Sturm – Frauen, Künstlerinnen der Avantgarde in Berlin, Kunsthalle Schirn FFM nur noch bis 07.02.2016

Sie grosse Schau zur weiblichen Avantgarte des frühen 20.Jahrhunderts

die Quelle des videos :  https://www.youtube.com/watch?v=DsoFvVwNL30

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aus einem Beitrag der Deutschen Welle:……

Sturm-Frauen sind keine Püppchen
In der Kunst der Moderne hatten Künstlerinnen einen schweren Stand. Nur wenige Frauennamen sind bekannt: Sonia Delaunay, Gabriele Münter, Marianne von Werefkin. Einem Mann ist es zu verdanken, dass es noch viel mehr waren, die zu ihrer Zeit eine Chance hatten, ihre Kunstwerke zu zeigen. Herwarth Walden gründete 1910 erst die Avantgarde-Zeitschrift DER STURM, 1912 dann die gleichnamige Galerie.

Walden: Entdecker und Förderer
Gabriele Münter zählt zu den bekanntesten Künstlerinnen der Moderne. Die Lebensgefährtin von Wassily Kandinsky war Mitglied der Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“. Auf Empfehlung von Kandinsky, der 1912 in „DER STURM“ ausstellte, lernten sich Gabriele Münter und Herwarth Walden kennen. Walden war sofort begeistert und lud sie zu einer Einzelausstellung ein.

Russische Avantgardistin
Natalja Gontscharowa (1881-1962) war ab 1903 in vielen Ausstellungen in Russland und nicht zuletzt durch die Ausstellungen in der STURM-Galerie auch in Westeuropa bekannt. Ab 1912 präsentierte Herwarth Walden ihre Werke sechs Mal. Nicht nur in Berlin, sondern auch in Helsinki. Das Gemälde „Gartenarbeit“ von 1908 stammt aus ihrer frühen neo-primitivistischen Werkphase.

Interesse auch für Bühnenbild und Film
Die Ukrainerin Alexandra Exter war vielseitig begabt: Sie entwarf Bühnenbilder für das Theater genauso wie Kostüme für den russischen Science-Fictionfilm Aelita, der auf dem Mars spielt. Die waren 1927 in der Galerie DER STURM zu sehen, wo sie auch ihre Marionetten ausstellte. Herwarth Walden hatte einen weiten Blick und interessierte sich auch sehr für Künstlerinnen aus Osteuropa.

Niederländische Pionierin
Auch in den Niederlanden schaute sich Herwarth Walden nach begabten Künstlerinnen um- und wurde fündig: Jacoba van Heemskerck identifizierte sich mit dem STURM und übereignete Walden das alleinige Ausstellungsrecht. Ihre Arbeit wurde von der De Stijl-Gruppe um Piet Mondrian beeinflußt. Walden stellte ihre Werke zehn Mal in der Galerie DER STURM aus.

Kunstmachen als Kraftprobe
Magda Langenstrass-Uhlig gehörte zu den ersten deutschen Malerinnen, die 1911 erfolgreich ein Kunststudium absolvierten. Um 1900 waren die zehn Kunstakademien in Deutschland ein Hort des Frauenhasses: Ihre Kunst wurde ignoriert oder nicht ernst genommen. Langenstrass-Uhlig studierte in Weimar. In der Galerie DER STURM stellte sie gemeinsam mit Kurt Schwitters aus.

Künstlerin und Theoretikerin
Marianne von Werefkin (1860-1938), Ehefrau von Alexej Jawlensky, gab ihrem Mann zuliebe zehn Jahre lang, von 1896 bis 1906, das Malen auf. Ihr Mann war eifersüchtig auf ihr Können. Die Malerin, die Ende des 19. Jahrhunderts den Ruf eines „russischen Rembrandts“ genoss, war auch eine kluge Theoretikerin, wie ihre Briefe beweisen. Schon früh machte sie erste Schritte in Richtung Expressionismus.

Der Sturm als Karrieresprungbrett
Emmy Klinker war 27 Jahre alt, als sie gemeinsam mit Kurt Schwitters und Elisabeth Niemann an der 64. STURM-Ausstellung teilnahm. Die Ausstellung beschleunigte ihre Karriere. Dank der Vernetzung von Herwarth Walden wurde sie auch zu Ausstellungen anderer Künstlerbewegungen der Zeit eingeladen. Als eines ihrer Werke von den Nazis als „entartet“ verfemt wurde, zog sie sich ins Privatleben zurück.

