Kreisvolkshochschule Bergstrasse startet an fünf Standorten Deutschkurse für Flüchtlinge

wappen bergstrasseWir lernen deutsch
Deutschkurse für Flüchtlinge gut gestartet //An vier Standorten bietet die Kreisvolkshochschule Sprachkurse an

Landrat Christian Engelhardt eröffnet Deutschkurs der Kreisvolkshochschule in Grasellenbach

Kreis Bergstraße (kb.) Pünktlich zum Schulbeginn nach den hessischen Herbstferien sind im Kreis Bergstraße auch die Deutsch- Sprachkurse der Kreisvolkshochschule für Flüchtlinge gestartet. In 110 Unterrichtsstunden á 45 Minuten verteilt auf 12 Wochen werden in 2-3 Pilotkursen in den Kommunen mit zahlenmäßig stark belegten Unterkünften wie Bensheim, Biblis, Grasellenbach und Lampertheim die Sprachkurse beginnen. Der Sprachunterricht, der durch professionelle Lehrer erfolgt, verfolgt das Ziel, die zugewanderten Menschen zur Sprachniveaustufe A1 oder A2 zu führen.

Bislang hatte der Kreis keine Mittel für die Finanzierung von Sprachkursen für Asylbewerber zur Verfügung. Diese wurden fast ausschließlich von Ehrenamtlichen angeboten bzw. aus Spenden finanziert.

Es wurde nur ein Sprachkurs (über Caritas) in Bürstadt aus kommunalisierten Landesmitteln vom Kreis (10.000 Euro) bezuschusst.

Aufgrund des zunehmenden Flüchtlingsstroms können die dringend erforderlichen Sprachkurse für die Flüchtlinge auf Dauer nicht von den Ehrenamtlichen abverlangt werden.

Aus diesem Grunde wurde die Kreisvolkshochschule gebeten, ein Konzept „Deutschkurse für Flüchtlinge“ zu erarbeiten, welches gestern in die praktische Umsetzung ging.

Aktuell sind in 4 Kommunen des Kreises 15 Sprachkurse – aufgeteilt in unterschiedliche Sprachniveaus – gestartet. Die Gesamtkosten der rund 15 Kurse belaufen sich auf rund 58.000 Euro, die fast zu gleichen Teilen vom Kreissozialamt bzw. der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden. Die Kosten pro Kurs beziffern sich auf rund 3.860 Euro.

Landrat Christian Engelhardt, der gestern Abend den Kurs in Grasellenbach – gemeinsam mit der Leiterin der Kreisvolkshochschule Iris Hoch und der Deutschlehrerin Martine Rüdinger eröffnete, zeigte sich erfreut über die große Resonanz. „Die sprachliche Qualifikation ist der Schlüssel zum Erfolg und gilt als Voraussetzung für Integration und die gleichzeitige Befähigung zum Bestehen auf dem Arbeitsmarkt“, machte er bei der Begrüßung der Teilnehmer nochmals deutlich und appellierte an alle Teilnehmer die nächsten Wochen zu nutzen, um die deutsche Sprache zu erlernen.

Die Kurse finden an drei Tagen in der Woche jeweils in 2 bis 4 Unterrichtseinheiten statt. Die jeweilige Gruppengröße beträgt 13 bis 23 Flüchtlinge.

Nach Beendigung des Sprachkurses erhalten alle Personen, die mindestens 80 Prozent der Unterrichtstermine besucht haben, eine Teilnahmebescheinigung.

https://www.kreis-bergstrasse.de/magazin/artikel.php?artikel=5256&menuid=2&topmenu=3

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echo online schreibt über den Auftakt mit Landrat Engelhard in Grasellenbach

Der Gemeinschaftsraum des Sonnenhofs in Gras-Ellenbach war überfüllt. Bashar, Mohamad, Duha und andere syrische Flüchtlinge saßen dicht gedrängt zusammen. Fast 30 Personen waren gekommen. Sie alle wollten am Abend gemeinsam Deutsch lernen und freuten sich auf den Beginn ihres ersten offiziellen Kurses. Unterrichtet werden sie von Martine Rüdinger. Die gebürtige Französin, die seit mehr als 20 Jahren im Ortsteil Hammelbach lebt, engagiert sich in der Flüchtlingshilfe im Sonnenhof und ist den meisten Schülern bekannt.

Gekommen waren auch Landrat Christian Engelhardt (CDU) und die Leiterin der Kreisvolkshochschule (KVHS) Bergstraße, Iris Hoch. Beide wollten sich ein Bild von den Lernbedingungen machen und zugleich das Konzept für die Deutsch-Sprachkurse für Flüchtlinge vorstellen, das die KVHS erarbeitet hat.

Zunächst richtete Landrat Engelhardt Worte an die Flüchtlinge, die er auf Arabisch übersetzen ließ. Er sprach von den Herausforderungen, die die große Zahl der Flüchtlinge mit sich bringen, und von den Ängsten der Bevölkerung, die er als Landrat ernst nehme. Dann fand er klare Worte: „Wir wollen Flüchtlinge fordern.“ Sie hätten nicht nur die Pflicht, sich hier zu integrieren und die Werte sowie die Gesellschaftordnung zu akzeptieren. Sie müssten auch über kurz oder lang „für sich selbst sorgen“. Derzeit hätten allerdings 95 Prozent der Flüchtlinge im Landkreis keine für den deutschen Arbeitsmarkt ausreichenden Kenntnisse, so der Landrat. Die Deutschkurse seien ein Schritt, dies zu ändern. ……….mehr : bei Echo Online

