Schüler und Museum suchen Spuren

Heppenheim: Schüler und Museum suchen Spuren des Ersten Weltkriegs

Geschichte – Starkenburg-Gymnasium und Museum bitten um Unterstützung für Projekt

Der Erste Weltkrieg, der vor hundert Jahren begann, ist aus dem kollektiven Gedächtnis weitgehend verschwunden. Das Gedenkjahr 2014 ist nun Anlass für Schüler des Starkenburg-Gymnasiums in Kooperation mit dem Museum Heppenheim regionale Quellen aufzuarbeiten. Schule und Museum bitten dabei um Unterstützung der Bürger.

Der Erste Weltkrieg sei zumindest in Deutschland durch die intensive Beschäftigung mit dem Zweiten Weltkrieg und die Einzigartigkeit der NS-Verbrechen, verdeckt, schreiben Museum und Starkenburg-Gymnasium. Dennoch gelte der Erste Weltkrieg als die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“: Die moderne Brutalität der Materialschlachten, der erste Einsatz von Chemiewaffen und die politischen Folgen der deutschen Revolution von 1918 mit dem Versailler Vertrag (1919) sind für den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte gewaltig. Der Begriff „Zweiter Dreißigjähriger Krieg“ für die Zeit zwischen 1914 und 1945 betont den Zusammenhang beider Weltkriege.Das historische Gedenkjahr 2014 biete nun Anlass, sich wieder mit diesem fast vergessenen Krieg vor 100 Jahren gebührend zu beschäftigen und die deutsche Erinnerungskultur diesbezüglich zu bereichern, auch hier in Heppenheim. Dass es noch reichlich Interesse am Ersten Weltkrieg und Gesprächsbedarf gebe, habe das Werk des britischen Historikers Christopher Clarke („Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“) bewiesen. Seine umstrittenen Thesen zum Kriegsausbruch 1914 stellen den bis dato in der Geschichtswissenschaft herrschenden Konsens über die Hauptschuld Deutschlands am Ausbruch des Ersten Weltkriegs wieder in Frage. quelle: echo online

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Wer Material oder Informationen zum Ersten Weltkrieg in der Region hat, wird gebeten, sich an das Starkenburg-Gymnasium zu wenden, Telefon 06252 99510 und starkenburg-gymnasium@kreis-bergstrasse.de, Ansprechpartner sind die Lehrer Frau Dörsam, Andrea Herlitze und Herr Schulz sowie Ulrich Lange, Museum Heppenheim, Telefon 06252 69112 oder museum@stadt.heppenheim.de. Gegenwärtig wollen Schüler des Starkenburg-Gymnasiums in Kooperation mit dem Museum Heppenheim letzte regionale Spuren und Zeugnisse der Jahre 1914 bis 1918 finden und aufbereiten. Leider sei die Quellenlage zum Ersten Weltkrieg in Heppenheim erstaunlich dürftig; Zeitungen aus der Zeit sind zwar im Heppenheimer Archiv einzusehen. Aber es fehlen persönliche Quellen und Berichte, das heißt Fotos, Feldpostbriefe oder Erlebnisberichte von Heppenheimern zum Ersten Weltkrieg.

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