Erweiterter Blick
Lavinia Schulz lebte nur 28 Jahre. Dann brachte sie zuerst ihren Mann und dann sich selbst um. Sie engagierte sich für das Expressionistische Theater. Die Künstlerin war auch die erste, die die Kunstschule des STURM besuchte. Dort wurde nicht nur Malerei, sondern auch Bühne und Tanz gelehrt. Ihre Ganzkörpermasken sind nun in der Schirn-Kunsthalle zu sehen: Schulz ist eine von 18 „STURM-Frauen“.
Autorin/Autor: Sabine Oelze

quelle und mehr :

http://www.dw.com/de/untersch%C3%A4tzt-keine-k%C3%BCnstlerinnen-die-sturm-frauen-in-der-frankfurter-schirn/a-18816845

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lies auch echo online :    http://www.echo-online.de/freizeit/kunst-und-kultur/ausstellungen/frankfurt/ausstellung-sturm-frauen-frankfurts-schirn-zeigt-kuenstlerinnen-der-fruehen-moderne_16334484.htm

sowie :  http://www.alsacemonde.de/activit%C3%A9s/r%C3%A9trospectives/schirn-und-weihnachtsmarkt/

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über die Zeitschrift der Sturm gibt es einen Artikel bei wikipedia…hier ein Auszug ;

Der Sturm gehörte − gemeinsam mit Die Aktion von Franz Pfemfert − zu den großen avantgardistischen Zeitschriften, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet und publiziert wurden.

Anlässlich des 1910 „grassierenden Kometenfiebers“[1] sollte die Zeitschrift ursprünglich Der Komet heißen.[2]

Erstmals erschien Der Sturm am 3. März 1910 als Wochenschrift für Kultur und Kunst. Herausgeber und Schriftleiter war Herwarth Walden, der zu dieser Zeit gemeinsam mit seiner ersten Frau Else Lasker-Schüler in der Katharinenstraße 5 in Berlin-Wilmersdorf wohnte und arbeitete. 1912 heiratete Walden nach der Scheidung von Lasker-Schüler die Schwedin Nell Roslund. In den Jahren von 1916 bis 1926 arbeitete Lothar Schreyer als Redakteur für Waldens Zeitschrift, die sich für die Förderung aller avantgardistischen Stilrichtungen einsetzte: Dadaismus, Futurismus, Expressionismus und Kubismus.

Zu den literarischen Mitarbeitern zählten unter anderem Peter Altenberg, Max Brod, Richard Dehmel, Alfred Döblin, Anatole France, Knut Hamsun, Arno Holz, Karl Kraus, Selma Lagerlöf, Else Lasker-Schüler, Alfred Lichtenstein, Adolf Loos, Heinrich Mann, Otto Nebel, Paul Scheerbart, René Schickele. Rund um die Zeitschrift bildete sich der Sturmkreis. Im Sturmverlag erschienen expressionistische Dramen (u. a. von Hermann Essig und August Stramm), Kunstmappen (Oskar Kokoschka), Künstlermonographien (Kandinsky-Album) und kunsttheoretische Schriften von Herwarth Walden. Bekannteste Verlagsreihe waren die Sturm-Bücher (z. B. Die Sturmbücher 1 und 2 waren Werke August Stramms – Sancta Susanna und Rudimentär). Neben den Büchern wurden auch Kunstpostkarten nach Werken junger, meist noch unbekannter Künstler herausgegeben: Franz Marc, Wassily Kandinsky, Oskar Kokoschka, August Macke, Carlo Mense, Gabriele Münter, Georg Schrimpf, Arnold Topp, Maria Uhden, Otto Nebel und andere.

Der Begriff Sturm wurde von Herwarth Walden zum Markenzeichen bei der Durchsetzung der modernen Kunst in Deutschland ausgestaltet. Es gab auch eine Sturmbühne (1918), eine Sturm-Galerie (1912) und die Sturm-Abende, an denen futuristische Lyrik vorgetragen wurde. Europäische Bedeutung erlangte die Galerie durch den Ersten Deutschen Herbstsalon 1913. An der von Georg Muche geleiteten Sturm-Kunstschule (1916) lehrten u.a. Oskar Kokoschka und Wassily Kandinsky sowie Maler der Brücke und des Blauen Reiter. 1917 wurde auch eine Sturm-Buchhandlung eingerichtet.[3]

Vor allem in der Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs spielte Der Sturm eine entscheidende Rolle im französisch-deutschen Austausch der Expressionisten. Das besondere Verhältnis zwischen Berlin und Paris ist dabei zu beachten. Regelmäßig wurden Gedichte und Texte französischer bzw. französisch-sprachiger Expressionisten veröffentlicht (Guillaume Apollinaire, Blaise Cendrars etc.). Angesichts der Feindseligkeiten beider Nationen brach dieser Austausch mit dem Ersten Weltkrieg ab, wurde jedoch Anfang der 1920er Jahre, allerdings deutlich bescheidener, erneuert.

Angesichts des aufziehenden Nationalsozialismus verließ Walden 1932 Deutschland und ging nach Moskau, wo er als Lehrer und Verleger arbeitete.

100 Jahre nach der Eröffnung der Sturm-Galerie widmete ihr das Wuppertaler Von der Heydt-Museum im Jahr 2012 eine Gedächtnisausstellung.[4]

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Sturm_%28Zeitschrift%29

 

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