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Angebot richtet sich nicht an Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen ……

Diese Kurse sind nur für zugewiesene Flüchtlinge. Alle haben Informationen und eine Einladung zu einem Test bekommen, indem der Lernstand festgestellt wurde. Dannach sind diejenigen, die am Test teilgenommen haben, in die entsprechenden Kurse eingeteilt worden. D.h. jetzt läuft zunächst mal die erste Runde. Wie es dann weiter geht muss man mal abwarten. Wer jetzt nicht dabei ist, kann weiter die Kurse der ehrenamtlichen Helfer in den einzelnen Gemeinden besuchen.…………..(post in der facebookgruppe bensheim heißt willkommen……)

In der Erstaufnahmeeinrichtung in Bensheim gibt es eine Schule für Kinder. Die Erwachsenen gehen in das Lernzelt, das vor dem Camp vom Verein „Welcome to Bensheim“ betrieben wird. .(post in der facebookgruppe bensheim heißt willkommen……)

Laut Echo Online

leben zurzeit 3000 Flüchtlinge mit unterschiedlichem Status im Kreis Bergstraße. 2200 sind Menschen, die als zugewiesene Flüchtlinge in festen Unterkünften leben. Im Zeltdorf in Bensheim ist Platz für 600 Flüchtlinge, von denen die meisten nur für kurze Zeit bleiben. Das Zeltdorf ist eine Außenstelle des Erstaufnahmelagers Gießen. In Viernheim hat der Kreis Bergstraße Platz für 1000 Flüchtlinge in zwei Hallen geschaffen, von denen zurzeit nur eine belegt ist. Diese Einrichtung wurde im Oktober im Auftrag des hessischen Innenministeriums geschaffen. ( Anmerkung: Die Addition geht nicht auf)

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Bundesagentur für Arbeit will Sprachkurse für Flüchtlinge schnell fördern                       quelle : weiterbildung hessen

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Um die Integration der Menschen, die wahrscheinlich dauerhaft in Deutschland bleiben und noch nicht an einem Integrationskurs oder Sprachkurs des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) teilgenommen haben, zu erleichtern, hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) beschlossen, ihr Engagement bei der Sprachförderung einmalig auszuweiten. Basis dafür ist die geplante Rechtsänderung im SGB III im Rahmen des Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes.

Diese Änderung ermöglicht es der BA, zeitlich begrenzt Sprachkurse für Flüchtlinge zu fördern, wenn diese Kurse bis zum 31. Dezember 2015 beginnen.

„Der Verwaltungsrat will mit dieser Maßnahme sehr direkt und sehr schnell helfen, um die große gesellschaftliche Herausforderung zu bewältigen“ sagte Annelie Buntenbach, Vorsitzende des Verwaltungsrats. „Wichtig dabei ist: Es handelt sich bei der Förderung um zusätzliche Mittel, die wir aus unserer Interventionsreserve im Haushalt freigeben. Damit entstehen auch keine Nachteile in der Förderung für andere Arbeitsuchende.“ Peter Clever, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats, betonte: „Schnelle erste Sprachförderung und Wertevermittlung sind die Schlüssel zu beruflicher Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Mit dem heutigen Beschluss zeigen wir als Verwaltungsrat der BA, dass wir zu schnellem und unbürokratischem Handeln bereit sind und unseren Beitrag zur Integration leisten wollen.“

Es wird erwartet, dass bis zu 100.000 Menschen von dieser ersten Sprachförderung profitieren können. Ziel ist es, erste Kenntnisse der deutschen Sprache zu vermitteln. Die voraussichtlichen Kosten der Förderung werden zwischen 54 Millionen und 121 Millionen Euro liegen – je nach Ausgestaltung der Maßnahmen und nach der Teilnehmerzahl, die in diesem Jahr erreicht werden kann.

Weitere Informationen

Das könnte Sie auch interessieren:

Deutsch für den Beruf:
Das ESF-BAMF-Programm

Um Arbeit zu finden und erfolgreich im Beruf zu sein, sind gute Deutschkenntnisse wichtig. Es gibt daher spezielle Kurse, in denen Sie berufsbezogene Sprachförderung erhalten können.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bietet Kurse für berufsbezogene  Sprachförderung über vom BAMF ausgewählte Schulen für Menschen mit Migrationshintergrund im so genannten ESF-BAMF-Programm an. Die Kurse verbinden Deutschunterricht, berufliche Qualifizierung und die Möglichkeit, einen Beruf durch ein Praktikum näher kennenzulernen.  mehr: http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/deutschlernen-node.html

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Verpflichtung zur Teilnahme an einem Integrationskurs

Wenn Sie Ihre Aufenthaltserlaubnis nach dem 1. Januar 2005 bekommen haben und sich nicht auf einfache beziehungsweise ausreichende Art auf Deutsch verständigen können, müssen Sie einen Integrationskurs machen. Die Ausländerbehörde stellt die Teilnahmeverpflichtung fest, wenn sie Ihnen den Aufenthaltstitel ausstellt.

Erhalten Sie Arbeitslosengeld II und fordert Sie die Stelle, von der Sie das Arbeitslosengeld II erhalten, zur Teilnahme auf, müssen Sie ebenfalls einen Integrationskurs machen.

mehr:  http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/Integrationskurse/TeilnahmeKosten/Aufenthaltstitel_nach/aufenthaltstitel_nach-node.html

online Angebote für Flüchtlinge und andere Deutschlerner gibt es zum Beispiel bei der Deutschen Welle…..

Übungen zu dieser Lektion auf DW / Deutschlandlabor

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