EU Hühnerfleisch für Afrika …wie die lokale Produktion zerstört wird

EU Fleischreste auf afrikanischen Tellern

Es sind 30 Grad Celsius im Schatten und die hohe Luftfeuchtigkeit treibt den Verkäuferinnen auf dem Kaneshie Markt in der ghanaischen Hauptstadt Accra den Schweiß ins Gesicht. In offenen Theken tauen Geflügelreste langsam vor sich hin. Das Tauwasser tropft in kleinen Rinnsalen an den Glasscheiben herunter. Gleichzeitig weichen Verpackungskartons in den Kühlhäusern nebenan vor sich hin und schlagen Wellen. In Ländern wie Ghana, in denen es keine funktionierende Kühlkette gibt, stellt gefrorenes Import-Fleisch ein gewaltiges Gesundheitsrisiko dar.

Trotzdem importiert Ghana jährlich rund 165.000 Tonnen Billigfleisch aus Brasilien, den USA und Europa – Reste, die dort niemand essen will. In den 1980er und 1990er Jahren hätte Ghana mindestens 80 Prozent seines nationalen Geflügelbedarfs selbst gedeckt, sagt Quame Kokroh, Vorstandssekretär des nationalen Geflügelverbandes. „Seitdem die Billigimporte auf dem Markt sind, hat sich der Spieß umgedreht. Jetzt haben unsere Bauern nur noch einen Anteil von zehn Prozent und wir haben Angst, auch die noch zu verlieren.“

quelle und mehr : deutsche welle

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