Adolf Eichmann vor Gericht zu bringen. Aber wer war der kämpferische Einzelgänger wirklich? Jetzt schreibt der Jurist und Journalist Ronen Steinke die Biografie des Mannes, der in der Nachkriegszeit angefeindet wurde wie kaum ein Zweiter, unter Verwendung zahlreicher bislang unbekannter Quellen. »Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht«, das ist die Biografie eines großen Juristen und Humanisten, dessen persönliche Geschichte zum Politikum wurde. Und es ist die Biografie eines deutschen Juden, der selbst nur knapp der NS-Verfolgung entkam. (quelle piper verlag)

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https://ffduseh.wordpress.com/film-cinema/hannah-arendt-ihr-denken-veranderte-die-welt-film-regie-margarethe-von-trotta/

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